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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bestimmung der geeigneten Abmessungen für ein maßgeschneidertes Sitzmöbel, vorzugsweise einen Sessel.
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In den letzten Jahren zeigt sich ein Trend, Sitzmöbel - speziell Sessel - individuell an die Körpermaße und Sitzgewohnheiten des Nutzers anzupassen, um optimalen Komfort zu gewährleisten. Üblicherweise wird dieses Ziel entweder durch Sitzmöbel mit vielfältigen Verstellmöglichkeiten erreicht, die es erlauben, sowohl die Sitzhöhe als auch die Sitztiefe individuell anzupassen, bevorzugt durch elektrische Steuerung, oder durch das Angebot eines Sitzmöbelmodells in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen Sitzhöhen und/oder Sitztiefen.
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Die Integration von Verstellmöglichkeiten, insbesondere durch Elektromotoren und Steuerelemente, verteuert das Sitzmöbel und gestaltet dessen Produktion komplex und kostenintensiv. Bedenkt man, dass optimale Einstellungen von Sitzhöhe und Sitztiefe meist dauerhaft beibehalten werden, erscheint diese Lösung als ineffizient.
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Ein weiterer Nachteil elektrisch verstellbarer Sessel besteht in der Notwendigkeit eines Stromanschlusses, was zur Verlegung von Kabeln führt. Da Sessel im Gegensatz zu Sofas häufig frei im Raum stehen, können solche Kabel Stolperfallen darstellen und die Reinigung erschweren.
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Die Alternative, verschiedene Ausführungen eines Sitzmöbelmodells anzubieten, umgeht zwar diese Probleme, erschwert aber die Auswahl für den Kunden und erfordert, dass Möbelhäuser eine breite Palette an Modellen vorrätig halten, um das Ausprobieren unterschiedlicher Sitzhöhen und -tiefen zu ermöglichen. Lösungsansätze, wie das Einlegen zusätzlicher Polster, bieten oft kein zufriedenstellendes Ergebnis.
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DE 100 01 245 A1 zeigt ein Sitzmöbel mit einer Rückenlehne, einem Sitz und einem Verstellmechanismus für die Sitzhöhe und/oder Sitzneigung. Der Verstellmechanismus für die Sitzhöhe und/oder Sitzneigung sowie ein weiterer Verstellmechanismus für die Sitztiefe sind miteinander gekoppelt.
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DE 10 2015 002 044 A1 betrifft ein Mobelsystem bestehend aus einem in der Höhe verstellbarem Stuhl und einem in der Höhe verstellbaren Tisch, wobei der Stuhl und der Tisch durch eine gemeinsame Steuereinrichtung synchron in der Hohe verstellbar sind, wobei die Höhenverstellung von Tisch und Stuhl so miteinander synchronisiert ist, dass bei unterschiedlichen Höhen stets ein idealer Abstand zwischen Tischplatte und Sitzfläche des Stuhles beibehalten wird.
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DE 10 2018 221 465 A1 betrifft ein elektrisch verstellbares Sitzsystem mit einem Sitzgestell, insbesondere in Form eines Bürostuhls, das eine Sitzfläche und eine Rückenlehne aufweist und in dem mindestens ein elektrisch ansteuerbarer Verstellantrieb zum Bewegen mindestens eines Sitzgestellelements integriert ist, und einer Steuereinheit zum Ansteuern des mindestens einen Verstellantriebs.
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DE 33 06 610 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Bestimmung der Abmessungen von Sitzmöbeln nach der Maßgabe von individuellen Körpermaßen des Benutzers, wobei eine der Höhe nach verstellbare Sitzfläche und eine Sitztiefe mit Anzeige für die jeweilige Sitzhöhe bzw. Sitztiefe vorhanden sind. Die Sitzhöhe wird eingestellt, indem das Sitzmöbel auf eine mit Motorkraft verstellbare Plattform gestellt wird. Die Sitztiefe wird händisch verstellt.
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Ziel der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zu entwickeln, das es Käufern ermöglicht, schnell und einfach die ideale Konfiguration für ihre Körpergröße und Sitzgewohnheiten zu finden, und dem Verkäufer die Bestimmung eines passenden, fest eingestellten Sitzmöbels erleichtert.
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Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 7, mit weiteren vorteilhaften Aspekten in den abhängigen Ansprüchen.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Verweis auf die beiliegenden Figuren im Detail beschrieben. In den Figuren zeigt:
- 1: eine allgemeine Ansicht des Probiersitzmöbels;
- 2a bis 2d: jeweilige Seitenansichten des Probiersitzmöbels aus 1 mit verschiedenen Einstellungen der Sitztiefe und der Sitzhöhe;
- 3: eine Detailansicht einer Einstellvorrichtung für das Probiersitzmöbel aus 1;
- 4: eine schematische perspektivische Ansicht des Probiersitzmöbels der 1 ohne Polsterauflagen;
- 5: eine Draufsicht auf das Probiersitzmöbel der 4;
- 6a und 6b: jeweils ein Diagramm zur Erklärung der Funktionsweise der Sitzhöhenverstellung; und
- 7a und 7b: jeweils ein Diagramm zur Erklärung der Funktionsweise der Sitztiefenverstellung.
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Im Folgenden wird die Erfindung detailliert anhand eines Sessels beschrieben. Die Erfindung ist nicht auf diesen Sessel beschränkt, insbesondere was die Ausgestaltung möglicher zusätzlicher Elemente wie Fußauflagen, verstellbare Armauflagen oder Kopfstützen betrifft. Auch andere Funktionen des Sessels, wie etwa ein allgemeiner Kippmechanismus zur Verstellung des Winkels zwischen Rückenlehne und Sitzfläche, ein Mechanismus zur Verstellung der Ausrichtung der Sitzfläche zum Boden und Ähnliches können in bekannter Weise vorgesehen werden. Zur Vereinfachung der Darstellung sind diese Teile nicht weiter beschrieben, und die Beschreibung konzentriert sich auf die vorgestellten Mechanismen für die Sitzhöhe und Sitztiefe.
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1 zeigt eine perspektivische Ansicht des Probiersitzmöbels. Auf einem geeigneten Gestell, im vorliegenden Fall ein 5-armiges Kreuz 1 mit einer einzelnen vertikal verlaufenden Stütze 3, ist ein Korpus 5 angebracht, der in bekannter Weise eine einstellbare Fußauflage 7, einen Sitzbereich 9, jeweils links und rechts angeordnete Armlehnen 11, zwei Seitenelemente 13 und eine Rückenlehne 15 aufweist.
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Obwohl der hier beschriebene Sessel mit einem fünfarmigen Kreuz 1 und einer einzelnen vertikal verlaufenden Stütze 3 gezeigt ist, ist dies nicht als Einschränkung zu verstehen, und andere Ausführungsformen, etwa mit vier Beinen oder Ähnliches, sind ebenfalls möglich.
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Die einstellbare Fußauflage 7 ist bei dem gezeigten Sessel über ein geeignetes Gelenk mit dem Sitzbereich 9 verbunden, und ein durchgehendes Polster 17 ist vorgesehen, das die gesamte Fläche des Sitzbereichs 9 und der Fußauflage 7 abdeckt. Diese Ausführungsform ist jedoch nicht zwingend vorgegeben, und es ist möglich, die Polsterung für den Sitzbereich 9 und für die Fußauflage 7 als zwei getrennte Polster auszubilden.
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Der Korpus 5 bei dem gezeigten Sessel umfasst die zwei Seitenelemente 13, die jeweils mit den Armlehnen 11 verbunden sind und so ausgestaltet sind, dass die Rückenlehne 15 und der Sitzbereich 9 einschließlich Fußauflage 7 gegenüber den zwei Seitenelementen 13 und den Armlehnen 11 bewegbar gelagert sind.
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Das Probiersitzmöbel umfasst mindestens zwei unabhängige Verstellmechanismen, die es erlauben, die Sitzhöhe einerseits und die Sitztiefe andererseits zu verändern. 2A bis 2D zeigt den Sessel aus 1 in vier verschiedenen Positionen, die sich sowohl in der Sitzhöhe als auch der Sitztiefe unterscheiden. Hierbei zeigt 2A den Sessel in der niedrigsten Sitzhöhe und mit der kleinsten Sitztiefe, 2D zeigt das Probiersitzmöbel mit der größten Sitzhöhe und der größten Sitztiefe. 2B und 2C zeigen Zwischenpositionen. Erfindungsgemäß sind diese Positionen, d. h. die End-Positionen als auch die Zwischenpositionen, derart im Probiersitzmöbel bzw. Sessel einprogrammiert, dass sie über eine Fernbedienung bzw. Steuerung 17 ansteuerbar sind, über die sich unabhängig die Sitzhöhe und die Sitztiefe steuern lassen.
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3 zeigt eine derartige Fernbedienung bzw. Steuerung 17. Der Sessel dieser Ausführungsform erlaubt es, die Sitzhöhe auf 42 cm, 45 cm, 47 cm oder 49 cm einzustellen. Ebenso ermöglicht dieser Probiersessel, die Sitztiefe auf 50 cm, 53 cm, 55 cm oder 58 cm einzustellen. Daraus ergeben sich 16 verschiedene Kombinationen aus Sitztiefe und Sitzhöhe.
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Erfindungsgemäß wird ein Probiersessel gemäß dieser Ausführungsform in einem Möbelhaus für die Kunden bereitgestellt, die einen dann nicht oder nicht wesentlich verstellbaren Sessel kaufen wollen. Der Kunde wird sich auf diesen Probiersessel setzen und eine für ihn geeignete Kombinationen aus Sitzhöhe und Sitztiefe auswählen, wobei er die verschiedenen Positionen über die Fernbedienung 17 ansteuern kann, ohne aufstehen zu müssen. Auf diese Art ist es für den Kunden leicht, eine für ihn optimale Kombination aus Sitzhöhe und Sitztiefe zu finden. Die Einstellung der Sitztiefe erfolgt dabei, indem die Rückenlehne 15 relativ zu dem Sitzbereich 9 verschoben wird. Bei der Einstellung der Sitzhöhe wird der gesamte Korpus 5, d. h. der Sitzbereich 9 zusammen mit der Rückenlehne 15 und den Seitenelementen 13, vertikal verschoben.
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Die so vom Kunden als für ihn optimale Einstellung ermittelten Werten für die Sitzhöhe und die Sitztiefe werden von dem Verkäufer aufgenommen, um einen Sessel auszusuchen bzw. in Auftrag zu geben, der die gewünschte Kombination aus Sitzhöhe und Sitztiefe hat.
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Um die durch den Kunden vorgegebenen Werte aus Sitzhöhe und Sitztiefe leicht zu erkennen, sind verschiedene Ausführungsformen möglich. Eine einfache Ausführungsform besteht darin, in der Fernbedienung 17 unter den jeweiligen Tasten 19 LEDs vorzusehen, sodass die zuletzt gedrückte Taste 19 leuchtet. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Feststelltasten zu verwenden, sodass die zuletzt gedrückten Tasten 19 für die Sitzhöhe und die Sitztiefe erkennbar gegenüber den anderen Tasten eingerastet sind. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, farbige Markierungen an dem Probiersessel anzubringen, die anzeigen, inwieweit die Sitztiefe vergrößert oder verkleinert wurde. Diese kann an der Seite im seitlichen hinteren Bereich der Rückenlehne 15 angebracht werden. Die Sitzhöhe lässt sich in ähnlicher Weise ausmessen. Schließlich ist es auch möglich, im Sessel oder der Fernbedienung 17 eine Ausgabevorrichtung, beispielsweise einen Bluetooth-Sender vorzusehen, der die jeweiligen Werte an ein externes Lesegerät, beispielsweise eine Anwendungssoftware oder App auf einem Mobiltelefon, überträgt. Bei einer anderen Ausführungsform ist ein Display an der Fernbedienung 17 oder dem Sessel vorgesehen, dass die eingestellten Werte für die Sitzhöhe und die Sitztiefe anzeigt. Diese Ausführungsformen können auch in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden.
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4 zeigt den Korpus 5 des Probiersitzmöbels in einer Darstellung, bei der die Polster und abdeckenden Stoffe weggelassen wurden.
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Zwischen den beiden Seitenelementen 13 werden ein Sitzrahmen 21 und ein Rückenrahmen 23 mit je einem elektrischen Antrieb 25 und 27 und dazugehörigen Hebeln bzw. Schienen gehalten. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Rückenlehne 15 mit einer Kopfstütze 28 versehen, die über Gelenke mit der Rückenlehne 15 verbunden ist. Dies ist eine bevorzugte Ausführungsform, aber für die Erfindung kein wesentliches Merkmal.
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Das gezeigte Probiersitzmöbel umfasst die Fußauflage 7, die aus Holz, Kunststoff oder Metall an der Vorderseite des Probiersitzmöbels angebracht ist, und über Gelenke zwischen einer heruntergeklappten Position und einer Aufnahmeposition bewegt werden kann. Auch diese Fußauflage 7 ist ein bevorzugtes, aber kein wesentliches Merkmal der Erfindung.
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An den beiden Seitenelementen 13 sind die Armlehnen 11 angebracht. Diese können entweder angeschraubt sein, oder sie können einstückig mit dem Seitenelement 13 ausgebildet werden. Weitere Stabilisierungselemente können an dem Korpus 5 vorgesehen sein.
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Federelemente 31 können an der Oberseite des Sitzrahmens 21 und auch des Rückenrahmens 23 vorgesehen sein, um die Bequemlichkeit des Sessels zu erhöhen.
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5 zeigt eine zu 4 korrespondierende Ansicht, wobei der Sessel im Aufblick von oben gezeigt ist. Bei dem gezeigten Probiersitzmöbel befindet sich der erste elektrische Antrieb 25 für die Höhenverstellung auf der linken Seite des Sitzmöbels, aus der Sicht des Benutzers. Der zweite elektrische Antrieb 27 für die Verstellung der Rückenlehne 15 befindet sich auf der rechten Seite. Die Anordnung der elektrischen Antriebe ist jedoch auch umkehrbar.
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In 5 ist zu erkennen, dass der Sitzbereich 9 aus einem Chassis 33 und dem auf dem Chassis 33 gelagerten Sitzrahmen 21 aufgebaut ist, wobei das Chassis 33 fest mit den Seitenelementen 13 verbunden ist, und wobei der Sitzrahmen 21 mit dem Chassis 33 verschraubt ist. Andere Verbindungsarten, sei es durch Nieten, Kleben oder Schweißen, sind ebenfalls möglich.
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6A und 6B zeigen den bei dieser Ausführungsform gewählten Mechanismus zur Verstellung der Sitzhöhe. Grundsätzlich sind hierbei verschiedene Mechanismen denkbar, so kann in bekannter Weise ein hydraulischer oder pneumatischer Hubzylinder in der Stütze 3 vorgesehen sein, der über einen Motor in der Länge einstellbar ist.
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Bei der in den 6A und 6B gezeigten Ausführungsform wird hingegen eine Verstellung über ein bewegliches Chassis 33, das beidseitig Gelenke 35 aufweist, um den Sitzrahmen 21 zusammen mit dem Chassis 33 und er Rückenlehne 15 parallel nach oben und unten zu bewegen, vorgesehen.
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Wie es in den 6A und 6B gezeigt ist, ist der Motor 25 zwischen den beiden Gelenken 35 angeordnet und treibt einen Dorn 37 zwischen einer eingefahrenen Position und einer ausgefahrenen Position, wie dies in den 6A und 6B gezeigt ist. In der ganz eingefahrenen Position des Dorns 37 befindet sich der Sessel in seiner höchsten Sitzhöhe, wohingegen bei vollständig ausgefahrenem Dorn 37 der Sessel in seiner niedrigsten Sitzhöhe ist.
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Der erste elektrische Antrieb 25 ist mit einen teleskopartigen Mechanismus ausgestattet, der eine hinreichend große Verstellmöglichkeit bietet.
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Somit lässt sich durch Betätigen des ersten elektrischen Antriebs 25 das Chassis 33 mit dem darauf angebrachten Sitzrahmen 21 und der ebenfalls am Chassis 33 gelagerten Rückenlehne 15 nach oben bzw. unten bewegen, ohne den Neigungswinkel des Sitzrahmens 21 zu verändern.
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Die 7A und 7B zeigen in ähnlicher Weise den Aufbau des Mechanismus zum Verstellen der Rückenlehne 15. Wie in den Figuren gezeigt, ist an beiden Seiten des Chassis 33 jeweils eine Führungsschiene 39 angebracht. In den Führungsschienen 39 sind Gleitelemente 41 verschiebbar aufgenommen, die ihrerseits fest mit der Rückenlehne 15 verbunden sind.
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Obwohl dies eine bevorzugte Ausführungsform ist, ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt, und anstelle von Führungsschienen 39 und zugehörigen Gleitelementen 41 sind auch Kulissenführungen oder Bahnen und Rollen möglich. Bei einer hinreichend stabilen Ausgestaltung des Antriebstranges über den zweiten elektrischen Antrieb 27 können die seitlichen Führungsschienen 39 auch ganz entfallen.
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Der zweite elektrische Antrieb 27 ist zwischen den beiden Führungsschienen 39 vorgesehen. An dem zweiten elektrischen Antrieb 27 sind zwei Gleitsteine 43 an einer Welle 45 montiert, die mit dem Rückenrahmen 23 verschraubt sind.
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Der zweite elektrische Antrieb 27 bewegt somit den Rückenrahmen 23 gegenüber dem Sitzrahmen 21. Wie aus 2 zu erkennen ist, sind die auf dem Sitzrahmen 21 und dem Rückenrahmen 23 anzubringenden Polster derart gestaltet, dass das Polster auf dem Sitzrahmen 21 in einen Leerraum unter dem Rückenrahmen 23 eingefahren bzw. wieder aus diesem herausgefahren werden kann. Bei dem gezeigten Probiersitzmöbel ist auf diese Art eine Verstellung der Rückenlehne 15 bzw. des Rückenrahmens 23 gegenüber dem Sitzrahmen 21 von 8 cm möglich. Die Erfindung ist hierauf jedoch nicht beschränkt, und bei entsprechender Dicke des Polsters der Rückenlehne 15 sind auch größere Verstellungen möglich.
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Mit der gezeigten Bauweise ist es für den Kunden, bei der Auswahl der geeigneten Größe seines Sessels möglich, auf dem Probiersitzmöbel sitzen zu bleiben und dabei individuell die Sitzhöhe und unabhängig davon die Sitztiefe in den vorgegebenen Stufen zu ändern. Diese vorgegebenen Stufen entsprechen den verschiedenen vom Hersteller vorgesehenen Maßen zur Fertigung des an die Kunden auszuliefernden fertigen Sessels, der dann nicht mehr über eine Sitztiefenverstellung verfügt.
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Obwohl die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben wurde, ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt. Verschiedene Modifikationen und Abweichungen können vorgenommen werden.
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Bei der bevorzugten Ausführungsform wird das Polster auf dem Sitzrahmen 21 in einem Leerraum unterhalb der Rückenlehne 15 aufgenommen. Jedoch ist es auch möglich, mit einer dünneren Rückenlehne 15 zu arbeiten und das Polster bzw. den Sitzrahmen 21 so zu gestalten, dass bei der kleinsten Sitztiefe ein Teil der Sitzfläche hinter der Rückenlehne 15 ist. Da es sich bei dem Probiersitzmöbel nicht um das letztlich an den Kunden auszuliefernde Möbel handelt, ist die mit dieser Ausgestaltung verbundene Beeinträchtigung der Ästhetik des Sitzmöbels unerheblich.
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Bei dem Probiersitzmöbel wurden die Sitzhöhe und die Sitztiefe verstellt, während die Höhe und der Abstand der Armlehnen 11 in Bezug auf den Sitzrahmen 21 unverändert blieb. Dies ist nicht zwingend notwendig, und es sind auch Ausführungsformen möglich, bei denen zusätzlich eine Verstellung der Höhe oder des Abstands der Armlehnen vorgesehen ist. Dies kann anhand einer dritten Reihe von Tasten auf der Fernbedienung 17 erfolgen. Dem Fachmann sind geeignete elektrische Antriebe zur Verstellung der Höhe oder des Abstands der Armlehnen 11 bekannt.
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Bei dem gezeigten Probiersitzmöbel sind 4 Einstellungen für die Sitzhöhe und 4 Einstellungen für die Sitztiefe vorgesehen. Auch dies ist nicht begrenzend. Andere Ausführungsformen mit 3 oder 5 oder mehr Einstellmöglichkeiten sowohl für die Sitzhöhe als auch davon unabhängig für die Sitztiefe sind denkbar.
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Schließlich ist auch eine Ausführungsform möglich, bei der die Einstellung der Sitzhöhe und der Sitztiefe stufenlos erfolgt, und der Verkäufer die vom Kunden als für ihn optimal ermittelten tatsächlichen Werte für die Sitzhöhe und die Sitztiefe mit höherer Genauigkeit, beispielsweise auf den Millimeter genau, ausliest oder ausmisst. Auf Wunsch des Kunden kann dann ein exakt passender Sessel in Einzelanfertigung hergestellt werden.
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- 1
- 5-armiges Kreuz
- 3
- Stütze
- 5
- Korpus
- 7
- Fußauflage
- 9
- Sitzbereich
- 11
- Armlehnen
- 13
- Seitenelemente
- 15
- Rückenlehne
- 17
- Fernbedienung bzw. Steuerung
- 19
- Tasten
- 21
- Sitzrahmen
- 23
- Rückenrahmen
- 25
- erster elektirscher Antrieb
- 27
- zweiter elektrischer Antrieb
- 28
- Kopfstütze
- 29
- Stabilisierungselemente
- 31
- Federelemente
- 33
- Sitzwanne bzw. Chassis
- 35
- Gelenke
- 37
- Dorn
- 39
- Führungsschiene
- 41
- Gleitelemente
- 43
- Gleitsteine
- 45
- Welle