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Die Erfindung betrifft einen Drehschwingungsdämpfer insbesondere im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs mit zwei um eine Drehachse dieser aufeinander gelagerten und um diese entgegen der Wirkung einer Federeinrichtung gegeneinander begrenzt verdrehbaren Schwungmassen.
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Derartige Drehschwingungsdämpfer sind hinreichend beispielsweise in Form von Zweimassenschwungrädern bekannt und werden seit langem in Serie eingesetzt. Dabei werden die beiden Schwungmassen um eine Drehachse aufeinander entgegen der Wirkung einer bevorzugt aus Bogenfedern gebildeten Federeinrichtung gelagert. Werden Drehschwingungen in einen derartigen Drehschwingungsdämpfer eingetragen, erfolgt bei entsprechender Komprimierung der Federeinrichtung eine Zwischenspeicherung von Drehmomentspitzen in der Federeinrichtung und eine zeitlich verzögerte und gedämpfte Abgabe an den Antriebsstrang. Dabei hängt die Qualität der Schwingungsisolation unter Anderem von der anregenden Frequenz beispielsweise einer Brennkraftmaschine in Form eines Dieselmotors und dem über den Drehschwingungsdämpfer zu übertragenden Moment ab. Dabei verschlechtert sich unter vorgegebenen Bauraumbedingungen das Dämpfungsverhalten mit zunehmendem zu übertragendem Moment infolge notwendigerweise mit höherer Steifigkeit ausgebildeter Federeinrichtung.
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Es werden daher – wie beispielsweise aus der
DE 10 2004 011 380 A1 bekannt – mit einem Fliehkraftpendel kombinierte Drehschwingungsdämpfer vorgeschlagen, bei denen zusätzlich zu einer zwischen zwei Scheibenteilen in Umfangsrichtung wirksamen Federeinrichtung über den Umfang verteilt angeordnete und gegenüber einem um die Drehachse des Drehschwingungsdämpfers drehenden Trägerteil begrenzt verschwenkbare Pendelmassen angeordnet sind und einen drehzahladaptiven Schwingungstilger bilden. Diese Pendelmassen verschwenken jeweils um eine Pendelachse radial außerhalb der Drehachse und weisen eine hohe Teileanzahl mit einer Vielzahl von Lagerstellen zu dem Trägerteil auf, die hohen Fliehkraftbelastungen ausgesetzt sind. Durch den notwendigen Abstand der Pendelmassen voneinander, um eine gegenseitige Kontaktierung zu vermeiden, ist das maximal zur Verfügung stehende Massenträgheitsmoment der Pendelmassen bei zur Verfügung stehendem Bauraum vergleichsweise gering.
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Aufgabe der Erfindung ist daher eine Verbesserung eines Drehschwingungsdämpfers bezüglich einer kostengünstigen und robusten Integration eines Tilgerelements mit einer Verringerung der Teileanzahl und einer einfachen Lagerung.
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Die Aufgabe wird durch einen Drehschwingungsdämpfer insbesondere im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs mit zwei um eine Drehachse dieser aufeinander gelagerten und um diese entgegen der Wirkung einer Federeinrichtung gegeneinander begrenzt verdrehbaren Schwungmassen gelöst, wobei ein zur Drehachse zentrisch gelagertes, ringförmiges Massependel vorgesehen ist, das bei einer Verdrehung der beiden Schwungmassen von einer der beiden Schwungmassen über einen begrenzten Verdrehwinkel drehangetrieben ist.
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Durch lediglich ein einziges Masseteil in Form des Massependels, das um die Drehachse begrenzt verlagerbar angeordnet ist, kann die Teileanzahl verringert werden und die Lagerung in einfacher Weise ausgebildet werden. Der Antrieb des Massependels bei sich ändernder Drehrichtung, Drehgeschwindigkeit oder Drehbeschleunigung erfolgt mittels einer Drehmitnahme gegenüber einer Schwungmasse, die nur gering belastet wird und in einfacher Weise gelagert werden kann. Durch ein einziges ringförmiges Massependel kann das Masseträgheitsmoment der tilgenden Massen gegenüber mehreren, über den Umfang verteilten Pendelmassen beispielsweise um das 3- bis 5-fache gesteigert werden. Der Antrieb des Massependels bei sich veränderndem Verdrehwinkel bewirkt dabei insbesondere bei Anregung der Schwungmassen durch Drehstöße einen schwingungstilgenden Effekt.
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Die Drehmitnahme wie Drehkoppelung des Massependels gegenüber einer der beiden Schwungmassen kann dabei mittels zumindest eines, bevorzugt mehrerer gleichmäßig über den Umfang verteilter, zwischen dem Massependel und der Schwungmasse verdrehbar in der anderen Schwungmasse gelagerten, mit der Schwungmasse und dem Massependel jeweils eine Kraftübertragung wie Verzahnung bildenden Ritzels gebildet werden. Weitere Kraftübertragungen können beispielsweise andere drehmomentübertragende Koppelelemente wie reibschlüssige Abrollgeometrien, Kurbelgelenke und dergleichen sein.
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Das beziehungsweise die als Steckwellen mit entsprechenden Außenverzahnungen für das Massependel und das antreibende Schwungrad ausgebildeten Ritzel sind in dem anderen Schwungrad in einfacher Weise, beispielsweise mittels Kunststoffbuchsen gelagert. Dabei kann das sekundäre Schwungrad das Massependel antreiben, wobei die Ritzel wie Steckwellen in dem primären Schwungrad verdrehbar aufgenommen sind. Alternativ kann das primäre Schwungrad das Massependel antreiben. In diesem Fall sind die Steckwellen in der sekundären Schwungmasse oder einem mit diesem verbundenen Bauteil, beispielsweise dem die Energiespeicher der Federeinrichtung beaufschlagenden Flanschteil verdrehbar untergebracht. Im Falle einer Ausführung ohne Schwungmassen oder bei einer separaten Anordnung dieser kann das Massependel durch ein eingangs- oder ausgangsseitiges Bauteil wie Scheibenteil angesteuert wie angetrieben werden und entsprechende Steckwellen oder Ritzel verdrehbar im anderen eingangs- oder ausgangsseitigen Bauteil angeordnet werden.
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Dabei kann zwischen dem Massependel und der diese antreibenden Schwungmasse eine Übersetzung vorgesehen werden, so dass bei einer Änderung der Drehbeschleunigung der Schwungmasse das Massependel drehrichtungsabhängig mit einer Übersetzung ins Schnelle oder Langsame angetrieben wird. Hierbei können die zwischen den Ritzeln und der Schwungmasse einerseits und dem Massependel andererseits ausgebildeten Verzahnungen unterschiedlich übersetzt sein, wobei die Zähnezahlen und/oder der Wirkdurchmesser unterschiedlich ausgestaltet sein können. Eine Verdrehung des Massependels kann in demselben Drehsinn wie die antreibende Schwungmasse vorgesehen sein, wobei die Ritzel mit einer entsprechenden Außenverzahnung jeweils bezogen auf die Drehachse des Drehschwingungsdämpfers radial außen oder radial innen in ein entsprechendes Zahnprofil des Massependels und des Schwungrads drehschlüssig eingreifen. Soll eine gegensinnige Verdrehung des Massependels erzielt werden, greifen beispielsweise die Ritzel mittels einer Außenverzahnung radial außen in ein Verzahnungsteil und mittels der anderen Außenverzahnung in das andere Verzahnungsteil des Massependels beziehungsweise der Schwungmasse ein. Versuche haben hierbei gezeigt, dass abhängig von den Eigenschaften der Brennkraftmaschine, beispielsweise abhängig von der Zylinderzahl und damit den in den Antriebsstrang eingebrachten Drehschwingungen, beispielsweise 2. Ordnung, die Wirkung des Drehschwingungsdämpfers bezüglich dieser Drehschwingungen abhängig von der Übersetzung und von der Drehrichtung des Massependels gegenüber der antreibenden Schwungmasse ist. Beispielsweise haben sich bei Dieselmotoren mit vier Zylindern und einem maximalen Drehmoment von über 300 Nm Übersetzungen ins Schnelle von 1,0 bis 1,8 bevorzugt 1,2 bis 1,6 und in Langsame von –0,8 bis –0,1, bevorzugt von –0,6 bis –0,2 als besonders vorteilhaft erwiesen. Es versteht sich, dass bei entsprechenden Eigenschaften der Brennkraftmaschine, beispielsweise Ottomotoren oder Dieselmotoren mit einer unterschiedlichen Zylinderzahl, beispielsweise zwischen drei und acht Zylindern unterschiedliche bevorzugte Übersetzungen als vorteilhaft erweisen können.
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Das Massependel kann einteilig ausgebildet sein. Beispielsweise kann das Massependel aus Blech gebildet sein, wobei radial außen Zur Erhöhung des Masseträgheitsmoments mehrere Blechlagen aufeinander gefaltet sein können. Radial innen kann das Massependel auf einem Lagerflansch gelagert sein. Der Lagerflansch einer Schwungmasse kann auf demselben oder einem anderen Durchmesser die Lagerung für die andere Schwungmasse ausbilden. Die Verzahnungsteile zur Bildung der Verzahnung mit den Ritzeln können direkt aus dem Blech ausgestellt beziehungsweise aus entsprechenden ausgestellten Blechteilen gebildet sein. Die Lagerung kann eine Gleit- oder Wälzlagerung sein. Es hat sich weiterhin als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das Massependel aus einem eine Verzahnung und einen Lagersitz bildenden Trägerteil und einem daran befestigten wie vernieteten, beispielsweise als Guss- oder Schmiedeteil gebildeten Massering gebildet ist.
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Dabei kann das Massenpendel auf einer der sekundären Schwungmasse gegenüberliegenden Seite einer primären Schwungmasse angeordnet sein. Bei einer derartigen Ausgestaltung ist das Massependel quasi außerhalb des Drehschwingungsdämpfers angeordnet und der Wandung der Brennkraftmaschine zugewandt. Die primäre Schwungmasse kann dabei zumindest im radial äußeren Bereich eingebuchtet sein, so dass das Massependel radial innerhalb eines axialen Ansatzes, der beispielsweise den Anlasserzahnkranz aufnehmen kann, angeordnet ist.
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Zur weiteren Verbesserung der Isolationswirkung kann zusätzlich einer oder beiden Schwungmassen ein Fliehkraftpendel wirksam zugeordnet werden. Hierzu sind zusätzlich zum Massependel mehrere, über den Umfang verteilte gegenüber einem Trägerteil begrenzt verschwenkbare Pendelmassen vorgesehen. Beispielsweise kann das die Federeinrichtung ausgangsseitig wie sekundärseitig beaufschlagende Flanschteil als Trägerteil dienen und radial innerhalb der Federeinrichtung die Pendelmassen aufnehmen.
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Die Erfindung wird anhand der in den 1 bis 12 gezeigten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigen:
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1 eine von der Getriebeseite aus gerichtete, teilweise geschnittene Ansicht auf einen erfindungsgemäßen Drehschwingungsdämpfer,
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2 eine von der Motorseite aus gerichtete Ansicht auf den Drehschwingungsdämpfer der 1,
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3 den Drehschwingungsdämpfer der 1 im Schnitt entlang der Schnittlinie Y-Y,
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4 den Drehschwingungsdämpfer der 1 im Schnitt entlang der Schnittlinie X-X,
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5 eine Explosionsdarstellung des Drehschwingungsdämpfers der 1,
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6 einen Teilschnitt durch einen gegenüber dem Drehschwingungsdämpfer der 1 abgeänderten Drehschwingungsdämpfer mit gegenläufig zur antreibenden Schwungmasse übersetzt drehendem Massependel,
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7 einen Teilschnitt durch einen gegenüber dem Drehschwingungsdämpfer der 6 abgeänderten Drehschwingungsdämpfer mit gleichsinnig zur antreibenden Schwungmasse übersetzt drehendem Massependel,
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8 einen Teilschnitt durch einen gegenüber dem Drehschwingungsdämpfer der 6 abgeänderten Drehschwingungsdämpfer mit gegenläufig zur antreibenden Schwungmasse ohne Übersetzung drehendem Massependel,
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9 einen Teilschnitt durch einen Drehschwingungsdämpfer mit von der primären Schwungmasse angetriebenem Massependel,
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10 eine Teilansicht des Drehschwingungsdämpfers der 9,
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11 einen Teilschnitt eines Drehschwingungsdämpfers mit von der primären Schwungmasse angetriebenem Massependel und gegenüber dem Drehschwingungsdämpfer der 9 veränderter Lagerung der Ritzel und
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12 eine Teilansicht des Drehschwingungsdämpfers der 11.
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Die 1 und 2 zeigen den um die Drehachse 2 drehenden, an einer Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine wie beispielsweise Dieselmotor mit vier Zylindern aufgenommenen Drehschwingungsdämpfer 1 in Form eines Zweimassenschwungrads von der Getriebeseite her (1) und von der Motorseite her (2). Die beiden Schwungmassen 3, 4, von denen die Schwungmasse 3 eingangsseitig als primäre Schwungmasse mittels der Befestigungsöffnungen 5 an der Kurbelwelle befestigt ist und die Schwungmasse 4 als Gegendruckplatte einer auf dieser zu befestigenden Reibungskupplung dient, sind aufeinander mittels der Lagerung 6 entgegen der Wirkung der Federeinrichtung 7, die hier aus zwei Bogenfedern 8 gebildet ist, begrenzt gegeneinander verlagerbar. Hierzu sind an der primären Schwungmasse 3 nicht einsehbare Einformungen und an der sekundären Schwungmasse 4 an dem mit dieser verbundenen Flanschteil radial erweiterte Arme 10 vorgesehen.
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Neben der drehschwingungsdämpfenden Wirkung der entgegen der Federeinrichtung 7 begrenzt verdrehbaren Schwungmassen 3, 4 ist der Drehschwingungsdämpfer mit dem schwingungstilgenden Massependel 11 versehen, das bei einer Verdrehung der beiden Schwungmassen 3, 4 drehangetrieben wird. Hierzu sind über den Umfang verteilt in der primären Schwungmasse 3 verdrehbar Ritzel 12 aufgenommen, die beidseitig der Aufnahme in der primären Schwungmasse 3 Außenverzahnungen 13, 14 aufweisen, die mit Verzahnungsteilen 15, 16 in dem Flanschteil 9 und dem Massependel 11 die Verzahnungen 17, 18 in Anlehnung an ein Planetengetriebe bilden, bei dem die primäre Schwungmasse 3 als zwischen die sekundäre Schwungmasse 4 und die das Massependel 11 geschalteter Steg betrachtet werden kann, die sekundäre Schwungmasse 4 also das Massependel 11 drehantreibt. Die Verzahnung 17 ist dabei radial innen am Flanschteil 9 und die Verzahnung 18 radial außen am Massependel 11 angeordnet, so dass der Antrieb des Massependels in gegenläufigem Drehsinn erfolgt. Weiterhin wird durch den größeren Durchmesser der Außenverzahnungen 14 der Verzahnungen 18 an dem Massependel 11 gegenüber den Außenverzahnungen 13 der Verzahnungen 17 an dem Flanschteil 9 und damit der sekundären Schwungmasse 4 eine Übersetzung des Massependels 11 gegenüber der sekundären Schwungmasse 4 ins Schnelle erzielt.
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Die 3 und 4 zeigen den Drehschwingungsdämpfer 1 der 1 entlang der Schnittlinien X-X beziehungsweise Y-Y. Die primäre Schwungmasse 3 ist auf dem Lagerteil 19 fest, die sekundäre Schwungmasse 4 mittels der radial innerhalb der Befestigungsöffnungen 5 vorgesehenen Lagerung 6 wie Wälzlager verdrehbar aufgenommen. Das Massependel 11 ist radial außerhalb der Befestigungsöffnungen 5 mittels der Lagerung 20 – hier einer Gleitlagerung – auf dem Lagerteil 19 verdrehbar aufgenommen. Radial innen ist an dem Lagerteil 19 das Pilotlager 27 zur Aufnahme einer nicht dargestellten Getriebeeingangswelle vorgesehen.
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Das Massependel 11 ist zweiteilig aus dem aus Blech hergestellten Trägerteil 21 und dem Massering 22 hergestellt. Diese sind mittels der Niete 23 miteinander verbunden. Das Trägerteil ist mit entsprechenden Ausnehmungen 24 unter Ausbildung der axial ausgeformten Verzahnungsteile 16 versehen, die jeweils durch entsprechende Stege 25 in Umfangsrichtung voneinander getrennt sind. Radial innen ist an dem Trägerteil 21 der axiale Ansatz 26 zur Bildung der Lagerung 20 angeformt.
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Die Ritzel 12 wie Steckwellen mit ihren Außenverzahnungen 13, 14 sind mittels Kunststoffbuchsen 28 in entsprechenden Öffnungen in der primären Schwungmasse 3 verdrehbar gelagert. Bei einer Verdrehung der beiden Schwungmassen 3, 4 gegeneinander werden die Bogenfedern 8 eingangsseitig von den Einformungen 29 der primären Schwungmasse und ausgangsseitig von den Armen 10 des mit der sekundären Schwungmasse 4 mittels der Niete 30 verbundenen Flanschteils 9 komprimiert. Die Verdrehung erfolgt beispielsweise bei Übertragung eines von der Brennkraftmaschine in den Drehschwingungsdämpfer 1 eingetragenen Drehmoments. Dabei werden Drehstöße, Drehschwingungen und dergleichen durch kurzeitige Erhöhungen des Verdrehwinkels in der Federeinrichtung 7 gespeichert und zeitverzögert wieder abgegeben, so dass eine Schwingungsdämpfung eintritt. Mit Änderung des Verdrehwinkels wird mittels der Verzahnung 18 das Ritzel 12 angetrieben, wobei dieses mit der eingestellten Übersetzung der Verzahnung 17 das mit einem vorgegebenen Masseträgheitsmoment ausgebildete Massependel 11 in Gegenrichtung antreibt, so dass die durch Drehstöße und Drehschwingungen eingetragene kinetische Energie getilgt wird, so dass insgesamt eine verbesserte Schwingungsisolation erzielt wird. Dabei haben sich Übersetzungen zwischen der sekundären Schwungmasse 4 und dem Massependel 11 von 1,0 bis 1,8, insbesondere zwischen 1,6 und 1,2 als besonders wirksam für eine Schwingungstilgung erwiesen.
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5 zeigt den Drehschwingungsdämpfer 1 in Form einer Explosionsdarstellung mit dem das Pilotlager 27 aufnehmenden Lagerteil 19, auf dem das Trägerteil 21 mit dem mittels der Niete 23 befestigten Massering 22 und dem Gleitlager 31 drehgelagert aufgenommen ist. Mit dem Lagerteil 19 ist weiterhin die primäre Schwungmasse 3 und die Verstärkungsscheibe 32 gesichert und zentriert verbunden, wobei eine feste Verbindung über die Befestigungsöffnungen 5 nach dem Verschrauben auf der Kurbelwelle erfolgt. Die primäre Schwungmasse 3 nimmt weiterhin radial außen den Anlasserzahnkranz 33 auf und wird durch die Scheibenteile 34, 35 und die Verschleißschutzschalen 36 sowie den Dichtring 37 unter Bildung der radial innen offenen Ringkammer komplettiert, in die die Bogenfedern 8 eingelegt sind und das Flanschteil 9 eingesetzt ist. Die Ritzel 12 werden in den Öffnungen 38 der primären Schwungmasse 3 gelagert. Des Flanschteil 9 wird mittels der Niete 30 mit der sekundären Schwungmasse 4 vernietet. Die Zentrierstifte 39 sind zur zentrierten Aufnahme einer Kupplungsdruckplatte einer Reibungskupplung in die sekundäre Schwungmasse 4 eingebracht.
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6 zeigt einen Teilschnitt durch einen dem Drehschwingungsdämpfer
1 der
1 bis
5 ähnlichen Drehschwingungsdämpfer
101, bei dem an dem Flanschteil
109 zusätzlich und umfangsseitig zwischen den die Verzahnungsteile
115 bildenden Ausnehmungen
140 begrenzt gegenüber dem Flanschteil
109 verlagerbare Pendelmassen
141 beidseitig des Flanschteils
109 zur Bildung eines Fliehkraftpendels wie beispielsweise in der
DE 10 2004 011 380 A1 offenbart aufgenommen sind.
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7 zeigt einen Teilschnitt durch einen dem Drehschwingungsdämpfer 1 der 1 bis 6 ähnlichen Drehschwingungsdämpfer 201. Im Unterschied zu diesen ist ein gleichsinniger Drehantrieb des Massependels 211 vorgesehen, indem die Außenverzahnungen 213, 214 der Ritzel 212 jeweils mit den Verzahnungsteilen 215, 216 des Flanschteils 209 beziehungsweise des Massependels 211 radial außen die Verzahnungen 217, 218 bilden. In gleicher Weise können in weiteren Ausführungsformen die Verzahnungen jeweils radial innen ausgebildet werden.
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8 zeigt einen den Drehschwingungsdämpfern 1, 101, 201 entsprechenden Drehschwingungsdämpfer 301 mit einem gegensinnigen Drehantrieb des Massependels 311 durch die sekundäre Schwungmasse 304 mittels des Flanschteils 309. Durch die mit gleichem Durchmesser ausgebildeten Außenverzahnungen 313, 314 bei gleicher Zähnezahl ausgebildeten Ritzel 312 ist zwischen dem Flanschteil 309 und dem Massependel 311 keine Übersetzung beziehungsweise die Übersetzung 1,0 eingestellt.
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Die 9 und 10 zeigen den Drehschwingungsdämpfer 401 im Teilschnitt und in Teilansicht, bei dem das Massependel 411 von der primären Schwungmasse 403 angetrieben wird. Hierzu sind an dem Flanschteil 409 Bolzen 441 aufgenommen, auf denen die Ritzel 412 mittels der Sicherungsringe 442 gesichert und verdrehbar aufgenommen sind. Die primäre Schwungmasse 403 weist Ausnehmungen 440 mit Verzahnungsteilen 415 auf, die mit der Außenverzahnung 413 der Ritzel die Verzahnungen 417 bilden, während die Außenverzahnung 414 mit dem Verzahnungsteil 416 die Verzahnung 418 mit dem Massependel 411 bildet. Das gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt einen gegensinnigen Drehantrieb des Massependels 411 durch die primäre Schwungmasse 403 entsprechend den Drehschwingungsdämpfern 1, 101, 301 der 1 bis 5, 6 und 8.
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In Abänderung zu dem Drehschwingungsdämpfer 401 der 9 und 10 zeigen die 11 und 12 den Drehschwingungsdämpfer 501 im Teilschnitt und in Teilansicht mit ebenfalls von der primären Schwungmasse 503 drehangetriebenem Massependel 511. Im Gegensatz zu dem Drehschwingungsdämpfer 401 ist die Übersetzung des Massependels 511 gegenläufig ins Langsame, beispielsweise zwischen –0,8 und –0,1, in bevorzugter Weise zwischen –0,5 und –0,3 ausgebildet. Hierzu weist die Außenverzahnung 513 der Verzahnung 517 zur primären Schwungmasse 503 einen größeren Durchmesser beziehungsweise eine größere Zähnezahl als die Außenverzahnung 514 der Verzahnung 518 zum Massependel 511 auf. Es versteht sich, dass durch Ausbildung der Verzahnungen beidseits radial außen oder radial innen ein Drehantrieb im gleichen Drehsinn vorgesehen werden kann. Zur Aufnahme der Ritzel 512 an dem Flanschteil 509 ist aus diesem der Dom 543 ausgedrückt, an dem axial überschneidend die Ritzel 512 mittels der Bolzen 541 aufgenommen sind.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Drehschwingungsdämpfer
- 2
- Drehachse
- 3
- Schwungmasse
- 4
- Schwungmasse
- 5
- Befestigungsöffnung
- 6
- Lagerung
- 7
- Federeinrichtung
- 8
- Bogenfeder
- 9
- Flanschteil
- 10
- Arm
- 11
- Massependel
- 12
- Ritzel
- 13
- Außenverzahnung
- 14
- Außenverzahnung
- 15
- Verzahnungsteil
- 16
- Verzahnungsteil
- 17
- Verzahnung
- 18
- Verzahnung
- 19
- Lagerteil
- 20
- Lagerung
- 21
- Trägerteil
- 22
- Massering
- 23
- Niet
- 24
- Ausnehmung
- 25
- Steg
- 26
- Ansatz
- 27
- Pilotlager
- 28
- Kunststoffbuchse
- 29
- Einformung
- 30
- Niet
- 31
- Gleitlager
- 32
- Verstärkungsscheibe
- 33
- Anlasserzahnkranz
- 34
- Scheibenteil
- 35
- Scheibenteil
- 36
- Verschleißschutzschale
- 37
- Dichtring
- 38
- Öffnung
- 39
- Zentrierstift
- 101
- Drehschwingungsdämpfer
- 109
- Flanschteil
- 115
- Verzahnungsteil
- 140
- Ausnehmung
- 141
- Pendelmassen
- 201
- Drehschwingungsdämpfer
- 209
- Flanschteil
- 211
- Massependel
- 212
- Ritzel
- 213
- Außenverzahnung
- 214
- Außenverzahnung
- 215
- Verzahnungsteil
- 216
- Verzahnungsteil
- 217
- Verzahnung
- 218
- Verzahnung
- 301
- Drehschwingungsdämpfer
- 304
- Schwungmasse
- 309
- Flanschteil
- 311
- Massependel
- 312
- Ritzel
- 313
- Außenverzahnung
- 314
- Außenverzahnung
- 401
- Drehschwingungsdämpfer
- 403
- Schwungmasse
- 409
- Flanschteil
- 411
- Massependel
- 412
- Ritzel
- 413
- Außenverzahnung
- 414
- Außenverzahnung
- 415
- Verzahnungsteil
- 416
- Verzahnungsteil
- 417
- Verzahnung
- 418
- Verzahnung
- 440
- Ausnehmung
- 441
- Bolzen
- 442
- Sicherungsring
- 501
- Drehschwingungsdämpfer
- 503
- Schwungmasse
- 509
- Flanschteil
- 511
- Massependel
- 512
- Ritzel
- 513
- Außenverzahnung
- 514
- Außenverzahnung
- 517
- Verzahnung
- 518
- Verzahnung
- 541
- Bolzen
- 543
- Dom
- X-X
- Schnittlinie
- Y-Y
- Schnittlinie
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102004011380 A1 [0003, 0032]