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DE102013200028A1 - Verfahren zur situationsadaptiven Veränderung der Lenksteifigkeit bei einem Kraftfahrzeug - Google Patents

Verfahren zur situationsadaptiven Veränderung der Lenksteifigkeit bei einem Kraftfahrzeug Download PDF

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Publication number
DE102013200028A1
DE102013200028A1 DE201310200028 DE102013200028A DE102013200028A1 DE 102013200028 A1 DE102013200028 A1 DE 102013200028A1 DE 201310200028 DE201310200028 DE 201310200028 DE 102013200028 A DE102013200028 A DE 102013200028A DE 102013200028 A1 DE102013200028 A1 DE 102013200028A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steering
stiffness
situation
driver
obstacle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE201310200028
Other languages
English (en)
Inventor
Philipp Reinisch
Moritz Werling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayerische Motoren Werke AG filed Critical Bayerische Motoren Werke AG
Priority to DE201310200028 priority Critical patent/DE102013200028A1/de
Publication of DE102013200028A1 publication Critical patent/DE102013200028A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D6/00Arrangements for automatically controlling steering depending on driving conditions sensed and responded to, e.g. control circuits
    • B62D6/008Control of feed-back to the steering input member, e.g. simulating road feel in steer-by-wire applications

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Steering Control In Accordance With Driving Conditions (AREA)
  • Control Of Driving Devices And Active Controlling Of Vehicle (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur situationsadaptiven Veränderung der Lenksteifigkeit bei einem Kraftfahrzeug, bei dem zur Realisierung eines automatischen Lenkeingriffs der unterlagerte Lenkwinkelregler/Lenkwinkelratenregler derart parametriert wird, dass sich die Kritikalität der Situation in dessen Steifigkeit widerspiegelt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur situationsadaptiven Veränderung der Lenksteifigkeit bei einem Kraftfahrzeug.
  • Aktive Eingriffe in die Lenkung eines Kraftfahrzeuges erfolgen entweder unterstützend (geringe Steifigkeit der automatischen Lenkung, der Fahrer wird geführt) oder vollautonom (der Fahrer wird überstimmt). Dabei wird für ein bestimmtes System mit aktivem Lenkeingriff (z. B. Ausweichassistent) eine einzige Parametrierung der Lenksteifigkeit (z. B. ”hohe” Steifigkeit) gewählt. Weiterhin findet keine kontinuierliche Anpassung zwischen den beiden Steifigkeitsparametrierungen der Lenkregelung in Abhängigkeit der Verkehrssituation (z. B. ”Situation spitzt sich zu; das Fahrzeug kommt einem Hindernis sehr nahe”) statt.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung hier Abhilfe zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur situationsadaptiven Veränderung der Lenksteifigkeit bei einem Kraftfahrzeug, bei dem zur Realisierung eines automatischen Lenkeingriffs der unterlagerte Lenkwinkelregler/Lenkwinkelratenregler/Fahrzeugquerregler derart parametriert wird, dass sich die Kritikalität der Situation in dessen Steifigkeit widerspiegelt.
  • Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen erfolgt eine bedarfsgerechte Unterstützung des Fahrers bei automatischen Lenkeingriffen, wodurch sowohl ein Sicherheits- als auch Aktzeptanzgewinn einhergeht.
  • Die Unteransprüche beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung wird bei kurz bevorstehenden Kollisionen die Lenkmomentenführung so steif/intensiv eingestellt, dass ein Ausweichmanöver nahezu autonom durchgeführt wird.
  • Weiterhin wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung für den Fall, dass mehr Zeit bis zur Kollision verbleibt, die Lenkmomentenführung weicher als bei kurz bevorstehenden Kollisionen eingestellt.
  • Bevorzugt wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als Maß für die Kritikalität ein Bewertungskriterium herangezogen, welches Fahrzeugparameter, wie beispielsweise die erforderliche Querbeschleunigung, Lenkstärke, Bremsstärke verbleibender Platz zum Hindernis usw. mit einbezieht.
  • Weiterhin kann gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung die Adaption über die geschätzte Sensorsicherheit erfolgen, wobei eine hohe Sensorgüte zu einer hohen Steifigkeit führt.
  • Darüber hinaus kann gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung die Adaption über die dem Fahrer zur Verfügung stehenden Fahralternativen erfolgen. Stellt sich die Verkehrssituation so dar, dass dem Fahrer nur ein bestimmtes Manöver zur Kollisionsvermeidung verbleibt, so kann dieses weitaus intensiver vom System eingeregelt werden, als wenn mehrere gleichwertige Alternativen zur Verfügung steht.
  • Die Adaption kann vorteilhafterweise über den zum Hindernis verbleibenden Platz erfolgen, wobei wenig Platz zu einer hohen Steifigkeit führt.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung kann die Lenksteifigkeit asymmetrisch ausgelegt sein. Dabei erfolgt eine Abstoßung weg vom Hindernis mit einer höheren Lenksteifigkeit als beispielsweise das anschließende Rücklenken nach dem Hindernis, falls genügend Freiraum vorhanden ist.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Lenksteifigkeit von Fahrer zu Fahrer unterschiedliche parametriert werden. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass eine zierliche Person viel empfänglicher für aktive Lenkmomente ist, als eine kräftige. Die Parametrierung kann entweder über den Fahrer durch Eingabe erfolgen oder durch Online-Schätzung des Lenkwiderstands (Impedanz) des Fahrers.
  • In 1 ist das erfindungsgemäße Verfahren anhand einer asymmetrischen Lenksteifigkeit dargestellt.
  • Fährt ein Fahrzeug F an einer Wand entlang und befindet sich auf der der Wand abgewandten Seite des Fahrzeuges F ein Freiraum, so regelt das erfindungsgemäße Verfahren die Lenksteifigkeit situationsadaptiv so ein, dass einer Lenkbewegung in Richtung Wand ein höherer Lenkwiderstand entgegensteht als einer Lenkbewegung in Richtung Freiraum.

Claims (10)

  1. Verfahren zur situationsadaptiven Veränderung der Lenksteifigkeit bei einem Kraftfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass zur Realisierung eines automatischen Lenkeingriffs der unterlagerte Lenkwinkelregler/Lenkwinkelratenregler derart parametriert wird, dass sich die Kritikalität der Situation in dessen Steifigkeit widerspiegelt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei kurz bevorstehenden Kollisionen die Lenkmomentenführung so steif eingestellt wird, dass ein Ausweichmanöver nahezu autonom durchgeführt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass mehr Zeit bis zur Kollision verbleibt, die Lenkmomentenführung weicher als bei kurz bevorstehenden Kollisionen eingestellt wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Maß für die Kritikalität ein Kostenfunktional herangezogen wird, welches Fahrzeugparameter, wie beispielsweise die erforderliche Querbeschleunigung, Lenkstärke, Bremsstärke, verbleibender Platz zum Hindernis usw. mit einbezieht.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Adaption über die geschätzte Sensorsicherheit erfolgt, wobei eine hohe Sensorgüte zu einer hohen Steifigkeit führt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Adaption über die dem Fahrer zur Verfügung stehenden Fahralternativen erfolgt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Adaption über den zum Hindernis verbleibenden Platz erfolgt, wobei wenig Platz zu einer hohen Steifigkeit führt.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenksteifigkeit asymmetrisch ausgelegt ist, so dass eine Lenkbewegung des Fahrers zum Hindernis hin zu einer höheren Steifigkeit führt als weg vom Hindernis.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenksteifigkeit von Fahrer zu Fahrer unterschiedliche parametriert wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Parametrierung entweder über den Fahrer durch eine Eingabe oder durch eine Online-Schätzung des Lenkwiderstands (Impedanz) des Fahrers erfolgt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005008875A1 (de) * 2005-02-24 2006-09-07 Daimlerchrysler Ag Verfahren zur Unterstützung eines Fahrzeugführers bei der Ansteuerung einer Zielposition
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