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DE102011002241A1 - Bautechnisches Schalungssystem - Google Patents

Bautechnisches Schalungssystem Download PDF

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DE102011002241A1
DE102011002241A1 DE102011002241A DE102011002241A DE102011002241A1 DE 102011002241 A1 DE102011002241 A1 DE 102011002241A1 DE 102011002241 A DE102011002241 A DE 102011002241A DE 102011002241 A DE102011002241 A DE 102011002241A DE 102011002241 A1 DE102011002241 A1 DE 102011002241A1
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DE
Germany
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formwork
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formwork system
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102011002241A
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English (en)
Inventor
Holger Zschage
Torsten Miehe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Elmenhorst Bauspezialartikel & Co KG GmbH
Original Assignee
Elmenhorst Bauspezialartikel & Co KG GmbH
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Publication date
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04GSCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
    • E04G13/00Falsework, forms, or shutterings for particular parts of buildings, e.g. stairs, steps, cornices, balconies foundations, sills
    • E04G13/04Falsework, forms, or shutterings for particular parts of buildings, e.g. stairs, steps, cornices, balconies foundations, sills for lintels, beams, or transoms to be encased separately; Special tying or clamping means therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Forms Removed On Construction Sites Or Auxiliary Members Thereof (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein bautechnisches Schalungssystem (100), insbesondere zur Bildung eines Ringankers auf der Krone (10) eines Mauerkörpers (11), mit einem ersten Schalungselement (12) und mit einem zum ersten Schalungselement (12) beabstandet angeordneten zweiten Schalungselement (13), wobei zwischen den Schalungselementen (12, 13) ein Schalungsraum (14) gebildet ist, und wobei Distanzelemente (15) zur haltenden Anordnung der Schalungselemente (12, 13) zueinander vorgesehen sind. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Distanzelemente (15) in einer Position zwischen einer Unterkante und einer Oberkante der Schalungselemente (12, 13) zwischen diesen angeordnet sind.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein bautechnisches Schalungssystem, insbesondere zur Bildung eines Ringankers auf der Krone eines Mauerkörpers, mit einem ersten Schalungselement und mit einem zum ersten Schalungselement beabstandet angeordneten zweiten Schalungselement, wobei zwischen den Schalungselementen ein Schalungsraum gebildet ist, wobei der Schalungsraum bevorzugt nach unten, das heißt zur Unterseite des Schalungssystems hin, zumindest teilweise offen ist, so dass sich eine Verbindung zwischen Beton und Mauerkrone einstellen kann. Ferner sind Distanzelemente zur haltenden Anordnung der Schalungselemente zueinander vorgesehen.
  • Die Distanzelemente können sich etwa senkrecht zur Oberfläche der Schalungselemente zwischen diesen erstrecken, und in regelmäßigen Abständen können die Distanzelemente parallel zueinander zwischen den Schalungselementen angebracht werden. Die Schalungselemente, die beispielsweise als zementgebundene Holzfaserplatten ausgeführt sein können, können an den Stirnseiten der Distanzelemente befestigt werden, wobei bekannt ist, die Distanzelemente an den unteren Endkanten der Schalungselemente anzuordnen. Folglich schließen die Schalungselemente mit ihren Unterkanten mit der Mauerkrone des Mauerkörpers bündig ab. Nachteilhafterweise entsteht dabei ein eher instabiles Schalungssystem, und es müssen häufig zusätzliche Stabilisierungen vorgesehen werden, die die sich gegenüberstehenden Schalungselementen an weiteren Stellen miteinander verbinden.
  • Bevorzugt betrifft die vorliegende Erfindung solche Schalungssysteme, bei denen die Schalungselemente bzw. Schalungsplatten nicht im Bauwerk verbleiben, sondern nach der Betonierung demontiert und entfernt werden. Die Entfernung der Schalungselemente kann bspw. aus statischen, feuerwiderstands- oder sonstigen Gründen geboten sein.
  • STAND DER TECHNIK
  • In der DE 20 2005 014 402 U1 sind Verbindungselemente in Form von U-Bügeln gezeigt, durch die Schalungselemente zur Bildung einer Ringbalkenschalung in sich gegenüberstehender, gleich beabstandeter Weise zueinander befestigt sind. Zwischen den Schalungselementen wird ein Schalungsraum gebildet, der insbesondere nach dem Einsetzen eines Bewehrungskorbes mit Beton aufgefüllt werden kann. Nach dem Aushärten des Betons verbleiben die Schalungselemente als sogenannte ”verlorene Schalungssysteme” im Baukörper. Die U-Bügel sind aus Metall hergestellt, die ein aufwendiges Herstellungsverfahren erfordern. Würden die Schalungselemente nach dem Aushärten des Betons entnommen werden, so würden die senkrechten Abschnitte der aus Metall hergestellten U-förmigen Distanzelemente bereichsweise die Außenseite des Ringankers bilden, wodurch Nachteile in der Dauerhaftigkeit des Ringankers entstehen und insbesondere Korrosionsprobleme auftreten würden. Daher werden solche Schalungssysteme in der Regel als verlorene Schalungssysteme vorgesehen.
  • In 3 ist ein weiteres bautechnisches Schalungssystem gemäß dem Stand der Technik gezeigt, bei dem jedoch die Schalungselemente nach der Betonierung wieder entnommen werden können. Zur Anordnung der Schalungselemente 12 und 13 dient ein Haltebügel 22, der auf der Mauerkrone 10 aufliegt und über den Mauerkörper 11 hinausragende Bügelenden 23 aufweist. Die Bügelenden 23 sind so ausgeführt, dass die Schalungselemente 12 und 13. in den Bügelenden 23 eingesetzt werden können, um anschließend, insbesondere nach Anordnung eines Bewehrungskorbes im Schalungsraum 14, den Schalungsraum 14 mit Beton aufzugießen. Nach dem Aushärten des Betonkörpers können die Schalungselemente 12 und 13 wieder entnommen werden, jedoch müssen die Bügelenden 23 nach dem Aushärten des Betonkörpers im Schalungsraum 14 aufwendig abgetrennt werden.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein bautechnisches Schalungssystem zu schaffen, bei welchem die Schalungselemente nach dem Betonieren entfernt werden können, das einfach aufgebaut ist und das aus möglichst kostengünstigen, einfach verfügbaren Elementen besteht. Insbesondere ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schalungssystem derart weiterzubilden, dass dieses bereits durch einen verbesserten Aufbau eine hohe Steifigkeit aufweist.
  • Diese Aufgabe wird mit einem bautechnischen Schalungssystem mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass die Distanzelemente in einer Position oberhalb einer Unterkante und unterhalb einer Oberkante der Schalungselemente zwischen diesen angeordnet sind, so dass die Distanzelemente jeweils innerhalb des Schalungsraumes und beabstandet sowohl zu einer Oberseite als auch zu einer Unterseite des Schalungssystems angeordnet sind. Die Ober- und Unterseite des Schalungssystems wird jeweils durch eine virtuelle Verbindungslinie bzw. Verbindungsfläche zwischen den Unterkanten bzw. den Oberkanten des ersten und des zweiten Schalungselementes gebildet. Bei ungleichen Höhen der Schalungselemente und dadurch entstehenden nicht-horizontalen, sondern schräg ausgerichteten virtuellen Verbindungsflächen sind Distanzelemente jeweils beabstandet zum Punkt der geringsten Höhe bzw. geringsten Distanz der Ober- bzw. Unterseite des Schalungssystems angeordnet. Durch eine derartige Ausbildung des Schalungssystems und der Anordnung der Distanzelemente entfernt von der Ober- oder Unterseite des Schalungssystems ergibt sich unterhalb der Distanzelemente ein unterseitiger Teilabschnitt der Schalungselemente. Wenn das Schalungssystem nunmehr auf einen Baukörper, insbesondere eine Krone eines Mauerkörpers, aufgesetzt wird, kommen zweckmäßigerweise die Distanzelemente auf der Krone des Mauerkörpers zur Anlage und gleichzeitig liegen die unterseitigen Teilabschnitte der Schalungselemente seitlich am Mauerkörper an bzw. sind seitlich benachbart zu diesem angeordnet.
  • Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung des Schalungssystems liegt in der bereits in sich stabilen Struktur. Wenn der oberseitig der Distanzelemente vorhandene Schalungsraum mit Beton aufgefüllt wird, werden die Schalungselemente auseinander gedrückt, und die Distanzelemente werden auf Zug belastet. Da jedoch der unterseitige Teilabschnitt gegen die Außenseite des Mauerkörpers drücken kann, werden die Schalungselemente durch den Mauerkörper abgestützt und damit stabilisiert.
  • Werden die Schalungselemente nach dem Aushärten des Ringankers entnommen, so ragen in seitlicher Richtung des Mauerkörpers keine Bügelenden mehr hervor. Lediglich die Stirnseiten der Distanzelemente weisen zur Außenseite des Ringankers. Hierdurch entfällt der Arbeitsschritt des Abtrennens der Bügelenden.
  • Ferner ist es mit dem erfindungsgemäßen Schalungssystem bei entsprechender Dimensionierung bzw. Ablängung der Distanzelemente möglich, das Schalungssystem mittels Klemmsitz auf dem Mauerkörper zu befestigen. Insbesondere kann dies hierdurch erreicht werden, dass die ersten und zweiten Schalungselemente in ihrem oberen Bereich vor dem Aufsetzen auf die Mauerkrone von einem Benutzer leicht zusammengedrückt werden. Hierdurch spreizt sich der untere Bereich des Schalungssystems auf, bzw. die unteren Abschnitte der beiden Schalungselemente bewegen sich voneinander weg. Entsprechend kann eine ausreichende lichte Weite zwischen den Schalungselementen im unteren Bereich geschaffen werden, so dass diese auf den Mauerkörper aufgesetzt werden können. Wird nunmehr der Druck im oberen Bereich durch den Benutzer entfernt, klemmen sich die unterseitigen Teilabschnitte der Schalungselemente am Mauerkörper fest. Hierdurch ist es vorteilhafterweise möglich, auf weitere Verbindungsmittel zur Fixierung des Schalungssystems am Mauerkörper vollständig zu verzichten. Grundsätzlich ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass solche Verbindungsmittel zusätzlich vorgesehen werden.
  • Die Verbindung zwischen Distanzelement und erstem und zweitem Schalungselement ist derart auszubilden, dass das Distanzelement zwar fest an den Schalungselementen fixiert, insbesondere auch lagefixiert, ist, jedoch ein zusammendrücken bzw. voneinander wegbewegen im oberen und unteren Randbereich der Schalungselemente zumindest geringfügig noch möglich ist. Hierfür entspricht die Höhe der Distanzelemente zweckmäßigerweise nicht mehr als 20%, bevorzugt nicht mehr als 15%, besonders bevorzugt nicht mehr als 10% der Höhe des Schalungssystems bzw. der Höhe der Schalungselemente.
  • Ferner ist es in diesem Zusammenhang zweckmäßig, dass der Abstand der Distanzelemente zur Unterseite des Schalungssystems bzw. zur Unterkante der Schalungselemente zwischen 3% und 50%, bevorzugt zwischen 5% und 25%, besonders bevorzugt zwischen 10% und 20% der Höhe des Schalungssystems und/oder der Höhe eines Schalungselementes beträgt. Durch derartige Dimensionierung kann vorteilhafterweise erreicht werden, dass ein ausreichend stabiler Sitz bzw. Klemmsitz auf der Mauerkrone erfolgt und gleichzeitig ein leichtes Zusammendrücken der Schalungselemente im oberen Randbereich möglich ist.
  • Damit die Schalungselemente nach dem Betonieren entnommen werden können, muss die Länge der Distanzelemente mindestens der Breite des Mauerkörpers entsprechen. Zweckmäßigerweise können die Distanzelement geringfügig über die Breite des Mauerkörpers hinausragen. Beispielsweise können die Distanzelemente 2 mm bis 4 mm länger sein als die Breite des Mauerwerkes. Damit können nicht vollständig lotrechte Mauerwerke ausgeglichen werden.
  • Im unterseitigen Teilabschnitt zwischen den Schalungselementen und dem Mauerkörper kann ein Dichtmaterial vorgesehen sein, das vorzugsweise an der Innenseite der Schalungselemente haltend angeordnet bzw. befestigt ist. Das Dichtmaterial kann ein Schaumstoffmaterial aufweisen, das insbesondere als Bandmaterial ausgebildet ist und entlang der Längserstreckung der Schalungselemente im Bereich des unterseitigen Teilabschnittes an deren Innenseite anordbar ist. Derartige Dichtmaterialien sind beispielsweise unter dem Begriff der ”Kompribänder”, die eine Trägerseite aufweisen und auf der ein Schaumstoffmaterial aufgebracht ist, bekannt. Das bandartige Dichtmaterial kann entlang der Längserstreckung der Schalungselemente innenseitig an den unterseitigen Teilabschnitten aufgeklebt werden, sodass die Dichtbänder selbsthaltend an den Teilabschnitten der Schalungselemente angebracht werden können.
  • Durch das Dichtmaterial zwischen der Krone des Mauerkörpers und den Schalungselementen wird insbesondere verhindert, dass Beton, insbesondere die Betonmilch, aus dem Schalungsraum auslaufen und beispielsweise am Mauerkörper herunterlaufen kann. Das vorgeschlagene Schalungssystem kann vorzugsweise für flache, schlanke Mauerkörper verwendet werden, auf denen ebenfalls schlank ausgebildete Ringanker erforderlich sind, die der Breite des Mauerkörpers angepasst sind.
  • Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal des erfindungsgemäßen Schalungssystems können die Distanzelemente mittels je wenigstens einem und vorzugsweise zwei Verbindungselementen mit den Schalungselementen verbindbar sein, wobei zur Befestigung der Verbindungselemente mit der Stirnseite der Distanzelemente in diesen ein jedem Verbindungselement zugeordnetes Loch vorhanden ist. Die Verbindungselemente können vorzugsweise aus Edelstahlmaterial hergestellt sein, insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Verbindungselemente als Schrauben aus einem Edelstahlmaterial ausgeführt sind. Durch die Verwendung von Edelstahl für die Verbindungselemente zur Anordnung der Schalungselemente an den Distanzelementen kann vermieden werden, dass sich Korrosion bilden kann.
  • Neben der Verwendung von Schrauben als Verbindungselemente können die Verbindungselemente beispielsweise auch als Nageldübel ausgeführt sein. Um die Verbindungselemente durch die Schalungselemente hindurch zu führen, können in den Schalungselementen mit den Löchern in den Stirnseiten der Distanzelemente korrespondierende Löcher vorhanden sein, sodass die Verbindungselemente zunächst durch die Löcher in den Schalungselementen hindurchgeführt und anschließend in die Löcher in den Stirnseiten der Distanzelemente eingebracht werden. Die Löcher in den Schalungselementen können den entsprechenden Abstand zur Unterkante der Schalungselemente aufweisen, um den unterseitigen Teilabschnitt bei Fertigstellung des Schalungssystems zu schaffen.
  • Nach einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalungssystems können im oberen, dem Mauerkörper fernen bzw. abgewandten Bereich zwischen den Schalungselementen Halteelemente angeordnet werden. Diese können mittels Profilelementen an den Schalungselementen angeordnet sein, wobei die Halteelemente vorzugsweise ein Stahlmaterial und die Profilelemente vorzugsweise ein Aluminiummaterial umfassen können. Die Halteelemente können lediglich zur optionalen Unterstützung der Schalungselemente dienen, wobei durch die erfindungsgemäße Ausführung der Schalungselemente mit den unterseitigen Teilabschnitten zur seitlichen Anlage gegen den Mauerkörper die Haltebügel zwischen den Schalungselementen nicht grundsätzlich erforderlich sind. In Abhängigkeit der Abmessungen des Schalungssystems und des zu bildenden Ringankers können sie jedoch dennoch zweckmäßig sein. Dabei können je nach Anwendungsfall die Halteelemente entweder auf Zug oder auf Druck belastet werden. Die Halteelemente zwischen den Schalungselementen nehmen eine Druckkraft auf, wenn die Schalungselemente mit ihren unterseitigen Teilabschnitten gegen die Seitenbereiche des Mauerkörpers vorgespannt werden. Die Halteelemente nehmen eine Zugkraft auf, wenn das Gewicht des in den Schalungsraum eingebrachten Betonkörpers vor seiner Aushärtung die Schalungselemente mit einer Kraft auseinanderdrückt, die von den
  • Verbindungselementen in den Distanzelementen nicht mehr gehalten werden kann.
  • Mit weiterem Vorteil können die Distanzelemente aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet sein, wobei das Kunststoffmaterial der Distanzelemente insbesondere ein glasfaserverstärktes und/oder ein kohlefaserverstärktes Kunststoffmaterial und/oder ein WPC-Material aufweist, und wobei das Kunststoffmaterial vorzugsweise ein glasfaserverstärktes und/oder ein kohlefaserverstärktes Mischpolymerisat umfassend Polyethylen und/oder Polypropylen aufweist. Die Distanzelemente können damit alternativ zum starren, in der Handhabung und in der Anpassung unflexiblen Stahlwerkstoff einen Kunststoff umfassen. Dabei kann es hinreichend sein, die Distanzelemente als gerade, abgelängte Elemente bereitzustellen, ohne die Distanzelemente in einer U-Bügelform zu verwenden. Folglich ergeben sich Vorteile sowohl bezüglich einer kostengünstigen Bereitstellung der Distanzelemente als auch bezüglich der Verarbeitung der Distanzelemente zur Bildung des bautechnischen Schalungssystems. Die Distanzelemente können auf einfache Weise zwischen den Schalungselementen angeordnet und mit diesen befestigt werden, wobei lediglich die Länge der Distanzelemente an den erforderlichen Abstand der Schalungselemente zueinander angepasst sein muss, oder die Distanzelemente können auf einfache Weise, insbesondere in situ, in der Länge verändert werden, wenn der Abstand der Schalungselemente entsprechend angepasst oder verändert werden soll. Da die Schalungselemente nach dem Betonieren entfernt werden, liegen die Endabschnitte der Distanzelemente in der Außenoberfläche des Bauteils. Entsprechend ist aus Korrosionsschutzgründen das Kunststoffmaterial zur Ausbildung der Distanzelemente gegenüber dem Stahlwerkstoff vorteilhaft. Diese Vorteile können mit U-Bügeln aus einem Stahlwerkstoff nicht umgesetzt werden, sodass sich aus der Verwendung von Kunststoffmaterial zur Bildung von Distanzelementen zwischen Schalungselementen für ein bautechnisches Schalungssystem die genannten Vorteile ergeben.
  • Unter dem Begriff ”Kunststoffmaterial” sind sowohl solche Werkstoffe zu verstehen, die vollständig aus Kunststoffen bestehen, als auch solche, die zusätzlich zu Kunststoffen noch weitere Materialien bzw. Materialkomponenten, die nicht aus Kunststoff bestehen, umfassen. Unter dem Begriff ”WPC-Material” sind sogenannte ”wood, plastic, composits” oder auch ”Holz-Kunstsoff-Verbundwerkstoffe” zu verstehen. Dies sind generell Verbundwerkstoffe, die aus unterschiedlichen Anteilen von Holz – typischerweise Holzmehl – Kunststoffen und ggf. Additiven hergestellt werden. Beispielsweise kann der Holzfaser – bzw. – mehlanteil 50% bis 90% des Gesamtmaterials bezogen auf das Gewicht, betragen. Als Kunststoffe werden WPC-Materialien häufig Polypropylen oder auch Polyethylen beigesetzt. Distanzelemente aus einem solchen Material bieten eine gute Feuchteresistenz sowie eine sehr hohe Steifigkeit und einen geringeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten.
  • Mit noch weiterem Vorteil können die Distanzelemente leistenförmig oder plattenförmig ausgebildet sein, insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Distanzelemente quaderförmig ausgebildet sind, und die Höhe des rechteckförmigen Querschnitts kann etwa 1 cm bis 3 cm, bevorzugt 2 cm, und die Breite des rechteckförmigen Querschnitts kann etwa 4 cm bis 6 cm, bevorzugt 5 cm, betragen. Die Quaderform der Distanzelemente ist vorzugsweise länglich ausgeführt, sodass die Distanzelemente eine Leistenform annehmen. Sind die Distanzelemente besonders flach ausgebildet, können diese auch eine plattenförmige Gestalt einnehmen. Die Distanzelemente können einen rechteckigen Querschnitt aufweisen, wobei der Querschnitt alternativ auch andersartig, beispielsweise rund, sein kann.
  • In den Distanzelementen können Löcher, vorzugsweise Durchgangslöcher, vorgesehen sein, in welche Verbindungselemente fügbar sind, um die Distanzelemente und damit das Schalungssystem mit der Krone des Mauerkörpers zu verbinden. Damit wird insbesondere sichergestellt, dass beim Eingießen des Betons in den Schalungsraum das Schalungssystem auf der Krone des Mauerkörpers nicht mehr verrutscht. Die Verbindungselemente können Nageldübel, Schrauben oder dergleichen sein. Alternativ zu Löchern in den Distanzelementen können die Verbindungselemente auch als Klammern oder Schellen ausgeführt sein, die in die Krone der Mauer eingesetzt werden können und die Distanzelemente umgreifen.
  • Die Distanzelemente können weiterhin Mittel zur Auflage und/oder Befestigung eines im Schalungsraum angeordneten Bewehrungskorbes aufweisen, welche Mittel vorzugsweise Befestigungsschellen und/oder in den Schalungsraum weisende Löcher, in den Distanzelementen umfassen, in die Befestigungselemente zur Befestigung des Bewehrungskorbes einbringbar sind. Durch die bevorzugte Höhe der Distanzelemente von beispielsweise 1 cm bis 3 cm, besonders bevorzugt 2 cm, ist ein hinreichender Randabstand der Bewehrung erreicht, um eine notwendige Betondeckung zu schaffen. Durch die Befestigung des Bewehrungskorbes an den Distanzelementen kann der Bewehrungskorb im Schalungsraum sicher fixiert werden, sodass beim Eingießen des Betons ein Wegschwemmen des Bewehrungskorbes verhindert wird. Im Ergebnis kann der Bewehrungskorb durch einfache Mittel in der gewünschten Position fixiert werden. Die Distanzelemente nehmen damit sowohl die Funktion der Anordnung und Halterung der Schalungselemente als auch die der Anordnung und Halterung bzw. Befestigung des Bewehrungskorbes ein.
  • Ferner wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung eines Schalungssystems gelöst, welches insbesondere in situ, d. h. auf der Baustelle, verwendet werden kann und durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:
    • a) Ermitteln der Breite eines Baukörpers, insbesondere eines Mauerkörpers (11), bzw. Vorgeben einer Länge für die Distanzelemente;
    • b) Ablängen von leistenartigen Distanzelementen (15) von einem Stangenmaterial, insbesondere aus Kunststoff, auf Basis der ermittelten Baukörperbreite bzw. der vorgegebenen Länge;
    • c) Abtrennen der einzelnen Längen von Stangenmaterial zur Herstellung der Distanzelemente (15);
    • d) Anordnen der Distanzelemente (15) zwischen einem ersten und einem zweiten als Schalungsplatte ausgebildeten Schalungselement (12, 13), wobei die Distanzelemente (15) jeweils mit einer Stirnfläche an einem Schalungselement (12, 13) flächig anliegen und wobei die Distanzelemente in einem Abstand von 3% bis 50%, bevorzugt von 5% bis 25%, besonders bevorzugt von 10% bis 20% der Höhe des Schalungssystems (100) und/oder eines Schalungselementes (12, 13) zur Unterseite des Schalungssystems (100) angeordnet werden; und
    • e) Verbinden der Distanzelemente (15) mit den Schalungselementen 12, 13) mittels geeigneter Verbindungselemente (17), insbesondere Edelstahlschrauben.
  • BEVORZUGTES AUSFÜHRUNGSBEISPIEL DER ERFINDUNG
  • Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines bautechnischen Schalungssystems in Anordnung auf der Krone eines Mauerkörpers mit den Merkmalen der vorliegenden Erfindung; und
  • 2 eine quergeschnittene Seitenansicht des bautechnischen Schalungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein bautechnisches Schalungssystem 100, das beispielhaft auf der Krone 10 eines Mauerkörpers 11 aufgesetzt ist. Das bautechnische Schalungssystem 100 weist ein erstes Schalungselement 12 und ein zum ersten Schalungselement 12 parallel beabstandet angeordnetes zweites Schalungselement 13 auf. Zur besseren Übersicht ist das Schalungselement 13 teilweise durchscheinend dargestellt. Die Schalungselemente 12 und 13 sind über mehrere aus einem Kunststoffmaterial gebildete Distanzelemente 15 miteinander verbunden, wobei das bautechnische Schalungssystem 100 lediglich beispielhaft abschnittsweise gezeigt ist, sodass zwischen den Schalungselementen 12 und 13 beispielhaft drei Distanzelemente 15 in jeweils gleichen Abständen zueinander zwischen den Schalungselementen 12 und 13 dargestellt sind. Die Längsachse der Distanzelemente 15 steht jeweils im Wesentlichen senkrecht auf den Ebenen der Schalungselemente 12, 13.
  • Die Darstellung zeigt die Anordnung der Distanzelemente 15 in einer Position unterhalb der Oberkante 12a, 13a und oberhalb der Unterkante 12b, 13b der Schalungselemente 12 und 13, sodass die Schalungselemente 12 und 13 jeweils einen unterseitigen Teilabschnitt C aufweisen, der in seitlicher Anordnung an den Mauerkörper 11 angrenzt. Die Schalungselemente 12 und 13 sind an den Stirnseiten der quaderförmig ausgeführten Distanzelemente 15 angebracht. Die Distanzelemente 15 besitzen Löcher 18, in die Verbindungselemente 17 eingebracht werden können. Die Verbindungselemente 17 können als Schrauben ausgeführt sein, und müssen durch Löcher in den Schalungselementen 12, 13 hindurchgeführt werden, die in den Schalungselementen 12, 13 vorgefertigt eingebracht werden können. Dabei sind die Löcher in den Schalungselementen 12, 13 auf einer solchen Höhe angebracht, dass der unterseitige Teilabschnitt C entsteht, wenn die Distanzelemente 15 auf der Krone 10 des Mauerkörpers 11 aufliegen. Die unterseitigen Teilabschnitte C erstrecken sich in einen Bereich unterhalb der Krone 10 des Mauerkörpers 11, sodass die Teilabschnitte C seitlich an den Mauerkörper 11 angrenzen. Das Schalungssystem 100 sitzt unmittelbar auf der Mauerkrone 10 auf.
  • Wird der Schalungsraum 14 zwischen den Schalungselementen 12 und 13 mit Beton aufgefüllt, so werden die Schalungselemente 12 und 13 durch das Gewicht der Betonmasse auseinandergedrückt. Durch das Auseinanderdrücken der Schalungselemente 12 und 13 oberhalb der Distanzelemente 15 ergibt sich ein Anpressen der unterseitigen Teilabschnitte C der Schalungselemente 12 und 13 gegen die Seiten des Mauerkörpers 11, wodurch das Schalungssystem 100 eine stabile Gesamtanordnung auf der Krone 10 des Mauerkörpers 11 erhält. Daher sind lediglich beispielhaft Löcher 21 in den Distanzelementen 15 gezeigt, in die weitere Verbindungselemente eingebracht werden können, um die Distanzelemente 15 auf der Krone 10 des Mauerkörpers 11 zu befestigen.
  • Innenseitig in den Teilabschnitten C der Schalungselemente 12 und 13 ist jeweils ein Dichtmaterial 16 gezeigt, das als Dichtband, beispielsweise als sogenanntes Kompriband, ausgeführt sein kann. Das Dichtmaterial 16 erstreckt sich in Längsrichtung entlang der Schalungselemente 12 und 13 zwischen der Innenseite der Schalungselemente 12 und 13 und den Seitenbereichen des Mauerkörpers 11. Damit wird ein Auslaufen des Betons, insbesondere der Betonmilch, der in den Schalungsraum 14 eingegossen wird, vermieden. Das Dichtmaterial 16 kann ein Schaumstoffmaterial umfassen, das durch die Pressung der unterseitigen Teilabschnitte C der Schalungselemente 12 und 13 gegen den Mauerkörper 11 zusammengedrückt wird, sodass eine Dichtwirkung erzielt wird.
  • Im oberen Bereich der Schalungselemente 12 und 13 ist beispielhaft ein Halteelement 19 gezeigt, der sich zwischen den Schalungselementen 12 und 13 erstreckt. Das Halteelement 19 ist durch Profilelemente 20, die als Winkelprofile ausgeführt sind, mit den Schalungselementen 12 und 13 verbunden. Beispielsweise kann das Halteelement 19 ein Stahlmaterial und die Profilelemente 20 können ein Aluminiummaterial umfassen. Die Halteelemente 19 können derart oberseitig im Schalungssystem 100 angeordnet werden, dass diese nach Aushärten des Betonkörpers im Schalungsraum 14 vom Schalungssystem 100 ebenfalls wieder entnommen und weiter verwendet werden können. In der Ansicht ist lediglich ein Halteelement 19 mit endseitig zugeordneten Profilelementen 20 dargestellt. Es können jedoch auf der Länge des Schalungssystems 100 mehrere, vorzugsweise gleich beabstandete Halteelemente 19 vorgesehen sein. Beispielsweise können über einen laufenden Meter des Schalungssystems zwei bis vier Distanzelemente 15 und zwei bis vier Halteelemente 19 angeordnet werden.
  • 2 zeigt in einer quergeschnittenen Seitenansicht das bautechnische Schalungssystem 100 mit den Merkmalen der vorliegenden Erfindung. Das erste Schalungselement 12 und das zweite Schalungselement 13 sind in sich gegenüberstehender, parallel und beabstandet zueinander ausgebildeter Anordnung gezeigt, und die Elemente 12 und 13 sind mit einem Distanzelement 15 miteinander verbunden. Das Distanzelement 15 ist nicht abschließend mit der Unterkante der Schalungselemente 12 und 13 zwischen diesen angeordnet, sodass ein unterseitiger Teilabschnitt C gebildet wird, der sich unterhalb der Krone 10 des Mauerkörpers 11 erstreckt. Die Schalungselemente 12 und 13 erstrecken sich in einem oberseitigen Teilabschnitt B über der Krone 10 des Mauerkörpers 11, sodass sich eine Schalungselementhöhe A aus der Summe des oberseitigen Teilabschnittes B und des unterseitigen Teilabschnittes C ergibt. Beispielsweise kann die Schalungselementhöhe A 30 cm betragen, wobei der unterseitige Teilabschnitt C beispielsweise 5 cm betragen kann, sodass sich ein oberseitiger Teilabschnitt B von 25 cm ergibt. Die Länge des Distanzelementes 15 ist geringfügig größer ausgebildet als die Breite des Mauerkörpers 11, sodass sich zwischen den Innenseiten der unterseitigen Teilabschnitte C der Schalungselemente 12 und 13 und dem Mauerkörper 11 ein Spalt ergibt. Dieser Spalt ist mit Dichtmaterial 16 aufgefüllt, das in einem entspannten, nicht belasteten Zustand gezeigt ist. Das Dichtmaterial 16 besteht aus einem Schaumstoffmaterial, und kann auf die Breite des Spaltes zwischen dem Mauerkörper 11 und dem unterseitigen Teilabschnitt C der Schalungselemente 12 und 13 komprimiert werden. Damit wird der Spalt zwischen den Schalungselementen 12 und 13 und dem Mauerkörper 11 abgedichtet.
  • Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten oder räumliche Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
  • Bezugszeichenliste
  • 100
    bautechnisches Schalungssystem
    10
    Krone des Mauerkörpers
    11
    Mauerkörper
    12
    erstes Schalungselement
    12a
    Oberkante
    12b
    Unterkante
    13
    zweites Schalungselement
    13a
    Oberkante
    13b
    Unterkante
    14
    Schalungsraum
    15
    Distanzelement
    16
    Dichtmaterial
    17
    Verbindungselement
    18
    Loch
    19
    Halteelement
    20
    Profilelement
    21
    Loch
    22
    Haltebügel
    23
    Bügelende
    A
    Schalungselementhöhe
    B
    oberseitiger Teilabschnitt
    C
    unterseitiger Teilabschnitt
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 202005014402 U1 [0004]

Claims (19)

  1. Bautechnisches Schalungssystem (100), insbesondere zur Bildung eines Ringankers auf der Krone (10) eines Mauerkörpers (11), mit einem ersten Schalungselement (12) und mit einem zum ersten Schalungselement (12) beabstandet angeordneten zweiten Schalungselement (13), wobei zwischen den Schalungselementen (12, 13) ein, bevorzugt nach unten zumindest teilweise offener, Schalungsraum (14) gebildet ist, und wobei Distanzelemente (15) zur haltenden Anordnung der Schalungselemente (12, 13) zueinander vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzelemente (15) in einer Position zwischen einer Unterkante (12b, 13b) und einer Oberkante (12a, 13a) der Schalungselemente (12, 13) zwischen diesen angeordnet sind, derart dass jedes Distanzelement (15) innerhalb des Schalungsraumes (14) und beabstandet sowohl zu einer Unterseite als auch zu einer Oberseite des Schalungssystems (100) angeordnet ist.
  2. Schalungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungssystem mittels Klemmsitz, und insbesondere ohne weitere Verbindungsmittel, auf einem Mauerkörper (11) befestigbar ist.
  3. Schalungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzelemente (15) derart mit den Schalungselementen (12, 13) verbunden sind, dass die Schalungselemente (12, 13) durch händisches Einwirken eines Benutzers in ihrem oberen Randbereich und/oder in ihrem unteren Randbereich aufeinander zu und/oder voneinander weg bewegbar sind.
  4. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Distanzelemente (15) zur Unterseite des Schalungssystems (100) zwischen 3% und 50%, bevorzugt zwischen 5% und 25%, besonders bevorzugt zwischen 10% und 20% der Höhe des Schalungssystems (100) und/oder eines Schalungselementes (12, 13) beträgt.
  5. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzelemente (15) eine Länge aufweisen, die gleich oder insbesondere geringfügig größer ist als die Breite des Mauerkörpers (11), sodass die Schalungselemente (12, 13) vorzugsweise geringfügig seitlich über den Mauerkörper (11) überstehen.
  6. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungssystem auf den Mauerkörper (11) auflegbar ist, indem die Distanzelemente (14) an die Krone (10) des Mauerkörpers (11) angrenzen und die Schalungselemente (12, 13) jeweils einen unterseitigen Teilabschnitt (C) aufweisen, der seitlich benachbart zum Mauerkörper (11) angeordnet ist.
  7. Schalungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im unterseitigen Teilabschnitt (C) zwischen den Schalungselementen (12, 13) und dem Mauerkörper (11) ein Dichtmaterial (16) vorgesehen ist, das vorzugsweise an der Innenseite der Schalungselemente (12, 13) haltend angeordnet ist.
  8. Schalungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmaterial (16) ein Schaumstoffmaterial aufweist, das insbesondere als Bandmaterial ausgebildet und entlang der Längserstreckung der Schalungselemente (12, 13) im Bereich des Teilabschnittes (C) an deren Innenseite angeordnet ist.
  9. Schalungssystem nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzelemente (15) mittels je wenigstens einem, vorzugsweise zwei, Verbindungselementen (17) mit den Schalungselementen (12, 13) verbunden sind, wobei zur Befestigung der Verbindungselemente (17) mit der Stirnseite der Distanzelemente (15) in diesen ein jedem Verbindungselement (17) zugeordnetes Loch (18) vorhanden ist.
  10. Schalungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Verbindungselement (17) ein Edelstahlmaterial aufweist, insbesondere dass das Verbindungselement (17) als Edelstahlschraube ausgeführt ist.
  11. Schalungssystem nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen dem Mauerkörper (11) fernen Bereich zwischen den Schalungselementen (12, 13) Halteelemente (19) angeordnet sind.
  12. Schalungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (19) mittels Profilelementen (20) an den Schalungselementen (12, 13) anordbar sind, wobei die Halteelemente (19) vorzugsweise ein Stahlmaterial und die Profilelemente (20) vorzugsweise ein Aluminiummaterial umfassen.
  13. Schalungssystem nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzelemente (15) aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet sind, wobei das Kunststoffmaterial der Distanzelemente (15) insbesondere ein glasfaserverstärktes und/oder ein kohlefaserverstärktes Kunststoffmaterial und/oder ein WPC-Material aufweist, und wobei das Kunststoffmaterial vorzugsweise ein glasfaserverstärktes und/oder ein kohlefaserverstärktes Mischpolymerisat umfassend Polyethylen und/oder Polypropylen aufweist.
  14. Schalungssystem nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzelemente (15) leistenförmig oder plattenförmig ausgebildet sind, insbesondere dass die Distanzelemente (15) quaderförmig ausgebildet sind, wobei die Höhe des rechteckförmigen Querschnittes etwa 1 cm bis 3 cm, bevorzugt 2 cm, und die Breite des rechteckförmigen Querschnittes etwa 4 cm bis 6 cm, bevorzugt 5 cm, beträgt.
  15. Schalungssystem nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Distanzelementen (15) Löcher (21), vorzugsweise Durchgangslöcher (21), vorgesehen sind, in welche Verbindungselemente einbringbar sind, um die Distanzelemente (15) mit der Krone (10) des Mauerkörpers (11) fest zu verbinden.
  16. Schalungssystem nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzelemente (15) Mittel zur Auflage und/oder zur Befestigung eines im Schalungsraum (14) angeordneten Bewehrungskorbes aufweisen, welche Mittel vorzugsweise Befestigungsschellen und/oder zum Schalungsraum (14) orientierte Löcher in den Distanzelementen (15) umfassen, in die Befestigungselemente zur Befestigung des Bewehrungskorbes einbringbar sind.
  17. Schalungsanordnung, umfassend einen Baukörper, insbesondere einen Mauerkörper (11), und ein Schalungssystem (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei das Schalungssystem (100) auf dem Baukörper aufsitzt und an diesem mittels Klemmsitz befestigt ist.
  18. Verfahren zur Herstellung eines Schalungssystems (100), insbesondere in situ, gekennzeichnet durch folgende Schritte: a) Ermitteln der Breite eines Baukörpers, insbesondere eines Mauerkörpers (11); b) Ablängen von leistenartigen Distanzelementen (15) von einem Stangenmaterial, insbesondere aus Kunststoff, auf Basis der ermittelten Baukörperbreite; c) Abtrennen der einzelnen Längen von Stangenmaterial zur Herstellung der Distanzelemente (15); d) Anordnen der Distanzelemente (15) zwischen einem ersten und einem zweiten als Schalungsplatte ausgebildeten Schalungselement (12, 13), wobei die Distanzelemente (15) jeweils mit einer Stirnfläche an einem Schalungselement (12, 13) flächig anliegen und wobei die Distanzelemente in einem Abstand von 3% bis 50%, bevorzugt von 5% bis 25%, besonders bevorzugt von 10% bis 20% der Höhe des Schalungssystems (100) und/oder eines Schalungselementes (12, 13) zur Unterseite des Schalungssystems (100) angeordnet werden; und e) Verbinden der Distanzelemente (15) mit den Schalungselementen (12, 13) mittels geeigneter Verbindungselemente (17), insbesondere Edelstahlschrauben.
  19. Verfahren zur Herstellung einer Schalungsanordnung bei dem ein Schalungssystem (100) nach dem Verfahren gemäß Anspruch 18 hergestellt wird, und bei dem das Schalungssystem (100) auf einen Baukörper, insbesondere eine Krone (10) eines Mauerkörpers (11), aufgesetzt und dort mittels Klemmsitz befestigt wird.
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