DE102011079310A1 - Kühlmittelpumpe für einen Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft gemäß dem Oberbegriff der unabhängigen Patentansprüche 1 und 5 eine Kühlmittelpumpe für einen Kühlmittelkreiskreislauf einer Brennkraftmaschine mit einem vorzugsweise über einen Riementrieb angetriebenen Antriebsrad, welches über eine in einem Pumpengehäuse drehbar gelagerte Antriebswelle mit einem Flügelrad verbunden ist, wobei radial zum Flügelrad zumindest ein Kühlmittelauslass vorgesehen, mit einem in axialer Richtung bewegbaren Sperrring, der zur Veränderung oder Sperrung eines Querschnittes des Kühlmittelauslasses dient, und mit einem druckmittelbetätigten Aktuator zur Verstellung des Sperrringes.
- Gebiet der Erfindung
- Derartige Kühlmittelpumpen sind in der Regel als Kreiselpumpen ausgebildet, wobei sie stirnseitig der Brennkraftmaschine angeordnet sind und von einem der dort vorgesehenen Riementriebe angetrieben werden. In diesem Fall läuft die Antriebswelle der Kühlmittelpumpe synchron mit der Drehzahl der Brennkraftmaschine um und fördert folglich analog dieser Drehzahl eine bestimmte Kühlmittelmenge in den Kühlmittelkreislauf, der aus den im Kurbelgehäuse sowie im Zylinderkopf vorgesehenen Kühlmittelräumen, einem Wärmetauscher für eine Fahrzeugheizung und einem von Kühlluft durchströmten Kühler besteht. Dabei ist die Kühlmittelpumpe derart ausgelegt, dass sie auch bei Leerlaufdrehzahl der Brennkraftmaschine den Kühlmittelstrom zur Erreichung einer unter allen Betriebsbedingungen erforderlichen Kühlleistung fördert.
- In der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine wird im Allgemeinen der durch den Kühler geleitete Kühlmittelstrom mittels eines Thermostatventils vollständig oder teilweise unterbrochen. Somit fließen in dieser Phase, in der die Brennkraftmaschine noch nicht die vorgesehene Betriebstemperatur erreicht hat, der gesamte Kühlmittelstrom oder ein Teilstrom über dieses Thermostatventil im Kurzschluss, also über eine zum Kühler parallele Bypassleitung.
- Darüber hinaus wurden in der Vergangenheit bereits Lösungen gesucht, um diese Warmlaufphase deutlich zu verkürzen, wodurch sich auch in erheblichem Umfang die im Betrieb der Brennkraftmaschine auftretenden Reibungsverluste, erhöhte Emissionswerte und die diesen zugrunde liegenden höheren Kraftstoffverbräuche vermeiden lassen. Dabei war unter anderem vorgesehen, mittels eines die Kühlmittelpumpe antreibenden Getriebes die Antriebsdrehzahl der Kühlmittelpumpe zu regeln oder mittels einer Kupplung den gesamten Antrieb der Kühlmittelpumpe zu- oder abzuschalten. Andere bekannte Lösungen sehen vor, dass an der als Kreiselpumpe ausgebildeten Kühlmittelpumpe Verstellelemente vorgesehen sind, über die der Kühlmittelaustritt bis zu seiner völligen Absperrung geregelt verstellt werden kann. Auf eine entsprechende Ausgestaltung einer Kühlmittelpumpe bezieht sich die vorliegende Erfindung.
- Eine Kühlmittelpumpe für einen Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Gattung ist aus der
DE 10 2007 022 189 A1 bekannt. Dabei handelt es sich um eine regelbare Kühlmittelpumpe mit einer Verstellung des Leitblechs in Abhängigkeit von einem auf eine Druckmessdose übertragenden Unterdruck oder Überdruck. Die Druckmessdose soll dabei als Druckübersetzer wirken, wobei das in einer Hydraulikleitung befindliche Arbeitsmedium mittels eines in der Unterdruckdose angeordneten Arbeitskolbens großen Querschnitts in mehrere Nehmerzylinder kleinen Querschnitts verschoben wird. Diese Nehmerzylinder sind gleichmäßig über den Umfang des Pumpengehäuses der Kühlmittelpumpe in diesem angeordnet und nehmen jeweils eine Kolbenstange auf, wobei die Kolbenstangen an ihren einer Überströmkammer abgewandten Enden mit dem axial beweglichen Ventilschieber verbunden sind. Anstelle der Unterdruckverstellung, für die der Unterdruck in einem Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine genutzt wird, kann der im Druckübersetzer angeordnete Arbeitskolben auch mit einem Überdruck aus dem Schmiermittelkreislauf der Brennkraftmaschine beaufschlagt werden. - Weiterhin ist aus der
DE 199 01 123 A1 eine regelbare Kühlmittelpumpe bekannt, bei der innerhalb des Flügelrades ein Aktuator zur axialen Verstellung einer den Kühlmittelaustritt radial umschließenden Hülse vorgesehen ist. Dieser Aktuator soll bei einer der dargestellten Ausführungsformen aus einem Wachsausdehnungssteller bestehen, über den ein in Längsrichtung der Kühlmittelpumpe verlaufender Stift verschoben über einen radial verlaufenden Stift auf die Hülse übertragen wird. Weiterhin enthält dieses Dokument den Hinweis, dass dieser Aktuator auch elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch betätigt werden kann. - Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kühlmittelpumpe für einen Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine, die mit einer als Sperrring ausgebildeten, den Kühlmittelauslass steuernden Einrichtung versehen ist, derart weiterzubilden, dass der hierfür vorgesehene Aktuator innerhalb der Kühlmittelpumpe angeordnet werden kann, ohne die baulichen Abmessungen der Kühlmittelpumpe sowohl in radialer als auch in axialer Richtung zu verändern oder diese nur geringfügig zu verändern. Ferner soll eine mit einem entsprechenden Aktuator versehene regelbare Kühlmittelpumpe kostengünstig herstellbar und sehr funktionssicher ausgebildet sein, so dass sie sich für eine Anwendung in Großserie hergestellten Brennkraftmaschine eignet.
- Diese Aufgabe wird, ausgehend vom Oberbegriff des Patentanspruchs 1, in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 soll der Aktuator konzentrisch zur Antriebswelle im Bereich von deren dem Flügelrad zugewandten Ende angeordnet sein, wobei der Aktuator auf dem Ende der Antriebswelle befestigt ist, und der Aktuator soll über zumindest eine in der Antriebswelle vorgesehene Längsbohrung mit einer Druckmittelversorgung verbunden sein. Durch die entsprechende Anordnung des Aktuators und dessen Druckmittelversorgung über eine Längsbohrung in der Antriebswelle ergeben sich insgesamt geringe radiale Abmessungen für das Gehäuse der Kühlmittelpumpe. Diese radialen Abmessungen können in vorteilhafter Weise im Wesentlichen mit der radialen Abmessung der die Kühlmittelpumpe antreibenden Riemenscheibe übereinstimmen. Außerdem wirkt sich diese Anordnung des Aktuators auch positiv auf die axialen Abmessungen aus, da die Baulänge des Gehäuses der Kühlmittelpumpe durch die Anordnung des Aktuators am Ende der Antriebswelle nahezu unverändert bleibt. Das ist von großer Bedeutung, denn im stirnseitigen Bereich der Brennkraftmaschine, also im Bereich von deren Riementrieben, steht nur ein geringer Raum zur Anordnung und zum Antrieb der Kühlmittelpumpe zur Verfügung, und die Kühlmittelpumpe muss mit derartigen axialen Abmessungen zur Verfügung gestellt werden, dass deren Riemenscheibe mit den übrigen Riemenscheiben fluchtet.
- Demgegenüber sind nach der
DE 10 2007 022 189 A1 innerhalb des Gehäuses der Kühlmittelpumpe mehrere hydraulische Aktuatoren in Form von einzelnen Kolben-Zylinder-Einheiten angeordnet, an denen das Leitblech fixiert ist. Aufgrund der dafür vorgesehenen radialen Druckmittelzufuhr zu den einzelnen Aktuatoren sowie dieser Anordnung der Aktuatoren ergeben sich ungünstige radiale und axiale Abmessungen des Gehäuses der Kühlmittelpumpe. Außerdem können auch Funktionsstörungen auftreten, wenn die Kolben der Kolben-Zylinder-Einheiten nicht eine absolut synchrone Längsbewegung ausführen. - Im Gegensatz zur erfindungsgemäßen Lösung ist nach der
DE 199 01 123 A1 der Aktuator in einer Nabe des Laufrades der Kühlmittelpumpe angeordnet und befindet sich folglich nicht an dem dem Flügelrad zugewandten Ende der Antriebswelle. Im Übrigen ist der Druckschrift nur zu entnehmen, dass anstelle des dargestellten Wachsausdehnungsstellers auch eine elektrische, hydraulische oder pneumatisch angetriebene Verstelleinrichtung vorgesehen sein kann. Eine entsprechende Zuführung eines Hydraulikmediums soll danach aber ganz offensichtlich über das Gehäuse der Kühlmittelpumpe erfolgen. Sowohl die Anordnung des Aktuators als auch die Zuführung des Hydraulikmediums bewirken eine Vergrößerung der baulichen Abmessungen der gesamten Kühlmittelpumpe sowohl in radialer als auch in axialer Richtung. - Gemäß einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung soll der Aktuator als Hydraulikzylinder ausgebildet und koaxial am Ende der Antriebswelle angeordnet sein. Als Hydraulikzylinder ist in diesem Zusammenhang die Gesamtanordnung, bestehend aus einem längsverschieblichen Kolben und dem diesen umschließenden Zylinder zu verstehen. Dabei wird es sich vorzugsweise um einen einfach wirkenden Hydraulikzylinder handeln, mit dem eine druckbetätigte Verstellung des Sperrringes in seine Schließstellung erfolgt, in der also der radiale Kühlmittelauslass verschlossen ist. Eine Rückstellung des Sperrringes und somit eine Verschiebung des einfach wirkenden Hydraulikzylinders in die entgegengesetzte Richtung wird in diesem Fall über eine Druckfeder erfolgen, die zwischen dem Flügelrad und dem Sperrring oder innerhalb des Aktuators vorgesehen sein kann. Mit einer derartigen Anordnung einer Druckfeder zur Rückstellung des Schließbleches in seine geöffnete Position kann außerdem eine Fail-Safe-Einrichtung geschaffen werden, mit welcher beim Ausfall der Druckversorgung des Aktuators stets sichergestellt ist, dass die Kühlmittelpumpe in ausreichendem Maße Kühlwasser fördert.
- Hinsichtlich der Ausbildung und Anordnung des Hydraulikzylinders bestehen unterschiedliche Möglichkeiten: Es wird zum einen vorgeschlagen, eine Zylinderlaufbahn des Hydraulikzylinders unmittelbar in der Antriebswelle auszubilden. In diesem Fall würde das dem Laufrad zugewandte Ende der Antriebswelle als Hohlwelle gestaltet sein, wobei die innere Mantelfläche dieser Hohlwelle die entsprechende Zylinderlaufbahn bildet. Dadurch kann eine sehr kompakte Anordnung geschaffen werden, und der Aktuator lässt sich mit geringem Fertigungsaufwand herstellen. Zum anderen besteht alternativ dazu die Möglichkeit, den Kolben auf der Antriebswelle zu befestigen und an einem insgesamt topfförmig gestalteten Leitblech, das den Sperrring bildet, einen mit diesem Kolben zusammenwirkenden Zylinder anzuordnen, wobei diese Bauelemente einen entsprechenden Druckraum begrenzen. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine sehr kompakte Anordnung des Aktuators, die sich für eine Fertigung in Großserie eignet.
- Gemäß einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, den Aktuator als Membran auszubilden. Eine entsprechende Membran würde eine sehr kurze axiale Baulänge ermöglichen. Diese Membran würde dabei an einem die Antriebswelle radial umschließenden Flanschteil fixiert werden, wobei das aus der Längsbohrung der Antriebswelle ausströmende Druckmittel diese Membran gegen einen Boden des ebenfalls topfförmig gestalteten Leitbleches presst, so dass das Leitblech nach Auslenkung der Membran in eine Schließstellung seines Sperrringes verschoben wird. Auch in diesem Fall ist an dem Leitblech eine Rückstellfeder vorzusehen, die das Leitblech nach einem Druckabbau im Inneren der Membran wieder in seine Öffnungsstellung verschiebt.
- Weiterhin wird für eine Lösung, deren gattungsbildende Merkmale mit denen des Patentanspruchs 1 identisch sind, vorgeschlagen, dass der Aktuator konzentrisch zur Antriebswelle im Bereich von deren dem Flügelrad zugewandten Ende angeordnet und als Membran ausgebildet ist. Danach kann das Druckmittel auch über Kanäle, die im Gehäuse der Kühlmittelpumpe vorgesehen sind, in den an der Membran vorgesehenen Druckraum geleitet werden. Neben dieser Möglichkeit, die nur mit einem größeren technischen Aufwand zu realisieren ist, soll es gemäß diesem Vorschlag aber auch primär darum gehen, das unter Druck stehende Hydraulikmedium über zumindest eine in der Antriebswelle vorgesehene Längsbohrung dem Druckraum der Membran zuzuführen. Neben dieser einen oder mehreren Längsbohrungen sind natürlich, sofern erforderlich, Querbohrungen vorzusehen, die beispielsweise zwischen einer entsprechenden Druckquelle bzw. einem Steuerventil und der entsprechenden Längsbohrung verlaufen würden.
- Gemäß einer Weiterbildung dieser Lösung soll die Antriebswelle an ihrem dem Flügelrad zugewandten Ende einen im Wesentlichen als Flansch ausgebildeten ersten Teilabschnitt des Flügelrades aufnehmen, wobei die Membran an ihrem Rand an dem ersten Teilabschnitt fixiert ist und wobei sich die Membran in ihrem mittleren Bereich an einem topfförmig gestalteten Leitblech abstützt, an dem der den Kühlmittelauslass in seiner Sperrstellung ringförmig umgebende Sperrring ausgebildet ist. Dieser erste Teilabschnitt des Flügelrades ist mit einem in axialen Abstand zu diesem angeordneten zweiten Teilabschnitt verbunden, wobei zwischen diesen beiden Teilabschnitten Schaufeln der Kreiselpumpe und das Leitblech angeordnet sind. Das Leitblech ist dabei axial zwischen diesen beiden Teilabschnitten des Flügelrades verschiebbar, wobei es während seiner axialen Bewegung gegenüber dem ersten Teilabschnitt über eine Gleitringdichtung bzw. einen Kolbenring abgedichtet ist. Die Membran ist in einer kreisförmig verlaufenden Nut des ersten Teilabschnitts fixiert.
- Die vorstehend erläuterte Anordnung des Leitbleches innerhalb des Flügelrades kann darüber hinaus auch bei einer Ausbildung des Aktuators als Kolben-Zylindereinheit vorgesehen sein. Außerdem ist die Verwendung einer Membran oder Kolben-Zylindereinheit als Aktuator nicht auf eine derartige Anordnung des Leitbleches beschränkt. An Stelle des Leitbleches kann auch ein den Sperrring aufnehmender Mitnehmer räumlich zwischen dem Pumpengehäuse und dem Flügelrad angeordnet sein.
- In Weiterbildung dieser Anordnung soll eine Rückstellfeder vorgesehen sein, die der von der Membran in Sperrrichtung erzeugten Bewegung des Leitbleches entgegenwirkt. Es handelt sich also um eine einfach wirkende hydraulische Verstellung, bei der, ausgehend von einer Druckmittelversorgung, mittels eines Steuerventils für eine Druckbeaufschlagung der Membran gesorgt wird oder der an der Membran vorgesehene Druckraum drucklos entleert wird. Da die Druckfeder das Leitbleich in eine Stellung bewegt, in der der Kühlmittelauslass bzw. die Kühlmittelauslässe geöffnet sind, wird auf diese Weise eine Fail-Safe-Steuerung geschaffen, denn beim Ausfall des Steuerdruckes ist sichergestellt, dass die Kühlmittelpumpe stets einen Kühlmittelstrom durch den Kühlmittelkreislauf fördert.
- Weiterhin soll im Falle der Verwendung einer Membran als Aktuator vorgesehen sein, dass die Antriebswelle an ihrem dem Flügelrad zugewandten Ende einen im Wesentlichen als Flansch ausgebildeten ersten Teilabschnitt aufnimmt und dass die Membran an ihrer dem ersten Teilabschnitt zugewandten Oberfläche oder der Teilabschnitt an seiner der Membran zugewandten Oberfläche strukturiert sind. Diese Oberflächenstruktur, bei der es sich vorzugsweise um Nuten handelt, die vom Endbereich der Antriebswelle aus radial nach außen verlaufen, wird sichergestellt, dass das zwischen den Oberflächen der Membran und des Teilabschnitts einströmende Druckmedium über die gesamte Fläche verteilt wird. Dadurch kann eine verzögerungsfreie Verstellung des Leitbleches und des an diesem ausgebildeten Sperrringes mittels der Membran herbeigeführt werden.
- Außerdem soll der erste Teilabschnitt über Schaufeln des Flügelrades mit einem zu diesem in axialer Richtung beabstandeten zweiten Teilabschnitt verbunden sein, wobei die Schaufeln durch Ausnehmungen im Leitblech hindurchgeführt sind. Das Leitblech führt also eine Bewegung in axialer Richtung durch, wobei es einerseits in seiner Schließstellung am zweiten Teilabschnitt des Flügelrades und in seiner Öffnungsstellung am ersten Teilabschnitt anschlägt.
- Schließlich wird vorgeschlagen, das Druckmittel für den als Membran oder Hydraulikzylinder ausgebildeten Aktuator mittels einer im Gehäuse der Kühlmittelpumpe angeordneten Steuerpumpe zu liefern. Diese Steuerpumpe soll dabei unmittelbar von der Antriebswelle angetrieben werden. Außerdem soll im Gehäuse der Kühlmittelpumpe ein Steuerventil angeordnet sein, das die Verbindung eines zum Druckraum der Membran oder des Hydraulikzylinders führenden Arbeitsanschlusses wahlweise mit einem Pumpenport oder Tankport verbindet oder absperrt. Als Druckmittel wird vorzugsweise dem Kühlmittelkreislauf entnommenes Kühlmittel verwendet, so dass bei eventuell auftretenden Leckagen vermieden wird, dass sich ein anderes Druckmittel, wie beispielsweise Schmieröl mit dem Kühlmittel des Kühlmittelkreislaufes vermischen könnte.
- Die Erfindung ist nicht auf die angegebene Kombination der Merkmale der unabhängigen Patentansprüche 1 und 5 mit Merkmalen der abhängigen Patentansprüche beschränkt. Es ergeben sich darüber hinaus weitere Möglichkeiten, einzelne Merkmale, insbesondere dann, wenn sie sich aus den Patentansprüchen der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele oder unmittelbar aus der Zeichnung ergeben, miteinander zu kombinieren. Außerdem soll die Bezugnahme der Patentansprüche auf die Zeichnung durch die Verwendung von Bezugszeichen den Schutzumfang der Patentansprüche auf keinen Fall auf die dargestellten Ausgestaltungsbeispiele beschränken.
- Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich im Übrigen aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den Zeichnungen, in denen drei Ausführungsbeispiele der Erfindung vereinfacht dargestellt sind. Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Darstellung im Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Kühlmittelpumpe, bei der ein Aktuator als in einer Antriebswelle angeordneter Hydraulikzylinder ausgebildet ist, -
2 eine perspektivische Darstellung mit einer Teilansicht einer Kühlmittelpumpe im Längsschnitt, darstellend einen Bereich ihres Flügelrades mit einer Schließstellung eines Leitbleches, -
3 eine Teilansicht des in2 dargestellten Flügelrades mit einer Offen-Stellung des Leitbleches, -
4 eine perspektivische Darstellung mit einem Längsschnitt durch eine Anordnung eines Flügelrades auf einer Antriebswelle, wobei der Aktuator als Membran ausgebildet ist und -
5 eine perspektivische Darstellung einer Teilansicht im Bereich einer Anordnung eines Flügelrades auf einer Antriebswelle, wobei ein Aktuator einen ersten Teilabschnitt eines Flügelrades mit einer strukturierten Oberfläche aufweist. - Ausführliche Beschreibung der Zeichnung
- In der
1 ist mit1 eine Kühlmittelpumpe bezeichnet, die ein Pumpengehäuse2 sowie eine in diesem Pumpengehäuse2 gelagerte Antriebswelle3 aufweist. Dabei ist die Antriebswelle3 vorzugsweise über ein nicht näher dargestelltes Wälzlager in dem Pumpengehäuse2 gelagert und nimmt an ihrem einen Ende ein Antriebsrad4 sowie an ihrem anderen Ende ein Flügelrad5 auf. Ferner ist die Antriebswelle an ihrem dem Flügelrad5 zugewandten Ende als Hohlwelle6 ausgebildet, so dass an diesem Ende ein koaxial zur Antriebswelle verlaufender Hydraulikzylinder7 gebildet wird. Dabei ist im Inneren der Hohlwelle6 eine Zylinderlaufbahn8 ausgebildet, auf der ein Hydraulikkolben9 dichtend geführt ist. Von diesem Hydraulikkolben9 geht eine Kolbenstange10 aus, die zentrisch durch das Flügelrad5 verläuft. - Das Flügelrad
5 wird im Übrigen durch einen flanschartig ausgebildeten ersten Teilabschnitt11 und durch einen in axialer Richtung zu diesem beabstandeten zweiten Teilabschnitt12 gebildet. Zwischen diesen Teilabschnitten verlaufen Schaufeln5a des Flügelrades5 , die das mittig des Flügelrades5 angesaugte Kühlmittel radial nach außen fördern. Auf der sich in Richtung der Längsachse erstreckenden Kolbenstange10 ist ein Leitblech13 angeordnet, das eine tellerförmige Nabe14 sowie einen sich daran anschließenden zylindrisch ausgebildeten Sperrring15 aufweist. Das Leitblech13 ist mittels der Kolbenstange10 in axialer Richtung verschiebbar, wobei der Sperrring15 in einer geöffneten Stellung des Leitbleches13 in einen Freiraum16 des Gehäuses2 bewegt wird, während sich der Sperrring15 in einer Sperrstellung, die die1 zeigt, in einer einen Kühlmittelauslass17 überdeckenden Position befindet. - Die Verstellung des Leitbleches
13 erfolgt dabei in Abhängigkeit von bestimmten Betriebsparametern der Brennkraftmaschine, in welcher die Kühlmittelpumpe1 zum Einsatz kommt. Dabei soll erreicht werden, dass sich das Kühlmittel nach einem Startvorgang der Brennkraftmaschine unabhängig von der jeweiligen Außentemperatur relativ schnell erwärmt, damit die Brennkraftmaschine innerhalb kurzer Zeit ihre vorgesehene Betriebstemperatur erreicht. - Für die Verstellung des Leitbleches
13 über den als Aktuator dienenden Hydraulikzylinder7 ist eine Steuerpumpe18 vorgesehen, die ein Druckmittel aus einem Tank19 einem Steuerventil20 zuführt. Das Steuerventil20 ist in diesem Fall als 3/3-Wegeventil ausgebildet und befindet sich in seiner Sperrstellung, in der eine zum Inneren des Hydraulikzylinders führende Arbeitsleitung21 abgesperrt ist. In seinen beiden weiteren Stellungen wird entweder Druckmittel aus der Steuerpumpe18 in den Hydraulikzylinder7 gefördert oder aus diesem drucklos in Richtung des Tanks19 abgelassen. Dadurch kann die jeweilige Stellung des Leitblechs13 verändert werden. Das Leitblech ist mit Ausnehmungen22 versehen, durch die die Schaufeln5a des Flügelrades5 hindurchgeführt sind. Ferner weist der erste Teilabschnitt11 des Flügelrads5 ein an seinem Umfang verlaufende Dichtung23 auf, auf der der am Leitblech13 ausgebildete Sperrring15 gleitend geführt ist. - Nach den
2 und3 ist eine gegenüber1 geänderte Ausbildung für das Leitblech und den Aktuator vorgesehen, so dass für diese Bauelemente geänderte Bezugszeichen verwendet werden. Im Übrigen stimmen die Bezugszeichen im Wesentlichen mit denen nach der1 überein. Der Darstellung nach den2 und3 ist zu entnehmen, dass das Flügelrad5 mit seinen beiden Teilabschnitten11 und12 sowie den zwischen diesen verlaufenden Schaufeln5a ein Leitblech24 aufnimmt, das eine tellerförmige Nabe25 und einen zylindrischen Sperrring26 aufweist. Darüber hinaus ist das Leitblech24 einteilig mit einem Zylinder27 ausgebildet, der mit einem Hydraulikkolben28 , welcher drehfest auf einer Antriebswelle29 angeordnet ist, einen Druckraum31 bildet. Weiterhin ist der Hydraulikkolben28 mit einem Kolbenring30 versehen, wodurch der Druckraum31 innerhalb des Zylinders27 abgedichtet ist. - Stirnseitig des Zylinders
27 weist der erste Teilabschnitt11 des Flügelrades5 einen Ringraum11a auf, in den der Zylinder27 während einer Verstellung des Leitbleches24 in einer Öffnungsstellung für den Kühlmittelauslass17 bzw. die Kühlmittelauslässe17 bewegt wird. Diese Stellung des Leitbleches24 ist in der3 dargestellt. Ein entsprechender Druckaufbau in dem Druckraum des Zylinders27 erfolgt dabei mittels einer zumindest abschnittsweise durch die Antriebswelle29 verlaufende Längsbohrung32 . - In den
4 und5 ist eine weitere Ausgestaltung der Erfindung dargestellt, bei der hinsichtlich der Ausbildung der verwendeten Antriebswelle sowie des Flügelrades Übereinstimmung mit den Ausgestaltungen nach den1 bis3 besteht. Insofern werden auch die gleichen Bezugszeichen verwendet. Ein wesentlicher Unterschied gegenüber den vorgenannten und bereits erläuterten Ausgestaltungen der Erfindung besteht darin, dass nach den4 und5 am ersten Teilabschnitt11 eine Membran33 angeordnet ist, wobei ein Rand dieser Membran33 von einer Ringnut34 des ersten Teilabschnitts11 dichtend aufgenommen ist. Das über die Längsbohrung32 der Antriebswelle29 zugeführte Druckmittel führt zu einer Auslenkung der Membran33 , die sich dabei an einem Leitblech35 abstützt und dieses in axialer Richtung verschiebt. Die verwendete Membran33 nimmt in der geöffneten Stellung eines Sperrringes36 eine Position ein, in der sie flächig an dem ersten Teilabschnitt11 anliegt. Damit das über die Längsbohrung32 zugeführte Druckmittel in ausreichendem Maße an die dem ersten Teilabschnitt11 zugeführte Oberfläche der Membran33 gelangen kann, ist der erste Teilabschnitt11 in diesem Bereich, der von der Membran33 umschlossen wird, mit einer Oberflächenstruktur in Form von vom Austrittsbereich der Längsbohrung32 radial nach außen führenden Nuten37 versehen. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Kühlmittelpumpe
- 2
- Pumpengehäuse
- 3
- Antriebswelle
- 4
- Antriebsrad
- 5
- Flügelrad
- 5a
- Schaufeln
- 6
- Hohlwelle
- 7
- Hydraulikzylinder
- 8
- Zylinderlaufbahn
- 9
- Hydraulikkolben
- 10
- Kolbenstange
- 11
- erster Teilabschnitt von
5 - 11a
- Ringraum in
11 - 12
- zweiter Teilabschnitt von
5 - 13
- Leitblech
- 14
- tellerförmige Nabe von
13 - 15
- Sperrring von
13 - 16
- Freiraum
- 17
- Kühlmittelaustrittsöffnung
- 18
- Steuerpumpe
- 19
- Tank
- 20
- Steuerventil
- 21
- Arbeitsleitung
- 22
- Ausnehmungen in
13 - 23
- Dichtung
- 24
- Leitblech
- 25
- tellerförmige Nabe von
24 - 26
- Sperrring von
24 - 27
- Zylinder von
24 - 28
- Hydraulikkolben
- 29
- Antriebswelle
- 30
- Kolbenring
- 31
- Druckraum
- 32
- Längsbohrung
- 33
- Membran
- 34
- Ringnut
- 35
- Leitblech
- 36
- Sperrring
- 37
- radial verlaufende Nuten
- 38
- Rückstellfeder
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102007022189 A1 [0005, 0009]
- DE 19901123 A1 [0006, 0010]
Claims (10)
- Kühlmittelpumpe (
1 ) für einen Kühlmittelkreiskreislauf einer Brennkraftmaschine mit einem vorzugsweise über einen Riementrieb angetriebenen Antriebsrad (4 ), welches über eine in einem Pumpengehäuse (2 ) drehbar gelagerte Antriebswelle (3 ,29 ) mit einem Flügelrad (5 ) verbunden ist, wobei radial zum Flügelrad (5 ) zumindest ein Kühlmittelauslass (17 ) vorgesehen, mit einem in axialer Richtung bewegbaren Sperrring (15 ,26 ,36 ), der zur Veränderung oder Sperrung eines Querschnittes des Kühlmittelauslasses (17 ) dient, und mit einem druckmittelbetätigten Aktuator zur Verstellung des Sperrringes (15 ,26 ,36 ), dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator konzentrisch zur Antriebswelle (3 ,29 ) im Bereich von deren dem Flügelrad (5 ) zugewandten Ende angeordnet ist, dass der Aktuator auf dem Ende der Antriebswelle (3 ,29 ) befestigt ist und dass der Aktuator über zumindest eine in der Antriebswelle (3 ,29 ) vorgesehene Längsbohrung (32 ) mit einer Druckmittelversorgung verbunden ist. - Kühlmittelpumpe (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator als Hydraulikzylinder (7 ,27 ) ausgebildet und koaxial am Ende der Antriebswelle (3 ,29 ) angeordnet ist. - Kühlmittelpumpe (
1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zylinderlaufbahn (8 ) des Hydraulikzylinders (7 ) unmittelbar in der Antriebswelle (3 ) ausgebildet ist. - Kühlmittelpumpe (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator als Membran (33 ) ausgebildet ist. - Kühlmittelpumpe (
1 ) für einen Kühlmittelkreiskreislauf einer Brennkraftmaschine mit einem vorzugsweise über einen Riementrieb angetriebenen Antriebsrad (4 ), welches über eine in einem Pumpengehäuse (2 ) drehbar gelagerte Antriebswelle (29 ) mit einem Flügelrad (5 ) verbunden ist, wobei radial zum Flügelrad (5 ) zumindest ein Kühlmittelauslass (17 ) vorgesehen ist, mit einem in axialer Richtung bewegbaren Sperrring (36 ), der zur Veränderung oder Sperrung eines Querschnittes des Kühlmittelauslasses (17 ) dient, und mit einem druckmittelbetätigten Aktuator zur Verstellung des Sperrringes (36 ), dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator konzentrisch zur Antriebswelle (29 ) im Bereich von deren dem Flügelrad (5 ) zugewandten Ende angeordnet und als Membran (33 ) ausgebildet ist. - Kühlmittelpumpe (
1 ) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (29 ) an ihrem dem Flügelrad (5 ) zugewandten Ende einen im Wesentlichen als Flansch ausgebildeten ersten Teilabschnitt (11 ) des Flügelrades (5 ) aufnimmt, dass die Membran (33 ) mittels ihres Randes an dem ersten Teilabschnitt (11 ) des Flügelrades (5 ) fixiert ist und dass sich die Membran (33 ) in ihrem mittleren Bereich am Leitblech (35 ) abstützt, an dem der den Kühlmittelauslass in seiner Sperrstellung ringförmig umgebende Sperrring (36 ) ausgebildet ist. - Kühlmittelpumpe (
1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückstellfeder (38 ) vorgesehen ist, die der von der Membran (33 ) in Sperrrichtung erzeugten Bewegung des Leitbleches (35 ) entgegenwirkt. - Kühlmittelpumpe (
1 ) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (29 ) an ihrem dem Flügelrad (5 ) zugewandten Ende einen im Wesentlichen als Flansch ausgebildeten ersten Teilabschnitt (11 ) aufnimmt und dass die Membran (33 ) an ihrer dem ersten Teilabschnitt (11 ) zugewandten Oberfläche oder der Teilabschnitt (11 ) an seiner der Membran (33 ) zugewandten Oberfläche strukturiert sind. - Kühlmittelpumpe (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Teilabschnitt (11 ) des Flügelrades (5 ) über Schaufeln (5a ) mit einem zu diesem in axialer Richtung beabstandeten zweiten Teilabschnitt (12 ) des Flügelrades (5 ) verbunden ist, wobei die Schaufeln (5a ) durch Ausnehmungen (22 ) im Leitblech (13 ,24 ,35 ) hindurchgeführt sind. - Kühlmittelpumpe (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Pumpengehäuse (2 ) der Kühlmittelpumpe (1 ) eine Steuerpumpe (18 ) und ein Steuerventil (20 ) angeordnet sind, wobei ein Arbeitsanschluss (21 ) des Steuerventils (20 ) mit der Längsbohrung (32 ) verbunden ist.
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