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Die Erfindung betrifft einen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Aus der
DE 199 60 621 B4 ist ein Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe bekannt. Im Stand der Technik umfasst der Hybridantrieb einen Verbrennungsmotor und eine elektrische Maschine, wobei das automatisierte Schaltgetriebe zwei Teilgetriebe aufweist. Ein erstes Teilgetriebe des automatisierten Schaltgetriebes stellt eine Getriebeeingangswelle, eine Antriebskonstante und eine erste Vorgelegewelle bereit, wobei der Verbrennungsmotor unter Zwischenschaltung einer Anfahrkupplung an die Getriebeeingangswelle angekoppelt ist. Das zweite Teilgetriebe stellt eine Getriebeausgangswelle und eine zweite Vorgelegewelle bereit.
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Die aus der
DE 199 60 621 B4 bekannte Anordnung aus Hybridantrieb und automatisiertem Schaltgetriebe verfügt über den Nachteil, dass zu deren konstruktiver Umsetzung gegenüber konventionellen automatisierten Schaltgetrieben, die ausschließlich mit einem Verbrennungsmotor zusammen wirken, erhebliche konstruktive Änderungen erforderlich sind. Es besteht daher Bedarf an einem Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe, der mit möglichst geringen Änderungen an dem automatisierten Schaltgetriebe eine Hybridisierung von bislang ausschließlich mit einem Verbrennungsmotor zusammenwirkenden, automatisierten Schaltgetrieben ermöglicht.
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Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, einen neuartigen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe zu schaffen. Diese Aufgabe wird durch einen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß sind die erste Vorgelegewelle des ersten Teilgetriebes und die zweite Vorgelegewelle des zweiten Teilgetriebes koaxial zueinander angeordnet und über ein erstes Schaltelement koppelbar und trennbar, wobei eine als Hohlwelle ausgebildete Welle der getriebeausgangseitig angeordneten elektrischen Maschine koaxial zur Getriebeausgangswelle des zweiten Teilgetriebes positioniert und über ein zweites Schaltelement an die Getriebeausgangswelle koppelbar und von derselben trennbar ist.
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Die Erfindung erlaubt mit konstruktiven Mitteln eine Hybridisierung von automatisierten Schaltgetrieben, die bislang ausschließlich mit einem Verbrennungsmotor zusammen wirken. Beim ersten Teilgetriebe handelt es sich vorzugsweise um ein konventionelles, automatisiertes Schaltgetriebe, welches bislang ausschließlich mit einem Verbrennungsmotor zusammen wirkt. Die elektrische Maschine wird über das zweite Teilgetriebe des automatisierten Teilgetriebes angebunden, wobei die erste Vorgelegewelle des ersten Teilgetriebes und die zweite Vorgelegewelle des zweiten Teilgetriebes, die koaxial zueinander angeordnet und über ein erstes Schaltelement aneinander koppelbar sowie voneinander trennbar sind. Die Welle der elektrischen Maschine ist als Hohlwelle ausgeführt, koaxial zur Getriebeausgangswelle positioniert und über ein zweites Schaltelement an die Getriebeausgangswelle koppelbar sowie von derselben trennbar.
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Die Erfindung erlaubt auf besonders einfache Art und Weise ein konventionelles, automatisiertes Schaltgetriebe, welches als erstes Teilgetriebe dient, um ein Hybridmodul zu verlängern, welches die elektrische Maschine und das zweite Teilgetriebe umfasst. Das Hybridmodul, also das zweite Teilgetriebe und die elektrische Maschine, sind abtriebsseitig positioniert. Diese Ausgestaltung ist insbesondere bei Nutzfahrzeugen von Vorteil, da bei Nutzfahrzeugen Bauraumverhältnisse in Verlängerung des Getriebes zur Abtriebsseite hin günstig sind.
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Nach einer vorteilhaften Weiterbildung ist die elektrische Maschine über eine Antriebskonstante an die zweite Vorgelegewelle gekoppelt. Dann, wenn die elektrische Maschine über die Antriebskonstante an die zweite Vorgelegewelle gekoppelt ist, kann die elektrische Maschine im Drehzahlniveau angehoben werden. Hierdurch ist es möglich, eine Leistung der elektrischen Maschine anzuheben.
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Vorzugsweise ist das erste Schaltelement zusammen mit einem Gangschaltelement des ersten Teilgetriebes zu einem Doppelschaltelement zusammengefasst ist. Dann, wenn das erste Schaltelement, welches dem Koppeln und Trennen der beiden Vorgelegewellen dient, mit einem Gangschaltelement des ersten Teilgetriebes zu einem Doppelschaltelement zusammengefasst ist, reduziert sich der konstruktive Aufwand, da zumindest ein Aktuator und eine Schaltgabel eingespart werden können.
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Nach einer vorteilhaften Weiterbildung ist die zweite Vorgelegewelle als Hohlwelle ausgeführt und die elektrische Maschine ist über ein Planetengetriebe an das automatisierte Schaltgetriebe derart angebunden, dass an ein erstes Element des Planetengetriebes die elektrische Maschine fest angekoppelt ist, dass an ein zweites Element des Planetengetriebes die erste Vorgelegewelle des ersten Teilgetriebes gekoppelt ist, und dass ein drittes Element des Planetengetriebes über das zweite Schaltelement schaltbar an die Getriebeausgangswelle gekoppelt ist. Die Anbindung der elektrischen Maschine an das automatisierte Schaltgetriebe über ein Planetengetriebe erlaubt die Bereitstellung eines elektrodynamischen Antriebssystem und so eine Funktionserweiterung für den erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit dem automatisierten Schaltgetriebe. Abhängig von der Schaltstellung von Schaltelementen dient das Planetengetriebe entweder als Überlagerungsgetriebe im EDA-Betriebsmodus bzw. Betriebsmodus des elektrodynamischen Antriebssystems oder das Planetengetriebe ist direkt oder indirekt überbrückt, sodass das Planetengetriebe im überbrückten Zustand nicht mehr als Überlagerungsgetriebe wirkt.
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Vorzugsweise ist die erste Vorgelegewelle über ein drittes Schaltelement an das zweite Element des Planetengetriebes schaltbar gekoppelt, wobei das dritte Schaltelement der ersten Vorgelegewelle des ersten Teilgetriebes oder der Getriebeausgangswelle des zweiten Teilgetriebes zugeordnet ist. Über das dritte Schaltelement ist eine weitere Funktionserweiterung des erfindungsgemäßen Hybridantriebs mit dem automatisierten Schaltgetriebe möglich. Abhängig von der konkreten Zuordnung des dritten Schaltelements zur ersten Vorgelegewelle oder Getriebeausgangswelle und den Schaltstellungen desselben kann an das Planetengetriebe als Konstantübersetzung für die elektrische Maschine dienen oder eine 1:1 Übersetzung für dieselbe bereitstellen.
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Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
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1 ein Schema eines Antriebsstrangs mit einem erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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2 ein Schema eines Antriebsstrangs mit einem erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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3 ein Schema eines Antriebsstrangs mit einem erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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4 ein Schema eines Antriebsstrangs mit einem erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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5 ein Schema eines Antriebsstrangs mit einem erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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6 ein Schema eines Antriebsstrangs mit einem erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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7 ein Schema eines Antriebsstrangs mit einem erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach einem siebten Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
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8 ein Schema eines Antriebsstrangs mit einem erfindungsgemäßen Hybridantrieb mit einem automatisierten Schaltgetriebe nach einem achten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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1 zeigt ein Antriebsstrangschema eines Antriebsstrangs mit einem Hybridantrieb 1 und einem automatisierten Schaltgetriebe 2, wobei der Hybridantrieb 1 einen Verbrennungsmotor 3 und eine elektrische Maschine 4 umfasst. Das automatisierte Schaltgetriebe 2 umfasst im Ausführungsbeispiel der 1 zwei Teilgetriebe, nämlich ein erstes Teilgetriebe 5 und ein zweites Teilgetriebe 6. Das erste Teilgetriebe 5 stellt eine Getriebeeingangswelle 7 bereit, an die über eine Anfahrkupplung 8 der Verbrennungsmotor 3 des Hybridantriebs 1 ankoppelbar ist.
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Das erste Teilgetriebe 5 verfügt im gezeigten Ausführungsbeispiel über insgesamt vier Gangschaltelemente 9, 10, 11 und 12, wobei die Gangschaltelemente 9 bis 10, die der Bereitstellung von sechs Vorwärtsgängen „1.“ bis „6.“ dienen, jeweils als Doppelschaltelemente ausgeführt sind. Das den Rückwärtsgang „R“ bereitstellende Gangschaltelement 12 ist hingegen als Einfachschaltelement ausgeführt. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die in 1 den Gangschaltelementen 9 bis 12 zugeordneten Gänge rein exemplarischer Natur sind. Dann, wenn das automatisierte Schaltgetriebe als automatisiertes Handschaltgetriebe ausgeführt ist, dienen die als Doppelschaltelement ausgebildeten Gangschaltelemente 9 bis 11 der Bereitstellung unmittelbar benachbarter Gänge.
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Zusätzlich zur der Getriebeeingangswelle 7 und den Gangschaltelementen 9, 10, 11 und 12 stellt das erste Teilgetriebe 5 eine Antriebskonstante 13 sowie eine erste Vorgelegewelle 14 bereit.
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Beim ersten Teilgetriebe 5 handelt es sich um ein konventionelles, automatisiertes Schaltgetriebe, wie es bislang bei ausschließlich verbrennungsmotorisch angetriebenen Kraftfahrzeugen zum Einsatz kommen kann.
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Das zweite Teilgetriebe 6 stellt eine Getriebeausgangswelle 15 und eine zweite Vorgelegewelle 16 bereit. Das zweite Teilgetriebe 6 und die elektrische Maschine 4 bilden ein Hybridmodul, welches das erste Teilgetriebe 5 abtriebsseitig verlängert. Die erste Vorgelegewelle 14 des ersten Teilgetriebes 5 und die zweite Vorgelegewelle 16 des zweiten Teilgetriebes 6 sind koaxial zueinander angeordnet und über ein erstes Schaltelement 17 aneinander koppelbar sowie voneinander trennbar, wobei dann, wenn das Schaltelement 17 geöffnet ist, die beiden Vorgelegewellen 14 und 16 voneinander getrennt sind, und wobei dann, wenn das Schaltelement 17 geschlossen ist, die beiden Vorgelegewellen 14 und 16 aneinander gekoppelt sind.
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Eine Welle 18 der elektrischen Maschine 4 des Hybridantriebs 1 ist als Hohlwelle ausgebildet und konzentrisch zur Getriebeausgangswelle 15 des zweiten Teilgetriebes 6 positioniert und über ein zweites Schaltelement 19, welches Bestandteil des zweiten Teilgetriebes 6 ist, an die Getriebeausgangswelle 15 koppelbar und von derselben trennbar.
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Im gezeigten Ausführungsbeispiel der 1 ist das zweite Schaltelement 19 als Doppelschaltelement mit drei Schaltstellungen ausgeführt, nämlich mit einer ersten Schaltstellung X, in welcher die elektrische Maschine 4 mit einer ersten Übersetzung an die Getriebeausgangswelle 15 koppelbar ist, mit einer zweiten Schaltstellung Y, in welcher die elektrische Maschine 4 mit einer zweiten Übersetzung an die Getriebeausgangswelle 15 koppelbar ist, und mit einer dritten, neutralen Schaltstellung, in welcher die elektrische Maschine 4 von der Getriebeausgangswelle 15 abgekoppelt ist.
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In 1 sind die Übersetzungsstufen „2b“ und „4b“ des zweiten Teilgetriebes jeweils von einem Festrad und einem Losrad gebildet, wobei die Festräder der zweiten Vorgelegewelle 16 des zweiten Teilgetriebes 6 und die über das zweite Schaltelement 19 schaltbaren Losräder der Getriebeausgangswelle 15 zugeordnet sind. Im Unterscheid hierzu ist es auch möglich, diese Losräder der zweiten Vorgelegewelle 16 und diese Festräder der Getriebeausgangswelle 15 zuzuordnen.
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In 1 sind demnach beide Vorgelegewellen 14, 16 der beiden Teilgetriebe 5, 6 koaxial zueinander positioniert, wobei die zweite Vorgelegewelle 16 des zweiten Teilgetriebes 6 die erste Vorgelegewelle 14 des ersten Teilgetriebes 5 abtriebsseitig verlängert und wobei beide Vorgelegewelle 14, 16 über das Schaltelement 17 koppelbar und trennbar sind. Somit kann ein konventionelles, automatisiertes Schaltgetriebe, welches dem ersten Teilgetriebe 5 entspricht, mit geringem konstruktiven Aufwand hybridisiert werden, wodurch bei der Ausführung von Gangwechseln im ersten Teilgetriebe 5 an einem Abtrieb 20 eine Zugkraftunterstützung bereit gestellt werden kann. Die Erfindung erlaubt ein rein elektrisches Fahren, die Aufrechterhaltung der Zugkraft an dem Abtrieb 20 über die elektrische Maschine 4 bei Ausführung von Schaltungen im ersten Teilgetriebe 5, einen Start des Verbrennungsmotors 3 über die elektrische Maschine 4, das Rekuperieren sowie viele weitere hybride Funktionen.
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Die vom zweiten Teilgetriebe 6 bereitgestellten, zusätzlichen Gänge können auch vom Verbrennungsmotor 3 genutzt werden. Hierdurch wird die Ganganzahl des automatisierten Schaltgetriebes 2 erhöht. Dabei können die vom zweiten Teilgetriebe 6 bereitgestellten, zusätzlichen Gänge entweder zwischen den Gangstufen des ersten Teilgetriebes 5 liegen oder die Gangstufen des ersten Teilgetriebes 5 nach unten und/oder nach oben erweitern.
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Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, dass ein konventionelles, automatisiertes Schaltgetriebe, welches dem ersten Teilgetriebe 5 entspricht, mit einfachen, konstruktiven Mitteln zu einem hybriden, automatisierten Schaltgetriebe erweitert werden kann, nämlich durch das zweite Teilgetriebe 6 und die elektrische Maschine 4, die am abtriebsseitigen Ende des ersten Teilgetriebes 5 angeordnet sind, und mithilfe derer am Abtrieb 20 eine Zugkraftauffüllung über die elektrische Maschine 4 bereit gestellt werden kann, insbesondere dann, wenn im ersten Teilgetriebe 5 Gangwechsel ausgeführt werden.
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2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches auf dem Ausführungsbeispiel der 1 aufbaut, weshalb nachfolgend zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen nur auf solche Details eingegangen wird, durch die sich das Ausführungsbeispiel der 2 vom Ausführungsbeispiel der 1 unterscheidet.
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So verfügt das Ausführungsbeispiel der 2 für die elektrische Maschine 4 des Hybridantriebs 1 über eine separate Antriebskonstante 21. Über diese Antriebskonstante 21 kann das Drehzahlniveau der elektrischen Maschine 4 angehoben werden. Dies ist vorteilhaft, da am Getriebeabtrieb nur ein geringer Durchmesser zur Verfügung steht und daher die elektrische Maschine 4 relativ lang und dünn ausgelegt wird. Eine solche elektrische Maschine 4 stellt relativ wenig Drehmoment bereit. Die von einer solchen elektrischen Maschine 4 bereitstellbare Leistung kann jedoch durch entsprechende Anhebung der Drehzahl über die Antriebskonstante 21 für die elektrische Maschine 4 gesteigert werden.
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3 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der 1, in welcher im Vergleich zum Ausführungsbeispiel der 1 im ersten Teilgetriebe 5 die mit dem als Doppelschaltelement ausgebildeten Gangschaltelement 10 zusammenwirkenden Radebenen unter axialer Verkürzung des ersten Teilgetriebes 5 entfernt sind. Das entfernte Gangschaltelement 10 bzw. die durch dessen Radebenen bereitgestellten Übersetzungen werden nunmehr über das zweite Teilgetriebe 6 bereit gestellt. Die Variante der 3 erlaubt mit einfachem Aufwand und geringfügigen Änderungen am Getriebe 5 eine Reduzierung der Baulänge und damit des konstruktiven Aufwands.
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Zur weiteren Reduzierung des konstruktiven Aufwands ist in 4 im Vergleich zur 3 das erste Schaltelement 17, welches der Kopplung und Trennung der beiden Vorgelegewellen 14 und 16 der beiden Teilgetriebe 5 und 6 dient, zusammen mit einem der Gangschaltelemente des ersten Teilgetriebes 5 als Doppelschaltelement zusammen gefasst. Ferner sind im Vergleich zur 3 die den Gangschaltelementen 9, 11 und 12 des ersten Teilgetriebes 5 zugeordneten Gänge geändert, wobei gemäß 4 das Gangelement 12, welches mit dem ersten Schaltelement 17 zu einem Doppelschaltelement zusammen gefasst ist, der Bereitstellung des Vorwärtsgangs „3.“ dient, sodass der Rückwärtsgang „R“ über das Gangschaltelement 11 bereit gestellt wird. In der Variante der 4 kann der konstruktive Aufwand weiter reduziert werden, da durch die Zusammenfassung des Gangschaltelements 12 mit dem ersten Schaltelement 17 zu einem Doppelschaltelement eine Schaltgabel und ein Aktuator entfallen kann.
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Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen 5 bis 8, wobei in den Ausführungsbeispielen der 5 bis 8 zusätzlich ein Planetengetriebe 22 vorhanden ist.
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So beruht das Ausführungsbeispiel der 5 auf dem Ausführungsbeispiel der 4, wobei im Ausführungsbeispiel der 5 zusätzlich das Planetengetriebe 22 vorhanden ist. Das Planetengetriebe 22 verfügt über drei Elemente, nämlich ein Hohlrad 23, einen Steg 24 und ein Sonnenrad 25. Ein erstes Element des Planetengetriebes 22, in 5 das Sonnenrad 25, dient der festen Anbindung der elektrischen Maschine 4 an das Planetengetrieben 22. Ein zweites Element des Planetengetriebes der elektrischen Maschine 4, in 5 das Hohlrad 23, dient der Anbindung der ersten Vorgelegewelle 14 an das Planetengetriebe 22, wobei in 5 die erste Vorgelegewelle 14 des ersten Teilgetriebes 5 bis in das zweite Teilgetriebe 6 hinein verlängert ist und an das Hohlrad 23 des Planetengetriebes 22 fest angebunden ist. Die zweite Vorgelegewelle 16 des zweiten Teilgetriebes 6 ist als Hohlwelle ausgeführt, die koaxial und konzentrisch zur verlängerten, ersten Vorgelegewelle 14 positioniert ist. Ein drittes Element des Planetengetriebes 22, in 5 der Steg 24, ist über das zweite Schaltelement 19 schaltbar an die Getriebeausgangswelle 15 gekoppelt.
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Dann, wenn das dritte Element des Planetengetriebes 22, nämlich in 5 der Steg 24, über das zweite Schaltelement 19 bei geschlossener Schaltstellung X oder geschlossener Schaltstellung Y des zweiten Schaltelements 19 an die Getriebeausgangswelle 15 gekoppelt ist und die anderen Schaltelemente, also Schaltelemente 9, 11, 12 und 17, geöffnet sind bzw. eine neutrale Schaltstellung einnehmen, dient das Planetengetriebe 4 unter Bereitstellung eines sogenannten EDA-Betriebsmodus bzw. eines Betriebsmodus eines elektrodynamischen Antriebssystems als Überlagerungsgetriebe.
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Dann hingegen, wenn zusätzlich zum geschlossenen, zweiten Schaltelement 19 eines der anderen Schaltelemente 9, 11, 12, 17 geschlossen ist, ist das Planetengetriebe 22 direkt oder indirekt überbrückt und dient dann nicht mehr als Überlagerungsgetriebe. In dem Fall, in welchem zusätzlich zur Schaltstellung X oder Schaltstellung Y am zweiten Schaltelement 19 die Schaltstellung Z des ersten Schaltelements 17 geschlossen ist, ist das Planetengetriebe 22 unter Bereitstellung eines sogenannten Blockumlaufs direkt überbrückt. In anderen geschlossenen Schaltstellungen der Schaltelemente 9, 11, 12, 17 ist dann, wenn entweder die Schaltstellung X oder die Schaltstellung Y des zweiten Schaltelements 19 geschlossen ist, das Planetengetriebe 22 unter Gewährleistung fester Drehzahlverhältnisse an demselben indirekt überbrückt. Sowohl bei direktem als auch bei indirektem überbrücktem, Planetengetriebe 22 dient dasselbe nicht mehr als Überlagerungsgetriebe.
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Im Ausführungsbeispiel der 5 ist die erste Vorgelegewelle 14 des ersten Teilgetriebes 5, wie bereits ausgeführt, bis in den Bereich des zweiten Teilgetriebes 6, dessen zweite Vorgelegewelle 16 als Hohlwelle ausgeführt ist, verlängert, wobei in 5 die erste Vorgelegewelle 14 fest an ein Element des Planetengetriebes 22, nämlich in 5 an das Hohlrad 23, angebunden ist.
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Demgegenüber zeigt 6 eine Variante, in welcher die erste Vorgelegewelle 14 des ersten Teilgetriebes 5 an das zweite Element des Planetengetriebes 22, nämlich in 6 an das Hohlrad 23 desselben, über ein drittes Schaltelement 26 schaltbar gekoppelt ist.
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Das dritte Schaltelement 26 umfasst die beiden Schaltstellungen U und V sowie eine weitere, neutrale Schaltstellung. In der geschlossenen Schaltstellung U ist das Hohlrad 23 des Planentengetriebes 22 an die erste Vorgelegewelle 14 des ersten Teilgetriebes 5 angekoppelt. In der Schaltstellung V hingegen ist das Hohlrad 23 des Planetengetriebes 22 in 6 gehäusefest angekoppelt. In der neutralen Schaltstellung des dritten Schaltelements 26 ist das Hohlrad 23 abgekoppelt und kann frei drehen.
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Wenn am dritten Schaltelement 26 die Schaltstellung U geschlossen ist, entspricht der Antriebsstrang 6 dem Antriebsstrang der 5. Dann hingegen, wenn am dritten Schaltelement 26 die Schaltstellung V geschlossen ist und das Hohlrad 23 des Planentengetriebes 22 gehäusefest angebunden ist, wirkt das Planetengetriebe 22 als Konstantübersetzung für die elektrische Maschine 4, um die Drehzahl der elektrischen Maschine 4 zu erhöhen. Hiermit kann die von der elektrischen Maschine 4 bereitstellbare Leistung gesteigert werden.
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In der Variante der 6 ist das dritte Schaltelement 26 der ersten Vorgelegewelle 14 zugeordnet. Demgegenüber zeigt 7 eine Variante, in welcher das dritte Schaltelement 26 der Getriebeausgangswelle 15 zugeordnet ist. Hinsichtlich der Funktion entspricht jedoch die Variante der 7 der Variante der 6.
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8 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der 7, wobei sich das Ausführungsbeispiel der 8 vom Ausführungsbeispiel der 7 lediglich dadurch unterscheidet, dass dann, wenn das dritte Schaltelement 26 die Schaltstellung V einnimmt, das Hohlrad 23 des Planetengetriebes 22 nicht gehäusefest angekoppelt ist, sondern vielmehr an ein anderes Element des Planetengetriebes 22, nämlich in 8 an den Steg 24 desselben.
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In Fall der 8 wirkt dann das Planetengetriebe 22 bei geschlossener Schaltstellung V im Unterschied zu den Ausführungsbeispielen der 6 und 7 nicht als Konstantübersetzung, vielmehr ist dasselbe direkt überbrückt, indem zwei Elemente bzw. Wellen des Planetengetriebes 22 untereinander verbunden sind. In diesem direkt überbrückten Zustand entstehen am Planetengetriebe 22 keine Verzahnungsverluste.
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Zusätzlich zu den in 1 bis 8 gezeigten Ausführungsbeispielen sind weitere Varianten möglich. So kann bei allen Ausführungsbeispielen der 1, 3 und 4 die Antriebskonstante 21 des Ausführungsbeispiels der 2 vorhanden sein.
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Ebenso ist es möglich, bei den Ausführungsbeispielen der 3 bis 8 das erste Teilgetriebe 5 der Ausführungsbeispiele der 1 und 2 mit den Gangschaltelementen 9, 10, 11 und 12 zu verwenden.
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Ferner ist es möglich, bei den Ausführungsbeispielen der 4 bis 8 das erste Schaltelement 17 als Einzelschaltelement auszuführen und nicht mit dem Gangschaltelement 12 des ersten Teilgetriebes 5 als Doppelschaltelement zusammen zu fassen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Hybridantrieb
- 2
- automatisiertes Schaltgetriebe
- 3
- Verbrennungsmotor
- 4
- elektrische Maschine
- 5
- erstes Teilgetriebe
- 6
- zweites Teilgetriebe
- 7
- Getriebeeingangswelle
- 8
- Anfahrelement
- 9
- Gangschaltelement
- 10
- Gangschaltelement
- 11
- Gangschaltelement
- 12
- Gangschaltelement
- 13
- Antriebskonstante
- 14
- erste Vorgelegewelle
- 15
- Getriebeausgangswelle
- 16
- zweite Vorgelegewelle
- 17
- erstes Schaltelement
- 18
- Welle
- 19
- zweites Schaltelement
- 20
- Abtrieb
- 21
- Antriebskonstante
- 22
- Planetengetriebe
- 23
- Hohlrad
- 24
- Steg
- 25
- Sonnenrad
- 26
- drittes Schaltelement
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 19960621 B4 [0002, 0003]