-
HINTERGRUND
-
1. Technisches Gebiet
-
Die Erfindung betrifft eine Bremsaktuatoreinheit, die in der Lage ist, das Pedalgefühl zu verbessern, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
2. Beschreibung des Standes der Technik
-
Im Allgemeinen umfasst ein aktiver hydraulischer Verstärker bzw. Booster (AHV bzw. AHB) eine Bremsaktuatoreinheit. Wenn ein Fahrer auf ein Bremspedal tritt, dann erfasst die Bremsaktuatoreinheit eine Verschiebung des Bremspedals von einem Pedalwegsensor und ein elektronisches Steuergerät (ECU; electronic control unit) berechnet den Bremsdruck am Rad, um den Bremsdruck für jedes Rad durch eine unabhängige Rückkopplungsregelung zu regeln.
-
In einer solchen Bremsaktuatoreinheit wird dann, wenn der Fahrer auf das Bremspedal tritt, eine Eingangswelle bewegt und das ECU erfasst die Bewegung der Eingangswelle, und folglich wird ein Arbeitsfluid, das in einem Speicher gespeichert ist, zu dem Hauptzylinder übertragen, um den Flüssigkeitsdruck in dem Hauptzylinder zu erzeugen. Aber wenn der Druck des Hauptzylinders während des regenerativen Bremsvorgangs geändert wird, dann kann es sein, dass die Druckschwankung direkt zu dem Bremspedal übertragen wird, wodurch das Pedalgefühl verschlechtert wird. Außerdem muss zusätzlich eine Simulatorkammer installiert werden, um das Pedalgefühl zu verbessern, so dass die Größe der Bremsaktuatoreinheit unnötigerweise vergrößert wird.
-
DE 10 2006 036 311 A1 beschreibt einen Bremskrafterzeuger für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage mit einem Gehäuse, zwei Kolbenanordnungen, einer Pedalgegenkraft-Simulationseinrichtung, welche einen Simulationskolben aufweist, und einem Krafteingangsglied, das mit einem Bremspedal koppelbar oder gekoppelt ist, wobei bei einer Bewegung des Krafteingangsglieds die Pedalgegenkraft-Simulationseinrichtung betätigbar ist und wobei nach Maßgabe der Bewegung des Krafteingangsglieds die erste und die zweite Kolbenanordnung verlagerbar sind.
-
DE 10 2006 012 221 B3 beschreibt eine Hauptbremszylinderanordnung für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage mit einem Gehäuse, zwei Kolbenanordnungen, einem Krafteingangskolben, der mit einem Bremspedal koppelbar oder gekoppelt ist und der über eine Pedalrückstellfeder in eine Ausgangsstellung vorgespannt ist, wobei nach Maßgabe einer Bewegung des Krafteingangskolbens die erste Kolbenanordnung und die zweite Kolbenanordnung verlagerbar sind.
-
DE 10 2008 012 847 A1 beschreibt einen Bremskrafterzeuger für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage mit einem Gehäuse, zwei Kolbenanordnungen, einer Pedalgegenkraft-Simulationseinrichtung, welche einen Simulationskolben aufweist, einem Krafteingangsglied, das mit einem Bremspedal koppelbar oder gekoppelt ist, und einer Positionserfassungseinrichtung zur Erfassung der gegenwärtigen Betätigungsstellung des Krafteingangsglieds, wobei nach Maßgabe der Bewegung des Krafteingangsglieds die erste und die zweite Kolbenanordnung verlagerbar sind.
-
Dementsprechend ist es ein Aspekt der Offenbarung, eine Bremsaktuatoreinheit bereitzustellen, die in der Lage ist, das Bremspedalgefühl zu verbessern.
-
Ein anderer Aspekt der Offenbarung liegt darin, eine Bremsaktuatoreinheit bereitzustellen, die in der Lage ist, die Größe davon zu reduzieren, indem eine zusätzliche Simulationskammer für die Pedalsimulation weggelassen wird.
-
Weitere Aspekte und/oder Vorteile der Offenbarung werden zum Teil in der nachfolgenden Beschreibung dargelegt und werden zum Teil aus der Beschreibung ersichtlich oder können durch das Praktizieren der Offenbarung gelernt werden.
-
Die oben genannten und/oder andere Aspekte der Offenbarung werden durch das Bereitstellen einer Bremsaktuatoreinheit erzielt, die ein Gehäuse, einen Hauptzylinder, der mit einem Ende des Gehäuses verbunden ist, und der darin mit ersten und zweiten Kolben versehen ist, die parallel zueinander angeordnet sind, ein Betriebsfluidreservoir, das mit einem oberen Abschnitt des Hauptzylinders gekoppelt ist, um Betriebsfluid zu speichern, einen Simulator, der in dem Hauptzylinder untergebracht ist, um eine Rückstoßkraft eines Pedals bereitzustellen, eine Eingangswelle, die sich gemäß einer Betätigung des Pedals hin und her bewegt, einen Steuerkolben, der sich zusammen mit der Eingangswelle verschiebbar hin und her bewegt, erste und zweite Ausgangswellen, die korrespondierend zu ersten und zweiten Kolben positioniert sind, um sich zusammen mit dem Steuerkolben hin und her zu bewegen, und einen Pedalwegsensor umfasst, der mit der Eingangswelle verbunden ist, wobei der Simulator erste und zweite Simulatoren umfasst, die parallel zueinander angeordnet sind.
-
In Übereinstimmung mit der Offenbarung umfassen die ersten und zweiten Simulatoren erste und zweite Simulatorkolben, erste und zweite Simulatorfedern, die eine Federkraft an die ersten und zweiten Simulatorkolben anlegen, und erste und zweite Halter, die die ersten und zweiten Simulatorfedern abstützen.
-
In Übereinstimmung mit der Offenbarung umfasst die Bremsaktuatoreinheit des Weiteren eine Rückstellfeder, die zwischen dem Hauptzylinder und dem Steuerkolben angeordnet ist.
-
In Übereinstimmung mit der Offenbarung sind die ersten und zweiten Ausgangswellen mit ersten und zweiten Ausgangswellenkappen versehen.
-
In Übereinstimmung mit der Offenbarung sind die ersten und zweiten Ausgangswellenkappen mit ersten und zweiten Körperkappen gekoppelt.
-
Wie oben beschrieben worden ist, kann die Bremsaktuatoreinheit in Übereinstimmung mit einem Aspekt der Offenbarung das Bremspedalgefühl verbessern und kann die Größe der Bremsaktuatoreinheit reduzieren, indem eine zusätzliche Simulationskammer für die Pedalsimulation weggelassen wird.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Diese und/oder andere Aspekte und Vorteile der Offenbarung werden aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsformen, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen vorgenommen wird, offensichtlich und leichter verstanden werden, in denen:
-
1 eine Ansicht ist, die schematisch eine Bremsaktuatoreinheit und einen Hydraulikdruckgenerator in Übereinstimmung mit der Offenbarung zeigt;
-
2 eine perspektivische Ansicht ist, die eine Bremsaktuatoreinheit zeigt, die in 1 veranschaulicht ist;
-
3 eine Schnittansicht entlang der Linie III-III' von 2 ist;
-
4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV' von 2 ist;
-
5 eine Schnittansicht ist, die den Betriebszustand von ersten und zweiten Ausgangswellen während des normalen Bremsvorgangs zeigt;
-
6 eine Schnittansicht ist, die den Betriebszustand von ersten und zweiten Simulatorkolben während des normalen Bremsvorgangs zeigt;
-
7 eine graphische Darstellung ist, die die Beziehung zwischen der Pedalkraft und der Pedalverschiebung bzw. dem Pedalweg zeigt;
-
8 eine Schnittansicht ist, die den Betriebszustand von ersten und zweiten Ausgangswellen während des Notbremsvorgangs zeigt; und
-
9 eine Schnittansicht ist, die den Betriebszustand von ersten und zweiten Simulatorkolben während des Notbremsvorgangs zeigt.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER EXEMPLARISCHEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Nun wird im Einzelnen Bezug auf die Ausführungsformen der Offenbarung genommen, von denen Beispiele in den beigefügten Zeichnungen veranschaulicht sind, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf die gleichen Elemente beziehen. Die Ausführungsformen werden unten beschrieben, um die Offenbarung unter Bezugnahme auf die Figuren zu erläutern.
-
1 ist eine Ansicht, die schematisch eine Bremsaktuatoreinheit und einen Hydraulikdruckgenerator in Übereinstimmung mit der Offenbarung zeigt, 2 ist eine perspektivische Ansicht, die eine Bremsaktuatoreinheit zeigt, die in 1 veranschaulicht ist, 3 ist eine Schnittansicht entlang der Linie III-III' von 2, und 4 ist eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV' von 2.
-
Wie in 1 bis 4 gezeigt ist, umfasst die Bremsaktuatoreinheit 10 ein Gehäuse 100, einen Hauptzylinder 200, der mit einem Ende des Gehäuses 100 verbunden ist und erste und zweite Druckkammern 210 und 220 aufweist, die parallel zueinander angeordnet sind, ein Betriebsfluidreservoir 300, das mit einem oberen Abschnitt des Hauptzylinders 200 gekoppelt ist, um Betriebsfluid zu speichern, und einen Simulator 400, der in dem Hauptzylinder 200 untergebracht ist, um eine Rückstoßkraft eines Pedals bereitzustellen. Es ist ein Hydraulikdruckgenerator 20 mit dem Betriebsfluidreservoir 300 der Bremsaktuatoreinheit 10 verbunden, um einen hydraulischen Druck zu erzeugen, und eine Radbremse 30 ist mit dem Hauptzylinder 200 der Bremsaktuatoreinheit 10 verbunden.
-
Das Gehäuse 100 trägt verschiedene, darin installierte Bauteile. Eine Eingangswelle 110, ein Steuerkolben 120, eine erste Ausgangswelle 130, eine zweite Ausgangswelle 140 und eine Rückstellfeder 150 sind in dem Gehäuse 100 untergebracht.
-
Im Einzelnen ist das Gehäuse 100 darin mit der Eingangswelle 110, die sich in Kooperation mit einem Bremspedal hin und her bewegt, dem Steuerkolben 120, der sich zusammen mit der Eingangswelle 100 verschiebbar hin und her bewegt, der ersten Ausgangswelle 130, die sich zusammen mit dem Steuerkolben 120 hin und her bewegt, und der zweiten Ausgangswelle 140, die sich zusammen mit der ersten Ausgangswelle 130 hin und her bewegt, versehen. Es ist ein Pedalwegsensor mit der Eingangswelle 110 verbunden, um die Verschiebung bzw. den Weg der Eingangswelle 110 zu messen.
-
Der Pedalwegsensor ist mit der Eingangswelle 110 verbunden und misst die Verschiebung (bzw. den Weg) der Eingangswelle 110, um die Verschiebung der Eingangswelle 110 zu dem ECU zu senden. Das ECU misst die Verschiebung der Eingangswelle 110 und steuert ein Ventil, das in dem Hydraulikdruckgenerator 20 bereitgestellt ist. Das Betriebsfluidreservoir 300 führt das Betriebsfluid dem Hydraulikdruckgenerator 20 zu.
-
Der Hydraulikdruckgenerator 20 drückt das Arbeitsfluid zusammen, das von dem Betriebsfluidreservoir 300 zugeführt wird, und führt das komprimierte Arbeitsfluid durch erste und zweite Öldurchlassöffnungen 213 und 214 zu den ersten und zweiten Druckkammern 210 und 220 zu, die in dem Hauptzylinder 200 bereitgestellt sind.
-
Die erste Druckkammer 210 empfängt ein Hochdruck-Arbeitsfluid durch die erste Öldurchlassöffnung 213. Ein Ende der ersten Ausgangswelle 130 ist in der ersten Druckkammer 210 untergebracht. Die erste Ausgangswelle 130 wird durch das Hochdruck-Arbeitsfluid bewegt.
-
Die zweite Druckkammer 220 empfängt ein Hochdruck-Arbeitsfluid durch die zweite Öldurchlassöffnung 214. Ein Ende der zweiten Ausgangswelle 140 ist in der zweiten Druckkammer 220 untergebracht. Die zweite Ausgangswelle 140 wird durch das Hochdruck-Arbeitsfluid bewegt.
-
Es sind erste und zweite Ausgangswellenkappen 131 und 141 jeweils an den ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 bereitgestellt. Die ersten und zweiten Ausgangswellenkappen 131 und 141 sind jeweils mit ersten und zweiten Körperkappen 132 und 142 gekoppelt. Die ersten und zweiten Ausgangswellenkappen 131 und 141 und die ersten und zweiten Körperkappen 132 und 142 können die ersten und zweiten Druckkammern 210 und 220 so abdichten, dass sich die ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 durch das Arbeitsfluid in der Vorwärtsrichtung bewegen können.
-
Ein hydraulischer Druck wird in dem Hauptzylinder 200 in Folge der Bewegung von ersten und zweiten Kolben 211 und 221 erzeugt, die jeweils mit den ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 in Eingriff stehen, und der hydraulische Druck, der in dem Hauptzylinder 200 erzeugt worden ist, wird zu der Radbremse eines Fahrzeugs für den Bremsvorgang übertragen. Die ersten und zweiten Kolben 211 und 221 korrespondieren mit den ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 und sind jeweils in den ersten und zweiten Druckkammern 210 und 220 parallel zueinander angeordnet.
-
Es sind die ersten und zweiten Kolben 211 und 221 jeweils mit ersten und zweiten Federn 212 und 222 versehen. In den ersten und zweiten Federn 212 und 222 wird eine Federkraft gespeichert, wenn die ersten und zweiten Federn 212 und 222 aufgrund einer Bewegung der ersten und zweiten Kolben 211 und 221 komprimiert werden. Wenn die Schubkraft der ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 im Hinblick auf die ersten und zweiten Kolben 211 und 221 schwächer als die Federkraft ist, die in den ersten und zweiten Federn 212 und 222 gespeichert ist, dann können die ersten und zweiten Kolben 211 und 212 durch die Federkraft in ihre Ausgangspositionen zurückkehren.
-
Der Simulator 400 ist in dem Hauptzylinder 200 untergebracht, um eine Rückstoßkraft des Bremspedals bereitzustellen. Wenn der Fahrer auf das Bremspedal tritt, dann bewegt sich die Eingangswelle 110 so, dass sich der Steuerkolben 120 nach links vorwärtsbewegt. Wenn sich der Steuerkolben 120 vorwärtsbewegt, dann wird das Arbeitsfluid, das in einer Ölkammer 230 gespeichert ist, komprimiert. Das komprimierte Arbeitsfluid wird durch erste und zweite Ölpfade 231 und 232 zu dem Simulator 400 transportiert.
-
Der Simulator 400 umfasst erste und zweite Simulatoren 410 und 420, die parallel zueinander in Verbindung mit den ersten und zweiten Ölpfaden 231 und 232 angeordnet sind.
-
Der erste Simulator 410 umfasst einen ersten Simulatorkolben 411, eine erste Simulatorfeder 412, die eine Federkraft zu dem ersten Simulatorkolben 411 zuführt, und einen ersten Halter 413, der die erste Simulatorfeder 412 abstützt. Der erste Simulatorkolben 411, die erste Simulatorfeder 412 und der erste Halter 413 sind in einer ersten Simulationskammer 240 untergebracht, die in dem Hauptzylinder 200 bereitgestellt ist.
-
Der zweite Simulator 420 umfasst einen zweiten Simulatorkolben 421, eine zweite Simulatorfeder 422, die eine Federkraft zu dem zweiten Simulatorkolben 421 zuführt, und einen zweiten Halter 423, der die zweite Simulatorfeder 422 abstützt. Der zweite Simulatorkolben 421, die zweite Simulatorfeder 422 und der zweite Halter 423 sind in einer zweiten Simulationskammer 250 untergebracht, die in dem Hauptzylinder 200 bereitgestellt ist.
-
Deshalb kann das Arbeitsfluid, das zu den ersten und zweiten Simulatoren 410 und 420 durch die ersten und zweiten Ölfluidpfade 231 und 232 zugeführt wird, die ersten und zweiten Simulatorkolben 411 und 421 so drücken, dass sich die ersten und zweiten Simulatorkolben 411 und 421 jeweils in den ersten und zweiten Simulationskammern 240 und 250 bewegen.
-
Infolgedessen drücken die ersten und zweiten Simulatorkolben 411 und 421 jeweils die ersten und zweiten Simulatorfedern 412 und 422, und die Federkraft wird in den ersten und zweiten Simulatorfedern 412 und 422 gespeichert. Wenn der hydraulische Druck, der die ersten und zweiten Simulatorkolben 411 und 421 drückt, schwächer als die Federkraft geworden ist, dann werden die ersten und zweiten Simulatorkolben 411 und 421 in der entgegengesetzten Richtung durch die Federkraft bewegt, die in den ersten und zweiten Simulatorfedern 412 und 422 gespeichert ist.
-
Wenn die ersten und zweiten Simulatorkolben 411 und 421 in der entgegengesetzten Richtung bewegt werden, dann wird das Arbeitsfluid, das zu den ersten und zweiten Simulatoren 410 und 420 zugeführt worden ist, zu der Ölkammer 230 durch die ersten und zweiten Ölpfade 231 und 232 zugeführt, und der Steuerkolben 120 wird durch das Arbeitsfluid nach rechts bewegt. Wenn der Steuerkolben 120 nach rechts bewegt wird, dann wird die Eingangswelle 110 nach rechts bewegt, so dass die Rückstoßkraft dem Bremspedal bereitgestellt wird.
-
Es ist die Rückstellfeder 150 zwischen dem Steuerkolben 120 und dem Hauptzylinder 200 gekoppelt, um den Steuerkolben 120 in seine Ausgangsposition zurückzuführen. Die Rückstellfeder 150 wird elastisch komprimiert, wenn sich der Steuerkolben 120 gemäß der Vorwärtsbewegung der Eingangswelle 110 vorwärtsbewegt, die durch die Betätigung des Bremspedals bewirkt wird. Die komprimierte Federkraft liefert die Rückstoßkraft zu dem Steuerkolben 120, so dass der Steuerkolben 120 zurück in seine Ausgangsposition bewegt wird.
-
Deshalb kann das Pedalgefühl während des normalen Bremsvorgangs auf Grund der drei Federn der ersten Simulatorfeder 412, der zweiten Simulatorfeder 422 und der Rückstellfeder 150 verbessert werden.
-
Ein Spalt G ist zwischen einem Ende des Steuerkolbens 120 und einem Ende der ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 ausgebildet. Auf Grund des Spalts G kann der Druck, der ausgehend von den ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 während des Bremsvorgangs erzeugt wird, durch den Steuerkolben 120 nicht auf die Eingangswelle 110 übertragen werden. Somit kann der Druck, der von den ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 während des Bremsvorgangs erzeugt wird, bedingt durch den Spalt G nicht auf das Bremspedal übertragen werden.
-
Es sind elastische Abdichtelemente 160 um den Steuerkolben 120, die erste Ausgangswelle 130, die zweite Ausgangswelle 140, die erste Ausgangswellenkappe 131, die zweite Ausgangswellenkappe 141, den ersten Kolben 211 und den zweiten Kolben 221 herum vorgesehen, um das Auslaufen des Arbeitsfluids und das Eindringen von Verunreinigungen und Fremdstoffen zu verhindern.
-
Im Folgenden werden der normale Bremsvorgang und der Not- bzw. Panikbremsvorgang der Bremsaktuatoreinheit in Übereinstimmung mit der Offenbarung beschrieben werden.
-
Zuerst wird der normale Bremsvorgang der Bremsaktuatoreinheit in Übereinstimmung mit der Offenbarung unter Bezugnahme auf 5 bis 7 beschrieben werden. 5 ist eine Schnittansicht, die den Betriebszustand der ersten und zweiten Ausgangswellen während des normalen Bremsvorgangs zeigt, 6 ist eine Schnittansicht, die den Betriebszustand der ersten und zweiten Simulatorkolben während des normalen Bremsvorgangs zeigt, und 7 ist eine graphische Darstellung, die die Beziehung zwischen der Pedalkraft und der Pedalverschiebung bzw. dem Pedalweg zeigt.
-
Wie in 5 bis 7 gezeigt ist, bewegt sich die Eingangswelle 110, die mit dem Bremspedal verbunden ist, dann, wenn der Fahrer auf das Bremspedal tritt, nach links in der axialen Richtung vorwärts und der Steuerkolben 120 wird nach links vorwärtsbewegt.
-
Zu diesem Zeitpunkt wird die Bewegung der Eingangswelle 110 von dem Pedalwegsensor erfasst und der Pedalwegsensor überträgt das Erfassungssignal zu dem ECU. Dann betätigt das ECU die hydraulische Pumpe, um den Bremsdruck zu erzeugen, so dass das Hochdruck-Arbeitsfluid in dem Speicher gespeichert wird. Das Hochdruck-Arbeitsfluid wird zu den ersten und zweiten Druckkammern 210 und 220 durch die ersten und zweiten Öldurchlassöffnungen 213 und 223 zugeführt, die in dem Hauptzylinder 200 bereitgestellt sind, wodurch die ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 gedrückt werden.
-
Die ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 drücken die ersten und zweiten Kolben 211 und 221 so, dass das Arbeitsfluid, das in dem Hauptzylinder 200 gespeichert ist, zusammengedrückt wird. Infolgedessen wird das Hochdruck-Arbeitsfluid erzeugt. Das Hochdruck-Arbeitsfluid wird zu der Radbremse transferiert, so dass die Bremskraft erzeugt wird.
-
Außerdem kann sich, wenn der Fahrer das Bremspedal während des normalen Bremsvorgangs der Bremsaktuatoreinheit 10 loslässt, der Steuerkolben 120, der durch die Bremspedalkraft vorwärts bewegt worden ist, in Folge der Federkraft der ersten Simulatorfeder 412, der zweiten Simulatorfeder 422 und der Rückstellfeder 150 zurück bewegen. Infolgedessen wird die Eingangswelle 110 durch den Steuerkolben 120 zurück bewegt, so dass das Bremspedal in seine Ausgangsposition zurückkehrt.
-
Zu diesem Zeitpunkt ändert die Bremsaktuatoreinheit 10 in Übereinstimmung mit der Offenbarung den Betriebsbereich, die Montagelast und die Federkonstante der ersten und zweiten Simulatorfedern 412 und 422. Infolgedessen wird, wie in 7 gezeigt ist, die Rückstoßkraft in der Form der sekundären Kurve erhöht, die ähnlich zu der Verschiebungskurve (Wegkurve) der normalen Bremsaktuatoreinheit ist, verschieden von der primären geraden Linie, so dass das Pedalgefühl verbessert werden kann.
-
Im Folgenden wird der Notbremsvorgang (Panikbremsvorgang) der Bremsaktuatoreinheit in Übereinstimmung mit der Offenbarung unter Bezugnahme auf 8 und 9 beschrieben werden. 8 ist eine Schnittansicht, die den Betriebszustand der ersten und zweiten Ausgangswellen während des Notbremsvorgangs zeigt, und 9 ist eine Schnittansicht, die den Betriebszustand der ersten und zweiten Simulatorkolben während des Notbremsvorgangs zeigt.
-
Wie in 8 und 9 gezeigt ist, bewegt sich der Steuerkolben 120, dann, wenn der Fahrer auf das Bremspedal tritt, durch die Eingangswelle 110 vorwärts. Der Steuerkolben 120 bewegt sich über den Spalt G hinaus, der zwischen dem Steuerkolben 120 und den ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 gebildet ist, wodurch er die ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 direkt drückt. Infolgedessen werden die ersten und zweiten Kolben 211 und 221 von den ersten und zweiten Ausgangswellen 130 und 140 gedrückt, so dass das Arbeitsfluid, das in dem Hauptzylinder 200 gespeichert ist, komprimiert wird. Das komprimierte Arbeitsfluid wird zu der Radbremse übertragen, wodurch die Bremskraft erzeugt wird.
-
Zu diesem Zeitpunkt wird, da das Fluid durch NO-Ventile (normalerweise offene Ventile) 500 und 600 ausgeleitet wird, der Druck nicht in den ersten und zweiten Simulationskammern 240 und 250 erzeugt und die ersten und zweiten Simulatorfedern 412 und 422 werden nicht betätigt. Infolgedessen ist der Steuerkolben 120 nicht zusätzlichen Belastungen unterworfen, mit Ausnahme der Belastung der Rückstellfeder 150, so dass ein höherer Flüssigkeitsdruck erzeugt werden kann.