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DE102024000959A1 - Vorrichtung zur Detektion eines Lichtbogens und Bordnetz eines Fahrzeugs - Google Patents

Vorrichtung zur Detektion eines Lichtbogens und Bordnetz eines Fahrzeugs

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Publication number
DE102024000959A1
DE102024000959A1 DE102024000959.0A DE102024000959A DE102024000959A1 DE 102024000959 A1 DE102024000959 A1 DE 102024000959A1 DE 102024000959 A DE102024000959 A DE 102024000959A DE 102024000959 A1 DE102024000959 A1 DE 102024000959A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coil
electrical
arc
current
ferrite core
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE102024000959.0A
Other languages
English (en)
Inventor
Akin Candir
Alexander Nisch
Urs Boehme
Nico Eßing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
Mercedes Benz Group AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mercedes Benz Group AG filed Critical Mercedes Benz Group AG
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Publication of DE102024000959A1 publication Critical patent/DE102024000959A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/005Testing of electric installations on transport means
    • G01R31/006Testing of electric installations on transport means on road vehicles, e.g. automobiles or trucks
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/12Testing dielectric strength or breakdown voltage ; Testing or monitoring effectiveness or level of insulation, e.g. of a cable or of an apparatus, for example using partial discharge measurements; Electrostatic testing
    • G01R31/1227Testing dielectric strength or breakdown voltage ; Testing or monitoring effectiveness or level of insulation, e.g. of a cable or of an apparatus, for example using partial discharge measurements; Electrostatic testing of components, parts or materials
    • GPHYSICS
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    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Detektion eines Lichtbogens (LB) in einem Bordnetz (1) eines Fahrzeugs mittels einer Frequenzanalyse, wobei mit zumindest einer elektrischen Anschlussleitung (9, 10) einer Energiequelle (2) und/oder eines Verbrauchers (3 bis 6) des Bordnetzes (1) jeweils zumindest ein, zumindest einen Ferritkern (16) aufweisender EMI-Filter (11 bis 15) gekoppelt ist. Der Ferritkern (16) zumindest abschnittweise von einer elektrischen Spule (21) umgeben, wobei durch einen sich ändernden elektrischen Strom in der Anschlussleitung (9, 10) in dem Ferritkern (16) ein magnetischer Fluss erzeugt wird, welcher eine Induktion einer elektrischen Spulenspannung in die Spule (21) und einen elektrischen Spulenstrom durch die Spule (21) bewirkt. Die die Spule (21) ist elektrisch mit einer Auswerteschaltung (8) gekoppelt, welche ausgebildet ist,- eine Frequenz der Spulenspannung und des Spulenstroms zu erfassen und- anhand eines Mustererkennungs-Algorithmus Betriebsrauschsignale und Betriebsstörsignale in der Spulenspannung und dem Spulenstrom von mittels eines Lichtbogens (LB) erzeugten hochfrequenten Rauschsignalen (RS) in der Spulenspannung und dem Spulenstrom zu unterscheiden und- bei Vorliegen von für einen Lichtbogen (LB) typischen hochfrequenten Rauschsignalen (RS) einen solchen zu detektieren.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Detektion eines Lichtbogens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Die Erfindung betrifft weiterhin ein Bordnetz eines Fahrzeugs.
  • In Bordnetzen von Fahrzeugen besteht insbesondere bei elektrischen Spannungen von mehr als 20 V und Isolationsschäden im Bordnetz die Gefahr stabil brennender Lichtbögen. Lichtbögen in elektrischen Komponenten oder Leitungssätzen lassen sich grundsätzlich optisch oder mit Strom- und Spannungsmessungen erkennen.
  • Aus dem Stand der Technik ist allgemein bekannt, ein von einem Lichtbogen erzeugtes hochfrequentes Rauschsignal in dem Bordnetz durch einen separaten Hochfrequenz-Sensor zu erfassen. Ein serieller Lichtbogen kann dabei durch eine Strommessung, ein paralleler Lichtbogen durch eine Spannungsmessung detektiert werden. Wird ein Lichtbogen detektiert, wird eine das Bordnetz versorgende Energiequelle unterbrochen, so dass der Lichtbogen gelöscht wird.
  • Aus der DE 10 2012 020 718 A1 ist ein Verfahren zur Detektion und zum Abschalten eines elektrischen Kurzschlusses oder eines Lichtbogens für ein Fahrzeug mit einem Mehrspannungsbordnetz bekannt. Hierbei werden innerhalb eines als Mehrspannungsbatterie ausgebildeten Energiespeichers Strom- und Spannungsverläufe einer ersten Spannungslage mit einer elektrischen ersten Betriebsspannung und einer zweiten Spannungslage mit der elektrischen Summenbetriebsspannung erfasst, wobei
    • - die zweite Spannungslage größer als die erste Spannungslage ist,
    • - bei sinkendem ersten Strom in der ersten Spannungslage und gleichbleibender erster Betriebsspannung und gleichzeitig steigendem zweiten Strom in der zweiten Spannungslage und sinkender Betriebsspannung ein Kurzschluss oder Lichtbogen zwischen den Spannungslagen detektiert wird,
    • - bei detektiertem Kurzschluss oder Lichtbogen ein innerhalb der zweiten Spannungsebene angeordnetes Schaltelement derart angesteuert wird, dass ein Stromfluss innerhalb der zweiten Spannungsebene unterbrochen wird.
  • Weiterhin ist aus der DE 10 2010 053 816 A1 ein Verfahren zum Erkennen eines Lichtbogens in einem Bordnetz eines Kraftfahrzeugs durch Messen einer Spannung und eines Stroms eines Verbrauchers des Bordnetzes. Dabei werden ungewöhnliche Messwerte der Spannung und des Stroms durch ein Auswertemittel erkannt. Bei einem Auftreten ungewöhnlicher Messwerte wird eine Spektrumanalyse zum Erfassen breitbandiger Signale mittels eines Radioempfängers des Kraftfahrzeugs durchgeführt.
  • Die DE 10 2020 004 444 A1 beschreibt ein Verfahren zur Erfassung von kritischen Zuständen in einzelnen Batteriezellen eines Zellmoduls, wobei ein Messsignal in einer Einrichtung zur Detektion von hochfrequenten durch einen Lichtbogen verursachten Störimpulsen gefiltert und aufintegriert wird. Ab einem vorgegeben Schwellenwert wird ein Alarmsignal erzeugt.
  • Weiterhin beschreibt die DE 10 2020 112 908 A1 ein Verfahren zum Erkennen eines Lichtbogens in einem Bordnetz für ein Kraftfahrzeug. Das Verfahren umfasst folgende Schritte:
    • - Empfangen eines Zeitsignals, welches einen über einen Strompfad des Bordnetzes fließenden Strom beschreibt,
    • - Bestimmen eines Frequenzspektrums des Zeitsignals,
    • - Erkennen von Spitzen in dem Frequenzspektrum und Bereinigen des Frequenzspektrums um die Spitzen durch Begrenzen von Amplitudenwerten der Spitzen auf eine vorbestimmte Amplitudengrenze,
    • - Bestimmen eines einen Integralwert aufweisenden Analysesignals durch Integrieren von Amplitudenwerten des um die Spitzen bereinigten Frequenzspektrums über die Frequenz,
    • - Erkennen eines Lichtbogens in dem Bordnetz durch Vergleichen des Analysesignals mit einer Auslöseschwelle.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine neuartige Vorrichtung zur Detektion eines Lichtbogens in einem Bordnetz eines Fahrzeugs und ein neuartiges Bordnetz eines Fahrzeugs anzugeben.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung, welche die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist, und ein Bordnetz, welches die im Anspruch 5 angegebenen Merkmale aufweist.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Bei einer Vorrichtung zur Detektion eines Lichtbogens in einem Bordnetz eines Fahrzeugs mittels einer Frequenzanalyse weist das Bordnetz zumindest eine elektrische Energiequelle und zumindest einen elektrischen Verbraucher auf, wobei mit zumindest einer elektrischen Anschlussleitung der Energiequelle und/oder des Verbrauchers jeweils zumindest ein, zumindest einen Ferritkern aufweisender EMI-Filter gekoppelt ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass
    • - der Ferritkern zumindest abschnittweise von einer elektrischen Spule umgeben ist,
    • - durch einen sich ändernden elektrischen Strom in der Anschlussleitung in dem Ferritkern ein magnetischer Fluss erzeugt wird, welcher eine Induktion einer elektrischen Spulenspannung in die Spule und einen elektrischen Spulenstrom durch die Spule bewirkt,
    • - die Spule elektrisch mit einer Auswerteschaltung gekoppelt ist, welche ausgebildet ist,
      • - eine Frequenz der Spulenspannung und des Spulenstroms zu erfassen und
      • - anhand eines Mustererkennungs-Algorithmus Betriebsrauschsignale und Betriebsstörsignale in der Spulenspannung und dem Spulenstrom von mittels eines Lichtbogens erzeugten hochfrequenten Rauschsignalen in der Spulenspannung und dem Spulenstrom zu unterscheiden und
      • - bei Vorliegen von für einen Lichtbogen typischen hochfrequenten Rauschsignalen einen solchen zu detektieren.
  • Ferritkerne bestehen aus Ferriten, die sich einerseits durch hohe magnetische Leitkraft auszeichnen, jedoch elektrisch isolierend wirken. Dadurch sind sie ausgebildet, unerwünschte elektromagnetische Wellen zu dämpfen. Feldlinien eines Magnetfelds sind bestrebt, durch das magnetisch leitende Ferrit zu verlaufen, lösen dort jedoch aufgrund der elektrisch isolierenden Eigenschaften keine Wirbelströme aus. Die Folge ist, dass der Ferritkern umliegende elektromagnetische Wellen absorbiert und somit verhindert, dass sie mit anderen elektrischen Komponenten wechselwirken. Dadurch werden unerwünschte Störsignale minimiert, die durch Induktion in unterschiedlichen Leitern entstehen könnten. Aus den vorgenannten Gründen finden EMI-Filter (EMI = Electromagnetic Interference, Elektromagnetische Störung) mit Ferritkernen in Bordnetzen von Fahrzeugen häufig Anwendung, um Störungen im Betrieb von Bordnetzkomponenten zu vermeiden oder zumindest zu verringern.
  • Durch Nutzung zumindest eines Ferritkerns zumindest eines EMI-Filters gemäß der vorliegenden Vorrichtung ist im Gegensatz zum Stand der Technik kein separater Hochfrequenz-Sensor zur Erfassung des durch den Lichtbogen erzeugten hochfrequenten Rauschsignals erforderlich, so dass eine zuverlässige Lichtbogendetektion in dem Bordnetz mit verringertem Hardware- und somit Material- und Kostenaufwand realisierbar ist.
  • Eine Filterwirkung bzw. Dämpfung von EMI-Filtern in dem Bordnetz liegt normativ zwischen 150 kHz und 30 MHz. Ein Lichtbogen erzeugt im Allgemeinen ein hochfrequentes Rauschsignal im Bereich von bis zu 100 kHz. Da sich somit der Frequenzbereich der Lichtbogendetektion und des EMI-Filters nicht überschneiden, führt die Nutzung des Ferritkerns aus dem EMI-Filter nicht zu Beeinträchtigungen der Detektion und Auswertung eines Lichtbogens.
  • Somit ermöglicht die vorliegende Vorrichtung auch bei langen Anschlussleitungen und einer großen Anzahl von Bordnetz-Komponenten eine zuverlässige Lichtbogendetektion mit geringem Aufwand, so dass ein Lichtbogen schnell und zuverlässig gelöscht werden kann und durch den Lichtbogen hervorgerufene Beschädigungen des Fahrzeugs verhindert oder zumindest verringert werden können.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
  • Dabei zeigen:
    • 1 schematisch ein Blockschaltbild eines Ausschnitts eines Bordnetzes eines Fahrzeugs,
    • 2 schematisch ein Blockschaltbild eines Ausschnitts eines Bordnetzes eines Fahrzeugs,
    • 3 schematisch einen Aufbau eines EMI-Filters und
    • 4 schematisch ein Magnitudenspektrum eines elektrischen Signals.
  • Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • In 1 ist schematisch ein Blockschaltbild eines Ausschnitts eines möglichen Ausführungsbeispiels eines Bordnetzes 1 eines Fahrzeugs dargestellt.
  • Das Bordnetz 1 weist beispielsweise eine Nennspannung von mehr als 20 V, zum Beispiel 48 V auf. Auch kann das Bordnetz 1 ein Hochvoltbordnetz mit höherer Nennspannung sein.
  • Das Fahrzeug kann ein Hybridfahrzeug, ein batterieelektrisch betriebenes Fahrzeug oder ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, welches ein solches Bordnetz 1 aufweist, sein.
  • Das Bordnetz 1 weist eine elektrische Energiequelle 2 und mehrere elektrische Verbraucher 3 bis 6 sowie eine Bordnetz-Steuereinheit 7 und eine Auswerteschaltung 8 auf. Die Energiequelle 2 und die Verbraucher 3 bis 6 sind mittels Anschlussleitungen 9, 10 mit dem Bordnetz 1 gekoppelt. Die Energiequelle 2 und die Verbraucher 3 bis 6 weisen jeweils einen, zumindest einen in 2 näher dargestellten Ferritkern 16 bis 18 aufweisenden EMI-Filter 11 bis 15 auf, welcher mit zumindest einer elektrischen Anschlussleitung 9, 10 der Energiequelle 2 bzw. des jeweiligen Verbrauchers 3 bis 6 gekoppelt ist.
  • Die Energiequelle 2 ist beispielsweise eine Hochvolt-Batterie und die Verbraucher 3 bis 6 umfassen beispielsweise einen Onboard-Lader, einen Glechspannungswandler, einen Inverter, einen elektrischen Kältemittelverdichter und/oder einen elektrischen Hochvolt-Heizer.
  • Die Auswerteschaltung 8 weist einen analogen Messwandler 8.1, beispielsweise einen Stromwandler, und eine Auswerteeinheit 8.2, beispielsweise einen Mikrocontroller, auf.
  • Die Auswerteschaltung 8 ist mittels einer Datenverbindung 19 datentechnisch mit der Bordnetz-Steuereinheit 7 gekoppelt und die Bordnetz-Steuereinheit 7 ist mittels einer Datenverbindung 20 datentechnisch mit der Energiequelle 2 und den Verbrauchern 3 bis 6 gekoppelt.
  • Der Ferritkern 16 des EMI-Filters 11 der Energiequelle 2 ist, wie in 3 näher dargestellt, zumindest abschnittweise von einer elektrischen Spule 21 umgeben, wobei elektrische Zuleitungen 22, 23 der Spule 21 mit dem Messwandler 8.1 der Auswerteschaltung 8 gekoppelt sind. Hierbei kann der Ferritkern 16 beispielsweise als ein sogenannter CM-Ferritkern ausgeführt sein, wobei CM für „Common Mode“ oder zu Deutsch für „Gleichtaktsignale“ steht. Alternativ kann allgemein ein CM-Kern des EMI-Filters 11 gemäß dem bekannten Stand der Technik auch als Ringbandkern ausgeführt sein und muss kein Ferritkern sein. Durch einen sich ändernden elektrischen Strom in den Anschlussleitungen 9, 10 wird in dem Ferritkern 16 ein magnetischer Fluss erzeugt, welcher eine Induktion einer elektrischen Spulenspannung in die Spule 21 und einen elektrischen Spulenstrom durch die Spule 21 bewirkt.
  • Tritt in dem Bordnetz 1, beispielsweise aufgrund eines Isolationsfehlers, ein Lichtbogen LB auf, erzeugt dieser ein hochfrequentes Rauschsignal RS in den Anschlussleitungen 9, 10, woraus eine Änderung des magnetischen Flusses in dem Ferritkern 16 resultiert. Daraus folgend ändern sich auch der Spulenstrom und die Spulenspannung der Spule 21, insbesondere deren Frequenz.
  • Der Spulenstrom und die Spulenspannung werden von dem Messwandler 8.1 jeweils in ein von der Auswerteeinheit 8.2 auswertbares und 4 näher dargestelltes elektrisches Signal SI umgewandelt und dieser zugeführt. Mittels der Auswerteeinheit 8.2 werden dann anhand eines Mustererkennungs-Algorithmus Betriebsrauschsignale und Betriebsstörsignale in der Spulenspannung und dem Spulenstrom, welche während eines Normbetriebs des Bordnetzes 1 und dessen Komponenten auftreten, von den mittels des Lichtbogens LB erzeugten hochfrequenten Rauschsignalen RS in der Spulenspannung und dem Spulenstrom unterschieden, wobei die Auswerteeinheit 8.2 bei Vorliegen von für einen Lichtbogen LB typischen hochfrequenten Rauschsignalen RS einen solchen detektiert. Dabei kann ein serieller Lichtbogen LB durch eine Strommessung, ein paralleler Lichtbogen LB durch eine Spannungsmessung detektiert werden.
  • Detektiert die Auswerteeinheit 8.2 einen Lichtbogen LB, sendet diese über die Datenverbindung 19 eine entsprechende Information I an die Bordnetz-Steuereinheit 7, welche dann ein Steuersignal S erzeugt zur Ansteuerung von Schaltmitteln der Energiequelle 2, beispielsweise HV-Batterieschütze, derart ansteuert, dass eine elektrische Kopplung der Energiequelle 2 mit dem Bordnetz 1 getrennt und somit der Lichtbogen LB gelöscht wird.
  • Alternativ oder zusätzlich zu der dargestellten Nutzung des EMI-Filters 11 der Energiequelle 2 kann auch zumindest einer der EMI-Filter 12 bis 15 der Verbraucher 3 bis 6 in analoger Weise zur Detektion des Rauschsignals RS des Lichtbogens LB verwendet werden.
  • In einer nicht näher dargestellten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Auswerteschaltung 8 in eine Steuereinheit bzw. Steuerelektronik der jeweiligen Energiequelle 2 und/oder des jeweiligen Verbrauchers 3 bis 6 integriert ist.
  • 2 zeigt schematisch ein Blockschaltbild eines Ausschnitts eines möglichen weiteren Ausführungsbeispiels eines Bordnetzes 1 eines Fahrzeugs.
  • Im Unterschied zu dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zusätzlich zu der Spule 21 eine in 3 näher dargestellte weitere Spule 24 vorgesehen, welche den Ferritkern 16 des EMI-Filters 11 zumindest abschnittweise umgibt. Elektrische Zuleitungen 25, 26 der weiteren Spule 24 sind mit dem Messwandler 8.1 der Auswerteschaltung 8 gekoppelt.
  • Mittels des Messwandlers 8.1 wird die weitere Spule 24 derart mit einem definierten hochfrequenten Stromsignal beaufschlagt, dass ein durch dieses in dem Ferritkern 16 erzeugter magnetischer Fluss den durch den Strom in den Anschlussleitungen 9, 10 in dem Ferritkern 16 erzeugten magnetischen Fluss und somit den Spulenstrom und die Spulenspannung der Spule 21 überlagert.
  • Entsteht ein Lichtbogen LB in dem Bordnetz 1, verzerrt dessen hochfrequentes Rauschsignal RS das mittels der weiteren Spule 24 erzeugte definierte und somit bekannte hochfrequente Stromsignal, wodurch eine präzisere Auswertung und zuverlässige Erfassung eines Lichtbogenereignisses ermöglicht wird.
  • Im Übrigen entsprechen der Aufbau und die Funktion des Bordnetzes 1 und der durchgeführten Lichtbogendetektion dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel des Bordnetzes 1 und der in diesem Zusammenhang beschriebenen Funktion der Lichtbogendetektion.
  • In 3 ist schematisch ein Aufbau eines möglichen Ausführungsbeispiels des EMI-Filters 11 gemäß 2 dargestellt. Die weiteren EMI-Filter 12 bis 15 können bei einer Nutzung dieser zur Lichtbogendetektion analog ausgebildet sein.
  • Der EMI-Filter 11 umfasst drei Ferritkerne 16 bis 18, welche als Ringkerne ausgebildet sind und Abschnitte der Anschlussleitungen 9, 10 ringförmig umgeben.
  • Die Ferritkerne 16 bis 18 bestehen aus Ferriten, die sich einerseits durch hohe magnetische Leitkraft auszeichnen, jedoch elektrisch isolierend wirken. Dadurch sind sie ausgebildet, unerwünschte elektromagnetische Wellen zu dämpfen. Feldlinien eines Magnetfelds sind bestrebt, durch das magnetisch leitende Ferrit zu verlaufen, lösen dort jedoch aufgrund der elektrisch isolierenden Eigenschaften keine Wirbelströme aus. Die Folge ist, dass die Ferritkerne 16 bis 18 umliegende elektromagnetische Wellen absorbieren und somit verhindern, dass sie mit anderen elektrischen Komponenten des Bordnetzes 1 wechselwirken. Dadurch werden unerwünschte Störsignale minimiert, die durch Induktion in unterschiedlichen Leitern entstehen könnten. Eine Filterwirkung bzw. Dämpfung von EMI-Filtern 11 bis 15 in dem Bordnetz 1 liegt normativ zwischen 150 kHz und 30 MHz.
  • Der Ferritkern 16 ist dabei zumindest abschnittweise von der elektrischen Spule 21 und von der Spule 24 umgeben, um die in der Beschreibung zu den in den 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen des Bordnetzes 1 beschriebene Lichtbogendetektion durchzuführen.
  • 4 zeigt ein mögliches Magnitudenspektrum eines beispielsweise in einer Fast-FourierTransformation erzeugten elektrischen Signals SI in Abhängigkeit von der Frequenz f.
  • Ein Lichtbogen LB erzeugt im Allgemeinen ein hochfrequentes Rauschsignal RS im Bereich von bis zu 100 kHz. Da sich somit der Frequenzbereich der Lichtbogendetektion und der Frequenzbereich des EMI-Filters 11, welcher wie oben beschrieben normativ zwischen 150 kHz und 30 MHz liegt, nicht überschneiden, führt die Nutzung des Ferritkerns 16 aus dem EMI-Filter 11 nicht zu Beeinträchtigungen der Detektion und Auswertung eines Lichtbogens LB.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Bordnetz
    2
    Energiequelle
    3 bis 6
    Verbraucher
    7
    Bordnetz-Steuereinheit
    8
    Auswerteschaltung
    8.1
    Messwandler
    8.2
    Auswerteeinheit
    9, 10
    Anschlussleitung
    11 bis 15
    EMI-Filter
    16 bis 18
    Ferritkern
    19, 20
    Datenverbindung
    21
    Spule
    22, 23
    Zuleitung
    24
    Spule
    25, 26
    Zuleitung
    f
    Frequenz
    I
    Information
    LB
    Lichtbogen
    RS
    Rauschsignal
    S
    Steuersignal
    SI
    Signal
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 10 2012 020 718 A1 [0005]
    • DE 10 2010 053 816 A1 [0006]
    • DE 10 2020 004 444 A1 [0007]
    • DE 10 2020 112 908 A1 [0008]

Claims (5)

  1. Vorrichtung zur Detektion eines Lichtbogens (LB) in einem Bordnetz (1) eines Fahrzeugs mittels einer Frequenzanalyse, wobei - das Bordnetz (1) zumindest eine elektrische Energiequelle (2) und zumindest einen elektrischen Verbraucher (3 bis 6) aufweist und - mit zumindest einer elektrischen Anschlussleitung (9, 10) der Energiequelle (2) und/oder des Verbrauchers (3 bis 6) jeweils zumindest ein, zumindest einen Ferritkern (16) aufweisender EMI-Filter (11 bis 15) gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass - der Ferritkern (16) zumindest abschnittweise von einer elektrischen Spule (21) umgeben ist, - durch einen sich ändernden elektrischen Strom in der Anschlussleitung (9, 10) in dem Ferritkern (16) ein magnetischer Fluss erzeugt wird, welcher eine Induktion einer elektrischen Spulenspannung in die Spule (21) und einen elektrischen Spulenstrom durch die Spule (21) bewirkt, - die Spule (21) elektrisch mit einer Auswerteschaltung (8) gekoppelt ist, welche ausgebildet ist, - eine Frequenz der Spulenspannung und des Spulenstroms zu erfassen und - anhand eines Mustererkennungs-Algorithmus Betriebsrauschsignale und Betriebsstörsignale in der Spulenspannung und dem Spulenstrom von mittels eines Lichtbogens (LB) erzeugten hochfrequenten Rauschsignalen (RS) in der Spulenspannung und dem Spulenstrom zu unterscheiden und - bei Vorliegen von für einen Lichtbogen (LB) typischen hochfrequenten Rauschsignalen (RS) einen solchen zu detektieren.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass - der Ferritkern (16) zumindest abschnittweise von einer weiteren elektrischen Spule (24) umgeben ist, - die weitere Spule (24) mit der Auswerteschaltung (8) gekoppelt ist und - die Auswerteschaltung (8) ausgebildet ist, die weitere Spule (24) derart mit einem hochfrequenten Stromsignal zu beaufschlagen, dass ein durch dieses in dem Ferritkern (16) erzeugter magnetischer Fluss den durch den Strom in der Anschlussleitung (9, 10) in dem Ferritkern (16) erzeugten magnetischen Fluss überlagert.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass - die Auswerteschaltung (8) einen analogen Messwandler (8.1) und eine Auswerteeinheit (8.2) aufweist und - der Messwandler (8.1) ausgebildet ist, den Spulenstrom und die Spulenspannung jeweils in ein von der Auswerteeinheit (8.2) auswertbares elektrisches Signal (SI) umzuwandeln.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteschaltung (8) in eine Steuereinheit der jeweiligen Energiequelle (2) und/oder des jeweiligen Verbrauchers (3 bis 6) integriert ist.
  5. Bordnetz (1) eines Fahrzeugs, aufweisend - zumindest eine elektrische Energiequelle (2) und zumindest einen elektrischen Verbraucher (3 bis 6), - zumindest einen mit einer elektrischen Anschlussleitung (9, 10) der Energiequelle (2) und/oder des Verbrauchers (3 bis 6) gekoppelten EMI-Filter (11 bis 15) mit zumindest einem Ferritkern (16), - eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche und - eine Bordnetz-Steuereinheit (7), welche ausgebildet ist, die zumindest eine Energiequelle (2) zu steuern, wobei die Bordnetz-Steuereinheit (7) datentechnisch mit der Auswerteschaltung (8) gekoppelt ist und ausgebildet ist, bei mittels der Auswerteschaltung (8) erfolgter Detektion eines Lichtbogens (LB) eine elektrische Kopplung der Energiequelle (2) mit dem Bordnetz (1) zu trennen.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3232526A1 (de) * 2016-04-12 2017-10-18 Schneider Electric Industries SAS Vorrichtung zur detektion eines fehlerstroms
DE112017003081T5 (de) * 2016-06-21 2019-03-14 Mitsubishi Electric Corporation Schutzvorrichtung für eine elektrische dc-schaltung und lichtbogen-detektionsverfahren
CN217985005U (zh) * 2022-06-30 2022-12-06 杭州利沃得电源有限公司 一种光伏组件的电弧状态检测电路和光伏组件装置

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