DE102013106211B4 - Tintenstrahl-Drucker mit Umdruckschlitten sowie Verfahren hierzu - Google Patents
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Abstract
eine Druckeinheit (14) mit mehreren Druckriegeln (16), die jeweils einen oder mehrere Druckköpfe aufweisen,
eine unterhalb der Druckeinheit (14) angeordnete Reinigungseinheit (17) zum Reinigen der Druckköpfe,
und einen in den Raum (R) zwischen Druckeinheit (14) und Reinigungseinheit (17) hineinfahrbaren und aus diesem herausfahrbaren Umdruckschlitten (18) zum Führen des Aufzeichnungsträgers (12),
wobei der Umdruckschlitten (18) in einem Druckbetriebs-Zustand zwischen Druckeinheit (14) und Reinigungseinheit (17) positioniert ist und in einem Wartungsbetriebs-Zustand aus dem Raum zwischen Druckeinheit (14) und Reinigungseinheit (17) herausgefahren und ein Zugriff der Reinigungseinheit (17) auf die Druckköpfe der Druckeinheit (14) geschaffen ist;
wobei der bahnförmige Aufzeichnungsträger (12) sowohl im Druckbetriebs-Zustand als auch im Wartungsbetriebs-Zustand den Umdruckschlitten (18) zumindest teilweise umschlingt, und
wobei der bahnförmige Aufzeichnungsträger (12) zusammen mit dem Umdruckschlitten (18) zwischen dem Druckbetriebs-Zustand und dem Wartungsbetriebs-Zustand mit bewegt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Tintenstrahl-Drucker hoher Druckleistung zum Bedrucken eines bahnförmigen Aufzeichnungsträgers mit Tinte. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Bedrucken eines bahnförmigen Aufzeichnungsträgers mit Tinte.
- Zum einfarbigen oder mehrfarbigen Bedrucken eines bahnförmigen Aufzeichnungsträgers können Tintenstrahl-Drucker hoher Druckleistung eingesetzt werden. Bei diesen Tintenstrahl-Druckern ist eine Druckeinheit mit mehreren Druckriegeln vorgesehen, die jeweils eine Vielzahl von Druckköpfen aufweisen, aus deren Düsen Tintentropfen auf den Aufzeichnungsträger übertragen werden. Aufgrund unterschiedlicher Druckauslastung werden beim Druckvorgang nicht ständig alle Düsen der Druckköpfe aktiviert, so dass bei länger nicht aktivierten Düsen die Gefahr einer Austrocknung oder einer Verstopfung besteht. Es ist daher vorzusehen, dass die Druckköpfe in vorgegebenen Wartungszeit-Intervallen von eingedickter Tinte gereinigt und/oder alle Düsen der Druckköpfe durchspült werden.
- Die
DE 10 2010 037 829 A1 beschreibt einen Tintenstrahl-Drucker, bei dem die Druckeinheit aus einer Druckbetriebs-Position oberhalb des Laufweges des Aufzeichnungsträgers in eine Wartungs-Position verfahren werden kann, die seitlich zum Laufweg des Aufzeichnungsträgers liegt. In dieser Wartungs-Position sind die Druckköpfe zugänglich und ihre Düsenflächen können gereinigt werden. An die Druckeinheit eines Hochleistungsdruckers sind eine Vielzahl elektrischer und optischer Leitungen zur Stromversorgung und zur Übertragung der Ansteuersignale für die Druckköpfe sowie mehrere mechanische Leitungen und Schläuche zum Zuführen von Tinte angeschlossen. Aufgrund der notwendigen Bewegung der Druckeinheit sind diese Zuführungen hoch flexibel ausgeführt und es sind großvolumige und lange Schleppketten zur Führung dieser Leitungen notwendig. Bei diesem bekannten Gerätekonzept ist der technische Aufwand daher relativ groß und auch der Raumbedarf wegen der seitlichen Bewegung der Druckeinheit vergrößert. - Aus dem Dokument
ist ein Drucker bekannt, bei dem die Bedruckstoffbahn in dem Bereich zwischen einer Druckeinheit und Reinigungseinheit über ein Band geführt wird. Dieses Band weist ein Loch auf, das in einem Reinigungszustand in den Bereich zwischen der Druckeinheit und der Reinigungseinheit verfahren werden kann, so dass eine Reinigung der Druckeinheit über die Reinigungseinheit möglich wird.JP 2003-170612 A - Weitere Drucker mit Reinigungseinheiten sind aus den Dokumenten
undJP 2010-201787 A bekannt.JP 2004-074554 A - Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Tintenstrahl-Drucker und ein Verfahren zum Betreiben eines Tintenstrahl-Druckers anzugeben, bei dem der Geräteaufwand verringert und die technische Zuverlässigkeit verbessert ist.
- Diese Aufgabe wird für einen Tintenstrahl-Drucker durch die Merkmale des Anspruchs 1 und für ein Verfahren durch die Merkmale des Anspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
- Gemäß der Erfindung wird eine Reinigungseinheit zum Reinigen der Druckköpfe unterhalb der Druckeinheit angeordnet. In einen Raum zwischen oben liegender Druckeinheit und unten liegender Reinigungseinheit kann ein Umdruckschlitten zum Führen des Aufzeichnungsträgers hineingefahren und aus diesem Raum wieder herausgefahren werden. Der Umdruckschlitten ist in einem Druckbetriebs-Zustand zwischen Druckeinheit und Reinigungseinheit positioniert, so dass die Druckriegel mit der Vielzahl von Druckköpfen Tinte auf den Aufzeichnungsträger übertragen können. In diesem Zustand umschlingt der Aufzeichnungsträger zumindest teilweise den Umdruckschlitten. In einem Wartungsbetriebs-Zustand ist der Umdruckschlitten aus dem Raum zwischen Druckeinheit und Reinigungseinheit herausgefahren, so dass ein Zugriff der Reinigungseinheit auf die Druckköpfe der Druckeinheit geschaffen ist. In diesem Zustand können die Druckköpfe gereinigt werden.
- Bei dem Gerätekonzept nach der Erfindung wird die Druckeinheit nicht seitlich zum Transportweg des Aufzeichnungsträgers in eine Wartungsposition herausbewegt, vielmehr kann die Druckeinheit ortsfest in Bezug auf den Transportweg des Aufzeichnungsträgers verbleiben. Die verschiedenen Zuführungen zu der Druckeinheit, wie z. B. elektrische und gegebenenfalls optische Leitungen für die Steuersignale (LAN, Druckdaten, Sensoren), elektrische Kabel, mechanische Leitungen und Schläuche, können im Wesentlichen ortsfest oder mit kleinen Schlaufen zum Bewegungsausgleich ausgeführt sein und es wird keine Schleppkette zur Führung der Kabel, Schläuche und Leitungen benötigt, um eine Verfahrbewegung der Druckeinheit zu ermöglichen. Auf diese Weise wird der benötigte Bauraum für den Drucker verringert. Aufgrund der weitgehend ortsfesten Anordnung der Zuführungen zu der Druckeinheit ist die technische Zuverlässigkeit verbessert, da ein Bruch der Zuleitungen wegen hoher Bewegungsbelastung nicht zu befürchten ist. Eine große Bauraumersparnis ergibt sich auch dadurch, dass nur der niedrige Umdruckschlitten und nicht die Druckeinheit bzw. Reinigungseinheit verfahren wird.
- Gemäß einem Ausführungsbeispiel nimmt die Reinigungseinheit im Druckbetriebs-Zustand eine untere Position und im Wartungsbetriebs-Zustand eine obere Position ein, wobei eine Hebevorrichtung vorgesehen ist, die die Reinigungseinheit wahlweise in die obere Position oder in die untere Position bewegt.
- Im Wartungsbetriebs-Zustand ist der Aufzeichnungsträger mit Hilfe des Umdruckschlittens aus dem Raum zwischen Druckeinheit und Reinigungseinheit herausgefahren, so dass der Zugriff der Reinigungseinheit auf die Düsenflächen der Druckköpfe möglich ist. In diesem Wartungsbetriebs-Zustand kann die Reinigungseinheit angehoben werden, um mechanischen Kontakt zu den Druckköpfen herzustellen. Auf diese Weise muss für den Reinigungsvorgang die Druckeinheit selbst nicht bewegt werden (wie dies beim Stand der Technik notwendig ist).
- Vorteilhaft ist es, wenn der Umdruckschlitten in Transportrichtung des Aufzeichnungsträgers gesehen hin und her verfahrbar ist. Als Transportrichtung des Aufzeichnungsträgers ist die Richtung gemeint, in die der Aufzeichnungsträger unterhalb der feststehenden Druckköpfe beim Bedrucken bewegt wird. Typischerweise ist diese Richtung die Geräte-Längsachse des Tintenstrahl-Druckers. Bei der Bewegung des Umdruckschlittens in Richtung dieser Geräte-Längsachse bleibt die Baubreite des Druckers schmal, was weitere technische Vorteile für die Baugröße des Druckers bringt. Z. B. können die elektrischen Signalleitungen für die Hochfrequenzsignale zur Ansteuerung der Druckköpfe kurz sein. Die Bewegungsrichtung des Umdruckschlittens kann ausgehend vom Druckbetriebs-Zustand zum Einstellen des Wartungsbetriebs-Zustand in Transportrichtung des Aufzeichnungsträgers oder entgegengesetzt dieser Transportrichtung des Aufzeichnungsträgers erfolgen.
- Bei einer Alternative kann das Gerätekonzept auch so angelegt sein, dass der Umdruckschlitten seitlich aus dem Raum zwischen Druckeinheit und Reinigungseinheit herausbewegt wird, um den Wartungsbetriebs-Zustand einzustellen. Die Längsachse des Umdruckschlittens verläuft in diesem Wartungsbetriebs-Zustand parallel zur Transportrichtung des Aufzeichnungsträgers im Druckbetriebs-Zustand.
- Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass eine Ausgleichsvorrichtung und eine Umlenkrolle in Kombination mit einer Rolle die Länge und Position des Aufzeichnungsträgers bei der Bewegung des Umdruckschlittens während des Wechsels der Betriebszustände konstant hält. Dadurch wird erreicht, dass bei einem Wechsel vom Druckbetriebs-Zustand in den Wartungsbetriebs-Zustand (in welchem eine Reinigung der Druckköpfe stattfindet) und zurück in den Druckbetriebs-Zustand der Druckbetrieb an derselben Stelle fortgesetzt werden kann, wo er unterbrochen worden ist. Außerdem ist die weitere Bearbeitung des Aufzeichnungsträgers, z. B. in einer Fixiereinheit, längenneutral und positionsneutral. Dass der Aufzeichnungsträger im Drucker nicht vorwärts/rückwärts verschoben wird, ist auch positiv für positionsbestimmende Aktorik (z. B. Drehrahmen) vor der Druckeinheit.
- Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben eines Tintenstrahl-Druckers angegeben. Die mit diesem Verfahren erreichten Vorteile stimmen im Wesentlichen mit den zuvor im Zusammenhang mit dem Tintenstrahl-Drucker beschriebenen Vorteilen überein.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert. In den Figuren zeigt schematisch
-
1 einen Teil eines Tintenstrahl-Druckers im Druckbetriebs-Zustand, -
2 den Drucker nach1 im Wartungsbetriebs-Zustand, und -
3 eine Übersichts-Darstellung in Draufsicht für die Anordnung des Umdruckschlittens im Wartungsbetriebs-Zustand. -
1 zeigt einen Teil eines Tintenstrahl-Druckers10 zum Bedrucken eines bahnförmigen Aufzeichnungsträgers12 mit Tinte in einer Seitenansicht. Die Pfeile am Aufzeichnungsträger12 kennzeichnen seine Transportbewegung. Der Tintenstrahl-Drucker10 ist ein Hochleistungsdrucker, der den Aufzeichnungsträger12 mit hoher Geschwindigkeit, typischerweise bis zu 3 m/s im Mehrfarbenbetrieb bedrucken kann. Als Aufzeichnungsträger kann Papier, Verpackungsmaterial, Textilstoff, Karton, Folien aus Kunststoff (teilweise auch Metall enthaltend) oder Hybridmaterial (Kunststoffbereiche in Papier) vorgesehen sein. - Der Tintenstrahl-Drucker
10 umfasst eine Druckeinheit14 , in der mehrere Druckriegel16 angeordnet sind, die jeweils eine bestimmte Farbe drucken. Die Druckriegel16 erstrecken sich über die gesamte Breite des Aufzeichnungsträgers12 und können einen oder mehrere Druckköpfe aufweisen, aus deren Düsen Tintentröpfchen auf den Aufzeichnungsträger12 ausgestoßen werden. Beim Druckbetrieb sind die Druckriegel16 ortsfest und der Aufzeichnungsträger12 wird entlang einer Transportrichtung T unter der Druckeinheit14 vorwärts bewegt. Unterhalb der Druckeinheit14 ist eine Reinigungseinheit17 angeordnet, die Reinigungselemente, wie z. B. Rakel, Wischelemente, Tinten-Auffangwannen und/oder Verschlusskappen für die Druckriegel16 enthält. - In einem Raum R mit der Höhe w2 zwischen Druckeinheit
14 und Reinigungseinheit17 ist ein Umdruckschlitten18 angeordnet, der eine Vielzahl von Walzen20 (nur eine ist bezeichnet) zur Führung des Aufzeichnungsträgers12 enthält. Der Umdruckschlitten18 ist verfahrbar gelagert. Im gezeigten Druckbetriebs-Zustand ist der Umdruckschlitten18 voll in den Raum R hinein gefahren, so dass der Aufzeichnungsträger12 den verschiedenen Druckriegeln16 gegenübersteht und mit Tinte bedruckt werden kann. In diesem Zustand bildet der Aufzeichnungsträger12 eine nach links offene Schlinge und wird über ein Rollenpaar mit Rollen22 und23 und eine Umlenkrolle24 den Walzen20 zugeführt. - Im Druckbetriebs-Zustand wird der Aufzeichnungsträger
12 über eine weitere Umlenkrolle26 abgeführt und nachfolgenden Einheiten wie beispielsweise einer Fixierstation oder Trockner (nicht dargestellt) zugeführt. - Der Umdruckschlitten
18 ist gleitend auf Führungsschienen (nicht dargestellt) gelagert und kann zum Einstellen eines Wartungsbetriebs-Zustandes nach links in eine gestrichelt dargestellte Wartungsposition verschoben werden, wobei er den Weg w1 zurücklegt. Hierbei wird mit dem Umdruckschlitten18 die Umlenkrolle24 mitbewegt, so dass die Länge der Schlinge des Aufzeichnungsträgers12 um den Umdruckschlitten18 herum im Wesentlichen beibehalten wird. Lediglich am linken Ende der Schlinge ist zu erkennen, dass ein gewisser Längenunterschied der Schlinge zwischen Druckbetriebs-Zustand und Wartungsbetriebs-Zustand entstehen kann. Dies wird mit Hilfe einer Ausgleichsvorrichtung28 ausgeglichen, bei der die Umlenkrolle26 mit Hilfe eines Hebelarms30 um eine Schwenkachse32 verschwenkt und angehoben wird, um diese Längendifferenz auszugleichen. Zum längenneutralen Ausgleich dient auch die ortsfeste Umlenkrolle22 , die den Aufzeichnungsträger12 umlenkt. Mit Hilfe der Ausgleichsvorrichtung28 wird die Bewegung des Umdruckschlittens18 insgesamt längenneutralisiert, so dass der Aufzeichnungsträger12 nach der Umlenkrolle26 und vor den Rollen22 und23 durch diese Bewegung keine Positionsänderung erfährt. Die Länge der Schlinge des Aufzeichnungsträgers12 zwischen den Rollen22 ,23 und der Umlenkwalze26 bleibt konstant. Dies ist sehr vorteilhaft, denn auf diese Weise wird einer nachgeschalteten Fixier- oder Trocknungsstation der Aufzeichnungsträger12 ohne Längenvariation oder Positionsvariation zugeführt. Eine doppelte Fixierung oder Trocknung von Abschnitten wird dadurch vermieden. Eine eventuell vorgeschaltene Positioniereinrichtung für den Aufzeichnungsträger in Laufrichtung (z. B. Drehrahmen) wird aufgrund der Längen-/Positionsneutralität ebenfalls nicht negativ beeinflusst. Auch bei einem Wechsel von Druckbetriebs-Zustand in den Wartungsbetriebs-Zustand und zurück in den Druckbetriebs-Zustand ergibt sich keine Längenänderung oder Positionsänderung, was zu einem kontinuierlichen und gleichmäßigen Betriebsablauf führt. Die Walzen22 ,23 ,24 ,20 ,26 sind freilaufend, um ein Reißen des Aufzeichnungsträgers12 zu verhindern. -
2 zeigt den Tintenstrahl-Drucker10 im Wartungsbetriebs-Zustand, wobei gleiche Elemente mit weitgehend gleicher Funktion dieselben Bezugszeichen haben. In diesem Betriebszustand ist der Umdruckschlitten18 nach links in der2 verfahren. Die Reinigungseinheit17 ist aus ihrer unteren Position (gestrichelt gezeichnet) in eine obere Position um den Weg w2 angehoben worden, so dass die Reinigungseinheit17 mit ihren Reinigungselementen in direkten Kontakt mit den Druckriegeln16 und deren Druckköpfe zur Reinigung gelangen kann. Der Aufzeichnungsträger12 ist um die ortsfeste Rolle22 umgelenkt und wird von der Umlenkrolle24 , die mit dem Umdruckschlitten18 um den Weg w1 mitbewegt worden ist, umgelenkt, so dass die Schlingenlänge des Aufzeichnungsträgers12 um den Umdruckschlitten18 im Wesentlichen gleich geblieben ist. Mit Hilfe der nach oben verstellten Umlenkrolle26 und der Ausgleichsvorrichtung28 , ist die Bewegung für den Aufzeichnungsträger12 nach der Umlenkrolle26 längen-/positionsneutral. Die variabel aufgehängte Umlenkrolle26 kann federbelastet sein und dient auch dazu, eine konstante Bahnspannung aufrechtzuerhalten. - In der nach den
1 und2 gezeigten Anordnung wird der Umdruckschlitten18 zum Einstellen des Wartungsbetriebs-Zustandes nach links in Transportrichtung T verfahren. Es ist auch möglich, den Umdruckschlitten18 nach rechts entgegen der Transportrichtung T zum Einstellen des Wartungsbetriebs-Zustandes zu verfahren. In diesem Falle müsste die Zuführung des Aufzeichnungsträgers12 am rechten Rand von der Reinigungseinheit17 erfolgen. -
3 zeigt in einer Prinzipdarstellung eine Draufsicht auf die verschiedenen Möglichkeiten, den Umdruckschlitten18 im Wartungsbetriebs-Zustand anzuordnen. In der Draufsicht ist der Umdruckschlitten18 mit ausgezogenen Strichen im Druckbetriebs-Zustand gezeigt. Die Längsachse des Umdruckschlittens18 ist parallel zur Transportrichtung T des Aufzeichnungsträgers überein. Verschiedene Wartungspositionen WP1, WP2, WP3 und WP4 sind für den Wartungsbetriebs-Zustand möglich und sind gestrichelt gezeichnet. In der Wartungsposition WP1 ist der Umdruckschlitten18 in Transportrichtung T verfahren. Diese Wartungsposition WP1 stimmt mit der in den1 und2 gezeigten überein. Die Wartungsposition WP2 ist entgegengesetzt der Transportrichtung T angeordnet. Die Wartungspositionen WP3 und WP4 entsprechen seitlichen Anordnungen, bei denen der Umdruckschlitten18 quer zur Transportrichtung T verfahren wird. Bei diesen Positionen WP3 und WP4 wird seitlicher Raum für den Umdruckschlitten18 benötigt, was zu einer Verbreiterung des Druckers führt. Die Papierführung wird außerdem wesentlich aufwendiger. Ein Drucksystem mit der WP1 Wartungsposition ist anzustreben. - Durch die Erfindung und die gezeigten Ausführungsbeispiele werden verschiedene technische Vorteile erreicht. Alle massiven Einheiten des Druckers, insbesondere die Druckeinheit, können fest montiert bzw. müssen nur wenig bewegt werden, wie z. B. die Reinigungseinheit
17 . Kleine Schlaufen zum Bewegungsausgleich für verschiedene Anschlussleitungen, wie elektrische Leitungen für die LAN-Übertragung, die Sensorik, die Aktorik, optisch-elektrische Datenbusse etc. und Schläuche für die Tintenversorgung, die Kühlleitungen etc. sind optimal kurz, weitgehend ortsfest und ohne Schleppkette verlegbar. Ein Platzbedarf für die Schleppkette, die beim Stand der Technik für eine Bewegung der relativ großen Druckeinheit notwendig ist, entfällt. Eine beim Stand der Technik getrennte Verlegung von kritischen und unkritischen Anschlussleitungen ist bei dem Gerätekonzept nach der Erfindung leichter zu realisieren und es werden hohe elektrische Schirmungsklassen nicht benötigt. Die notwendigen Tanks für Tinte, Pumpen, Heizungen, etc. können an geeigneter servicefreundlicher Position im Drucker montiert werden. - Für die Bewegung des Umdruckschlittens sind relativ kleine Antriebe und einfache Führungsschienen ausreichend. Für die notwendigen Anschlussleitungen für den bewegbaren Umdruckschlitten ist der technische Aufwand, auch für eine eventuell notwendige Schleppkette, vergleichsweise klein.
- Der Umdruckschlitten benötigt im Vergleich zur Druckeinheit und zur Reinigungseinheit einen kleinen Bauraum, so dass der für seine Bewegung erforderliche Raum im Vergleich zur Bewegung einer Druckeinheit und/oder einer Reinigungseinheit klein sein kann. Wenn der Umdruckschlitten sich in Transportrichtung bewegt, so ist die Breite des Druckers gering und der seitliche Zugang zu Aggregaten im Drucker ist erleichtert.
- Wenn sich die Reinigungsstation
17 in der unteren Position und der Umdruckschlitten im Wartungsbetriebs-Zustand befindet, ergibt sich ein Serviceraum unterhalb der Druckeinheit, um manuelle Wartungsarbeiten ausführen zu können. - Aufgrund des relativ geringen Gewichtes des Umdruckschlittens kann dieser relativ schnell und ohne großen Energieaufwand verfahren werden. Wenn eine Längenkompensation vorgesehen ist, so bleibt die Papierlänge im Drucker konstant und die Position einer Papierbahn ist nach einem Reingungsvorgang und dem erneuten Druckbeginn gleich.
- Auch das Einlegen des Aufzeichnungsträgers
12 kann bei diesem Gerätekonzept erleichtert sein. Hierzu ist die Umlenkrolle24 vor dem Einlegen eines Aufzeichnungsträgers12 zu entfernen bzw. auszukoppeln und der Umdruckschlitten18 ist beim Einlegen des Aufzeichnungsträgers12 bis oberhalb des Umdruckschlittens18 in der Position im Wartungsbetriebs-Zustand (siehe2 ). Der Aufzeichnungsträger12 ist bis hinter die Umlenkrolle26 geführt und wird dort festgehalten und der Umdruckschlitten18 wird in den Druckbetriebs-Zustand bewegt. Wenn der Umdruckschlitten18 in diesem Druckbetriebs-Zustand (1 ) angelangt ist, wird die Umdruckrolle24 wieder eingesetzt bzw. eingekoppelt und die erforderliche Schlaufe des Aufzeichnungsträgers um den Umdruckschlitten ist vervollständigt. - Aufgrund der ortsfesten Position der Druckeinheit
14 im Drucker10 und des relativ geringen Hubs w2 der Reinigungseinheit17 kann die Gesamthöhe des Druckers10 gering gehalten werden, was zu einer kompakten Bauform des Druckers10 führt. - Die Anordnung der Druckeinheit über der Reinigungseinheit ist optimal in Bezug auf einen modularen Aufbau eines Druckers. Bereiche mit Flüssigkeiten (Tinte, Reinigungsflüssigkeiten, etc.) befinden sich in einem ersten Bereich oder Modul, die Nachverarbeitung des Aufzeichnungsträgers, z. B. Fixierung, Trocknung, etc. befindet sich in einem anderen Bereich bzw. Modul.
- Bezugszeichenliste
-
- 10
- Tintenstrahl-Drucker
- 12
- Aufzeichnungsträger
- 14
- Druckeinheit
- 16
- Druckriegel
- 17
- Reinigungseinheit
- 18
- Umdruckschlitten
- 20
- Walzen
- 22, 23,
- Rollen
- 24
- Umlenkrolle
- 26
- Umlenkrolle
- 28
- Ausgleichsvorrichtung
- 30
- Hebelarm
- 32
- Schwenkachse
- T
- Transportrichtung
- WP1, WP2,
- WP3, WP4
- Wartungspositionen
Claims (10)
- Tintenstrahl-Drucker (
10 ) zum Bedrucken eines bahnförmigen Aufzeichnungsträgers (12 ) mit Tinte, umfassend: eine Druckeinheit (14 ) mit mehreren Druckriegeln (16 ), die jeweils einen oder mehrere Druckköpfe aufweisen, eine unterhalb der Druckeinheit (14 ) angeordnete Reinigungseinheit (17 ) zum Reinigen der Druckköpfe, und einen in den Raum (R) zwischen Druckeinheit (14 ) und Reinigungseinheit (17 ) hineinfahrbaren und aus diesem herausfahrbaren Umdruckschlitten (18 ) zum Führen des Aufzeichnungsträgers (12 ), wobei der Umdruckschlitten (18 ) in einem Druckbetriebs-Zustand zwischen Druckeinheit (14 ) und Reinigungseinheit (17 ) positioniert ist und in einem Wartungsbetriebs-Zustand aus dem Raum zwischen Druckeinheit (14 ) und Reinigungseinheit (17 ) herausgefahren und ein Zugriff der Reinigungseinheit (17 ) auf die Druckköpfe der Druckeinheit (14 ) geschaffen ist; wobei der bahnförmige Aufzeichnungsträger (12 ) sowohl im Druckbetriebs-Zustand als auch im Wartungsbetriebs-Zustand den Umdruckschlitten (18 ) zumindest teilweise umschlingt, und wobei der bahnförmige Aufzeichnungsträger (12 ) zusammen mit dem Umdruckschlitten (18 ) zwischen dem Druckbetriebs-Zustand und dem Wartungsbetriebs-Zustand mit bewegt wird. - Tintenstrahl-Drucker nach Anspruch 1, bei dem die Reinigungseinheit (
17 ) im Druckbetriebs-Zustand eine untere Position und im Wartungsbetriebs-Zustand eine obere Position einnimmt, wobei eine Hebevorrichtung vorgesehen ist, die die Reinigungseinheit (17 ) wahlweise in die obere Position oder in die untere Position bewegt. - Tintenstrahl-Drucker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Druckeinheit (
14 ) im Drucker (10 ) ortsfest angeordnet ist. - Tintenstrahl-Drucker nach Anspruch 3, bei dem an die Druckeinheit (
14 ) elektrische und/oder Flüssigkeitsleitungen angeschlossen sind, die weitgehend ortsfest in einem Gehäuse des Druckers (10 ) angeordnet sind. - Tintenstrahl-Drucker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Umdruckschlitten (
18 ) in Transportrichtung (T) des Aufzeichnungsträgers (12 ) gesehen hin und her verfahrbar ist. - Tintenstrahl-Drucker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem Rollen (
22 ,23 ), eine Umlenkrolle (24 ) und eine Ausgleichsvorrichtung (28 ) vorgesehen sind, die bei der Bewegung des Umdruckschlittens (18 ) die Länge und Position des Aufzeichnungsträgers (12 ) im Drucker konstant halten. - Tintenstrahl-Drucker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Reinigungseinheit (
17 ) Reinigungselemente enthält, die im Wartungsbetriebs-Zustand die Druckköpfe abreinigt. - Verfahren zum Betreiben eines Tintenstrahl-Druckers (
10 ) zum Bedrucken eines bahnförmigen Aufzeichnungsträgers (12 ) mit Tinte: bei dem eine Druckeinheit (14 ) mehrere Druckriegel (16 ) aufweist, die jeweils einen oder mehrere Druckköpfe aufweisen, eine Reinigungseinheit (17 ) zum Reinigen der Druckköpfe unterhalb der Druckeinheit (14 ) angeordnet wird, ein Umdruckschlitten (18 ) zum Führen des Aufzeichnungsträgers (12 ) in den Raum (R) zwischen Druckeinheit (14 ) und Reinigungseinheit (16 ) hineingefahren und aus diesem herausgefahren werden kann, wobei der Umdruckschlitten (18 ) in einem Druckbetriebs-Zustand zwischen Druckeinheit (14 ) und Reinigungseinheit (17 ) positioniert wird und in einem Wartungsbetriebs-Zustand aus dem Raum zwischen Druckeinheit (14 ) und Reinigungseinheit (17 ) herausgefahren und ein Zugriff der Reinigungseinheit (17 ) auf die Druckköpfe (16 ) der Druckeinheit (14 ) geschaffen wird, wobei der bahnförmige Aufzeichnungsträger (12 ) sowohl im Druckbetriebs-Zustand als auch im Wartungsbetriebs-Zustand um den Umdruckschlitten (18 ) geführt wird, und wobei der bahnförmige Aufzeichnungsträger (12 ) zusammen mit dem Umdruckschlitten (18 ) zwischen dem Druckbetriebs-Zustand und dem Wartungsbetriebs-Zustand mit bewegt wird. - Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die Reinigungseinheit (
17 ) im Druckbetriebs-Zustand in eine untere Position und im Wartungsbetriebs-Zustand in eine obere Position bewegt wird. - Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem mittels einer Ausgleichsvorrichtung (
28 ) und Rollen (22 ,23 ,24 ) bei der Bewegung des Umdruckschlittens (18 ) die Länge und Position des Aufzeichnungsträgers (12 ) im Drucker konstant gehalten wird.
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