-
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte mit mindestens einer Lichtquelle und mindestens einem Digital Multiplex (DMX)-Betriebsgerät zur Steuerung der Lichtquelle.
-
Zur Steuerung von Leuchten bzw. den in den Leuchten angeordneten Lichtquellen ist bisher häufig beispielsweise ein DMX-Betriebsgerät in der Leuchte angeordnet, dass entsprechende DMX-Befehle bzw. -Steuersignale über einen Bus erhält und dann die ebenfalls in der Leuchte angeordneten Lichtquellen entsprechend steuert. Bei DMX handelt es sich um einen Kommunikationsstandard, über den Informationen zur Steuerung beispielsweise an Leuchten übermittelt werden können. Hierbei ist es nun allerdings zu meist üblich, obwohl es mittlerweile auch entsprechende Erweiterungen für bidirektionale Kommunikation bei DMX gibt, dass eine reine unidirektionale Kommunikation vorgesehen ist. D. h. dass beispielsweise von einer Zentrale Daten zu einem entsprechenden DMX-Betriebsgerät übertragen werden können, jedoch keine Möglichkeit besteht, dass das DMX-Betriebsgerät Daten an die Zentrale zurücksendet.
-
Dementsprechend besteht beispielsweise keine Möglichkeit, Informationen über den aktuellen Betriebszustand einer an das DMX-Betriebsgerät angeschlossenen Lichtquelle zu erhalten. Ebenso können keine Informationen bzgl. einer dem DMX-Betriebsgerät bzw. der entsprechenden Leuchte zugewiesenen Adresse an die Zentrale zurückgeschickt werden.
-
Hierdurch ergibt sich nun aber insbesondere bei größeren Beleuchtungssystemen das Problem, dass bei der Zuordnung von Betriebsadressen zu Leuchten beispielsweise entsprechend ihrer Anordnung in einem Raum bzw. Gebäude, keine der meisten bekannten Vorgehensweisen zum Zuordnen der Betriebsadressen verwendet werden können, da bei diesen in der Regel vorgesehen ist, dass die Leuchten bzw. entsprechenden Betriebsgeräte in irgendeiner Art und Weise eine Rückmeldung an die Zentrale schicken. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine bereits bei der Herstellung zugewiesene einmalige Ursprungsadresse handeln, über welche eine erstmalige Identifizierung möglich wird. Ebenso ist auch nicht eine Bestätigung des Empfangs einer Betriebsadresse möglich.
-
Als Weiterentwicklung des bisherigen DMX-Standards existiert mittlerweile auch das sogenannte Remote Device Management (RDM)-Protokoll bzw. der -Standard, bei dem nun eine bidirektionale Kommunikation und somit ein Austausch von Daten in beiden Richtungen möglich wird. Zudem bietet RDM auch die Möglichkeit, komplexere Steuerbefehle zu übermitteln. Im Einzelnen handelt es sich bei RDM um eine Protokollverbesserung gegenüber DMX, die eine bidirektionale Kommunikation entsprechender Geräte über eine Standard-DMX-Leitung ermöglicht, also in physikalischer Hinsicht in etwa dem DMX-Standard entspricht, wobei der RDM-Standard insbesondere in gleicher Weise auf der RS485-Schnittstelle beruht. Somit ergeben sich bei der Verwendung von RDM zur Kommunikation erhebliche Vorteile beispielsweise bei einer zentralen Adressierung und Monitoring von Leuchten, aber auch bei der Ansteuerung von entsprechenden Leuchten.
-
Da der RDM-Standard bisher aber bei Betriebsgeräten noch nicht weitverbreitet und teilweise auch inkompatibel ist, sowie auch mehr Ressourcen benötigt, kommen nach wie vor vermehrt Leuchten zum Einsatz, welche lediglich ein DMX-Betriebsgerät beinhalten.
-
Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, dass Leuchten die nur ein DMX-Betriebsgerät aufweisen auch in Verbindung mit dem RDM-Standard benutzt werden können.
-
Die Aufgabe wird durch eine Leuchte gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
-
Erfindungsgemäß wird nun eine Leuchte mit mindestens einer Lichtquelle und mindestens einem DMX-Betriebsgerät zur Steuerung der Lichtquelle vorgeschlagen, wobei der Leuchte mindestens ein Erweiterungsmodul zugeordnet ist, dass dazu ausgebildet ist, RDM-Befehle bzw. -Steuersignale, die von einem Bus an dem Erweiterungsmodul eintreffen, in DMX-Befehle bzw. -Steuersignale umzusetzen.
-
Vorteilhafterweise kann hierbei vorgesehen sein, dass das DMX-Betriebsgerät an das Erweiterungsmodul angeschlossen ist.
-
Durch dieses Erweiterungsmodul ergibt sich nun der Vorteil, dass eine Leuchte mit einem DMX-Betriebsgerät, auch in Verbindung mit dem RDM-Standard betrieben werden kann, da eine entsprechende Umsetzung von RDM auf DMX durch das Erweiterungsmodul erfolgt.
-
Vorzugsweise weisen das Erweiterungsmodul und das DMX-Betriebsgerät jeweils eine Adresse auf, wobei die Adresse des Erweiterungsmoduls dazu dient die Leuchte im Bus zu identifizieren und die Adresse des DMX-Betriebsgeräts dazu dient, dass das Erweiterungsmodul das DMX-Betriebsgerät identifizieren kann. Das Erweiterungsmodul kann hierbei dazu ausgebildet sein, die dem Erweiterungsmodul zugeordnete Adresse in die dem DMX-Betriebsgerät zugeordneten Adresse umzusetzen.
-
Durch diese besondere Ausgestaltung ist es nunmehr möglich, dass die Zuordnung einer Betriebsadresse mit einem der bekannten Vergabeverfahren erfolgt, wobei das Erweiterungsmodul dabei mit einer Zentrale bidirektional kommunizieren kann und dementsprechend einen entsprechende Adressvergabe möglich ist.
-
Desweiteren kann vorgesehen sein, dass die Leuchte ein Gehäuse aufweist in dem die Lichtquelle und das DMX-Betriebsgerät angeordnet sind. Hierbei kann das Erweiterungsmodul entweder in dem Gehäuse angeordnet sein oder auch außerhalb, wobei für den Fall dass das Erweiterungsmodul außerhalb angeordnet ist, dieses ein eigenes Gehäuse aufweisen kann.
-
Zusätzlich kann noch vorgesehen sein, dass das DMX-Betriebsgerät als DMX/Alternate Start Code (ASC)-Betriebsgerät ausgebildet ist und das Erweiterungsmodul dazu ausgebildet ist, DMX/ASC-Befehle bzw. -Steuersignale, die von dem DMX/ASC-Betriebsgerät an dem Erweiterungsmodul eintreffen, in RDM-Befehle bzw. -Steuersignale umzusetzen.
-
Vorteilhafterweise ist noch vorgesehen, dass das Erweiterungsmodul Anschlussmöglichkeiten für Sensoren, insbesondere Temperatur- oder Helligkeitssensoren, aufweist.
-
Nachfolgend soll die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
-
1 schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Leuchten nach einem ersten Ausführungsbeispiel;
-
2 schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Leuchte nach einem zweiten Ausführungsbeispiel.
-
In 1 ist nun eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte 1 schematisch dargestellt. Die Leuchte 1 weist hierbei eine Lichtquelle 2, ein DMX-Betriebsgerät 3 und ein Erweiterungsmodul 4 auf, die alle in einem gemeinsamen Gehäuse 5 der Leuchte 1 angeordnet sind. Das DMX-Betriebsgerät 3 ist hierbei zur Steuerung der Lichtquelle 2 vorgesehen und ist im Gegensatz zu bisherigen Anwendungsszenarien nun nicht mehr direkt an einen Bus angeschlossen, über den DMX-Befehle bzw. Steuersignale eintreffen, sondern vielmehr an das Erweiterungsmodul 4.
-
Dieses Erweiterungsmodul 4, das nunmehr an einen Bus angeschlossen ist, über den entsprechende RDM-Befehle bzw. -Steuersignale an dem Erweiterungsmodul 4 eintreffen, ist dazu ausgebildet, die eintreffenden RDM-Befehle bzw. -Steuersignale in entsprechende DMX-Befehle bzw. -Steuersignale umzusetzen und an das DMX-Betriebsgerät 3 weiterzureichen.
-
Durch dieses Erweiterungsmodul 4 ist es somit möglich, dass die Leuchte 1 beispielsweise von einer Zentrale, wie eine Leuchte 1 behandelt wird, die ein RDM-Betriebsgerät aufweist. Gleichzeitig wird aber innerhalb der Leuchte 1 nach wie vor der DMX-Standard verwendet. Hierdurch ist es nun insgesamt möglich, dass eine Leuchte 1 die ein DMX-Betriebsgerät 3 aufweist trotzallem auch mit entsprechenden RDM-Befehlen versorgt werden kann.
-
2 zeigt nun eine zweite Ausführung einer erfindungsgemäßen Leuchte 1, die wiederum eine Lichtquelle 2, ein DMX-Betriebsgerät 3 und ein Erweiterungsmodul 4 aufweist, die jeweils denen in 1 entsprechen. Der einzige Unterschied zu 1 besteht nun darin, dass die Leuchte 1 ein Gehäuse 6 aufweist, in dem lediglich die Lichtquelle 2 und das DMX-Betriebsgerät 3 angeordnet sind. Das Erweiterungsmodul 4 hingegen ist außerhalb des Gehäuses 6 angeordnet, wobei es insbesondere vorgesehen sein kann, dass das Erweiterungsmodul 4 ein eigenes Gehäuse aufweist.
-
Durch diese in 2 gezeigte besondere Ausgestaltung ergibt sich nun eine einfache Möglichkeit bereits existierende Leuchten, die bisher lediglich ein DMX-Betriebsgerät 3 aufweisen um die RDM-Funktionalität zu erweitern, ohne dass eine aufwändige Umgestaltung des Gehäuses 6 der Leuchte 1 notwendig wird.
-
Zu beiden Ausführungsformen ist anzumerken, dass das Erweiterungsmodul 4 nun insbesondere auch bei der Adressierung der Leuchten 1 in einem größeren System von Nutzen ist. So ist beispielsweise vorgesehen, dass dem Erweiterungsmodul 4 bereits bei der Herstellung eine in RDM definierte Unique ID zugeordnet wird, durch das das Erweiterungsmodul 4 eindeutig identifizierbar ist. Hierdurch ist es dann möglich, dass das Erweiterungsmodul 4 entsprechend bekannten Vergabeverfahren mit einer Zentrale kommuniziert um eine Betriebsadresse entsprechend der Anordnung der Leuchte 1 in dem System zu erhalten. Diese Betriebsadresse bzw. individuelle Adresse über welche die Leuchte 1 von außen angesteuert wird, wird dann jedoch nur in dem Erweiterungsmodul 4 abgelegt. Das DMX-Betriebsgerät 3 hingegen weist lediglich eine oder mehrere einfache Basisadressen, beispielsweise 1, 2 oder 3, auf, wobei das Erweiterungsmodul 4 die Umsetzung der RDM-Betriebsadresse in den von dem DMX-Betriebsgerät 3 verwendeten Basisadressen vornimmt. Bei den Basisadressen kann es sich beispielsweise um die Anzahl der in einer Leuchte 1 vorkommenden Lichtquellen 2 handeln.
-
Wie bereits weiter oben erläutert ist es hierdurch möglich, Leuchten die bisher nur mit einem DMX-Betriebsgerät ausgestattet waren in entsprechende RDM-Systeme einzubinden und durch komplexe Steuerinformationen anzusteuern. Hierbei kann dann auch vorgesehen sein, dass das Erweiterungsmodul komplexere Helligkeitsbefehle im RDM-Standard (Beleuchtungsszenarien und dergleichen) in entsprechende Ansteuerbefehle für das DMX-Betriebsgerät umsetzt.
-
Bisher wurde lediglich auf standardkonforme DMX-Betriebsgeräte eingegangen, die nur eine unidirektionale Kommunikation zulassen. Bei diesen erfolgt die bidirektionale Kommunikation zwischen der Zentrale und der Leuchte somit nur zwischen der Zentrale und dem Erweiterungsmodul der Leuchte. Mittlerweile existieren jedoch auch DMX-Betriebsgeräte, die die Nutzung sogenannter Alternate Star Codes (ASC) ermöglichen. Durch diese ist dann auch eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem DMX/ASC-Betriebsgerät und dem Erweiterungsmodul möglich, wodurch eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem DMX/ASC-Betriebsgerät selbst und der Zentrale denkbar ist. Auch hier wiederum ist das Erweiterungsmodul dazu ausgebildet, entsprechende RDM-Befehle bzw. Steuersignale in entsprechende DMX/ASC-Befehle bzw. -Steuersignale umzusetzen. Zusätzlich werden von dem Erweiterungsmodul jedoch auch DMX/ASC-Befehle bzw. -Steuersignale, die von dem DMX/ASC-Betriebsgerät an dem Erweiterungsmodul eintreffen, in RDM-Befehle bzw. -Steuersignale umgesetzt.
-
Des Weiteren kann auch noch vorgesehen sein, dass das Erweiterungsmodul Anschlussmöglichkeiten aufweist an die Sensoren, beispielsweise Temperatur- oder Helligkeitssensoren, angeschlossen sind, wodurch dann eine Regelung der Ansteuerung der Lichtquellen möglich wird. Durch diese Anschlussmöglichkeiten werden die Steuerungsmöglichkeiten der Leuchte insgesamt noch erweitert.