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Die Erfindung betrifft eine Armlehne zur Anordnung an einem Sitz bzw. einer Sitzbank in einem Fahrzeug, bei welcher die Armauflage zwischen zwei Positionen schwenkbar ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Armlehnen mit schwenkbaren Armauflagen, insbesondere als Mittelarmlehnen mit einer Integration in einer Rücksitzbank oder als Mittelarmlehne neben dem Fahrersitz, sind aus dem Stand der Technik vielfach bekannt. Insbesondere in der Verwendung bei einer Rücksitzbank stellt sich jedoch das Problem des geringen zur Verfügung stehenden Bauraums. Dies steht im Konflikt mit den hohen potentiellen Auflagekräften, welche auf der Armauflage wirken können. Hieraus resultiert die Forderung nach einer entsprechend stabil ausgeführten Lagerung auf kleinem Bauraum.
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Im Stand der Technik wird zu diesem Zweck im Regelfall eine Anordnung gewählt, bei der ein mit der Rückenlehne fest verbundenes Konsolenelement aus einem Metallblech ausgeführt wird und in dem eine Lagerhülse eingeprägt ist. Hierin drehbar gelagert wird ein durchgängiger oder wahlweise beidseitig der Armauflage angeordneter Lagerbolzen eingesetzt. Dieser Lagerbolzen wiederum ist im Regelfall mit der tragenden Struktur der Armauflage fest verbunden.
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In jedem Fall besteht die Lagerpaarung, wenngleich eventuell Kunststoffhülsen zur Reduzierung der Reibung eingesetzt werden, aus einer Anordnung zweier metallischer lasttragender Bauteile zueinander.
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Generell bestehen jedoch bei der Auslegung von Fahrzeugkomponenten die Ziele Herstellungs- und Montagekosten einzusparen, das Gewicht jeglicher Baugruppe zu reduzieren sowie die Recyclingfähigkeit zu verbessern. Diese Ziele sind jedoch mit den im Stand der Technik bekannten Lösungen mittels einer metallischen Ausführung von Baugruppen/Komponenten zur Lagerung der Armauflage nicht optimal erreichbar.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Armlehne zur Verfügung zu stellen, bei der insbesondere die oben benannten Zielstellungen bestmöglich erreicht werden.
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Die Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Armlehne gemäß dem Anspruch 1 gelöst.
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Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Eine gattungsgemäße Armlehne dient zur Anordnung an einem Sitz oder einer Sitzbank in einem Fahrzeug. Hierbei umfasst die Armlehne ein Konsolenelement und eine Armauflage, wobei mittels einer Lageranordnung in der Verbindung zwischen dem Konsolenelement und der Armauflage diese zwischen einer hochgeschwenkten Ruheposition und einer heruntergeschwenkten Stützposition um eine Schwenkachse verschwenkbar ist. Das Konsolenelement ist hierbei am Sitz bzw. der Sitzbank befestigbar. Welcher Art die Befestigung ist, ist hierbei zunächst unerheblich. Zumindest stellt das Konsolenelement das lastübertragende Bauteil dar, welches beim Schwenken der Armauflage in seiner Position verbleibt und die auf die Armauflage wirkenden Kräfte auf die Sitzstruktur weiterleitet. Die Armauflage kann hierbei einstückig oder im Regelfall als Baugruppe ausgeführt sein. Zumindest weist die Armauflage ein Trägerelement auf, welches die Anbindung an das Konsolenelement realisiert. Diese Anbindung erfolgt mittels der Lageranordnung, welche durch zumindest zwei Gleitlagerungen mit jeweils einem ersten Gleitlagerteil und einem zugeordneten zweiten Gleitlagerteil gebildet wird. In jedem Falle erfolgt eine Anordnung des zweiten Gleitlagerteils im ersten Gleitlagerteil, wobei das zweite Gleitlagerteil relativ zum ersten beweglich ist. Unerheblich ist es hierbei, ob eine rotatorische Bewegung um die Schwenkachse und/oder eine translatorische Bewegung in der Ebene senkrecht zur Schwenkachse ermöglicht wird. Im gattungsgemäßen Aufbau ist ein Gleitlagerteil Bestandteil des Konsolenelements sowie das andere Gleitlagerteil Bestandteil des Trägerelements. Insofern führt ein Schwenken der Armauflage zu einer gleitenden Bewegung des am Trägerelement befindlichen Gleitlagerteils relativ zum am Konsolenelement befindlichen Gleitlagerteil. Es ist offensichtlich, dass ein Gleitlagerteil nicht als eigenständiges Bauteil zu verstehen ist, sondern einen integralen Bestandteil des Trägerelements bzw. Konsolenelements bildet.
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In jedem Fall wird unter einer Gleitlagerung die Zuordnung einer Gleitlagerfläche des ersten Gleitlagerteils im gleitenden Kontakt mit der Gleitlagerfläche des zweiten Gleitlagerteils verstanden. Insofern führen getrennte erste und/oder zweite Gleitlagerflächen zu getrennten Gleitlageranordnungen, wenngleich beispielsweise im Stand der Technik ein durchgehender gerader Lagerbolzen in erster Betrachtung nur lediglich eine Gleitlagerfläche über deren gesamte Baulänge aufweist. Dies führt zu dem Ergebnis, dass die zumindest zwei Gleitlagerungen in Richtung der Schwenkachse beabstandet angeordnet sind. Welche Position die zumindest zwei Gleitlagerungen hierbei aufweisen, ist zunächst unerheblich. Im Stand der Technik befinden sich die zwei Gleitlagerungen jeweils beidseitig der Armlehne.
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Die Schwenkachse der Lageranordnung kann hierbei sowohl eine räumlich feststehende Position aufweisen, als auch ebenso durch die Schwenkbewegung selber räumlich verschiebbar sein. Insofern erfolgt bei feststehender Schwenkachse das Schwenken der Armauflage in einer Kreisbewegung, während bei einer räumlich verschiebbaren Schwenkachse durch die Schwenkbewegung die Armauflage auf einer Bogenform bewegt wird.
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Erfindungsgemäß ist nunmehr vorgesehen, dass das Konsolenelement und das Trägerelement aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sind. Dies bedeutet, dass das Konsolenelement nebst dem daran befindlichen Gleitlagerteil sowie auch das Trägerelement nebst dem daran befindlichen Gleitlagerteil aus einem Kunststoffmaterial bestehen. Somit entfällt die im Stand der Technik eingesetzte Konstruktionsweise mit Metallbauteilen und eine Verwendung von Metall wird zur Lastübertragung über die Lageranordnung vollständig vermieden.
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Zum Ausgleich der erforderlichen Festigkeit zur Übertragung der auftretenden Kräfte auf der Armauflage wird die Lageranordnung von nunmehr zumindest drei Gleitlagerungen gebildet. Hierbei erfolgt die Anordnung der zumindest drei Gleitlagerungen auf der in Stützposition zum Konsolenelement weisenden Stirnseite der Armlehne, wobei zudem die Gleitlagerungen über die Strecke verteilt angeordnet sind. Insofern wird von der aus dem Stand der Technik üblichen Anordnung der Lagerung beidseitig der Armlehne abgewichen, bei der generell über die Breite der Armlehne keine Lagerung vorgesehen ist. Vielmehr wird erfindungsgemäß bewusst eine Anordnung der Gleitlagerungen in der Breite der Armlehne verteilt vorgenommen. Die verteilte Anordnung der Gleitlagerungen bedarf nicht zwingend des exakt gleichen Abstands zwischen jeweils zwei Gleitlagerungen. Insbesondere bei der Verwendung einer Mehrzahl an Gleitlagerungen ist beispielsweise auch eine Anordnung mit abwechselnden Abständen zwischen jeweils zwei Gleitlagerungen denkbar.
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Durch diese neugeschaffene erfindungsgemäße Ausführungsform können die angestrebten Ziele vorteilhaft erreicht werden. Zum einen reduzieren sich die Herstellungskosten aufgrund der Wahl von Kunststoffbauteilen im Gegensatz zur Verwendung von Metallkomponenten. Weiterhin kann in aller Regel durch die Wahl von Kunststoffbauteilen das Gewicht der gesamten Baugruppe im Gegensatz zur Verwendung von Metallkomponenten reduziert werden. Angesichts der Tatsache, dass grundsätzlich immer Kunststoffkomponenten bei einer Armlehne zum Einsatz kommen, wird durch den Verzicht auf sonst vorhandene Metallkomponenten bei der tragenden Struktur in der Lageranordnung zwischen Armauflage und Konsolenelement im Ergebnis die Recyclingfähigkeit deutlich verbessert.
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Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn das Konsolenelement und das Trägerelement Spritzgussbauteile aus thermoplastischem Kunststoff sind. Diese Ausführungsart gestattet die optimale kostengünstige und recyclingfähige Gestaltung der Armlehne.
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Nochmals verbessert wird insbesondere die Recyclingfähigkeit, wenn die gesamte Armlehne inklusive aller Komponenten und Bauteile im Wesentlichen vollständig aus, insbesondere thermoplastischem, Kunststoff besteht. Insofern wird es ermöglicht, gegebenenfalls die Armlehne als vollständige Baugruppe mittels Recycling zu verwerten und hierbei diese als Baugruppe lediglich zu schreddern und das Granulat einem neuen Verwendungszweck zuzuführen.
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Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn das Trägerelement einstückig zugleich die versteifende, tragende Struktur der Armauflage bildet. Durch diese Konstruktionsweise werden die auf die Armauflage wirkenden Kräfte direkt vom Trägerelement aufgenommen und zugleich im Trägerelement weitergeleitet. Mittels des am Trägerelement befindlichen Gleitlagerteils wird somit die Last über die Lageranordnung auf das Konsolenelement und somit ohne unnötige Verbindungsstellen auf die Sitzstruktur weitergeleitet. Insofern bedarf es keiner Verbindung sonstiger tragender Bauteile innerhalb der Armauflage. Dies verbessert den Kraftfluss und erspart zugleich Herstellungs- und Montagekosten.
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Aufgrund der neu gewählten Ausführungsform des Konsolenelements aus einem Kunststoffmaterial wird es weiterhin erstmalig ermöglicht, das Konsolenelement zugleich zur Abdeckung eines Bereichs unterhalb der Armauflage bezüglich eines zum Fahrzeuginneren weisenden Abschnitts des Sitzes bzw. der Sitzbank auszuführen. Insofern wird das Konsolenelement von den Gleitlagerteilen am Konsolenelement hinter dem für die Armauflage notwendigen Bauraum entlang geführt und unterhalb der Armauflage in flächiger Erscheinung vorgezogen bis auf die Ebene des umgebenden Sitzes bzw. der Rückenlehne. Da die Armauflage in aller Regel mit der Lageranordnung im unteren Bereich der Rückenlehne positioniert wird, kann durch diese Ausführungsart in der Fläche der Rückenlehne der kurze Abschnitt unterhalb der Armlehne bis zur Sitzfläche abgedeckt werden. Diese Ausführungsart wird insbesondere aufgrund der Tatsache ermöglicht, dass beim Sitzen einer Person auf einem Fahrzeugsitz diese Person nicht mit dem Rückenlehnenbereich unterhalb der Armauflage in Kontakt kommt. Insofern bedarf es dort keiner Polsterung. Somit können durch diese Ausführungsform weitere Kosteneinsparungen aufgrund des Entfallens der Polsterung unterhalb der Armauflage erzielt werden.
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Die Befestigung des Konsolenelements am Sitz bzw. an der Sitzbank kann auf vielfältige Weise erfolgen. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn das Konsolenelement am Sitz bzw. der Sitzbank mittels formschlüssiger Fügeabschnitte befestigt wird. Insofern erübrigen sich als lastübertragende Komponenten Verbindungselemente wie Schrauben, Nieten oder dergleichen.
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Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn das Konsolenelement zur Montage desselben am Sitz bzw. der Sitzbank einen oberen Halteabschnitt aufweist, sowie der Sitz bzw. die Sitzbank einen oberen Aufnahmeabschnitt, wobei der obere Halteabschnitt in den oberen Aufnahmeabschnitt eingeschoben und/oder eingeschwenkt werden kann. Hierbei ist es weiterhin vorteilhaft, wenn ebenso ein unterer Halteabschnitt des Konsolenelements in einen unteren Aufnahmeabschnitt des Sitzes bzw. der Sitzbank eingeschoben und/oder eingeschwenkt werden kann.
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In der Realisierung gibt es demzufolge verschiedene Möglichkeiten, wobei eine erste derart gestaltet werden kann, dass das Konsolenelement zugleich mit dem oberen und unteren Halteabschnitt in Richtung der Schwenkachse in die Aufnahmeabschnitte am Sitz eingeschoben wird. Dies bedarf in naheliegender Weise einer weitgehend parallelen Ausrichtung der Halteabschnitte bzw. Aufnahmeabschnitte.
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Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Montage folgendermaßen durchgeführt werden kann. Zunächst einmal erfolgt ein Einschieben des oberen Halteabschnitts in den oberen Aufnahmeabschnitt, wobei das Konsolenelement um einen geringen Winkel zur Endstellung verschwenkt ist und der untere Halteabschnitt vor dem unteren Aufnahmeabschnitt liegt. Nach dem vollständigen Einschieben wird nunmehr das Konsolenelement derart geschwenkt, dass der untere Halteabschnitt über dem unteren Aufnahmeabschnitt zum Liegen kommt. Nunmehr kann das Konsolenelement mit dem unteren Halteabschnitt in den unteren Aufnahmeabschnitt eingeschoben werden, wobei der obere Halteabschnitt im oberen Aufnahmeabschnitt um die entsprechende Einschublänge im unteren Aufnahmeabschnitt zurückgeschoben wird. Diese Ausführung ist dahingehend besonders geeignet, da durch die Verwendung der Armauflage und der auftretenden Kräfte im Benutzungsfall vorwiegend eine Kraft im Konsolenelement senkrecht nach unten wirkt, womit im Ergebnis eine Stützkraft des unteren Halteabschnitts auf den unteren Aufnahmeabschnitt hervorgerufen wird. Hingegen treten entgegengesetzte nach oben in erster Montagerichtung wirkende Kräfte nahezu nicht auf.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn durch ein Rastelement eine Demontage des Konsolenelements vom Sitz bzw. der Sitzbank verhindert ist, wobei insbesondere das Rastelement integraler Bestandteil des Konsolenelements ist. Hierdurch wird es ermöglicht, dass bereits beim Einschieben des unteren Halteabschnitts in den unteren Aufnahmeabschnitt eine Verrastung in der Endstellung erfolgt, ohne dass es weiterer Hilfsmittel bedarf. Gleichfalls wäre natürlich auch denkbar, die Lage des Konsolenelements am Sitz bzw. der Sitzbank mittels Stiften, Nieten oder dergleichen zu sichern.
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Zur Realisierung der Lageranordnung ist es vorteilhaft, wenn das erste Gleitlagerteil am Ende eines Kragarms und das zweite Gleitlagerteil am Ende eines Kragträgers angeordnet sind. Je nach Zuordnung von erstem und zweitem Gleitlagerteil wird hierbei das erste Gleitlagerteil vom Konsolenelement oder dem Trägerelement gebildet und das zweite Gleitlagerteil vom Trägerelement bzw. dem Konsolenelement. Entsprechend der Mehrzahl der Gleitlagerungen liegt gleichfalls eine Mehrzahl von Kragarmen sowie Kragträgern vor, welche über die Breite der Armlehne verteilt angeordnet sind.
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Zur Umsetzung der Gleitlagerungen stehen verschiedene Varianten zur Verfügung, wobei in einer ersten Lagervariante das erste Gleitlagerteil eine Lagerhülse und das zweite Gleitlagerteil ein Wellenabschnitt ist. Durch diese erste vorteilhafte Variante wird eine besonders stabile und zugleich einfache Ausführungsform der Gleitlagerung geschaffen. Insofern gleitet der Wellenabschnitt innerhalb der Lagerhülse um die Schwenkachse.
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Es ist offensichtlich, dass in der ersten Lagerungsvariante es einer Abstützung der Armauflage in den Endpositionen bedarf. Diese kann bezüglich der oberen Ruhestellung bei einer Verwendung als Bestandteil der Rückenlehne eines Fahrzeugs in einfacher Weise durch eine Anlage der Armauflage in der im Sitz für die Armauflage vorhandenen Aufnahme realisiert werden. Insofern bedarf es bei der Lageranordnung in oberer Ruhestellung nicht zwingend eines Endanschlags oder dergleichen. Sofern in unterer Stützposition eine Auflage der Armauflage auf ein darunter befindliches lasttragendes Bauteil erfolgt, bedarf es gleichfalls keiner Abstützung der Armauflage im Bereich der Lageranordnung. Dies ist jedoch im Regelfall nicht gegeben. Insofern ist es bei fehlender direkter Abstützungsmöglichkeit unterhalb der Armauflage zwingend erforderlich, dass im Bereich der Lageranordnung ein Anschlag vorhanden ist, bei dem sich das Trägerelement gegen das Konsolenelement abstützt und ein weiteres Schwenken der Armauflage verhindert. Zu diesem Zweck stehen dem Fachmann verschiedenste Möglichkeiten offen, wobei in einfachster Ausführungsform das Trägerelement beabstandet zur Schwenkachse außerhalb der Gleitlagerungen einen Anschlag aufweist, welcher gegen einen entsprechenden Anschlag am Konsolenelement in der Stützposition zur Anlage kommt.
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In einer zweiten Lagerungsvariante ist es vorteilhaft, wenn das erste Gleitlagerteil eine koaxial zur Schwenkachse angeordnete Ringsegmentnut und das zweite Gleitlagerteil ein in der Ringsegmentnut um die Schwenkachse schwenkbarer Ringsegmentsteg ist. Insofern erfolgt ein Gleiten des Ringsegmentstegs innerhalb der Ringsegmentnut. Aufgrund der koaxialen Lage und Gestaltung der Ringsegmentnut vollzieht die Armauflage folglich gleichfalls, wie bei erster Lagerungsvariante, eine Kreisbewegung. Besonders vorteilhaft ist bei dieser Ausführungsform, dass es keines zusätzlichen Anschlags zur Bestimmung der Endlage sowie zur Abstützung der Armauflage bedarf. Die Endposition wird vielmehr erreicht, wenn der Segmentwinkel des Ringsegmentstegs um den Schwenkwinkel der Armauflage geringer gewählt wird als der Segmentwinkel der Ringsegmentnut. Folglich erfolgt ein Anschlag des Ringsegmentstegs mit seinem Ende am jeweiligen Ende der Ringsegmentnut. Sofern ein Anschlag durch die Lageranordnung aufgrund des Einbaus der Armlehne nicht erforderlich ist, kann folglich die Ringsegmentnut an derjenigen Seite, bei der kein Anschlag notwendig ist, im Winkel größer gewählt werden.
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Der notwendige Segmentwinkel für den Ringsegmentsteg bestimmt sich weiterhin aus der zu übertragenden Last. Diese kann freilich in der Gleitlagerung in der Endposition, insbesondere der Stützposition, verringert werden, sofern ein zusätzlicher Anschlag vorliegt und somit vergleichbare Verhältnisse zur ersten Lagerungsvariante eintreten.
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Sofern nicht lediglich eine auf einer Kreisbahn befindliche Schwenkbewegung der Armauflage gefordert ist, sondern vielmehr diese in einer bogenförmigen Bewegung geführt werden soll, sind vorteilhaft in einer dritten Lagerungsvariante Kulissenführungen einzusetzen. Hierbei sind zumindest drei obere und drei untere Kulissenführungen vorzusehen, welche jeweils eine Gleitlagerung bilden. Eine jede Kulissenführung weist hierbei eine bogenförmige, insbesondere kreissegmentförmige, Gleitführungsnut als erstes Gleitlagerteil und ein Gleitelement als zweites Gleitlagerteil auf. Entsprechend der Wahl der Bahnführungen von oberer und unterer Kulissenführung kann entsprechend eine bogenförmige Ausschwenkbewegung der Armauflage realisiert werden, wobei während der Schwenkbewegung eine Verlagerung der Schwenkachse erfolgt. Hierbei ist die Lage von oberer und unterer Kulissenführung zunächst beliebig. Insofern bedarf es nicht einer räumlichen Trennung dahingehend, dass die obere oberhalb der unteren Kulissenführung liegt. Vielmehr sind die Kulissenführungen, bei Betrachtung einer Ebene senkrecht zur Schwenkachse, versetzt zueinander anzuordnen. Die Gleitelemente können hierbei wahlweise als kurze Segmentstücke gebildet werden oder im einfachsten Fall in einer Bolzenform. Zumindest sind die Gleitelemente der oberen sowie der unteren Kulissenführungen in einem festgelegten Abstand zueinander positioniert und insofern sind die Kulissenführungen derart zu gestalten, dass in der Schwenkbewegung dieser durch die Gleitelemente definierte Abstand berücksichtigt wird. Zum besseren Verständnis sei des Weiteren auf ein in den Figuren beschriebenes Ausführungsbeispiel verwiesen.
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Insbesondere durch die dritte Lagerungsvariante wird ein Ausschwenken der Armauflage ermöglicht. Hierdurch kann beispielsweise die Armauflage im Bereich der Lageranordnung in der Ruheposition eine tiefere Position einnehmen als in der Stützposition. Gleichfalls kann somit das Konsolenelement räumlich tiefer angeordnet werden, als es bei einer festen Schwenkachse der Fall wäre. Das bedeutet, dass das zum Konsolenelement weisende Ende der Armauflage nicht lediglich um die Schwenkachse rotiert, sondern beim Schwenken vielmehr zugleich angehoben wird. Je nach Lage der Kulissenführungen kann ebenso eine Verlagerung der Armlehne in eine in Stützposition weiter in den Fahrgastraum ragende Stellung bewirkt werden. Insofern kann eine in der Baulänge kürzere Armauflage verwendet werden, welche durch die Vorverlagerung ohne Komfortverlust zur Abstützung des Arms und/oder als Becherhalter zur Verfügung steht.
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Zur Montage des Trägerelements am Konsolenelement und der Bildung der Lageranordnung stehen verschiedene Montagevarianten zur Verfügung, wobei bei einer ersten Montagevariante während des Montageprozesses eine elastische Verformung stattfindet, wobei im vollständig montierten Zustand die Verformung weitgehend oder vollständig zurückgebildet ist. In dieser vorteilhaften ersten Montagevariante ist der Kragträger, an dessen Ende sich das zweite Gleitlagerteil befindet, elastisch in Richtung der Schwenkachse verformbar. Somit wird eine Fügebewegung senkrecht zur Schwenkachse ermöglicht, trotz räumlicher Überschneidung des ersten Gleitlagerteils mit dem zweiten Gleitlagerteil. Insofern führt die Fügebewegung zu einer elastischen Verformung, wobei in der Montagebewegung die Stirnseite des ersten Gleitlagerteils entlang der Stirnseite des zweiten Gleitlagerteils gleitet.
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Insofern werden die Gleitlagerteile unter elastischer Verformung des Kragträgers aneinander vorbeigeschoben. Sobald die Position erreicht ist, bei welcher das erste Gleitlagerteil eine übereinstimmende Lage mit dem zweiten Gleitlagerteil aufweist, wird das zweite Gleitlagerteil in das erste Gleitlagerteil eintauchen und die Gleitlagerung bilden, wobei eine Rückformung des Kragträgers stattfindet. Dies gilt insbesondere für alle gleichartigen Gleitlagerungen der Lageranordnung. Insofern wird im Ergebnis in dieser ersten Montagevariante die Montage des Trägerelements am Konsolenelement mittels einer clipsartigen Schnappverbindung der Lageranordnung durchgeführt.
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Hierbei ist es vorteilhaft, wenn zumindest zwei Kragträger mit den jeweiligen zweiten Gleitlagerteilen symmetrisch gegenüberliegend angeordnet sind. Aufgrund der im Montagevorgang durch die elastische Verformung auftretenden Kräfte ist es vorteilhaft, wenn die jeweiligen Kragträger symmetrisch positioniert sind und somit sich die resultierenden Kräfte innerhalb des Trägerelements bzw. Konsolenelements ausgleichen und zudem gleichmäßig auf alle Kragträger verteilt sind.
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Weiterhin ist es in der Ausführung der ersten Lagerungsvariante bei der ersten Montagevariante besonders vorteilhaft, wenn zu jeder Lagerhülse als erstes Gleitlagerteil zwei symmetrisch gegenüberliegende Wellenabschnitte als zweite Gleitlagerteile vorhanden sind. Insofern bildet jede Lagerhülse zugleich zwei Gleitlagerungen, wobei zumindest drei verteilt angeordnete Lagerhülsen und somit sechs Gleitlagerungen vorliegen.
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Die clipsartige Montage der zweiten Gleitlagerteile auf den ersten Gleitlagerteilen mittels der in der Montage stattfindenden Verformung des Kragträgers führt zu einer besonders einfachen und intuitiven Montageart.
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Wenngleich durch die clipsartige erste Montagevariante ein umgehendes Abnehmen des Trägerelements vom Konsolenelement verhindert ist, ist es besonders vorteilhaft, wenn zumindest zwischen zwei Kragträgern eine Blockierung eingesetzt wird, womit eine Verformung der Kragträger im Wesentlichen verhindert wird. Insofern führt eine hohe relativ zwischen Trägerelement und Konsolenelement auftretende Kraft, beispielsweise Zugkraft, nicht zu einer elastisch-plastischen Verformung der Lagerstelle und infolge dessen zu einem unzulässigen Auseinandergleiten der Gleitlagerteile und somit einem einhergehenden Verformen der Kragträger.
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Sofern die Verformung der Kragträger zur Montage unzulässig ist oder nicht hinreichend ermöglicht werden kann, ist es besonders vorteilhaft eine zweite Montagevariante zu wählen. In diesem Fall ist bei der Auslegung von Trägerelement und Konsolenelement neben der Stirnseite des ersten Gleitlagerteils ein Montagefreiraum vorzusehen. Insofern sind die ersten Gleitlagerteile der Lageranordnung jeweils auf erster Seite des Kragarms anzuordnen. Der Montagefreiraum wird, abgesehen von den beiden Außenseiten der Armlehne, vom Abstand von der Stirnseite eines ersten Gleitlagerteils eines Kragarms zum nachfolgenden Kragarm bestimmt. Das zweite Gleitlagerteil am Kragträger ist zu diesem Zweck jeweils auf der ersten Seite am Ende des Kragträgers anzuordnen, wobei sich das erste Gleitlagerteil am Kragarm und das zweite Gleitlagerteil am Kragträger gegenüberstehen. Der Montagefreiraum ist insofern derart zu wählen, dass nunmehr in versetzter Position das zweite Gleitlagerteil mit dem Kragträger verformungsfrei in den Montagefreiraum einführbar ist. Insofern kann das zweite Gleitlagerteil am Kragträger kammartig zum ersten Gleitlagerteil am Kragarm geführt werden. Bei übereinstimmender Lage des ersten zum zweiten Gleitlagerteil kann nunmehr das zweite Gleitlagerteil in das erste Gleitlagerteil eingeschoben werden unter Bildung der Gleitlagerung.
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Diese zweite Montagevariante ist dahingehend besonders vorteilhaft, dass eine Vielzahl an, zumindest drei, Gleitlagerungen einsetzbar ist und dennoch eine verformungsfreie und einfache Montage möglich ist.
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Da im Gegensatz zur ersten Montagevariante in dieser zweiten Montagevariante zur Bildung der Gleitlagerung lediglich ein Einschieben des zweiten Gleitlagerteils in das erste Gleitlagerteil erforderlich ist, ist es naheliegend besonders vorteilhaft, wenn ein ungewolltes Auseinanderziehen der Gleitlagerteile voneinander verhindert wird. Dies kann hierbei mittels einer Blockierung erfolgen, wobei der zur Montage vorgesehene und somit für eine Demontage erforderliche Montagefreiraum blockiert wird und somit eine Demontage verhindert ist.
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Besonders vorteilhaft und einfach in der Umsetzung ist es, wenn zur Blockierung zumindest ein Rastbolzen eingesetzt wird. Dieser kann hierzu am Kragarm oder dem Kragträger vor der Montage der Armlehne an das Konsolenelement vormontiert sein. Hierbei ist der Rastbolzen relativ zur Anbringungsstelle in Richtung der Schwenkachse verschiebbar anzuordnen, wobei der Rastbolzen im vormontierten Zustand nicht die Einführung der zweiten Gleitlagerteile nebst Kragträger in die Montagefreiräume verhindern darf. Die wirksame Positionierung des Rastbolzens zur Realisierung einer Blockierung kann beispielsweise dergestalt erfolgen, indem zugleich mit dem Einschieben des zweiten Gleitlagerteils in das erste Gleitlagerteil bzw. der Relativverschiebung des Kragträgers in Richtung der Schwenkachse hin zum Kragarm der Rastbolzen verschoben wird. Insofern erfolgt ein Verschieben des Rastbolzens mit dem jeweils anderen Teil, wobei in der montierten Endstellung der Rastbolzen selbsttätig verriegelt und ein Zurückschieben verhindert ist. Im Ergebnis verhindert der Rastbolzen eine zum Einschieben entgegengesetzte Bewegung von Trägerelement zu Konsolenelement und somit eine Demontage.
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Alternativ zu den ersten beiden Montagevarianten steht weiterhin in besonders vorteilhafter Ausführung eine dritte Montagevariante zur Verfügung, bei der die Lagerhülse mit dem Wellenabschnitt vermittels eines Montagespritzgussprozesses verbunden ist. Aufgrund der Zuordnung zweier Bauteile zueinander mittels des Montagespritzgussprozesses besteht insofern die Möglichkeit, dass die Lagerhülse aus einem ersten Material in einem ersten Spritzgussprozess und der Wellenabschnitt aus einem zweiten Material in einem zweiten Spritzgussprozess direkt in der Lagerhülse hergestellt werden. Hierbei erfolgt zunächst eine Herstellung des Bauteils mit der Lagerhülse und in einem nachfolgenden Spritzgussprozess die Herstellung des Bauteils mit dem Wellenabschnitt, wobei die Herstellung in direkter Anordnung zur Lagerhülse erfolgt. Aufgrund der Wahl unterschiedlicher Materialien und den nachfolgenden Prozessschritten wird eine direkte Materialverbindung der beiden Materialien von Lagerhülse und Wellenabschnitt verhindert. Insofern besteht unvermindert eine Gleitlagerung, bei der der Wellenabschnitt schwenkbar in der Lagerhülse angeordnet ist.
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Bei der dritten Montagevariante ist es jedoch besonders vorteilhaft, die Anordnung umzudrehen und im Montagespritzgussprozess zunächst aus einem ersten Material den Wellenabschnitt herzustellen und in einem nachfolgenden zweiten Spritzgussprozess aus einem zweiten Material die Lagerhülse direkt auf dem Wellenabschnitt im Spritzgussprozess herzustellen. Durch den Montagespritzgussprozess erfolgt nach dem Abspritzen eines Kunststoffbauteils in Abhängigkeit der jeweiligen Materialeigenschaften ein Schrumpfen der heiß abgespritzten Bauteilform aufgrund des Abkühlvorgangs. Durch das nachfolgende Aufspritzen der Lagerhülse auf den Wellenabschnitt kann somit eine spielfreie Gleitlagerung hergestellt werden, wobei eine geringe Pressung zwischen Lagerhülse und Wellenabschnitt vorliegt. Dies eignet sich dahingehend vorteilhaft, dass die prozessbedingt vorhandene Gleitreibung aufgrund der Flächenpressung ein freies Schwenken der Armauflage und somit ein ungewolltes Herabfallen der Armauflage verhindert bzw. zumindest vermindert.
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Da bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform eine Mehrzahl von Gleitlagerungen verteilt vorhanden ist, ist es bei zuvor benannter dritter Montagevariante mit der Herstellung mittels Montagespritzguss besonders vorteilhaft, wenn die mehreren Wellenabschnitte der Lageranordnung eine von Kragträgern des Trägerelements bzw. Konsolenelements unterbrochene Hohlwelle bilden. Insofern stellt sich die Lageranordnung bei dem Trägerelement bzw. dem Konsolenelement als eine Hohlwelle dar, welche mittels einer Mehrzahl von Kragträgern gehalten wird. Die Hohlwelle bietet sich insbesondere dahingehend an, da hierdurch größere Lagerungsdurchmesser gewählt werden können, ohne dass es zu einer zu großen Materialdicke im Bereich der Hohlwelle kommt.
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Die verschiedenen Gleitlagerungsvarianten sowie die verschiedenen Montagevarianten werden zum besseren Verständnis beispielhaft in den nachfolgenden Figuren skizziert.
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Es zeigen:
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1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Armlehne 01 in einer ersten beispielhaften Lagerungsvariante sowie einer ersten Montagevariante;
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2 einen Schnitt durch die Lagerung zur Ausführung aus 1 als Prinzipskizze;
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3 die Verformung der Kragträger 16 bei der Montage zur Ausführung aus 1;
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4 eine schematische Darstellung einer dritten Montagevariante einer Armlehne 151;
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5 einen Ausschnitt aus einer Sitzbank 52 mit einer Armlehne 51 in zweiter Lagerungsvariante und zweiter Montagevariante;
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6 die Armlehne 51 zur 5;
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7 nochmals die Armlehne 51 aus weiterer Perspektive;
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8 einen Schnitt durch die Gleitlagerung 60 der Armlehne 51 in Ruheposition;
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9 einen Schnitt durch die Gleitlagerung 60 der Armlehne 51 in Stützposition;
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10 das Trägerelement 55 zur Ausführung aus 5;
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11 das Konsolenelement 56 zur Ausführung aus 5;
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12 eine schematische Erläuterung der Lagerungsanordnung 58 zur Ausführung aus 5;
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13 schematisch die Montage der Armlehne 51 aus 5;
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14 einen Ausschnitt aus einer Sitzbank 102 mit einer Armlehne 101 in dritter Lagerungsvariante und zweiter Montagevariante;
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15 die Armlehne 101 zur Ausführung aus 14;
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16 die Lageranordnung 108 zur Ausführung aus 14;
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17 das Trägerelement 105 zur Armlehne aus 14;
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18 das Trägerelement 105 in weiterer Perspektive;
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19 das Konsolenelement 106 zur Ausführung aus 14;
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20 eine weitere Perspektive des Konsolenelements 106;
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21 einen Schnitt durch die Lageranordnung 108 der Armlehne 101 in Stützposition;
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22 einen Schnitt durch die Lageranordnung 108 der Armlehne 101 in Ruheposition;
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23 ein Ausführungsbeispiel für eine Blockierung 125 für eine Verwendung bei der Armlehne 101;
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24 ein Rastelement 125 zur Blockierung gemäß 23.
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Die 1 zeigt beispielhaft ein erstes Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Armlehne 01. Hierbei weist die Armlehne 01 zunächst einmal die Armauflage 04 auf. Diese ist mittels des nicht erkennbaren Trägerelements 05 mit dem Konsolenelement 06 verbunden. Zwischen diesen beiden Elementen 05, 06 befindet sich die Lageranordnung 08, welche das Schwenken der Armauflage 04 zwischen der dargestellten herunter geschwenkten Stützposition und einer hoch geschwenkten Ruheposition ermöglicht.
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Wesentlich für die erfindungsgemäße Ausführungsform 01 ist es, dass die Lageranordnung 08 eine Mehrzahl von Gleitlagerungen 10 aufweist, welche sich an der zum Konsolenelement 06 weisenden Stirnseite der Armauflage 04 befinden. Weiterhin ist es wesentlich, dass die Gleitlagerungen 10 über die Breite der Armauflage 04 verteilt angeordnet sind.
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Ein Beispiel für die mögliche erste Lagerungsvariante sowie für eine mögliche erste Montagevariante skizziert schematisch die 2. In diesem ersten Lagerungsbeispiel umfasst die Lageranordnung 08 der Armlehne 01 sechs Gleitlagerungen 10a bis 10f. Diese werden jeweils gebildet durch eine Lagerhülse 13 als erstes Gleitlagerteil sowie einen Wellenabschnitt 17 als zweites Gleitlagerteil. Wie zu erkennen ist, sind in diesem Ausführungsbeispiel am Konsolenelement 06 drei Lagerhülsen 13ab, 13cd, 13ef an jeweils Kragarmen 12ab, 12cd sowie 12ef vorhanden. Innerhalb dieser Lagerhülsen 13 befinden sich jeweils zwei Gleitlagerungen 10a und 10b, 10c und 10d sowie 10e und 10f, mit jeweils gegenüberliegend eingesetzten Wellenabschnitten 17a und 17b, 17c und 17d bzw. 17e und 17f. Die Wellenabschnitte 17 sind wiederum jeweils an Kragträgern 16 angebunden. Dieser Aufbau ist dahingehend besonders vorteilhaft, dass es keiner weiteren Maßnahmen bedarf um den Zusammenhalt der Lageranordnung 08 zu gewährleisten und eine Demontage des Trägerelements 05 vom Konsolenelement 06 automatisch verhindert ist.
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Entsprechend der zylindrischen Ausführung der Gleitlagerung 10 befindet sich axial mittig die Schwenkachse 09. Wenngleich im Normalfall keine Demontage möglich ist und ein sicherer Sitz der Gleitlagerungen 10 gewährleistet sein sollte, wird eine unzulässige Verformung der Kragträger 16 und ein Herausgleiten der Wellenabschnitte 17 aus den jeweiligen Lagerhülsen 13 durch eine eingesetzte Blockierung 22 verhindert. Die Blockierung 22 kann hierbei vorteilhafterweise zugleich von einem oberen Abdeckteil gebildet werden, welches nach Montage des Trägerelements 05 am Konsolenelement 06 aufgeclipst bzw. aufgesteckt wird.
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Die durchzuführende Montage bei der ersten Montagevariante zeigt hierzu schematisch die 3. Wiederum weist die Armlehne 01 das linksseitig angeordnete Trägerelement 05 sowie rechtsseitig das Konsolenelement 06 auf. Dargestellt ist hierbei lediglich die obere Hälfte, wobei sich die untere Hälfte entsprechend symmetrisch ergibt. Beim Aufschieben des Trägerelements 05 auf das Konsolenelement 06 werden zunächst die Kragträger 16 elastisch verformt und stellen sich, wie dargestellt, als verformte Kragträger 21d bis 21f dar. Wodurch die Verformung hervorgerufen wird, ist hierbei zunächst unerheblich. Beispielhaft wäre es möglich, Einführschrägen am Kragarm 12 bzw. der Lagerhülse 13 und andererseits am Kragträger 16 bzw. dem Wellenabschnitt 17 vorzusehen. Ebenso ist es denkbar, mittels einer Montagevorrichtung eine entsprechende Verformung zwangsweise einzuleiten. Zumindest ist vorgesehen, dass bei den verformten Kragträgern 21 bei der Montage zunächst die Stirnseiten 14 der Lagerhülsen 13 entlang den Stirnseiten 18 der Wellenabschnitte 17 gleiten. Sobald, wie dargestellt, eine übereinstimmende Lage der Schwenkachse 09 erreicht ist, kommt es zu einem selbstständigen Rückformen der verformten Kragträger 21 und einem Einschieben der Wellenabschnitte 17 in die jeweiligen Lagerhülsen 13.
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Eine funktionell besonders zuverlässige und stabile Ausführungsform einer Lageranordnung 158 kann erreicht werden, wenn als dritte Montagevariante ein Montagespritzguss eingesetzt wird. Hierfür skizziert die 4 ein Beispiel einer Armlehne 151 analog erster Lagerungsvariante nunmehr in der dritten Montagevariante. Hierbei weist das Trägerelement 155 verbunden über die Mehrzahl der Kragträger 166 eine im Wesentlichen durchgehende Hohlwelle 177 auf. Zwischen den jeweiligen Kragträgern 166 liegen auf der Hohlwelle die Wellenabschnitte 167 der jeweiligen Gleitlagerungen 160. Gegenstück ist hierbei wiederum jeweils eine Lagerhülse 163, welche mittels des Kragarms 162 am Konsolenelement 156 integral angebunden ist.
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Die Herstellung kann hierbei in folgender Weise erfolgen: Zunächst erfolgt die Herstellung des Trägerelements 155 nebst der Hohlwelle 177 mit den wechselnden Kragträgern 166 und den Wellenabschnitten 167. In einem nachfolgenden Spritzgussprozess wird direkt auf das Trägerelement 155 das Konsolenelement 156 hergestellt und hierbei erfolgt ein Umspritzen der Wellenabschnitte 167 unter Bildung der Lagerhülsen 163. Somit kann eine spielfreie Lagerung zwischen dem Trägerelement 155 und dem Konsolenelement 156 geschaffen werden.
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Ein weiteres Beispiel einer erfindungsgemäßen Armlehne 51 bei einem Abschnitt einer Rücksitzbank 52 skizziert die 5. Hierbei ist in zweiter Lagerungsvariante wiederum die Armlehne 51 mittels der Lageranordnung 58 schwenkbar gelagert, wobei die Stützposition der Armauflage 54 dargestellt wird. Es ist offensichtlich, wie zum Schwenken in die Ruheposition die Armauflage 54 in die Aufnahme 89 in der Rückenlehne der Sitzbank 52 eingeschwenkt werden kann. Es ist offensichtlich, dass im Fall der Verwendung als Teil einer Rückenlehne die Armauflage 54 in hochgeschwenkter Stellung einen Teil der Rückenlehne bildet und insofern zu polstern ist. Keine Polsterung ist hingegen erforderlich im Abschnitt 88 der Rückenlehne unterhalb der Armlehne 51. Dies liegt darin begründet, dass beim Sitzen einer Person auf dem entsprechenden Rücksitz keine Anlage im unteren Bereich der Rückenlehne erfolgt.
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In der 6 ist nunmehr die Armlehne 51 zum Ausführungsbeispiel aus 5 skizziert. Zu erkennen ist die Armauflage 54, wobei die äußere Hülle eine Polsterung 87 bildet. Im Bereich der Lageranordnung 58 ist hingegen das Trägerelement 55 der Armlehne 51 erkennbar. Dieses Trägerelement 55 ist mittels der Lageranordnung 58 mit dem Konsolenelement 56 verbunden, welches wiederum am Sitz 52 bzw. der Sitzbank befestigt ist. Dies kann hierzu vorteilhaft mittels Einschieben oberer und unterer Halteabschnitte 81, 83 in obere sowie untere Aufnahmeabschnitte 82, 84 erfolgen.
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Die 7 zeigt nochmals die Armlehne 51 in weiterer Perspektive, diesmal ohne die Polsterung. Ansatzweise zu erkennen ist die erfindungsgemäße Ausführung der Lagerungsanordnung 58 mittels der Gleitlagerungen 60, in diesem Fall derer acht Stück. Hierbei verbindet in dieser zweiten Lagerungsvariante sowie zweiten Montagevariante die Lageranordnung 58 gleichfalls das Trägerelement 55 mit dem Konsolenelement 56. Weiterhin erkennbar ist in dieser Ansicht der obere Halteabschnitt 81 sowie der untere Halteabschnitt 83.
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Bei der gemeinsamen Betrachtung von 6 sowie 7 wird die durchzuführende Montage des Konsolenelements 56 an der Sitzstruktur 52 in dieser vorteilhaften Ausführungsform offensichtlich. Zunächst ist der obere Halteabschnitt 81 in den oberen Aufnahmeabschnitt 82 einzuschieben, wobei zunächst der untere Halteabschnitt 83 sich vor dem unteren Aufnahmeabschnitt 84 befindet. Nach vollständigem Einschieben kann nunmehr das Konsolenelement 56 samt Armlehne 51 geringfügig nach unten geschwenkt werden, so dass der untere Halteabschnitt 83 oberhalb des unteren Aufnahmeabschnitts 84 zum Liegen kommt. Nunmehr kann das Konsolenelement 56 nebst der Armlehne 51 nach unten verschoben werden und der untere Halteabschnitt 83 fügt sich in den unteren Aufnahmeabschnitt 84. Die Sicherung der Endstellung wird in vorteilhafter Weise mittels des Rastelements 85 ermöglicht, welches hierzu vorteilhaft direkt am Konsolenelement 56 angebunden ist.
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Die zweite Lagerungsvariante wird besonders vorteilhaft erkennbar bei Betrachtung der schematischen 8 mit der Anordnung der Armlehne 51 in der Ruheposition. Zu erkennen ist zunächst einmal die Bildung der Armauflage 54 mit dem Trägerelement 55 und dessen Polsterung 87. Je Gleitlagerung 60 bildet ein Abschnitt des Trägerelements 55 einen Kragarm 62, an welchem ein erstes Gleitlagerteil in Form einer Ringsegmentnut 63 angebracht ist. Hierbei ist auch die zur Schwenkachse 59 koaxiale Anordnung der Ringsegmentnut 63 erkennbar. Innerhalb der Ringsegmentnut 63 befindet sich als zweites Gleitlagerteil der Ringsegmentsteg 67. Dieser ist fest mit jeweils einem Kragträger 66 verbunden, welcher wiederum Teil des Konsolenelements 56 ist.
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Wiederum erkennbar an diesem Ausführungsbeispiel ist die vorteilhafte Montage des Konsolenelements 56 an der Sitzstruktur. Es ist offensichtlich, wie zunächst der obere Halteabschnitt 81 in einen oberen Aufnahmeabschnitt 82 eingeschoben werden kann, um sodann nach unten geschoben zu werden unter Einschieben des unteren Halteabschnitts 83 in den unteren Aufnahmeabschnitt 84.
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Unterhalb der Armlehne 51 befindet sich der Abschnitt der Rückenlehne 88, welcher nicht zwingend zu polstern ist.
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Die Funktionsweise der zweiten Lagerungsvariante wird besonders deutlich bei Betrachtung von 9 im Vergleich zu 8. Dargestellt ist wiederum die Armlehne 51 mit der Armauflage 54 nunmehr in Stützposition. Zu erkennen ist der Aufbau der Armauflage 54 mit dem Trägerelement 55 sowie der oberseitigen Polsterung 87a sowie der unterseitigen Polsterung 87b. Endabschnitt des Trägerelements 55 bildet je Gleitlagerung 60 der Kragarm 62 mit der Ringsegmentnut 63 als erstes Gleitlagerteil. Diese Ringsegmentnut 63 bewegt sich gleitend um den Ringsegmentsteg 67 als zweites Gleitlagerteil.
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Die 10 zeigt das Trägerelement 55 der Ausführungsform gemäß 5. Zu erkennen ist der Aufbau mit der Vielzahl der Kragarme 62a bis 62h, an denen jeweils auf einer ersten Seite das erste Gleitlagerteil in Form einer Ringsegmentnut 63a bis 63h angebracht ist. Weiterhin zu erkennen ist, dass das Trägerelement 55 insofern zugleich die tragende Struktur der Armauflage 54 bildet sowie die ersten Gleitlagerteile 63 der Lageranordnung 58 umfasst.
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Weiterhin ist zu erkennen, dass jeweils zwischen einer Ringsegmentnut 63 und nachfolgendem Kragarm 62 ein Montagefreiraum 74 vorliegt. Dieser ist erforderlich, um die Montage des Trägerelements 55 am Konsolenelement 56 in der zweiten Montagevariante zu ermöglichen.
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Hierzu zeigt die 11 das Konsolenelement 56 der Ausführungsform aus 5. Zu erkennen ist wiederum der Aufbau des Konsolenelements 56 mit dem oberen Halteabschnitt 81 sowie dem unteren Halteabschnitt 83. Von der Grundfläche des Konsolenelements 56 erstrecken sich die Vielzahl der Kragträger 66a bis 66h, an welchen jeweils ein zweites Gleitlagerteil in Form eines Ringsegmentstegs 67a bis 67h angeordnet ist. Entsprechend der Zuordnung von erstem Gleitlagerteil zu zweitem Gleitlagerteil sind folglich die Ringsegmentstege 67 auf einer Seite des Kragträgers 66 angeordnet.
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Die Zuordnung vom Konsolenelement 56 am Trägerelement 55 skizziert hierzu die 12, wobei nur ein Abschnitt der Armlehne 51 schematisch skizziert wird. Linkerhand dargestellt befindet sich das Trägerelement 55 sowie rechterhand das Konsolenelement 56. An den jeweiligen Kragarmen 62 des Trägerelements 55 befinden sich die Ringsegmentnuten 63. In diesen gleitend gelagert liegen die Ringsegmentstege 67, welche sich am jeweiligen Kragträger 66 befinden. Insofern entstehen eine Vielzahl von Gleitlagerungen 60a bis 60h. Zu beachten ist im Gegensatz zur Lageranordnung 08 gemäß 2, dass die Schwenkachse 59 in diesem Fall nicht mittig durch die eigentliche Lagerstelle bei 12 verläuft, sondern aufgrund der Ringsegmentform im Zentrum und insofern versetzt zu der Lagerstelle liegt.
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Die Montage des Trägerelements 55 am Konsolenelement 56 soll beispielhaft durch die 13 erläutert werden. Zu erkennen ist wiederum ein Ausschnitt der Armlehne 51 im Zustand während der Montage. Zwischen jeweils der Ringsegmentnut 63 sowie dem nachfolgenden Kragarm 62 entsteht ein Montagefreiraum 74. Dieser ist derart zu wählen, dass vom Konsolenelement 55 der Kragträger 66 nebst angebundenem Ringsegmentsteg 67 in den Montagefreiraum 74 eingeführt werden kann. Insofern erfolgt ein kammartiges Ineinandersetzen vom Trägerelement 55 an das Konsolenelement 56. Hierbei können wiederum die Stirnseiten 64 der ersten Gleitlagerteile bzw. der Ringsegmente 63 an den Stirnseiten 68 der zweiten Gleitlagerteile bzw. den Ringsegmentstegen 67 entlang geführt werden. Sofern eine übereinstimmende Lage des Ringsegmentstegs 67 zur Ringsegmentnut 63 gegeben ist, können nunmehr die Ringsegmentstege 67 in die Ringsegmentnuten 63 eingeschoben werden unter Bildung der Gleitlagerungen 60 bzw. der Lageranordnung 58.
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In 14 wird eine dritte Lagerungsvariante skizziert, bei welcher die Armlehne 01 wiederum Teil eines Rücksitzes 102 ist. Zu erkennen ist die schwenkbare Anordnung der Armauflage 104, dargestellt in Stützposition. Wiederum ist das Trägerelement 105 als Bestandteil der Armauflage 104 schwenkbar mit dem Konsolenelement 106 verbunden. Erfindungsgemäß findet sich gleichfalls eine Mehrzahl von Gleitlagerungen 110 auf der zum Konsolenelement 106 weisenden Stirnseite der Armauflage 104.
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Hierzu skizziert die 15 nochmals die Armlehne 101 unter Weglassung der Bepolsterung der Armauflage 104, wobei die integrale Struktur des Trägerelements 105 als tragender Bestandteil der Armauflage 104 sichtbar wird. Die Lageanordnung 108 wird durch ein Eingreifen von Gleitelementen 117 in Gleitführungsnuten 113 realisiert. Hierbei befinden sich die Gleitführungsnuten 113a bis 113h, welche jeweils das erste Gleitlagerteil bilden, auf jeweils der ersten Seite an einem Kragarm 112a bis 112h. Diese Kragarme 112 wiederum sind Bestandteil des Konsolenelements 106, welches in diesem Ausführungsbeispiel gleichfalls mit einem oberen Halteabschnitt 131 und einem unteren Halteabschnitt 133 versehen ist. Ebenso zu erkennen ist das Rastelement 135 als integraler Bestandteil des Konsolenelements 106.
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Die Lageranordnung 108 wird nochmals in der 16 verdeutlicht. Zu erkennen ist wiederum der Aufbau mit den ersten Gleitführungsnuten 113 in der Anbindung an die jeweiligen Kragarme 112 sowie die Zuordnung der Gleitelemente 117, welche jeweils am Kragträger 116 angebracht sind. In dieser dritten Lagerungsvariante wird ein Ausschwenken der Armauflage 104 ermöglicht. Dieses Ausschwenken basiert auf der jeweils versetzten Anordnung der Gleitführungsnuten 113a, c, e, g zu 113b, d, f, h nebst den darin gelagerten Gleitelementen 117. Hierbei sind die Gleitführungsnuten 113a, 113c, 113e sowie 113g versetzt und erhöht angeordnet gegenüber der Lage der Gleitführungsnuten 113b, 113d, 113f sowie 113h.
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Die 17 skizziert das Trägerelement 105 zur Ausführung gemäß 14. Zu erkennen ist wiederum der Aufbau mit der Mehrzahl der Kragträger 116a bis 116h, an welchen jeweils ein Gleitelement 117 als zweites Gleitlagerteil angebracht ist. Weiterhin ist zu erkennen, dass die Gleitelemente 117a, c, e, g und 117b, d, f, h wechselnd versetzt angeordnet sind. Hierbei befinden sich in unterer Reihe die Gleitelemente 117b, 117d, 117f und 117h und in oberer Reihe die Gleitelemente 117a, 117c, 117e und 117g.
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In 18 wird nochmals das Trägerelement 105 in weiterer Perspektive gezeigt.
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Die 19 zeigt das Konsolenelement 106 zur Ausführung gemäß 14. Zu erkennen ist der versetzte Aufbau der Gleitführungsnuten 113a, c, e, g zu 113b, d, f, h, welche jeweils an entsprechendem Kragarm 112a bis 112h auf erster Seite angebracht sind. Insofern wird offensichtlich, wie die am Trägerelement 105 versetzt angeordneten Gleitelemente 117 in den Gleitführungsnuten 113 des Konsolenelements 106 gleiten können.
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In 20 ist nochmals das Konsolenelement 106 in weiterer Perspektive skizziert.
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Die Funktionsweise der dritten Lagerungsvariante skizziert schematisch die 21 im Teilschnitt durch die Lagerungsanordnung 108. Zu erkennen ist der Aufbau der Armlehne 101 mit dem Trägerelement 105 sowie dem Konsolenelement 106. Am Konsolenelement 106 wird jeweils über einen Kragarm 112 eine Gleitführungsnut 113 angebunden. Hierbei liegen die Gleitführungsnuten 113 mit zwei verschiedenen Orientierungen versetzt zueinander. Zu erkennen ist die Lage der unteren Gleitführungsnut 113b, 113d, 113f sowie 113h und der oberen Gleitführungsnut 113a, 113c, 113e und 113g. In den Gleitführungsnuten 113 sind jeweils die Gleitelemente 117 gelagert. Entsprechend der versetzten Anordnung der Gleitführungsnuten 113 befinden sich die Gleitelemente 117 ebenso in zwei verschiedenen Positionen mit der unteren Position 117b, 117d, 117f sowie 117h und der oberen Position 117a, 117c, 117e und 117g. Die Gleitelemente 117 sind hierbei jeweils an entsprechenden Kragträgern 116 des Trägerelements 105 angebunden.
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In 22 wird ergänzend zu 21 die Lageranordnung 108 der Armlehne 101 in Ruhestellung der Armauflage 104 skizziert. Zu erkennen ist, dass nunmehr die Gleitelemente 117 sich am unteren Ende der jeweiligen Gleitführungsnuten 113 befinden.
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Weiterhin wird bei gemeinsamer Betrachtung der 21 und 22 die vorteilhafte Schwenkbewegung der Armauflage 104 offensichtlich. Insofern erfolgt beim Verschwenken der Armauflage 104 ausgehend von der in 22 dargestellten Ruheposition in die in 21 dargestellte Stützposition neben dem Schwenken der Armauflage 104 zugleich ein Anheben und eine Vorverlagerung der Armauflage 104 in den Fahrgastraum hinein.
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Es ist offensichtlich, dass ausgehend vom Abstand der beiden versetzt angeordneten Gleitelemente 117 dieser Abstand bei Auslegung der Schenkbewegung und somit der Gleitführungsnuten 113 zu berücksichtigen ist.
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In 23 wird schematisch ein Beispiel für einen Rastbolzen 125 zur Blockierung einer Demontage skizziert. Hierbei wird am Trägerelement 105 im Bereich des Kragträgers 116 ein Rastbolzen 125 vormontiert. Dieser befindet sich zunächst versenkt innerhalb des Kragträgers 116. Durch die nachfolgende Montage des Konsolenelements 106 am Trägerelement 105 mittels der zweiten Montagevariante erfolgt zugleich ein Ausschieben des Rastbolzens 125 in die in 23 dargestellte Lage. Es ist offensichtlich, dass für den zwischen dem Rastbolzen 125 am Kragträger 116g und dem nachfolgenden Kragträger 116h nebst dessen Gleitelement 117h montierten Kragarm 112h nebst dessen Gleitführungsnut 113h eine Demontagebewegung verhindert ist.
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Hierzu ist in 24 beispielhaft der Rastbolzen 125 skizziert.
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Aus der beispielhaft dargestellten ersten, zweiten und dritten Lagerungsvariante und den in Verbindung hiermit dargestellten ersten, zweiten und dritten Montagevarianten bestehen weitere offensichtliche Kombinationsmöglichkeiten. Insofern kann gleichfalls die erste Lagerungsvariante mittels der zweiten Montagevariante erzeugt werden oder die zweite bzw. dritte Lagerungsvariante durch die erste Montagevariante.
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Ebenso ist es offensichtlich, dass die Zuordnung des Kragarms nebst erstem Gleitlagerteil und die Zuordnung des Kragträgers nebst zweitem Gleitlagerteil entweder zum Trägerelement oder dem Konsolenelement gleichfalls in den verschiedenen Ausführungsbeispielen ausgetauscht werden kann.
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Bezugszeichenliste
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- 01, 51, 101, 151
- Armlehne
- 52, 102
- Sitz
- 04, 54, 104
- Armauflage
- 05, 55, 105, 155
- Trägerelement
- 06, 56, 106, 156
- Konsolenelement
- 08, 58, 108, 158
- Lageranordnung
- 09, 59, 159
- Schwenkachse
- 10, 60, 110 160
- Gleitlagerung
- 12, 62, 112, 162
- Kragarm
- 13, 163
- Erstes Gleitlagerteil, Lagerhülse
- 63
- Erstes Gleitlagerteil, Ringsegmentnut
- 113
- Erstes Gleitlagerteil, Gleitführungsnut
- 14, 64, 114
- Stirnseite vom ersten Gleitlagerteil
- 16, 66, 116, 166
- Kragträger
- 17, 167
- Zweites Gleitlagerteil, Wellenabschnitt
- 67
- Zweites Gleitlagerteil, Ringsegmentsteg
- 117
- Zweites Gleitlagerteil, Gleitelement
- 18, 68, 118
- Stirnseite vom zweiten Gleitlagerteil
- 21
- Verformung Kragträger
- 22
- Blockierung Kragträger
- 74
- Montagefreiraum
- 125
- Rastbolzen
- 177
- Hohlwelle
- 81, 131
- Oberer Halteabschnitt
- 82
- Oberer Aufnahmeabschnitt
- 83, 133
- Unterer Halteabschnitt
- 84
- Unterer Aufnahmeabschnitt
- 85, 135
- Rastelement
- 87
- Polsterung Armlehne
- 88
- Abschnitt Rückenlehne unter Armlehne
- 89
- Aufnahme in Rückenlehne für Armlehne