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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Inbetriebnahme automatischer Türanlagen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine zugehörige Vorrichtung nach Anspruch 11.
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Automatische Türanlagen gibt es beispielsweise in Form von Schiebetüranlagen, Drehflügelanlagen, Falttüren oder Karusseltüren. Diese können dabei ein- oder mehrflüglig aufgebaut sein.
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Automatische Türanlagen, beispielsweise in Form einer automatischen Schiebetüranlage, umfassen neben den üblichen Antriebseinheiten, d. h. neben einem oder mehreren Motoren einen umlaufenden Riemen, eine Tragschiene und vor allem eine oder mehrere elektronische Steuerungs- sowie Sensoreinrichtungen, Verriegelungseinrichtungen etc.
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Eine automatische Schiebetüranlage ist dabei beispielsweise aus der
DE 198 04 631 C2 bekannt geworden. Gemäß dieser Vorveröffentlichung kann die Schiebetüranlage zwei Flügel aufweisen, die über eine oberhalb des Türdurchgangs horizontal verlaufende Laufschiene zwischen ihrer nach außen verfahrenen Öffnungsstellung und ihrer aufeinander zu verfahrenen Schließstellung verstellbar sind.
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Dabei sind zur Überwachung vor allem der Hauptschließ- und gegebenenfalls der Nebenschließkante wie aber auch zur Überwachung des gesamten Raumes vor oder hinter den Schiebetüren eine oder in der Regel mehrere Sensoren, gegebenfalls auch auf unterschiedlichen technischen Funktionen arbeitende Sensoren vorgesehen, worüber eine in den Überwachungsbereich gelangende Personen detektiert und eine geschlossene Tür geöffnet werden kann. Ebenso kann, wenn eine betreffende Person den Überwachungsbereich nach Durchschreiten der Tür wiederum verlassen hat, dies von den Sensoren erkannt werden, um über die Steuerungseinrichtungen dann die Schiebetüren wieder zu schließen.
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Die Montage und Inbetriebnahme von automatischen Türanlagen ist durchaus arbeits- und zeitintensiv.
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So ist es zunächst erforderlich, die Schiebetür einschließlich aller Hardwarekomponenten, also auch einschließlich des elektrischen Antriebs und der Steuerungseinrichtung, der Laufschiene sowie den Flügeln zu montieren. Mit anderen Worten muss die gesamte mechanische Montage zunächst durchgeführt werden. Danach erfolgt in der Regel die elektrische Installation, d. h. der elektrische Anschluss der Steuerungseinrichtung und der Antriebskomponenten etc.
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Nachdem dies durchgeführt wurde, wird in der Regel zumindest eine Lernfahrt eingeleitet. Ziel der Lernfahrt ist es, zum einen die Öffnungsweite der Türanlage und zum anderen die Masse der Türelemente, in der Regel der Türflügel oder der Karusseltür etc. zu bestimmen. Dies ist entscheidungserheblich, um in Abhängigkeit der Software ein bestimmtes Anfahr-, Öffnungs- und Bremsverhalten vor Erreichen der maximalen Öffnungsstellung zu gewährleisten.
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Diese Arbeiten werden an einem Ort durchgeführt, der häufig von einer Vielzahl von Personen begangen wird. D. h., dass die Installation und die Erstinbetriebnahme in der Regel nicht in einem vom Publikumsverkehr abgeschlossenen Raum, sondern zu einem Zeitpunkt erfolgt, bei welchem auch während der Installationsarbeiten ein Publikumsverkehr stattfindet.
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Von daher besteht bereits während der Lernfahrt ein erhöhtes Risiko, dass es zu Beeinträchtigungen oder zu Verletzungen von Personen kommen kann, da zu diesem Zeitpunkt noch keine Sensoren montiert sind, die der Überwachung der Schließ- und Öffnungsbewegung dienen. Denn üblicherweise würde bei einer voll installierten Tür auch während des Schließvorgangs der Schließvorgang sofort gestoppt und die Flügel der Tür wieder in Öffnungsstellung verfahren oder verschwenkt werden, wenn sich eine Person der Türanlage nähert.
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Nachdem die mechanische Installation und die erste Lernfahrt zur Bestimmung zumindest der Öffnungsweite und der Masse durchgeführt ist, werden in der Regel vor Ort durch die Monteure die Sensoren montiert und an die Elektronik angeschlossen, üblicherweise an eine Busstruktur, häufig in Form eines CAN-Busses.
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Als nächstes müssen dann die einen oder vor allem mehreren Sensoren entsprechend einjustiert werden.
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Dies erfordert wiederum eine Reihe von Lern- und/oder Testfahrten, bei denen festgestellt werden muss, wann ein Sensor aktiviert und wann er inaktiviert oder abgeschaltet werden soll, vor allem auch um sicherzustellen, dass die Sensoren nicht die in ihrem Überwachungsbereich verfahrenen oder verschwenkten Türflügel selbst detektieren und dadurch eine unerwünschte Selbstauslösung in dem Sinne ausführen, dass ein Türflügel während seiner Schließbewegung wieder in Öffnungsstellung zurückverfahren wird, obgleich gar keine Person sich im Überwachungsbereich befindet.
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Diese gesamte Ablauffolge ist aufwendig, in der Regel fehlerbehaftet und wie erwähnt nicht stets ganz ungefährlich, da auch während der gesamten Inbetriebnahme Personen die Türen durchlaufen, und zwar auch zu den Zeitpunkten, wo die Inbetriebnahme unter Durchführung von Testläufen durchgeführt wird.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, eine insgesamt verbesserte Möglichkeit zu schaffen, die Inbetriebnahme einer automatischen Türanlage unter Erhöhung der Gesamtsicherheit zu vereinfachen.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bezüglich des Verfahrens entsprechend den im Anspruch 1 und bezüglich der Vorrichtung entsprechend den im Anspruch 11 angegebenen Merkmalen gelöst.
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Durch die vorliegende Erfindung wird mit verblüffend einfachen Mitteln eine deutliche Verbesserung erzielt.
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Im Rahmen der Erfindung ist es nunmehr möglich (wenn auch nicht zwingend notwendig), dass zunächst nicht nur die gesamte Türanlage mit ihren mechanischen Komponenten einschließlich des Antriebes und der Steuerungseinrichtung etc., sondern auch mit den Sensoren insgesamt komplett montiert wird, um diese Montagearbeiten ganz oder überwiegend abzuschließen.
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Erst nach diesen Montagearbeiten wird dann mit den Lern- und Testfahrten und Justierarbeiten, insbesondere zur Einrichtung der Sensoren, begannen. Diese Lernfahrten dienen, wie bereits erwähnt, vor allem der Bestimmung der Öffnungsweite der Tür und der Masse der Türflügel (sowie gegebenenfalls der Bestimmung weiterer Parameter, wie beispielsweise Reibungsantrieb etc.).
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Im Rahmen der Inbetriebnahme der Türanlage wird nunmehr erfindungsgemäß ferner eine sogenannte Totmann-Einrichtung oder Totmann-Schaltungseinrichtung mit eingesetzt, wie sie an sich aus völlig anderen Gebieten bekannt ist. Dies dient vor allem der Erhöhung der Sicherheit, da in der Einfahrphase, einschließlich der zumindest einen Lernfahrt, der Monteur jederzeit die Schließbewegungen der Türflügel unterbrechen kann, wenn sich eine Person dem Türdurchgang nähert. Dies erfolgt bevorzugt durch eine auslösende Betätigung eines bestimmten Schalters, einer Tast- oder Schalteinrichtung, vorzugsweise unter Drücken eines Schaltknopfes oder dergleichen, d. h. eine geeignete Auslöseeinrichtung. Dies bietet allgemein den Vorteil, dass der Monteur zur Durchführung der verschiedenen Lern- und Justierfahrten eine bestimmte Betätigungseinrichtung zum Schließen, d. h. eine Ingangsetzung der Schließbewegung des zumindest einen oder der mehreren Türflügel, initiieren kann, um beispielsweise die Lern- und Testfahrten durchzuführen. Während einer vollständigen Schließfahrt der Tür kann dann jeweils ein entsprechender Lern- oder Justierschritt abgeschlossen werden.
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Anschließend kann der Monteur die Flügel wieder in Öffnungsrichtung umsteuern, um mit einer erneuten Schließfahrt beispielsweise zur Durchführung eines weiteren Lernschrittes beginnen zu können.
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Die Erhöhung der Sicherheit liegt nunmehr darin, dass die eine Schließfahrt beispielsweise durch Betätigen einer Auslöseeinrichtung, bevorzugt durch Drücken eines Auslöseknopfes initiiert und die Öffnungsfahrt durch Loslassen des Knopfes, also einer entsprechenden Umsteuerung dieser Auslöseeinrichtung durchgeführt wird. Wenn während einer Schließfahrt der Tür, in der ein bestimmter Lernschritt oder eine sonstige Justiermaßnahme durchgeführt werden soll, eine Gefahrensituation eintritt, weil beispielsweise eine Person sich der Tür nähert, kann der Schließvorgang der Tür abgebrochen werden, indem der Monteur die Auslöseeinrichtung freigibt, also die Türflügel in Öffnungsrichtung umsteuert. Die sogenannte Totmann-Steuerung ist insoweit also Teil der Betätigungseinrichtung zur Durchführung einer Schließfahrt bzw. einer Öffnungsfahrt der Flügel.
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Bestimmte Schritte können dabei wiederholt durchgeführt werden, je nach Anforderung.
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Da zu dem Zeitpunkt der Durchführung einer ersten oder mehrerer erster Lernfahrten die Sensoren bevorzugt zwar bereits montiert, aber abgeschaltet oder auf inaktiv umgeschaltet sind, können die noch nicht richtig kalibrierten Sensoren die Schließfahrten der Tür nicht beeinträchtigen.
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In einem nächsten Schritt können dann die in der Regel mehreren Sensoren aktiviert oder zugeschaltet werden, auf einmal oder sukzessive hintereinander, um beispielsweise bei zugeschalteten Sensoren die entsprechende Justierung durchzuführen und zu schließen.
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Auch bei diesen nächsten Schließ- und Öffnungsfahrten der Tür werden die entsprechenden Justiermaßnahme für die Sensoren im Zusammenhang mit der Betätigung und dem Loslassen der sogenannten ”Totmann-Steuerung” abgewickelt, um in allen Phasen der Inbetriebnahme die erhöhte Sicherheitsfunktion zu haben und die Abfolge der einzelnen Schritte kontrolliert und geführt für den Monteur durchzuführen. Denn unter Verwendung eines entsprechenden Betätigungs- und Eingabegerätes können die einzelnen Schritte aufgelistet und bei erfolgreichem Abschluss bestätigt werden, so dass dann jeweils zu einem nächsten Schritt automatisch weitergegangen werden kann. Wurde ein Schritt nicht vollständig abgeschlossen, weil die Tür vor Erreichen ihrer Schließstellung aufgrund einer Gefahrensituation umgesteuert wurde, kann jeder Schritt bei Bedarf einfach wiederholt werden, bis die Lern- oder die Einstellphase positiv abgeschlossen ist.
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Durch diese ”Ablaufsteuerung” können die Montagearbeiten weitgehend durchgeführt und abgeschlossen werden, wobei dann durch einen Monteur die gesamte Elektronik entsprechend vorjustiert und eingerichtet werden kann, und zwar bevorzugt im Sinne einer Ablaufsteuerung mittels eines entsprechenden Bediengerätes.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen im Einzelnen:
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1: eine schematische Schiebetüranlage in perspektivischer Darstellung;
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2: die Wiedergabe eines Ablaufdiagramms nach dem Stand der Technik, die die Abfolge der Installationen der Inbetriebnahme der mechanischen und elektrischen Teile im Falle einer automatischen Türanlage nach einem herkömmlichen Verfahren wiedergibt;
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3: eine Darstellung, die eine erfindungsgemäße Ablauffolge der Inbetriebnahme der automatischen Türanlage wiedergibt;
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4: eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Bedieneinheit zur Durchführung der Inbetriebnahme einer automatischen Türanlage;
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5: ein Ablaufdiagramm zur Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Inbetriebnahme einer automatischen Türanlage; und
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6: eine Sequenz aus der Darstellung gemäß
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5 für den Fall, dass beispielsweise eine Schließbewegung der Türanlage während der Inbetriebnahme abgebrochen wird.
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In 1 ist in schematischer Darstellung eine zweiflüglige Schiebetür 1 mit zwei Türflügeln 1a und 1b im geschlossenen Zustand gezeigt. Die Tür ist in einer Wand 5 vorgesehen.
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Die Türflügel 1a, 1b werden in bekannter Weise über eine oberhalb der Türpassage horizontal verlaufende und in 1 mit dem Bezugszeichen 7 bezeichnete Laufschiene verfahrbar gehalten und über beispielsweise zumindest einen Elektromotor 8 unter Zwischenschaltung eines umlaufenden Zahnriemens 10 zwischen einer Öffnungs- und Schließstellung verfahren.
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Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist oberhalb des Türdurchgangs, d. h. im Bereich der Aufhäng- und Laufanordnung der verfahrbaren Türflügel 1a und 1b eine Sensoreinrichtung 9 vorgesehen, bevorzugt mittig oberhalb des Türdurchbruches. Unter Sensoranordnung bzw. Sensoreinrichtung 9 werden alle geeigneten Überwachungs- und/oder Erfassungseinrichtungen verstanden, mit denen in technischer Hinsicht sich bewegende Objekte (insbesondere Personen) und/oder auch unbewegte Objekte erfasst oder detektiert werden können. Abweichend oder ergänzend zu dieser Sensoranordnung 9 können auch mehrere einzelne Sensoren 9' über einen größeren Teil der Breite der Tür oder über die gesamte Türbreite oder darüber hinausgehend oder ein durchgängiger Sensorbalken vorgesehen sein. Ergänzend und alternativ können die Sensoren auch auf den Türflügeln selbst oben mittig und/oder unten und/oder eher an den Schließkanten 13 und/oder an den jeweils gegenüberliegenden Außenkanten 15 und/oder an der Wand 5 selbst (beispielsweise auch über eine vertikale Wegstrecke verlaufend, zum Beispiel als Vertikalbalken) vorgesehen oder angeordnet sein.
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Üblicherweise wird der automatische Türantrieb ohne die erwähnten Sensoren zunächst montiert, also mit der gesamten Hardware einschließlich der Laufschiene, der in 1 angedeuteten einen oder mehreren Motoren 21a, 21b, einen durch die Motoren angetriebenen umlaufenden Riemen 23 sowie der elektronischen Steuerungseinrichtung 25 (die eine oder mehrere separate Steuerungseinrichtungen umfassen kann) etc.
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Üblicherweise erfolgte die Montage derart, dass zunächst ein Verfahrensschritt a durchgeführt wird, bei welchem die mechanischen und elektrischen bzw. elektronischen Komponenten des automatischen Türantriebes montiert werden (d. h. in der Regel ohne Sensoren, die weder montiert oder wenn sie montiert sind, elektrisch nicht angeschlossen sind). Daraufhin wurde in einem zweiten Verfahrensschritt zumindest eine erste Lernfahrt durchgeführt, um die Öffnungsweite und die Masse der Tür bzw. Türflügel 1a, 1b zu bestimmen. Daneben können auch noch weitere Daten bestimmt werden, wie beispielsweise die Reibungskraft des Antriebes etc.
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Erst danach werden – wenn die automatische Türanlage in herkömmlicher Weise in Betrieb genommen werden soll – die einen oder mehreren Sensoren 9, 9' in einem dritten Verfahrensschritt c montiert und elektrisch angeschlossen, üblicherweise an einer Busstruktur, wie beispielsweise einen CAN-Bus.
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Die einzelnen Sensoren werden dann in einem vierten Verfahrensschritt d so programmiert und eingestellt, dass ein sicheres Öffnen und Schließen der Türanlage mit optimaler Überwachung der Haupt- und Nebenkanten und des gesamten Überwachungsbereiches 19 (siehe 1) abgewickelt werden kann.
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Anhand von 2 ist nunmehr der erfindungsgemäße Ablauf gezeigt. Dabei ist das Ziel, die Inbetriebnahme einer automatischen Türanlage so zu gestalten, dass der Monteur oder Installateur wenn möglich alle Komponenten der automatischen Türanlage vollständig montieren und verkabeln kann, bevor die Tür das erste Mal in Betrieb genommen wird. Die einzelnen Komponenten sollen anschließend schrittweise in Betrieb genommen und automatisch kalibriert werden. Einzelne Schritte können dabei wiederholt oder ausgelassen werden. Damit auch während der Inbetriebnahme die Personensicherheit gewährleistet ist, ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass eine gefährliche Türbewegung – ohne Unterbrechung des Inbetriebnahmevorganges – jederzeit unterbrochen und danach erneut begonnen werden kann.
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Dabei ist im Rahmen der Erfindung auch vorgesehen, dass ein Installateur, Servicetechniker oder Monteur die Türanlage insgesamt schnellstmöglich in Betrieb nehmen kann, wozu vorgesehen ist, dass mittels einer Inbetriebnahme-Steuerungseinrichtung beispielsweise in Form einer Bedieneinheit oder eines Servicegerätes zumindest softwaremäßig sichergestellt ist, dass eine Inbetriebnahme der Türanlage über eine Schnittstelle zu einer türanlagen-seitigen Busstruktur, vorzugsweise eines Systembusses in Form eines CAN-Busses entsprechend angesteuert werden kann. Dabei soll die Inbetriebnahme einer Türanlage in der Regel dialog geführt mittels der erwähnten Bedieneinheit oder des Servicegerätes erfolgen.
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Bevor auf die Ablaufsteuerung im Detail eingegangen wird, soll zunächst noch auf 2 Bezug genommen werden, in der in schematischer horizontaler Draufsicht beispielsweise eine Schiebetüranlage mit den Sensoreinrichtungen nochmals schematisch wiedergegeben ist.
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Dabei zeigt 2 die beiden erwähnten Schiebetüren 1a und 1b im Falle einer zweiflügeligen Schiebetüranlage, die neben feststehenden Seitenflügeln 5 nach außen hin in Öffnungslage und in die in 2 gezeigte Schließlage verstellbar sind.
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Dabei ist strichliert jeweils der Detektionsbereich 19 der Sensoren eingezeichnet, die für die Überwachung des Schließvorganges der Türflügel zuständig sind. Daneben ist ein Detektionsbereich 119 eingezeichnet, der von anderen Sensoren überwacht wird, um den Öffnungs- oder Schließvorgang der Türen auszulösen, um also die Türflügel zu öffnen, wenn sich eine Person nähert und die Türflügel zu schließen, wenn die betreffende Person den Türdurchgang durchschritten hat bzw. von der Tür wieder entfernt.
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Schließlich sind außenliegend auch noch Detektionsbereiche 219 vorgesehen, die von weiteren Sensoren überwacht werden, die der Erhöhung der Sicherheit beim Öffnen der Türflügel dienen. Denn hier soll sichergestellt werden, dass die Nebenschließkante 1d überwacht wird.
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Nachfolgend wird auf 3 Bezug genommen, in welcher der abstrakte Ablauf der Inbetriebnahme einer Türanlage gezeigt ist. Dabei wird davon ausgegangen, dass zunächst die Installation des gesamten Antriebes einschließlich der mechanischen und elektrischen/elektronischen Komponenten in einem ersten Verfahrensschritt a und danach die Montage und der Anschluss der Sensoren in einem zweiten Verfahrensschritt b erfolgt. Danach wird in einem dritten Verfahrensschritt c ein Teach-In-Verfahren durchgeführt, in einem oder mehreren Lernschritten, um für den Türbetrieb wichtige Parameter zu erfassen und abzuspeichern, wie beispielsweise die maximale Türweite, Masse der bewegten Türflügel etc. Danach wird die Kalibrierung des einen Sensors oder der mehreren Sensoren in einem oder mehreren Verfahrensschritten d durchgeführt. Dies eröffnet die Möglichkeit, dass die reinen Montagearbeiten problemlos von einem Teil der hierfür vorgesehenen Monteure durchgeführt und abgeschlossen werden können, bevor mit der eigentlichen Inbetriebnahme der Tür begonnen wird, worauf später noch im Einzelnen eingegangen wird.
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Für die Inbetriebnahme und Kalibrierung eines automatischen Türantriebs ist es nötig, einige kontrollierte Türbewegungen auszuführen.
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Ebenso benötigen gewisse Sensoren eine Türbewegung, um den Hintergrund und die Signale der Türflügel erlernen und die erlernten Daten abspeichern zu können. Wird nun ein Türsystem bestehend aus einem Türantrieb und Sicherheitssensoren das erste Mal in Betrieb genommen, können diese Türbewegungen unter Umständen nicht ausgeführt werden, weil sie von den Sicherheitssensoren blockiert sind. Diese Sensoren sind ausgelöst, weil sie noch am automatischen Einlernen des Hintergrundbereichs sind oder weil die Türflügel durch den Detektionsbereich fahren. Diese ”Verklemmung” des Systems kann mit einer ”vereinfachten Inbetriebnahme” gelöst werden, indem die Komponenten – auch nach vollständiger. Montage des Systems – einzeln in Betrieb genommen und kalibriert werden.
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Eine Inbetriebnahme des Türantriebs umfasst das automatische Er- und Einlernen der Öffnungsweite, der Türmasse und der gegebenenfalls anderer für den Betrieb benötigter Türparameter, wie beispielsweise die Reibung. Bei einigen Sensoren kann das von der Tür ausgelöste Signal für bestimmte Türpositionen oder Bereichen von Türpositionen ausgeblendet bzw. unterdrückt werden.
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Die für das Lernen der beschriebenen Paramater benötigten Türbewegungen werden mit einer in der Antriebssoftware integrierten Totmann-Steuerung kontrolliert. Die den Ablauf störende Komponenten wie insbesondere Sensoren werden dabei – je nach Situation – bevorzugt automatisch oder nach nach einem Hinweis auf ein am Bediengerät und nach erfolgter Bestätigung durch den Monteur in oder außer Betrieb genommen.
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Die erwähnte Totmann-Steuerung oder Totmann-Einrichtung, beispielsweise in Form eines Totmann-Schalters, eines Totmann-Warners, eines Totmann-Knopfs oder eines Totmann-Unterbrechers und dergleichen, wird bevorzugt im Rahmen der Erfindung mit einem über eine Busstruktur, insbesondere einen CAN-Bus angeschlossenen Bediengerät, welches nachfolgend auch als Bedien- oder Servicegerät BDE-D bezeichnet wird, aktiviert. Danach kann ein Installateur menügesteuert durch die einzelnen Konfigurationsschritte geführt werden. Er kann einzelne Schritte auslassen oder den ganzen Ablauf von vorne beginnen.
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Die benötigten Türbewegungen werden ebenfalls mit dem erwähnten Bedien- oder Servicegerät ausgelöst. Damit die Tür schließen kann, muss eine bestimmte Taste dauernd gedrückt gehalten werden. Wird die Taste losgelassen, öffnet die Tür sofort wieder. Dadurch kann die Personensicherheit jederzeit gewährleistet werden.
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Während des Drücken der Taste der sogenannten Totmann-Steuerung können aber die entsprechenden Lern- und Kalibrierschritte für die Türsteuerung und insbesondere die Türflügel durchgeführt werden, vor allem dann, wenn insbesondere ein Schließvorgang von Anfang bis Ende insgesamt abgeschlossen wurde. Wurde aufgrund des Loslassens der Türbewegung der Türflügel vor Erreichen seiner Endstellung in Öffnungsstellung zurückgefahren, wird dadurch in der Regel auch der Lern- oder Kalibrierschritt unterbrochen und kann vom Installateur anschließend ein erneutes Mal durchgeführt werden, in dem nach dem erfolgten Loslassen die erwähnte Totmann-Taste erneut gedrückt wird.
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Sind alle Inbetriebnahme-Schritte ausgeführt, oder wird die CAN-Verbindung zwischen Steuergerät und Bedien- und/oder Servicegerät BDE-D vorzeitig unterbrochen, kehrt der Türantrieb automatisch in den Normalbetrieb zurück und deaktivierte Sensoren werden sofort wieder eingeschaltet.
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Anhand von 4 ist schematisch ein derartiges Bedien- oder Servicegerät BDE-D gezeigt, welches die erwähnte Totmann-Einrichtung T in geeigneter Form mit beinhaltet, beispielsweise in Form des erwähnten Totmann-Schalters, des Totmann-Warners, des Totmann-Knopfs oder des Totmann-Unterbrechers. Diese Totmann-Einrichtung T dient grundsätzlich der Erhöhung der Sicherheit, da sich üblicherweise auch während der Lernfahrt Personen durch den Öffnungsweg der Tür hindurchbewegen, d. h. die Inbetriebnahme der Tür üblicherweise nicht in einem völlig abgeschirmten leeren und personenfreien Raum durchgeführt werden kann.
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Während es also bei herkömmlichen Inbetriebnahmen immer wieder zu kritischen Situationen oder zum Teil sogar zu Verletzungen bei Personen kam, kann nunmehr der die Inbetriebnahme durchführende Monteur im Falle einer sich als kritisch abzeichnenden Situation sofort aufgrund der Totmann-Schaltung beispielsweise einen Schaltknopf loslassen und damit die Schließbewegung der Tür unterbrechen, die sofort wieder in die Öffnungsbewegung umsteuert und eine kritische Situation, insbesondere eine Kollision der Flügel mit einer die Tür durchschreitenden Person vermeidet.
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Die gesamte Inbetriebnahme einer automatischen Türanlage gibt sich in besonders vorteilhafter Weise unter Bezugnahme auf die Ablaufsteuerung, wie sie beispielsweise anhand von 5 unter Verwendung einer Totmann-Einrichtung dargestellt ist.
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Daraus ist zu ersehen, dass ein Installateur I zunächst die Türanlage einschließlich aller mechanischen und elektrischen/elektronischen Komponenten installiert, und zwar im Rahmen der Erfindung auch einschließlich aller oder vorzugsweise zumindest der Mehrheit der ebenfalls vorgesehenen Sensorelemente und Sensoreinrichtungen.
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Anschließend wird mittels der Bedieneinheit BDE-D mit der Inbetriebnahme der automatischen Türanlage begonnen.
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Dazu wird von dem in 5 angedeuteten Installateur I der Startbefehl zur Durchführung einer ”Lernphase” (MFT oder mittels Servicegerät) gegeben, mit der Folge, dass die hierüber angesteuerte Türsteuerung 61 die Tür, d. h. im vorliegenden Fall die beiden Türflügel 1a, 1b von ihrer Schließ- in ihre Öffnungsstellung umsteuert und öffnet. Gleichzeitig wird ein Anzeigebefehl AL ”Anzeige-Lernen” an die Bedieneinheit BDE-D abgegeben, nämlich dann, wenn sich die Tür in dem Zustand ”geöffnet” befindet. In der mittleren Spalte sind dabei jeweils mit Mopen der Öffnungsvorgang der Tür und mit Mclose der Schließvorgang angedeutet. Wenn die Tür ihre geöffnete Stellung erreicht hat, ist dies mit zwei voneinander weg weisenden Pfeilen in einer ovalen Umrahmung dargestellt, wohingegen eine geschlossene Türe mit zwei aufeinander zu weisenden benachbart zueinander angeordneten Pfeilen angedeutet ist.
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Anschließend drückt der Installateur oder Monteur I bevorzugt an der Totmann-Einrichtung eine Taste T der Bedieneinheit BDE-D oder eines sonstigen Servicegerätes, welches an der Türsteuerung bevorzugt durch den CAN-Bus angeschlossen ist, wodurch an die Türsteuerung ein Befehl C für ”Türe schließen” übermittelt wird. Die Tür verfährt dann mit ihrer Schließbewegung Mclose bis sie ihre geschlossene Position (Puffer suchen) erreicht hat, was durch die aufeinander zu weisenden Pfeile gekennzeichnet ist. Nach dem Ende des Verfahrweges befindet sich also die Tür in ihrer ”Schließstellung”.
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Die erwähnte Betätigung der Totmann-Steuerung wird also bevorzugt durch eine Befehltaste Tdrücken und durch eine gegensinnige Befehltaste Tloslassen betätigt, also einmal durch Drücken bzw. Loslassen einer Taste, wobei durch Drücken der Taste Tdrücken ein Schließbefehl C an die Türsteuerung und durch Loslassen der Taste Tloslassen ein Befehl O an die Türsteuerung gegeben wird, die Tür in Öffnungsstellung umzusteuern. Unabhängig davon kann aber auch jede andere wechselweise Tastenbelegung oder Schalterbelegung vorgesehen sein, um zwischen diesen beiden Befehlen hin und her zu schalten. Schließlich kann immer auch noch eine dritte Taste, beispielsweise eine ”Escape”-Taste vorgesehen sein, um einen Befehl grundsätzlich abzubrechen, was aber nicht zwingend notwendig ist.
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Danach kann der Installateur oder Monteur I die erwähnte Taste T loslassen (also in die Position Tloslassen durch Drücken bringen), wodurch automatisch ein weiterer Befehl C an die Tür-steuerung übermittelt wird, nämlich zum ”Tür öffnen”. Die Öffnungsbewegung der Tür ist mit Mopen angedeutet. Zu diesem Zeitpunkt wird nunmehr mit der Lernfahrt begonnen, um zumindest die Öffnungsweite und die Türmasse zu bestimmen. Der Bewegungsvorgang ist mit Mopen in 4 angedeutet. Wenn die Tür sich im geöffneten Zustand befindet (angedeutet durch die voneinander weg weisenden beabstandeten Pfeile in 4), wird wiederum ein Anzeigebefehl A an die Bedieneinheit BDE-D gegeben, dass sich die Tür in geöffnetem Zustand befindet.
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Beim nächsten Schritt kann der Installateur bzw. Monteur I erneut die Taste T in Richtung Tdrücken betätigen, worüber wieder ein Befehl C zum Schließen der Türen an die Türsteuerung 61 übermittelt wird, um die Tür zur Durchführung eines weiteren Schritts im Rahmen der Lernfahrt zu schließen.
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Nachdem sich die Tür in geschlossenem Zustand befindet (”Tür geschlossen”), kann der Installateur wiederum die Taste T loslassen (Tloslassen). Auch hier wiederum wird ein neuer Befehl O an die Türsteuerung 61 übermittelt, um die Tür erneut zu öffnen. Der Bewegungsvorgang Mopen ist ebenso angedeutet wie das Erreichend der endgültigen geöffneten Türstellung, wiedergegeben durch die beiden voneinander wegweisenden Pfeile.
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Die bisherigen Schritte sind dabei alle bei abgeschalteten, bzw. inaktiv geschalteten Sensoren 9, 19, 119 etc. durchgeführt worden, wie dies in der Ablaufsteuerung gemäß 4 durch den Hinweis 81 angedeutet ist, der lautet ”ohne Sensoren zu berücksichtigen”.
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Aus der Ablaufsteuerung gemäß 5 ist dabei zu ersehen, dass nach einem erneuten Drücken der Taste T (Tdrücken) durch den Installateur/Monteur I ein weiterer Befehl SI an die Türsteuerung 61 abgegeben wird, nunmehr die Sensoren zuzuschalten bzw. zu aktivieren, um die Sensoren bevorzugt alle in ihrer Lern- und/oder Tür- und/oder umgebungsabhängigen optimalen Justier- bzw. Kalibrierzustand zu bringen. Von daher wird zu diesem Zeitpunkt ein weiterer von der Totmann-Steuerung erhaltener Befehl ”Sensoren iniziieren” (SI in der Türsteuerung 61) in einem Befehl ”Sensor-Lernen” SL umgesetzt und an die Sensoren weitergegeben, wobei gleichzeitig ein Anzeigehinweis AL an die Bedieneinheit BDE-D zurückgegeben wird, dass sich die Sensoren nunmehr in der Lernphase befinden. Dadurch weiß der Monteur/Installateur nunmehr, dass die bisher abgeschalteten bzw. inaktivierten oder unausgewerteten Sensoren zugeschaltet und entsprechend korrekt kalibriert werden, damit sie eine adäquate und richtige Auswertung für die Türsteuerung durchführen können.
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In dem in 5 dargestellten Ablaufdiagramm ist dazu dargestellt, dass nach Erhalt des Befehls Sensor lernen SL die Sensoren sich nunmehr in dem Zustand MSL befinden, also die Lernphase durchführen, wobei sich in diesen Zusammenhang die Tür wiederum schließt (Mclose), bis die Tür insgesamt geschlossen ist.
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Nachdem sich die Tür wiederum im geschlossenen Zustand (”Tür geschlossen”) befindet, wird zum Einen festgestellt, dass die Inbetriebnahme-Phase ”Sensor-Lernen” abgeschlossen ist (wozu ein entsprechender Befehl SLend von der Steuerungseinrichtung 61 an die Sensoren 9, 19, 119 etc. abgegeben wird, um anzuzeigen, dass die Sensoren-Lernphase abgeschlossen ist), und dass zum Anderen zur Verdeutlichung dieses abgeschlossenen Zustandes dann an die Bedieneinheit BDE-D ein Befehl abgegeben bzw. eine Anzeige aktiviert wird, die verdeutlicht, dass die Aktivierungs- und/oder Lernphase der Sensoren abgeschlossen ist.
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Im zeitlichen Abstand dazu kann der Monteur schließlich die Taste T wieder loslassen, wodurch wiederum ein weiterer Befehl C (Tloslassen) an die Türsteuerung 61 abgegeben wird die Tür zu schließen, die geschlossen bleibt.
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Sollte während der ganzen Inbetriebnahme ein Problem dahingehend bestehen, dass noch vor der endgültigen Inbetriebnahme der automatischen Türanlage eine oder mehrere Personen den Türdurchgang durchlaufen, kann der Monteur jederzeit eine gefährliche Situation unter Verwendung der Bedieneinheit BDE-D oder unter Verwendung eines Servicesgerätes ausschließen, insbesondere durch die entsprechend programmierte Totmann-Einrichtung.
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Aus der bisher geschilderten Verfahrensweise ist nämlich zu ersehen, dass immer beim Drücken der Taste T ein Befehl C an die Türsteuerung übermittelt wird, die Tür zu schließen.
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Wird die Taste T losgelassen, so wird immer sofort ein Befehl O an die Türsteuerung 61 übermittelt, die Türanlage zu öffnen.
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Würde also – was in 6 dargestellt ist – beispielsweise während der Einfahrphase, also insbesondere in der Lernphase der Türanlage zur Bestimmung beispielsweise der Masse und der Öffnungsweite der Tür bereits eine Person beim Schließen der Türanlage den gegebenenfalls noch teilweise geöffneten Türdurchgang durchschreiten wollen und/oder würde eine Person die sich schließende Türanlage zu einem späteren Zeitpunkt durchschreiten wollen, wenn beispielsweise die Sensoren sich in ihrer Lern- und Abstimmungsphase befinden, so könnte der Monteur jederzeit die Totmann-Schaltung, d. h. insbesondere die Taste T loslassen (Tloslassen), wodurch die entsprechende Lernphase, d. h. der entsprechende Lernschritt beispielsweise in der Einfahrphase der Tür oder zur Inbetriebnahme oder Aktivierung und Justierung der Sensoren abgebrochen und die Türen sofort wieder in Öffnungslage umgesteuert werden würden.
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Haben die Personen die Tür durchschritten, kann an derselben Stelle die Inbetriebnahme der Tür fortgesetzt werden, in dem der abgebrochene Schritt durch Betätigen der Taste T wiederholt und der entsprechende Schritt noch ein weiteres Mal initiiert wird. Bei Bedarf kann ein Lernschritt jederzeit wiederholt werden, beispielsweise aus Sicherheitsgründen oder auch, weil in einem vorausgegangenen Schritt durch Umsteuerung der Tür in Öffnungsstellung eine Unterbrechung der Lernphase notwendig geworden sein sollte.
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Kann der betreffende Schritt ganz durchgeführt bzw. abgeschlossen werden, so kann nach Erreichen der Schließposition der Türanlage durch Loslassen der Taste ein weiterer, nächster Verfahrensschritt zur Inbetriebnahme der Tür eingeleitet werden. Hatten nochmals Personen versucht, die Türanlage vor dem endgültigen Schließen zu durchlaufen, kann durch vorzeitiges Loslassen der Taste T der durchzuführende Schritt wiederum abgebrochen und danach nochmals initiiert und durchgeführt werden.
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Von daher wird nicht nur die Sicherheit der Gesamtanlage deutlich erhöht, sondern der Monteur wird auch durch die Inbetriebnahme schrittweise geführt und kann die einzelnen aufeinanderfolgenden Schritte fehlerfrei abwickeln oder bei Abbruch eines Verfahrensschrittes diesen sofort durch erneutes Drücken der Taste ein weiteres Mal initiieren, gegebenenfalls sogar mehrfach hintereinander initiieren, falls dies notwendig sein sollte.
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Die für das Lernen der beschriebenen Parameter benötigten Türbewegungen werden also bevorzugt im Rahmen der Erfindung mit einer in der Antriebssoftware integrierten Totmann-Steuerung kontrolliert. Die den Ablauf störenden Komponenten (Sensoren) werden dabei – je nach Situation – automatisch in oder außer Betrieb genommen.
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Die Totmann-Steuerung wird bevorzugt mit einem über den CAN-Bus angeschlossenen Bediengerät BDE-D oder ein sonstiges Servicegerät aktiviert. Danach kann der Installateur wie erläutert bevorzugt menügesteuert auf dem Bediengerät durch die einzelnen Konfigurationsschritte geführt werden. Er kann einzelne Schritte auslassen oder den ganzen Ablauf von vorne beginnen.
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Die benötigten Türbewegungen werden ebenfalls mit dem Bediengerät oder Servicegerät ausgelöst. Damit die Tür schließen kann, muss – wie erläutert – eine bestimmte Taste, ein Hebel, ein Druckauslöser etc. betätigt und bevorzugt dauern gedrückt gehalten werden. Wird die Taste losgelassen, öffnet die Tür sofort wieder. Dadurch kann die Personensicherheit jederzeit gewährleistet werden. Alternativ dazu wäre es auch möglich, jeweils durch einen Auslösebefehl, beispielsweise ”kurz drücken” oder ”Hebel umlegen” etc., eine Schließbewegung zu beginnen und durch entgegengesetztes kurzes Drücken oder Betätigen eines Hebels oder eines weiteren Schalters die Tür zu stoppen und in Öffnungsstellung umzusteuern. Allerdings ist die Sicherheit sehr viel größer, wenn zum Schließen der Tür ein entsprechender Schalter oder eine Taste dauerhaft gedrückt werden muss, so dass beim Loslassen der Taste die Tür automatisch in entgegengesetzter Öffnungsrichtung umsteuert.
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Sind alle Inbetriebnahmeschritte ausgeführt oder wird die Bus-Verbindung (bevorzugt CAN-Verbindung) zwischen dem Steuergerät 61 und dem Bedien- und/oder Servicegerät BDE-D vorzeitig unterbrochen, kehr der Türantrieb bevorzugt automatisch in den Normalbetrieb zurück und deaktivierte Sensoren werden sofort wieder eingeschaltet.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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