DE102011105864A1 - Sicherheitsvorrichtung - Google Patents
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-
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Abstract
Vorgeschlagen wird, eine bekannte Federvorspannung durch eine andere konstruktive Maßnahme zu ersetzen, sodass keine gespeicherte Energie zum Auslösen eines Schlagbolzens etc. auf ein Anzündhüttchen mehr notwendig ist. Dazu wird vor dem Ausstoß ein Schieber (5), beispielsweise durch ein Gewicht (4), und eine Hülse (8) in Position gehalten. Während des Ausstoßvarganges wird dann das Gewicht (4) bei einer geforderten Mindestbeschleunigung im Gehäuse (1) dieser Sicherheitsvorrichtung (10) verschoben – beispielsweise nach unten. Durch einen Schnapper (7) etc. am Schieber (5) wird verhindert, dass der Schieber (5) das Gehäuse (1) verlässt. Beim Beschleunigungsvorgang wird ein Anzündelement (3) initiiert. Nach dem Ausstoß gibt die Hülse (8) den Schieber (5) frei, wodurch die Initiierung der oberhalb einer Anzündaustrittsöffnung (9) befindlichen Wirkladung zentral über das Anzündelement (3) erfolgt.
Description
- Die Erfindung beschäftigt sich mit einer insbesondere zweistufigen Sicherheitsvorrichtung für Wirkkörper, also Patronenmunition mit Wirkeffekten wie Nebel als Schutz von Objekten, Gas als Schutz vor Angriffen, Licht, beispielsweise zur Kampffeldbeleuchtung, und dergleichen, die keine Anzündung der Wirkung in der Hülse haben dürfen.
- Eine Sicherheitsvorrichtung verhindert bei Hülsendurchlauf bzw. Beschleunigung innerhalb der Hülse eine Überzündung auf die Wirkladung. Die Entfaltung des Wirkeffektes wird direkt nach Verlassen der Hülse bzw. nach Initiierung einer Verzögerungseinheit eingeleitet. Bei zweistufigen Sicherheitsvorrichtungen gibt ein Schieber bei einer bestimmten Beschleunigung und nach Verlassen der Hülse einen federvorgespannten Schlagbolzen frei, der ein Schlaganzündhütchen initiiert.
- Die
DE 84 01 068 U1 betrifft ein pyrotechnisches Scheinziel mit einem derart federbelasten Schieber, der bei in der Hülse sitzendem Schaltelement den Zündkanal absperrt und bei aus der Hülse ausgestoßenem Schaltelement den Zündkanal freigibt. Der Schieber hat einen T-förmigen Umriss mit Fortsätzen, die als Schultern für die Abstützung der Druckfedern dienen. - Federvorgespannten Schlagbolzen haben den Nachteil, dass bei gespeicherter Energie diese Vorspannung auch bei Versagern im System erhalten bleibt und damit die Sicherheit abnimmt im Hinblick auf ein ungewolltes späteres Entspannen der Feder und deren Einwirken auf den Schlagbolzen.
- Eine andere Art von Sicherheit schlägt die
DE 10 2008 017 725 A1 vor. Die Sicherheitsvorrichtung selbst umfasst einen so genannten Rohrfühler/Schieber mit Federn und ist im Zusammenspiel mit einem Treibspiegel und einer Anzündübertragungsladung des Scheinzieles konstruktiv eingebunden. Der Rohrfühler ist derart konstruiert, dass nach einer bereits erfolgten Freigabe eines Anzündkanals zur Wirkmasse eine erneute Anzündkettenunterbrechung möglich ist, wozu der Schieber einen Anzündkanal zwischen der Anzündübertragungsladung und der Wirkmasse freigeben oder wieder schließen kann. - Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Sicherheitsvorrichtung aufzuzeigen, die einfach konzipiert einen hohen Sicherheitseffekt mit sich bringt.
- Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen werden in den Unteransprüchen aufgezeigt.
- Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, die Federvorspannung durch eine andere konstruktive Maßnahme zu ersetzten, sodass keine gespeicherte Energie zum Auslösen eines Schlagbolzens etc. auf ein Anzündhüttchen mehr notwendig ist. Vielmehr wird ein Anzündelement in die entsprechende Wirkposition gebracht. Dazu wird vor dem Ausstoß ein Schieber, beispielsweise durch ein Gewicht, und eine Hülse in Position gehalten. Während des Ausstoßvorganges wird dann dieses Gewicht bei einer geforderten Mindestbeschleunigung im Gehäuse dieser Sicherheitsvorrichtung verschoben – beispielsweise nach unten. Mit dem Schieber wird das Anzündelement so in Position gebracht, dass eine sichere Initiierung der Wirkmasse realisiert wird. Durch einen Schnapper etc. am Schieber wird des Weiteren verhindert, dass der Schieber das Gehäuse verlässt.
- Damit wird eine ein- als auch eine ergänzbare zweistufige Sicherheitsvorrichtung angegeben, die ohne latent gespeicherte Energie arbeitet. Sie ist nur funktionsbereit, wenn die Mindestbeschleunigung erreicht und die Sicherungsvorrichtung aus der (Munitions-)Hülse gedrückt wird. Sie zeichnet sich durch einen modularen Aufbau aus, was den Kostenaufwand in Material etc. reduziert. Sie gilt als standardisierte Sicherheitsvorrichtung, die adaptiv in andere Patronenmunitionen übertragen werden kann.
- Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt:
-
1 einen prinzipiellen Aufbau einer Sicherheitsvorrichtung, -
2 die Sicherheitsvorrichtung aus1 innerhalb einer Hülse bzw. eines Gehäuses, -
3 die Sicherheitsvorrichtung aus2 nach dem Ausstoß. - In
1 ist mit10 eine Sicherheitsvorrichtung für eine Patronenmunition11 dargestellt. Mit1 ist ein Gehäuse der Sicherheitsvorrichtung10 gekennzeichnet, in dem sich wenigstens eine Feder2 (für Schieber5 ) befindet (in der Regel 1 bis 3), mit3 ein Anzündelement sowie mit5 ein Schieber. In der zweistufigen Variante sind ein Gewicht4 sowie eine weitere Feder6 (für Gewicht4 ) eingebunden. Alternativ können statt der Feder6 aber auch im Schieber5 Sollbruchstellen vorgesehen werden, d. h., die Feder6 kann entfallen. Ein Schnapper7 , hier seitlich dargestellt, verhindert das Verlassen des Schiebers5 aus dem Gehäuse1 . Dazu ist dieser in einer länglichen Führung12 geführt, deren Länge abhängig ist des Weges zum Positionieren des Anzündelementes3 unterhalb einer Anzündaustrittsöffnung9 . Die Sicherheitsvorrichtung10 selbst ist in einer Hülse8 der Munition11 eingebracht (2 ). - Die Funktionsweise ist wie folgt:
Vor dem Ausstoßen wird der Schieber5 durch das Gewicht4 und die Hülse8 in Position gehalten (2 ). Während des Ausstoßvorganges wird das Gewicht4 bei einer geforderten bzw. voreingestellten Mindestbeschleunigung vorzugsweise nach unten geschoben (erste Sicherheitsstufe). Die Mindestbeschleunigung ist dabei über die Feder6 oder die Sollbruchstellen im Schieber5 einstellbar. Beim Beschleunigungsvorgang wird das Anzündelement3 initiiert. Nach dem Ausstoß (3 ) gibt die Hülse8 den Schieber5 (zweite Sicherheitsstufe) frei und die Initiierung der oberhalb der Anzündaustrittsöffnung9 befindlichen Wirkladung (nicht näher dargestellt) erfolgt zentral über das Anzündelement3 . - Durch das Weglassen des Gewichtes
4 bei der Montage kann die zweistufige Sicherheitsvorrichtung als einstufige Sicherheitsvorrichtung verbaut werden. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 8401068 U1 [0003]
- DE 102008017725 A1 [0005]
Claims (5)
- Sicherheitsvorrichtung (
10 ) für eine Munition (11 ) mit einer Wirk- bzw. Effektladung, gekennzeichnet durch ein Gehäuse (1 ), in dem sich wenigstens eine Feder (2 ), ein Anzündelement (3 ) sowie ein damit funktionell verbundener Schieber (5 ) befinden, wobei das Gehäuse (1 ) in einer Hülse (8 ) der Munition (11 ) eingebracht ist, beim Beschleunigungsvorgang das Anzündelement (3 ) initiiert wird und nach dem Ausstoß die Hülse (8 ) den Schieber (5 ) freigibt, wodurch die Initiierung der oberhalb einer Anzündaustrittsöffnung (9 ) befindlichen Wirkladung zentral über das Anzündelement (3 ) erfolgt. - Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schnapper (
7 ) das Verlassen des Schiebers (5 ) aus dem Gehäuse (1 ) verhindert. - Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Sollbruchstellen im Schieber (
5 ) vorgesehen sind, die bei einer geforderten bzw. voreingestellten Mindestbeschleunigung den Schieber (5 ) freigeben. - Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gewicht (
4 ) sowie eine Feder (6 ) eingebunden sind, die den Schieber (5 ) bei einer geforderten bzw. voreingestellten Mindestbeschleunigung freigeben. - Sicherheitsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkeffekte Nebel, Gas, Licht oder dergleichen sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE102011105864A DE102011105864A1 (de) | 2011-06-27 | 2011-06-27 | Sicherheitsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102011105864A DE102011105864A1 (de) | 2011-06-27 | 2011-06-27 | Sicherheitsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102011105864A1 true DE102011105864A1 (de) | 2012-12-27 |
Family
ID=47321396
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102011105864A Ceased DE102011105864A1 (de) | 2011-06-27 | 2011-06-27 | Sicherheitsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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- 2011-06-27 DE DE102011105864A patent/DE102011105864A1/de not_active Ceased
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