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Die Erfindung betrifft ein Befestigungsclip zur Halterung eines länglichen Bauteils, insbesondere von Rohren, Leitungen oder Kabelbünden in Kraftfahrzeugen gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Aus der
DE 1 801 569 A ist ein solcher Befestigungsclip für Karosserieteile bekannt, der mit seinem U-förmigen Querschnitt einerseits Blechkanten umfassen und einspannen und andererseits Leisten mit U-förmigem Querschnitt tragen kann. Einer der Schenkel dieses bekannten Befestigungsclips ist umgekehrt U-förmig erweitert, wobei der neugebildete freie Schenkel zusammen mit dem anderen freien Schenkel mit Hilfe von ausgestanzten Widerhaken als Einspannelement benutzt wird. Dieser U-förmige Erweiterungsteil der Klammer dient zur Aufnahme eines Kabelstranges.
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Der bekannte Befestigungsclip gemäß der
DE 1 801 569 A ist für eine bestimmte Einbaukonfiguration konzipiert und daher nicht für eine breite Anwendung im Karosseriebau geeignet und weist eine konstruktiv komplizierte Form auf, die zu einer teuren Herstellung führt.
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Des Weiteren ist aus der
DE 103 28 470 A1 ein Bauteil beschrieben, welches zur Durchführung mindestens einer Leitung durch die Karosserie eines Kraftfahrzeugs geeignet ist und gleichzeitig eine Abdichtung und damit einen zuverlässigen Schutz der dem Innern des Kraftfahrzeugs zugewandten Innenseite der Karosserie vor äußeren Einflüssen gewährleistet. Hierzu ist in dem in einer Aussparung der Karosserie des Kraftfahrzeugs eingesetzten Bauteil mindestens eine Durchgangsöffnung zur Durchführung mindestens einer Leitung des Kraftfahrzeugs vorgesehen, wobei diese mindestens eine Durchgangsöffnung entweder in einem formstabilen Rahmenstrukturteil des Bauteils oder/und in einem in das Rahmenstrukturteil eingesetzten Einsatzteil vorgesehen sein kann. Weiterhin ist ein das Rahmenstrukturteil umschließendes und mit dem Rahmenstrukturteil formschlüssig verbundenes Dichtungsteil vorgesehen, das insbesondere aus einem elastisch verformbaren Material besteht und zumindest in einem Teilbereich der Aussparung der Karosserie an der Karosserie anliegt.
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Dieses aus der
DE 103 28 470 A1 bekannte Bauteil eignet sich nicht generell zur Befestigung von Leitungen oder Kabelbünden an einer Fahrzeugkarosserie.
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Des Weiteren ist aus der
US 5 730 401 A ein Befestigungsclip zur Halterung eines Kabelbaums bekannt, welcher aus einem Kunststoffträger und einem metallischen Clipkörper aufgebaut ist. Der Kunststoffträger besteht aus einer streifenförmigen Trägerplatte mit einem hieran angeformten Clipträger, welcher aus zwei senkrecht abstehenden Platten besteht, zwischen denen der metallische Clipkörper aufgenommen wird. Dieser metallische Clipkörper weist an seinem freien Ende einen V-förmigen Querschnitt auf, mit welchem der Befestigungsclip in eine Montageplatte eingeclipst wird, indem das Ende des metallischen Clipkörpers mit dem V-förmigen Querschnitt in eine schlitzförmige Öffnung der Montageplatte eingeführt wird. An der streifenförmigen Trägerplatte wird der Kabelbaum mittels eines Bandes befestigt.
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Weiterhin beschreibt die
DE 10 2008 020 894 A1 ein Halteelement für die Anbringung eines Kabels oder Kabelbündels an einem Abschnitt einer Fahrzeugkarosserie. Dieses Halteelement weist einen als U-förmige Kunststoffklammer ausgeführten Befestigungsabschnitt und einen an einem Schenkel der U-förmigen Kunststoffklammer angeformten Halteabschnitt auf, wobei Schenkel der Halteklammer am freien Ende hakenförmig einwärts gebogen sind und eine Metallklammer aufnehmen. Der Halteschenkel umfasst einen Trägerarm, an welchem mittels Tapes ein Kabel oder ein Kabelbündel befestigt wird.
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Schließlich ist aus der
DE 103 32 376 A1 ein Halteelement zum Halten eines Kabelstranges bekannt, wobei das Halteelement zum Aufclipsen auf U-förmige Stege ausgebildet ist, die auf der Rückseite eines Trägerelementes für einen Innenraum eines Fahrzeugs angeformt sind. Dieses Halteelement umfasst ein streifenförmiges Grundelement, dessen Vorderseite zum Halten des Kabelstranges dient und an dessen Rückseite eine Klammer mit zwei Klimmschenkeln angeformt sind. Mit dieser Klammern wird das Halteelement an den U-förmigen Stegen des Trägerelementes befestigt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen Befestigungsclip der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher konstruktiv einfach aufgebaut und hinsichtlich seines Bauraumvolumens optimiert ist.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Befestigungsclip mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
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Bei einem solchen Befestigungsclip zur Halterung eines länglichen Bauteils, insbesondere von Rohren, Leitungen oder Kabelbünde in Kraftfahrzeugen, mit einem U-förmigen Querschnitt zum Aufstecken auf einen flanschförmigen Steg von Karosserieteilen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der im Bereich einer Aussparung des flanschförmigen Stegs aufgesteckte Befestigungsclip an wenigstens einem Schenkel eine nach außen gerichtete Auflagefläche aufweist, der Befestigungsclip im Bereich der Aussparung zur Aufnahme des länglichen Bauteils mit einer Halböffnung ausgebildet ist, wobei sich die Halböffnung quer zur U-Form des Befestigungsclips ausgehend von der Schulter der U-Form bis zur Auflagefläche erstreckt, und zur fixierenden Umschlingung des von der Halböffnung aufgenommenen länglichen Bauteils ein Befestigungsband vorgesehen ist.
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Mit einem solchen erfindungsgemäßen Befestigungsclip lässt sich an konstruktiv vorab vorgesehenen Aussparungen in flanschartigen Stegen, wie Befestigungs- oder Halterippen oder Umbugkanten das längliche Bauteil, also ein Rohr, eine Leitung, ein Kabel oder Kabelbund bauraumoptimiert befestigen, da die Halböffnung des Befestigungsclips im Bereich der Aussparung des flanschartigen Stegs liegt und daher diese Halböffnung das längliche Bauteil vollständig aufnehmen kann. Durch die vorgegebenen Aussparungen kann die Verlegung des länglichen Bauteils vorgeplant und optimiert wird, so dass dadurch Verlegefehler nicht mehr möglich sind.
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Die Montage ist aufgrund der U-Form des erfindungsgemäßen Befestigungsclip äußerst einfach, da der lediglich auf im Bereich der Aussparung des flanschartigen Steges auf denselben aufgeschoben zu werden braucht und das längliche Bauteil, also bspw. der Kabelbund durch dessen Umschlingung mit dem dem erfindungsgemäßen Befestigungsclip zugeordneten Befestigungsband verbunden wird.
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Ferner bietet dieser erfindungsgemäße Befestigungsclip die vorteilhafte Möglichkeit, diesen bereits auf Kabelbauvorrichtungen in der Vorfertigung an einem Kabelbaum anzubringen, so dass ein solcher Kabelbaum bei der Montage im Fahrzeug bereits mit den erfindungsgemäßen Befestigungsclips ausgestattet ist und dadurch die Montage wesentlich erleichtert wird und dabei Verlegefehler ebenso nicht mehr auftreten können.
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Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Auflagefläche in Richtung der U-Form des Befestigungsclips eine Ausdehnung auf, die der Dicke des länglichen Bauteils im Wesentlichen entspricht. Damit wird weiter das erforderliche Bauraumvolumen reduziert, da sich nur im Bereich des länglichen Bauteils auch die Auflagefläche erstreckt.
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Weiterhin ist es auch vorteilhaft, wenn das Befestigungsband als separates Bauteil des erfindungsgemäßen Befestigungsclip vorgesehen ist, so kann die Fixierung des länglichen Bauteils an dem erfindungsgemäßen Befestigungsclip durch einfaches Umschlingen des Befestigungsbandes um die Auflagefläche und das längliche Bauteil erfolgen.
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Vorzugsweise kann das Befestigungsband auch einteilig an die Auflagefläche angespritzt werden, wodurch der Montagevorgang erleichtert wird und eine zusätzlich Lagerhaltung für ein separates Befestigungsband entfällt.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Halböffnung in dem Rücken der U-Form des erfindungsgemäßen Befestigungsclips mit einem trapezförmigen Querschnitt ausgebildet. Darüber hinaus sind auch andere Querschnittsformen anwendbar, wie bspw. halbkreisförmig oder V-förmig, insbesondere solche die an die Kontur des länglichen Bauteils angepasst sind.
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Um einen sicheren Halt des auf den flanschförmigen Steg aufgesteckten, erfindungsgemäßen Befestigungsclip zu gewährleisten, sind die Innenseiten der Schenkel der U-Form des Befestigungsclips mit Zähnen ausgebildet.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen beide Schenkel der U-Form des Befestigungsclips jeweils eine nach außen gerichtete Auflagefläche auf, so dass beidseitig der U-Form des erfindungsgemäßen Befestigungsclips das längliche Bauteil jeweils mit einem Befestigungsband an dem Befestigungsclip fixiert werden kann.
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Schließlich kann gemäß einer letzten Weiterbildung der Erfindung der erfindungsgemäße Befestigungsclip aus Metallblech mit wenigstens einem angespritzten Befestigungsband kostengünstig hergestellt werden.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren ausführlich beschrieben. Es zeigen:
- 1 eine perspektivische schematisch Darstellung eines Befestigungsclips gemäß der Erfindung,
- 2 eine perspektivische schematische Darstellung eines Montagebereichs für den Befestigungsclip nach 1 mit einem flanschförmigen Steg,
- 3 eine perspektivische schematische Darstellung eines an dem flanschförmigen Bereich gemäß 2 montierten Befestigungsclips nach 1 mit einem in dessen Halböffnung eingelegten Kabel,
- 4 eine Seitenansicht des montierten Befestigungsclips nach 3 quer zur Richtung des Kabels, und
- 5 schematische Darstellungen verschiedener Querschnittsformen von Halböffnungen des Befestigungsclips nach der Erfindung.
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Der Befestigungsclip 1 gemäß 1 ist aus Metallblech U-förmig gebogen, wobei die U-Form aus zwei Schenkeln 1a und 1b besteht, die über einen Rücken 1c verbunden sind und eine klammernde Wirkung aufweisen.
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Ferner weist dieser Befestigungsclip 1 eine Halböffnung 6 auf, die sich von dessen Rücken 1c aus in Richtung der Schenkel 1a und 1b erstreckt und dort an nach außen gerichteten Auflageflächen 5 endet. In diese Halböffnung 6 mit trapezförmigen Querschnitt wird ein elektrisches Kabel, ein Kabelbund, eine Leitung oder ein Rohr als längliches Bauteil 2 eingelegt, so dass es dabei auf den beidseitig abstehenden Auflageflächen 5 aufliegt und zur Fixierung an dem Befestigungsclip 1 von mit diesen Auflageflächen 5 verbundenen oder separaten Befestigungsbändern 7 umschlungen wird, wie dies in 3 dargestellt ist. Die Ausdehnung dieser Auflagefläche 5 in Richtung der U-Form des Befestigungsclips 1 entspricht im Wesentlichen der Breite der benachbarten Trapezseite der Halböffnung 6.
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Zur Montage wird dieser Befestigungsclip 1 gemäß 1 auf einen flanschförmigen Steg 3 von Karosserieteilen aufgesteckt, der in 2 dargestellt ist. Hier bilden zwei Blechteile 9a und 9b mittels jeweils L-förmig gebogenen Kanten einen Flansch 3, der eine Aussparung 4 mit rechteckförmigen Querschnitt aufweist. Ein derartiger Steg 3 kann auch eine Befestigungsrippe auf einem Karosserieteil oder eine Umbugkante eines oder mehrerer Karosserieteile darstellen.
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Gemäß 4 weisen die Innenseiten der beiden Schenkel 1a und 1b der U-Form des Befestigungsclips 1 Zähne 8 auf, die beim Aufstecken des Befestigungsclips 1 aufgrund dessen klammerenden Wirkung in den flanschartigen Steg 3 gedrückt werden und dadurch diesen Befestigungsclip 1 an dem Steg 3 fixieren. Der Befestigungsclip 1 wird derart auf den flanschförmigen Steg 3 aufgesteckt, dass die Halböffnung 6 des Befestigungsclips 1 mit der Aussparung 4 korrespondiert. In den derart entstehenden Aufnahmeraum wird das längliche Bauteil 2 eingelegt und liegt dabei auf den beidseitig abstehenden Ablageflächen 5 auf. Zur Vervollständigung der Montage wird mittels Befestigungsbändern 7 das längliche Bauteil 2 umschlungen und in dieser Lage fixierend mit dem Befestigungsclip 1 verbunden. Hierzu weist jedes Befestigungsband 7 einen einenends mittig auf dem Befestigungsband 7 angeordneten Zapfen 7a auf, der in andernends des Befestigungsbands 7 angeordnete Löcher 7b eingeclipst werden kann.
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Die Befestigungsbänder 7 können jeweils durch Anspritzen an den Befestigungsclip 1 mit einer Auflagefläche 5 verbunden werden oder als separates Bauteil 7 mitgeführt werden, wobei zur Fixierung des länglichen Bauteils 2 an dem Befestigungsclip 1 dieses zusammen mit der Auflagefläche 5 umschlungen und mittels den Zapfen 7a und den zugehörigen Löchern 7b die freien Enden des Befestigungsbandes 7 miteinander verbunden werden.
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Die 5a und 5b zeigen Alternativen hinsichtlich der Querschnittsform der in dem Befestigungsclip 1 realisierten Halböffnungen 6. So zeigt 5a eine Halböffnung 6 mit einem V-förmigen Querschnitt, die 5b eine Halböffnung 6 mit einem halbkreisförmigen Querschnitt. Die Breite der Auflagefläche 5 entspricht dabei im Wesentlichen der maximalen Breite der Halböffnung 6 in Richtung der U-Form des Befestigungsclips.
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Die Breite der Auflageflächen 5 können auch breiter, bspw. der Länge des Befestigungsclips 1 entsprechend ausgestaltet werden.
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Die Aussparung 4 in dem flanschförmigen Steg 3 kann unabhängig von der Kontur dieser Halböffnung 6 ausgebildet sein, wenn sie zumindest dem Querschnitt der Halböffnung 6 entspricht. Es ist auch möglich, die Querschnittsform der Aussparung 4 jeweils der Halböffnung 6 des verwendeten Befestigungsclips 1 anzupassen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Befestigungsclip
- 1a
- Schenkel der U-Form des Befestigungsclips 1
- 1b
- Schenkel der U-Form des Befestigungsclips 1
- 1c
- Schulter der U-Form des Befestigungsclips 1
- 2
- Längliches Bauteil, Rohre, Leitungen, Kabel, Kabelbund
- 3
- flanschförmiger Steg
- 4
- Aussparung des flanschförmigen Stegs 3
- 5
- Auflagefläche des Befestigungsclips
- 6
- Halböffnung
- 7
- Befestigungsband
- 7a
- Zapfen des Befestigungsbandes 7
- 7b
- Löcher im Befestigungsband 7
- 8
- Zähne der Schenkel 1a, 1b
- 9a
- Blechteil
- 9b
- Blechteil