DE102013009401A1 - Hubstempel für Fahrzeughebebühnen - Google Patents
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Abstract
Hubstempel (1) für Unterflurhebebühnen mit einem Außenrohr (2) und einem Innenrohr (9), die durch Stege (18) verbunden sind, dadurch gekenzeichnet, dass das Außenrohr (2) nach innen gerichtete Ausformungen (4) mit runden Innenflächen (8) und nach innen gerichtete Öffnungen (6) und das Innenrohr (9) nach außen gerichtete Ausformungen (13) mit runden Innenflächen (17) und mit nach außen gerichteten Öffnungen (15) aufweisen und dass zwischen den Ausformungen (4) des Außenrohrs (2) Stege (18) angeordnet sind.
Description
- TECHNISCHES GEBIET
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Hubstempel für hydraulische Unterflurhebebühnen, wie sie zur Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten verwendet werden, um Fahrzeuge auf unterschiedliche Höhen und Arbeitspositionen anzuheben.
- Unterflurhebebühnen werden oft mit Umkehrzylinder gebaut. Bei Umkehrzylindern ist das Zylinderrohr vertikal beweglich in einer Führung gelagert. An seinem oberen Ende ist eine Lastaufnahme befestigt, die unter das anzuhebende Fahrzeug untergreift. Innerhalb des Zylinderrohrs sind entsprechend der jeweiligen Ausführung feststehende, sich nach unten abstützende Plungerkolben, Kolbenstangen oder Kolbenstangen mit Kolben integriert. Unterflurhebebühnen werden in einen Werkstattboden eingebaut.
- STAND DER TECHNIK
- Die Hubstempel von Unterflurhebebühnen bestehen meist aus einem Stahlrohr, an dessen Enden Deckel und Boden angeschweißt ist. Sie weisen meist eine gedrehte und geschliffene Oberfläche auf, d. h. einen genau tolerierten Außendurchmesser und eine hohe Oberflächengüte, die meistens zu ihrem Schutz gegen Korrosion galvanisch veredelt ist. Dieses Herstellverfahren ist aufwändig und teuer. Es hat jedoch den Vorteil, dass eine exakte Führung und Lagerung des Hubstempels möglich ist und die Führungslänge kurz gehalten werden kann.
- Hubstempel anderer Bau- und Herstellungsart sind als Aluminiumstrangpressprofil gefertigt, an dessen oberem Ende und unterem Ende Deckel oder Boden anschraubbar befestigt sind.
- Das Patent
DE 10 2005 050 990 B4 zeigt eine solche Ausführung. Das Aluminiumstrangpressprofil ist einteilig und doppelwandig ausgeführt. Es besteht aus einem inneren und äußeren rohrförmigen Körper, die über Verbindungselemente miteinander verbunden sind. In den Verbindungselementen befinden sich längs durchgehende Löcher, die an ihren Enden als Gewinde ausgebildet sind. Der innere rohrförmige Körper gibt Raum zur Aufnahme eines Kolbenelements oder eines Hydraulikkolbens. Der Nachteil dieses Hubstempels ist, dass er doppelwandig ausgeführt sein muss und dass sich die durchgehenden Löcher mit ihren Gewinden in den Stegen befinden müssen. Ein einzubauender Hydraulikzylinder wäre eine eigenständige Baugruppe und würde keinen Beitrag zu einer höheren Stabilität des Hubstempels gegen Verformung unter Last bewirken. - Moderne Unterflurhebebühnen bestehen meist aus Hubstempeln, in die Hubzylinder in der Bauweise von Umkehrzylindern integriert oder eingebaut sind. Das Gebrauchsmuster G 90 03 685.9 zeigt beispielsweise eine solche Ausführung. Der ausfahrende Hubstempel besitzt – wie zuvor beschrieben – einen genau tolerierten Außendurchmesser mit einer hohen Oberflächengüte und einem elektrochemischen Korrosionsschutz. Bei Umkehrzylindern übernehmen die Hubstempel die tragende Funktion, d. h. sie müssen gegen auftretenden Kräfte und Belastungsmomente, die aus der meist außerhalb des Lastschwerpunktes angehobenen Last resultieren, stabil ausgebildet sein. Die Hubstempel sind deshalb in verformungssteifen Führungen gelagert und gehalten, in welchen sie sich auf und ab bewegen. In diesen Führungen sind Dichtungen und/oder Abstreifer angeordnet, die den Außendurchmesser des Hubstempels abdichten. Diese Dichtelemente haben nicht die Aufgabe das Hydraulikmedium der Antriebshydraulik druckhydraulisch abzudichten, sondern ihre Aufgabe ist es, das in der Führung befindliche Schmiermittel im Schmierraum der Führung zu halten und zu verhindern, dass druckloses, schmutziges Oberflächenwasser, wie es beispielsweise beim Nassreinigen des Werkstattbodens anfällt, in den Schmierraum der Führung eindringen kann. Bei Umkehrzylindern dieser Bauart erfolgt der hydraulische Hub, indem der aus- und einfahrende Hubstempel die Funktion eines Mantel- oder Zylinderrohrs übernimmt und sich die Kolbenstange des Hubzylinders ortsfest nach unten abstützt. Die Kolbenstange führt keine Hub- bzw. Längsbewegung aus. Der Nachteil dieser Bauart ist, dass der Fertigungs- und Logistikaufwand hoch ist, da eine umfangreiche Vorfertigung, sowie Schweißungen, Dreh- und Schleifarbeiten sowie ein galvanischer Oberflächenschutz nötig sind.
- DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
- Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Hubstempel vorzuschlagen, der die unterschiedlichen Vorteile bekannter Hubstempel vereint und für technisch anspruchsvollere und sicherheitstechnisch verbesserte Anwendungen erweitert. Dabei sollen geringere Material- und Fertigungskosten und eine höhere Stabilität des Hubstempels erreicht werden.
- Die vorliegende Erfindung ist durch die Merkmale des Hauptanspruches gegeben. Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich durch die in den Unteransprüchen ferner angegebenen Merkmale sowie aus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen.
- Der Hubstempel besteht aus einem Außen- und einem Innenrohr, die über Stege stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
- Das Außenrohr besteht aus einem kreisrunden, runden, quadratischen oder polygonalen, 1-wandigen, 1-teiligen und rohrförmigen Strangpressprofil, vorzugsweise aus einem Nichteisenmetall, insbesondere aus Aluminium, das über die gesamte Länge denselben Querschnitt aufweist. Direkt an der Innenwand sind über die gesamte Länge nach innen, vorzugsweise auf den Mittelpunkt, also auf den Schnittpunkt von Längs- und Querachse ausgerichtete runde Ausformungen ausgebildet, die nach innen geöffnet sind. Ein bevorzugter Öffnungswinkel liegt bei ca. 50 Grad. Die Innenräume dieser Ausformungen dienen als Kernquerschnitte für Befestigungsgewinde.
- Das Innenrohr ist vorzugsweise konzentrisch zum Mittelpunkt des vorzugsweise kreisrunden Außenrohrs angeordnet. Das Innenrohr weist vorzugsweise zwei oder vier kreisrunde Zylinderlöcher auf, die wiederum stoffschlüssig miteinander verbunden sind. Diese kreisrunden Zylinderlöcher dienen als Mantelrohre für Hydraulikzylinder. Sie können unterschiedlich große oder gleich große Innendurchmesser aufweisen. Außen an den kreisrunden Querschnitten, die als Mantelrohre für Hydraulikzylinder dienen, vorzugsweise im Bereich in dem die kreisrunden Querschnitte mit Stegen stoffschlüssig verbunden sind, sind nach außen gerichtete Ausformungen mit nach außen gerichteten Öffnungen ausgebildet, die sich über die gesamte Länge erstrecken. Ein bevorzugter Öffnungswinkel liegt bei ca. 50 Grad. Die Innenräume dieser Ausformungen dienen als Kernquerschnitte für Befestigungsgewinde.
- In den kreisrunden Zylinderlöchern, die als Mantelrohre für Hydraulikzylinder dienen, können unterschiedliche Bauarten von Hydraulikzylindern eingebaut werden, wie z. B. einfach oder doppelt wirkende Hydraulikzylinder, redundant angeordnete Hydraulikzylinder oder Gleichlauf-Hydraulikzylinder.
- Außenrohr und Innenrohr sind stoffschlüssig durch Stege verbunden, wobei die Stege in Umgangsrichtung vorzugsweise mittig zwischen den nach innen geöffneten Ausformungen des Außenrohrs angeordnet sind.
- Die im Außenrohr angeordneten nach innen geöffneten Gewinde können zur Befestigung von Lastaufnahmen oder anderer Anbauteile dienen. Die im Innenrohr angeordneten nach außen geöffneten Gewinde können zur Befestigung von Flanschen dienen, in denen Führungs- und Dichtelemente untergebracht sind.
- Außenrohr und Innenrohr wirken statisch gemeinsam und erzielen eine hohe Stabilität. Diese kann beispielsweise durch Rundstähle erhöht werden, die in die nach innen geöffneten Ausformungen eingepresst werden. Ebenso ist es möglich, die sich zwischen den Stegen ergebenden Hohlräume mit fließfähigem Material, z. B. Polymerbeton auszugießen.
- Außenrohr und/oder Innenrohr können in Verbindung mit Flachdichtungen als Dichtflächen wirken, um hydraulische Druckräume abzudichten.
- Eine Bearbeitung des Außendurchmessers ist nicht zwingend erforderlich. Bei erhöhten Genauigkeitsanforderungen kann jedoch eine Kalibrierung oder Nachbearbeitung erfolgen. Ferner ist es möglich die Außenoberfläche elektrochemische zu veredeln oder mit einem PTFE-haltigen Kunststoffmaterial festhaftend zu beschichten, wodurch sich die Korrosionsbeständigkeit und die Gleiteigenschaften verbessern.
- Die Vorteile der Erfindung sind vielfältig. Zum einen entsteht aus einem 1-stückigen Profil ein enorm stabiler multifunktionaler Hubstempel mit engen Toleranzen und hoher Oberflächengüte. Es stehen mindestens zwei integrierte und voneinander getrennte Hohlräume/Druckräume für Hydraulikzylinder zur Verfügung, die intelligente, sicherheitstechnisch anspruchsvolle hydraulischer Hubeinheiten ermöglichen. Außenrohr und Innenrohr stellen mit nach innen und mit nach außen geöffneten Ausformungen und Öffnungen zwei voneinander unabhängige Anschlussflächen zur Verfügung, in die Befestigungsgewinde und/oder metallische Verstärkungen eingebracht werden können. Material-, Fertigungs- und Logistikvorteile sind die Folge, ebenso Handhabungs- und Montagevorteile durch Gewichtseinsparungen und Vermeidung von Fertigungsprozessen.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben und erläutert. Es zeigen
-
1 eine Draufsicht des kreisrunden Außenrohrs eines erfindungsgemäßen Hubstempels -
2 eine Draufsicht des Innenrohrs eines erfindungsgemäßen Hubstempels -
3 eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen Hubstempels mit kreisrundem Außenrohr aus1 und konzentrisch und symmetrisch angeordnetem Innenrohrs aus2 -
1 zeigt das kreisrunde Außenrohr2 eines erfindungsgemäßen 1-wandigen, 1-teiligen Hubstempels1 als separat dargestelltes Teilstück eines Strangpressprofil aus Aluminium, das über die gesamte Länge denselben Querschnitt aufweist. An der Innenwand sind auf den Mittelpunkt3 ausgerichtete, kreisrunde Ausformungen4 mit kreisrunder Innenflächen8 ausgebildet, die nach innen zum Mittelpunkt3 gerichtete Öffnungen6 aufweisen. Deren Öffnungswinkel7 betragen 50 Grad. Die Innenflächen8 dieser Ausformungen4 dienen im oberen und unteren Endabschnitt als Kernquerschnitte für Befestigungsgewinde. -
2 zeigt das Innenquerrohr9 eines erfindungsgemäßen 1-wandigen, 1-teiligen Hubstempels1 als separat dargestelltes Teilstück eines Strangpressprofils aus Aluminium, das über die gesamte Länge denselben Querschnitt aufweist. Das Innenrohr9 weist symmetrisch zur Längs- und Querachse10a ,10b zwei kreisrunde Zylinderlöcher11 mit demselben Querschnitt auf. An der Außenwand sind symmetrisch zur Längs- und Querachse10a ,10b Ausformungen13 mit kreisrunder Innenfläche17 ausgebildet, die nach außen gerichtete Öffnungen15 aufweisen. Deren Öffnungswinkel16 betragen 50 Grad. Die Innenflächen17 dieser Ausformungen13 dienen im oberen und unteren Endabschnitt als Kernquerschnitte für Befestigungsgewinde. -
3 zeigt das kreisrunde Außenrohr2 gemäß1 und das Innenrohr9 gemäß2 zusammengefügt als Draufsicht eines erfindungsgemäßen kreisrunden Hubstempels1 als stranggepresstes, 1-wandiges, 1-teiliges Hohlprofil, das über seine gesamte Länge denselben Querschnitt aufweist. Außenrohr2 und Innenrohr9 sind über Stege18 stoffschlüssig miteinander verbunden. Die Stege18 haben Abstand in Umgangsrichtung und sind symmetrisch zwischen den Ausformungen4 des Außenrohrs2 angeordnet. - In den kreisrunden Innenflächen
8 der kreisrunden Ausformungen4 sind als Verstärkungen Rundstähle im Durchmesser der kreisrunden Innenflächen8 eingepresst (nicht dargestellt). - Die Stirnflächen des Innenrohrs
9 dienen als Dichtflächen für Flachdichtungen (nicht dargestellt), um die Zylinderlöcher9 abzudichten. - Bezugszeichenliste
-
- 01
- Hubstempel
- 02
- Außenrohr
- 03
- Mittelpunkt
- 04
- Ausformung
- 05
- 06
- Öffnung
- 07
- Öffnungswinkel
- 08
- Innenfläche
- 09
- Innenrohr
- 10a
- Längsachse
- 10b
- Querachse
- 11
- Zylinderloch
- 12
- 13
- Ausformung
- 14
- 15
- Öffnung
- 16
- Öffnungswinkel
- 17
- Innenfläche
- 18
- Stege
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102005050990 B4 [0005]
Claims (10)
- Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen mit einem Außenrohr (2 ) und einem Innenrohr (9 ), die durch Stege (18 ) verbunden sind, dadurch gekenzeichnet, dass das Außenrohr (2 ) nach innen gerichtete Ausformungen (4 ) mit runden Innenflächen (8 ) und nach innen gerichtete Öffnungen (6 ) und das Innenrohr (9 ) nach außen gerichtete Ausformungen (13 ) mit runden Innenflächen (17 ) und mit nach außen gerichteten Öffnungen (15 ) aufweisen und dass zwischen den Ausformungen (4 ) des Außenrohrs (2 ) Stege (18 ) angeordnet sind. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformungen (4 ), (13 ) in Endabschnitten des Hubstempels (1 ) Innengewinde aufweisen. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (18 ) in Umfangsrichtung mittig zwischen den Ausformungen (4 ) des Außenrohrs (2 ) angeordnet sind. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (18 ) zumindest teilweise mit den Ausformungen (13 ) des Innenrohrs (9 ) verbunden sind. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungswinkel (7 ), (16 ) kleiner als 120 von 360 Winkelgrade sind. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (9 ) mindestens zwei Zylinderlöcher (11 ) aufweist. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (11 ) als Mantelrohr für mindestens zwei Hydraulikzylinder dient, die getrennte Druckräume aufweisen. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderlöcher (11 ) dieselbe Querschnittsfläche aufweisen. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Stirnflächen des Innenrohrs (9 ) als Dichtflächen für Dichtungen dienen. - Hubstempel (
1 ) für Unterflurhebebühnen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenfläche des Hubstempels (1 ) elektrochemisch veredelt ist.
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