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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen einer Leuchtdichte einer Anzeigevorrichtung, mit Ermitteln einer eine Umgebung der Anzeigevorrichtung beschreibenden Anzeigeumgebungsgröße und Einstellen der Leuchtdichte in Abhängigkeit der Anzeigeumgebungsgröße, eine verfahrensgemäße Anzeigevorrichtung sowie ein mit der Anzeigevorrichtung ausgestattetes Kraftfahrzeug.
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Einstellen einer Leuchtdichte einer Anzeigevorrichtung ist bekannt. Dies kann beispielsweise mittels einer manuell betätigbaren Dimmvorrichtung erfolgen. Außerdem ist es bekannt, das Einstellen der Leuchtdichte der Anzeigevorrichtung automatisch vorzunehmen, beispielsweise in Abhängigkeit eines Ausgangssignals einer Sensorvorrichtung, die eine Umgebungshelligkeit misst. Mittels der Sensorvorrichtung kann die die Umgebung der Anzeigevorrichtung beschreibende Anzeigeumgebungsgröße ermittelt werden, in deren Abhängigkeit die Leuchtdichte automatisch eingestellt werden kann. Aus der
US 6 762 741 B2 ist ein automatisches Helligkeitseinstellsystem für Anzeigevorrichtungen bekannt, welches ein beleuchtetes Display, einen Sensor und einen Steuer- und/oder Regelschaltkreis aufweisen kann, bekannt. Der Sensor generiert ein logarithmisches erstes Signal als Antwort auf ein nahe des beleuchteten Displays vorhandenes Umgebungs-licht.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Einstellen einer Leuchtdichte einer Anzeigevorrichtung dahingehend zu verbessern, dass in Räumen, insbesondere in einem Innenraum eines Kraftfahrzeugs vorkommende spezielle Lichtverhältnisse besser und/oder schneller berücksichtigt werden können.
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Die Aufgabe ist bei einem Verfahren zum Einstellen einer Leuchtdichte einer Anzeigevorrichtung mit Ermitteln einer eine Umgebung der Anzeigevorrichtung beschreibenden Anzeigeumgebungsgröße und Einstellen der Leuchtdichte in Abhängigkeit der Anzeigeumgebungsgröße durch Ermitteln der Anzeigeumgebungsgröße in Abhängigkeit eines Schaltzustands einer Lichtverhältnisse der Umgebung und der Anzeigevorrichtung beeinflussenden Lichtvorrichtung gelöst. Insbesondere kann unter der Lichtvorrichtung auch eine weitere Anzeigevorrichtung, die ein zur Darstellung von Informationen ausgesendetes Licht auch auf die Anzeigevorrichtung wirft, verstanden werden. Vorteilhaft kann in Kenntnis des Schaltzustandes eine Störgrößenaufschaltung eines die Leuchtdichte einstellenden Regelkreises erzielt werden. Vorteilhaft kann dadurch schneller und besser auf eine Veränderung der Lichtverhältnisse in der Umgebung beziehungsweise an der Anzeigevorrichtung reagiert werden. Alternativ und/oder zusätzlich kann anstelle der Störgrößenaufschaltung des Regelkreises auch lediglich eine Steuerung, insbesondere Vorsteuerung, der Leuchtdichte erfolgen. Unter der Anzeigeumgebungsgröße kann eine beliebige Größe, insbesondere Mehrgrößengröße verstanden werden, die dazu geeignet ist, die Umgebung, insbesondere die in der Umgebung herrschenden Lichtverhältnisse, zu beschreiben beziehungsweise zu charakterisieren.
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Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Lichtvorrichtung eine künstliche Lichtquelle aufweist. Der Begriff Lichtvorrichtung ist weit auszulegen, wobei unter diesem beispielsweise eine künstliche Lichtquelle im Sinne einer Glühbirne, einer LED und/oder eines beliebigen anderen Leuchtmittels verstanden werden kann. Vorteilhaft kann ein Einfluss eines künstlichen Lichts der künstlichen Lichtquelle berücksichtigt werden.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Lichtvorrichtung eine Beschattungsvorrichtung aufweist. Unter der Beschattungsvorrichtung der Lichtvorrichtung kann allgemein eine Vorrichtung zum Absorbieren von Licht und/oder Zurückhalten von Licht verstanden werden, beispielsweise eine Verdunkelung an einem zum Beleuchten eines Raumes vorgesehenen Fenster. Bei dem Raum kann es sich insbesondere um einen Innenraum eines Kraftfahrzeuges handeln, wobei die Beschattungsvorrichtung beispielsweise Seitenscheibenrollos und/oder Heckrollos aufweisen kann. Unter dem Schaltzustand kann beispielsweise verstanden werden, ob die künstliche Lichtquelle eingeschaltet oder ausgeschaltet ist und/oder ob die Beschattungsvorrichtung sich vor den Fenstern befindet oder nicht. Alternativ und/oder zusätzlich kann unter dem Schaltzustand jeder beliebige Zwischenzustand, beispielsweise ein Dimm-Zustand der künstlichen Lichtquelle und/oder eine Position der Beschattungsvorrichtung vor dem Fenster verstanden werden. Vorteilhaft kann ein Einfluss der Beschattungsvorrichtung auf ein durch das Fenster einfallendes Tageslicht berücksichtigt werden.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist ein Einstellen der Leuchtdichte in zumindest einer ersten Leuchtstufe und einer zweiten Leuchtstufe vorgesehen, wobei die erste Leuchtstufe eine höhere Leuchtdichte für einen Tagbetrieb und die zweite Leuchtstufe eine niedrigere Leuchtdichte für einen Nachtbetrieb aufweist. Der Begriff Leuchtstufe ist breit auszulegen, wobei unter diesem gegebenenfalls eine feste Leuchtdichte verstanden werden kann. Alternativ und/oder zusätzlich kann jedoch unter der Leuchtstufe auch eine von einem Steuer- und/oder Regelalgorithmus abhängige variable Leuchtdichte verstanden werden, wobei dann die Regel- und/oder Steueralgorithmen der ersten Leuchtstufe und der zweiten Leuchtstufe derartig unterschiedlich ausgelegt sind, dass sie im Tagbetrieb stets eine höhere Leuchtdichte ausgeben als bei vergleichbaren Eingangssignalen während eines Nachtbetriebs. Vorteilhaft kann die Leuchtdichte auf einfache Art und Weise in lediglich zwei Stufen angepasst werden, wobei für weitere Stufen kein Aufwand getrieben werden muss.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist ein Einstellen der ersten Leuchtstufe, falls eine künstliche Lichtquelle der Lichtvorrichtung „Eingeschaltet” als Schaltzustand aufweist und Einstellen der zweiten Leuchtstufe, falls die künstliche Lichtquelle „Ausgeschaltet” als Schaltzustand aufweist, vorgesehen. Vorteilhaft kann eine Ablesbarkeit der Anzeigevorrichtung auch bei einem Einschalten der künstlichen Lichtquelle und bei vergleichsweise geringem Umgebungslicht gewährleistet werden, da in diesem Fall sofort die Leuchtdichte der Anzeigevorrichtung erhöht werden kann. Vorteilhaft kann dies ohne zeitliche Verzögerung erfolgen, so dass auf ein Zeitverhalten eventuell sonst vorhandener Regel- und/oder Steuerkreise keine Rücksicht genommen werden muss.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens sind ein Ermitteln einer an der oder in der Nähe der Anzeigevorrichtung vorhandenen Beleuchtungsstärke mittels einer Lichtsensorvorrichtung und ein zusätzliches Einstellen der Leuchtdichte in Abhängigkeit von der ermittelten Beleuchtungsstärke vorgesehen. Vorteilhaft kann zusätzlich ein geschlossener Regelkreis zum Einstellen der Leuchtdichte vorgesehen sein. Dabei ist es möglich, den Schaltzustand als Vorsteuergröße und/oder als Störgrößenaufschaltung in die Regelung mit einzubeziehen.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist ein zusätzliches Einstellen der Leuchtdichte in Abhängigkeit eines Bedienzustandes einer Mensch-Maschine-Schnittstelle zum Bedienen der Anzeigevorrichtung vorgesehen. Vorteilhaft kann ein die Mensch-Maschine-Schnittstelle bedienender Bediener, beispielsweise ein Fahrer eines mit der Anzeigevorrichtung ausgestatteten Kraftfahrzeugs, manuell in das Einstellen der Leuchtdichte eingreifen.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist ein Einstellen einer überlagerten Grundleuchtdichte der Anzeigevorrichtung mittels einer Dimmvorrichtung der Mensch-Maschine-Schnittstelle vorgesehen. Vorteilhaft kann der Nutzer, insbesondere der Nutzer des Kraftfahrzeugs, mittels der Mensch-Maschine-Schnittstelle eine für ihn angenehme Grundleuchtdichte der Anzeigevorrichtung vorwählen, so dass dieser die auch bei verändertem Umgebungslicht und/oder bei eingeschalteter künstlicher Lichtquelle und/oder bei vor die Fenster gezogener Beschattungsvorrichtung stets die dann tatsächlich eingestellte Leuchtdichte als angenehm empfindet.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist ein Auswählen aus einer Vielzahl von Betriebszuständen der Anzeigevorrichtung mittels einer Auswählvorrichtung der Mensch-Maschine-Schnittstelle vorgesehen. Unter einer Auswählvorrichtung kann beispielsweise eine menügeführte Auswählvorrichtung und/oder eine Tastvorrichtung und/oder ein Drehknopf und/oder eine Vielzahl von Einzelknöpfen verstanden werden. Vorteilhaft kann der Nutzer der Anzeigevorrichtung die verschiedenen Betriebszustände auswählen.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Vielzahl von auswählbaren Betriebszuständen den Tagbetrieb und/oder den Nachtbetrieb und/oder einen ersten Automatikbetrieb, der ausschließlich den Schaltzustand der künstlichen Lichtvorrichtung verwendet und/oder einen zweiten Automatikbetrieb, der ausschließlich die ermittelte Beleuchtungsstärke verwendet und/oder ein dritter Automatikbetrieb, der den Schaltzustand und die Beleuchtungsstärke verwendet und/oder ein Personalisierungsbetrieb, der einem zuvor festgelegten und einem Bediener der Anzeigevorrichtung zugewiesenen Betriebszustand dieser Gruppe entspricht, aufweist. Vorteilhaft kann der Nutzer für unterschiedlichste Anforderungen aus den Betriebszuständen auswählen. Besonders vorteilhaft kann dies vorgelagert erfolgen, wobei eine entsprechende Auswahl in einer Speichervorrichtung speicherbar ist. Zum Personalisieren kann die Speichervorrichtung ausgelesen und der entsprechende Betriebszustand eingestellt werden. Dies kann beispielsweise entsprechend einer Fahrererkennung erfolgen.
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Die Aufgabe ist außerdem bei einer Anzeigevorrichtung mit einer einstellbaren Leuchtdichte, mit einer Beleuchtungsvorrichtung zum Erzeugen der Leuchtdichte und einer Steuervorrichtung, mittels der eine eine Umgebung der Anzeigevorrichtung beschreibende Anzeigeumgebungsgröße ermittelbar ist und die Leuchtdichte in Abhängigkeit der Anzeigeumgebungsgröße einstellbar ist, dadurch gelöst, dass die Anzeigeumgebungsgröße in Abhängigkeit eines Schaltzustands einer die Umgebung und die Anzeigevorrichtung beleuchtenden künstlichen Lichtquelle ermittelbar ist. Die Anzeigevorrichtung ist insbesondere eingerichtet, ausgelegt, konstruiert und/oder ausgestattet mit einer Software zum Durchführen eines vorab beschriebenen Verfahrens. Es ergeben sich die vorab beschriebenen Vorteile.
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Die Aufgabe ist außerdem bei einem Kraftfahrzeug mit einer vorab beschriebenen Anzeigevorrichtung gelöst. Es ergeben sich die vorab beschriebenen Vorteile.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der – gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung – zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Beschriebene und/oder bildlich dargestellte Merkmale bilden für sich oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung, gegebenenfalls auch unabhängig von den Ansprüchen, und können insbesondere zusätzlich auch Gegenstand einer oder mehrerer separater Anmeldung/en sein. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Es zeigen:
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1 eine schematische Ansicht einer Anzeigevorrichtung als Teil einer Mensch-Maschine-Schnittstelle eines teilweise dargestellten Kraftfahrzeugs; und
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2 ein Blockschaltbild zum Einstellen einer Leuchtdichte der in 1 gezeigten Anzeigevorrichtung.
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1 zeigt eine Anzeigevorrichtung 1 einer Mensch-Maschine-Schnittstelle 3 eines in 1 nur teilweise dargestellten Kraftfahrzeugs 5. Die Anzeigevorrichtung 1 weist beispielsweise ein Kombiinstrument 9 und/oder ein Zentraldisplay 11 auf. Alternativ und/oder zusätzlich kann die Anzeigevorrichtung 1 ein oder mehrere hinterleuchtete Schaltersymbole – die in 1 mittels kleinen Quadraten symbolisiert sind – einer Bedienelementeanordnung 12 der Mensch-Maschine-Schnittstelle aufweisen. Die Anzeigevorrichtung 1 weist eine Beleuchtungsvorrichtung 13 auf, die in 1 nicht näher dargestellt und lediglich mittels zwei parallel verlaufenden Pfeilen symbolisiert ist. Mittels der Beleuchtungsvorrichtung 13 kann an dem Kombiinstrument 9 und/oder dem Zentraldisplay 11 und/oder der Bedienelementeanordnung 12 eine Leuchtdichte zum Hinterleuchten und/oder Erhöhen einer Ablesbarkeit der Anzeigevorrichtung 1 und/oder zum Darstellen von Informationen und/oder der Schaltersymbole und/oder zum Auffinden von jeweiligen Bedienelementen, beispielsweise der Bedienelementeanordnung 12, erzeugt werden. Unter eine Leuchtdichte kann eine Helligkeitswahrnehmung eines von der Anzeigevorrichtung 1, insbesondere flächig, abgestrahlten Lichtes verstanden werden. Dies kann als Verhältnis einer ausgestrahlten Lichtstärke zu einer Größe ihrer scheinbar leuchtenden Fläche, beispielsweise in der Einheit cd/m2 (Candela pro Quadratmeter), beschrieben werden.
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Benachbart zu der Beleuchtungsvorrichtung 13 weist die Anzeigevorrichtung 1 eine Sensorvorrichtung 15 auf. Mittels der Sensorvorrichtung 15 kann eine Beleuchtungsstärke 18 ermittelt werden. Die Beleuchtungsstärke 18 ist Teil einer eine Umgebung der Anzeigevorrichtung 1 beschreibenden Anzeigeumgebungsgröße 17. Die Beleuchtungsstärke 18 beschreibt, auf der Anzeigevorrichtung 1 oder zumindest in unmittelbarer Nähe der Anzeigevorrichtung 1 vorherrschende Lichtverhältnisse. Unter einer Beleuchtungsstärke kann ein einfallender Lichtstrom pro Flächeneinheit einer entsprechenden Empfängerfläche, beispielsweise einer Oberfläche der Anzeigevorrichtung 1 verstanden werden. Die Beleuchtungsstärke 18 wird an eine der Sensorvorrichtung 15 nachgeschaltete Steuervorrichtung 19 weitergeleitet. Die Steuervorrichtung 19 ist der Beleuchtungsvorrichtung 13 vorgeschaltet und steuert insbesondere in Abhängigkeit der Beleuchtungsstärke 18 deren Leuchtdichte. Die Steuervorrichtung 19 ist außerdem einer Schaltvorrichtung 21 vorgeschaltet. Die Schaltvorrichtung 21 steuert eine künstliche Lichtquelle 23 und eine Beschattungsvorrichtung 25 des Kraftfahrzeugs 5. Bei der künstlichen Lichtquelle 23 und der Beschattungsvorrichtung 25 handelt es sich um Teile einer Lichtvorrichtung 27 zum Beeinflussen eines Lichtverhältnisses in einem Innenraum des Kraftfahrzeuges 5, also auch in der Umgebung der Anzeigevorrichtung 1. Dadurch wird die Ablesbarkeit der Anzeigevorrichtung 1 beeinflusst. Die Schaltvorrichtung 21 erzeugt einen Schaltzustand 29 und leitet diesen entsprechend zum Einstellen an die künstliche Lichtquelle 23 und/oder die Beschattungsvorrichtung 25 weiter und/oder stellt diesen ein.
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Außerdem übermittelt die Schaltvorrichtung 21 den Schaltzustand 29 an die Steuervorrichtung 19, die diesen ebenfalls als Teil der die Umgebung der Anzeigevorrichtung 1 beschreibenden Anzeigeumgebungsgröße 17 verwendet. Bei der Anzeigeumgebungsgröße 17 kann es sich um einer Mehrgrößengröße beziehungsweise vektorielle Größe handeln, die die Beleuchtungsstärke 18 und/oder den Schaltzustand 29 aufweist. Vorteilhaft verwendet die Steuervorrichtung 19 damit den Schaltzustand 29 der Anzeigeumgebungsgröße 17 zusätzlich zum Einstellen der Leuchtdichte 7 der Beleuchtungsvorrichtung 13 der Anzeigevorrichtung 1. Dazu erzeugt die Steuervorrichtung 19 ein Leuchtdichtestellsignal 31, wobei entsprechend des Leuchtdichtestellsignals 31 die Leuchtdichte 7 mittels der Beleuchtungsvorrichtung 13 der Anzeigevorrichtung 1 eingestellt wird. Alternativ und/oder zusätzlich ist es denkbar, dass die Erzeugung des Leuchtdichtestellsignals 31 ausschließlich in Abhängigkeit des Schaltzustands 29 ermittelt wird.
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2 zeigt ein Blockschaltbild verschiedener Eingangsgrößen der Steuervorrichtung 19. Bei der Steuervorrichtung 19 kann es sich um eine zentrale Fahrzeugsteuervorrichtung des Kraftfahrzeugs 5 handeln.
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Zu erkennen ist die Sensorvorrichtung 15, die die Anzeigeumgebungsgröße 17 an die Steuervorrichtung 19 liefert. Als weitere Eingangsgröße erhält die Steuervorrichtung 19 den Schaltzustand 29 der Schaltvorrichtung 21, insbesondere einen Schaltzustand der Beschattungsvorrichtung 25 und/oder der künstlichen Lichtquelle 23, beispielsweise eines Innenraumlichts und/oder von Leseleuchten.
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Außerdem erhält die Steuervorrichtung 19 ein Dimmwählsignal 35 einer Dimmvorrichtung 33. Die Dimmvorrichtung 33 ist Teil der Mensch-Maschine-Schnittstelle 3 und dient zum Vorwählen einer von einem Nutzer des Kraftfahrzeugs 5 als angenehm empfundenen Grundleuchtdichte. Außerdem ist der Steuervorrichtung 19 eine Auswählvorrichtung 37 vorgeschaltet. Die Auswählvorrichtung 37 generiert ein Auswahlsignal 39. Mittels des Auswahlsignals 39 kann beispielsweise zwischen einem Tagbetrieb und einem Nachtbetrieb der Beleuchtungsvorrichtung 13 der Anzeigevorrichtung 1 ausgewählt werden. Alternativ und/oder zusätzlich können außer dem Tag- und/oder Nachtbetrieb auch ein automatischer Betrieb und/oder Voreinstellungen für eine Personalisierung eingestellt werden. Der Automatikbetrieb kann in verschiedenen Arten angewählt werden, beispielsweise kann ausgewählt werden, ob lediglich in Abhängigkeit der Anzeigeumgebungsgröße 17 der Sensorvorrichtung 15, lediglich in Abhängigkeit des Schaltzustandes 29 der Lichtvorrichtung 27 und/oder abhängig von beiden die automatische Einstellung der Leuchtdichte 7 der Beleuchtungsvorrichtung 13 eingestellt werden soll. Die Auswahl einer Personalisierung kann als Voreinstellung gewählt werden, wobei gegebenenfalls dann abhängig von einer Fahrererkennung und/oder Eingabe eines Fahrers zur Identifizierung des Nutzers des Kraftfahrzeugs 5 eine entsprechend zuvor stattgefundene Auswahl mittels des Auswahlsignals 39 zum Einstellen der Steuervorrichtung 19 an diese übermittelt wird. Außerdem ist der Steuervorrichtung 19 eine Einstellvorrichtung 41 vorgeschaltet. Mittels der Einstellvorrichtung 41 kann ein Wartungssignal 43 zum Übermitteln von Voreinstellungen beziehungsweise zum Vornehmen von Voreinstellungen an die Steuervorrichtung 19 übermittelt werden. Mit den Voreinstellungen können unterschiedliche Dimmungsparameter wie Pegel, Steigungen durch den Nutzer des Kraftfahrzeugs 5 individuell eingestellt und abgespeichert werden, beispielsweise abhängig von einem Umgebungslicht und/oder den mittels der Lichtvorrichtung 27 veränderbaren und/oder beeinflussbaren Lichtverhältnisse in der Umgebung beziehungsweise an der Anzeigevorrichtung 1.
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Die Sensorvorrichtung 15, die insbesondere als Tageslichtsensor ausgelegt ist, kann insbesondere ein Umgebungslicht des Kraftfahrzeugs 5 detektieren. Die so ermittele Anzeigeumgebungsgröße 17 kann dazu verwendet werden, einen Hintergrundbeleuchtungszustand beziehungsweise die Leuchtdichte 7 der Beleuchtungsvorrichtung 13 in zumindest zwei Schaltzuständen, beispielsweise den Tagbetrieb und den Nachtbetrieb zu schalten. In den zumindest zwei Schaltzuständen kann die Leuchtdichte 7 kontinuierlich und in Abhängigkeit der Anzeigeumgebungsgröße 17 gesteuert werden. Vorteilhaft erfolgt das Einstellen der Leuchtdichte 7 zusätzlich in Abhängigkeit des Schaltzustandes 29 der Lichtvorrichtung 27.
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Alternativ und/oder zusätzlich kann der Nutzer des Kraftfahrzeugs 5 zwischen einer automatischen Hintergrundbeleuchtung beziehungsweise automatischen Einstellung der Leuchtdichte 7 wählen, insbesondere tageslichtabhängig und/oder innenraumlichtabhängig und/oder Tagbetrieb und/oder Nachtbetrieb, insbesondere umschaltbar mittels Schalter und/oder Menü, insbesondere mittels der Auswählvorrichtung 37. Die automatische Hintergrundbeleuchtung beziehungsweise das automatische Einstellen der Leuchtdichte 7 kann entweder mittels Kalibrierwerten für eine Innenraumbeleuchtung und/oder mittels Tageslichtsensoren und/oder durch den Nutzer des Kraftfahrzeugs 5 mittels Voreinstellungen, insbesondere mittels der Einstellvorrichtung 41 angepasst werden. Grundsätzlich können an der Einstellvorrichtung 41 mehrere Voreinstellungen angeboten werden, insbesondere menügeführt, insbesondere um Mehrfahrer-Szenarien und/oder Personalisierungen abzudecken.
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Vorteilhaft wird eine Verbesserung einer Ablesbarkeit der Anzeigevorrichtung im Sinne von Kontroll- und/oder Anzeigeeinheiten für den Nutzer des Kraftfahrzeugs 5 unabhängig von Lichtverhältnissen, die von einem Umgebungslicht und/oder einem Innenraumlicht erzeugt werden, ermöglicht. Dies wird durch die Verwendung des Schaltzustands 17 möglich. Alternativ- und/oder zusätzlich können jedoch auch die Beleuchtungsstärke 18 und der Schaltzustand 17 oder nur der Schaltzustand 17 oder nur die Beleuchtungsstärke 18 berücksichtigt werden. Vorteilhaft kann ein Komfort für den Nutzer des Kraftfahrzeugs 5 erhöht werden. Vorteilhaft kann eine unangepasste und/oder überhöhte Hintergrundbeleuchtung beziehungsweise Leuchtdichte 7 vermieden werden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Anzeigevorrichtung
- 3
- Mensch-Maschine-Schnittstelle
- 5
- Kraftfahrzeug
- 7
- Leuchtdichte
- 9
- Kombiinstrument
- 11
- Zentraldisplay
- 12
- Schalteranordnung
- 13
- Beleuchtungsvorrichtung
- 15
- Sensorvorrichtung
- 17
- Anzeigeumgebungsgröße
- 18
- Beleuchtungsstärke
- 19
- Steuervorrichtung
- 21
- Schaltvorrichtung
- 23
- Lichtquelle
- 25
- Beschattungsvorrichtung
- 27
- Lichtvorrichtung
- 29
- Schaltzustand
- 31
- Leuchtdichtestellsignal
- 33
- Dimmvorrichtung
- 35
- Dimmwählsignal
- 37
- Auswählvorrichtung
- 39
- Auswahlsignal
- 41
- Einstellvorrichtung
- 43
- Wartungssignal
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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