-
Die Erfindung betrifft einen CAN-Bus-Adapter um Anschluss an den CAN-Bus eines Kraftfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
CAN-Bus-Adapter der hier angesprochenen Art sind grundsätzlich bekannt. Sie dienen insbesondere dazu, Daten, insbesondere Messdaten vom CAN-Bus eines Kraftfahrzeugs zu empfangen und so zu konvertieren, dass sie von einem am CAN-Bus-Adapter angeschlossenen Computer oder dergleichen Recheneinrichtung empfangen und verarbeitet werden können. Ein an dem CAN-Bus-Adapter angeschlossener Computer weist vorzugsweise ein geeignetes Computerprogramm auf, welches geeignet ist, die empfangenen CAN-Bus-Daten zu verarbeiten und/oder graphisch darzustellen. Vorzugsweise ist es auch möglich, Daten von dem Computer über den CAN-Bus-Adapter an den CAN-Bus zu übertragen, insbesondere, um beispielsweise Modifikationen an Steuergeräten oder dergleichen vorzunehmen. Der CAN-Bus-Adapter umfasst üblicherweise einen Mikrocontroller, der die CAN-Bus-Daten erfasst und so verarbeitet bzw. konvertiert, dass sie über eine mit einem Computer oder dergleichen Einrichtung verbindbare Schnittstelle auslesbar sind. Bei dieser Schnittstelle handelt es sich üblicherweise um eine USB-Schnittstelle, über die der Computer mit dem CAN-Bus-Adapter verbunden werden kann. Es versteht sich, dass zusätzlich oder alternativ auch andere Schnittstellen, insbesondere auch drahtlose Schnittstellen zur Verbindung des CAN-Bus-Adapters mit einem Computer oder dergleichen Recheneinrichtung vorgesehen sein können.
-
Bei den herkömmlichen CAN-Bus-Adaptern ergibt sich das Problem, dass empfangene CAN-Bus-Daten, insbesondere Messdaten, unwiderruflich verlorengehen, wenn beispielsweise ein an den CAN-Bus-Adapter angeschlossener Computer absichtlich oder unabsichtlich während des Auslesevorgangs von dem CAN-Bus-Adapter getrennt wird. In diesem Fall ist eine vorzunehmende Messung erneut durchzuführen bzw. der Auslesevorgang neu zu starten, was einen erheblichen Arbeitsaufwand mit sich bringt und folglich zu Produktivitätseinbußen führt. Aus diesem Grund besteht bei den bekannten CAN-Bus-Adaptern die Notwendigkeit, dass der gesamte Auslesevorgang unter der Aufsicht eines Anwenders durchgeführt wird.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen CAN-Bus-Adapter zum Anschluss an den CAN-Bus eines Kraftfahrzeugs zu schaffen, der einen Datenverlust vermeidet, wenn ein mit dem CAN-Bus-Adapter verbundener Computer oder dergleichen Einrichtung ausfällt, d. h. insbesondere abgeschaltet, neu gestartet oder entfernt wird und der darüber hinaus ohne die Notwendigkeit einer Überwachung durch eine Aufsichtsperson sicher und zuverlässig arbeitet.
-
Zur Lösung der oben genannten Aufgabe wird ein CAN-Bus-Adapter mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Der CAN-Bus-Adapter dient zum Anschluss an den CAN-Bus eines Kraftfahrzeugs und weist wenigstens eine erste Schnittstelle zur Verbindung mit dem CAN-Bus eines Kraftfahrzeugs auf sowie wenigstens eine zweite Schnittstelle zur drahtlosen oder drahtgebundenen Verbindung mit einem Computer oder dergleichen Einrichtung. Der CAN-Bus-Adapter zeichnet sich durch wenigstens einen Zwischenspeicher aus, der dazu ausgebildet ist, bei Bedarf die von der wenigstens einen ersten Schnittstelle empfangenen CAN-Bus-Daten nach dem First-In-First-Out-Prinzip, d. h. nach dem Warteschlangenprinzip zu speichern.
-
Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt somit darin, dass empfangene CAN-Bus-Daten bei einem kurzzeitigen oder auch einem länger andauernden, gewollten oder ungewollten Unterbrechen des Auslesevorgangs, in dem Zwischenspeicher (Pufferspeicher) gespeichert werden. Dadurch, dass die Daten nach dem First-In-First-Out-Prinzip (FIFO), d. h. also nach dem so genannten Warteschlangenprinzip gespeichert werden, können nach dem Wiederanschließen eines Computers oder dergleichen Einrichtung automatisch diejenigen Daten zuerst ausgelesen werden, die zuerst, d. h. zeitlich am weitesten zurückliegend, vom CAN-Bus des Kraftfahrzeugs gesendet wurden. „Bei Bedarf” bedeutet dabei, dass, sobald der Computer von dem CAN-Bus-Adapter getrennt oder abgeschaltet wurde, die nachfolgenden von dem CAN-Bus-Adapter empfangenen CAN-Bus-Daten automatisch in den Zwischenspeicher gespeichert werden. Wenn der Computer wieder angeschlossen oder angeschaltet wird, werden automatisch die gepufferten Daten an den Computer in der Empfangsreihenfolge übertragen und der Auslesevorgang wird in der üblichen Weise fortgeführt. Von dem CAN-Bus-Adapter empfangene CAN-Bus-Daten können durch das First-In-First-Out-Prinzip des Zwischenspeichers exakt in der Reihenfolge an eine an den CAN-Bus-Adapter angeschlossene Einrichtung übermittelt werden, wie sie von dem CAN-Bus-Adapter empfangen wurden.
-
Die CAN-Bus-Messungen in einem Kraftfahrzeug werden durch den erfindungsgemäßen CAN-Bus-Adapter wesentlich sicherer und reproduzierbarer, weil Fehler bei der Übertragung an einen Computer nahezu ausgeschlossen sind. Darüber hinaus kann auf eine Aufsichtsperson verzichtet werden. Es ist sogar denkbar, dass ein Anwender den Auslesevorgang startet, anschließend den Computer vom CAN-Bus-Adapter entfernt, um ihn für einen anderen Zweck einzusetzen, und erst nach der Beendigung des Auslesevorgangs den Computer wieder mit dem CAN-Bus-Adapter verbindet. Die zwischengespeicherten CAN-Bus-Daten werden dann in der richtigen Reihenfolge automatisch, d. h. ohne die Notwendigkeit einer Aufforderung, Bestätigung oder dergleichen durch den Anwender, an den Computer übertragen.
-
Für einen Anwender stellt der hier vorgeschlagene CAN-Bus-Adapter rein äußerlich nichts anderes als einen herkömmlichen CAN-Bus-Adapter, insbesondere einen CAN-zu-USB-Umsetzer dar, welcher es ihm erlaubt, verschiedene Daten aus dem Kraftfahrzeug, insbesondere mittels einer entsprechenden Software, zu visualisieren. Die Zwischenspeicherfunktion ist vorzugsweise so in den CAN-Bus-Adapter implementiert, dass die Zwischenspeicherung der CAN-Bus-Daten und die anschließende Wiederaufnahme des Auslesevorgangs vollkommen unbemerkt vom Anwender im Hintergrund abläuft. Dies wird dadurch möglich, dass die Funktion des Zwischenspeichers vollkommen automatisch gesteuert wird.
-
So ist in dem CAN-Bus-Adapter vorzugsweise eine Umschalteinrichtung vorgesehen, die ein Entfernen oder Abschalten eines Datenempfangsgeräts, wie beispielsweise ein Computer, vorzugsweise in „Echtzeit” detektiert und unmittelbar das Zwischenspeichern der Daten durch Umleiten des CAN-Bus-Datenflusses in den Zwischenspeicher einleitet. Die Umschalteinrichtung ist also vorteilhafter Weise so ausgebildet, dass sie empfangene CAN-Bus-Daten dem Zwischenspeicher nur dann zuführt, wenn kein angeschlossener und eingeschalteter Computer oder dergleichen Einrichtung erkannt wird („bei Bedarf”). Falls jedoch ein angeschlossener und eingeschalteter Computer erkannt wird, werden die empfangenden CAN-Bus-Daten und ggf. zwischengespeicherte Daten in der üblichen Weise übertragen. Die Umschalteinrichtung muss folglich so ausgebildet sein, dass sie eine Unterbrechung einer Verbindung zwischen dem CAN-Bus-Adapter und einem angeschlossenen Gerät erkennt und die vom CAN-Bus empfangenen Messdaten automatisch in der richtigen Reihenfolge, d. h. also in der empfangenen Reihenfolge (FIFO-Prinzip) im Zwischenspeicher speichert. Wenn vorliegend von einem Computer als Empfangs- bzw. Auslesegerät für die CAN-Bus-Daten die Rede ist, versteht es sich, dass dies nicht als Einschränkung zu verstehen ist. Entscheidend ist vielmehr, dass das Empfangsgerät zur Auswertung und gegebenenfalls visuellen Darstellung geeignet ist.
-
Wie gesagt ist die zweite Schnittstelle insbesondere zur drahtlosen oder drahtgebundenen Verbindung mit einem Computer oder dergleichen Einrichtung vorgesehen. Die zweite Schnittstelle kann beispielsweise als USB-Schnittstelle ausgebildet sein. Weiterhin ist es auch denkbar, mehrere zweite Schnittstellen vorzusehen, wobei vorzugsweise mehrere unterschiedliche Schnittstellen zur Verbindung mit einem oder mehreren Computern vorgesehen sind. Weiterhin ist es denkbar, zusätzlich oder alternativ eine WLAN-Verbindung als zweite Schnittstelle vorzusehen.
-
Zusätzlich zu dem Zwischenspeicher, der bei Bedarf, nämlich insbesondere bei einer Unterbrechung der Verbindung des CAN-Bus-Adapters und einem Computer oder dergleichen Einrichtung, die empfangenen CAN-Bus-Daten aufnimmt, kann eine weitere Speichereinrichtung vorgesehen sein, die jedoch als Langzeit-Speichereinrichtung ausgebildet ist. Diese Speichereinrichtung dient also zur kontinuierlichen Erfassung von empfangenen CAN-Bus-Daten. Auf diese Weise ermöglicht sie die Speicherung der empfangenen CAN-Bus-Daten nach ausgewählten Parametern in sogenannten „Sessions”. Die Sessions können dabei von einem Anwender beispielsweise mittels Datum, Uhrzeit, Nummernkreis etc. definiert werden. Auf diese Weise kann der Anwender bei Bedarf eine vollständige Session wiederherstellen. Es handelt sich somit nicht um einen Kurzzeitspeicher, sondern um einen Langzeitspeicher, und muss folglich eine entsprechende Speicherkapazität aufweisen.
-
Der Zwischenspeicher kann entweder als externe oder interne Speichereinrichtung ausgebildet sein. Beispielsweise ist es denkbar, eine integrierte Flash- oder SD-Speicherkarte vorzusehen. Jedoch ist es auch möglich, entsprechende Aufnahmebereiche für externe Flash- oder SD-Speicherkarten vorzusehen. Denkbar ist es insbesondere auch, einen internen Zwischenspeicher mittels einer Mikro-SD-Speichereinrichtung auszubilden.
-
Besonders bevorzugt wird ein CAN-Bus-Adapter, auf dem ein geeignetes Computerprogramm (Software) zur Anzeige und Verarbeitung der vorhandenen CAN-Bus-Daten auf einem angeschlossenen Computer gespeichert ist. Das Computerprogramm ist vorzugsweise nach dem Anschluss eines Computers vollautomatisch auf diesen übertragbar und ausführbar, sofern das Programm nicht schon auf dem angeschlossenen Computer gespeichert ist. Der CAN-Bus-Adapter ist folglich so ausgebildet, dass er erkennt, wenn ein angeschlossener Computer kein geeignetes Computerprogramm zur Auswertung und Visualisierung der empfangenen CAN-Bus-Daten aufweist. In diesem Fall wird das benötigte Computerprogramm automatisch auf dem angeschlossenen Computer installiert und gestartet. Hierzu ist allenfalls eine Bestätigung durch den Anwender nötig. Auf diese Weise kann jeder beliebige Computer, insbesondere PC an den CAN-Bus-Adapter angeschlossen werden, selbst wenn ein Computerprogramm zum Auslesen der CAN-Bus-Daten nicht darauf installiert ist. Dadurch, dass die Installation des Programms automatisch erfolgt, wird ein Installationsaufwand durch den Anwender vermieden. Der CAN-Bus-Adapter ist auf diese Weise besonders flexibel verwendbar und sofort einsatzbereit.
-
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung eines CAN-Bus-Adapters gemäß der Erfindung, und
-
2 eine Prinzipskizze des CAN-Bus-Adapter 1 gemäß der Erfindung.
-
1 zeigt eine schematische Darstellung eines CAN-Bus-Adapters 1 mit zwei ersten Schnittstellen 3 und 3' zur Verbindung mit einem oder mehreren in der Figur nicht erkennbaren CAN-Bussen eines Kraftfahrzeugs. Wenn Daten über die ersten Schnittstellen 3, 3' an den CAN-Bus-Adapter 1 gesendet werden, dienen sie als Eingangsschnittstelle. Jedoch ist es auch denkbar, Daten über die Schnittstellen 3, 3' an den CAN-Bus zu senden, die dann als Ausgangsschnittstelle fungieren. Der CAN-Bus-Adapter 1 umfasst darüber hinaus eine zweite Schnittstellen 5 zur Verbindung mit einem in der Figur nicht dargestellten Computer oder dergleichen Einrichtung zum Empfangen der CAN-Bus-Daten. Wie einleitend bereits erwähnt wurde, können auch mehrere drahtlose und/oder drahtgebundene Schnittstellen 5 zur Verbindung mit ein oder mehreren Auslesegeräten vorgesehen sein.
-
Im Folgenden wird nur noch auf einen Computer als angeschlossenes Auslesegerät Bezug genommen. Es versteht sich, dass es sich bei dem Computer insbesondere um ein Notebook, Netbook, PC, Personal Digital Assistent oder dergleichen handeln kann. Entscheidend ist lediglich, dass die Daten auf dem an den CAN-Bus-Adapter angeschlossenen Auslesegerät, insbesondere mittels einer geeigneten Software, verarbeitet und visualisiert werden können.
-
Der CAN-Bus-Adapter 1 umfasst darüber hinaus eine Schnittstelle 6, insbesondere eine Ethernet-Schnittstelle, die zur Konfiguration des CAN-Bus-Adapters 1 dienen kann. Weiterhin ist hier beispielhaft eine zusätzliche WLAN-Schnittstelle 7 vorgesehen, die zur Verbindung mit dem CAN-Bus entweder als erste Schnittstelle oder zur Verbindung mit einem Computer oder dergleichen Einrichtung als zweite Schnittstelle ausgebildet sein kann.
-
Der CAN-Bus-Adapter umfasst in der vorliegenden Ausführungsform zwei Speichereinrichtungen 9 und 11, die beispielsweise als SD-Speicher oder auch als Flash-Speicher oder dergleichen interner oder externer Speicher ausgebildet sein können. Darüber hinaus können die Speicherkapazitäten der Speichereinrichtungen 9 und 11 an die jeweilige Verwendung angepasst werden. So ist es beispielsweise denkbar, Speichereinrichtungen mit Speicherkapazitäten von 4 GB, 8 GB oder auch 16 GB vorzusehen.
-
Die Speichereinrichtung 9 kann beispielsweise den Zwischenspeicher gemäß der vorliegenden Erfindung bilden, der CAN-Bus-Daten bei Bedarf nach dem FIFO-Prinzip speichert. im Gegensatz dazu kann die Speichereinrichtung 11 als Langzeitspeicher mit einer entsprechend höheren Speicherkapazität dienen, der zur kontinuierlichen Speicherung von CAN-Bus-Daten in Form von „Sessions” ausgebildet ist. Die Definition einer Session kann ein Anwender vorzugsweise über den angeschlossenen Computer vornehmen. Hierzu weist das notwendige Computerprogramm zum Auslesen der Daten vorzugsweise eine entsprechende Funktion auf. Durch die Langzeitspeichereinrichtung 11 übernimmt der CAN-Bus-Adapter quasi zusätzlich die Funktion einer Festplatte, sodass auch andere Computer auf die in der Langzeitspeichereinrichtung 11 gespeicherten CAN-Bus-Daten zugreifen können.
-
Der CAN-Bus-Adapter 1 umfasst darüber hinaus einen Mikrocontroller 13, der die über die ersten Schnittstellen 3, 3' empfangenen CAN-Bus-Daten empfängt, verarbeitet und in einem geeigneten Datenformat an die zweite Schnittstelle 5 übermittelt. Der CAN-Bus-Adapter 1 umfasst darüber hinaus eine Energieversorgungseinrichtung 15, die über eine Leitung 17 mit Spannungen im Bereich von 9 Volt bis 36 Volt gespeist werden kann. Denkbar ist es jedoch auch, Energie, insbesondere über den USB-Anschluss eines angeschlossenen Computers zuzuführen. Auch ist es denkbar, den CAN-Bus-Adapter über den CAN-Bus mit Energie zu versorgen. Weiterhin ist vorzugsweise die Möglichkeit gegeben, zwischen verschiedenen Energiequellen umzuschalten. Wird also beispielsweise ein angeschlossener Computer entfernt, muss die Energieversorgung des CAN-Bus-Adapters zur Zwischenspeicherung von CAN-Bus-Daten weiterhin gewährleistet werden. Dies kann beispielsweise über eine externe Energieversorgung oder eine Versorgung über den CAN-Bus eines Kraftfahrzeugs bewerkstelligt werden.
-
Wie gesagt ist es nicht nur möglich Daten, insbesondere Messdaten, aus dem CAN-Bus eines Kraftfahrzeugs über den CAN-Bus-Adapter 1 auszulesen. Vielmehr ist es darüber hinaus möglich, Konfigurationsdaten oder dergleichen von einem Computer mit Hilfe des Mikrocontrollers 13 in CAN-Bus-Daten umzuwandeln und über die Schnittstellen 3 bzw. 3' dem CAN-Bus eines Kraftfahrzeugs zuzuführen.
-
Der CAN-Bus-Adapter 1 kann darüber hinaus über eine Beleuchtungseinrichtung 19 verfügen, die den Zustand des CAN-Bus-Adapters 1 insbesondere mit Hilfe unterschiedlich farbiger LEDs anzeigen kann. Beispielsweise kann eine leuchtende gründe LED einen Auslesevorgang von CAN-Bus-Daten anzeigen, während eine rote LED eine Funktionsstörung anzeigt. Eine gelbe LED könnte hingegen die Zuführung von Daten zu dem CAN-Bus anzeigen.
-
Wie gesagt ist vorzugsweise eine der Speichereinrichtungen 9 oder 11 dazu ausgebildet, als Zwischenspeicher zu fungieren, der bei Bedarf die von der wenigstens einen ersten Schnittstelle 3 bzw. 3' empfangenen CAN-Bus-Daten nach dem First-In-First-Out-Prinzip, d. h. also nach dem Prinzip der Warteschlange speichert. Sofern also eine Verbindung zwischen der Schnittstelle 5 und einem angeschlossenen Computer unterbrochen wird, werden die von den Schnittstellen 3 bzw. 3' empfangenen CAN-Bus-Daten durch die Speichereinrichtung 9 in der korrekten Reihenfolge geloggt. Nach Beendigung der Unterbrechung können die Daten dann einfach durch den angeschlossenen Computer aus der Speichereinrichtung 9 ausgelesen werden, ganz ohne Datenverlust.
-
Die zweite Datenspeichereinrichtung 11 kann wie gesagt als Langzeitspeicher ausgebildet sein, der permanent über die Schnittstellen 3 bzw. 3' empfangene CAN-Bus-Daten nach bestimmten Kriterien, wie beispielsweise Datum, Uhrzeit etc. speichert. Im Gegensatz dazu speichert der Zwischenspeicher 9 nur bei Bedarf CAN-Bus-Daten, wobei der Bedarf automatisch durch den CAN-Bus-Adapter 1 festgestellt wird. Der Zwischenspeicher 9 speichert also nur so lange CAN-Bus-Daten, wie eben diese Daten nicht von einem Computer oder dergleichen Einrichtung empfangen werden. Daher ist für den Zwischenspeicher 9 prinzipiell eine kleinere Speicherkapazität notwendig, als für die Langzeitspeichereinrichtung 11.
-
2 zeigt ein Prinzipschaltbild des CAN-Bus-Adapters 1. Die Funktionsweise des CAN-Bus-Adapters 1 ist demnach so, dass der Mikrocontroller 13 über die ersten Schnittstellen 3, 3' CAN-Bus-Daten empfängt. Der CAN-Bus-Adapter 1 umfasst eine Umschalteinrichtung 21, welche die von dem Mikrocontroller 13 empfangenen und konvertierten CAN-Bus-Daten über die zweite Schnittstelle 5 an einen angeschlossenen Computer oder dergleichen Einrichtung übermitteln kann, wie es in der 2 dargestellt ist. Die Umschalteinrichtung 21 kann darüber hinaus mittels eines geeigneten Schalters die CAN-Bus-Daten zu dem Zwischenspeicher 9 umleiten, was durch den Pfeil 23 angedeutet ist. In dem Zwischenspeicher 9 werden die CAN-Bus-Daten dann nach dem First-In-First-Out-Prinzip gespeichert, so dass also die zuletzt gespeicherten Daten auch zuletzt ausgelesen werden.
-
Die Umschalteinrichtung 21 erkennt vorzugsweise, ob ein Computer angeschlossen und betriebsbereit ist. Dies ist dann der Fall, wenn der CAN-Bus-Adapter mit einer geeigneten Software kommunizieren kann. In diesem Fall werden die CAN-Bus-Daten an den Computer geleitet. Falls jedoch ein angeschlossener Computer abgeschaltet oder entfernt wird, oder gar kein Computer angeschlossen war, und folglich keine Kommunikation mit der benötigten Software möglich ist, erkennt dies die Umschalteinrichtung 21 und leitet die CAN-Bus-Daten automatisch an den Zwischenspeicher weiter, wo sie nach dem FIFO-Prinzip gespeichert werden.
-
Weiterhin werden die von dem Mikrocontroller 13 weitergeleiteten CAN-Bus-Daten nicht nur zu der Umschalteinrichtung 21, sondern vorzugsweise parallel zu der zweiten Langzeitspeichereinrichtung 11 übermittelt, so dass also die Langzeitspeichereinrichtung 11 einen kontinuierlichen Datenstrom von dem Mikrocontroller 13 empfängt.
-
Insgesamt verhält sich der erfindungsgemäße CAN-Bus-Adapter wie ein normaler CAN-zu-USB-Umsetzer, welcher es ihm erlaubt, verschiedene Daten aus dem Kraftfahrzeug mit einer geeigneten Software zu visualisieren. Neben der unmittelbaren und direkten Datenübertragung bietet der erfindungsgemäße CAN-Bus-Adapter (Datenlogger) jedoch weitere Vorteile. Zum einen bietet das Gerät einen First-In-First-Out-Speicher für kurzzeitige, gewollte oder ungewollte Unterbrechungen. Diese Unterbrechungen sind unmittelbar an die aktuelle Messung geknüpft. Das heißt, dass, wenn der Anwender die Verbindung zwischen dem CAN-Bus-Adapter 1 und einem angeschlossenen Computer unterbricht, auf dem eine geeignete Software installiert ist, beispielsweise aufgrund eines PC-Neustarts, so zeichnet der CAN-Bus-Adapter die Daten kurzfristig in seiner internen Zwischenspeichereinrichtung 9 auf. Weiterhin übermittelt er unaufgefordert diese gespeicherten Daten im Hintergrund bei einem Neustart der Software. Der Anwender gewinnt also den Eindruck, dass die Messung ohne Unterbrechung weitergelaufen ist, was aus der Sicht des CAN-Bus-Adapters 1 auch der Fall ist. Neu gestartet wird also lediglich die durch die Software realisierte Visualisierung und nicht die gesamte Messung.
-
Insgesamt bietet der CAN-Bus-Adapter gemäß der vorliegenden Erfindung eine zuverlässige Datenübertragung und Datensicherung, die selbst im Falle einer Unterbrechung zwischen dem CAN-Bus-Adapter und einem angeschlossenen Computer nicht zum Verlust der Daten oder gar zu einem Neustart der Messung führt, sondern vielmehr nach Beendigung der Unterbrechung die zwischengespeicherten Daten unaufgefordert, d. h. automatisch an den Computer übertragen werden.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- CAN-Bus-Adapter
- 3, 3'
- erste Schnittstellen
- 5
- zweite Schnittstelle
- 6
- Ethernet-Schnittstelle
- 7
- WLAN-Schnittstelle
- 9
- Speichereinrichtung
- 11
- Speichereinrichtung
- 13
- Mikrocontroller
- 15
- Energieversorgungseinrichtung
- 17
- Leitung
- 19
- Beleuchtungseinrichtung
- 21
- Umschalteinrichtung
- 23
- Pfeil