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DE102011111933A1 - Rückhaltevorrichtung, Beschattungssystem, Kraftfahrzeug und Verfahren hierzu - Google Patents

Rückhaltevorrichtung, Beschattungssystem, Kraftfahrzeug und Verfahren hierzu Download PDF

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Publication number
DE102011111933A1
DE102011111933A1 DE201110111933 DE102011111933A DE102011111933A1 DE 102011111933 A1 DE102011111933 A1 DE 102011111933A1 DE 201110111933 DE201110111933 DE 201110111933 DE 102011111933 A DE102011111933 A DE 102011111933A DE 102011111933 A1 DE102011111933 A1 DE 102011111933A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shading
kinetic energy
absorption unit
absorption
deformation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE201110111933
Other languages
English (en)
Inventor
Matthias Hallik
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GM Global Technology Operations LLC
Original Assignee
GM Global Technology Operations LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GM Global Technology Operations LLC filed Critical GM Global Technology Operations LLC
Priority to DE201110111933 priority Critical patent/DE102011111933A1/de
Publication of DE102011111933A1 publication Critical patent/DE102011111933A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60JWINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
    • B60J7/00Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs
    • B60J7/0007Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs moveable head-liners, screens, curtains or blinds for ceilings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vibration Dampers (AREA)

Abstract

Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Rückhaltevorrichtung (1) für ein Beschattungssystem (10), insbesondere für ein Überkopf-Beschattungssystem (10) in einem Kraftfahrzeug, um eine Bewegungsenergie einer verschiebbaren Beschattungseinrichtung bei einer unvorhergesehenen Bewegung mittels mindestens einer Rückhalteeinrichtung durch eine zumindest teilweise Verformung zu absorbieren, wobei die mindestens eine Rückhalteeinrichtung eine Absorptionseinheit (2) mit einer Faltung (3) umfasst, welche durch Verformung Bewegungsenergie absorbiert. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Beschattungssystem (10), ein Kraftfahrzeug sowie ein Verfahren zum Absorbieren einer Bewegungsenergie einer Beschattungseinrichtung eines Beschattungssystems (10).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Rückhaltevorrichtung für ein Beschattungssystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Weiter betrifft die Erfindung ein Beschattungssystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
  • Auch betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
  • Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Absorbieren einer Bewegungsenergie einer Beschattungseinrichtung eines Beschattungssystems gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12.
  • Beschattungssysteme für Kraftfahrzeuge sind bekannt. In einfachen Ausführungen sind die Beschattungssysteme als klappbare Sonnenblenden oder auf- und abwickel- oder zuziehbare Sonnenrollos an einem Dachbereich des Kraftfahrzeuges ausgeführt. Weiterhin sind vor allem bei (sonnen-)lichtdurchlässigen Panorama-Fahrzeugdächern Beschattungssysteme in Form von verschiebbaren Beschattungsmodulen bekannt. Diese verschiebbaren Beschattungsmodule sind in seitlichen Schienen am Kraftfahrzeugdach gelagert. Je nach Sonneneinstrahlung in das Innere des Kraftfahrzeuges sind die Beschattungsmodule entlang einer Längsachse des Kraftfahrzeuges und/oder in Erstreckungsrichtung der Schienen in beliebige Beschattungspositionen ausrichtbar, wobei das Fahrzeugdach ansich nicht geöffnet wird. Bei einem Unfall des Kraftfahrzeuges bzw. allgemein bei hohen, abrupt und unvorhergesehen auf das Kraftfahrzeug bzw. das Beschattungsmodul einwirkende, insbesondere negative, Beschleunigungen, bewegt sich das Beschattungsmodul aufgrund seiner Massenträgheit weitestgehend ungehindert und unkontrolliert in Richtung der Beschleunigung, das heißt entgegen der negativen Beschleunigungsrichtung, entlang den Schienen und wird von einem Ende der Schienen nicht mehr gehalten. Als Folge davon wird das Beschattungsmodul entlang der Windschutzscheibe des Kraftfahrzeuges in den Innenraum geschleudert und/oder durchschlägt die Windschutzscheibe. Dabei wird auch die Halterung, in welcher das Beschattungsmodul geführt aufgenommen ist, unkontrolliert zerstört. Dieses unkontrollierbare Verhalten stellt ein enormes Risiko für Fahrzeuginsassen bei einem Unfall dar. Lösungen zum Verhindern dieser unkontrollierten Bewegung bzw. zum Absorbieren der Bewegungsenergie eines Beschattungsmoduls zur Vermeidung derartiger Bewegungen sind bisher nicht bekannt.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rückhaltevorrichtung für Beschattungssysteme für Fahrzeugdächer zu schaffen, welche zum einen ein Abbremsen der Beschattungseinrichtung bei einer ungewollten Bewegung ermöglicht und so einen Fahrzeuginsassenschutz gewährleistet und zum anderen im Crashfall eine Beschädigung der Beschattungseinrichtung verhindert. Insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Beschattungssystem und ein Kraftfahrzeug sowie ein Verfahren hierfür zu schaffen.
  • Diese und weitere Aufgaben werden ausgehend von einer Rückhaltevorrichtung gemäß dem Anspruch 1, einem Beschattungssystem gemäß dem Anspruch 8, einem Kraftfahrzeug gemäß dem Anspruch 11 und einem Verfahren gemäß Anspruch 12 in Verbindung mit deren Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass bei einer Rückhaltevorrichtung für ein Beschattungssystem, insbesondere bei einem Überkopf-Beschattungssystem in einem Kraftfahrzeug, um eine Bewegungsenergie einer verschiebbaren Beschattungseinrichtung bei einer unvorhergesehenen Bewegung mittels mindestens einer Rückhalteeinrichtung durch eine zumindest teilweise Verformung zu absorbieren, vorgesehen ist, die mindestens eine Rückhalteeinrichtung eine Absorptionseinheit mit einer Faltung umfasst, welche durch Verformung Bewegungsenergie absorbiert.
  • Mit einer derartigen Rückhaltevorrichtung für Beschattungssysteme ist gewährleistet, dass die Beschattungseinrichtung bei einer plötzlich auftretenden und unvorhergesehenen Bewegung abgebremst wird, das heißt, ihre Bewegungsenergie absorbiert wird. Vorteilhafterweise wird dadurch verhindert, dass die Beschattungseinrichtung beschädigt oder zerstört wird bzw. sich die Beschattungseinrichtung aus ihrer Lagerung löst und unkontrolliert durch das Kraftfahrzeug oder aus diesem hinaus schleudert. Die Rückhaltevorrichtung gewährleistet folglich einen zusätzlichen Sicherheitsschutz von Fahrgästen bei einem Unfall. Des Weiteren ist diese Rückhalteinrichtung kostengünstig, einfach herzustellen und zu montieren.
  • Die Beschattungseinrichtung ist in einer Ausführung in Führungsschienen verschiebbar gelagert. Das Verschieben ist zum einen beispielweise manuell oder motorgetrieben, jedoch beabsichtigt und vorhergesehen, auslösbar. Zum anderen ist das Verschieben der Beschattungseinrichtung unvorhergesehen und unbeabsichtigt, beispielsweise bei einem Unfall, insbesondere einem Heckaufprall, auslösbar. Dabei wirken hohe, negative Beschleunigungskräfte auf die Beschattungseinrichtung. Trifft die Beschattungseinrichtung dann ungebremst auf ein in Beschleunigungsrichtung vorderes Ende der Führungsschienen, wird ihre Bewegungsenergie plötzlich frei und zerstört die Führungsschienen, sodass die Beschattungseinrichtung nicht mehr gehalten wird.
  • Die Rückhaltevorrichtung absorbiert vorteilhafterweise die freigesetzte Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung und verhindert so, dass die Beschattungseinrichtung an dem vorderen Ende der Führungsschienen diese durchschlägt. Dabei absorbiert die Rückhalteeinrichtung vorzugsweise die gesamte Bewegungsenergie. Die Rückhalteeinrichtung ist in einer Ausführung einteilig, in einer bevorzugten Ausführung mindestens zweiteilig, ausgeführt. Je nach Ausführungsform ist eine Rückhalteeinrichtung oder sind mehrere Rückhalteeinrichtungen vorgesehen. Bevorzugt ist auf jeder Seite der Führungsschienen mindestens eine Rückhalteeinrichtung ausgeführt. In einer Ausführung ist eine Form der Rückhalteeinrichtung an eine Form der Führungsschienen angepasst, beispielsweise länglich in eine Erstreckungsrichtung der Führungsschienen und/oder sich verjüngend ausgeführt.
  • Die Absorptionseinrichtung weist erfindungsgemäß eine Faltung auf. Die Faltung ist in einer Ausführungsform gleichmäßig ausgeführt. In anderenn Ausführungsformen ist die Faltung ungleichmäßig ausgeführt. Eine Faltung ist dabei durch eine Faltenbildung realisiert. Faltenbildung entsteht beispielsweise bei der Herstellung durch Belastung auf Knicken, Quetschen oder Scherung von mehr oder weniger dünnen, plastischen und/oder flexiblen Materialien wie Blechen oder mehreren geschichteten Lagen solcher Materialien.
  • Die Faltung umfasst somit im Sinne der Erfindung mehrere verbundene Falten, die aus einer ursprünglichen Längserstreckung quer dazu abweichen und mit benachbarten Falten verbunden sind. Die falten können gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein. Die Faltung ist bevorzugt als gefaltetes Blech hergestellt. Das Blech ist entweder einlagig oder mehrlagig ausgeführt. Die Blechdicke entlang der Faltung ist in einer Ausführungsform gleich oder gleichmäßig. In anderen Ausführungsformen ist die Blechdicke zumindest teilweise unterschiedlich ausgeführt. In anderen Ausführungsformen sind mehrere gefaltete Bleche vorgesehen. Zwischen den einzelnen Falten sind beispielsweise weitere Dämpfungselemente wie Gummi- oder Kunststoffmaterialien oder dergleichen angeordnet, sodass ein weiterer Dämpfungseffekt realisiert ist.
  • In einer bevorzugten Ausführung erfolgt die Absorption durch die Rückhalteinrichtung mittels einer zumindest teilweisen Verformung. Bevorzugt ist die Rückhalteeinrichtung entsprechend als gefaltete, insbesondere, plastisch verformbare Absorptionseinheit ausgeführt. Die Verformung der Absorptionseinheit erfolgt je nach Betrag der Bewegungsenergie reversibel oder zumindest teilirreversibel, vorteilhafterweise ohne Materialermüdungserscheinungen wie Sprödbrüche und/oder Risse. Dabei ist die Verformung beispielsweise als elf Zusammenfalten bzw. -stauchen mit einer Längenänderung ausgeführt, sodass die Absorptionseinheit als Puffer oder Knautschzone fungiert. Die Längenänderung erfolgt vorteilhafterweise in Richtung der zu absorbierenden Bewegungsenergie. Hierbei wird Bewegungsenergie in Verformenergie und/oder Wärme umgewandelt. Die Bewegungsenergie wird überwiegend oder ausschließlich durch die Absorptionseinheit und nicht durch die Führungseinrichtung oder dergleichen aufgenommen.
  • In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die mittels der Absorptionseinheit absorbierbare Bewegungsenergie zumindest abhängig von der Faltung und/oder einem Material der Absorptionseinheit ist. Entsprechend ist der Betrag der absorbierbaren Bewegungsenergie abhängig ist von der Faltung und/oder dem Material der Absorptionseinheit. Je enger die Faltung, um so größer die absorbierbare Bewegungsenergie. Ebenso bewirkt ein festeres bzw. steiferes oder dichteres Material einen größeren Betrag der absorbierbaren Bewegungsenergie. Die Komponenten Faltung und Material besitzen einen direkten Einfluss auf die absorbierbare Bewegungsenergie. Dabei stehen diese Komponenten und ihr Einfluss auf die Absorption jedoch in Wechselwirkung untereinander. Beispielsweise ist eine weniger starke Faltung durch ein steiferes Material auszugleichen. Weiterhin ist eine bei der Absorption erfolgte Längenänderung der Absorptionseinheit abhängig von der absorbierten Bewegungsenergie. Bei einem Absorptionsvorgang wird die Absorptionseinheit bei einer Verformung zusammengedrückt bzw. zusammengefaltet, sodass diese nach dem Absorptionsvorgang verkürzt ist. Die Längenänderung entspricht der Strecke, um die die Absorptionseinheit bei dem Absorptionsvorgang verkürzt wurde, kurz Verformstrecke genannt. Dabei gilt, je größer die Verformstrecke, um so mehr Bewegungsenergie ist absorbiert worden.
  • Die Absorptionseinheit ist vorzugsweise ortsfest angeordnet. Besonders bevorzugt ist die Absorptionseinheit in den Führungsschienen angeordnet, wobei in jeder Führungsschiene genau eine Absorptionseinheit vorgesehen ist. Diese ist jeweils an einem in Richtung der Bewegungsenergie vorderen Ende der Führungsschienen angeordnet. Dabei variiert der Abstand zwischen Absorptionseinheit und Beschattungssystem in Abhängigkeit von der Position des Beschattungssystems. Aufgrund der unterschiedlichen Positionen der Beschattungseinrichtung und damit des variierenden Abstands von Absorptionseinheit und Beschattungssystem ist die von der Absorptionseinheit zu absorbierende Bewegungsenergie unterschiedlich groß.
  • Entsprechend sieht eine Ausführungsform vor, dass die Faltung der Absorptionseinheit eine der Formen aus der nachfolgenden Liste aufweist: Rechteckform, Dreieckform, Sägezahnform, Ziehharmonikaform und/oder Wellenform. Die Faltung ist beispielsweise rechteckig, dreieckig, sägezahnförmig, wellenförmig oder ähnliches. Mit anderen Worten weist die Faltung mehrere Wellenberge mit dazwischen angeordneten Wellentäler auf, wobei die Wellenberge und -täler beispielsweise eine rechteckige oder dreieckige Form aufweisen. Bei einem Absorptionsvorgang wird die Faltung um die bestimmte Verformstrecke zusammengepresst, -gedrückt bzw. gestaucht, entsprechend einer Ziehharmonika, aus der die Luft rausgedrückt wird. Eine Wellenlänge bzw. eine Frequenz der Faltung beeinflusst die Absorption der Bewegungsenergie. Demgemäß wird eine mit höheren Frequenz ausgeführte, das heißt engere, Faltung mehr Bewegungsenergie absorbieren können als eine weitere Faltung. In einer vorteilhaften Ausführung weist die Faltung zusätzliche Querverstrebung auf, die eine zusätzliche Stabilität der Absorptionseinheit bewirken, sodass mehr Energie absorbierbar ist.
  • Weiterhin sieht eine Ausführungsform vor, dass die Absorptionseinheit und/oder die Faltung aus einem Material aus der nachfolgenden Gruppe der Absorptionsmaterialien ausgebildet ist: Metalle wie Stahl, Eisen, Blech oder Aluminium, insbesondere Legierungen hieraus, und/oder Kunststoff, insbesondere eine verstärkter Kunststoff oder Hartgummi und/oder einem Verbundwerkstoff. Diese Materialien sind vorteilhafterweise bruchsicher und plastisch verformbar. Entsprechend wirkt die Absorptionseinheit als eine Art Puffer. Weiterhin sind Absorptionseinheiten aus diesen Materialien vorteilhafterweise einfach und kostengünstig herzustellen.
  • Bevorzugt ist eine maximal von der Absorptionseinheit absorbierbare Bewegungsenergie abhängig Von der Ausführung der Absorptionseinheit also deren Faltung, Material und der maximal mögliche Verformstrecke.
  • In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Faltung in einem Gehäuse angeordnet ist, sodass bei einem Verformen zumindest eine seitliche Führung gewährleistet ist. Die Rückhalteeinrichtung weist vorteilhafterweise ein Gehäuse auf. Das Gehäuse ist bevorzugt einteilig ausgebildet. In anderen Ausführungen ist das Gehäuse mehrteilig ausgebildet. Das Gehäuse weist bevorzugt eine Kammer auf, in welcher die Absorptionseinheit bzw. die Faltung gelagert ist. Die Kammer umgibt die Faltung zumindest teilumfänglich. Bevorzugt umgibt die Kammer die Faltung komplett. Das Gehäuse weist eine zu der Beschattungseinrichtung weisende Stirnseite auf. Diese ist zugleich als Anschlagfläche ausgebildet, gegen die die Beschattungseinrichtung während des Betriebs verfährt. Entsprechend weist das Gehäuse eine vorgesehene Festigkeit auf. Wird eine vorgegebene Belastungskraft auf die Anschlagfläche überschritten, wird das Gehäuse verformt und die Faltung wirkt auf die Beschattungseinrichtung. Hierzu weist das Gehäuse in einer Ausführungsform mindestens eine Sollbruchstelle auf. In anderen Ausführungen ist das Gehäuse teleskopierbar ausgeführt, sodass bei einem Anschlag der Beschattungseinrichtung das Gehäuse teleskopartig zusammengeschoben werden kann und die Absorptionseinrichtung die Bewegungsenergie absorbiert.
  • Weiterhin weist die Rückhalteeinrichtung vorteilhafterweise eine Befestigung, beispielsweise in Form eines schraubbaren und/oder anschweißbaren Befestigungselementes, auf, mit welchem die Rückhalteeinrichtung gegen ein Lösen in Bewegungsenergierichtung aus den Führungsschienen gesichert ist.
  • In einer weitere Ausführungsform ist vorgesehen, dass mehrere Absorptionseinheiten ausgeführt sind. In einer Ausführung sind die Absorptionseinheiten gleichausgeführt, in anderen Ausführungen unterschiedlich. Die Absorptionseinheiten unterscheiden sich beispielsweise in ihrer Faltung und/oder ihrem Material. Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die Absorptionseinheiten zumindest teilweise in Reihe und/oder parallel zu einander angeordnet sind. Vorteilhafterweise sind jeweils zwei oder mehr Absorptionseinheiten je Führungsschiene vorgesehen. Die Absorptionseinheiten sind beispielsweise in Richtung der Bewegungsenergie hintereinander und/oder nebeneinander angeordnet.
  • Weiter schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Beschattungssystem, insbesondere bei einem Überkopf-Beschattungssystem für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine dachseitige Beschattungseinrichtung zum zumindest teilweise Beschatten eines Fahrgastinnenraumes, eine unter einem Dach angeordnete Führungseinrichtung zum verschiebbaren Aufnehmen der Beschattungseinrichtung, und eine Rückhaltung, um eine Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung bei einer unvorhergesehenen Bewegung zu absorbieren, vorgesehen ist, dass die Rückhaltung als vorstehend beschriebene Rückhaltevorrichtung ausgebildet ist.
  • Die Beschattungseinrichtung dient zum zumindest teilweisen Beschatten von Fahrgästen bzw. eines Fahrgastinnenraums. In einer Ausführung weist die Beschattungseinrichtung eine zusätzliche Sonnenblendeneinheit auf, in Form einer auf- und abrollbare Sonnenjalousie und/oder klappbare Sonnenblenden. In einer anderen Ausführung weist die Beschattungseinrichtung eine Griffeinheit zum manuellen Betätigen auf, beispielsweise als Aussparung, Anformung und/oder Lasche. In noch einer anderen Ausführung weist die Beschattungseinrichtung eine Antriebseinheit in Form eines Elektromotors zum motorgetriebenen Betätigen auf. Die Beschattungseinrichtung weist bevorzugt Führungseinheiten für ein gelagertes Verschieben auf.
  • Die bevorzugt als Rahmen ausgebildete Führungseinrichtung ist in einer Ausführung einteilig, in einer anderen Ausführung mehrteilig, beispielsweise zwei-, drei- oder vierteilig, ausgeführt. Beispielsweise weist die Führungseinrichtung, genauer der Rahmen, eine rechteckige Form auf. Die Führungseinrichtung ist dachseitig an dem Kraftfahrzeug befestigt, vorzugsweise in das Dach des Kraftfahrzeuges integriert In einer Ausführung weist die Führungseinrichtung Führungsschienen auf, in welchen die Beschattungseinrichtung verschiebbar gelagert ist. Das Verschieben erfolgt bevorzugt in zwei Richtungen, das heißt vor und zurück, wobei die Verschieberichtung der Richtung einer Beschleunigung entspricht, welche eine Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung auslöst. Die Beschattungseinrichtung ist in den Führungsschienen in mehreren Beschattungspositionen einstellbar. Die Beschattungspositionen sind beispielsweise stufenlos oder gerastert einstellbar. Hierzu sind entsprechende Rasteinheiten vorgesehen.
  • Die Führungsschienen sind in einer Ausführung parallel an der Führungseinrichtung ausgeführt. Alternativ sind die Führungsschienen aufeinander zulaufend angeordnet. Bei einer derartigen Ausführung umfasst die Beschattungseinrichtung vorteilhafterweise eine Ausgleichseinheit zum Ausgleichen des sich verändernden Abstandes der Führungsschienen. Dabei erfolgt beispielsweis ein Weiten- und/oder Längenausgleich.
  • In einer weiteren Ausführung des Beschattungssystems ist eine Verkleidungseinrichtung zum zumindest teilweisen Verkleiden der Führungseinrichtung und/oder der Rückhaltevorrichtung vorgesehen. in einer Ausführung sind die Führungsschienen der Führungseinrichtung zumindest teilweise verkleidet, sodass ein Eingreifen der Führungseinheiten der Beschattungseinrichtung in die Schieneneinheiten gewährleistet ist, beispielsweise durch längliche Schlitze entlang der Führungsschienen. In einer anderen Ausführung ist die Rückhaltevorrichtung zumindest teilweise verkleidet In einer bevorzugten Ausführung der Verkleidungseinrichtung ist sowohl die Führungseinrichtung als auch die Rückhaltevorrichtung verkleidet.
  • Bei dem vorstehend beschriebenen Beschattungssystem, insbesondere der Absorptionseinheit, handelt es sich um einen Einwegartikel bzw. um ein Austauschteil. Nach einem einmaligen Einsatz der Rückhaltevorrichtung zum Absorbieren von Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung sind die Absorptionseinheiten irreversibel verformt und entsprechend auszutauschen. Bevorzugt sind die Absorptionseinheiten austauschbar mit der Führungseinrichtung verbunden. Da die Absorptionseinheiten vorzugsweise die gesamte Bewegungsenergie absorbieren, sodass Beschädigungen an der Beschattungseinrichtung, beispielsweise in den Führungsschienen, vermieden werden, ist möglich, lediglich die Absorptionseinheiten auszutauschen. Hierdurch sind zusätzliche Kosten einsparbar.
  • Eine Ausführungsform des Beschattungssystems sieht vor, dass die Rückhalteeinrichtung an der Führungseinrichtung zur unmittelbaren Absorption der Bewegungsenergie ausgeführt ist. Vorteilhafterweise erfolgt hierbei eine direkte Absorption der Bewegungsenergie mittels den Absorptionseinheiten. In einer Ausführung ist die Rückhalteeinrichtung, genauer die Absorptionseinheiten, in die Führungsschienen der Führungseinrichtung integriert. Vorzugsweise sind die Absorptionseinheiten an einem in Bewegungsrichtung der Beschattungseinrichtung vorderen Ende der Führungsschienen angeordnet, das heißt zu einer Front des Kraftfahrzeuges orientiert.
  • In einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine Verformstrecke der Absorptionseinheit in Verlängerung zu der Führungseinrichtung ausgerichtet ist, sodass die Faltung quer zu der Verformstrecke ausgerichtet ist. Vorteilhafterweise erfolgt die Längenänderung durch ein Zusammenfalten der Absorptionseinheit in Richtung der Führungseinrichtung. Die einzelnen Falten der Faltung sind demnach vorzugsweise quer zu der Verlängerung ausgerichtet.
  • Auch schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Kraftfahrzeug, zumindest umfassend eine Beschattung, vorgesehen ist, dass die mindestens eine Beschattung als vorstehend beschriebenes Beschattungssystem ausgebildet ist. Das Kraftfahrzeug ist beispielsweise als Limousine, Geländewagen, Kombi, Sportwagen, Kleintransporter usw. ausgeführt. Das Beschattungssystem ist unter einem Dach des Kraftfahrzeuges ausgeführt. Das Dach ist beispielsweise als lichtdurchlässiges Panoramadach ausgeführt. Durch das Beschattungssystem wird in das Fahrzeuginnere einfallendes Licht abgeschattet. Die Beschattungseinrichtung des Beschattungssystems wird dazu in beliebigen Beschattungspositionen verschoben. Des Verschieben des Beschattungssystems erfolgt vorteilhafterweise entlang einer Längsachse des Kraftfahrzeuges, das heißt von einer Heckseite zu einer Frontseite des Kraftfahrzeuges und umgekehrt. Dabei bleibt das Dach des Kraftfahrzeuges geschlossen. Eine zusätzliche, von dem Beschattungssystem unabhängige Dachöffnung ist möglich.
  • Ein mit dem oben beschriebenen Beschattungssystem ausgestattetes Kraftfahrzeug bietet einen zusätzlichen Insassenschutz. Die Beschattungseinrichtung bleibt auch bei hohen negativen Beschleunigungen, beispielsweise bei einem Unfall in der Führungseinrichtung gelagert und wird nicht durch das Fahrzeuginnere oder gar aus diesem heraus geschleudert, sodass kein zusätzliches Verletzungsrisiko für die Insassen besteht. Bei den im Rahmen dieser Patentanmeldung beschriebenen Beschleunigungen bzw. Bewegungen handelt es sich um Beschleunigungen bzw. Bewegungen, die in Richtung der Verschiebung der Beschattungseinrichtung auftreten. Eine maximal absorbierbare Beschleunigungsenergie tritt beispielswiese bei einem Heckcrash mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h des Kraftfahrzeuges auf.
  • Das Beschattungssystem ist beispielsweise mit einer Bordelektronik des Kraftfahrzeuges gekoppelt, beispielsweise zum Ein- und/oder Ausschalten des Beschattungssystems und/oder zur weiteren Kopplung mit anderen Sicherheitseinrichtungen, wie einem Airbag oder einem Beschleunigungssensor.
  • Zudem schliefst die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Verfahren zum Absorbieren einer Bewegungsenergie einer Beschattungseinrichtung eines Beschattungssystems, insbesondere eines dachseitigen Überkopf-Beschattungssystems in einem Kraftfahrzeug, zumindest umfassend den Schritt Verformung durch Zusammenfalten, einer Absorptionseinheit zum Absorbieren der Bewegungsenergie. Vorzugsweise wird die Bewegungsenergie durch eine plastische, irreversible Verformung der Absorptionseinheit absorbiert. Dabei wird die Absorptionseinheit in einer Ausführung in Richtung der Bewegungsenergie verformt, sodass ein Längenänderung, insbesondere eine Verkürzung, erfolgt.
  • In einer Ausführung ist deshalb vorgesehen, dass das Absorbieren der Bewegungsenergie mittels einer irreversiblen Längenänderung der Absorptionseinheit erfolgt. Dabei wird die Bewegungsenergie in Verformarbeit und Wärme umgewandelt. Die Verformung beinhaltet bevorzugt eine Längenänderung der Absorptionseinheit, wenn diese beim Absorbieren in Richtung der Bewegungsenergie zusammengedrückt bzw. -gestaucht wird. Entsprechend ist die Absorptionseinheit in eifern Ausgangszustand vor einem Absorptionsvorgang länger als nach einem Absorptionsvorgang. Es erfolgt also eine negative Längenänderung. Die Längenänderung entspricht der sogenannten Verformstrecke. Je größer die Verformstrecke, um so mehr Bewegungsenergie wird absorbiert.
  • Weiterhin ist die Absorption der Bewegungsenergie vorzugsweise abhängig von dem Material und/oder der Faltung der Absorptionseinheit. Je steifer das Material ist bzw. abhängig vom dem verwendeten Material, um so mehr Bewegungsenergie kann absorbiert werden. Deswegen ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass das Absorbieren abhängig von der Faltung und/oder dem Material der Absorptionseinheit erfolgt. Diese Komponenten stehen zueinander in Wechselwirkung und können sich gegenseitig ausgleichen.
  • Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben oder ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, welche in den Figuren schematisch dargestellt sind. Für gleiche oder ähnliche Bauteile oder Merkmale werden dabei einheitliche Bezugszeichen verwendet. Merkmale oder Bauteile verschiedener Ausführungsformen können kombiniert werden, um so weitere Ausführungsformen zu erhalten. Sämtliche aus den Ansprüchen der Beschreibung oder Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumliche Anordnung und Verfahrensschritte, können so für sich als auch in verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
  • Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische, schematische Teilansicht eines Beschattungssystems mit einer Rückhaltevorrichtung in einem Ausgangszustand, und
  • 2 eine perspektivische, schematische Teilansicht des Beschattungssystems mit der Rückhaltevorrichtung gemäß der 1 in einem verformten Zustand.
  • Die 1 zeigt eine perspektivische, schematische Teilansicht eines Beschattungssystems 10 mit einer Rückhaltevorrichtung 1 in einem Ausgangszustand. Als Ausgangszustand wird ein Zustand vor einem Absorptionsvorgang bezeichnet. Das Beschattungssystem 10 ist als Überkopf-Beschattungssystem für ein Kraftfahrzeug (nicht gezeigt) ausgeführt. Dazu umfasst das Beschattungssystem 10 eine dachseitig angeordnete, verschiebbare Beschattungseinrichtung (nicht gezeigt) zum zumindest teilweise Beschatten eines Fahrgastinnenraumes und eine unter einem Dach des Kraftfahrzeuges angeordnete Führungseinrichtung zum verschiebbaren Aufnehmen der Beschattungseinrichtung. Die Führungseinrichtung umfasst an beiden Seiten der Beschattungseinrichtung jeweils eine Führungsschiene 11. Weiterhin umfasst das Beschattungssystem 10 die Rückhaltevorrichtung 1, um eine Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung bei einer unvorhergesehenen Bewegung zu absorbieren. Die Richtung der Bewegungsenergie ist mit einem Pfeil B gekennzeichnet.
  • Erfindungsgemäß wird die Bewegungsenergie mittels Verformung absorbiert. Dazu weist die Rückhaltevorrichtung eine Rückhalteeinrichtung auf. Gemäß der Ausführung der 1 ist die Rückhalteeinrichtung als gefaltete, plastisch verformbare Absorptionseinheit 2 ausgeführte, wobei jeweils eine Absorptionseinheit 2 an einem vorderen Ende in den Führungsschienen 11 angeordnet ist. Die Absorptionseinheit 2 ist mittels eines Befestigungselementes 12 an dem Dach des Kraftfahrzeuges (nicht gezeigt) ortsfest fixiert. Das Befestigungselement 12 ist als Verschraubung ausgeführt. Erfindungsgemäß weist die Absorptionseinheit 2 ein Gehäuse 4 auf, dessen Form der Form der Führungsschienen 11 angepasst ist. Somit weist das Gehäuse 4 eine längliche Form auf. An einem hinteren Ende des Gehäuses 4 ist eine flache Anschlagfläche 5 ausgebildet. Weiterhin weist die Absorptionseinheit 2 zur Verformung und zur Energieabsorption eine Faltung 3 auf. Die Faltung 3 ist in dem Gehäuse 4 angeordnet. Gemäß dem Ausführungsbeispiel der 1 ist die Faltung 3 ist als dreieckige, einlagige Faltung 3 ausgeführt. Die einzelnen Falten der Faltung 3 sind quer zu der Richtung der Bewegungsenergie angeordnet. Bei einem Absorptionsvorgang der Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung wird die Absorptionseinheit 2 bzw. deren Faltung 3 um eine bestimmte Verformstrecke V zusammengedrückt bzw. -gefaltet (siehe 2).
  • Die 2 zeigt eine perspektivische, schematische Teilansicht des Beschattungssystems 10 mit der Rückhaltevorrichtung gemäß der 1 in einem Endzustand, das heißt nach einer erfolgten Absorption der Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung. Die Absorption erfolgt irreversibel als plastische Verformung der Faltung 3 der Absorptionseinheit 2. Die Richtung der Verformstrecke V, also die Längenänderung der Absorptionseinheit 2, erfolgt in Richtung der Bewegungsenergie (Pfeil B) der Beschattungseinrichtung. Im Endzustand ist die Absorptionseinheit 2 um die Verformstrecke V gegenüber dem Ausgangszustand verkürzt.
  • Bei einem Absorptionsvorgang bewegt sich die Beschattungseinrichtung in Richtung der Bewegungsenergie (Pfeil B) und schlägt an die Anschlagfläche 5 an dem hinteren Ende der Absorptionseinheit 2 auf das Gehäuse 4. Das Gehäuse 4 wird bei dem Absorptionsvorgang zerstört, beispielsweise zerbrochen oder zusammengestaucht. Die Faltung 3 wird um die Verformstrecke V zusammengefaltet bzw. verformt und absorbiert dabei die Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung, sodass diese abgebremst wird. Die Bewegungsenergie wird vollständig in Verformarbeit und Wärme umgewandelt. Das Befestigungselement 12 verhindert ein Durchschlagen der Rückhalteeinrichtung aus den Führungsschienen 11, sodass die Absorptionseinheit 2 nicht in Richtung der Bewegungsenergie (Pfeil B), also nach vorne zu einer Front des Kraftfahrzeuges, aus den Führungsschienen 11 geschoben wird. Mittels der Absorptionseinheit 2 kann die Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung bis zu einem Maximalbetrag der Bewegungsenergie absorbiert werden, ohne dass das Beschattungssystem 10 beschädigt wird. Nach der erfolgten Energieabsorption ist die Rückhaltevorrichtung 1 bzw. die Absorptionseinheit 2 auszutauschen, da die Verformung irreversibel erfolgt.
  • Die Bewegungsenergie, welche die Absorptionseinheit 2 maximal absorbieren kann, ist abhängig von der Faltung 3, dem Material der Absorptionseinheit 2 und der möglichen der Verformstrecke V. Je und je enger bzw. steifer die Faltung 3 ist, umso mehr Bewegungsenergie ist absorbierbar. Ebenso wächst die absorbierbare Bewegungsenergie mit der Festigkeit bzw. Steifigkeit des Materials. Beispielsweise ist die Absorptionseinheit 2 aus einem Metall ausgeführt.
  • Es versteht sich, dass, obwohl in der vorstehenden Zusammenfassung und der ausführlichen Beschreibung der Figuren lediglich eine beispielhafte Ausführung beschrieben wurde, eine Reihe weiterer Ausführungen existiert. Vielmehr wird die vorstehende ausführliche Beschreibung dem Fachmann als geeignete Anleitung zum Ausführen zumindest einer beispielhaften Ausführungsform. Es versteht sich auch, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Rückhaltevorrichtung
    2
    Absorptionseinheit
    3
    Faltung
    4
    Gehäuse
    5
    Anschlagfläche
    10
    Beschattungssystem
    11
    Führungsschiene
    12
    Befestigungselement
    B
    Richtung der Bewegungsenergie
    V
    Verformstrecke

Claims (14)

  1. Rückhaltevorrichtung (1) für ein Beschattungssystem (10), insbesondere für ein Überkopf-Beschattungssystem (10) in einem Kraftfahrzeug, um eine Bewegungsenergie einer verschiebbaren Beschattungseinrichtung bei einer unvorhergesehenen Bewegung mittels mindestens einer Rückhalteeinrichtung durch eine zumindest teilweise Verformung zu absorbieren, wobei die mindestens eine Rückhalteeinrichtung eine Absorptionseinheit (2) mit einer Faltung (3) umfasst, welche durch Verformung Bewegungsenergie absorbiert.
  2. Rückhaltevorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die Faltung (3) der Absorptionseinheit (2) eine der Formen aus der nachfolgenden Liste aufweist: Rechteckform, Dreieckform, Sägezahnform, Ziehharmonikaform und/oder Wellenform.
  3. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 2, wobei die Absorptionseinheit (2) und/oder die Faltung (3) aus einem Material aus der nachfolgenden Gruppe der Absorptionsmaterialien ausgebildet ist: Metalle wie Stahl, Eisen, Blech oder Aluminium, insbesondere Legierungen hieraus, und/oder Kunststoff, insbesondere eine verstärkter Kunststoff oder Hartgummi und/oder einem Verbundwerkstoff.
  4. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 3, wobei die Faltung (3) in einem Gehäuse (4) angeordnet ist, sodass eine seitliche Führung bei einem Verformen ausgewährleistet ist.
  5. Rückhaltevorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei das Gehäuse (4) als Anschlag ausgebildet ist.
  6. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 5, wobei mehrere unterschiedliche Faltungen (3) vorgesehen sind.
  7. Rückhaltevorrichtung (1) nach Anspruch 6, wobei die Faltungen (3) zumindest teilweise in Reihe und/oder parallel zueinander angeordnet sind.
  8. Beschattungssystem (10), insbesondere Überkopf-Beschattungssystem für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine dachseitige Beschattungseinrichtung zum zumindest teilweise Beschatten eines Fahrgastinnenraumes, eine unter einem Dach angeordnete Führungseinrichtung zum verschiebbaren Aufnehmen der Beschattungseinrichtung, und eine Rückhaltung, um eine Bewegungsenergie der Beschattungseinrichtung bei einer unvorhergesehenen Bewegung zu absorbieren, wobei die Rückhaltung als Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist.
  9. Beschattungssystem (10) nach Anspruch 8, wobei die Rückhalteeinrichtung an der Führungseinrichtung zur unmittelbaren Absorption der Bewegungsenergie ausgeführt ist.
  10. Beschattungssystem (10) nach Anspruch 8 oder 9, wobei eine Verformstrecke (V) der Absorptionseinheit (2) in Verlängerung zu der Führungseinrichtung ausgerichtet ist, sodass die Faltung (3) quer zu der Verformstrecke (V) ausgerichtet ist.
  11. Kraftfahrzeug, zumindest umfassend eine Beschattung, wobei die mindestens eine Beschattung als Beschattungssystem (10) nach einem der vorherigen Ansprüche 8 bis 10 ausgebildet ist.
  12. Verfahren zum Absorbieren einer Bewegungsenergie einer Beschattungseinrichtung eines Beschattungssystems (10), insbesondere eines dachseitigen Überkopf-Beschattungssystems (10) in einem Kraftfahrzeug, zumindest umfassend den Schritt: Verformung durch Zusammenfalten einer Absorptionseinheit (2) zum Absorbieren der Bewegungsenergie.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei das Absorbieren der Bewegungsenergie mittels einer irreversiblen Längenänderung der Absorptionseinheit (2) erfolgt.
  14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei das Absorbieren abhängig von der Faltung (3) und/oder dem Material der Absorptionseinheit (2) erfolgt.
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