-
Die vorliegende Erfindung betrifft Bodenschoner für Gartenmöbel.
-
Gartenmöbel, wie Stühle, Tische, Liegen etc., werden vom Hersteller normalerweise zum Aufstellen auf befestigtem Untergrund, beispielsweise auf Balkon oder Terasse vorgesehen. Werden diese Gartenmöbel auf einer Rasenfläche aufgestellt, wird diese häufig beschädigt. Auch ein Rücken bzw. Verschieben ist sehr erschwert, da die Beine mehr oder weniger stark in den unbefestigten Untergrund einsinken, besonders nachdem das Möbel mit Gewicht belastet wurde. Diese Probleme ergeben sich sowohl mit klassischen Stühlen und Tischen als auch mit den besonders häufig auf unbefestigtem Untergrund verwendeten Bierzeltgarnituren.
-
-
In Bezug auf Gartentische und -stühle mit Füßen aus Flachstahl, welche eine Bodenleiste aufweisen, wird in
DE 20 2004 003 792 und
DE 20 2004 005 422 vorgeschlagen, die Standfläche durch ein aufgeschobenes Kunststoffteil zu vergrößern, welches über die Bodenleiste geschoben wird. Diese Lösung eignet sich nur bei der speziellen Gestaltung der Füße und kann z. B. auf Bierzeltgranituren nicht übertragen werden.
-
Es besteht daher weiterhin Bedarf an einem Bodenschoner, der bei unbefestigten Untergünden auch für Bierzeltgarnituren brauchbar ist.
-
Die Erfindung löst dieses Problem durch einen Bodenschoner für Gartenmöbel aus Kunststoff, welcher eine Aufnahme für den Fuß des Möbels und eine bezogen auf die Fläche des Fußes um zumindest 100% vergrößerte Standfläche aufweist, wobei die Aufnahme den Fuß allseitig umschließt und Mittel zur Fixierung des Bodenschoners an dem Fuss vorhanden sind.
-
Bevorzugt weist der Bodenschoner an zumindest einer Seite der Aufnahme eine Abzugsöffnung für von oben eindringende Flüssigkeiten wie Regenwasser auf. Die Abzugsöffnung kann rund sein aber auch schlitzförmig, wie z. B. oval, rechteckig.
-
Als Mittel zur Fixierung eignen sich alle lösbaren Verbindungsmittel, beispielsweise Schrauben, Klettverschlüsse, formschlüssige Ausbildung der Aufnahme, Rastverbindungen.
-
Soweit die Füße der Gartenmöbel magnetisches Material umfassen, wie dies bei Bierzeltgarnituren der Fall ist, sind Magnete ein bevorzugtes Mittel zur Fixierung. Dazu werden Magnete in die Auflagefläche und/oder eine oder mehrere Seitenfläche(n) des Fusses in der Aufnahme eingelassen. Dadurch wird eine einfache, schnelle und sichere Fixierung bereitgestellt, welche ohne Werkzeuge erfolgen und auch ebenso wieder gelöst werden kann.
-
Weiterhin ist eine Fixierung über einen Formschluss zwischen Fuß und Aufnahme bevorzugt. Diese Fixierung einget sich besonders bei Einzelfüßen, wie sie bei Gartentischen und Gartenstühlen häufig vorkommen. Die Aufnahme wird so geformt, dass sie auf einer Höhe von einigen Zentimetern an dem Fuß anliegt. Das Material für die Aufnahme wird in diesem Fall so elastisch gewählt, dass es zum Einführen und Herausziehen des Fußes weit genug verformbar ist. Gut geeignet sind gummielastische Kunststoffe, die gleichzeitig eine gewisse Haftung aufweisen. Die bevorzugt vorhandene Abzugsöffnung erlaubt trotzdem nötigenfalls ein leichtes Abziehen vom Fuß. Außerdem kann ein elastsiches Material, z. B. ein Silikonschlauch, in einer nicht elastischen Aufnahme den nötigen Kraftschluss zur Fixierung des Fußes in der Aufnahme sicherstellen.
-
Als Material für den Bodenschoner wird Kunststoff verwendet, der eine lange Haltbarkeit und ein geringes Gewicht verbindet. Zugleich wird die an sich bekannte Schonung empfindlicher Untergünde wie Parkett, Fliesen etc. bereitgestellt. Kunststoff ist darüber hinaus auch optisch ansprechend zu gestalten. Verschiedene Farben wie auch vielfältige Dekore, z. B. Holz, sind einfach und kostengünstig zu realisieren.
-
Die Herstellung erfolgt in an sich bekannnter Weise Zweckmäßig im Spritzgussverfahren.
-
Die Erfindung soll anhand der folgenden Figuren näher erläutert werden, ohne jedoch auf die speziell beschriebenen Ausführungsformen beschränkt zu sein. Die Erfindung bezieht sich auch auf sämtliche Kombinationen von bevorzugten Ausgestaltungen, soweit diese sich nicht gegenseitig ausschließen. Die Angaben ”etwa” oder ”ca.” in Verbindung mit einer Zahlenangabe bedeuten, dass zumindest um 10% höhere oder niedrigere Werte oder um 5% höhere oder niedrigere Werte und in jedem Fall um 1% höhere oder niedrigere Werte eingeschlossen sind.
-
1 zeigt eine Draufsicht eines Bodenschoners für eine Bierzeltgarnitur.
-
2a und b zeigen den Bodenschoner von 1 im Quer- bzw. Längsschnitt.
-
3 zeigt einen Bodenschoner für ein Gartenmöbel mit runden Beinen in der Draufsicht und im Querschnitt.
-
4 zeigt einen Bodenschoner für Gartenmöbel mit ovalen Beinen in der Draufsicht und im Querschnitt.
-
In 1 ist eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Bodenschoner 1 für eine Bierzeltgarnitur gezeigt. Bierzeltgarnituren, auch als Festzelt- oder Biertischgarnitur bezeichnet, weisen pro Bank bzw. Tisch an jedem Ende einen ausklappbaren Metallbügel als Füße auf. Der Bügel ist in der Mitte aufgekröpft, so dass an seinen Außenseiten ein Aufstandsbereich gebildet wird. Dadurch wird bei unebenem Untergrund die Standsicherheit erhöht. Die Aufnahme 2 des Bodenschoners 1 wird in ihren Abmessungen bei der in 1 und 2 gezeigten Ausführungsform so gewählt, dass der Bügel mit 0,5 bis 2 mm Spiel eingestellt werden kann. Bei typischen Bügelabmessungen der Bänke werden für die Standfläche 3 Abmessungen von 5–10 cm × 30–40 cm, vorzugsweise von etwa 7 × 35 cm gewählt. Im Falle von Tischen sind in der Regel Bodenschoner mit einer Länge von 40–60 cm, vorzugsweise von etwa 50 cm passend und die Breite beträgt ebenfalls 5–10 cm, vorzugsweise etwa 7 cm. Die Gesamthöhe beträgt 7,5–15 cm, vorzugsweise etwa 10 cm.
-
An den Längs- und/oder Stirnseiten des Bodenschoners sind jheweils ein oder mehrere Abzugsöffnungen 4 z. B. in Form von Schlitzen vorgesehen, die verhindern, dass sich Wasser im Inneren des Schoners ansammelt.
-
Wie in dem Längsschnitt in 2a gut erkennbar wird, ist in der Standfläche 3 unter der Aufnahme 2 ein Magnet 5 in den Bodenschoner 1 eingearbeitet, der den Schoner an dem Bügel fixiert. Der Magnet kann auch U-förmig sein. Es ist von Vorteil, dass zur Befestigung keinerlei Schrauben oder Sicherungsbolzen notwendig sind. Die Form der Aufnahme 2 sichert den Bügel gegen Verrutschen. Mit der vergößerten Standfläche 3 kann die Garnitur problemlos auch auf Rasen verwendet werden, ohne dass eine Beschädigung desselben zu befürchten ist. Auch die Standsicherheit wird erhöht. Auf kratzempfindlichen Untergründen schützt der erfindungsgemäße Bodenschoner den Untergrund ebenso vor Beschädigung, wie dies mit den bekannten Bodenschonern erfolgt.
-
Standfläche 3 und Aufnahme 2 bilden ein integrales Teil. Aus Stabilitätsgründen ist es bevorzugt, wenn die Außenkontur des Bodenschoners wie in den Figuren gezeigt, ein Hohlkehle bildet. Dies ist auch optisch ansprechend und vermindert die Ablagerung von Verschmutzungen. Alternativ wäre auch eine nach außen und oben gewölbte Form möglich, diese ist aber im Hinblick auf den Materialverbrauch nicht so bevorzugt. In Bezug auf die Gestaltung des oberen Randes der Aufnahme 2 sind sowohl flache Abschlüsse wie gezeigt als auch gerundete Abschlüsse oder, z. B. zur Verstärkung, Wülste denkbar. Der untere Bereich des Bodenschoners 1 kann senkrechte Seiten haben und ist typischerweise 2–5 cm hoch, z. B. 3,5 cm.
-
Die 3 und 4 zeigen Ausführungsformen des Bodenschoners 1, welche an runde bzw. ovale Querschnitte von Gartenmöbelbeinen angepasst sind. Solche Beine sind üblicherweise Rohre und haben meist als Fuß ein Kunststoffteil, das in das Rohrende gesteckt ist. Damit wird zwar das Rohr, besonders dessen Lackierung, gegen Beschädigungen geschützt und auch empfindliche Untergründe stellen kein Problem dar. Auf unbefestigtem Untergrund reichen diese Füße aber nicht aus. Selbst wenn der eingesteckte Fuß eine angeformte flache Standfläche aufweist, ist diese auf Rasen viel zu klein. Auch für diese Gartenmöbel bewährt sich der erfindungsgemäße Bodenschoner 1, wobei hier die Aufnahme 2 typischer weise einen höheren Rand besitzt, z. B. 10 cm, und die Fixierung über eine formschlüssige Aufnahme des Fußes bzw. Beins in die Aufnahme 2 erfolgt. Auch bei den in 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispielen ist eine im Vergleich stark vergrößerte Standfläche 3 vorhanden, die das Einsinken in den Untergrund verhindert. Diese kann unabhängig von der Form des Gartenmöbelbeines rund, wie in 3 oder oval wie in 4 sein. Auch rechteckige und quadratische Formen sind denkbar. Zur Verhinderung von Wasseransammlungen sind wiederum schlitzförmige Abzugsöffnungen 4 vorgesehen.
-
Auch bei diesen Bodenschonern kann eine magnetische Fixierung erfolgen. Jedoch werden Gartenmöbel vermehrt aus Aluminium gefertigt, bei diesen Möbeln ist eine magnetische Fixierung nicht möglich.
-
In diesem Fall kann zum Beispiel ein Silikonschlauchmaterial zur Fixierung verwendet und eingesetzt werden.
-
Sofern die formschlüssige Fixierung nicht gewünscht ist, kann alternativ an der Wandung der Aufnahme 2 ein Klettverschluss vorgesehen werden. Dabei wird sinnvollerweise die männliche oder Haken-Komponente in der Aufnahme 2 und die weibliche oder Schlingen-Komponente am Möbel befestigt, z. B. aufgeklebt. Bei einer solchen Fixierung mittels Klettverschluss kann die Aufnahme weiter sein als das Möbelbein, der Bodenschoner ist somit universeller einsetzbar.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Bodenschoner
- 2
- Aufnahme
- 3
- Standfläche
- 4
- Abzugsöffnung
- 5
- Magnet
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- DE 29709607 U [0003]
- DE 29812854 U [0003]
- DE 20005286 U [0003]
- DE 20005981 U [0003]
- DE 20216742 U [0003]
- DE 202008009311 U [0003]
- DE 202010011207 U [0003]
- DE 202010013993 U [0003]
- DE 202004003792 [0004]
- DE 202004005422 [0004]