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Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, das insbesondere zur Behandlung von Textilien dient. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der wasserführenden Haushaltsgeräte, insbesondere der Waschmaschinen, Waschtrockner und Wäschetrockner.
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Aus der
EP 1 264 026 B1 ist eine Vorrichtung zur Behandlung von gefärbten Kleidungsstücken und Geweben mit oxidierenden Gasen bekannt. Die bekannte Vorrichtung umfasst eine Kammer, wobei die Kammer eine drehbar darin angeordnete, mit mindestens einer Einlassöffnung versehene gelochte Trommel aufweist. Außerdem sind Ventile zum Einleiten eines oxidierenden Gases über eine Öffnung in die Kammer vorgesehen. Kleidungsstücke können im trockenen oder nassen Zustand mit einem oxidierenden Gas oder in einer Flüssigkeit behandelt werden. Hierbei wird das Ozongas mit Druck beaufschlagt, so dass es vom Generator über eine ozonbeständige Rohrleitung zum Ventil strömt.
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Die aus der
EP 1 264 026 B1 bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, dass für den Ozongenerator eine Pumpe oder dergleichen erforderlich ist, um den benötigten Druck zu erzeugen. Außerdem ist im oberen Bereich der Kammer ein Lüftungsrohr erforderlich, über das oxidierendes Gas mit kontrollierter Geschwindigkeit entweichen kann. Denn ansonsten würde sich in der Kammer ein Gegendruck aufbauen, so dass die Ozongasförderung zum Stillstand kommt. Außerdem muss eine Überhitzung des Ozongenerators verhindert werden. Die Funktionalität der Behandlung von gefärbten Kleidungsstücken und Geweben mit oxidierenden Gasen ist daher aufwändig und die Herstellungskosten für die Vorrichtung sind hoch.
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Aus der
EP 1 309 751 B1 ist eine Vorrichtung zum Reinigen und zum Auffrischen von Textilien mit einem Ultraschallvernebler bekannt. Der Ultraschallvernebler dient zum Verdampfen einer Zusammensetzung und zum Herstellen eines feinen Tröpfchennebels, wobei ein Gehäuse vorgesehen ist, das durch eine Membran in mindestens zwei Fächer aufgeteilt ist. Hierbei ist eine piezoelektrische Vibrationszelle zur Bildung von Ultraschallwellen vorgesehen, welche sich in dem flüssigkeits- und dampfdichten Fach befindet und mit einem flüssigen oder gelförmigen Schutzmedium umgeben ist. Ferner ist ein Hochfrequenzgenerator zum Anregen der piezoelektrischen Vibrationszelle vorgesehen. Der Ultraschallvernebler ist in der Lage, einen feinen Nebel von Flüssigkeiten zu erzeugen und wird verwendet, um die Auffrischungs- und Reinigungszusammensetzung in Form von sehr kleinen Tröpfchen zu den Textilien zu liefern und auf diese Weise als Feuchtigkeitslieferant zu wirken, der in der Lage ist, ein gewisses Niveau an relativer Feuchte innerhalb des Innenhohlraums des Behälters aufrechtzuerhalten. Ferner ist eine Luftzirkulationsvorrichtung, nämlich ein Lüfter, vorgesehen. Über den Lüfter kann eine geeignete Luftgeschwindigkeit um die Kleidungsstücke herum erreicht werden.
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Die aus der
EP 1 309 751 B1 bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, dass im praktischen Einsatz ein entsprechend leistungsfähiger Lüfter erforderlich ist beziehungsweise der Einsatzbereich begrenzt ist. Insbesondere besteht das Problem, dass gegebenenfalls Filter erforderlich sind und über den Lüfter dann auch der erforderliche Luftdruck zur Filterung aufgebracht werden muss. Somit ergeben sich auch bei dieser Ausgestaltung hohe Herstellungskosten.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Haushaltsgerät zu schaffen, das einen verbesserten Aufbau aufweist. Speziell ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Haushaltsgerät zur Behandlung von Textilien anzugeben, bei dem in vorteilhafter Weise eine Behandlung mit Hilfsstoffen, insbesondere zur Auffrischung, möglich ist und das kostengünstig hergestellt werden kann.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Haushaltsgerät entsprechend dem unabhängigen Patentanspruch gelöst. Durch die in den abhängigen Patentansprüchen sowie nachfolgender Beschreibung und der beigefügten Zeichnung aufgeführten Mittel und Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts möglich.
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Die Aufgabe wird demnach durch ein Haushaltsgerät, das insbesondere zur Behandlung von Textilien dient, gelöst, wobei ein Behandlungsbehälter, der einen Behandlungsbereich umgibt, vorgesehen ist, wobei eine Nebelquelle vorgesehen ist, die einen Zerstäuber aufweist, wobei ein Kreislauf zur Medienführung vorgesehen ist, an den der Behandlungsbehälter und die Nebelquelle angeschlossen sind, und wobei der Kreislauf zur Medienführung über einen Dichteunterschied des über den Kreislauf geführten Mediums angetrieben ist.
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Vorteilhaft ist es, dass die Nebelquelle die Dichte des Mediums in einem zumindest anteilig in Richtung der Schwerkraft verlaufenden Abschnitt des Kreislaufs zur Medienführung erhöht. Die Nebelquelle kann durch die Vermischung von fein zerstäubten Wassertröpfchen mit Luft einen Nebel entwickeln, der in dem in Richtung der Schwerkraft verlaufenden Abschnitt des Kreislaufs über den Eigendruck den Kreislauf in Gang setzt und in Gang hält. Somit können zusätzliche Hilfsmittel zum Fördern des Nebels, wie beispielsweise ein Lüfter oder eine Pumpe, eingespart werden. Hierdurch verringern sich die Herstellungskosten.
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In vorteilhafter und bevorzugter Weise ist der Zerstäuber der Nebelquelle als Ultraschallzerstäuber ausgestaltet. Hierbei können fein zerstäubte Wassertröpfchen erzeugt werden, so dass der Nebel durch einen Vermischungsprozess der fein zerstäubten Wassertröpfchen mit Luft erzeugt wird.
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In vorteilhafter und bevorzugter Weise ist eine Behandlungsmittelquelle vorgesehen, die an den Kreislauf zur Medienführung angeschlossen ist. Hierbei ist es ferner vorteilhaft, dass die Behandlungsmittelquelle als Behandlungsgasquelle ausgestaltet ist. Speziell kann die Behandlungsmittelquelle als Ozonquelle ausgestaltet sein. Hierdurch können geeignete Stoffe, insbesondere oxidierende Gase, über den Kreislauf zur Medienführung in den Behandlungsbereich geführt werden. Dadurch ist beispielsweise ein Auffrischen oder eine verbesserte Reinigung von Textilien möglich. Die Behandlungsmittelquelle ist hierbei in vorteilhafter Weise an einen Abschnitt des Kreislaufs zur Medienführung angeschlossen, der zumindest anteilig in Richtung der Schwerkraft verläuft. In Förderrichtung des Kreislaufs kann die Behandlungsmittelquelle dann hinter der Nebelquelle und vor dem Behandlungsbehälter angeordnet sein. Dadurch ergibt sich eine vorteilhafte Förderung des Behandlungsmittels, insbesondere des Behandlungsgases. Speziell kann das Behandlungsgas zumindest weitgehend in gasförmiger Form in den Behandlungsbereich geführt werden. Je nach Anwendungsfall kann allerdings auch ein ganz oder teilweises Lösen des Behandlungsmittels in den Nebeltröpfchen der Nebelquelle ermöglicht werden. Hierbei wird das Behandlungsmittel vorzugsweise in die zu vernebelnde Flüssigkeit eingebracht.
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Vorteilhaft und bevorzugt ist es auch, dass der Kreislauf zur Medienführung als geschlossener Kreislauf ausgestaltet ist. Hierdurch ist ein Austausch mit der Umgebung von vornherein verhindert. Dadurch können speziell gesundheitsschädliche und/oder giftige Gase, wie beispielsweise Ozon, durch den Behandlungsbereich geführt werden, ohne dass aufwändige Vorkehrungen zur Filterung oder dergleichen erforderlich sind.
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Je nach Anwendungsfall ist es allerdings auch möglich, dass der Kreislauf zur Medienführung als offener Kreislauf ausgestaltet ist. Speziell in diesem Fall ist es vorteilhaft, dass in dem Kreislauf zur Medienführung zumindest ein Filterelement angeordnet ist, über das das Medium nach außen geführt wird. Das Filter kann hierbei als Brücke zwischen dem Behandlungsbereich (Wirkraum) und der Umgebung dienen.
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Außerdem ist es vorteilhaft und bevorzugt, dass eine Einlassstelle des Behandlungsbehälters, an der der Kreislauf zur Medienführung das Medium in den Behandlungsbehälter führt, bezüglich der Schwerkraft tiefer als eine Auslassstelle des Behandlungsbehälters angeordnet ist, an der der Kreislauf zur Medienführung das Medium aus dem Behandlungsbehälter führt. Hierdurch kann der zum Antreiben des Kreislaufs erforderliche Druck in vorteilhafter Weise aufgebaut werden.
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Besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnung, in deren Figuren sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, und der beigefügten Formel näher erläutert. Es zeigen:
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1 ein Haushaltsgerät in einer auszugsweisen, schematischen Schnittdarstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel;
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2 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Funktionsweise des Kreislaufs zur Medienführung bei den Haushaltsgeräten entsprechend den Ausführungsbeispielen und
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3 ein Haushaltsgerät in einer auszugsweisen, schematischen Schnittdarstellung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel.
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1 zeigt ein Haushaltsgerät 1 in einer auszugsweisen, schematischen Schnittdarstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel. Das Haushaltsgerät 1 dient insbesondere zur Behandlung von Textilien 2. Speziell kann das Haushaltsgerät 1 als wasserführendes Haushaltsgerät 1 ausgestaltet sein. Solch ein wasserführendes Haushaltsgerät 1 kann insbesondere als Wäschebehandlungsgerät ausgestaltet sein und zum Waschen von Wäsche dienen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Haushaltsgerät 1 daher als Waschmaschine, Waschtrockner oder Wäschetrockner ausgestaltet. Das Haushaltsgerät 1 der Erfindung eignet sich in entsprechend angepasster Abwandlung allerdings auch für andere Anwendungsfälle.
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Das Haushaltsgerät 1 weist einen Behandlungsbehälter 3, der einen Behandlungsbereich 4 umgibt, und eine Nebelquelle 5, die einen Zerstäuber 6 aufweist, auf. Der Zerstäuber 6 ist hierbei vorzugsweise als Ultraschallzerstäuber 6 ausgestaltet. Speziell kann die Nebelquelle 5 Wasser vernebeln. Hierbei kann die Nebelquelle 5 eine gewisse Menge an Wasser aufnehmen, die gegebenenfalls nachgefüllt wird. Das Wasser kann von dem Ultraschallzerstäuber 6 fein zerstäubt werden. Die fein zerstäubten Wassertröpfchen vermischen sich dann mit einem gasförmigen Medium 7, insbesondere Luft.
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Das Haushaltsgerät 1 weist einen Kreislauf 8 zur Medienführung auf, der durch Pfeile 9, 10, 11, 12 veranschaulicht ist. Die Pfeile beziehungsweise Richtungen 9 bis 12 zeigen hierbei die Förderrichtung des Mediums 7 an.
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In diesem Ausführungsbeispiel weist das Haushaltsgerät 1 für den Kreislauf zur Medienführung einen Grundkörper 15 auf, der rohrförmige Teilstücke 16, 17, 18 und eine Wanne 19 umfasst. Die Wanne 19 dient zum Aufnehmen einer Flüssigkeit, die von dem Ultraschallzerstäuber 6 vernebelt wird. An einer Auslassstelle 20 des Behandlungsbehälters 3 gelangt das Medium 7 aus dem Behandlungsbehälter 3 in das rohrförmige Teilstück 16. Nachdem das Medium 7 den Grundkörper 15 in Richtung der Pfeile 11, 12 sowie der Pfeile 9, 10 durchlaufen hat, gelangt es an einer Einlassstelle 21 des Behandlungsbehälters 3 zurück in den Behandlungsbereich 4. Hierbei nimmt das Medium 7 den Nebel über der Wanne 19 mit, so dass eine Dichte ρ des Mediums 7 in dem rohrförmigen Teilstück 17 größer ist als in dem rohrförmigen Teilstück 16. Durch diesen Dichteunterschied wird der Kreislauf 8 in Gang gesetzt, wie es anhand der 2 und der Formel (1) weiter beschrieben ist. Hierbei ist in dem anhand der 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel eine maßgebliche Höhendifferenz Δh durch eine Länge des rohrförmigen Teilstücks 17 bestimmt.
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Der Kreislauf 8 weist Abschnitte 22, 23, 24, 25 auf. Die Abschnitte 23, 24 erstrecken sich hierbei gedanklich auch durch den Behandlungsbereich 4. Der Kreislauf 8 ist hierbei als geschlossener Kreislauf 8 ausgestaltet, da das Medium 7 nicht in eine Umgebung 26 des Behandlungsbehälters 3 gelangt.
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Die Nebelquelle 5 erhöht die Dichte ρ des Mediums 7 über der Wanne 19. Wenn das Medium 7 über das rohrförmige Teilstück 17 gelangt, dann sinkt es aufgrund seiner erhöhten Dichte ρ in dem rohrförmigen Teilstück 17 nach unten, das heißt in Richtung der Schwerkraft g ⇀, ab. Wenn der Kreislauf 8 in Gang gesetzt ist, dann wird er durch diesen Mechanismus auch in Gang gehalten. Denn innerhalb des Behandlungsbereichs 4 entziehen beispielsweise die Textilien 2 dem Medium 7 die Feuchtigkeit, so dass sich die Dichte ρ in dem Behandlungsbereich 4 reduziert. Über das rohrförmige Teilstück 16 gelangt somit ein Medium 7 mit geringerer Dichte ρ, das dann in der Richtung 8 gefördert wird. Somit verläuft der Abschnitt 22 innerhalb des rohrförmigen Teilstücks 17 in diesem Ausführungsbeispiel in Richtung der Schwerkraft g ⇀.
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Das Haushaltsgerät 1 weist ferner eine Behandlungsmittelquelle 27 auf. Die Behandlungsmittelquelle 27 ist an den Kreislauf 8 zur Medienführung angeschlossen. Hierbei ist die Behandlungsmittelquelle 27 an den in Richtung der Schwerkraft g ⇀ verlaufenden Abschnitt 22 des Kreislaufs 8 zur Medienführung angeschlossen. In diesem Ausführungsbeispiel führt eine Leitung von der Behandlungsmittelquelle 27 an einer Stelle 28 in das rohrförmige Teilstück 17. Möglich ist es auch, dass das Medium 7 durch die Behandlungsmittelquelle 27 geführt wird. Beispielsweise kann in dem rohrförmigen Teilstück 17 eine UV-Lampe angeordnet werden, an der das Medium 7 und somit der Dampf entlang geführt wird. Eine elektromagnetische Strahlung kann hierbei im Bereich um 185 nm liegen. Dadurch kann die Behandlungsmittelquelle 27 als Ozongenerator ausgestaltet werden, der durch eine stille Entladung Ozon aus der Luft erzeugt. Die Kühlung der Lampe erfolgt hierbei über das Medium 7.
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Somit kann die Behandlungsmittelquelle 27 insbesondere als Ozonquelle 27 ausgestaltet werden. Eine zusätzliche Kühlung solch einer Behandlungsmittelquelle 27 ist dann nicht erforderlich. Auch ein Lüfter oder dergleichen, der das Ozon fördert, kann dadurch eingespart werden. Die Behandlungsmittelquelle 27 kann allerdings auch als Behandlungsgasquelle 27 für andere Gase als Ozon ausgestaltet sein.
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Da der Kreislauf 8 als geschlossener Kreislauf ausgestaltet ist, gelangt das Medium 7 und somit das in dem Medium 7 mitgeführte Ozon oder ein anderes gesundheitsschädliches beziehungsweise giftiges Gas nicht in die Umgebung 26. Hierdurch ist eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet. Filter oder dergleichen sind dadurch ebenfalls nicht erforderlich.
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Das durch den Behandlungsbereich 4 geführte Medium 7 wird im Behandlungsbereich 4 auf geeignete Weise zumindest teilweise entfeuchtet. Hierdurch verringert sich die Dichte des Nebels. Dies kann insbesondere durch Absorption von Flüssigkeitströpfchen aus dem Nebel an Oberflächen erfolgen. Insbesondere erfolgt dies über die in dem Behandlungsbehälter 3 vorgesehenen, zu behandelnden Textilien 2.
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Der Behandlungsbehälter 3 kann insbesondere als Laugenbehälter 3 oder als Waschtrommel 3 ausgestaltet sein. Dies ist besonders bei Wäschebehandlungsgeräten 1, insbesondere einer Waschmaschine, einem Waschtrockner oder einem Wäschetrockner, der Fall.
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Die Einlassstelle 21 des Behandlungsbehälters 3, an der der Kreislauf 8 in den Behandlungsbehälter 3 führt, ist bezüglich der Schwerkraft g ⇀ tiefer als eine Auslassstelle 20 des Behandlungsbehälters 3 angeordnet, an der der Kreislauf 8 zur Medienführung das Medium 7 aus dem Behandlungsbehälter 3 in das rohrförmige Teilstück 16 führt. Dies unterstützt die Funktionsweise zum Ingangsetzen und Aufrechterhalten des Kreislaufs 8. Insbesondere kann hierdurch das rohrförmige Teilstück 17 vergleichsweise lang ausgestaltet werden. Das mit Nebel angereicherte Medium 7 kann somit vergleichsweise weit nach unten sinken. Die antreibende Kraft für den Kreislauf 8 bestimmt sich in diesem Ausführungsbeispiel im Wesentlichen aus dem Produkt der maßgeblichen Höhendifferenz Δh und der Dichteänderung des Mediums 7. Durch die Absorption von Feuchtigkeit durch den Verbraucher, das heißt die Textilien 2, wird ein dauerhaftes Ungleichgewicht erzeugt beziehungsweise aufrechterhalten, welches den Kreislauf 8 am Laufen hält.
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2 zeigt eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Funktionsweise des Kreislaufs 8 zur Medienführung bei den Haushaltsgeräten 1 entsprechend den Ausführungsbeispielen der Erfindung. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Nebelquelle 5 als Nebelerzeuger vorgesehen. Ferner ist der Behandlungsbereich 4 als Nebelverbraucher vorgesehen. Der Kreislauf 8 ist schematisch in zwei Bereiche 29, 30 aufgeteilt. In dem Bereich 29 hat das Medium 7 die niedrigere Dichte ρn. In dem Bereich 30 hat das Medium 7 die höhere Dichte ρh. Um die Funktionsweise zu veranschaulichen, wird hierbei der Einfachheit halber davon ausgegangen, dass Übergangsbereiche, in denen der Druckanstieg beziehungsweise Druckabfall zwischen den Bereichen 29, 30 entlang des Weges 22, 23, 24, 25 des Kreislaufs 8, der sich aus den Abschnitten 22 bis 25 zusammensetzt, erfolgt, von vernachlässigbarer Ausdehnung sind.
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Der Kreislauf 8 setzt sich in diesem Ausführungsbeispiel aus horizontal ausgerichteten Abschnitten 23, 25 sowie vertikal ausgerichteten Abschnitten 22, 24 zusammen. Die Erdbeschleunigung g ⇀ wird vektoriell betrachtet. Der Betrag der Erdbeschleunigung g ⇀ hängt vom Aufstellungsort des Haushaltsgeräts 1 ab. Ein typischer Wert für den Betrag der Erdbeschleunigung g ⇀ ist 9,81 m/s2.
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Die den Kreislauf
8 beziehungsweise den Volumenstrom antreibende Druckdifferenz ergibt sich durch die Formel (1):
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Das Wegintegral verläuft hierbei entlang des durch die Abschnitte 22 bis 25 gegebenen Weges 22 bis 25. Die Abschnitte 22, 24 sind hierbei jeweils in die Teile Δh, s1 unterteilt. Die horizontalen Abschnitte 23, 25 sind jeweils in die Teile s2, s3 unterteilt. Die Strecken Δh, s2, s3 sind positiv. Die Strecke s1 ist nicht negativ.
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Die entsprechend der Formel (1) vorzunehmende Integration verläuft entlang des Weges 22 bis 25, was durch den Ortsvektor r ⇀ beschrieben ist. Die Integration verläuft hierbei entlang infinitesimaler Wegstücke dr ⇀. In diesem Ausführungsbeispiel erfolgt die Integration in Richtung der Pfeile 9 bis 12. Die Dichte ρ ist ortsabhängig, was durch ρ(r ⇀) beschrieben ist.
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Für die in der 2 gezeigte exemplarische Darstellung ergibt sich das nachfolgend erläuterte Ergebnis. Bei der Integration ist zu berücksichtigen, dass das Skalarprodukt zwischen der Erdbeschleunigung g ⇀ und dem infinitesimalen Wegstück dr ⇀ zu bilden ist. Dies bedeutet, dass die Projektion des infinitesimalen Wegstücks dr ⇀ auf die Richtung der Erdbeschleunigung (Schwerkraft) g ⇀ bestimmt wird. Außerdem wird dieses Skalarprodukt mit dem Skalar ρ(r ⇀) multipliziert.
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Entlang des horizontalen Abschnitts 25 ist die Richtung des infinitesimalen Wegstücks dr ⇀ senkrecht zu der Erdbeschleunigung g ⇀. Daher verschwindet das Skalarprodukt entlang des Abschnitts 25 und das Wegintegral liefert entlang dieses Abschnitts keinen Beitrag. Entsprechendes gilt für den horizontalen Abschnitt 23.
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Entlang des vertikalen Abschnitts 22 ist das infinitesimale Wegstück dr ⇀ parallel zu der Erdbeschleunigung g ⇀ und es besteht richtungsmäßige Übereinstimmung. Da die Dichte ρ entlang des Abschnitts 22 konstant gleich ρh ist, ergibt sich für den Beitrag des Integrals entlang des Abschnitts 22 ρh·g·(Δh + s1). Hierbei ist g der Betrag der Erdbeschleunigung g ⇀.
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Entlang des Abschnitts 24 ist das infinitesimale Wegstück dr ebenfalls parallel zur Erdbeschleunigung g ⇀ orientiert. Allerdings erfolgt die Integration entgegen der Richtung der Erdbeschleunigung g ⇀. Für den diesbezüglichen Beitrag des Integrals ergibt sich somit ein negatives Vorzeichen. Außerdem ändert sich die Dichte ρ entlang des Abschnitts 24. Für die Strecke s1 ist die Dichte ρh. Für die Strecke Δh ist die Dichte ρn. ·
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Somit ergibt sich für den Beitrag des Integrals entlang des Abschnitts 24: –ρh·g·s1 – ρn·g·Δh.
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Im Ergebnis ergibt sich für den Druck p entsprechend der Formel (1) bei dem anhand der 2 betrachteten Spezialfall: (ρh – ρn)·g·Δh.
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Somit ist die den Volumenstrom antreibende Druckdifferenz p in diesem exemplarischen Fall proportional zur maßgeblichen Höhendifferenz Δh. Außerdem ist die Druckdifferenz p proportional zur Dichtedifferenz ρh – ρn.
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Da die Dichtedifferenz ρh – ρn positiv ist, was durch die Nebelquelle 5 bewirkt wird, und die maßgebliche Höhendifferenz Δh positiv ist, wird der Kreislauf 8 in Gang gesetzt und in Gang gehalten.
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Somit ist der Kreislauf 8 zur Medienführung über den Dichteunterschied ρh – ρn des über den Kreislauf 8 geführten Mediums 7 angetrieben.
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Hierbei ist die Wanne 19 vorzugsweise so angeordnet, dass das Medium 7 mit der höheren Dichte ρh beim Ingangsetzen des Kreislaufs 8 zumindest im Wesentlichen zu dem rohrförmigen Teilstück 17 gelangt. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Wanne 19 vergleichsweise nahe an dem Teilstück 17 angeordnet ist und vergleichsweise weit von dem Teilstück 16 entfernt ist. Die Strecke s2 wird also deutlich kleiner als die Strecke s3 vorgegeben. Gegebenenfalls kann auch eine gewisse Gefällestrecke entlang des Abschnitts 25 realisiert werden.
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Außerdem wird dem nebelhaltigen Medium 7 im Behandlungsbereich 4 kontinuierlich Wasser entzogen, so dass dort zu jedem Zeitpunkt eine geringere Dichte herrscht als im Rest des Kreislaufs 8. Selbst wenn sich mit dem Einschalten der Nebelquelle 5 der Nebel zunächst im gesamten Kreislauf 8 verbreitet, kann durch die asymmetrische Anordnung des Behandlungsbereichs 4 in dem Kreislauf 8 der Kreislauf 8 zur Medienführung in Gang gesetzt werden. Somit wird der Kreislauf 8 in Richtung der Pfeile 9 bis 12 aktiviert.
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Über die Behandlungsmittelquelle 27 kann ein gas- oder aerosolförmiger Hilfsstoff mithilfe des gasförmigen Mediums 7 in den Behandlungsbereich 4 geführt werden. Der Transport solcher Hilfsstoffe kann durch die Autokonvektion ohne weitere Hilfsgeräte, wie eine Pumpe oder ein Gebläse, in den Behandlungsbereich 4 geführt werden. Hierbei ergibt sich eine zyklische Medienführung, so dass sich das anhand der 1 beschriebene geschlossene System realisieren lässt.
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Die Nebelquelle 5 befindet sich auf einem höheren Niveau als der Behandlungsbereich 4, in dem dem Medium 7 Feuchtigkeit entzogen wird.
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3 zeigt ein Haushaltsgerät 1 in einer auszugsweisen, schematischen Schnittdarstellung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Kreislauf 8 als offener Kreislauf 8 ausgestaltet. Hierbei wird die Umgebung 26 in den Kreislauf 8 zur Medienführung einbezogen. Über das rohrförmige Teilstück 16 gelangt das Medium aus dem Behandlungsbehälter 3 in die Umgebung 26. Ferner wird an einer Eingangsöffnung 35, die in der Richtung 12 des Kreislaufs 8 gesehen vor der Nebelquelle 5 liegt, Luft aus der Umgebung 26 angesaugt.
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Falls bei dem anhand der 3 beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Behandlungsmittelquelle 27, wie sie in der 1 dargestellt ist, für gesundheitsschädliche oder giftige Stoffe zum Einsatz kommt, dann ist in der Regel eine Filterung erforderlich. Hierfür kann an dem rohrförmigen Teilstück 16 ein Filterelement 36 angebracht sein. Das Filterelement 36 dient zum Filtern des aus dem Behandlungsbereich 4 in die Umgebung 26 gelangenden Mediums 7. Je nach Ausgestaltung kann das Filterelement 36 allerdings auch entfallen.
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Je nach Ausgestaltung des Haushaltsgeräts 1 kann somit Nebel kontinuierlich von der Nebelquelle 5 zu einem Nebelabsorber, der beispielsweise durch die Textilien 2 gegeben ist, geführt werden. Hierdurch können die Textilien 2 befeuchtet werden. Zusatzstoffe, insbesondere Zusatzgase, können hierbei mit dem Medium 7 transportiert werden. Allerdings kann der Kreislauf 8 den von der Nebelquelle 5 erzeugten Nebel auch als Hilfsmedium nutzen, um das eigentliche Arbeitsmittel, insbesondere Ozon oder ein anderes Arbeitsgas, in den Behandlungsbereich 4 zu führen. Dadurch kann solch ein Behandlungsmittel an einer beliebigen Stelle im Kreislauf 8 zugeführt werden oder im Kreislauf 8 erzeugt werden. Über den Nebel aus der Nebelquelle 5 ergibt sich dann noch eine zusätzliche Visualisierung des möglicherweise unsichtbaren Behandlungsmittels, insbesondere Behandlungsgases. Dadurch kann ein Benutzer beispielsweise durch eine Glastür beobachten, dass eine Behandlung mit solch einem Behandlungsgas oder dergleichen erfolgt.
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Ein weiterer Vorteil des Kreislaufs 8 ist, dass keine bewegten oder feuchtigkeitsempfindlichen Komponenten, wie eine Pumpe oder ein Gebläse, erforderlich sind. Auch eine Beständigkeit gegenüber einem Arbeitsgas wie Ozon kann hierdurch leicht realisiert werden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Textilien
- 3
- Behandlungsbehälter
- 4
- Behandlungsbereich
- 5
- Nebelquelle
- 6
- Zerstäuber
- 7
- gasförmiges Medium
- 8
- Kreislauf
- 9 bis 12
- Pfeile (Richtung)
- 15
- Grundkörper
- 16, 17, 18
- rohrförmiges Teilstück
- 19
- Wanne
- 20
- Auslassstelle
- 21
- Einlassstelle
- 22 bis 25
- Abschnitt
- 26
- Umgebung
- 27
- Behandlungsmittelquelle
- 28
- Stelle
- 29, 30
- Bereich
- 35
- Eingangsöffnung
- 36
- Filterelement
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 1264026 B1 [0002, 0003]
- EP 1309751 B1 [0004, 0005]