DE102011118102A1 - Verfahren zum Verteilen von Dünger - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Verteilen von Dünger mittels eines Zweischeibenstreuers auf einem Feld, indem die Feldgrenze und die Grenze am Vorgewende mit einer Grenzstreueinrichtung abgestreut und das Feldinnere durch Überlappen der Streufächer beim parallelen Anschlussverfahren gestreut werden, wobei die Dosierorgane beim Einfahren vom Feldinneren in das Vorgewende an einem vorberechneten Ausschaltpunkt ausgeschaltet und beim Einfahren aus dem Vorgewende in das Feldinnere an einem vorberechneten Einschaltpunkt jeweils im Abstand von der Feldgrenze eingeschaltet werden. Der Einschaltpunkt und der Ausschaltpunkt werden jeweils als f (AB und FK) berechnet, wobei AB die Arbeitsbreite und FK der aus Streutabellen entnehmbare Flugkennwert des ausgestreuten Düngers ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verteilen von Dünger mittels eines Zweischeibenstreuers auf einem Feld, indem die Feldgrenze und die Grenze am Vorgewende mit einer Grenzstreueinrichtung abgestreut und das Feldinnere durch Überlappen der Streufächer beim parallelen Anschlussverfahren gestreut werden, wobei die Dosierorgane beim Einfahren vom Feldinneren in das Vorgewende an einem vorberechneten Ausschaltpunkt ausgeschaltet und beim Einfahren aus dem Vorgewende in das Feldinnere an einem vorberechneten Einschaltpunkt jeweils im Abstand von der Feldgrenze eingeschaltet werden.
- Während das Anschlussfahren im Feldinneren durch Überlappung der Streufächer zu einer gleichmäßigen Düngerverteilung führt, ergeben sich beim Übergang in das Vorgewende bzw. von diesem in das Feldinnere über- bzw. unterdüngte Bereiche, da der Fahrer über die räumliche Ausdehnung des Streubildes keine Informationen hat, bezieht sich die Entscheidung über die entsprechende Schaltposition für die Dosierschieber auf Erfahrungswerten. Eine zufriedenstellende Verteilung des Mineraldüngers im Bereich des Vorgewende ist damit nur schwer erreichbar.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schaltpositionen für das Ausschalten der Dosierschieber beim Fahren vom Feldinneren in das Vorgewende und für das Einschalten für das Einfahren vom Vorgewende in das Feldinnere zu optimieren.
- Zur Lösung der Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass der Einschaltpunkt und der Ausschaltpunkt jeweils als f (AB und FK) berechnet werden, wobei AB die Arbeitsbreite und FK der aus Streutabellen entnehmbare Flugkennwert des ausgestreuten Düngers ist.
- Im Sinne einer Optimierung können zusätzlich die Ausbringmenge (A), der Fließfaktor des Düngers (FD), die mittlere Fahrgeschwindigkeit im Bereich der Schaltpositionen und der Abstand der GPS-Antenne zu den Kopplungspunkten der Unterlenker in die Berechnung eingehen.
- Die Verbindung zwischen einer Positionsbestimmung im Feld mit GPS und die Anwendung der optimierten Schaltpositionen ermöglicht die Verbesserung der Verteilung des Mineraldüngers im Bereich der Vorgewende.
- In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, dass in ein Bedienterminal des Streuers oder in ein spezielles Software Tool die Arbeitsbreite, der Flugkennwert, die Ausbringmenge und ein für den Mineraldünger aus Streutabellen entnehmbarer Fließfaktor sowie die Fahrgeschwindigkeit und der Abstand der GPS-Antenne zu den Koppelpunkten der Unterlenker eingegeben und nach dem Rechenvorgang die optimale Ein- und Ausschaltpositionen als Abstand von der Grenze in m angezeigt werden.
- In weiterhin bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, dass die beiden unterschiedlichen Schaltpositionen im Feld dadurch realisiert werden, dass die optimale Einschaltposition und Ausschaltposition in einen Abstand und zwei Trägheitszeiten umgerechnet werden.
- Für die Umrechnung der optimalen Schaltposition in einem Abstand und zwei Trägheitszeiten dient ein spezielles Software Tool, dessen Bedieneroberfläche in der beigefügten
1 dargestellt ist. - Im oberen Feld sind die einzugebenden Werte bezeichnet. Im unteren Feld sind die ausgegebenen Werte, in der Mitte ein Schaubild mit dem Traktor beim Einfahren in das Vorgewende und beim Ausfahren aus dem Vorgewende mit dem Abstand für die Einschaltposition und die Ausschaltposition gezeigt. Im rechten Feld unten sind die errechneten Trägheitszeiten und der Abstand angegeben. Die Eingabe ”Optimal” betrifft die Fahrstrategie. Sie entspricht der in der
EP 2319285 beschriebenen ersten Fahrstrategie. Die geometrische Fahrstrategie entspricht der in der gleichen Schrift beschriebenen zweiten Fahrstrategie, bei der zusätzlich der Kurvenradius bei der Einfahrt in das Vorgewende einzugeben ist. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- EP 2319285 [0010]
Claims (5)
- Verfahren zum Verteilen von Dünger mittels eines Zweischeibenstreuers auf einem Feld, indem die Feldgrenze und die Grenze am Vorgewende mit einer Grenzstreueinrichtung abgestreut und das Feldinnere durch Überlappen der Streufächer beim parallelen Anschlussverfahren gestreut werden, wobei die Dosierorgane beim Einfahren vom Feldinneren in das Vorgewende an einem vorberechneten Ausschaltpunkt ausgeschaltet und beim Einfahren aus dem Vorgewende in das Feldinnere an einem vorberechneten Einschaltpunkt jeweils im Abstand von der Feldgrenze eingeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschaltpunkt und der Ausschaltpunkt jeweils als f (AB und FK) berechnet werden, wobei AB die Arbeitsbreite und FK der aus Streutabellen entnehmbare Flugkennwert des ausgestreuten Düngers ist.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Sinne einer Optimierung zusätzlich die Ausbringmenge (M), der Fließfaktor des Düngers (FD), die mittlere Fahrgeschwindigkeit (V) im Bereich der Schaltpositionen und der Abstand der GPS-Antenne zu den Koppelpunkten der Unterlenker in die Berechnung eingehen.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in ein Bedienterminal des Streuers oder in ein spezielles Software Tool die Arbeitsbreite, der Flugkennwert, die Ausbringmenge und ein für den Mineraldünger aus Streutabellen entnehmbarer Fließfaktor sowie die Fahrgeschwindigkeit und der Abstand der GPS-Antenne zu den Koppelpunkten der Unterlenker eingegeben und nach dem Rechenvorgang die optimale Ein- und Ausschaltposition als Abstand von der Grenze in m angezeigt werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden unterschiedlichen Schaltpositionen im Feld dadurch realisiert werden, dass die optimale Einschaltposition und Ausschaltposition in einen Abstand und zwei Trägheitszeiten umgerechnet werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in das Bedienterminal des Streuers drei Parameter (ein Abstand, zwei Trägheitszeiten) eingegeben werden.
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE102011118102A1 true DE102011118102A1 (de) | 2013-05-16 |
Family
ID=48144995
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE102011118102A Pending DE102011118102A1 (de) | 2011-11-10 | 2011-11-10 | Verfahren zum Verteilen von Dünger |
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| DE19938849A1 (de) * | 1999-08-17 | 2001-02-22 | Rauch Landmaschfab Gmbh | Streuvorrichtung |
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2011
- 2011-11-10 DE DE102011118102A patent/DE102011118102A1/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
| DE19830858A1 (de) * | 1998-07-10 | 2000-01-13 | Claas Selbstfahr Erntemasch | Vorrichtung und Verfahren zur Bestimmung einer virtuellen Position |
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| DE102010034242A1 (de) * | 2010-08-13 | 2012-02-16 | Rauch Landmaschinenfabrik Gmbh | Verfahren zur Optimierung der Verteilung von Mineraldünger |
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