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ERFINDUNGSGEBIET
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Die vorliegende Offenbarung betrifft das Laden einer Fahrzeugbatterie, so dass sie ausreichend Energie speichern kann, um das Fahrzeug über eine spezifizierte Distanz zu fahren.
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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Ein Fahrer eines alternativ angetriebenen Fahrzeugs wie etwa eines Plug-in-Hybridfahrzeugs, eines Batteriefahrzeugs usw. wünscht möglicherweise, dass sein Fahrzeug zwischen Batterieladungen über eine gewisse Anzahl von Meilen fahren kann.
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KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Einige Zellen einer Traktionsbatterie können auf eine spezifizierte gemeinsame Zielspannung geladen sein und andere Zellen der Traktionsbatterie können auf eine vorbestimmte gemeinsame Zielkapazität geladen sein, so dass eine von der Traktionsbatterie gespeicherte Energiemenge mindestens gleich einer vorbestimmten Zielenergiemenge ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist ein Blockdiagramm eines Plug-in-Hybridfahrzeugs.
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2 ist ein Flussdiagramm, das einen Algorithmus zum Laden einer Fahrzeugbatterie zeigt.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Wie erforderlich, werden hierin detaillierte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung offenbart; es versteht sich jedoch, dass die offenbarten Ausführungsformen lediglich beispielhaft sind für die Erfindung, die in verschiedenen und alternativen Formen verkörpert werden kann. Die Figuren sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu; einige Merkmale können übertrieben oder minimiert sein, um Details von bestimmten Komponenten zu zeigen. Deshalb sind hierin offenbarte spezifische strukturelle und funktionale Details nicht als beschränkend auszulegen, sondern lediglich als eine repräsentative Basis, um einem Fachmann zu lehren, wie er die vorliegende Erfindung unterschiedlich verwenden kann.
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Einleitung
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Zellen eines Batteriepakets können geladen werden, um ausreichend Energie zum Unterstützen eines Zielfahrbereichs zu speichern. Jede der Zellen kann beispielsweise auf eine gemeinsame Zielkapazität (Ziel-Ah) geladen werden, so dass sie kollektiv die erforderliche Energie speichern. Bei bestimmten Zellen jedoch kann, wenn sie altern, ihre Kapazität beschränkt werden: größere Zellspannungen können erforderlich sein, um die gemeinsame Zielkapazität zu erreichen; eine Spannungsgrenze (z.B. die volle Zellnennspannung) kann schließlich ausschließen, dass die Ziel-Ah von einer oder mehreren der Zellen gespeichert werden. Algorithmen und Systeme, die selbiges in Betracht ziehen, können dieses und andere Probleme hinsichtlich des Ladens eines Batteriepakets behandeln, um ausreichend Energie zum Unterstützen eines Zielfahrbereichs zu speichern.
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Zellkapazität
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Eine maximale Kapazität Ihr
max einer Batteriezelle kann gemäß der folgenden Menge von Gleichungen approximiert werden:
Ihrmax = ∆Ihr / ∆SOC (1) und
wobei ∆Ihr die Änderung bei der Kapazität in der Zelle ist, ∆SOC die Änderung beim Ladezustand der Zelle ist, V
max die Nennspannung der Zelle bei voller Ladung (100% SOC) ist, V
min die Nennspannung der Zelle bei einer Ladung von null Prozent (0% SOC) ist und v
cell die gemessene Zellspannung ist. Als ein Beispiel kann der SOC einer gegebenen Zelle bestimmt werden, bevor und nachdem ihr 1 Ah an Kapazität geliefert wurde. Unter der Annahme eines ∆SOC von 10% für dieses Beispiel würde die maximale Kapazität Ihr
max der Zelle 10 Ah betragen.
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Zellenergiegehalt
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Der Energiegehalt ε einer Batteriezelle kann anhand der folgenden Menge von Gleichungen approximiert werden:
ε = ∫ρ·dt (3) wobei ρ die über die Zeit hinweg an die Zelle angelegte Leistung ist. ρ kann geschrieben werden als
ρ = vm·i (4) wobei v
m die mit der gespeicherten Leistung assoziierte (gemessene) Spannung ist und i der mit der gespeicherten Leistung assoziierte Strom ist. Das Einsetzen von (4) in (3) ergibt
ε = ∫vm·i·dt (5) v
m kann geschrieben werden als
vm = ∆v + Vmin (6) wobei V
min die Spannung der Zelle bei einem Ladezustand von 0% (z.B. 3,1 V) ist und ∆v die Differenz zwischen der mit der gespeicherten Leistung assoziierten Spannung und der Spannung der Zelle beim Ladezustand von 0% ist. Das Einsetzen von (6) in (5) ergibt
ε = ∫(∆v + Vmin)idt (7) ∆v kann geschrieben werden als
wobei V
max die Spannung der Zelle bei einem vollen Ladezustand ist, Ihr
max die maximale Kapazität der Zelle ist und t die Zeit ist, über die die Änderung bei der Spannung erfolgt. Das Einsetzen von (8) in (7) ergibt
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Das Integrieren von (9) ergibt
i·t kann geschrieben werden als
i·t = Ihr (11) was die Kapazität in der Zelle ist. Das Einsetzen von (11) in (10) ergibt
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Zellkapazität zum Liefern eines spezifizierten Energiegehalts: keine Zellen Ah-Kapazität begrenzt (Phase 1)
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Es sei beispielsweise angenommen, dass ein gegebenes Batteriepaket mit 20 Zellen in Reihe mindestens 30 kWh an Energie speichern muss, um einen Fahrbereich von 100 Meilen zu unterstützen. (Testen, Simulation usw. können für ein gegebenes Fahrzeug die zum Unterstützen eines spezifizierten Fahrbereichs erforderliche Energie bestimmen.) Das heißt, die Summe der von den Zellen des Batteriepakets gespeicherten Energien sollte mindestens gleich 30 kWh sein, wenn alle Zellen auf die gleichen Ah geladen sind. (12) kann für jede der Zellen evaluiert und summiert werden, um zu bestimmen, ob diese Summe mindestens gleich 30 kWh ist. Ein Anfangswert (z.B. 1 Ah) für Ihr kann angenommen werden, Vmax und Vmin sind vom Design her bekannt und Ihrmax kann auch aus (1) bestimmt werden. Falls die Summe der Zellenergien in diesem Beispiel unter 30 kWh liegt, kann der Wert für Ihr um 1 Ah inkrementiert und (12) wieder für jede der Zellen iterativ evaluiert werden (wobei angenommen wird, dass keine der Zellen eine Grenze hinsichtlich der Anzahl von Ah hat, die sie speichern können), bis die Summe der Zellenergien mindestens gleich 30 kWh ist. Der Kapazitätswert, der dazu führt, dass die Summe der Zellenergien mindestens gleich 30 kWh ist, ist der Zellkapazitätszielwert (der Ihr-Zielwert).
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Zellkapazität zum Bereitstellen eines spezifizierten Energiegehalts: Einige Zellen Ah-Kapazität begrenzt (Phase 2)
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Wegen der durch Herstellung, Alter, Nutzung usw. verursachten Zellmaximalkapazitätsdifferenzen kann ein ausgewählter Fahrbereich einen Ihr-Zielwert erfordern, der den Ihrmax-Wert einer oder mehrerer bestimmter Zellen übersteigt. Das Batteriepaket kann in diesem Fall als Ah-begrenzt angesehen werden. Das heißt, es kann Umstände geben, unter denen die Kapazität einer oder mehrerer bestimmter Zellen zum Speichern von Energie einen Schwellwert nicht übersteigen sollte. Eine Spannungsgrenze (z.B. die volle Nennspannung) einer Zelle beispielsweise kann ausschließen, dass zusätzliche Ah von dieser Zelle gespeichert werden, usw. Die begrenzte Zelle oder Zellen können in diesem Fall auf ihren jeweiligen Ihrmax-Wert geladen werden, während die zum Erfüllen des spezifizierten Fahrbereichs erforderliche verbleibende Energie unter den nicht begrenzten Zellen gespeichert werden kann. Es sei wieder angenommen, dass ein gegebenes Batteriepaket mit 20 Zellen zum Unterstützen eines Fahrbereichs von 100 Meilen 30 kWh an Energie verfügbar haben muss; und es sei angenommen, dass eine Teilmenge n der 20 Zellen Ah-begrenzt ist, weil beispielsweise jede der Zellen der Teilmenge ihre volle Zellnennspannung vor dem Speichern ihres ansonsten gleichen Teils der erforderlichen Energie zum Unterstützen des Fahrbereichs von 100 Meilen erreichen würde. Falls die Zellen in Reihe geschaltet sind, werden sie mit der gleichen Ah-Rate entladen. Diese gemeinsame Entladerate wird das volle Entladen aller Zellen (seien sie Ah-begrenzt oder nicht) begrenzen, mit Ausnahme der Zelle mit der kleinsten Maximalkapazität Ihrmax_min. Alle anderen Zellen werden nach dem Entladen der Zellkette eine gewisse Ah-Kapazität beibehalten. Somit kann die von jeder der anderen Zellen bereitgestellte Energie (jene Zellen, die nicht die kleinste Maximalkapazität besitzen) auf der Basis der Entladung von Ihrmax_min berechnet werden.
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Das Erweitern von (12) ergibt die verfügbare Energie für jede Zelle
(13) kann für jede der Ah-begrenzten Zellen gelöst werden, indem Ihr gleich dem aus (1) herausgefundenen Ihr
max-Wert der Zelle gesetzt wird (V
max und V
min sind vom Design her bekannt, und Ihr
max_min ist das Minimum der Ihr
max-Werte). Ein Unterschied zwischen der Summe der Energien der Ah-begrenzten Zellen und der erforderlichen verfügbaren Energie kann dann genommen werden. Falls unter Fortsetzung mit dem obigen Beispiel 30 kWh an Energie verfügbar sein müssen, um den Fahrbereich von 100 Meilen zu unterstützen, und die Summe der Energien der Ah-begrenzten Zellen 12kWh beträgt, dann beträgt die resultierende Differenz 18 kWh. Die nicht begrenzten Zellen müssen 18 kWh an Energie in diesem Beispiel verfügbar haben, um den Fahrbereich von 100 Meilen zu unterstützen. Zum Bestimmen des Ihr-Zielwerts der nicht begrenzten Zellen, der benötigt wird, um 18 kWh an Energie bereitzustellen, können die Techniken verwendet werden, die in dem Abschnitt mit dem Titel "Zellkapazität zum Bereitstellen eines spezifizierten Energiegehalts: Keine Zellen Ah-kapazitätsbegrenzt" beschrieben sind (wobei (13) anstelle von (12) verwendet wird). Falls irgendeine der anfänglich als nicht begrenzt klassifizierten Zellen sich später als kapazitätsbegrenzt bei dem erhöhten Ihr-Zielwert herausstellt, kann der bezüglich (13) beschriebene Algorithmus einfach iterativ wiederholt werden.
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Zellkapazität zum Bereitstellen eines spezifizierten Energiegehalts: Alle Zellen Ah-kapazitätsbegrenzt (Phase 3)
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Falls alle Zellen eines Batteriepakets Ah-kapazitätsbegrenzt sind, werden sie ihre volle Nennspannung vor dem Speichern von genügend Energie zum Erfüllen des spezifizierten Fahrzeugfahrbereichs erzielen. Die Maximalspannung, die jede Zelle während einer Ladung erzielen darf, muss möglicherweise über die volle Nennspannungsgrenze erhöht werden, damit die Zellen die erforderliche Energie speichern können. Die Nennspannung muss anfänglich gewählt werden, um die Leistung und die Lebensdauer des Batteriepakets auszugleichen, und es wird angenommen, dass sie gleich der oder kleiner als die vorgeschlagene Maximalspannung des Zellherstellers gesetzt wird. Somit kann die Maximalspannungsgrenze erhöht werden, um den spezifizierten Fahrbereich zu erzielen. Die zum Erzielen des spezifizierten Fahrbereichs erforderliche Zielspannung kann durch iteratives Erhöhen von Vmax (d.h. Vmax = Vmax + ΔVmax), Neuberechnen des Ihrmax-Werts jeder Zelle aus (1) und Bestimmen des Zellkapazitätszielwerts (des Ihr-Zielwerts) gemäß den in den obigen Abschnitten erörterten Algorithmen (je nachdem, ob irgendeine der Zellen Ah-kapazitätsbegrenzt bleibt) gefunden werden, bis ausreichend Energie zum Erfüllen des Zielfahrbereichs erreicht ist.
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Zellkapazität unzureichend, um einen spezifizierten Energiegehalt bereitzustellen (Phase 4)
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Schließlich wird der bestimmte Vmax-Wert, der erforderlich ist, um eine zum Erfüllen des Zielfahrbereichs ausreichende Energiespeicherung zu gestatten, die vom Hersteller vorgeschlagene Maximalspannung übersteigen. In diesem Fall sind die Zellen auf die vom Hersteller vorgeschlagene Maximalspannung geladen. Dieser Übergang von Phase 3 zu Phase 4 kann eine Angabe über die verbleibenden Batteriepaketlebensdauer liefern unter der Berücksichtigung, dass, wenn alle Zellen auf die vom Hersteller vorgeschlagene Maximalspannung geladen sind, unzureichende Energie zum Erfüllen des Zielfahrbereichs vorhanden ist. (Die oben beschriebenen anderen Übergänge, z.B. der Übergang von Phase 1 zu Phase 2 usw., können ebenfalls eine Angabe über die verbleibende Batterielebensdauer liefern.) Somit kann eine Warnung oder ein anderer Alarm erzeugt werden, um den Fahrer darüber zu informieren, dass die Batterie nicht länger den erforderlichen Fahrbereich liefern kann, oder um vorzuschlagen, dass die Batterie ausgetauscht wird.
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Gesamtbatteriepaketladezeit
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Ihr aus (12) kann geschrieben werden als Ihr = ΔIhr + Ihrinitial (14) wobei Ihrinitial die in der Zelle (vor dem Zellausgleich/-laden) gespeicherte anfängliche Menge an Ah ist und ΔIhr die Differenz bei der in der Zelle vor dem Zellladen und nach dem Zellladen (auf den Ihr-Zielwert) gespeicherten Menge an Ah ist. Ihrinitial ist eine Funktion der gemessenen Spannung der Zelle. Somit kann eine Nachschlagetabelle, die Werte der Zellspannung auf Ihr abbildet, zum Bestimmen von Ihrinitial auf der Basis der anfänglichen gemessenen Zellspannung verwendet werden. (8) kann auch verwendet werden, um die Anfangskapazität zu finden, indem nach i·t (Zellkapazität) gelöst und Δv gleich der gemessenen Spannung einer bestimmten Zelle gesetzt wird. ΔIhr kann somit für jede Zelle aus (14) gefunden werden.
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Die Gesamtladezeit t
c (oder die Zeit, während der die Zellen einen Strom empfangen sollen) kann für ein Batteriepaket gefunden werden gemäß
wobei ∆Ihr
maxcell das aus (14) bestimmte Maximum der ∆Ihr-Werte ist und i
chg der Ladestrom des Pakets ist.
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Zellwiderstandsschaltungsanordnungsaktivierungszeiten
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Der Zellausgleich kann bewerkstelligt werden, indem zuerst das Ausmaß der Ihrs-Korrektur, Ihrbleed, bestimmt wird, die eine Zelle benötigt, gemäß Ihrbleed = ∆Ihrmaxcell – ∆Ihr (16) wobei ∆Ihrmaxcell das Maximum der aus (14) bestimmten ∆Ihr-Werte ist und ∆Ihr die Differenz bei der in der Zelle vor dem Zellladen und nach dem Zellladen gespeicherten Menge an Ah ist.
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Das Zellausgleichen erfordert eine gewisse Form von Energietransfer zu oder von einer individuellen Zelle. Das häufigste Verfahren besteht darin, für eine Zeitperiode tR einen Widerstand über der individuellen Zelle zu platzieren, um Energie zu entfernen. Dieses Ausgleichen kann während der Zellladezeit tc unter der Annahme abgeschlossen werden, dass tc größer als tR ist. Somit wird eine Zelle, deren Widerstandsschaltungsanordnung aktiviert ist, eine Ladung mit einer anderen Rate als eine Zelle aufnehmen, deren Widerstandsschaltungsanordnung nicht aktiviert ist.
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Die Zeitdauer, während der die Widerstandsschaltungsanordnung einer Zelle aktiviert werden kann, um zu bewirken, dass die Zelle einen Zellladestrom liefert, während die Zelle Strom empfängt, kann anhand Gleichung
gefunden werden, wobei v
cell die gemessene Spannung der Zelle ist und R der Widerstandswert des mit der Zelle assoziierten Entladewiderstands ist. (17) kann umgeschrieben werden als
wobei V
cell bevorzugt der bekannte Mittelwert der Zellspannung während der Ausgleichsentladung ist. Das Lösen nach t
R ergibt die Widerstandsschaltungsanordnungsaktivierungszeit der Zelle. Falls irgendein t
R größer ist als t
c, kann das Batteriepaket unter Einsatz traditioneller Techniken einfach ausgeglichen/geladen werden.
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Ausgleichen/Laden des Batteriepakets
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Unter Bezugnahme auf 1 kann eine Ausführungsform eines Plug-In-Hybridfahrzeugs (PHEV – Plug-In Hybrid Electric Vehicle) 10 einen Verbrennungsmotor 12, mehrere eine Traktionsbatterie 14 bildende Zellen 13, ein Batterieladegerät 15 und eine elektrische Maschine 16 enthalten. Das PHEV 10 kann auch ein Getriebe 18, Räder 20, Controller 22 und einen elektrischen Port 24 enthalten.
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Der Verbrennungsmotor 12, die elektrische Maschine 16 und die Räder 20 sind auf eine beliebige geeignete/bekannte Weise mechanisch mit dem Getriebe 18 verbunden (wie durch dicke Linien gezeigt), so dass der Verbrennungsmotor 12 und/oder die elektrische Maschine 16 die Räder 20 antreiben kann, der Verbrennungsmotor 12 und/oder die Räder 20 die elektrische Maschine 16 antreiben können und die elektrische Maschine 16 den Verbrennungsmotor 12 antreiben kann. Es werden auch andere Konfigurationen wie etwa eine Batteriefahrzeug Konfiguration (BEV – Battery Electric Vehicle) usw. in Betracht gezogen. Die Batterie 14 kann Energie an die elektrische Maschine 16 liefern oder von ihr empfangen (wie durch eine gestrichelte Linie gezeigt). Die Batterie 14 kann auch Energie über den elektrischen Port 24 und das Batterieladegerät 15 von einem Stromnetz oder einer anderen elektrischen Quelle (nicht gezeigt) empfangen (wie durch eine gestrichelte Linie gezeigt). Die Controller 22 stehen mit dem Verbrennungsmotor 12, der Batterie 14, dem Batterieladegerät 15, der elektrischen Maschine 16 und dem Getriebe 18 in Kommunikation und/oder steuern diese (wie durch dünne Linien gezeigt).
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Unter Bezugnahme auf 2 wird die Ah-Kapazität jeder der Zellen bei der Nennspannung bei Operation 26 bestimmt. Die Controller 22 können beispielsweise die in dem Abschnitt mit dem Titel "Zellkapazität" erörterten Algorithmen ausführen. Bei Operation 28 können die anfänglich in jeder der Zellen gespeicherten Ah bestimmt werden. Beispielsweise können die Controller 22 eine Nachschlagetabelle, die die gemessene Spannung abbildet, mit Ah referenzieren, wie in dem Abschnitt "Gesamtbatteriepaketladezeit" erörtert. Bei Operation 30 können die Ziel-Ah, die erforderlich sind, um die erforderliche Energie bereitzustellen, und die assoziierten Zellspannungen bestimmt werden. Die Controller 22 können beispielsweise die in dem Abschnitt mit dem Titel "Zellkapazität zum Bereitstellen eines spezifizierten Energiegehalts: keine Zellen Ah-kapazitätsbegrenzt" erörterten Algorithmen ausführen, um die Ziel-Ah zu bestimmen, und mit den Gleichungen (6), (8) und (11) die den Ziel-Ah entsprechenden Zellspannungen bestimmen. Bei Operation 32 wird bestimmt, ob irgendeine der Zellspannungen die Nennspannung übersteigt. Falls dies nicht der Fall ist, wird bei Operation 34 die Batteriepaketladezeit bestimmt. Beispielsweise können die Controller 22 die in dem Abschnitt mit dem Titel "Gesamtbatteriepaketladezeit" erörterten Algorithmen ausführen. Bei Operation 36 können die Zellwiderstandsschaltungsanordnungsaktivierungszeiten bestimmt werden. Die Controller 22 können beispielsweise die in dem Abschnitt mit dem Titel "Zellwiderstandsschaltungsanordnungsaktivierungszeiten" erörterten Algorithmen ausführen.
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Unter Rückkehr zu Operation 32 wird bei ja bestimmt, ob bei Operation 38 alle Zellspannungen die Nennspannung übersteigen. Falls nein, können bei Operation 40 die in jeder Zelle zu speichernden Ziel-Ah, um die erforderliche Energie zu liefern, bestimmt werden. Beispielsweise können die Controller 22 die in dem Abschnitt mit dem Titel "Zellkapazität zum Bereitstellen eines spezifizierten Energiegehalts: Einige Zellen Ah-Kapazität begrenzt" erörterten Algorithmen ausführen. Der Algorithmus geht davon weiter zu Operation 34.
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Unter Rückkehr zu Operation 38 wird bei ja bei Operation 42 die gemeinsame Zellspannung größer als die Nennspannung, die zum Bereitstellen der erforderlichen Energie benötigt wird, bestimmt. Die Controller 22 können beispielsweise die für Abschnitt „Zellkapazität zum Bereitstellen eines spezifizierten Energiegehalts: Alle Zellen Ah-kapazitätsbegrenzt“ erörterten Algorithmen ausführen. Bei Operation 44 wird bestimmt, ob die gemeinsame Zellspannung die vom Hersteller vorgeschlagene Maximalspannung übersteigt. Falls nein, geht der Algorithmus weiter zu Operation 40. Falls ja, werden die in jeder der Zellen zu speichernden Ah bei Operation 46 bestimmt. Beispielsweise können die Controller 22 den Ihrmax-Wert jeder Zelle bestimmen, indem die in dem Abschnitt mit dem Titel "Zellkapazität" erörterten Algorithmen ausgeführt werden, wobei Vmax gleich der vom Hersteller vorgeschlagenen Maximalspannung gesetzt wird. Die Zellen werden in diesem Fall auf ihr Ihrmax geladen. Der Algorithmus geht dann weiter zu Operation 34.
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Nachdem die Batteriepaketladezeit und die individuellen Zellwiderstandsschaltungsanordnungsaktivierungszeiten bestimmt worden sind, kann den Zellen 13 des Batteriepakets 14 ein Strom für die durch die Batteriepaketladezeit, wie bei Operation 34 bestimmt, definierte Periode zugeführt werden. Die mit jeder der Zellen assoziierten Widerstandsschaltungsanordnungen können gleichzeitig für ihre jeweiligen Aktivierungszeiten, wie bei Operation 36 bestimmt, aktiviert werden. Dies kann das Batteriepaket 14 effektiv ausgleichen und laden (unter der Annahme, dass die Batteriepaketladezeit größer ist als jede der Widerstandsschaltungsanordnungsaktivierungszeiten).
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Wie aus der obigen Erörterung offensichtlich ist, werden bei Ablauf der Batteriepaketladezeit alle Zellen 13 etwa die gleichen Ah gespeichert haben, falls Phase 1 gilt. Einige der Zellen 13 (die begrenzten Zellen) werden etwa die gleiche Spannung (volle Nennspannung) aufweisen, während andere der Zellen 13 (die nicht begrenzten Zellen) bei Ablauf der Batteriepaketladezeit etwa die gleichen Ah gespeichert haben, falls Phase 2 gilt. Entweder werden bei allen Zellen 13 bei Ablauf der Batteriepaketladezeit etwa die gleichen Ah gespeichert sein oder einige der Zellen 13 werden etwa die gleiche Spannung aufweisen, während bei Ablauf der Batteriepaketladezeit bei anderen der Zellen 13 etwa die gleichen Ah gespeichert sein werden, falls Phase 3 gilt. Alle Zellen 13 werden bei Ablauf der Batteriepaketladezeit etwa die gleiche Spannung aufweisen, falls Phase 4 gilt. Die hierin offenbarten Algorithmen können an eine Verarbeitungseinrichtung wie etwa das Batterieladegerät 15 oder die Controller 22 geliefert oder von ihnen implementiert werden. Solche Einrichtungen können eine beliebige existierende elektronische Steuereinheit oder eine eigene elektronische Steuereinheit enthalten, und zwar in vielen Formen einschließlich unter anderem Informationen, die permanent auf nicht beschreibbaren Speichermedien wie etwa ROM-Einrichtungen gespeichert sind, und Informationen, die änderbar auf beschreibbaren Speichermedien wie etwa Disketten, Magnetbändern, CDs, RAM-Einrichtungen und anderen magnetischen und optischen Medien gespeichert sind. Die Algorithmen können auch in einem durch Software ausführbaren Objekt implementiert sein. Alternativ können die Algorithmen ganz oder teilweise unter Verwendung geeigneter Hardwarekomponenten wie etwa ASICs (Application Specific Integrated Circuits), FPGAs (Field-Programmable Gate Arrays), Zustandsmaschinen oder anderen Hardwarekomponenten oder -einrichtungen oder einer Kombination aus Hardware-, Software- und Firmware-Komponenten verkörpert werden.
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Wenngleich oben Ausführungsbeispiele beschrieben werden, ist nicht beabsichtigt, dass diese Ausführungsformen alle möglichen Formen der Erfindung beschreiben. Beispielsweise wurde eine lineare Beziehung zwischen Batteriespannung, SOC und Ah beschrieben; für den Fachmann jedoch können Nichtlinearitäten der Batteriecharakteristika über Nachschlagetabellen und Funktionen, die die zu verwendende Batterie charakterisieren, berücksichtigt werden.
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Die in der Patentschrift verwendeten Wörter sind Wörter der Beschreibung anstatt der Beschränkung, und es versteht sich, dass verschiedene Änderungen vorgenommen werden können, ohne von dem Gedanken und Schutzbereich der Erfindung abzuweichen. Außerdem können die Merkmale verschiedener implementierender Ausführungsformen kombiniert werden, um weitere Ausführungsformen der Erfindung auszubilden.
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Bezugszeichenliste
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Fig. 2
- 26
- Bestimmen der Ah-Kapazität bei jeder Zelle bei Nennspannung
- 28
- Bestimmen der anfänglich in jeder Zelle gespeicherten Ah
- 30
- Bestimmen der Zielzellen-Ah, die notwendig sind, um die erforderliche Energie bereitzustellen, und der assoziierten Zellspannungen
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- Energie, die erforderlich ist, um den Zielfahrbereich zu erzielen
- 32
- Übertreffen irgendwelche Zellspannungen die Nennspannung?
- 34
- Bestimmen der Batteriepaketladezeit
- 36
- Bestimmen der Zellwiderstandsschaltungsanordnungsaktivierungszeiten
- 38
- Übersteigen alle Zellspannungen die Nennspannung?
- 40
- Bestimmen der in jeder Zelle zu speichernden Ah, um die erforderliche Energie bereitzustellen
- 42
- Bestimmen der gemeinsamen Zellspannung (über Nennspannung), die ausreicht, um die erforderliche Energie bereitzustellen
- 44
- Übersteigt die gemeinsame Zellspannung die vorgeschlagene Maximalspannung?
- 46
- Bestimmen der in jeder Zelle zu speichernden Ah