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DE102011017819A1 - Verfahren, System und Steuerungsprogramm zur Steuerung eines industriellen Fertigungsprozesses - Google Patents

Verfahren, System und Steuerungsprogramm zur Steuerung eines industriellen Fertigungsprozesses Download PDF

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DE102011017819A1
DE102011017819A1 DE201110017819 DE102011017819A DE102011017819A1 DE 102011017819 A1 DE102011017819 A1 DE 102011017819A1 DE 201110017819 DE201110017819 DE 201110017819 DE 102011017819 A DE102011017819 A DE 102011017819A DE 102011017819 A1 DE102011017819 A1 DE 102011017819A1
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Winergy AG
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Abstract

Zur Steuerung eines industriellen Fertigungsprozesses für eine Mehrzahl an Komponenten umfassende Produkte, der eine Vielzahl von Fertigungsschritten umfaßt, in einer Produktionssteuerungsdatenbank Fertigungsaufträge angelegt. In den Fertigungsaufträgen wird jeweils zumindest einem zu fertigenden Produkt eine Mehrzahl von Komponenten zugeordnet, die im Rahmen des Fertigungsprozesses für das zu fertigende Produkt bearbeitet bzw. montiert werden. Darüber hinaus wird zu jeder einem Abnahmeprozeß unterworfenen Komponente des zu fertigenden Produkts ein für jede einzelne Komponente individueller Komponentenidentifikator in der Produktionssteuerungsdatenbank erfaßt. Dem Komponentenidentifikator ist dabei eine Angabe von Komponentenmerkmalen zugeordnet. Bei einer Erfassung in der Produktionssteuerungsdatenbank wird ein Komponentenidentifikator auf Vollständigkeit, Plausibilität und Zuordnung zu einem Produkt überprüft und bei positivem Überprüfungsergebnis in der Produktionssteuerungsdatenbank gespeichert.

Description

  • Entsprechend herkömmlichen Lösungen werden Identifikationsnummern abnahmepflichtiger Produktkomponenten umfassende Fertigungsaufträge parallel zum Fertigungsprozeß durch Montagepersonal bearbeitet. Eine Erfassung von Identifikationsnummern abnahmepflichtiger Produktkomponenten erfolgt dabei üblicherweise papiergebunden. Dies erschwert eine durchgängige Nachverfolgung eines Verbleibs von Produktkomponenten während eines Fertigungsprozesses ganz erheblich. Üblicherweise ist eine Nachverfolgung nämlich mit einem hohen manuellen Suchaufwand verbunden. Dies führt in vielen Fällen dazu, daß nicht befriedigend sichergestellt ist, daß eine in einem Produkt verwendete Produktkomponente einen erwarteten Zustand bzw. eine festgelegte Beschaffenheit aufweist.
  • Darüber hinaus erfolgt zur Visualisierung eines Bearbeitungszustands von offenen Fertigungsaufträgen in bisher bekannten SAP-Systemen eine Darstellung einer Linienmontage durch Eintaktung nach Zeitschema, allerdings ohne Berücksichtigung von Identifikationsnummern abnahmepflichtiger Produktkomponenten. SAP-Systeme sind weitverbreitete Datenverarbeitungssysteme zur Abwicklung im wesentlichen sämtlicher Geschäftsprozesse eines Unternehmens wie Buchführung, Controlling, Vertrieb, Einkauf, Produktion, Lagerhaltung und Personalwesen, die auf Software von SAP, Walldorf basieren.
  • Aus WO 2010/044755 A1 ist ein Datenverarbeitungssystem zur Verwaltung produktbezogner Informationen bekannt, das eine über ein Portal zugängliche Datenbank zur Erfassung produktbezogener Informationen umfaßt. Produktbezogene Informationen können durch Benutzer mit einer ersten Authentifizierungsinformation in die Datenbank eingetragen werden und durch Benutzer mit einer zweiten Authentifizierungsinformation ausgelesen werden.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Steuerung eines eine Vielzahl von Fertigungsschritten umfassenden industriellen Fertigungsprozesses anzugeben, das eindeutige und zuverlässige Zuordnung von Produktkomponente mit vorgegebenen Merkmalen zu einem Fertigungsauftrag ermöglicht, sowie eine technische Realisierung des Verfahrens zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen, ein System mit den in Anspruch 10 angegebenen Merkmalen und durch ein Steuerungsprogramm mit den in Anspruch 19 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Erfindungsgemäß werden zur Steuerung eines industriellen Fertigungsprozesses für eine Mehrzahl an Komponenten umfassende Produkte, der eine Vielzahl von Fertigungsschritten umfaßt, in einer Produktionssteuerungsdatenbank Fertigungsaufträge angelegt. In den Fertigungsaufträgen wird jeweils zumindest einem zu fertigenden Produkt eine Mehrzahl von Komponenten zugeordnet, die im Rahmen des Fertigungsprozesses für das zu fertigende Produkt bearbeitet bzw. montiert werden. Darüber hinaus wird zu jeder einem Abnahmeprozeß unterworfenen Komponente des zu fertigenden Produkts ein für jede einzelne Komponente individueller Komponentenidentifikator in der Produktionssteuerungsdatenbank erfaßt. Dem Komponentenidentifikator ist dabei eine Angabe von Komponentenmerkmalen zugeordnet.
  • Bei einer Erfassung in der Produktionssteuerungsdatenbank wird ein Komponentenidentifikator erfindungsgemäß auf Vollständigkeit, Plausibilität und Zuordnung zu einem Produkt überprüft und bei positivem Überprüfungsergebnis in der Produktionssteuerungsdatenbank gespeichert. Dies ermöglicht eine eindeutige, fehlerfreie und schnelle Erfassung von Komponentenidentifikatoren abnahmepflichtiger Produktkomponenten in einem Produktionssteuerungs- und Logistiksystem.
  • Des weiteren wird ein Fertigungsauftrag erfindungsgemäß an einem zu fertigenden Produkt zugeordneten Fertigungsstationen mittels einer Datenbankschnittstelle und einer jeweiligen Ein-/Ausgabeeinheit abrufbar bereitgestellt. An den Fertigungsstationen werden mittels jeweiliger Ein-/Ausgabeeinheiten innerhalb eines Fertigungsauftrags Komponentenidentifikatoren von bearbeiteten bzw. montierten Komponenten erfaßt und dem jeweiligen Fertigungsauftrag als Nachverfolgungsinformation zugeordnet. Auf diese Weise ermöglicht die vorliegende Erfindung eine eindeutige Zuordnung von Produktkomponente mit vorgegebenen Merkmalen zu einem Fertigungsauftrag, wodurch eine durchgängig Rückverfolgbarkeit einer Produktkomponente während einer Produktlebensdauer ermöglicht wird. Vorzugsweise erfolgt hierzu innerhalb eines Fertigungsauftrags durchgängig an sämtlichen einem zu fertigenden Produkt zugeordneten Fertigungsstationen eine Erfassung von Komponentenidentifikatoren.
  • Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung umfaßt die Nachverfolgungsinformation zusätzlich eine Lokalisierungsinformation mit Angaben zu Ort bzw. Verbleib einer innerhalb eines Fertigungsauftrags zu bearbeitenden bzw. montierenden Komponente. Dies ermöglicht eine verbesserte Materialflußsteuerung. Vorzugsweise umfaßt der Komponentenidentifikator Angaben zu Lieferant, Herstellungsdatum bzw. Charge. Dies ermöglicht ein effizientes Qualitätsmanagement, insbesondere falls Probleme bei einer Produktkomponente einer bestimmten Charge entdeckt werden.
  • Vorteilhafterweise werden zur Steuerung eines industriellen Fertigungsprozesses in einer Produktionssteuerungsdatenbank auftragsneutrale Vorlagen für Fertigungsaufträge bereitgestellt. Anhand der auftragsneutralen Vorlagen werden Fertigungsaufträge erzeugt und in der Produktionssteuerungsdatenbank selektiv zum Abruf an vorgebbaren Fertigungsstationen bereitgestellt. Dabei umfassen erzeugte Fertigungsaufträge zumindest jeweils einen Montageinformationsbereich mit Montageanweisungen, Werkzeuglisten und aufbereiteten Auswirkungsanalysedaten. Auf diese Weise ist eine vollständige, konsistente und rechtzeitige Bereitstellung von Fertigungsaufträgen gewährleistet. Die Auswirkungsanalysedaten sind beispielsweise einer Fehler-Möglichkeits- und Einflußanalyse (FMEA) zugeordnete Daten.
  • Entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weisen die Fertigungsaufträge Gültigkeitsinformationen für einen ausgewählten Zeitraum, bestimmte Getriebetypen, vorgegebene Fertigungsnummern, zulässige Produktionsstandorte bzw. freigegebene Fertigungsstationen auf. Anhand der Gültigkeitsinformationen werden Fertigungsaufträge automatisch an Anzeigeeinrichtungen an vorgebbaren Fertigungsstationen angezeigt und wieder gelöscht. Hierdurch ist sichergestellt, daß gültige Fertigungsaufträge genau an betroffenen Fertigungsstationen dargestellt und ergänzt werden können.
  • An zumindest einer durch die Gültigkeitsinformationen freigegebenen Fertigungsstation wird vorzugsweise eine Benutzerabfrage zur Eingabe von Statusinformationen zu laufenden Montagearbeiten bereitgestellt. Durch einen Benutzer eingegebene Statusinformationen können damit direkt in den Fertigungsaufträge eingetragen werden. Vorteilhafterweise werden durch einen Benutzer eingegebene Statusinformationen einer automatischen Plausibilitätsprüfung anhand einer in der Produktionssteuerungsdatenbank gespeicherten Regelbasis unterzogen.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt die
  • Figur ein System zur Steuerung eines industriellen Fertigungsprozesses, der eine Vielzahl von Fertigungsschritten umfaßt.
  • Das in der Figur dargestellte System zur Steuerung eines eine Vielzahl von Fertigungsschritten umfassenden industriellen Fertigungsprozesses, beispielsweise einer Fertigung von eine Mehrzahl an Komponenten umfassenden Produkten wie Getrieben, weist eine Produktionssteuerungsdatenbank 4 auf, in der auftragsneutrale Vorlagen 2 für Fertigungsaufträge 3 gespeichert sind. In den Fertigungsaufträgen 3 wird jeweils zu fertigenden Produkten eine Mehrzahl von Komponenten zugeordnet, die im Rahmen des Fertigungsprozesses für das zu fertigende Produkt bearbeitet bzw. montiert werden.
  • Mit der Produktionssteuerungsdatenbank 4 ist eine rechnerbasierte Steuerungseinrichtung 1 verbunden, die einen Prozessor 11, einen Arbeitsspeicher 12 und eine Festplatte 13 zur Massenspeicherung von Betriebssystem, Steuerungsprogrammen 131135 und Anwendungsdaten umfaßt. Der Prozessor 11, der Arbeitsspeicher 12 und die Festplatte 13 sind über ein Bussystem 14 miteinander verbunden. Auf der Festplatte 13 sind ein Steuerungsprogramm 131 zur Erzeugung auftragsneutraler Vorlagen 2 für Fertigungsaufträge 3, ein Steuerungsprogramm 132 zur Erzeugung von Fertigungsaufträgen 3 anhand der auftragsneutralen Vorlagen 2 und ein Steuerungsprogramm 133 zur selektiven Bereitstellung von erzeugten Fertigungsaufträgen 3 in der Produktionssteuerungsdatenbank 4 zum Abruf an vorgebbaren Fertigungsstationen gespeichert.
  • Darüber hinaus ist auf Festplatte 13 ein Steuerungsprogramm 134 zur Erfassung eines für jede einzelne Komponente individuellen Komponentenidentifikators in der Produktionssteuerungsdatenbank 4 gespeichert. Die Erfassung eines Komponentenidentifikators erfolgt zu jeder einem Abnahmeprozeß unterworfenen Komponente eines zu fertigenden Produkts. Dabei ist dem Komponentenidentifikator eine Angabe von Komponentenmerkmalen zugeordnet. Innerhalb eines Fertigungsauftrags erfolgt vorzugsweise durchgängig an sämtlichen einem zu fertigenden Produkt zugeordneten Fertigungsstationen eine Erfassung von Komponentenidentifikatoren. Der Komponentenidentifikator umfaßt beispielsweise Angaben zu Lieferant, Herstellungsdatum und Charge.
  • Zur Implementierung einer der Steuerungseinrichtung 1 zugeordneten Validierungseinheit ist auf Festplatte 13 außerdem ein Steuerungsprogramm 135 zur Überprüfung eines Komponentenidentifikators auf Vollständigkeit, Plausibilität und Zuordnung zu einem Produkt gespeichert. Die Überprüfung erfolgt bei einer Erfassung einer Komponente in der Produktionssteuerungsdatenbank. Bei positivem Überprüfungsergebnis erfolgt eine Speicherung in der Produktionssteuerungsdatenbank 4.
  • An den Fertigungsstationen ist jeweils eine mit der Steuerungseinrichtung 1 über ein Netzwerk 5 verbundene Datenverarbeitungseinrichtung 6163 vorgesehen. Die Steuerungsprogramme 131135 sind jeweils in den Arbeitsspeicher 12 der Steuerungseinrichtung 1 ladbar und weisen jeweils zumindest einen durch den Prozessor 11 der Steuerungseinrichtung verarbeitbaren Codeabschnitt auf, bei dessen Ausführung o.g. Funktionen bereitgestellt werden, wenn das jeweilige Steuerungsprogramm 131135 in der Steuerungseinrichtung 1 abläuft.
  • Erzeugte Fertigungsaufträge 3 umfassen jeweils einen Montageinformationsbereich mit Montageanweisungen 31, Werkzeuglisten 33, aufbereiteten Auswirkungsanalysedaten 34 und Komponentenidentifikatoren 35. Die Auswirkungsanalysedaten 34 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel einer Fehler-Möglichkeits- und Einflußanalyse (FMEA – Failure Mode and Effects Analysis) zugeordnete Daten.
  • Zusätzlich weisen die Fertigungsaufträge 3 Auftragsnummern 32 zur eindeutigen Identifizierung und Gültigkeitsinformationen 36 für einen ausgewählten Zeitraum, bestimmte Getriebetypen, vorgegebene Fertigungsnummern, zulässige Produktionsstandorte und freigegebene Fertigungsstationen auf. Den Fertigungsstationen sind Auswerteeinheiten 611, 621, 631 zugeordnet, die anhand der Gültigkeitsinformationen 36 steuern, welche Fertigungsaufträge 3 automatisch an Anzeigeeinrichtungen 613, 623, 633 an vorgebbaren Fertigungsstationen über eine Datenbankschnittstelle angezeigt und wieder gelöscht werden.
  • Den Fertigungsstationen ist außerdem jeweils eine Eingabeeinheit 614, 624, 634 zugeordnet. An durch die Gültigkeitsinformationen 35 freigegebenen Fertigungsstationen werden Benutzerabfragen zur Eingabe von Statusinformationen 36 zu laufenden Montagearbeiten bereitgestellt. Die Statusinformationen 36 können an den Eingabeeinheiten 614, 624, 634 eingegeben werden. Durch einen Benutzer eingegebene Statusinformationen 36 werden dann direkt in ein aktualisiertes Montage- und Probelaufprotokoll 3 eingetragen, das in der Produktionssteuerungsdatenbank 4 gespeichert wird.
  • Die Datenverarbeitungseinrichtungen 6163 an den Fertigungsstationen weisen jeweils ein Prüfmodul zur automatischen Plausibilisierung von durch einen Benutzer eingegebenen Statusinformationen 36 auf, die anhand einer in der Produktionssteuerungsdatenbank 4 gespeicherten Regelbasis einer automatischen Plausibilitätsprüfung unterzogen werden. Bei Bedarf können Warnhinweise ausgegeben werden, die durch Hilfestellungen ergänzt sein können, insbesondere wenn Eingaben außerhalb von vorgegebenen Toleranzen liegen. Über eine zuverlässige und konsistente Bereitstellung von Montageanweisungen hinausgehend ermöglicht dies eine effiziente Einbindung von Fertigungsaufträgen 3 in eine durchgängige Statusüberwachung eines industriellen Fertigungsprozesses. Hierdurch wird eine erheblich gesteigerte Prozeßsicherheit erzielt. Auch eine zeitaufwendige Nachkontrolle von Fertigungsaufträgen 3 kann grundsätzlich entfallen.
  • Die Datenverarbeitungseinrichtungen 6163 dienen ferner zur Erfassung von Komponentenidentifikatoren von innerhalb eines Fertigungsauftrags an den Fertigungsstationen bearbeiteten bzw. montierten Komponenten und zu deren Zuordnung als Nachverfolgungsinformation zum jeweiligen Fertigungsauftrag. Die Nachverfolgungsinformation umfaßt zusätzlich eine Lokalisierungsinformation mit Angaben zu Ort bzw. Verbleib einer innerhalb eines Fertigungsauftrags zu bearbeitenden bzw. montierenden Komponente.
  • An einer grafischen Benutzeroberfläche einer Datenverarbeitungseinrichtung 6163 kann eine spezielle Schaltfläche vorgesehen sein, die ein digitales Signieren von Fertigungsaufträgen 3 von Montagearbeitern zu Qualitätssicherungszwecken ermöglicht. Vorzugsweise sind die Fertigungsaufträge 3 mehrsprachig ausgelegt und können während eines Bearbeitens in eine gewünschte Sprache umgeschaltet werden, die im jeweiligen Montage- und Probelaufprotokoll 3 hinterlegt ist. Damit ist gewährleistet, daß ein Montage- und Probelaufprotokoll 3 in einem internationalen Fertigungsverbund von allen zu involvierenden Mitarbeitern verstanden und bearbeitet werden kann.
  • Ein Zugriff auf die in der Produktionsteuerungsdatenbank 4 gespeicherten Vorlagen 2 und Fertigungsaufträge 3 wird über die Steuerungseinrichtung 1 bei Vorlage einer Zugriffsberechtigung auch Mitarbeitern an Arbeitplatzrechnern 7, 8 im Bereich Engineering/Entwicklung und Qualitätsmanagement eingeräumt. Mitarbeiter im Bereich Engineering/Entwicklung sind nämlich insbesondere an einer Erstellung von Vorlagen 2 für Fertigungsaufträge 3 beteiligt, während eine Auswertung von bearbeiteten Fertigungsaufträgen 3 Aufgabe des Qualitätsmanagements ist.
  • Die Anwendung der vorliegenden Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • WO 2010/044755 A1 [0003]

Claims (19)

  1. Verfahren zur Steuerung eines industriellen Fertigungsprozesses, der eine Vielzahl von Fertigungsschritten umfaßt, für eine Mehrzahl an Komponenten umfassende Produkte bei dem – in einer Produktionssteuerungsdatenbank Fertigungsaufträge angelegt werden, in denen jeweils zumindest einem zu fertigenden Produkt eine Mehrzahl von Komponenten zugeordnet wird, die im Rahmen des Fertigungsprozesse für das zu fertigende Produkt bearbeitet und/oder montiert werden, – zu jeder einem Abnahmeprozeß unterworfenen Komponente des zu fertigenden Produkts ein für jede einzelne Komponente individueller Komponentenidentifikator in der Produktionssteuerungsdatenbank erfaßt wird, dem eine Angabe von Komponentenmerkmalen zugeordnet ist, – ein Komponentenidentifikator bei einer Erfassung in der Produktionssteuerungsdatenbank auf Vollständigkeit, Plausibilität und Zuordnung zu einem Produkt überprüft und bei positivem Überprüfungsergebnis in der Produktionssteuerungsdatenbank gespeichert wird, – ein Fertigungsauftrag an einem zu fertigenden Produkt zugeordneten Fertigungsstationen mittels einer Datenbankschnittstelle und einer jeweiligen Ein-/Ausgabeeinheit abrufbar bereitgestellt wird, – an den Fertigungsstationen mittels jeweiliger Ein-/Ausgabeeinheiten innerhalb eines Fertigungsauftrags Komponentenidentifikatoren von bearbeiteten und/oder montierten Komponenten erfaßt und dem jeweiligen Fertigungsauftrag als Nachverfolgungsinformation zugeordnet werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem innerhalb eines Fertigungsauftrags durchgängig an sämtlichen einem zu fertigenden Produkt zugeordneten Fertigungsstationen eine Erfassung von Komponentenidentifikatoren erfolgt.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem die Nachverfolgungsinformation zusätzlich eine Lokalisierungsinformation mit Angaben zu Ort und/oder Verbleib einer innerhalb eines Fertigungsauftrags zu bearbeitenden und/oder montierenden Komponente umfaßt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Komponentenidentifikator Angaben zu Lieferant, Herstellungsdatum und/oder Charge umfaßt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem in der Produktionssteuerungsdatenbank auftragsneutrale Vorlagen für Fertigungsaufträge bereitgestellt werden, und bei dem Fertigungsaufträge anhand der auftragsneutralen Vorlagen erzeugt und in der Produktionssteuerungsdatenbank selektiv zum Abruf an vorgebbaren Fertigungsstationen bereitgestellt werden, und bei dem erzeugte Fertigungsaufträge jeweils einen Montageinformationsbereich mit Montageanweisungen, Werkzeuglisten und aufbereiteten Auswirkungsanalysedaten umfassen.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Fertigungsaufträge Gültigkeitsinformationen für einen ausgewählten Zeitraum, bestimmte Getriebetypen, vorgegebene Fertigungsnummern, zulässige Produktionsstandorte und/oder freigegebene Fertigungsstationen aufweisen, und bei dem anhand der Gültigkeitsinformationen Montage- und/oder Probelaufprotokolle automatisch an Anzeigeeinrichtungen an vorgebbaren Fertigungsstationen angezeigt und wieder gelöscht werden.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, bei dem an zumindest einer durch die Gültigkeitsinformationen freigegebenen Fertigungsstation eine Benutzerabfrage zur Eingabe von Statusinformationen zu laufenden Montagearbeiten bereitgestellt wird, und bei dem durch einen Benutzer eingegebene Statusinformationen direkt in den Fertigungsauftrag eingetragen werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem durch einen Benutzer eingegebene Statusinformationen einer automatischen Plausibilitätsprüfung anhand einer in der Produktionssteuerungsdatenbank gespeicherten Regelbasis unterzogen werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, bei dem die Auswirkungsanalysedaten einer Fehler-Möglichkeits- und Einflußanalyse (FMEA) zugeordnete Daten sind.
  10. System zur Steuerung eines eine Vielzahl von Fertigungsschritten umfassenden industriellen Fertigungsprozesses mit – einer Produktionssteuerungsdatenbank zur Speicherung von Fertigungsaufträgen, in denen jeweils zumindest einem zu fertigenden Produkt eine Mehrzahl von Komponenten zugeordnet sind, die im Rahmen des Fertigungsprozesse für das zu fertigende Produkt zu bearbeiten und/oder zu montieren sind, – einer mit der Produktionssteuerungsdatenbank verbundenen Steuerungseinrichtung zur Erfassung eines für jede einzelne Komponente individuellen Komponentenidentifikators in der Produktionssteuerungsdatenbank zu jeder einem Abnahmeprozeß unterworfenen Komponente des zu fertigenden Produkts, wobei dem Komponentenidentifikator eine Angabe von Komponentenmerkmalen zugeordnet ist, – einer der Steuerungseinrichtung zugeordneten Validierungseinheit zur Überprüfung eines Komponentenidentifikators auf Vollständigkeit, Plausibilität und Zuordnung zu einem Produkt bei einer Erfassung in der Produktionssteuerungsdatenbank und zu dessen Speicherung in der Produktionssteuerungsdatenbank bei positivem Überprüfungsergebnis, – mehreren jeweils einer Fertigungsstation zugeordneten Ein-/Ausgabeeinheiten zur abrufbaren Bereitstellung eines Fertigungsauftrags an einem zu fertigenden Produkt zugeordneten Fertigungsstationen über eine Datenbankschnittstelle, – mehreren jeweils einer Ein-/Ausgabeeinheit zugeordneten Datenverarbeitungseinrichtungen zur Erfassung von Komponentenidentifikatoren von innerhalb eines Fertigungsauftrags an den Fertigungsstationen bearbeiteten und/oder montierten Komponenten und zu deren Zuordnung als Nachverfolgungsinformation zum jeweiligen Fertigungsauftrag.
  11. System nach Anspruch 10, bei dem innerhalb eines Fertigungsauftrags durchgängig an sämtlichen einem zu fertigenden Produkt zugeordneten Fertigungsstationen eine Erfassung von Komponentenidentifikatoren erfolgt.
  12. System nach einem der Ansprüche 10 oder 11, bei dem die Nachverfolgungsinformation zusätzlich eine Lokalisierungsinformation mit Angaben zu Ort und/oder Verbleib einer innerhalb eines Fertigungsauftrags zu bearbeitenden und/oder montierenden Komponente umfaßt.
  13. System nach einem der Ansprüche 10 bis 12, bei dem der Komponentenidentifikator Angaben zu Lieferant, Herstellungsdatum und/oder Charge umfaßt.
  14. System nach einem der Ansprüche 10 bis 13, bei dem in der Produktionssteuerungsdatenbank auftragsneutrale Vorlagen für Fertigungsaufträge gespeichert sind, und bei dem die Steuerungseinrichtung zur Erzeugung von Fertigungsaufträgen anhand der auftragsneutralen Vorlagen und zur selektiven Bereitstellung von erzeugten Fertigungsaufträgen in der Produktionssteuerungsdatenbank zum Abruf an vorgebbaren Fertigungsstationen, wobei erzeugte Fertigungsaufträge jeweils einen Montageinformationsbereich mit Montageanweisungen, Werkzeuglisten und aufbereiteten Auswirkungsanalysedaten umfassen.
  15. System nach Anspruch 14, bei dem die Fertigungsaufträge Gültigkeitsinformationen für einen ausgewählten Zeitraum, bestimmte Getriebetypen, vorgegebene Fertigungsnummern, zulässige Produktionsstandorte und/oder freigegebene Fertigungsstationen aufweisen, und bei dem Fertigungsstationen zugeordnete Auswerteeinheiten zum automatischen zeitlich begrenzten Anzeigen von Fertigungsaufträgen an Anzeigeeinrichtungen vorgebbarer Fertigungsstationen anhand der Gültigkeitsinformationen vorgesehen sind.
  16. System nach einem der Ansprüche 14 oder 15, bei dem Fertigungsstationen zugeordnete Eingabeeinheiten zur Benutzerabfrage von Statusinformationen zu laufenden Montagearbeiten an zumindest einer durch die Gültigkeitsinformationen freigegebenen Fertigungsstation vorgesehen sind, und bei dem den Eingabeeinheiten zugeordnete Datenverarbeitungseinrichtungen über eine Datenbankschnittstelle mit der Produktionssteuerungsdatenbank verbunden sind, wobei durch einen Benutzer eingegebene Statusinformationen direkt in den Fertigungsauftrag eintragbar sind.
  17. System nach Anspruch 16, bei dem die Datenverarbeitungseinrichtungen Prüfmodule zur automatischen Plausibilisierung von durch einen Benutzer eingegebenen Statusinformationen anhand einer in der Produktionssteuerungsdatenbank gespeicherten Regelbasis umfassen.
  18. System nach einem der Ansprüche 14 bis 17, bei dem die Auswirkungsanalysedaten einer Fehler-Möglichkeits- und Einflußanalyse (FMEA) zugeordnete Daten sind.
  19. Steuerungsprogramm zur Steuerung eines eine Vielzahl von Fertigungsschritten umfassenden industriellen Fertigungsprozesses industriellen Fertigungsprozesses, das in einen Arbeitsspeicher einer Steuerungseinrichtung ladbar ist und zumindest einen durch einen Prozessor der Steuerungseinrichtung verarbeitbaren Codeabschnitt aufweist, bei dessen Ausführung – in einer Produktionssteuerungsdatenbank Fertigungsaufträge angelegt werden, in denen jeweils zumindest einem zu fertigenden Produkt eine Mehrzahl von Komponenten zugeordnet wird, die im Rahmen des Fertigungsprozesse für das zu fertigende Produkt bearbeitet und/oder montiert werden, – zu jeder einem Abnahmeprozeß unterworfenen Komponente des zu fertigenden Produkts ein für jede einzelne Komponente individueller Komponentenidentifikator in der Produktionssteuerungsdatenbank erfaßt wird, dem eine Angabe von Komponentenmerkmalen zugeordnet ist, – ein Komponentenidentifikator bei einer Erfassung in der Produktionssteuerungsdatenbank auf Vollständigkeit, Plausibilität und Zuordnung zu einem Produkt überprüft und bei positivem Überprüfungsergebnis in der Produktionssteuerungsdatenbank gespeichert wird, – ein Fertigungsauftrag an einem zu fertigenden Produkt zugeordneten Fertigungsstationen mittels einer Datenbankschnittstelle und einer jeweiligen Ein-/Ausgabeeinheit abrufbar bereitgestellt wird, – an den Fertigungsstation mittels jeweiliger Ein-/Ausgabeeinheiten innerhalb eines Fertigungsauftrags Komponentenidentifikatoren von bearbeiteten und/oder montierten Komponenten erfaßt und dem jeweiligen Fertigungsauftrag als Nachverfolgungsinformation zugeordnet werden, wenn das Steuerungsprogramm in der Steuerungseinrichtung abläuft.
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