DE102011120537A1 - Geberzylinder - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Geberzylinder für eine Betätigungsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges vorgestellt, wobei der Geberzylinder einen Zylinder (12) und einen Kolben aufweist, welcher Kolben im Innern des Zylinders (12) axial verschiebbar angeordnet ist, wobei der Kolben ein Informationselement aufweist. Der Geberzylinder weist ferner einen Sensor (15) auf, welcher außen am Zylinder (12) angeordnet ist und mittels welchem eine axiale Position des Informationselementes ermittelt werden kann. Erfindungsgemäß weist der Geberzylinder eine Führungsvorrichtung (60) auf, über welche der Sensor (15) mit dem Zylinder (12) mittelbar oder unmittelbar verbunden ist und mittels welcher der Sensor (15) an dem Zylinder (12) variabel positioniert werden kann.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Geberzylinder für eine Betätigungsvorrichtung eines Kraftfahrzeugs nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Es ist bekannt, dass hydraulische Kupplungs- oder Bremsbetätigungssysteme Geberzylinder aufweisen, die mit jeweiligen als Betätigungsvorrichtung fungierenden Kupplungs- oder Bremspedalen verbunden sind. Derartige Geberzylinder weisen einen axial im Geberzylinder bewegbaren Kolben auf, der üblicherweise ein Informationselement aufweist. Durch einen außen an dem Geberzylinder angebrachten Sensor kann eine Position des Informationselementes entlang einer Längsachse des Geberzylinders erfasst werden. Ein derartiger Geberzylinder ist zum Beispiel auf der
DE 19915832 A1 bekannt - Derartige Geberzylinder weisen den Nachteil auf, dass sie aufgrund des heutzutage sehr begrenzten zur Verfügung stehenden Bauraumes oftmals für unterschiedliche Fahrzeugvarianten jeweils unterschiedlich konstruiert werden müssen.
- Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Geberzylinder vorzuschlagen, welcher flexibel an unterschiedliche geometrische Umgebungen angepasst werden kann.
- Die Aufgabe wird gelöst durch einen Geberzylinder mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
- Der Geberzylinder für eine Betätigungsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges weist dabei einen Zylinder und einen Kolben auf, welcher Kolben konzentrisch zu einer Längsachse des Zylinders im Innern des Zylinders längs verschiebbar angeordnet ist, wobei der Kolben ein Informationselement aufweist. Der Geberzylinder weist ferner einen Sensor auf, welcher außen am Zylinder angeordnet ist und mittels welchem eine Position des Informationselementes entlang der Längsachse ermittelt werden kann. Erfindungsgemäß weist der Geberzylinder eine Führungsvorrichtung auf, mittels welcher der Sensor mit dem Zylinder verbunden ist und mittels welcher der Sensor an dem Zylinder variabel positioniert werden kann.
- Durch die variable Positionierung des Sensors an dem Zylinder kann der Geberzylinder an unterschiedliche geometrische Umgebungen um seinen Einbauort im Fahrzeug angepasst werden. Dadurch entsteht die Möglichkeit, den gleichen Geberzylinder für unterschiedliche Fahrzeugvarianten mit unterschiedlichen Packaging-Gegebenheiten um den Einbauort des Geberzylinders zu verwenden. Durch die Reduktion der Variantenvielfalt des Geberzylinders entstehen Kostenvorteile, welche unter bestimmten Umständen die Kostennachteile, welche durch die zusätzliche Führungsvorrichtung entstehen, übertreffen.
- Eine erste vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Geberzylinders sieht vor, dass der Zylinder an seiner Außenfläche eine Schiene aufweist und der Sensor an seiner dem Zylinder zugewandten Seite eine Nut aufweist, wobei zur variablen Befestigung des Sensors am Zylinder die Schiene in die Nut eingreift. Alternativ kann der Zylinder an seiner Außenfläche eine Nut aufweisen und der Sensor an seiner dem Zylinder zugewandten Seite eine Schiene aufweisen, wobei zur variablen Befestigung des Sensors am Zylinder die Schiene in die Nut eingreift. Die Ausführung der Führungsvorrichtung in Form einer Schiene-Nut-Paarung ist zweckmäßig und kostengünstig. Dabei kann die Schiene-Nut-Paarung in axialer Richtung angeordnet sein, so dass der Sensor an der Außenfläche des Zylinders in axialer Richtung variabel positioniert werden kann. Besonders vorteilhaft ist eine Anordnung der Schiene-Nut-Paarung in Umfangsrichtung um den Zylinder, da sich gezeigt hat, dass sich die Umgebungsgeometrien unterschiedlicher Fahrzeugvarianten eher in der Umfangsrichtung unterscheiden. Mit der Umfangsrichtung ist eine Richtung entlang der äußeren Oberfläche des Zylinders und senkrecht zu der Längsachse des Zylinders gemeint.
- Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des Geberzylinders sieht vor, dass der Zylinder an seiner Außenfläche oder der Sensor an seiner Außenfläche eine Rasterkontur aufweist, mittels welcher verschiedene Positionen des Sensors am Zylinder durch eine Rastierung eingestellt werden können. Die Rastierung erfolgt dabei zweckmäßig durch ein elastisches Element, welches elastisches Element im Falle der Anordnung der Rasterkontur an dem Zylinder am Sensor angeordnet ist oder im Falle der Anordnung der Rasterkontur an dem Sensor an dem Zylinder angeordnet ist. Das elastische Element greift dabei in die Rasterkontur ein, erlaubt aber, unter Krafteinwirkung, ein Verschieben des Sensors entlang der Rasterkontur. Die Rasterkontur ist dabei in Richtung der Schiene-Nut-Paarung angeordnet.
- Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des Geberzylinders sieht vor, dass das Informationselement einen konzentrisch zur Längsachse des Kolbens angeordneten Ringmagneten aufweist. Eine axiale Position des Ringmagneten kann zum Beispiel durch Hall-Sensoren erfasst werden, welche Teile des Sensors sind. Durch die Ringform des Ringmagneten kann der Sensor auf unterschiedlichen Positionen in Umfangsrichtung um den Zylinder die axiale Position des Ringmagneten detektieren.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie aus den Zeichnungen, in denen gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
- Dabei zeigen
-
1 eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Geberzylinders, -
2 eine konstruktive Darstellung eines erfindungsgemäßen Geberzylinders. -
1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Geberzylinders1 , welcher einen Zylinder2 und einen Kolben3 aufweist. Der Kolben3 ist im innern des Zylinders2 axial verschiebbar angeordnet. Axial verschiebbar bedeutet dabei verschiebbar entlang einer Längsachse9 des Geberzylinders1 . Der Kolben3 weist in der Nähe seines im Innern des Zylinders2 befindlichen Endes einen Ringmagneten4 auf. Der Geberzylinder1 weist ferner einen Sensor5 auf, welcher durch eine Führungsvorrichtung6 außen an dem Zylinder2 befestigt ist. Die Führungsvorrichtung6 weist eine Zylinder-Schiene61 auf, welche Zylinder-Schiene61 an einer äußeren Oberfläche des Zylinders2 anliegt und welche fest mit dem Zylinder2 verbunden ist. Die Zylinder-Schiene61 kann die Form eines geschlossenen Ringes oder eines offenen Ringes aufweisen, welcher senkrecht zu der Längsachse9 angeordnet ist. Die Führungsvorrichtung6 weist ferner eine Sensor-Nut62 auf, welche Sensor-Nut62 fest mit dem Sensor5 verbunden ist. Sensor-Nut62 und die Zylinder-Schiene61 sind, in der1 nicht näher dargestellt, so ausgestaltet, dass der Sensor5 über die Sensor-Nut62 in die Zylinder-Schiene61 eingeklinkt werden kann, so dass der Sensor5 in einer radialer Richtung nur unter Aufwendung einer größeren Kraft von dem Zylinder2 getrennt werden kann. In einer Umfangsrichtung ist der Sensor5 auf der Zylinder-Schiene61 beweglich. Mit der Umfangsrichtung ist die Richtung entlang eines Kreises auf der äußeren Oberfläche des Zylinders2 , wobei der Kreis senkrecht zu der Längsachse9 angeordnet ist, gemeint. -
2 zeigt eine konstruktive Darstellung eines erfindungsgemäßen Geberzylinders11 . Der Geberzylinder11 weist einen Zylinder12 sowie einen Sensor15 . Der Sensor15 ist mit dem Zylinder12 über eine Führungsvorrichtung60 verbunden. Die Führungsvorrichtung60 weist zwei Zylinder-Nuten66 und67 auf, in welche zwei Sensor-Schienen63 und64 eingreifen. Die Verbindung aus Zylinder-Nuten66 und67 und Sensor-Schienen63 und64 ist so gestaltet, dass der Sensor15 in Umfangsrichtung um den Zylinder12 entlang der Zylinder-Nuten66 und67 verschoben werden kann, jedoch in radialer Richtung nur mit größerem Kraftaufwand entfernt werden kann. Der Zylinder12 weist ferner eine Rasterkontur65 auf. Mittels eines nicht näher dargestellten elastischen Elementes an dem Sensor15 kann der Sensor15 an unterschiedlichen Positionen in Umfangsrichtung um den Zylinder12 arretiert werden. Der Sensor15 kann durch kräftiges Drücken von einer Arretierposition in eine andere Arretierposition gebracht werden. - Der Geberzylinder
11 weist ferner einen Steckeranschluss18 auf welcher fest mit dem Sensor15 verbunden ist und welcher zusammen mit dem Sensor15 entlang der Führungsvorrichtung60 verschoben werden kann. - Alternativ kann es bei bestimmten geometrischen Ausgestaltungen von Zylinder
2 ,12 , Sensor5 ,15 sowie Steckeranschluss18 vorteilhaft sein, den Sensor5 ,15 nicht unmittelbar sondern mittelbar mit dem Zylinder2 ,12 zu verbinden, nämlich in dem zum Beispiel der mit dem Sensor15 fest verbundene Steckeranschluss18 über die Führungsvorrichtung6 ,60 mit dem Zylinder verbunden wird. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 19915832 A1 [0002]
Claims (7)
- Geberzylinder für eine Betätigungsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges, wobei der Geberzylinder aufweist – einen Zylinder (
2 ,12 ), – einen Kolben (3 ), welcher im Innern des Zylinders (2 ,12 ) axial verschiebbar angeordnet ist, wobei der Kolben (3 ) ein Informationselement (4 ) aufweist, – einen Sensor (5 ,15 ), welcher außen am Zylinder (2 ,12 ) angeordnet ist und mittels welchem eine axiale Position des Informationselementes (4 ) ermittelt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Geberzylinder eine Führungsvorrichtung (6 ,60 ) aufweist, über welche der Sensor (5 ,15 ) mit dem Zylinder (2 ,12 ) mittelbar oder unmittelbar verbunden ist und mittels welcher der Sensor (5 ,15 ) an dem Zylinder (2 ,12 ) variabel positioniert werden kann. - Geberzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (
2 ) an seiner Außenfläche eine Zylinder-Schiene (61 ) aufweist und der Sensor (5 ) an seiner dem Zylinder zugewandten Seite eine Sensor-Nut (62 ) aufweist, wobei zur variablen Befestigung des Sensors (5 ) am Zylinder (2 ) die Zylinder-Schiene (61 ) in die Sensor-Nut (62 ) eingreift. - Geberzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (
12 ) an seiner Außenfläche eine Zylinder-Nut (66 ,67 ) aufweist und der Sensor (15 ) an seiner dem Zylinder (12 ) zugewandten Seite eine Sensor-Schiene (63 ,64 ) aufweist, wobei zur variablen Befestigung des Sensors (15 ) am Zylinder (12 ) die Sensor-Schiene (63 ,64 ) in die Zylinder-Nut (66 ,67 ) eingreift. - Geberzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (
12 ) an seiner Außenfläche oder der Sensor an seiner Außenfläche eine Rasterkontur (65 ) aufweist, mittels welcher verschiedene Positionen des Sensors (15 ) am Zylinder (12 ) durch eine Rastierung eingestellt werden können. - Geberzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationselement (
4 ) einen konzentrisch zu einer Längsachse (9 ) des Kolbens (3 ) angeordneten Ringmagneten aufweist. - Geberzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (
5 ,15 ) an dem Zylinder (2 ,12 ) in Umfangsrichtung variabel positioniert werden kann. - Geberzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Geberzylinder einen Steckeranschluss (
18 ) aufweist, welcher Steckeranschluss (18 ) fest mit dem Sensor (5 ,15 ) verbunden ist und welcher Steckeranschluss (18 ) durch die Führungsvorrichtung (6 ,60 ) an dem Zylinder (2 ,12 ) variabel positioniert werden kann.
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|---|---|---|---|---|
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