DE102013107603A1 - Vorrichtung zum Bearbeiten eines Werkstücks - Google Patents
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C37/00—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
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- B21C37/15—Making tubes of special shape; Making tube fittings
- B21C37/20—Making helical or similar guides in or on tubes without removing material, e.g. by drawing same over mandrels, by pushing same through dies ; Making tubes with angled walls, ribbed tubes or tubes with decorated walls
- B21C37/205—Making helical or similar guides in or on tubes without removing material, e.g. by drawing same over mandrels, by pushing same through dies ; Making tubes with angled walls, ribbed tubes or tubes with decorated walls with annular guides
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere eines Rohres mit geringer Wandstärke, mittels zumindest einem drehbaren Werkzeug (1), welches auf das Werkstück zu bewegbar ist, soll das Werkzeug (1) aus mindestens zwei aufeinander folgenden Walzbacken (2, 3) besteht.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere eines Rohres mit geringer Wandstärke, mittels zumindest einem drehbaren Werkzeug, welches auf das Werkstück zu bewegbar ist.
- Stand der Technik
- Vorrichtungen zum Bearbeiten von Werkstücken gibt es eine Vielzahl, beispielsweise als Pressen oder Stanzen. Eine Reihe von derartigen Vorrichtungen sind auch vorgesehen, um ein Werkstück von zumindest zwei Seiten her zu bearbeiten. Hier sollen vor allem Vorrichtungen erwähnt werden, welche in das Werkstück eine gewünschte Profilierung einformen. Hierzu zählen vor allem Gewindewalzmaschinen, wobei die vorliegende Erfindung jedoch nicht darauf beschränkt sein soll.
- Bei bekannten Gewindewalzmaschinen nach der
EP 0 310 898 B1 werden die beiden Druckwalzen auf das Werkstück zu bewegt. Derartige Gewindewalzmaschinen werden auch als Rollwalzmaschinen od. dgl. bezeichnet. - Probleme insbesondere bei 2-Rollen-Maschinen treten vor allem dann auf, wenn empfindliche Werkstücke bearbeitet werden sollen. Dazu zählen vor allem dünnwandige Rohre, die sich durch den seitlichen Druck der Werkzeuge leicht verformen können. Deshalb werden derartige Werkstücke heute nicht im kontinuierlichen Verfahren hergestellt, sondern in einem ersten Arbeitsgang wird eine Profilierung mit relativ geringer Tiefe erzeugt. Danach werden die Werkzeuge wieder auseinander gefahren und in einem zweiten Gang erfolgt eine Profilierung mit grösserer Tiefe. In der Regel folgt dann ein dritter gleicher Arbeitsgang oder sogar ein vierter. Eine andere Alternative stellen 3-Rollen-Maschinen dar, die über drei Umgangspunkte auf das Werkstück drücken.
- Aufgabe
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das Herstellen von derartigen empfindlichen Werkstücken auch in einem kontinuierlichen Verfahren insbesondere auf 2-Rollen-Maschinen zu bewerkstelligen.
- Lösung der Aufgabe
- Zur Lösung der Aufgabe führt, dass das Werkzeug aus mindestens zwei aufeinanderfolgenden Walzbacken besteht.
- Zwischen den Walzenbacken befindet sich eine Zone, in der sich das dünnwandige Rohr entspannen kann.
- Dies bedeutet, dass die Werkstücke, die aufeinanderfolgenden Werkzeuge durchlaufen, diese Werkzeuge aber nicht extra auseinander und wieder zusammengefahren werden müssen. Hierdurch wird der Arbeitsgang insgesamt wesentlich beschleunigt und dadurch natürlich auch das Herstellen von empfindlichen Werkstücken verbilligt. Die Präzision oder Qualität der eigentlichen Übertragung der Profilierung leidet in keinem Fall.
- Soll z.B. ein Gewinde in ein Rohr eingeformt werden, so bietet es sich an, zwei aufeinanderfolgende Walzbacken mit unterschiedlichen Durchmessern zu versehen. Die auf die erste Walzbacke folgende zweite Walzbacke hat einen grösseren Durchmesser in der zu übertragenden Profilierung als die Einlaufwalzbacke. Im kontinuierlichen Verfahren wird so beim Durchlaufen des Werkstücks durch beide Walzbacken zuerst ein Gewinde mit einer geringeren Tiefe erzeugt, danach folgt ein Eindrücken eines Gewindes mit einer höheren Tiefe, allerdings natürlich in denselben Gewindegang. Dieses Verfahren ist natürlich nicht nur bei der Herstellung von Gewinden zu verwenden, sondern auch bei der Übertragung weiterer möglicher Profilierungen.
- Von grossem Vorteil hat sich herausgestellt, wenn die Walzbacken mit unterschiedlicher Profilierung nicht sofort auf einander folgen, sondern wenn dazwischen ein Entspannungsbereich angeordnet ist, in dem das Werkstück nicht mit Druck beaufschlagt wird. In diesem Bereich kann sich das Werkstück entspannen und sich wieder auf die Zylinderform zurückorientieren, bevor es wiederum einem weiteren Druck der nachfolgenden Walzbacke ausgesetzt wird. In der Regel hat das Werkstück nach der ersten Verformung ein höheres Widerstandsmoment und sollte sich deshalb vor der weiteren Verformung auf die Zylinderform zurückbilden.
- In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel besitzen die Walzbacken einen Einlaufbereich. Im Rahmen der Erfindung liegt natürlich, dass auch nur eine Walzbacke mit einem Einlaufbereich versehen ist. Ähnliches gilt auch für einen bevorzugt vorgesehenen Auslaufbereich der Walzbacke. Der Einlaufbereich dient zum sanften Vorverformen des Werkstücks und erleichtert die Aufnahme durch die Walzenrolle. Im Auslaufbereich wird das Werkstück wieder freigegeben.
- Von der Erfindung wird auch ein Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere eines Rohres mit geringer Wandstärke umfasst, mittels zumindest einem drehbaren Werkzeug, welches auf das Werkstück zu bewegt wird, wobei mindestens zwei aufeinanderfolgende Walzbacken eine Profilierung in dem Werkstück erzeugen. Diese erzeugte Profilierung hat in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine unterschiedliche Tiefe.
- Figurenbeschreibung
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in ihrer einzigen Figur eine schematisch und nur zu Hälfte dargestellte Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Werkzeug zum Bearbeiten eines Werkstücks.
- Ein erfindungsgemässes Werkzeug
1 zum Bearbeiten eines nicht näher gezeigten Werkstückes weist zwei Walzbacken2 und3 auf. Beide Walzbacken2 und3 sind über einen Entspannungsbereich4 miteinander verbunden. Dieser besteht bevorzugt aus einem Zylinderabschnitt und weist einen Durchmesser d1 auf. - Die Walzbacken
2 und3 sind als Einlaufwalzbacken ausgebildet und besitzen einen Einlaufbereich5 und10 . Diese sind konisch ausgestaltet und verlaufen schräg zu einer Drehachse A des Werkzeugs1 . - Auf den Einlaufbereich
5 folgt unter Umständen ein Walzbereich6 , mit einer Zahnung8 als Profilformung auf einer Umfangfläche7 profiliert mit einer Zahnung8 ausgebildet ist. An den Walzbereich6 schliesst ein kurzer Auslaufbereich9 an, der auch als Fase bezeichnet werden kann. Ingesamt weist die Umfangsfläche7 des Walzbereichs6 von der Spitze der Zahnung8 ab gemessen einen Durchmesser d2 auf. - An den Entspannungsbereich
4 anschliessend ist die Walzbacke3 angeordnet. Sie beginnt ebenfalls auf den Entspannungsbereich4 folgend mit einem Einlaufbereich10 , der konisch ausgestaltet ist, ebenso, wie ein Auslaufbereich11 . Zwischen Einlaufbereich10 und Auslaufbereich11 ist ein Walzbereich12 mit einer Zahnung14 als Profilform an einer Umfangfläche13 vorgesehen, profiliert ist. Diese Walzbacke3 besitzt von der Spitze der Zahnung14 aus gemessen einen Durchmesser d3, der grösser ausgebildet ist als der Durchmesser d2. - Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
In ein Werkstück, nämlich in ein Rohr mit einer relativ geringen Wandstärke soll eine Zahnung, beispielsweise ein Gewinde mit einer bestimmten Steigung oder aber auch nur eine Zahnung ohne Steigung eingebracht werden. - Hierzu dienen insbesondere die im Stand der Technik beschriebenen Rollwalzmaschinen, bei denen in der Regel zwei entsprechende Werkzeuge vorgesehen sind, die auf das zu bearbeitende Werkstück hin verstellt werden sollen. Hierbei ist vorgesehen, dass das Werkstück, im vorliegenden Fall das Rohr, parallel zur Drehachse der Werkzeuge zwischen diese eingeführt wird. Dies geschieht zuerst entlang dem Einlaufbereich
5 , in dem das Werkstück vorgeformt wird, bis das Werkstück den eigentlichen Walzbereich6 der Walzbacke2 erreicht. Hier wird die Profilform8 der Walzbacke2 auf die gewünschte erste Kalibiertiefe in das Werkstück bzw. dessen Umfangfläche eingedrückt, so dass dort das entsprechende Vorprofil entsteht. Wird das Werkstück im Durchlaufverfahren produziert, so wird das Werkstück automatisch beim Rollwalzen entlang der Drehachse A weiter transportiert. In diesem Fall wird das Werkstück im Auslaufbereich9 der Walzbacke2 freigegeben und kann sich in dem Entspannungsbereich4 entspannen. - Nach dem Entspannungsbereich
4 trifft das Werkstück auf den Einlaufbereich10 der Walzbacke3 und weiter auf den Walzbereich12 mit der Profilform14 . Da diese Walzbacke3 einen grösseren Durchmesser d3 aufweist, als der Durchmesser d2 der Walzbacke2 erfolgt ein tieferes Eindrücken der Zahnung in das Werkstück. - Es versteht sich von selbst, dass dieser Vorgang auch mit einer dritten oder vierten Walzbacke fortgesetzt werden kann, in der Regel hat sich aber in der Praxis gezeigt, dass zwei aufeinanderfolgende Walzbacken genügen. Bezugszeichenliste
1 Werkzeug A Drehachse 2 Walzbacke d1 Durchmesser von 4 3 Walzbacke d2 Durchmesser von 6 4 Entspannungsbereich d3 Durchmesser von 14 5 Einlaufbereich 6 Walzbereich 7 Umfangsfläche 8 Profilform 9 Auslaufbereich 10 Einlaufbereich 11 Auslaufbereich 12 Walzbereich 13 Umfangsfläche 14 Profilform - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- EP 0310898 B1 [0003]
Claims (12)
- Vorrichtung zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere eines Rohres mit geringer Wandstärke, mittels zumindest einem drehbaren Werkzeug (
1 ), welches auf das Werkstück zu bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (1 ) aus mindestens zwei aufeinander folgenden Walzbacken (2 ,3 ) besteht. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei aufeinander folgende Walzbacken (
2 ,3 ) einen unterschiedlichen Durchmesser (d2, d3) aufweisen. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen zwei Walzbacken (
2 ,3 ) ein Entspannungsbereich (4 ) befindet. - Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Entspannungsbereich (
4 ) einen geringeren Durchmesser (d1) als die benachbarten Walzbacken (2 ,3 ) aufweist. - Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Walzbacke (
2 ,3 ) einen Einlaufbereich (5 ,10 ) aufweist. - Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Walzbacke (
2 ,3 ) einen Auslaufbereich (9 ,11 ) aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbereich (
5 ,10 ) und/oder der Auslaufbereich (9 ,11 ) zu einer Mittelachse (A) des Werkzeugs (1 ) konisch geneigt verläuft/verlaufen. - Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umfangsfläche (
7 ,13 ) der Walzbacke (2 ,3 ) profiliert ist. - Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere eines Rohres mit geringer Wandstärke, mittels zumindest einem drehbaren Werkzeug (
1 ), welches auf das Werkstück zu bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei aufeinander folgende Walzbacken (2 ,3 ) eine Profilierung in dem Werkstück erzeugen. - Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erzeugte Profilierung eine unterschiedliche Tiefe aufweist.
- Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung des Werkstücks bei aufeinander folgenden Walzbacken (
2 ,3 ) zu nimmt. - Werkzeug zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere eines Rohres mit geringer Wandstärke, mit den Merkmalen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE201310107603 DE102013107603A1 (de) | 2013-07-17 | 2013-07-17 | Vorrichtung zum Bearbeiten eines Werkstücks |
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| PCT/EP2014/001938 WO2015007386A1 (de) | 2013-07-17 | 2014-07-16 | Vorrichtung zum bearbeiten eines werkstücks |
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- 2013-07-17 DE DE201310107603 patent/DE102013107603A1/de not_active Withdrawn
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2014
- 2014-07-16 EP EP14750306.4A patent/EP3021992B1/de active Active
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- 2014-07-16 WO PCT/EP2014/001938 patent/WO2015007386A1/de not_active Ceased
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| WO2015007386A1 (de) | 2015-01-22 |
| ES2643516T3 (es) | 2017-11-23 |
| EP3021992B1 (de) | 2017-07-12 |
| EP3021992A1 (de) | 2016-05-25 |
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