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Die Erfindung betrifft eine Tragvorrichtung für eine Möbelvorrichtung, insbesondere für einen Raumteiler, wobei die Möbelvorrichtung mehrere Polygonfelder aufweist.
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Es sind Möbelvorrichtungen bekannt, die als Raumteiler oder als Wandverkleidung ausgebildet sind und mehrere Polygonfelder bzw. eine Polygonstruktur aufweisen. Die Polygonfelder können dabei in einer Ebene oder winklig zueinander angeordnet sein. Die Polygonfelder können dreieckig, viereckig, fünfeckig oder dergleichen ausgebildet sein.
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Aus der
WO 2010/001359 A1 ist eine Möbelvorrichtung in Form einer modular zusammensetzbaren Wandverkleidung bekannt. Die Wandverkleidung weist mehrere Module auf, wobei die Module miteinander verbindbar sind. Jedes Modul besteht aus Schaumstoff, wobei Knickstellen in den Schaumstoff eingeprägt sind. Die Einprägungen erstrecken sich jeweils von der Mitte des gesamten Moduls bis zu den äußeren Kantenbereichen des Moduls. Hierdurch ist das Modul in einzelne dreieckige Polygonfelder aufgeteilt, so dass das Modul konkav oder konvex aus der Ebene in den dreidimensionalen Raum geklappt werden kann. Dadurch dass die einzelnen Module entlang der geprägten Knickstellen aufgestellt werden können, entsteht ein dreidimensionaler Effekt. An den äußeren Kantenbereichen des Moduls sind T-förmige Laschen angeformt. Diese Laschen dienen als Verbindungsmittel. Um zwei Polygonmodule miteinander zu verbinden, können die Laschen jeweils parallel nebeneinander gelegt werden und mit einem Klipp oder Gummiband aneinander fixiert werden. Die aus den derart verbundenen Modulen bestehende Wandverkleidung kann als Installation an einer Wand oder an einer Decke befestigt werden. Diese Möbelvorrichtung weist keine Tragvorrichtung auf und ist nicht selbsttragend. Die einzelnen Schaumstoffmodule sind instabil.
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Aus der
DE 20 2011 004 882 ist eine Möbelvorrichtung mit mehreren Polygonmodulen bekannt. Jedes Polygonmodul besteht aus genau einem polygonförmigen Modulkörper und mehreren Verbindungsmitteln, wobei die einzelnen Polygonmodule bzw. die entsprechenden Modulkörper mit den Verbindungsmitteln miteinander verbindbar sind. Jeder Modulkörper bildet ein Polygonfeld. Jeder Modulkörper weist eine separate federsteife Tragvorrichtung auf. Die Tragvorrichtung ist jeweils durch einen federsteifen Rahmen gebildet. Der Rahmen bildet die Ecken und Kanten der einzelnen Modulkörper. Mehrere Verbindungsmittel umgreifen jeweils zwei oder drei benachbarte Rahmen an den jeweiligen Kantenbereichen. Die Verbindungsmittel sind zur schwenkbeweglichen Verbindung der Modulkörper ausgebildet, wobei die Verbindungsmittel quer zum Kantenbereich zugbelastbar sind. Ferner ist ein Winkelfixiermittel vorgesehen, wobei die Winkellage der Rahmen bzw. der Polygonmodule zueinander durch das Winkelfixiermittel festlegbar ist. Die Rahmen weisen zur Fixierung der Winkellage mehrere Einstecköffnungen auf. In diesen Einstecköffnungen sind als Winkelfixiermittel Stifte einsteckbar, so dass die Winkellage der beiden Rahmen relativ zueinander fixiert ist.
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Diese gattungsgemäße Möbelvorrichtung bzw. Tragvorrichtung ist noch nicht optimal ausgebildet. Auch wenn die einzelnen Polygonmodule der gattungsgemäßen Möbelvorrichtung jeweils durch eine einzelne Tragvorrichtung gebildet sind, besteht die Gefahr, dass die von den Verbindungsmitteln zu einem Netz verbundenen Polygonmodule jeweils mit wenig Spiel zueinander angeordnet sind. Es ist möglich, dass zwei nebeneinander angeordnete Polygonmodule bzw. Polygonfelder nicht genau in einer Fläche liegen, sondern ein wenig relativ zueinander quer verschoben sind.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Tragvorrichtung für eine Möbelvorrichtung, insbesondere mit einem Raumteiler oder eine Wandverkleidung, mit mehreren Polygonfeldern derart auszugestalten und weiterzubilden, so dass die Stabilität der Möbelvorrichtung verbessert ist.
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Diese der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird nun dadurch gelöst, dass mehrere Traversen und mehrere Verbindungsstege vorgesehen sind, wobei die Traversen jeweils zwei Endbereiche aufweisen und die Traversen paarweise an den Endbereichen mittels der Verbindungsstege miteinander lösbar verbunden oder verbindbar sind. Die Verbindungsstege erstrecken sich zwischen den benachbarten Endbereichen zweier benachbarter Traversen. Die benachbartem Polygonfelder teilen sich dabei jeweils eine Traverse. Dies hat den Vorteil, dass eine Verschiebung zwischen den benachbarten Polygonfeldern vermieden ist. Die Stabilität der Möbelvorrichtung ist erhöht. Die Verbindungsstege können in Form von mehreren Teilstegen einstückig an den Traversen ausgebildet sein oder an den Traversen befestigt sein. Die Teilstege sind miteinander lösbar verbunden oder verbindbar. Die Verbindungsstege können jeweils durch zwei Teilstege gebildet sein, wobei der eine Teilsteg an der einen Traverse und der andere Teilsteg, insbesondere einstückig an der anderen Traverse ausgebildet ist. Der Traverse sind vorzugsweise insgesamt vier Teilstege zugeordnet. Insbesondere können an einer Traverse zwei Teilstege je Endbereich befestigt oder integral ausgebildet sein. Dieser Teilsteg ist bei der Montage der Tragvorrichtung mit einem benachbarten Teilsteg einer benachbarten Traverse verbindbar. Die Traversen sind vorzugsweise dadurch jeweils paarweise verbunden. In alternativer Ausgestaltung ist der Verbindungssteg lösbar mit der Traverse verbindbar. Es ist denkbar, dass der Verbindungssteg einerseits mit einer Traverse befestigt ist und andererseits mit der benachbarten Traverse lösbar verbunden werden kann. In bevorzugter Ausgestaltung ist der Verbindungssteg als separates Bauteil ausgebildet, wobei der Verbindungssteg jeweils mit zwei benachbarten Traversen verbindbar ist. Der Verbindungssteg kann zwei Öffnungen, insbesondere in Form von Hülsen oder dergleichen, aufweisen, wobei jede der Traverse mit einem der Endbereiche durch die Öffnung bzw. Hülsen steckbar ist. Die Verbindungsstege können mit den Traversen insbesondere über eine Schraub-, Klemm-, Steckverbindung und oder formschlüssige Verbindung verbunden sein. Die Verbindungsstege sind in ihrer Winkellage relativ zu den Traversen, d. h. in ihrer Schwenklage um die Längsrichtung der Traversen festgelegt und/oder festlegbar. Vorzugsweise ist die Winkellage der Verbindungsstege veränderbar und festlegbar. Die Verbindungsstege sind schwenkbeweglich an den Traversen bei der Montage angeordnet und mit einem Feststellmechanismus in der Schwenklage anschließend festlegbar. Da benachbarte Polygonfelder sich jeweils eine einzelne Traverse teilen, ist die Stabilität zwischen den Polygonfeldern verbessert. Die eingangs genannten Nachteile sind daher vermieden und entsprechende Vorteile sind erzielt.
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Es gibt nun unterschiedliche Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Tragvorrichtung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Hierfür darf zunächst auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche verwiesen werden. Im Folgenden werden bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung anhand der Zeichnung und der dazugehörigen Beschreibung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
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1 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine Möbelvorrichtung, nämlich einen Raumteiler, mit einer erfindungsgemäßen Tragvorrichtung,
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2 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine weitere Möbelvorrichtung, nämlich einen weiteren Raumteiler, mit der erfindungsgemäßen Tragvorrichtung,
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3 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung einen Teil der Möbelvorrichtung aus 1 oder 2,
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4 in einer schematischen, perspektivischen Detaildarstellung die Möbelvorrichtung mit einer Tragvorrichtung,
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5 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung die Tragvorrichtung der Möbelvorrichtung aus 3,
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6 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung einen Teil der Tragvorrichtung aus 5, nämlich mehrere Verbindungsstege,
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7 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung weitere Teile der Tragvorrichtung, nämlich mehrere Traversen zumindest teilweise mit einem Endbereich dargestellt,
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8 in einer schematischen, perspektivischen Detaildarstellung eine weitere Tragvorrichtung mit den Traversen aus 7 und weiteren Verbindungsstegen,
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9 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung die Verbindungsstege aus 8,
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10 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine weitere Tragvorrichtung ähnlich wie in 5,
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11 in einer schematischen, perspektivischen Detaildarstellung einen Teil der Tragvorrichtung aus 10,
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12 in einer schematischen, perspektivischen Detaildarstellung eine weitere Tragvorrichtung,
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13 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine weitere Tragvorrichtung,
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14 in einer schematischen, perspektivischen Detaildarstellung mehrere miteinander verbundene Verbindungsstege der Tragvorrichtung aus 13,
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15 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine boxförmige Möbelvorrichtung, und
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16 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine zellenförmige Möbelvorrichtung.
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In den 3 bis 7 ist eine erste Tragvorrichtung 1 gut zu erkennen. Die erste Tragvorrichtung 1 ist Teil einer Möbelvorrichtung 2.
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Die Möbelvorrichtung 2 ist in 1 als Raumteiler 3 ausgebildet. Der Raumteiler 3 in 1 ist kuppelförmig ausgebildet und kann entweder an einer nicht dargestellten Decke hängen oder auf dem nicht dargestellten Boden des Raumes stehen. Durch die Kuppelform ist der Raum in einen Innenraum innerhalb bzw. unterhalb des Raumteilers 3 und in einen Außenraum außerhalb des Raumteilers 3 unterteilt.
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Die Möbelvorrichtung 2 ist in 2 ebenfalls als Raumteiler 4 ausgebildet. Der Raumteiler 4 dient hier als Stellwand 4a. Die Stellwand 4a dient als Sichtschutz und damit den Raum zu unterteilen. Die Stellwand 4a dient ferner zur akustischen Abschirmung. Die Stellwand 4a kann auch als Wandverkleidung dienen. Die Möbelvorrichtung 2 kann als Wandverkleidung ausgebildet sein.
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In 15 ist die Möbelvorrichtung 2 als Raumteiler 32 in Form einer Box 32a ausgebildet. Die Box 32a weist einen umfänglichen Mantel 34 auf. Der Mantel 34 weist im Wesentlichen vier zusammenhängende Wände 35, 36, 37, 38 auf. Der Mantel 34 bzw. zumindest eine der Wände 35, 36, 37, 38 weist eine nicht dargestellte Türöffnung zum Betreten der Box 32a auf. Innerhalb der Box 32a kann ein Arbeitsplatz mit einem Stuhl und Tisch (nicht dargestellt) oder dergleichen aufgebaut sein.
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In 16 ist die Möbelvorrichtung 2 als zellenartiger Raumteiler 33 ausgebildet bzw. in Art einer Zelle 33a nutzbar. Der Raumteiler 33 weist einen zu einer Seite offenen Mantel 39 und ein Dach 40 auf. Das Dach 40 und der Mantel 39 sind miteinander verbunden bzw. hängen zusammen. Der Mantel 39 steht auf dem Boden. Der Mantel 39 weist eine Stehhöhe auf. Beispielsweise kann der Mantel 39 eine Höhe von mehr als 1,8 m aufweisen. Ein Benutzer kann durch die seitliche Öffnung 41 in die Zelle 33a eintreten und ist sodann seitlich, nach vorne und nach oben abgeschirmt. Die Zelle 33a kann zum Telefonieren genutzt werden. In der Zelle 33a kann entweder ein stationäres Telefon installiert werden (nicht dargestellt) oder der Benutzer nutzt sein Mobiltelefon, ein Smartphone, einen Tablet-PC oder dergleichen.
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Die Möbelvorrichtungen 2 weisen eine Polygonstruktur auf. Die Möbelvorrichtungen 2 weisen insbesondere mehrere benachbarte Polygonfelder 5 auf. Die Polygonfelder 5 weisen jeweils eine Dreiecksform auf. In alternativer Ausgestaltung können die Polygonfelder 5 (nicht dargestellt) eine Vierecksform, insbesondere eine quadratische Form, eine fünfeckige Form oder eine sechseckige Form aufweisen. Es sind auch Polygonfelder 5 mit mehr als sechs Ecken denkbar. Die Polygonfelder 5 weisen mehrere Kanten 6 auf. Die Polygonfelder 5 weisen jeweils mindestens eine Abdeckung 5a auf, wobei die Abdeckung 5a mit der Tragvorrichtung 1 verbunden ist. Die Abdeckungen 5a sind vorzugsweise lösbar mit der Tragvorrichtung 1 verbunden und/oder verbindbar.
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Die Polygonfelder 5 der Möbelvorrichtung 2 sind im Wesentlichen deckungsgleich ausgebildet. Die Polygonfelder 5 sind gleichwinklig ausgebildet. Die einem der Polygonfelder 5 zugeordneten Kanten 6 sind vorzugsweise gleichwinklig angeordnet. Die Polygonfelder 5 sind gleichseitig ausgebildet. D. h. die Kanten 6 der Polygonfelder 5 haben im Wesentlichen die gleiche Länge. In alternativer Ausgestaltung sind auch Polygonfelder 5 mit zwei oder mehr unterschiedlichen Kantenlängen (nicht dargestellt) denkbar.
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Die Möbelvorrichtung 2 ist im Wesentlichen durch ein Netz von zusammenhängenden Polygonfeldern 5 gebildet, wobei dieses Netz entweder eben oder zumindest teilweise in den Raum hinein oder heraus gewölbt sein kann.
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Eine solche Möbelvorrichtung 2 kann allgemein als Designobjekt zur Verkleidung einer Wand (nicht dargestellt) dienen oder beispielsweise ein Teil des Raumes abteilen, wie es in 1, 2, 15, 16 dargestellt ist. Beispielsweise können in einem Großraumbüro (nicht dargestellt) mittels einer solchen Möbelvorrichtung 2 einzelne Kabinen abgeteilt werden. Weitere Einsatzbereiche einer solchen Möbelvorrichtung 2 finden sich im Messebau und dgl.
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Dadurch dass die Möbelvorrichtung 2 mehrere Polygonfelder 5 aufweist, die jeweils an ihren Kanten 6 zusammenhängen, ist ein sehr großer Formenschatz mit einer solchen Möbelvorrichtung 2 kombinierbar und darstellbar. Die Polygonfelder 5 können dabei jeweils winklig zueinander angeordnet sein, so dass die Polygonstruktur zumindest teilweise in den dreidimensionalen Raum konkav und/oder konvex gewölbt ist. Die Kanten 6 jeweils eines der Polygonfelder 5 liegen dabei im Wesentlichen in einer Ebene. Benachbarte Polygonfelder 5 können in unterschiedlichen Ebenen angeordnet sein.
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Im Folgenden wird dann auf die Tragvorrichtung 1 anhand der 3 bis 7 näher eingegangen.
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Die eingangs genannten Nachteile sind nun dadurch vermieden, dass mehrere Traversen 7 und mehrere Verbindungsstege 8 vorgesehen sind, wobei die Traversen 7 jeweils zwei Endbereiche 9 aufweisen und die Traversen 7 an den Endbereichen 9 mittels der Verbindungsstege 8 miteinander lösbar verbunden oder verbindbar sind.
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Die Traversen 7 bilden die Kanten 6 der Polygonfelder 5. Die benachbarten Polygonfelder 5 teilen sich dabei jeweils eine Traverse 7. Dies hat den Vorteil, dass eine Verschiebung zwischen den benachbarten Polygonfeldern 5 vermieden ist. Die Stabilität der Möbelvorrichtung 2 ist erhöht. Die Verbindungsstege 8 sind lösbar mit den beiden Traversen 7, insbesondere den beiden Endbereichen 9 verbindbar.
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Die Traversen 7 sind insbesondere baugleich ausgebildet. Die Traversen 7 erstrecken sich geradlinig zwischen den Endbereichen 9. Die Verbindungsstege 8 sind insbesondere baugleich ausgebildet. Die Verbindungsstege 8 erstrecken sich zwischen benachbarten Endbereichen 9 jeweils zweier benachbarter Traversen 7. Die Verbindungsstege 8 bilden die nicht näher bezeichneten, insbesondere stumpfen Ecken der Polygonfelder 5. Die Verbindungsstege 8 sind dabei jeweils genau einem Polygonfeld 5 zugeordnet.
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In der in 3 bis 7 dargestellten Ausgestaltung ist der Verbindungssteg 8 als separates Bauteil (nicht näher bezeichnet) ausgebildet und bildet eine Baueinheit. Der Verbindungssteg 8 ist jeweils mit den zwei benachbarten Traversen 7 lösbar verbindbar. Der Verbindungssteg 8 weist zwei Öffnungen 10, insbesondere zwei Hülsen 11, 12 auf. Der Verbindungssteg 8 weist ferner einen Steg 13 auf. Der Steg 13 verbindet die beiden Hülsen 11, 12. Die Hülsen 11, 12 sind an dem Steg 13 befestigt oder integral an dem Steg 13 ausgebildet.
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Die Öffnungen 10 erstrecken sich insbesondere in Längsrichtung der Traversen 7. Die Öffnungen 10 bzw. die Hülsen 11, 12 sind jeweils winklig zueinander angeordnet. Zur Bildung von dreieckigen Polygonfeldern 5 sind die Hülsen 11, 12 um 60° zueinander geneigt angeordnet. Zur Bildung von Polygonfeldern 5 mit mehr als drei Ecken, sind die Winkel entsprechend anzupassen, so dass der Winkel der Hülsen 11, 12 bzw. der Winkel zwischen den Öffnungen 10 jeweils dem Innenwinkel eines gleichseitigen Vierecks, Fünfecks, Sechsecks, Siebenecks oder dergleichen entspricht. Die jeweils zu einem der Verbindungsstege 8 zugehörigen Öffnungen 10 weisen einen unterschiedlichen Abstand zum gedachten Schnittpunkt zweier benachbarter Traversen 7 auf, so dass auf einem der Endbereiche 9 jeweils mehrere, insbesondere zwei, Öffnungen 10 angeordnet oder anordenbar sind.
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Die Hülsen 11, 12 zweier Verbindungsstege 8 sind beabstandet, insbesondere benachbart auf jeweils einem der Endbereiche 9 der Traverse 7 anordenbar. Der Steg 13 ist dabei so geformt, dass auf einem der Endbereiche 9 jeweils eine innere Hülse 11 und eine äußere Hülse 12 anordbar ist. Die Länge der Hülsen 11, 12 kann dabei so bemessen sein, dass die Hülsen 11, 12 benachbart zueinander angeordnet sind. Insbesondere sind auf jedem Endbereich 9 zwei Hülsen 11, 12 anordbar. Es ist auch denkbar, die Traversen 7 und damit die Endbereiche 9 derart auszugestalten, so dass nicht nur zwei Verbindungsstege 8 auf dem Endbereich 9 anordbar sind, sondern dass drei oder mehr Verbindungsstege 8 auf dem Endbereich 9 anordbar sind. Die Verbindungsstege 8 verbinden paarweise, benachbarte Traversen 7.
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Die Rotationslage der Verbindungsstege 8 um die Längsachse (nicht näher dargestellt) der Traversen 7 ist vorzugsweise festgelegt bzw. festlegbar. In Verbindung 7 ist gut erkennen, dass die Traverse 7 hier durch einen Rohr 14 mit einem Innengewinde oder einen Stab mit einem Innengewinde und durch ein Schraubmittel 15 gebildet ist. Das Schraubmittel 15 ist in das nicht näher dargestellte Innengewinde des Rohres 14 eingeschraubt. Ein Kopf 16 des Schraubmittels 15 weist dabei einen Innensechskant auf, so dass die beiden von dem Schraubmittel 15 durchgriffenen Hülsen 11, 12 gegen die Stirnseite des Rohres 14 gepresst werden können. Hierdurch ist die Winkellage benachbarter Verbindungsstege 8 relativ zueinander festlegbar. Das Schraubmittel 15 durchgreift die Öffnungen 10.
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Die Schraubmittel 15 bilden die Endbereiche 9 der Traversen 7, Der Durchmesser des Kopfes 16 entspricht dabei im Wesentlichen dem Außendurchmesser der Hülsen 11, 12. Der Durchmesser des Kopfes 16 entspricht im Wesentlichen dem Außendurchmesser des Rohres 14.
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Der Steg 13 ist derart gekröpft ausgebildet, so dass die versetzt zu einander angeordneten Hülsen 11, 12 jeweils tangential in die gebogenen Längsseiten, insbesondere die Ober- und Unterseite des Steges 13 übergehen.
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Im Folgenden darf auf die 8 und auf die 9 näher eingegangen werden.
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In 8 und 9 ist eine weitere Tragvorrichtung 17 dargestellt. Die Tragvorrichtung 17 weist die in 7 dargestellten Traversen 7 mit den entsprechenden Endbereichen 9 auf. Die Endbereiche 9 sind wiederum durch die Schraubmittel 15 gebildet, wobei die Schraubmittel 15 in ein Rohr 14 als Teil der Traverse 7 eingeschraubt sind. Ferner weist die Tragvorrichtung 17 wiederum mehrere Verbindungsstege 18 auf. Die Verbindungsstege 18 sind baugleich ausgebildet. Die Verbindungsstege 18 erstrecken sich zwischen den benachbarten Endbereichen 9 jeweils zwei benachbarte Traversen 7. Die Verbindungsstege 18 sind lösbar mit den beiden Traversen 7, insbesondere den beiden Endbereichen 9 verbindbar. Der Verbindungssteg 18 weist zwei Öffnungen 10, insbesondere zwei Hülsen 11, 12 auf, wie es bereits in 6 dargestellt ist.
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Im Unterschied zu der in 6 dargestellten Ausgestaltung weist der Verbindungssteg 18 einen sich bis im Wesentlichen über die Stirnseite der vorderen Hülse 12 hinaus erstreckenden Steg 19 auf. Hierdurch ist das Erscheinungsbild verbessert, wie es insbesondere 4 zeigt. Die nebeneinander angeordneten Köpfe 16 grenzen im Wesentlichen an die vom Steg 19 gebildeten Innenseiten 20 an. Der Steg 19 weist eine Öffnung 21, insbesondere eine Bohrung auf, wobei von der Öffnung 21 ausgehend sich ein Schlitz 22 bis zur Stirnseite der inneren Hülse 11 erstreckt. Die Anordnung der Hülsen 11, 12 entspricht der Anordnung wie sie in 6 gezeigt ist. Es wird auf die Beschreibung bezüglich 6 hierzu verwiesen.
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An dieser Stelle darf auf die Verbindungsmöglichkeiten der Abdeckungen 5a mit der Tragvorrichtung 1 kurz eingegangen werden. Vorzugsweise ist die Abdeckung 5a mit mindestens einem Verbindungsmittel (nicht dargestellt) mit der Tragvorrichtung 1 verbunden. Bspw. kann die Abdeckung 5 über einen in die Öffnung 21 eingreifenden Stift oder einen in der Öffnung 21 befestigten Magneten mit der Tragvorrichtung 1 verbunden sein. Die Abdeckungen 5a sind mittels der Verbindungsmittel insbesondere mit den Verbindungsstegen 8, 18 oder 25 verbunden oder verbindbar.
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Die Abdeckungen 5a weisen im Wesentlichen die Größe der von den Traversen 7, 24 und den Verbindungsstegen 8, 18, 25 begrenzten Polygonfeldern 5 auf. Die Traversen 7, 24 bilden die Kanten der Polygonfelder 5 und sind zumindest teilweise von den Abdeckungen 5a überdeckt. Die Verbindungsstege 8, 18, 25 sind vorzugsweise ebenfalls zumindest teilweise von den Abdeckungen 5a überdeckt.
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Im Folgenden darf auf die 10 bis 14 näher eingegangen werden.
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In 10 und 11 ist eine Tragvorrichtung näher dargestellt. Die Tragvorrichtung 23 weist ebenfalls mehrere Traversen 24 und mehrere Verbindungsstege 25 auf. Die Traversen 24 weisen jeweils zwei Endbereiche 26 auf. Die Traversen 24 sind paarweise an den Endbereichen 26 mittels der Verbindungsstege 25 miteinander lösbar verbunden oder verbindbar. Die Traversen 24 sind hier als im Wesentlichen flächige Metallteile (nicht näher bezeichnet) ausgebildet. Die Verbindungsstege 25 stehen seitlich über den restlichen Bereich der Traverse 24 über. Die Verbindungsstege 25 bilden die Endbereiche 26 der Traversen 24. Die Verbindungsstege 25 sind an den Traversen 24 befestigt bzw. einstückig mit den Traversen 24 ausgebildet und daher ist die Winkellage der Verbindungsstege 25 um die Längsrichtung der Traversen 24 festgelegt und ohne Gewalteinwirkung nicht veränderbar.
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Jeder Endbereich 9 weist insbesondere zwei Teilstege 27, 28 auf, wobei die beiden Teilstege 27, 28 den Verbindungssteg 25 bilden. Die Teilstege 27, 28 benachbarter Traversen 24 sind jeweils miteinander verbunden. Die benachbarten Teilstege 27, 28 sind insbesondere durch eine Schraubverbindung 29 oder durch eine Nietverbindung oder dergleichen verbunden. Die beiden Teilstege 27, 28 sind überlappend angeordnet, wobei jeder der Teilstege 27, 28 eine Öffnung 30 aufweist, wobei die bei den Öffnungen 30 (10) fluchtend zueinander derart angeordnet sind, dass die Schraubverbindung 29 oder dgl. die beiden übereinander liegenden Öffnungen 30 durchgreifen können.
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In 11 ist gut zu erkennen, dass die Traverse 24 entweder flächig ausgebildet sein kann, d. h. die beiden Teilstege 27, 28 liegen im Wesentlichen in einer Ebene oder in parallel zueinander versetzten Ebenen (nicht näher bezeichnet) oder die beiden Teilstege 27, 28 erstrecken sich im winklig zueinander stehenden Ebenen. Dadurch dass die Traversen 24 mit unterschiedlich zueinander angeordneten Teilstegen 27, 28 bereitgestellt sind, lassen sich winklig zueinander angeordnete Polygonfelder 5 und damit eine in den Raum ragende bzw. gewölbte Möbelvorrichtung 2 realisieren.
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In 12 ist eine ähnliche Anordnung wie in 11 dargestellt. Hier ist die Traverse 24 jedoch nicht aus einem flachen Blechteil, sondern im Wesentlichen durch einen Stab mit daran angeformten Verbindungsstegen 25 bzw. Teilstegen 27, 28 ausgebildet. Die Winkellage der Teilstege 27, 28 relativ zu der Traverse 24 ist dabei fest, da die Teilstege 27, 28 an der Traverse 24 befestigt sind bzw. einstückig mit der Traverse 24 ausgebildet sind.
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13 und 14 zeigen eine weitere Abwandlung der Tragvorrichtung 23, wobei ebenfalls ein Verbindungssteg 25 bestehend aus zwei Teilstegen 27, 28 verbunden wird. Hierbei sind die Teilstege 27, 28 jedoch nicht einstückig mit den Traversen 24 ausgebildet bzw. an den Traversen 24 befestigt, sondern die Teilstege 27, 28 sind an entsprechenden Hülsen 30, 31 ausgebildet. Die Traversen 7 in 13 entsprechen der in 7 dargestellten Ausgestaltung der Traversen 7. Durch Anziehen des Schraubmittels 15 ist die Winkellage der Teilstege 27, 28 an der Traverse 7 festlegbar. Die Schraubmittel 15 dienen hier als Feststellmechanismus. Die Verbindungsstege 25 sind schwenkbeweglich an den Traversen 7 anordbar und mit dem Feststellmechanismus in der gewünschten Schwenklage an den Endbereichen 9 festlegbar.
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Die eingangs genannten Nachteile sind daher vermieden und entsprechende Vorteile sind erzielt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Tragvorrichtung
- 2
- Möbelvorrichtung
- 3
- Raumteiler
- 4
- Raumteiler
- 4a
- Stellwand
- 5
- Polygonfeld
- 5a
- Abdeckung
- 6
- Kante
- 7
- Traverse
- 8
- Verbindungssteg
- 9
- Endbereich
- 10
- Öffnung
- 11
- Hülse
- 12
- Hülse
- 13
- Steg
- 14
- Rohr
- 15
- Schraubmittel
- 16
- Kopf
- 17
- Tragvorrichtung
- 18
- Verbindungssteg
- 19
- Steg
- 20
- Innenseite
- 21
- Öffnung
- 22
- Schlitz
- 23
- Tragvorrichtung
- 24
- Traverse
- 25
- Verbindungssteg
- 26
- Endbereich
- 27
- Teilsteg
- 28
- Teilsteg
- 29
- Schraubverbindung
- 30
- Hülse
- 31
- Hülse
- 32
- Raumteiler
- 32a
- Box
- 33
- Raumteiler
- 33a
- Zelle
- 34
- Mantel
- 35
- Wand
- 36
- Wand
- 37
- Wand
- 38
- Wand
- 39
- Mantel
- 40
- Dach
- 41
- Öffnung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- WO 2010/001359 A1 [0003]
- DE 202011004882 [0004]