-
Elektrische Schaltgeräte, wie Leistungsschalter, haben die Aufgabe, einen oder eine Anzahl von Verbrauchern von einem Spannungsversorgungsnetz abzukoppeln, wenn eine bestimmte Störung auftritt. Die klassische Störung ist das Auftreten eines Kurzschlussstroms, und die Leistungsschalter sind herkömmlicherweise dazu ausgelegt, bei einem solchen Kurzschlussstrom ein Schaltglied zu bewegen und so die Verbindung zwischen Verbrauchern und Spannungsversorgungsnetz zu entkoppeln.
-
Die Erfindung bezieht sich auf Einschubrahmen für elektrische Einschubschaltgeräte, insbesondere auf Einschubleistungsschalter im Niederspannungsbereich. Mit „Niederspannung“ sind typischerweise Spannungen von bis ca. 2000 Volt gemeint. Unter entsprechender konstruktiver Auslegung der Schalttrennstrecken können derartige Schaltgeräte auch für Schaltspannungen über 2000 Volt ausgelegt sein, wie z.B. bis 6,3 kV. Insbesondere sind derartige elektrische Einschubschaltgeräte, wie Niederspannungs-Leistungsschalter, zur Unterbrechung von Strombahnen in einem Überstromfall oder in einem Kurzschlussfall ausgebildet. Sie können einpolig oder mehrpolig, insbesondere dreipolig, ausgeführt sein.
-
Es ist bekannt, Leistungsschalter für eine einfache und schnelle Montage bzw. Demontage zum Beispiel in einem Einschubrahmen mit einem Adaptersockel zu versehen, der meist als Steck- oder Einschubsockel ausgebildet ist. Auf diese Weise lassen sich Leistungsschalter kraftschlüssig und leicht lösbar zur Energieversorgung an die Leitungen eines elektrischen Stromversorgungsnetzes anschließen. Die Adaptersockel weisen dazu eingangsseitig und ausgangsseitig Anschlüsse auf, an welche die Leitungen der Stromversorgung und die mit elektrischer Energie zu versorgende Stromkreise mit ihren Verbrauchern angeschlossen werden. Zur elektrischen Verbindung des meist quaderförmigen Leistungsschalters mit dem Adaptersockel befinden sich an diesen zueinander korrespondierende Steckkontakte, die nach dem Aufschieben des Leistungsschalters in den Einschubrahmen ineinander gesteckt sind und so die elektrische Verbindung herstellen. Zum Ein- und Ausschalten weisen die Leistungsschalter an ihrer Vorderseite in der Regel einen manuell bedienbaren Schalthebel auf. Dabei kann für jede Gehäusegröße, beispielsweise einer Baureihe, ein Adaptersockel mit der entsprechenden Sockelgröße vorgesehen sein.
-
Zum Absenken und Anheben eines in einen Einschubrahmen eingeführten elektrischen Einschubschaltgerätes wird vorzugsweise eine Kurbel verwendet. Durch die Drehung der Kurbel kann das elektrische Einschubschaltgerät innerhalb des Einschubrahmens bewegt werden, um an dem Adaptersockel angeschlossen zu werden oder von diesem getrennt zu werden. Das heißt, das elektrische Einschubschaltgerät kann derart mit der Kurbel des Einschubrahmens gekoppelt werden, dass bei einer Drehung der Kurbel in eine erste Richtung das elektrische Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen, insbesondere in Richtung des Adaptersockels, hineingezogen wird, währenddessen das elektrische Einschubschaltgerät bei der Drehung der Kurbel in eine zur ersten Richtung entgegengesetzten zweiten Richtung von dem Adaptersockel wegbewegt wird. So kann ein Einschubschaltgerät mittels der Kurbel und der Spindel in eine Verbunden-Stellung, in der es vollständig mit dem Adaptersockel, insbesondere elektrisch, verbunden ist, in eine Nicht-Verbunden-Stellung, in der das Einschub-schaltgerät von dem Adaptersockel, insbesondere elektrisch, getrennt ist, und gegebenenfalls in eine Test-Stellung, die zwischen der Verbunden-Stellung und der Nicht-Verbunden-Stellung liegt, bewegt werden. In allen drei Stellungen befindet sich das Einschubschaltgerät in dem Einschubrahmen beziehungsweise ist an dem Einschubrahmen geführt. Ist das Einschubschaltgerät vollständig aus dem Einschubrahmen entfernt, so ist befindet sich der Einschubrahmen in einer Nicht-Blockiert-Stellung.
-
In der
EP 1 098 407 A1 wird eine Leistungsschalter-Bewegungsstruktur offenbart zur Verwendung mit einem Leistungsschalter, um den Leistungsschalter zu bewegen, der mit einer Leistungsschalter-Verbindungsvorrichtung verbunden oder von dieser getrennt werden soll. Die Bewegungsstruktur weist eine Zugbügelanordnung auf, die konstruiert und angeordnet ist, um an der Trennschalter-Verbindungsvorrichtung montiert zu werden. Eine Führungsbaugruppe ist konstruiert und angeordnet, um an dem Leistungsschalter montiert zu werden. Die Zugbügelanordnung umfasst eine Antriebsstruktur, die konstruiert und angeordnet ist, um betätigt zu werden, um mit der Führungsanordnung in Eingriff zu kommen und zu bewirken, dass sich der Leistungsschalter in Bezug auf die Leistungsschalter-Verbindungsvorrichtung bewegt.
-
Die
DE 102 03 700 C1 betrifft eine Ausfahreinrichtung für einen Leistungsschalter, der in eine Grundeinheit einsetzbar und daraus wieder entnehmbar ist, darin verfahren werden kann, wozu deren aktive Seitenwand mit einem Spindelgetriebe ausgestattet ist, das mittels eines anzusetzenden Antriebswerkzeugs antreibbar ist. Um die Ausfahreinrichtung bei Bedarf mit zusätzlichen Funktionen auszustatten, ist eine auf die aktive Seitenwand montierbare Zusatzeinrichtung vorgesehen, die Verriegelungs- und Anzeigemittel enthält.
-
Offenbart wird in der
WO 01 / 71 869 A2 eine Einschubanordnung für Kompaktleistungsschalter. Ein Leistungsschalter-Stecksystem umfasst im Allgemeinen einen Stecksockel, an dem der Ausziehmechanismus befestigt ist. Die Basis umfasst eine rechte Platte und eine linke Platte. Ein Trennschalter ist zwischen der rechten Platte und der linken Platte bewegbar und durch die Wirkung des Ausziehmechanismus einziehbar mit der Einsteckbasis verbunden. Der Ausziehmechanismus der vorliegenden Offenbarung umfasst eine Welle, die die rechte Platte mit der linken Platte verbindet, was dem System Steifigkeit verleiht und den Leistungsschalter während der Bewegung ausbalanciert. Wenn eine Kurbel in den Ausziehmechanismus eingesetzt und zum Drehen einer darin verbundenen Leitspindel verwendet wird, wird ein um die Leitspindel positionierter Reiter daran gehindert, sich zu drehen, da er zwischen einem Plattenpaar eingeschlossen ist. Die Bewegung wird dadurch in eine lineare Bewegung übersetzt, die verwendet wird, um den Leistungsschalter in oder außer Eingriff mit der Einsteckbasis zu bewegen.
-
Die
DE 10 2007 024 977 A1 offenbart eine Frontbaugruppe für einen Geräteträger und weist einen an einer Bedienfront der Frontbaugruppe angeordneten, vorgespannten und im Wesentlichen parallel zur Bedienfront beweglich geführten Handschieber zur Freigabe einer Zugangsöffnung zum Einstellen zweier oder mehrerer Schaltstellungen des Geräteträgers auf. Die Frontbaugruppe weist eine Handhabe zum Betätigen eines Hauptschalters des Geräteträgers auf. In der Frontbaugruppe ist eine Verriegelungseinrichtung zur gegenseitigen Verriegelung des Handschiebers und des Hauptschalters aufgenommen.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Einschubrahmen für ein elektrisches Einschubschaltgerät, insbesondere einen Einschubleistungsschalter, zu schaffen, der auf einfache und platzsparende Weise ermöglicht den Einschubrahmen sowohl gegenüber einer Einführung einer Kurbel, als auch gegenüber der Einführung beziehungsweise der Entfernung eines elektrischen Einschubschaltgerätes in beziehungsweise aus dem Einschubrahmen zu sperren.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Einschubrahmen für ein elektrisches Einschubschaltgerät mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 sowie durch eine Einheit aus einem Einschubrahmen und einem elektrischen Einschubschaltgerät mit den Merkmalen gemäß Anspruch 15 gelöst. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den beigefügten Figuren. Dabei gelten Merkmale, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Einschubrahmen beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Einheit und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird beziehungsweise werden kann.
-
Gemäß des ersten Aspektes der Erfindung wird die Aufgabe durch einen Einschubrahmen für ein elektrisches Einschubschaltgerät, insbesondere einen Einschubleistungsschalter, aufweisend einen Adaptersockel zum elektrischen Anschließen des Einschubschaltgerätes an eine Energieversorgung, eine Spindel zum Absenken und Anheben des Einschubschaltgerätes relativ zum Einschubrahmen, eine Kurbel zur Betätigung der Spindel, eine erste Seitenwand zum seitlichen Halten und/oder Führen des Einschubschaltgerätes in dem Einschubrahmen, wobei die erste Seitenwand an ihrer Frontseite eine Kurbelöffnung zur Durchführung der Kurbel durch die erste Seitenwand zu der Spindel aufweist, gelöst. Der Einschubrahmen ist ferner dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenwand an der dem Einschubschaltgerät zugewandten Seite eine bis zur Frontseite verlaufende Führung aufweist, in der das Einschubschaltgerät entlang geführt werden kann und dass eine erste Absperreinrichtung zur Freigabe oder zum zumindest teilweisen Abdecken der Kurbelöffnung und eine zweite Absperreinrichtung zur Freigabe oder zum zumindest teilweise Abdecken der Kurbelöffnung vorgesehen ist, wobei die erste Absperreinrichtung manuell oder durch das Einschubschaltgerät betätigbar ist
-
Durch einen derartigen Einschubrahmen für ein elektrisches Einschubschaltgerät kann auf einfache und platzsparende Art und Weise sichergestellt werden, dass der Einschubrahmen sowohl gegenüber einer Einführung einer Kurbel, als auch gegenüber der Einführung beziehungsweise der Entfernung eines elektrischen Einschubschaltgerätes in beziehungsweise aus dem Einschubschaltrahmen gesperrt werden kann. Das heißt, ein derartiger Einschubrahmen ermöglicht, dass der Einschubrahmen zum einen gegenüber einer unbefugten Einführung einer Kurbel gesperrt ist und gleichzeitig der Einschubrahmen gegen eine unbefugte Einführung beziehungsweise Entfernung eines Einschubleistungsschalters in beziehungsweise aus dem Einschubrahmen blockiert ist. Das heißt, der Einschubrahmen ermöglicht auf eine einfache Art und Weise die Verhinderung der Einführung einer Kurbel zum Bewegen eines in dem Einschubrahmen befindlichen Einschubschaltgerätes mittels der Kurbel und gleichzeitig verhindert ein derart ausgebildeter Einschubrahmen, dass ein Einschubschaltgerät überhaupt in den Einschubrahmen eingeführt beziehungsweise aus dem Einschubrahmen entfernt werden kann.
-
Der Einschubrahmen weist einen Adaptersockel zum elektrischen Anschließen des Einschubschaltgerätes an eine Energieversorgung auf. Vorteilhaferweise sind an dem Einschubsockel und an dem elektrischen Einschubschaltgerät entsprechende Anschlussvorrichtungen, in der Regel Anschlussstecker, vorgesehen. Ferner weist der Einschubrahmen eine erste Seitenwand auf, die zum seitlichen Halten und/oder Führen des Einschubschaltgerätes in dem Einschubrahmen dient. Vorzugsweise sind zwei oder mehr Seitenwände vorgesehen, in die das elektrische Einschubschaltgerät, insbesondere formschlüssig, eingeführt werden kann, bis es den Adaptersockel elektrisch kontaktiert. Die erste Seitenwand weist an ihrer Frontseite eine Kurbelöffnung auf, die zur Durchführung der Kurbel zu der Spindel des Einschubrahmens dient. Die Spindel ermöglicht ein Absenken und Anheben des Einschubschaltgerätes relativ zum Einschubrahmen. Die Kurbel wird durch die erste Seitenwand des Einschubrahmens bis zur Spindel hindurchgeführt, so dass die Spindel eine Drehbewegung der Kurbel in eine translatorische Bewegung umsetzt. Das bedeutet, die Spindel ist derart ausgebildet, dass sie ein elektrisches Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen hineinziehen kann oder aus dem Einschubrahmen hinausdrücken kann. Diese Bewegung wird durch eine Drehbewegung der Kurbel, die in die Spindel eingreift, initiiert. Das bedeutet, ein in dem Einschubrahmen eingeführtes Einschubschaltgerät kann innerhalb des Einschubrahmens verschiedene Stellungen einnehmen. Im durch die Spindel angehobenen Zustand ist das Einschubschaltgerät nicht mit dem Adaptersockel, insbesondere elektrisch, verbunden. Im durch die Spindel abgesenkten Zustand ist das Einschubschaltgerät mit dem Adaptersockel, insbesondere elektrisch, verbunden.
-
Die erste Seitenwand weist an der dem Einschubschaltgerät zugewandten Seite eine bis zur Frontseite verlaufende Führung auf, in der das Einschubschaltgerät bei der Einführung in den Einschubrahmen entlanggeführt werden kann. Die erste Absperreinrichtung hat zwei Funktionen. Zum einen dient sie zur Freigabe oder zum zumindest teilweisen Abdecken der Kurbelöffnung und zum anderen dient sie zur Freigabe oder zum Abdecken der Führung. Das heißt, durch die erste Absperreinrichtung kann verhindert werden, dass eine Kurbel in die erste Seitenwand des Einschubrahmens eingeführt wird. Auf der anderen Seite ermöglicht der Einschubrahmen die Freigabe der Führung, so dass ein in dem Einschubrahmen befindliches Einschubschaltgerät aus dem Einschubrahmen entfernt werden kann oder ein elektrisches Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen eingeführt werden kann. Bei einer Blockierung beziehungsweise Abdeckung der Führung verhindert die erste Absperreinrichtung, dass ein elektrisches Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen eingeführt werden kann beziehungsweise dass ein in dem Einschubrahmen befindliches Einschubschaltgerät aus dem Einschubrahmen entfernt werden kann. Dabei ist die erste Absperreinrichtung manuell durch einen Bediener des Einschubrahmens betätigbar. Das heißt, die erste Absperreinrichtung kann manuell durch einen Bediener derart bewegt werden, dass die erste Absperreinrichtung die Führung an der Frontseite der Seitenwand öffnet oder verschließt. Ferner kann durch eine manuelle Bewegung der ersten Absperreinrichtung ermöglicht werden, dass die Kurbelöffnung durch die erste Absperreinrichtung verschlossen wird beziehungsweise freigegeben wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass eine zweite Absperreinrichtung zur Freigabe oder zum zumindest teilweisen Abdecken der Kurbelöffnung vorgesehen ist, wobei die zweite Absperreinrichtung durch einen manuell betätigbaren Schließschieber betätigbar ist. Die zweite Absperreinrichtung dient nur der Freigabe beziehungsweise Verschließung der Kurbelöffnung in der Frontseite der ersten Seitenwand. Hierzu ist die zweite Absperreinrichtung manuell durch einen Schließschieber betätigbar.
-
Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass die erste Absperreinrichtung und die zweite Absperreinrichtung derart zueinander angeordnet sind, dass die erste Absperreinrichtung bei einer vollständigen Abdeckung der Kurbelöffnung durch die zweite Absperreinrichtung die Kurbelöffnung nicht abdeckt, aber die Führung verschließt, dass die erste Absperreinrichtung bei einer teilweisen Abdeckung der Kurbelöffnung durch die zweite Absperreinrichtung den nicht durch die zweite Absperreinrichtung abgedeckten Teil der Kurbelöffnung abdeckt und die Führung verschließt und dass die erste Absperreinrichtung bei einer Nichtabdeckung der Kurbelöffnung durch die zweite Absperreinrichtung die Kurbelöffnung abdeckt, aber die Führung freigibt. Das heißt, sowohl die erste Absperreinrichtung, als auch die zweite Absperreinrichtung können jeweils drei verschiedene Positionen einnehmen. In der ersten Position, der sogenannten Position A, verschließt die erste Absperreinrichtung die Führung und gibt die Kurbelöffnung frei. In dieser Position A der ersten Absperreinrichtung ist die Kurbelöffnung durch die zweite Absperreinrichtung abgedeckt. Das heißt, Position A gibt die Situation wieder, in der ein Einschubschaltgerät in dem Einschubrahmen angeordnet ist. Dadurch, dass die zweite Absperreinrichtung die Kurbelöffnung abdeckt, kann die erste Absperreinrichtung nicht in Richtung der Kurbelöffnung bewegt werden, sondern wird durch die zweite Absperreinrichtung in Position A gehalten. Das heißt, vorteilhafterweise liegen in der Position A die erste Absperreinrichtung und die zweite Absperreinrichtung aneinander an, so dass in dieser Position A eine Bewegung der ersten Absperreinrichtung aufgrund der zweiten Absperreinrichtung nicht ermöglicht ist. Die zweite Absperreinrichtung verhindert, dass die erste Absperreinrichtung bewegt werden kann. Das heißt, durch die relative Lage der ersten Absperreinrichtung und der zweiten Absperreinrichtung zueinander ist sichergestellt, dass die Führung verschlossen bleibt, so dass ein in den Einschubrahmen eingeführten Einschubschaltgerät nicht aus dem Einschubrahmen entfernt werden kann.
-
In der Position B deckt die erste Absperreinrichtung die Kurbelöffnung teilweise ab und verschließt gleichzeitig die Führung in der Frontseite der ersten Seitenwand. Der zweite Teil der Kurbelöffnung wird durch die zweite Absperreinrichtung abgedeckt. Diese Position B spiegelt die Situation wieder, wenn sich kein Einschubschaltgerät in dem Einschubrahmen befindet, das heißt ein elektrisches Schaltgerät aus dem Einschubrahmen entfernt wurde.
-
In der Position C gibt die erste Absperreinrichtung die Führung frei, so dass ein elektrisches Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen eingeführt beziehungsweise aus dem Einschubrahmen herausgeführt werden kann. Gleichzeitig deckt die erste Absperreinrichtung die Kurbelöffnung ab, so dass verhindert wird, dass eine Kurbel in die Seitenwand eingeführt wird. Die Schließscheiber ist hat hierbei die zweite Absperreinrichtung derart bewegt, dass die zweite Absperreinrichtung die Kurbelöffnung freigegeben hat. Durch die Freigabe der Führung an der Frontseite der ersten Seitenwand, befindet sich der Einschubrahmen in einer Nicht-Blockiert-Stellung.
-
Zur Absenkung beziehungsweise zum Anheben eines Einschubschaltgerätes relativ zum Einschubrahmen mittels der Spindel ist es erforderlich, dass in der Position A die zweite Absperreinrichtung die Kurbelöffnung freigibt. Dies ist durch eine manuelle Betätigung des Schließschiebers ermöglicht. Dabei tritt der Schließschieber derart mit der zweiten Absperreinrichtung in Wirkkontakt, dass die zweite Absperreinrichtung durch den Schließschieber zur Freigabe der Kurbelöffnung verschoben werden kann. Durch die zweite Absperreinrichtung und den Schließschieber ist eine erweiterte Sicherheit des Einschubrahmens gegeben. Das heißt, es ist nur möglich ein eingeführtes Einschubschaltgerät anzuheben oder abzusenken, wenn die zweite Absperreinrichtung die Kurbelöffnung freigibt. Hierzu muss ein Nutzer der Einschubrahmens den Schließschieber betätigen. Dieser kann aber vorteilhafterweise nur bei einer Berechtigung des Nutzer betätigt werden.
-
Die erste und die zweite Absperreinrichtung stellen somit eine doppelte Sicherheit zur Einführung beziehungsweise zum Entfernen eines elektrischen Einschubschaltgerätes in beziehungsweise aus dem Einschubrahmen dar und gleichzeitig zur Bewegung eines in dem Einschubrahmen befindlichen Einschubschaltgeräts.
-
Die erste und/oder die zweite Absperreinrichtung können an der Frontseite der ersten Seitenwand zur Freigabe beziehungsweise zur Abdeckung der Kurbelöffnung und der Führung beweglich angeordnet sein. Besonders bevorzugt kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass die erste Absperreinrichtung und die zweite Absperreinrichtung unterhalb der Frontseite in der ersten Seitenwand geführt, insbesondere linear geführt, sind. Hierdurch ist sichergestellt, dass die erste und die zweite Absperreinrichtung durch die Frontseite verdeckt sind und dadurch nicht beziehungsweise nur schwer beschädigt werden können. Hierdurch ist eine lange Funktionalität der Absperreinrichtungen und damit des Einschubrahmens gewährleistet.
-
Vorteilhafterweise kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass die erste Absperreinrichtung eine Handhabe aufweist, die in einer Handhabenöffnung in der Frontseite der ersten Seitenwand geführt ist. Dabei ist die Handhabe der ersten Absperreinrichtung bevorzugt derart ausgebildet, dass sie von der Außenseite der Seitenwand manuell durch einen Bediener gegriffen werden kann. Insbesondere ist die Handhabe linear in der Handhabenöffnung geführt.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass die Führung derart ausgebildet ist, dass ein Kontrollelement des Einschubschaltgerätes in dieser geführt werden kann und dass die erste Absperreinrichtung eine Aussparung aufweist, durch die das Kontrollelement des Einschubschaltgerätes bei einer fluchtenden Anordnung der Aussparung der ersten Absperreinrichtung zu der Führung der ersten Seitenwand hindurchgeführt werden kann, wobei bei einer nicht fluchtenden Anordnung der Aussparung zu der Führung die erste Absperreinrichtung die Führung abdeckt. Das Kontrollelement des Einschubschaltgerätes ist vorzugsweise als ein an dem Gehäuse des Einschubschaltgerätes hervorstehender Pin ausgebildet. Über dieses Kontrollelement beziehungsweise diesen Kontrollpin ist das Einschubschaltgerät innerhalb des Einschubrahmens geführt. Hierdurch ist sichergestellt, dass das elektrische Einschubschaltgerät richtig entlang dem Einschubrahmen geführt werden kann. Die erste Absperreinrichtung weist vorteilhafterweise eine Aussparung auf, die derart an der ersten Absperreinrichtung angeordnet ist, dass sie in der Position C fluchtend zu der Führung in der Frontseite der ersten Seitenwand angeordnet ist. In dieser Position C ist das elektrische Einschubschaltgerät aus dem Einschubrahmen entfernbar beziehungsweise ein elektrisches Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen einführbar. Bei einer nicht fluchtenden Anordnung der Aussparung der ersten Absperreinrichtung zu der Führung der Frontseite der ersten Seitenwand deckt die erste Absperreinrichtung die Führung ab. In diesen Fällen befindet sich die erste Absperreinrichtung in den Positionen A oder B.
-
Bei einem erfindungsgemäßen Einschubrahmen kann ferner vorgesehen sein, dass die erste Absperreinrichtung ein Rastelement und die erste Seitenwand, insbesondere die Innenseite der Frontseite der ersten Seitenwand, ein Gegenrastelement aufweisen, die derart zueinander angeordnet sind, dass sie bei der vollständigen Abdeckung der Kurbelöffnung durch die erste Absperreinrichtung, der sogenannten Position C, zur Arretierung der ersten Absperreinrichtung an der ersten Seitenwand lösbar ineinander greifen. Hierdurch ist sichergestellt, dass zur Einführung beziehungsweise zum Entfernen eines Einschubschaltgerätes in den Einschubrahmen beziehungsweise aus dem Einschubrahmen die Führung sicher freigegeben ist, das heißt, die erste Absperreinrichtung sicher in dieser Position gehalten werden kann.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass ein erstes Federelement vorgesehen ist, durch das die erste Absperreinrichtung mit einer Kraft aus Position C in Richtung Position B und aus Position B in Richtung Position A beaufschlagt ist. Das heißt, das erste Federelement stellt sicher, dass nach einem Lösen der Rastverbindung zwischen der ersten Absperreinrichtung und der ersten Seitenwand die erste Absperreinrichtung aus der Position C zurück in die Position B und anschließend aus der Position B zurück in die Position A automatisch geführt werden kann. Das heißt, das erste Federelement stellt sicher, dass die erste Absperreinrichtung automatisch in die Ausgangsposition, die durch die Position A der ersten Absperreinrichtung gebildet ist, zurückbewegt werden kann.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass die zweite Absperreinrichtung derart in Wirkverbindung zu dem Schließschieber steht, dass bei einer Bewegung des Schließschiebers von einer Freigabestellung in eine Verschließstellung die zweite Absperreinrichtung zur Abdeckung der Kurbelöffnung vor die Kurbelöffnung bewegt wird.
Das heißt, die Bewegung der zweiten Absperreinrichtung ist an die Stellung des Schließschiebers an dem Einschubrahmen gekoppelt. Befindet sich der Schließschieber in der Freigabestellung deckt die zweite Absperreinrichtung die Kurbelöffnung nicht ab, so dass eine Kurbel in den Einschubrahmen eingeführt werden kann. Ist der Schließschieber in die Verschließstellung bewegt, hat der Schließschieber die zweite Absperreinrichtung derart bewegt, dass diese die Kurbelöffnung abdeckt, so dass die Einführung einer Kurbel in den Einschubrahmen beziehungsweise in die Seitenwand des Einschubrahmens nicht möglich ist. Die Bewegung der zweiten Absperreinrichtung ist an die Bewegung des Schließschiebers gekoppelt. Diese Kopplung kann verschiedenartig ausgebildet sein. Bevorzugt ist ein Einschubrahmen, bei dem die zweite Absperreinrichtung ein Eingriffelement aufweist, das zur Herstellung der Wirkverbindung, das heißt der Kopplung, in einer Kulissenführung des Kulissenschiebers geführt ist. Hierdurch ist sichergestellt, dass bei einer Bewegung des Schließschiebers die zweite Absperreinrichtung ebenfalls bewegt wird. Gleichzeitig ist gewährleistet, dass bei einer Nichtbewegung des Schließschiebers auch die zweite Absperreinrichtung nicht bewegt werden kann. Ist beispielsweise der Schließschieber in der Verschließstellung oder der Freigabestellung verriegelt, kann die zweite Absperreinrichtung nicht bewegt werden. Das heißt, der Schließschieber ermöglicht, dass der Einschubrahmen beziehungsweise die Kurbelöffnung des Einschubrahmens freigegeben ist oder verschlossen ist.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass ein zweites Federelement vorgesehen ist, das derart angeordnet ist, dass dieses bei einer Bewegung des Schließschiebers von der Freigabestellung in die Verschließstellung mit einer Kraft vorgespannt wird. Hierdurch ist gewährleistet, dass der Schließschieber durch die Federkraft von der Verschließstellung zurück in die Freigabestellung geführt werden kann, wenn ein Nutzer des Einschubrahmens die Bewegung des Schließschiebers freigibt. Das heißt, in der Verschließstellung kann der Schließschieber durch den Nutzer blockiert werden, beispielsweise durch ein Vorhängeschloss, so dass der Schließschieber in der Verschließstellung verharrt. Sobald der Schließschieber in der Verschließstellung freigegeben ist, bewirkt die Kraft des zweiten Federelementes, dass der Schließschieber zurück in die Freigabestellung bewegt wird. Bevorzugt befindet sich der Schließschieber in der Freigabestellung innerhalb des Einschubrahmens, währenddessen er in der Verschließstellung sich zumindest teilweise außerhalb des Einschubrahmens beziehungsweise der ersten Seitenwand des Einschubrahmens befindet. Bei einem bevorzugten Einschubrahmen kann vorgesehen sein, dass der Schließschieber ein Verriegelungselement, insbesondere eine Öffnung, zur Arretierung des Schließschiebers in der Verschließstellung aufweist. So kann beispielsweise ein Vorhängeschloss durch die Öffnung des Schließschiebers hindurchgeführt werden, wenn sich dieser in der Verschließstellung befindet. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass der Schließschieber aus der Verschließstellung nicht bewegt werden kann, da er in der Verschließstellung die zweite Absperreinrichtung derart bewegt hat, dass diese die Kurbelöffnung abdeckt, ist sichergestellt, dass eine Kurbel nicht durch die Kurbelöffnung in das Innere der Seitenwand eingeführt werden kann. In dieser Verschließstellung des Schließschiebers kann sichergestellt werden, dass ein in dem Einschubrahmen befindliches Einschubschaltgerät nicht bewegt werden kann. Das heißt, durch die Verriegelung des Schließschiebers in der Verschließstellung und der damit verbundenen Abdeckung der Kurbelöffnung durch die zweite Absperreinrichtung ist sichergestellt, dass ein in dem Einschubrahmen befindliches Einschubschaltgerät beispielsweise sicher in der Verbunden-Stellung verharrt. Eine Bewegung des Einschubschaltgerätes innerhalb des Einschubrahmens ist dann nicht möglich, da die Spindel, die zum Absenken beziehungsweise Anheben des Einschubschaltgerätes betätigt werden muss, nicht zugänglich ist.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass ein Schloss, insbesondere ein Zylinderschloss, vorgesehen ist, das bei einer Abdeckung der Kurbelöffnung durch die zweite Absperreinrichtung zur Arretierung der zweiten Absperreinrichtung ausgebildet ist. Das heißt, zusätzlich oder alternativ zu der Verriegelung der zweiten Absperreinrichtung durch den Schließschieber kann ein Schloss an dem Einschubrahmen vorgesehen sein, das zur Arretierung der zweiten Absperreinrichtung ausgebildet ist. Dabei ist das Schloss bevorzugt derart ausgebildet, dass dieses die Bewegung der zweiten Absperreinrichtung auch dann verhindert, wenn diese die Kurbelöffnung nur zum Teil abdeckt. Hierdurch kann über das Schloss sichergestellt werden, dass weder eine Kurbel in die Kurbelöffnung eingeführt werden kann, noch ein Einschubschaltgerät aus dem Einschubrahmen entfernt beziehungsweise ein Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen eingeführt werden kann, da in dieser Position der zweiten Absperreinrichtung die erste Absperreinrichtung derart verschoben ist, dass diese die Führung in der Frontseite der ersten Seitenwand abdeckt. Das heißt über das Schloss, das insbesondere als Zylinderschloss innerhalb des Einschubrahmens ausgebildet ist, kann der Einschubrahmen gänzlich gesperrt werden. Das Schloss beziehungsweise das Zylinderschloss ist vorteilhafterweise durch einen Schlüssel betätigbar, so dass sichergestellt ist, dass nur berechtigte Personen den Einschubrahmen betätigen können.
-
Der Schließschieber des Einschubrahmens liegt vorteilhafterweise in der Freigabestellung in einer Vertiefung innerhalb der ersten Seitenwand des Einschubrahmens ein und ragt in der Verschließstellung vorteilhafterweise zumindest teilweise aus der ersten Seitenwand, insbesondere aus der Frontseite der ersten Seitenwand, heraus.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Einschubrahmen vorgesehen sein, dass ein Positionssensor vorgesehen ist, der zur Blockierung der ersten Absperreinrichtung vorgesehen ist, wenn sich die erste Absperreinrichtung in der Position P befindet. Der Positionsmesser kann eine weitere Funktionalität aufweisen. So kann dieser die Position des Einschubschaltgerätes innerhalb des Einschubrahmens feststellen.
-
Gemäß eines zweiten Aspektes der Erfindung wird die Aufgabe durch eine Einheit aus einem Einschubrahmen und einem elektrischen Einschubschaltgerät, insbesondere einem Einschubleistungsschalter, besonders bevorzugt einem Einschubkompaktleistungsschalter, gelöst, wobei das Einschubschaltgerät ein Gehäuse und einen Schaltmechanismus aufweist und wobei der Einschubrahmen zur Aufnahme des elektrischen Einschubschaltgerätes ausgebildet ist. Ferner ist die Einheit dadurch gekennzeichnet, dass der Einschubrahmen gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung ausgebildet ist, das heißt nach einem der Ansprüche 1 bis 15 ausgebildet ist. Für die Einheit gelten entsprechend die gleichen Vorteile, wie sie ausführlich zu dem Einschubrahmen gemäß des ersten Aspektes der Erfindung ausgeführt sind. Einschubleistungsschalter können insbesondere elektromagnetische Selbstschalter sein. Sie können als Leistungsschutzschalter zum Sichern von Stromkreisen gegen Kurzschluss und/oder Überlastung und/oder Spannungsschwankungen eingesetzt werden. Auch ein Einsatz als Motorschutzschalter ist denkbar. Durch die Ausbildung des elektrischen Einschubschaltgerätes als Einschubleistungsschalter, insbesondere als Einschubkompaktleistungsschalter, kann das elektrische Einschubschaltgerät in einer großen Bandbreite von elektrischen Anwendungen eingesetzt werden. Der Einschubrahmen des elektrischen Einschubschaltgerätes ist auf die Größe des Einschubrahmens abgestimmt, so dass das Einschubschaltgerät vorzugsweise formschlüssig in den Einschubrahmen eingeführt werden kann. Der Einschubrahmen weist vorteilhafterweise neben der ersten Seitenwand weitere Seitenwände auf, so dass das Gehäuse des Einschubschaltgerätes vorteilhafterweise von allen Seiten durch den Einschubrahmen umgeben ist, wenn das Einschubschaltgerät sich in dem Einschubrahmen befindet. Lediglich die Frontseite des Einschubschaltgerätes bleibt frei zugänglich, wenn dieses in den Einschubrahmen eingeführt ist.
-
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungsfiguren näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
- 1 eine perspektivische Ansicht auf eine erste Absperreinrichtung eines erfindungsgemäßen Einschubrahmens,
- 2 eine perspektivische Ansicht auf eine zweite Absperreinrichtung eines erfindungsgemäßen Einschubrahmens,
- 3 in einer perspektivischen Ansicht die Frontseite einer ersten Seitenwand eines Einschubrahmens, wobei sowohl eine Führung in der Frontseite, als auch eine Kurbelöffnung in der Frontseite durch die Absperreinrichtungen verschlossen sind,
- 4 in einer perspektivischen Ansicht die erste Seitenwand gemäß 3, wobei die Kurbelöffnung zumindest teilweise durch die zweite Absperreinrichtung freigegeben ist,
- 5 die Stellung der ersten Absperreinrichtung in Position A, einmal in perspektivischer Ansicht und einmal in Draufsicht auf die Frontseite der ersten Seitenwand eines Einschubrahmens,
- 6 die Position B der ersten Absperreinrichtung, einmal in einer perspektivischen Ansicht und einmal in einer Frontansicht auf die Frontseite der ersten Seitenwand des Einschubrahmens gemäß 5,
- 7 die Position C der ersten Absperreinrichtung, einmal in einer perspektivischen Ansicht und einmal in einer Frontansicht auf die Frontseite der ersten Seitenwand des Einschubrahmens gemäß 5,
- 8 in einer Schnittdarstellung ein Schloss und einen Schließschieber eines erfindungsgemäßen Einschubrahmens, wobei sich der Schließschieber in der Verriegelungsstellung befindet, und
- 9 in einer Schnittdarstellung das Schloss und den Schließschieber gemäß 8, wobei sich der Schließschieber in einer Freigabestellung befindet.
-
Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den 1 bis 9 jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
-
1 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine erste Absperreinrichtung 20 eines erfindungsgemäßen Einschubrahmens für ein elektrisches Einschubschaltgerät. Die erste Absperreinrichtung 20, die bevorzugt als Absperrschieber ausgebildet ist, weist eine Handhabe 21 auf, die durch einen Benutzer gegriffen werden kann, um die erste Absperreinrichtung 20 relativ zu der ersten Seitenwand 2, insbesondere der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2, eines Einschubrahmens zu bewegen. Die erste Absperreinrichtung 20 weist ferner ein Rastelement 23 auf, über welches die erste Absperreinrichtung 20 an der ersten Seitenwand 2, insbesondere an der Innenseite 9 der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2, in einer bestimmten Position gehalten werden kann. Vorzugsweise ist das Rastelement 23 derart an der ersten Absperreinrichtung 20 angeordnet, dass dieses ermöglicht, die erste Absperreinrichtung 20 in der Position zu halten, wenn die Aussparung 22 der ersten Absperreinrichtung 20 fluchtend zu einer Führung 8 an der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens angeordnet ist. Hierdurch ist sichergestellt, dass ein Einschubschaltgerät, insbesondere ein Kontrollelement 40 des Einschubschaltgerätes, einfach und sicher in die Führung der ersten Seitenwand 2 eingeführt werden kann. Eine Seitenwand 41 eines Einschubschaltgerätes mit einem Kontrollelement 40 ist beispielsweise in 7 gezeigt. Insbesondere kann die Aussparung 22 Abschrägungen 25 aufweisen, die das Einführen des Einschubschaltgerätes, insbesondere des Kontrollelementes 40 des Einschubschaltgerätes, in die Aussparung 22 und damit die Führung 8 erleichtern. Die erste Absperreinrichtung 20 weist einen Bereich auf, der hier durch ein Kreuz auf der ersten Absperreinrichtung 20 dargestellt ist, welcher zur teilweisen oder vollständigen Abdeckung der Kurbelöffnung 4 in der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 ausgebildet ist. Die in 1 gezeigte erste Absperreinrichtung 20 ist zur linearen Führung unterhalb der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2, das heißt an der Innenseite 9 der Frontseite 3, ausgebildet. Dabei ist die Handhabe 21 durch eine Handhabenöffnung 6 der Frontseite 3 hindurchgeführt und in dieser Handhabenöffnung 6, insbesondere linear, geführt.
-
2 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine zweite Absperreinrichtung 30, die zum teilweisen oder vollständigen Abdecken der Kurbelöffnung 4 in der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 ausgebildet ist. Die zweite Absperreinrichtung 30 ist bevorzugt ebenfalls linear innerhalb der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens führbar gelagert. Über das Eingriffelement 31 steht die zweite Absperreinrichtung 30 mit einem Schließschieber 5 des Einschubrahmens in Wirkkontakt und wird bei einer Bewegung des Schließschiebers 5 ebenfalls bewegt.
-
3 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht die Frontseite 3 einer ersten Seitenwand 2 eines Einschubrahmens, wobei sowohl eine Führung 8 in der Frontseite 3, als auch eine Kurbelöffnung 4 in der Frontseite 3 durch die Absperreinrichtungen 20, 30 verschlossen sind. In der Frontseite 3 ist eine Handhabenöffnung 6 ausgebildet, durch die die Handhabe 21 der ersten Absperreinrichtung 20 zum Greifen durch einen Benutzer hindurchgeführt ist. Dabei ist die Handhabenöffnung 6 derart ausgebildet, dass die Handhabe 21 beweglich geführt werden kann. In der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 ist die Führung 8 vorgesehen, die sich entlang der dem Einschubschaltgerät zugewandten Seite der Seitenwand 2 erstreckt. Diese Führung 8 dient zur Aufnahme eines Kontrollelementes 40 eines Einschubschaltgerätes. So ist unter anderem durch diese Führung 8 sichergestellt, dass ein Einschubschaltgerät definiert in den Einschubrahmen eingeführt beziehungsweise definiert aus dem Einschubrahmen herausgeführt werden kann. Der Führung 8 ist im Inneren der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens ein Positionssensor 15 zugeordnet, der beweglich innerhalb der ersten Seitenwand 2 gelagert ist. Dieser Positionssensor 15 wird bei der Einführung eines Einschubschaltgerätes durch dieses bewegt und kann die Position des Einschubschaltgerätes innerhalb der ersten Seitenwand des Einschubrahmens feststellen und an einen nicht dargestellten Positionsanzeiger weitergeben, so dass hierdurch ein Betrachter die exakte Position des Einschubschaltgerätes innerhalb des Einschubrahmens erkennen kann. Die erste Absperreinrichtung 20 befindet sich in einer sogenannten Position B. In dieser Position B befindet sich kein elektrisches Einschubschaltgerät innerhalb des Einschubrahmens. Die erste Absperreinrichtung 20 verdeckt einerseits die Führung 8 vollständig und andererseits die Kurbelöffnung 4 zur Hälfte. Die andere Hälfte der Kurbelöffnung 4 ist durch die zweite Absperreinrichtung 30 abgedeckt. Die zweite Absperreinrichtung 30 steht in Wirkverbindung mit dem Schließschieber 5, der beweglich an der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens gehalten ist. In 3 befindet sich der Schließschieber 5 in einer Zwischenstellung zwischen einer Freigabestellung F und einer Verschließstellung V. Das heißt, in der Freigabestellung F ist der Schließschieber 5 vollständig in eine Vertiefung der ersten Seitenwand 2 eingeführt. In der Freigabestellung F hat der Schließschieber 5 die zweite Absperreinrichtung 30 derart bewegt, dass diese die Kurbelöffnung 4 nicht verschließt. In der Verschließstellung V ist der Schließschieber 5 aus der ersten Seitenwand 2 des Kurbelrahmens herausgeführt. Hierbei hat der Schließschieber 5 die zweite Absperreinrichtung 30 derart bewegt, dass diese vollständig die Kurbelöffnung 4 in der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 abdeckt. Ferner ist ein Schloss 14, insbesondere als Zylinderschloss ausgebildet, an der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 vorgesehen. Dieses Schloss 14 dient zusätzlich oder alternativ zu dem Schließschieber 5 zur Arretierung der zweiten Absperreinrichtung 30 relativ zu der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens. Das heißt, das Schloss 14 kann die Bewegung der zweiten Absperreinrichtung 30 blockieren. In 3 befindet sich das Schloss 14 in einer Arretierstellung, in der das Schloss 14 die zweite Absperreinrichtung 30 in der gezeigten Position arretiert.
-
4 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht die erste Seitenwand 2 des Einschubrahmens gemäß 3, wobei die Kurbelöffnung 4 zumindest durch die zweite Absperreinrichtung 30 freigegeben ist. Der Schließschieber 5 befindet sich in der Freigabestellung F, in der er die zweite Absperreinrichtung 30 derart bewegt hat, dass diese die Kurbelöffnung 4 nicht mehr abdeckt. Das Schloss 14 ist im Vergleich zur Stellung des Schlosses 14 gemäß der 3 gedreht worden, so dass dieses die Bewegung der zweiten Absperreinrichtung und damit des Schließschiebers 5 nicht blockiert hat. Durch Verschiebung der ersten Absperreinrichtung 20 kann die Führung 8 freigegeben werden, so dass ein Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen eingeführt werden kann. Anschließen kann durch eine manuelle Betätigung beziehungsweise Verschiebung der ersten Absperreinrichtung 20 die Kurbelöffnung 4 freigegeben werden, so dass eine nicht dargestellte Kurbel 1 durch die Kurbelöffnung 4 bis zu einer nicht dargestellten Spindel des Einschubrahmens hindurchgeführt werden kann, um das eingeführte Einschubschaltgerät von einer Nicht-Verbunden-Stellung in eine Test-Stellung beziehungsweise eine Verbunden-Stellung innerhalb des Einschubrahmens abzusenken. Dies erfolgt durch Drehung der Kurbel und der Übertragung der Drehbewegung mittels der Spindel in eine translatorische Bewegung, durch die das in dem Einschubrahmen eingeführte Einschubschaltgerät abgesenkt beziehungsweise angehoben werden kann.
-
In der 5 ist schematisch die Stellung der ersten Absperreinrichtung 20 in Position A, einmal in perspektivischer Ansicht und einmal in Draufsicht auf die Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 eines Einschubrahmens gezeigt. In dieser Position A ist die erste Absperreinrichtung 20 derart relativ zu der Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 verschoben, dass diese die Kurbelöffnung 4 freigibt und gleichzeitig die Führung 8 abdeckt. Diese Position A wird eingenommen, wenn ein Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen eingeführt ist. Je nach Stellung des Schließschiebers 5 kann die Kurbelöffnung 4 durch die zweite Absperreinrichtung 30 abgedeckt oder freigegeben sein. Ist die Kurbelöffnung 4 durch die zweite Absperreinrichtung 30 freigegeben, kann durch die Kurbelöffnung 4 eine Kurbel 1, siehe 9, in die erste Seitenwand 2 eingeführt werden, um durch Betätigung der Spindel innerhalb der ersten Seitenwand 2 das eingeführte Einschubschaltgerät abzusenken beziehungsweise anzuheben, um dieses auf einen nicht dargestellten Adaptersockel des Einschubrahmens aufzustecken beziehungsweise von dem Adaptersockel zu trennen.
-
In der 6 ist schematisch die Position B der ersten Absperreinrichtung 20, einmal in einer perspektivischen Ansicht und einmal in einer Frontansicht auf die Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens gemäß 5 dargestellt. In der Position B deckt die erste Absperreinrichtung 20 die Kurbelöffnung 4 zumindest teilweise ab, so dass ein Einführen einer Kurbel 1 durch die Kurbelöffnung 4 nicht ermöglicht ist. Ferner deckt die erste Absperreinrichtung 20 die Führung 8 ab, so dass ein in dem Einschubrahmen befindliches Einschubschaltgerät nicht aus dem Einschubrahmen entfernt werden kann beziehungsweise kein Einschubschaltgerät in den Einschubrahmen eingeführt werden kann. Die zweite Absperreinrichtung 30 kann dabei die zweite Hälfte der Kurbelöffnung 4 abdecken und gleichzeitig verhindern, dass die erste Absperreinrichtung 20 derart bewegt wird, dass diese vollständig die Kurbelöffnung 4 abdeckt beziehungsweise die Führung 8 freigibt.
-
7 zeigt schematisch die Position C der ersten Absperreinrichtung 20, einmal in einer perspektivischen Ansicht und einmal in einer Frontansicht auf die Frontseite 3 der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens gemäß 5. In dieser Position C deckt die erste Absperreinrichtung 20 die Kurbelöffnung 4 vollständig ab. Gleichzeitig gibt die erste Absperreinrichtung 20 die Führung 8 frei, so dass ein Einschubschaltgerät beziehungsweise ein Kontrollelement 40, das insbesondere als Kontrollpin ausgebildet ist, des elektrischen Einschubschaltgerätes in die Führung eingeführt werden kann beziehungsweise entlang der Führung aus dem Einschubrahmen herausgeführt werden kann.
-
8 zeigt schematisch in einer Schnittdarstellung ein Schloss 14 und einen Schließschieber 5 eines erfindungsgemäßen Einschubrahmens, wobei sich der Schließschieber 5 in der Verriegelungsstellung V befindet. In dieser Verriegelungsstellung V ist der Schließschieber 5 aus der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens herausgeführt, um dadurch die Kurbelöffnung 4 durch die zweite Absperreinrichtung 30 zu verschließen. Der Schließschieber 5 weist ein Verriegelungselement 13, hier in Form einer Öffnung, auf. Durch diese Öffnung 13 kann ein Vorhängeschloss hindurchgeführt werden, um so den Schließschieber 5 in der Verriegelungsstellung V zu arretieren. Hierdurch ist sichergestellt, dass die zweite Absperreinrichtung 30 die Kurbelöffnung 4 dauerhaft verriegelt, so dass die Einführung einer Kurbel 1 nicht ermöglicht ist. An dem Schließschieber 5 ist ein zweites Federelement 12 angeordnet, welches in der Verriegelungsstellung V vorgespannt ist. Ist die Bewegung des Schließschiebers 5, beispielsweise durch das Entfernen des Vorhängeschlosses, freigegeben, sorgt das zweite Federelement 12 für die Rückführung des Schließschiebers 5 in die Freigabestellung F, in der der Schließschieber 5 vorteilhafterweise in eine Vertiefung in der ersten Seitenwand 2 des Einschubrahmens eintaucht. Dies ist in 9 gezeigt. Der Schließschieber 5 weist ferner eine Kulissenführung 11 auf, in der das Eingriffelement 31 der zweiten Absperreinrichtung 30 führbar gelagert ist. Über das Eingriffelement 31 und die Kulissenführung 11 sind der Schließschieber 5 und die zweite Absperreinrichtung 30 derart miteinander gekoppelt, dass bei einer Bewegung des Schließschiebers 5 zwischen der Freigabestellung F und der Verriegelungsstellung V die zweite Absperreinrichtung 30 derart verschoben wird, dass sie einmal die Kurbelöffnung 4 freigibt und einmal die Kurbelöffnung 4 abdeckt. Ferner weist der Einschubrahmen ein Schloss 14 auf, das dazu ausgebildet ist eine zusätzliche Blockierung der Bewegung der zweiten Absperreinrichtung 30 beziehungsweise des Schließschiebers 5 zu ermöglichen.
-
9 zeigt schematisch in einer Schnittdarstellung das Schloss 14 und den Schließschieber 5 gemäß 8, wobei sich der Schließschieber 5 in einer Freigabestellung F befindet. In dieser Freigabestellung F des Schließschiebers 5 deckt die zweite Absperreinrichtung 30 die Kurbelöffnung 4 nicht ab, so dass durch die Kurbelöffnung 4 eine Kurbel 1 in die erste Seitenwand 2 des Einschubrahmens eingeführt werden kann, um dort direkt oder indirekt mit der Spindel des Einschubrahmens in Eingriff zu gelangen, um durch eine Drehbewegung die Spindel in eine translatorische Bewegung zu überführen, wodurch ein in dem Einschubrahmen eingeführtes Einschubschaltgerät abgesenkt oder angehoben werden kann.
-
Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen des Einschubrahmens beschreibt die vorliegende Erfindung nur im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Kurbel
- 2
- erste Seitenwand
- 3
- Frontseite
- 4
- Kurbelöffnung
- 5
- Schließschieber
- 6
- Handhabenöffnung
- 7
- dem Einschubschaltgerät zugewandte Seite der Seitenwand
- 8
- Führung
- 9
- Innenseite der Frontseite
- 10
- Gegenrastelement
- 11
- Kulissenführung des Schließschiebers
- 12
- zweites Federelement
- 13
- Verriegelungselement / Öffnung des Schließschiebers
- 14
- Schloss
- 15
- Positionssensor
- 20
- erste Absperreinrichtung
- 21
- Handhabe
- 22
- Aussparung
- 23
- Rastelement
- 25
- Abschrägung
- 30
- zweite Absperreinrichtung
- 31
- Eingriffelement
- 40
- Kontrollelement eines Einschubschaltgerätes
- 41
- Seitenwand eines Einschubschaltgerätes
- Position A
- erste Absperreinrichtung deckt Kurbelöffnung nicht ab
- Position B
- erste Absperreinrichtung deckt Kurbelöffnung teilweise ab
- Position C
- erste Absperreinrichtung deckt Kurbelöffnung vollständig ab
- F
- Freigabestellung des Schließschiebers
- V
- Verschließstellung des Schließschiebers