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Die Erfindung betrifft ein System zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug, wobei das System eine Systemkomponente, deren Betriebszustand durch ein Mengenverhältnis von Verbrennungskomponenten beeinflussbar ist und eine Vorrichtung zum Empfangen einer Navigationsinformation umfasst. Bei dem Raumklima kann es sich um das Raumklima eines Führerstandes, eines Fahrgastraums oder eines Frachtraums für Güter oder Lebendware handeln. Das Fahrzeug kann ein Land-, Wasser- oder Luftfahrzeug sein.
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Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug, wobei das Verfahren den Schritt eines Empfangens einer Navigationsinformation umfasst. Die Navigationsinformation kann von einer anderen an Bord des Fahrzeugs befindlichen Vorrichtung über Kabel oder Funk (beispielsweise über eine Bluetooth- oder WLAN-Verbindung) empfangen werden. Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, die gesamte oder zumindest einen Teil der Navigationsinformation über Funk (beispielsweise als Teil eines RDS-Signals) von einer ortsfesten Vorrichtung und/oder von einem anderen Fahrzeug zu beziehen.
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Die
DE 197 44 414 C2 beschreibt eine Steuereinheit für eine Fahrzeugklimaanlage mit mehreren möglichen Betriebszuständen. Der Steuereinheit ist ein Navigationssystem mit einem Sensor zum Empfang von GPS-Signalen zugeordnet, um das Gebiet festzustellen, in welchem sich das Fahrzeug befindet. Die Steuereinheit wählt den Betriebszustand der Fahrzeugklimaanlage in Abhängigkeit von dem Gebiet aus, in dem sich das Fahrzeug befindet. Durch gebietsspezifische Anpassung an gebiets- und/oder landesspezifisches Empfinden und Vorlieben der Nutzergruppen unterschiedlicher Klimaregionen soll der Komfort verbessert werden.
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Auch mit diesem Stand der Technik besteht der Nachteil, dass eine einmal ausgelieferte Klimaanlage nicht in allen Klimagebieten und unabhängig von der geografischen Höhe über Meeresspiegel ein optimales Betriebs- und Verbrauchsverhalten aufweist, es sei denn bei jeder Änderung des Einsatzgebiets werden interne Betriebsparameter (wie das Brennstoff-Luft-Verhältnis) auf Lufteigenschaften (wie Luftdruck und Luftfeuchtigkeit) im neuen Einsatzgebiet umgestellt. Wird dies manuell durchgeführt, erhöhen sich damit Verwaltungsaufwand und Werkstattzeiten; oder es müssen dem Fahrzeugnutzer Einstellarbeiten zugemutet werden. Um dies zu vermeiden, werden in konventionellen Systemen (für eine automatische Einstellbarkeit des Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten anhand von Messdaten) aufwändige Sensoren (beispielsweise Drucksensoren) eingesetzt.
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Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug bereitzustellen, das bei mindestens gleichem Wirkungsgrad und mindestens gleicher Umweltverträglichkeit mit geringem Aufwand realisiert werden kann.
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Außerdem ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, das dieselben Vorteile bietet.
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Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Die Erfindung baut auf einem konventionellen System zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug dadurch auf, dass das System zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug eine Vorrichtung zum selbsttätigen Einstellen des Mengenverhältnisses der Verbrennungskomponenten unter Berücksichtigung der Navigationsinformation aufweist. Dadurch kann die Systemkomponente in einen Betriebszustand versetzt werden, der für die jeweilige Luftbeschaffenheit am besten geeignet ist, ohne dass dafür ein Drucksensor benötigt wird. Das Einstellen des Mengenverhältnisses kann auch darin bestehen, dass ein Mengenverhältnis der Verbrennungskomponenten auf einen aktuell eingestellten Wert oder auf einen übermittelten Wert eingefroren wird. Alternativ oder zusätzlich kann das Einstellen des Mengenverhältnisses auch darin bestehen, dass einer, eine Auswahl oder alle (aktiven) Betriebsmodi der Systemkomponente abgeschaltet oder gesperrt werden. Alternativ oder zusätzlich können die Mengen aller der Verbrennung zugeführten Verbrennungskomponenten Null betragen oder auf null heruntergefahren werden.
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Die Navigationsinformation kann eine geographische Höhe sein oder umfassen. Die geographische Höhe kann beispielsweise ein Zahlenwert sein, der eine Höhe über Normalnull in einer physikalischen Längeneinheit (beispielsweise in m) angibt. Mittels Nutzung einer geometrischen Höheninformation aus der Navigationsinformation kann ein Drucksensor eingespart werden und ein Brennstoff-Luft-Verhältnis zumindest näherungsweise angepasst werden.
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Die Navigationsinformation kann eine barometrische Höhe sein oder umfassen. Die barometrische Höhe kann ein Zahlenwert sein, der in einer physikalischen Längeneinheit eine Höhe angibt, die einer Höhe entspricht, bei der unter Referenzbedingungen ein Luftdruck in dieser Höhe so hoch ist, wie ein aktueller Luftdruck am Aufenthaltsort, an dem sich das System zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug und/oder die Vorrichtung zum Empfang der Navigationsinformation befindet. Alternativ kann die barometrische Höhe ein Zahlenwert oder ein Zahlenvektor sein, der Parameter einer barometrischen Höhenformel am Aufenthaltsort angibt, an dem sich das System zum Beeinflussen eines Raumklimas befindet. Mittels Nutzung einer barometrischen Höheninformation aus der Navigationsinformation kann ein Drucksensor eingespart werden und ein Brennstoff-Luft-Verhältnis zumindest näherungsweise angepasst werden.
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Das System zum Beeinflussen des Raumklimas in dem Fahrzeug kann eine Heizvorrichtung aufweisen oder aus einer Heizvorrichtung bestehen. Die Heizvorrichtung kann eine mobile Heizung, eine Standheizung und/oder einen Zuheizer aufweisen.
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Die Systemkomponente, deren Betriebszustand durch ein Mengenverhältnis von Verbrennungskomponenten beeinflussbar ist, kann ein Heizgerät aufweisen oder aus einem Heizgerät bestehen.
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Die Vorrichtung zum selbsttätigen Einstellen des Mengenverhältnisses der Verbrennungskomponenten kann dazu ausgebildet sein, aus der empfangenen Navigationsinformation eine Zwischengröße zu ermitteln. Die Zwischengröße kann eine Information über eine Luftzusammensetzung, eine Lufttemperatur, einen Luftdruck, einen Staudruck, eine Strömungsgeschwindigkeit, eine Luftradioaktivität und/oder eine andere Lufteigenschaft umfassen. Jedoch ist es keineswegs erforderlich, für die Bestimmung des Mengenverhältnisses der Brennstoffkomponenten in einem Zwischenschritt eine Beschaffenheit von Luft als Zwischengröße zu ermitteln. Stattdessen kann beispielsweise eine direkte Abbildung (mapping) zwischen Werten aus einem Wertebereich von möglichen Höhenwerten und dazu passenden Mengenverhältnissen der Verbrennungskomponenten zur Bestimmung eines Mengenverhältnisses der Verbrennungskomponenten benutzt werden, das für die aktuelle Betriebsumgebung des Brenners näherungsweise optimal ist.
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Durch die Änderung des Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten kann ein Wirkungsgrad, eine Verringerung eines Treibstoffverbrauchs, eine Verlängerung einer Lebensdauer eines Teils des Systems und/oder eine Verringerung einer Emission, insbesondere einer Geräuschemission, beeinflussbar sein.
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Die Navigationsinformation kann eine Information über einen Längengrad, über einen Breitengrad, über eine Zuordnung zu einem Land und/oder über eine Zuordnung zu einer Klimazone umfassen. Mit diesen Informationen können unter Zuhilfenahme einer Datenbank oder mittels Formeln statische Lufteigenschaften ermittelt werden. Eine Berücksichtigung von Längengrad und/oder Breitengrad kann insbesondere für die oben erwähnte Möglichkeit des Einfrierens des Mengenverhältnisses auf einen aktuell eingestellten Wert oder auf einen übermittelten Wert erfolgen. Eine Berücksichtigung von Längengrad und/oder Breitengrad kann auch insbesondere für die oben erwähnte Möglichkeit des Abschaltens oder Sperrens eines, einer Auswahl oder aller (aktiven) Betriebsmodi der Systemkomponente erfolgen. Unabhängig davon kann eine Berücksichtigung von Längengrad und/oder Breitengrad auch insbesondere für die oben erwähnte Möglichkeit des Einstellens oder Herunterfahrens der Mengen aller der Verbrennung zugeführten Verbrennungskomponenten auf null erfolgen.
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Alternativ oder zusätzlich kann die Navigationsinformation eine Information über eine Richtung der Fahrzeughauptachse, über eine Fahrtrichtung und/oder über eine Fahrzeuggeschwindigkeit umfassen. Diese Informationen können beispielsweise zur Berechnung einer durch Fahrtwind verursachten Luftströmung oder eines Staudrucks genutzt werden.
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Das System zum Beeinflussen des Raumklimas kann einen Navigationsempfänger, insbesondere einen GPS-Empfänger, zum Bereitstellen der Navigationsinformation umfassen.
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Das System zum Beeinflussen des Raumklimas kann einen Datenleitungsanschluss, insbesondere einen CAN-Bus-Anschluss, zum Verbinden eines Navigationssystems mit der Vorrichtung zum Ermitteln einer Eigenschaft von Luft aufweisen.
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Das System kann ein Belüftungssystem, ein Entlüftungssystem und/oder eine Klimatisierungsvorrichtung umfassen.
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Die Erfindung baut auf einem konventionellen Verfahren zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug dadurch auf, dass es auch den Schritt eines selbststätigen Einstellens eines Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten unter Berücksichtigung der empfangenen Navigationsinformation und den Schritt eines Beeinflussens eines Betriebszustands einer Systemkomponente durch das eingestellte Mengenverhältnis von Verbrennungskomponenten umfasst. Eine Änderung des Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten durch das Verfahren zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug führt nicht notwendigerweise zu einer Änderung des Raumklimas.
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Der Schritt des selbsttätigen Einstellens des Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten kann folgende Schritte umfassen: Ermitteln einer Eigenschaft von Luft, die das Fahrzeug umgibt, unter Berücksichtigung der Navigationsinformation; und selbsttätiges Einstellen des Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten unter Berücksichtigung der ermittelten Lufteigenschaft.
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Merkmale, die in den Unteransprüchen des Vorrichtungsanspruchs definiert sind, können auch zur Weiterbildung des Verfahrens genutzt werden.
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Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen anhand besonders bevorzugter Ausführungsformen beispielhaft erläutert.
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Es zeigen:
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1 ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Systems zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug; und
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2 ein Flussdiagramm des Verfahrens zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug.
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Das in 1 gezeigte Ausführungsbeispiel einer Fahrzeugklimaanlage 10 oder einer Heizvorrichtung 10 umfasst eine Vorrichtung 16 zum Bestimmen eines Betriebsparameters 20 aus einer empfangenen Navigationsinformation 24. Die Fahrzeugklimaanlage 10 beziehungsweise die Heizvorrichtung 10 kann eine mobile Heizung, eine Standheizung und/oder einen Zuheizer aufweisen.
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Die Navigationsinformation 24 kann eine geographische Höhe, beispielsweise eine Höhe über Normalnull, sein oder umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann die Navigationsinformation 24 eine barometrische Höhe sein oder umfassen. Der Betriebsparameter 20 kann über eine Leitung 21 von der Vorrichtung 16 zur Klimatisierungsvorrichtung 23 oder einem anderen ausführenden System 22 übertragen werden. Die Klimatisierungsvorrichtung 23 und/oder das ausführende System 22 kann ein Heizgerät, eine mobile Heizung, eine Standheizung und/oder einen Zuheizer aufweisen.
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Der Betriebsparameter 20 kann eine Information über ein einzustellendes Mengenverhältnis von Verbrennungskomponenten umfassen. Das Einstellen des Mengenverhältnisses kann auch darin bestehen, dass ein Mengenverhältnis der Verbrennungskomponenten auf einen aktuell eingestellten Wert oder auf einen übermittelten Wert eingefroren wird. Das Einstellen des Mengenverhältnisses kann auch darin bestehen, dass das Heizgerät gesperrt wird, beispielsweise indem eine Zufuhr aller Verbrennungskomponenten auf null gesetzt oder heruntergefahren wird. Alternativ oder zusätzlich kann das Einstellen des Mengenverhältnisses auch darin bestehen, dass ein, eine Auswahl oder alle (aktiven) Betriebsmodi der Klimatisierungsvorrichtung 23 oder des ausführenden Systems 22 abgeschaltet oder gesperrt werden.
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Durch eine Anpassung des Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten an den ortsabhängigen Luftdruck und/oder an eine ortsabhängige Luftfeuchtigkeit und/oder an einen fahrtgeschwindigkeitsabhängigen Staudruck kann ein Energieverbrauch und ein Verschleißverhalten einer Klimatisierungsvorrichtung 23 der Fahrzeugklimaanlage 10 minimiert werden.
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Wenn das einzustellende Raumklima in üblicher Weise über eine Solleinstellung vom Fahrzeugnutzer der Klimatisierungsvorrichtung 23 vorgegeben wird, werden Einflüsse einer Änderung der Führungsgröße 20 infolge einer Änderung des Betriebsparameters 20 zumindest weitgehend durch Ausregelung (mittels eines klimatisierungsvorrichtungseigenen, nutzerkomfortorientieren Regelkreises der Klimatisierungsvorrichtung 23) ausgeglichen. Eine Änderung des Betriebszustands durch eine Änderung des Betriebsparameters 20 kann hier aus technischer Sicht zu einem besseren Betriebsverhalten führen. Das Raumklima wird dadurch aber gar nicht oder zumindest nicht notwendigerweise geändert.
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Die Vorrichtung 16 kann den Betriebsparameter unter Berücksichtigung einer Navigationsinformation 24 ermitteln, die sie über eine Datenverbindung 25 von einem Navigationssystem 26 erhält. Dies kann eine Information 24 über einen Längengrad, über einen Breitengrad, über eine geographische Höhe, über eine Zuordnung zu einem Land oder einer Klimazone, über eine Richtung der Fahrzeughauptachse (heading), über eine Fahrtrichtung und/oder über eine Fahrzeuggeschwindigkeit sein. In den Kartendaten können auch jahreszeitabhängige und/oder tageszeitabhängige Erfahrungswerte vorgehalten werden und bei der Ermittlung positionsabhängiger Prognosewerte einbezogen werden. Die Kartendaten und Prognosewerte können im Fahrzeug mitgeführt werden oder über eine Funkverbindung 28 von einer ortsfesten Datenbank 30 abgefragt werden. Das Navigationssystem 26 kann ein Bestandteil der Klimaanlage 10 sein.
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Eine Berücksichtigung von Längengrad und/oder Breitengrad kann insbesondere für die oben erwähnte Möglichkeit des Einfrierens des Mengenverhältnisses auf einen aktuell eingestellten Wert oder auf einen übermittelten Wert erfolgen. Eine Berücksichtigung von Längengrad und/oder Breitengrad kann auch insbesondere für die oben erwähnte Möglichkeit des Abschaltens oder Sperrens eines, einer Auswahl oder aller (aktiven) Betriebsmodi der Klimatisierungsvorrichtung 23 und/oder des ausführenden Systems 22 erfolgen. Unabhängig davon kann eine Berücksichtigung von Längengrad und/oder Breitengrad auch insbesondere für die oben erwähnte Möglichkeit des Einstellens oder Herunterfahrens der Mengen aller der Verbrennung zugeführten Verbrennungskomponenten auf null erfolgen.
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Für das Betriebsverhalten der Fahrzeugklimaanlage 10 können insbesondere aktuelle Eigenschaften der Luft von Bedeutung sein, die sie ansaugt, beziehungsweise, die das Fahrzeug umgibt. Auch Strömungsgeschwindigkeit des Fahrtwindes kann dazu gezählt werden. Der durch den Fahrtwind verursachte Staudruck kann typischerweise einen Einfluss auf das Betriebsverhalten der Fahrzeugklimaanlage 10 haben.
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Um das Betriebsverhalten der Fahrzeugklimaanlage an eine oder mehrere Eigenscheinschaften von Luft mittels Nutzung einer empfangenen Navigationsinformation 24 anzupassen, gibt es folgende zwei Möglichkeiten, die wahlweise oder in Kombination angewendet werden können:
Die erste Möglichkeit der Nutzung der Navigationsinformation 24 besteht darin, dass aus der Navigationsinformation 24 unter Zuhilfenahme von Erfahrungswerten, einer Datenbank und/oder Berechnungsformeln eine Lufteigenschaft ermittelt wird. Aus der ermittelten Lufteigenschaft können unter Zuhilfenahme von Erfahrungswerten, einer Datenbank und/oder Berechnungsformeln ein oder mehrere Betriebsparameter 20 ermittelt werden, die zu der bzw. den ermittelten Lufteigenschaften am besten passen. Deshalb kann die Vorrichtung 16 eine Vorrichtung 161 zum Ermitteln einer Eigenschaft von Luft umfassen, die das Fahrzeug umgibt. Die Lufteigenschaft kann ein mehrdimensionaler Wert 14 (Vektor) sein, der Werte einer Luftzusammensetzung, einer Lufttemperatur, eines Luftdrucks, eines Staudrucks, einer Strömungsgeschwindigkeit, einer Luftradioaktivität und/oder einer anderen Lufteigenschaft umfasst. Eine Vorrichtung 162 kann dazu ausgebildet sein, einen ein oder mehrdimensionalen Betriebsparameter 20 (der ebenfalls ein Vektor sein kann) unter Berücksichtigung der von der Vorrichtung 161 ermittelten Lufteigenschaft zu berechnen. Eine Datenleitung 15 zwischen der Vorrichtung 161 und einer Vorrichtung 162 zum Bestimmen des Betriebsparameters kann dazu vorgesehen sein, Informationen 14 über ermittelte Eigenschaften von Luft zu der Vorrichtung 162 zu übertragen.
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Beispielsweise kann die Fahrzeugklimaanlage 10 die geographische Höhe als Anhaltspunkt für den aktuellen Luftdruck verwenden. Unter Zugrundelegung von Kartendaten kann aus einer Breitengrad- und einer Längengradinformation ebenfalls die geographische Höhe abgeschätzt werden. Mit entsprechenden Kartendaten ist es auch möglich, aus der Aufenthaltsposition weitere Informationen 14 über Lufteigenschaften, beispielsweise über die Luftfeuchtigkeit zu ermitteln. In den Kartendaten können für einzelne Lufteigenschaften auch jahreszeit- und/oder tageszeitabhängige Erfahrungswerte vorgehalten werden und bei der Ermittlung der positionsabhängigen Prognosewerte einbezogen werden. Die Kartendaten und/oder Prognosewerte können im Fahrzeug mitgeführt werden oder über eine Funkverbindung 28 von einer ortsfesten Datenbank 30 abgefragt werden. Das Navigationssystem 26 kann ein Bestandteil der Klimaanlage 10 sein.
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Die zweite Möglichkeit besteht darin, für die Ermittlung des Betriebsparameters 20 eine direkte Abbildung (mapping) zwischen Werten aus einem Wertebereich von möglichen Navigationsinformationen 24 und dazu passenden Betriebsparametern 20 zu verwenden. Die Abbildung kann auf empirischen, analytischen und/oder tabellarischen Daten basieren. In den Abbildungsdaten können auch jahreszeitabhängige und/oder tageszeitabhängige Erfahrungswerte vorgehalten werden und bei der Ermittlung positionsabhängiger Prognosewerte einbezogen werden. Die Abbildungsdaten können im Fahrzeug mitgeführt werden oder über eine Funkverbindung 28 von einer ortsfesten Datenbank 30 abgefragt werden.
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Mit der Fahrzeugklimaanlage 10 kann das in 2 dargestellte Verfahren 100 zum Verbrennen eines flüssigen Brennstoffs mit einem gasförmigen Oxidationsmittel durchgeführt werden. In einem Empfangsschritt 110 wird eine Navigationsinformation 24 empfangen. Schließlich wird in einem Einstellschritt 120 ein Mengenverhältnis von Verbrennungskomponenten unter Berücksichtigung der empfangenen Navigationsinformation 24 eingestellt und in einem Beeinflussungsschritt 140 ein Betriebszustand einer Systemkomponente 22, 23 durch das einzustellende Mengenverhältnis von Verbrennungskomponenten beeinflusst. Eine Änderung des einzustellenden Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten durch das selbsttätige Einstellen 120 führt hierbei nicht notwendigerweise zu einer Änderung des Raumklimas.
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In einer Ausführungsform des Verfahrens umfasst der Schritt 120 des selbsttätigen Einstellens des Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten folgende Teilschritte: Ermitteln 121 einer Eigenschaft von Luft, die das Fahrzeug umgibt, unter Berücksichtigung der empfangenen Navigationsinformation 24; und selbsttätiges Einstellen 122 des Mengenverhältnisses von Verbrennungskomponenten unter Berücksichtigung der ermittelten Lufteigenschaft.
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Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Fahrzeugklimaanlage; Heizvorrichtung
- 14
- Information über eine Lufteigenschaft
- 15
- Leitung zwischen Vorrichtungen 161 und 162
- 16
- Vorrichtung zum Bestimmen eines Betriebsparameters 20
- 20
- Betriebsparameter; Führungsgröße
- 21
- Leitung zwischen Vorrichtung 16 und ausführendem System 22, 23
- 22
- ausführendes System; Heizgerät; mobile Heizung; Standheizung; Zuheizer
- 23
- Klimatisierungsvorrichtung; ausführendes System; Heizgerät; mobile Heizung; Standheizung; Zuheizer
- 24
- Navigationsinformation
- 25
- Datenverbindung zwischen Navigationssystem 26 und Vorrichtung 16
- 26
- Navigationssystem
- 28
- Funkverbindung
- 30
- Datenbank
- 100
- Verfahren zum Beeinflussen eines Raumklimas in einem Fahrzeug
- 110
- Schritt des Empfangens einer Navigationsinformation 24
- 120
- Schritt des selbsttätigen Einstellens eines Betriebsparameters 20
- 121
- Schritt des Ermittelns einer Eigenschaft von Luft, die das Fahrzeug umgibt
- 122
- Schritt des selbsttätigen Einstellens eines Betriebsparameters 20
- 140
- Schritt des Beeinflussens eines Betriebszustands der Systemkomponente 22, 23
- 161
- Vorrichtung zum Ermitteln einer Eigenschaft von Luft
- 162
- Vorrichtung zum Bestimmen eines Betriebsparameters 20
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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