DE102011003258A1 - Baukastensystem zum alternativen Bau eines Elektropersonenkraftfahrzeugs oder eines Elektronutzfahrzeugs - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Baukastensystem (1) zum alternativen Bau eines Elektropersonenkraftfahrzeugs oder eines Elektronutzfahrzeugs mit einem Chassis-/Antriebsmodul (2) und einem damit alternativ verbindbaren Pkw-Aufbau (3) oder einem Lkw-Aufbau (4). Hierdurch kann die Fertigung von Elektrofahrzeugen flexibler und wirtschaftlicher gestaltet werden.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Baukastensystem zum alternativen Bau eines Elektropersonenkraftfahrzeugs oder eines Elektronutzfahrzeugs. Die Erfindung betrifft außerdem ein mit diesem Baukastensystem hergestelltes Elektropersonenkraftfahrzeug bzw. ein Elektronutzfahrzeug.
- Aufgrund ständig steigender Umweltauflagen und strenger werdender Umweltvorschriften, rücken zunehmend Hybrid- und Elektrofahrzeuge in den Fokus der Automobilentwicklung, wobei aufgrund stetig steigender Kapazitäten moderner Fahrzeugbatterien auch Elektronutzfahrzeuge zunehmend an Bedeutung gewinnen. Aus dem herkömmlichen Fahrzeugbau ist dabei bekannt, dass zu einer rationellen und wirtschaftlichen Fertigung von Kraftfahrzeugen in vielen unterschiedlichen Ausstattungslinien möglichst viele gleiche Komponenten verbaut sein sollten.
- Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, insbesondere die Fertigung von Elektropersonenkraftfahrzeugen und Elektronutzfahrzeugen zu vereinfachen und damit wirtschaftlicher zu machen.
- Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, ein Baukastensystem anzugeben, mit welchem einfach und schnell wahlweise entweder ein Elektropersonenkraftfahrzeug oder alternativ ein Elektronutzfahrzeug herstellbar ist. Hierzu weist das erfindungsgemäße Baukastensystem einziges Chassis-/Antriebsmodul sowie einen damit verbindbaren PKW-Aufbau und einen LKW-Aufbau auf. Zur Herstellung eines Elektronutzfahrzeuges muss bei dem erfindungsgemäßen Baukastensystem somit lediglich der LKW-Aufbau mit dem Chassis-/Antriebsmodul verbunden werden, wogegen zur Fertigung eines Elektropersonenkraftfahrzeuges der PKW-Aufbau mit dem ansonsten gleichen Chassis-/Antriebsmodul verbunden werden muss. Das Chassis-/Antriebsmodul ist somit für beide Fahrzeugalternativen gleich.
- Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung, ist der PKW-Aufbau oder der LKW-Aufbau mit dem Chassis-/Antriebsmodul verklebt oder verschraubt. Insbesondere das Verkleben ermöglicht eine schnelle und rationelle Fertigung des Elektronutzfahrzeugs bzw. eines entsprechenden Elektropersonenkraftfahrzeugs, wogegen das Verschrauben der alternativen Aufbauten mit dem Chassis-/Antriebsmodul auch ein späteres Umrüsten von einem Elektronutzfahrzeug zu einem Elektropersonenkraftfahrzeug oder umgekehrt erlaubt. Beiden alternativen Verbindungstechniken ist dabei gemein, dass diese einen Toleranzausgleich ermöglichen, da ein Verschrauben bzw. Verkleben des PKW-Aufbaus oder des LKW-Aufbaus mit dem Chassis-/Antriebsmodul in ausschließlich zwei Ebenen erfolgt. Der Winkel zwischen diesen beiden Ebenen ist dabei generell frei wählbar.
- Zweckmäßig umfasst das Chassis-/Antriebsmodul eine Antriebseinrichtung, insbesondere einen Elektromotor, eine Fahrzeugbatterie, ein Fahrgestell, Versorgungsleitungen sowie Wahlkomponenten, wie beispielsweise eine Klimaanlage. Das Chassis-/Antriebsmodul umfasst somit sämtliche zum Fahren des Elektrofahrzeugs benötigte Komponenten, wie beispielsweise Pedale, Lenkung etc. sowie alle für das jeweilige Elektrofahrzeug gewählten Wahlkomponenten, wie beispielsweise individuelle Sitze oder Klimaanlagen.
- Generell ist dabei das Chassis-/Antriebsmodul standardisiert ausgeführt und ermöglicht dadurch eine hohe Straffung des Fertigungsprozess und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit.
- Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
- Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verfassen.
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
- Dabei zeigen, jeweils schematisch,
-
1 ein erfindungsgemäßes Baukastensystem, -
2 eine Detaildarstellung eines Chassis-/Antriebsmoduls sowie zugehöriger Verbindungsebenen bei einem PKW-Aufbau oder einem LKW-Aufbau. - Entsprechend der
1 , weist ein erfindungsgemäßes Baukastensystem1 zum alternativen Bau eines Elektropersonenkraftfahrzeuges oder eines Elektronutzfahrzeuges, ein Chassis-/Antriebsmodul2 sowie einen alternativ damit verbindbaren PKW-Aufbau3 (gestrichelte Linie) oder einen LKW-Aufbau4 auf. - Das Chassis-Antriebsmodul
2 ist somit zur Realisierung des Elektropersonenkraftfahrzeugs bzw. des Elektronutzfahrzeugs gleich und wird lediglich mit einem der beiden alternativen Aufbau3 ,4 verbunden, wodurch eine straffe und besonders flexible Fertigung von Elektrofahrzeugen möglich ist. - Der PKW-Aufbau
3 bzw. der LKW-Aufbau4 wird üblicherweise mit dem Chassis-Antriebsmodul2 verklebt oder verschraubt, wobei das Verkleben eine schnelle und zuverlässige Verbindung gewährleistet, ebenso wie das Verschrauben, wogegen das Verschrauben zusätzlich die Möglichkeit einer Demontage des jeweiligen Aufbaus3 ,4 vom Chassis-/Antriebsmodul2 ermöglicht. - Betrachtet man die
2 , so kann man erkennen, dass insbesondere ein Verkleben des PKW-Aufbaus3 oder des LKW-Aufbaus4 mit dem Chassis-/Antriebsmodul2 in ausschließlich zwei Ebenen5 und6 erfolgt, wodurch ein dreidimensionaler Toleranzausgleich in x-, y- und z-Richtung möglich ist. Der Winkel zwischen den beiden Ebenen5 ,6 ist dabei wählbar. Für eine optimale Gestaltung einer umlaufenden Klebenaht zur Verbindung des Aufbaus3 ,4 mit dem Chassis-/Antriebsmodul2 sollte eine speziell hierauf abgestimmte Konstruktion des Chassis-/Antriebsmoduls2 und insbesondere dessen Rahmenstruktur erfolgen, die den Verlauf einer Klebenaht in zwei Ebenen5 ,6 ermöglicht. Eine geringe Vergrößerung einer Einstiegshöhe für eine zweite Sitzreihe bei einem Elektropersonenkraftfahrzeug gegenüber einem vergleichbaren konventionell angetriebenen Fahrzeug dürfte aufgrund des im Vergleich insgesamt höheren Aufbaus nur wenig ins Gewicht fallen. - Betrachtet man die
1 , so kann man erkennen, dass eine Trennung zwischen dem Chassis-/Antriebsmodul2 und den beiden Aufbauten3 ,4 über eine diagonale Ebene erfolgt, so dass beispielsweise eine Hinterachse7 noch Bestandteil des jeweiligen Aufbaus3 ,4 ist. Selbstverständlich ist alternativ auch eine horizontale Trennebene denkbar, bei welcher das Chassis-/Antriebsmodul2 das komplette Fahrgestell, das heißt eine Vorderachse8 und die Hinterachse7 umfasst. Generell umfasst das Chassis-/Antriebsmodul2 eine Antriebseinrichtung, beispielsweise einen Elektromotor, eine Fahrzeugbatterie9 (vgl.2 ), ein Fahrgestell, entsprechende Versorgungsleitungen sowie zusätzliche Wahlkomponenten, wie beispielsweise eine Klimaanlage. - Mit dem erfindungsgemäßen Baukastensystem
1 ist somit ein äußerst flexibler und wirtschaftlicher Fertigungsprozess von Elektrofahrzeugen möglich.
Claims (5)
- Baukastensystem (
1 ) zum alternativen Bau eines Elektropersonenkraftfahrzeugs oder eines Elektronutzfahrzeugs mit einem Chassis-/Antriebsmodul (2 ) und einem damit alternativ verbindbaren Pkw-Aufbau (3 ) oder einem Lkw-Aufbau (4 ). - Baukastensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Pkw-Aufbau (
3 ) oder der Lkw-Aufbau (4 ) mit dem Chassis-/Antriebsmodul (2 ) verklebt oder verschraubt ist. - Baukastensystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verkleben des Pkw-Aufbaus (
3 ) oder des Lkw-Aufbaus (4 ) mit dem Chassis-/Antriebsmodul (2 ) in ausschließlich zwei Ebenen (5 ,6 ) erfolgt, wodurch ein dreidimensionaler Toleranzausgleich möglich ist. - Baukastensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Chassis-/Antriebsmodul (
2 ) eine Antriebseinrichtung, eine Fahrzeugbatterie (9 ), ein Fahrgestell, Versorgungsleitungen sowie Wahlkomponenten, wie beispielsweise eine Klimaanlage, umfasst. - Elektropersonenkraftwagen oder Elektronutzfahrzeug, hergestellt aus einem Baukastensystem (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE201110003258 DE102011003258A1 (de) | 2011-01-27 | 2011-01-27 | Baukastensystem zum alternativen Bau eines Elektropersonenkraftfahrzeugs oder eines Elektronutzfahrzeugs |
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| DE201110003258 DE102011003258A1 (de) | 2011-01-27 | 2011-01-27 | Baukastensystem zum alternativen Bau eines Elektropersonenkraftfahrzeugs oder eines Elektronutzfahrzeugs |
Publications (1)
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| DE102011003258A1 true DE102011003258A1 (de) | 2012-08-02 |
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| DE201110003258 Withdrawn DE102011003258A1 (de) | 2011-01-27 | 2011-01-27 | Baukastensystem zum alternativen Bau eines Elektropersonenkraftfahrzeugs oder eines Elektronutzfahrzeugs |
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|---|---|
| DE (1) | DE102011003258A1 (de) |
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2011
- 2011-01-27 DE DE201110003258 patent/DE102011003258A1/de not_active Withdrawn
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