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Die Erfindung betrifft eine Sanitärwanne, insbesondere Bade- oder Whirlpoolwanne mit einem Wannenkörper und mit einer an einer Fläche des Wannenkörpers im Bereich einer Öffnung des Wannenkörpers angeordneten, durch eine Drehung zu betätigende Bedieneinrichtung, die einen um eine Drehachse drehbaren Betätigungsabschnitt aufweist. Der Betätigungsabschnitt kann als Rosette oder Scheibe ausgeführt sein, damit dieser leicht an seinem Umfang gegriffen werden kann.
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Eine Sanitärwanne mit den eingangs beschriebenen Merkmalen ist aus der
DE 20 2005 004 103 U1 bekannt, wobei im oberen Bereich einer Seitenwand der Sanitärwanne eine Bedieneinrichtung in Form einer Überlaufgarnitur vorgesehen ist. Die Überlaufgarnitur weist eine Abdeckrosette auf, die in den Wanneninnenraum der Sanitärwanne vorsteht und drehbeweglich in einem Gehäuse der Bedieneinrichtung gelagert ist. Durch die Drehung der Abdeckrosette wird über eine Welle oder einen Bowdenzug ein Verschluss eines Ablaufes in dem Wannenboden betätigt. Um eine Überlauffunktion zu ermöglichen, kann Wasser durch Öffnungen der Abdeckrosette oder durch einen Spalt zwischen der Abdeckrosette und der zugeordneten Fläche des Wannenkörpers zu einem Ablaufstutzen der Bedieneinrichtung strömen. Die aus der
DE 20 2005 004 103 U1 bekannte Konstruktion hat sich in der Praxis bewährt und findet entsprechend eine weitreichende Anwendung. Damit die Abdeckrosette leicht ergriffen und bedient werden kann, muss diese weit in den Innenraum der Sanitärwanne vorstehen. Daraus ergeben sich sowohl optische als auch funktionelle Beeinträchtigungen. Bei einer hochwertig gestalteten Sanitärwanne kann die Abdeckrosette als störend empfunden werden. Des Weiteren kann die Abdeckrosette nicht im Bereich der für einen Benutzer vorgesehenen Liegefläche angeordnet werden. Auch außerhalb der Anordnung einer Liegefläche kann die vorstehende Abdeckrosette von einem Benutzer als hinderlich wahrgenommen werden.
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Um bei einer gattungsgemäßen Sanitärwanne die beschriebenen Nachteile zu vermeiden, ist aus der
DE 10 2007 010 637 A1 eine Ausgestaltung bekannt, bei der eine Funktionseinheit in einer Vertiefung der Seitenwand einer Sanitärwanne angeordnet ist, wobei die zum Innenraum der Sanitärwanne gerichtete Frontfläche der Funktionseinheit im Wesentlichen flächenbündig mit dem Bereich der Wanne ist, der an die Vertiefung angrenzt. Die Funktionseinheit kann dabei auch als Betätigungseinrichtung ausgeführt sein, wobei die Betätigungseinrichtung eine drehbare Rosette umfassen kann, durch deren Drehung ein Abflussventil der Sanitärwanne betätigt wird. Um die Rosette drehen zu können, kann ein sichelförmiger Handgriff herausgeklappt werden. Allerdings ist ein gewisses Geschick erforderlich, um den Handgriff greifen und betätigen zu können. Die Bedienung ist deshalb noch verbesserungsbedürftig. Um eine flächenbündige Anordnung zu ermöglichen, soll die Vertiefung eine Tiefe von zumindest 8 mm aufweisen.
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Aus der
DE 10 2007 010 637 A1 ist des Weiteren ein Einlauf für eine Badewanne bekannt, der eine flächenbündig in den Wannenrand integrierten Einlaufdeckel aufweist. Das Wasser strömt von einem Anschlussstück und durch einen Einlaufkörper zu einem doppelwandigen Deckel, wobei der doppelwandige Deckel an einer horizontalen Kippachse drehbar gelagert ist. Durch den Wasserdruck klappt der Deckel mit seinem unteren Rand nach vorne, wobei das Wasser durch einen Kanal innerhalb des doppelwandigen Deckels strömt und den Deckel an der nach vorne geklappten Unterseite verlässt. Eine Betätigungsfunktion ist nicht vorgesehen.
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Schließlich ist aus der
EP 1 870 527 A1 eine Vorrichtung zur Betätigung des Ablaufventils eines Sanitärartikels bekannt, bei der das Ablaufventil durch einen in die Seitenwand integrierten Druckknopf betätigt wird. Unabhängig von der Öffnungsstellung des Ablaufventils befindet sich der Druckknopf stets in der gleichen Ruheposition, wobei durch ein Drücken des Druckknopfes ein Hubmechanismus ausgelöst wird, welcher wechselweise ein Öffnen und ein Schließen des Ablaufventils bewirkt. Da für eine solche Stellbewegung nur ein vergleichsweise kleiner Hub zur Verfügung steht, ist es entweder erforderlich eine große Kraft durch einen Benutzer auszuüben oder das Öffnen und Schließen des Ablaufventils durch geeignete technische Maßnahmen sehr leichtgängig auszugestalten.
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Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sanitärwanne mit einer Bedieneinrichtung anzugeben, wobei die Bedieneinrichtung besonders leicht zu handhaben ist und hohen Anforderungen an das Design gerecht wird.
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Ausgehend von einer Sanitärwanne mit den eingangs beschriebenen Merkmalen wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Bedieneinrichtung einen Hubmechanismus aufweist, mit dem der Betätigungsabschnitt parallel zu der Drehachse zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position beweglich ist, wobei der Betätigungsabschnitt in der zweiten Position im Vergleich zu der ersten Position weiter von der zugeordneten Fläche des Wannenkörpers abgehoben ist. Eine Drehung des Betätigungsabschnittes ist in der Regel nur in der zweiten Position vorgesehen, welche entsprechend auch als Bedienposition zu bezeichnen ist. Die erste Position, bei der der Betätigungsabschnitt enger an der zugeordneten Fläche des Wannenkörpers anliegt, ist entsprechend eine Ruheposition.
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Die Anordnung der Bedieneinrichtung kann an einer beliebigen Position des Wannenkörpers, beispielsweise in einer den Innenraum des Wannenkörpers begrenzenden Seitenwand, an einem oberen Rand oder auch an einer außen liegenden Wand erfolgen.
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Im Rahmen der Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass der Betätigungsabschnitt auf der Wand sehr flach ausgeführt sein kann oder sogar in der Ruheposition zumindest teilweise in einer Vertiefung angeordnet ist. So ist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Bedieneinrichtung an einer Vertiefung angeordnet ist, die sich beispielsweise in einer Seitenwand, in einem oberen Rand oder auch in einem Boden des Wannenkörpers befinden kann, wobei die Vertiefung zweckmäßigerweise an die Form des Betätigungsabschnittes angepasst ist. Der Betätigungsabschnitt kann beispielsweise scheibenförmig ausgestaltet sein, wobei dann die Drehachse in etwa mittig angeordnet ist. Im einfachsten Fall weist der Betätigungsabschnitt eine Kreisform auf, wobei dann an dem äußeren Umfang auch eine Riffelung, ein wellenförmiger Verlauf, Griffmulden oder dergleichen vorgesehen sein können, damit der äußere Umfang in der Bedienposition leichter gegriffen werden kann. Da der Betätigungsabschnitt äußerst flach sein kann und eine flächenbündige Integration nur optional vorgesehen ist, können bereits sehr niedrige Vertiefungen zweckmäßig sein. Abhängig von der Gestaltung und Funktion der Bedieneinrichtung kann die Tiefe aber frei variiert werden.
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Im Rahmen der Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass in der zweiten Position eine Betätigung in an sich bekannter Weise durch eine Drehung erfolgt, wodurch auch große Stellwege ermöglicht werden. Je nach Art der Betätigung kann damit eine Verstellung oder Einstellung mit einer hohen Genauigkeit und/oder mit einem geringen Kraftaufwand erfolgen. Durch die Drehbewegung ist auch ohne Weiteres die Zwischenschaltung eines Getriebes möglich.
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Da der Betätigungsabschnitt in der ersten Position nicht gedreht werden soll, kann dieser in der ersten Position eng an der Wand anliegen und auch sehr flach ausgeführt sein. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Abdeckrosette, wie sie beispielsweise in der
DE 20 2005 004 103 U1 beschrieben ist, wird der Betätigungsabschnitt dann sowohl hinsichtlich des Erscheinungsbildes als auch hinsichtlich der Funktion als weniger störend empfunden. Wenn gemäß der zuvor beschriebenen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die Bedieneinrichtung an einer Vertiefung in einer Seitenwand oder in einem oberen Rand des Wannenkörpers angeordnet ist, kann der Betätigungsabschnitt in der ersten Position auch zumindest teilweise innerhalb der Vertiefung angeordnet und damit noch besser in den Wannenkörper integriert sein. Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung, bei der die Oberseite des Betätigungsabschnittes in der ersten Position, also der Ruheposition, im Wesentlichen flächenbündig an den die Vertiefung umgebenden Bereich des Wannenkörpers anschließt. Das Gesamterscheinungsbild der Sanitärwanne wird dann durch die integrierte Bedieneinrichtung nicht beeinträchtigt. Um die Bedieneinrichtung zu betätigen wird dann der Betätigungsabschnitt durch eine Hubbewegung in die zweite Position gebracht, wobei der Betätigungsabschnitt aus der zugeordneten Vertiefung herausgehoben wird und dann leicht von einem Benutzer gegriffen werden kann.
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Unabhängig von der Anordnung des Betätigungsabschnittes auf einer durchgehenden Fläche oder innerhalb einer Vertiefung ist eine besonders einfache Handhabung des Hubmechanismuses gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung durch ein Drücken auf den Betätigungsabschnitt möglich. Hierzu kann der Hubmechanismus beispielsweise ein elastisches Element, insbesondere eine Feder aufweisen. Nach der Betätigung des Hubmechanismuses rastet der Betätigungsabschnitt wechselweise in der ersten Position und der zweiten Position ein.
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Die Bedieneinrichtung kann im Rahmen der Erfindung für verschiedene Funktionen vorgesehen sein. Zunächst ist es möglich, entsprechend der aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungen die Bedieneinrichtung an einen Verschluss eines Ablaufes anzuschließen, wobei der Verschluss durch Drehen des Betätigungsabschnittes bedienbar ist. Wenn die Bedieneinrichtung zusätzlich auch einen Überlauf umfasst, wird damit eine besonders vorteilhafte Überlaufgarnitur bereitgestellt, die optimal in den Wannenkörper integriert werden kann. Darüber hinaus ist es auch möglich, zusätzlich oder alternativ zu dem Überlauf auch einen Wassereinlauf an der Bedieneinrichtung vorzusehen, wobei dann das einströmende Wasser sowie das bei Erreichen eines maximalen Füllstandes ablaufende Wasser durch einen Spalt zwischen dem Betätigungsabschnitt und dem Wannenkörper strömen kann. Bei einer bevorzugten flächenbündigen Integration des Betätigungsabschnittes ergibt sich dann ein umfangseitiger Spalt zwischen dem Rand des Betätigungsabschnittes und dem Bereich des Wannenkörpers der an die Vertiefung angrenzt. Da eine Betätigung aber nur in der zweiten, abgehobenen Position erfolgen soll, kann der Spalt aber sehr schmal ausgeführt sein.
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Grundsätzlich kann die Bedieneinrichtung aber auch für eine andere Funktionalität vorgesehen sein. Beispielsweise kann an die Bedieneinrichtung auch eine Misch- oder Mengenarmatur angeschlossen sein, wobei in der zweiten Position eine Drehung des Betätigungsabschnittes die Temperatur oder die Menge des einströmenden Wassers verändert.
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Schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass zusätzlich zu der Betätigung der Bedienereinrichtung durch Drehen auch die Hubbewegung eine weitere Betätigung bewirkt. So ist es beispielsweise denkbar, dass durch die Hubbewegung ein Wasserzulauf geöffnet bzw. unterbrochen wird. Das Bedienelement kann dann beispielsweise auch als vollständige Bedienarmatur ausgebildet sein, wobei durch die Hubbewegung der Wasserzulauf geschaltet wird und wobei durch ein Drehen des Betätigungsabschnittes die Mischtemperatur von warmen und kaltem Wasser eingestellt wird.
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Ausgehend von den exemplarisch beschriebenen Einsatzzwecken der Bedieneinrichtung können im Rahmen der Erfindung auch mehrere Bedieneinrichtungen mit unterschiedlichen Funktionen eingesetzt werden, die besonders flach oder vorzugsweise flächenbündig in die zugeordnete Wandfläche integriert ausgeführt sind. Insbesondere kann eine erste Bedieneinrichtung als Überlaufgarnitur vorgesehen sein, wobei eine Drehung des Betätigungsabschnittes den Verschluss eines Ablaufes öffnet und schließt, während eine zweite Bedieneinrichtung wie zuvor beschrieben als Wasserarmatur ausgebildet ist. Zusätzlich zu diesem exemplarisch beschriebenen Kombinationsmöglichkeiten sind aber auch ohne Einschränkungen andere Kombinationen und Funktionalitäten realisierbar.
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Um ein besonders hochwertiges Erscheinungsbild der Sanitärwanne sowie eine optimale Integration der Bedieneinrichtung zu ermöglichen, ist das Material des Betätigungsabschnittes passend zu der Sanitärwanne ausgebildet. Insbesondere kann der Betätigungsabschnitt aus dem gleichen Material wie die Sanitärwanne gebildet sein, wodurch sich bezüglich der Oberfläche, der Wärmeleitung und der Haptik für den Benutzer keine Unterschiede ergeben. Besonders hochwertige Sanitärwannen werden aus Stahl-Email gefertigt. Stahl-Email zeichnet sich durch eine besonders gute Kratzfestigkeit und Schlagfestigkeit aus. Darüber hinaus weist Stahl-Email eine gute Wärmeleitfähigkeit auf, so dass die Sanitärwanne innerhalb kürzester Zeit die Temperatur des Wassers annimmt, wodurch sich eine besonders komfortable Benutzung ergibt. Schließlich ist Stahl-Email pflegeleicht, hygienisch sowie äußerst dauerhaft. Selbst UV-Bestrahlung, Chemikalien oder Hitze führen nicht zu einer Materialveränderung.
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Entsprechend ist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung der Betätigungsabschnitt aus Stahl-Email gebildet. Der Betätigungsabschnitt kann dabei als dünnwandige Kappe gebildet sein, die auf einem formstabilen Träger angeordnet ist. Hinsichtlich einer solchen Ausgestaltung ergibt sich der Vorteil, dass die dünnwandige Kappe aus Stahl-Email leicht gefertigt werden kann, während der Träger eine ausreichende Stabilisierung bewirkt. Eine entsprechende Ausgestaltung mit einer dünnwandigen Kappe aus Stahl-Email und einem darunter angeordneten Träger ist aus der
DE 20 2005 004 103 U1 bekannt, wobei jedoch im Rahmen der vorliegenden Erfindung der Betätigungsabschnitt als besonders dünne Scheibe ausgeführt sein kann.
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Im Rahmen der Erfindung kann der von außen sichtbare Betätigungsabschnitt farblich an den Wannenkörper der Sanitärwanne angepasst oder als graphisches Element abweichend eingefärbt sein. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Betätigungsabschnittes aus Stahl-Email wird auch bei einer Einfärbung eine besonders vorteilhafte Farbbeständigkeit beobachtet.
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Darüber hinausgehend kann der Betätigungsabschnitt auch eine Beschriftung und/oder ein Dekor aufweisen. So können auf dem Betätigungsabschnitt beispielsweise die Funktionen durch Symbole oder Piktogramme erläutert sein, welche durch ein Drehen des Betätigungsabschnittes oder optional auch durch das Auslösen der Hubbewegung bewirkt werden. Neben einem Aufdruck ist beispielsweise auch eine Laserbeschriftung möglich.
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Neben einer Beschriftung oder einem Dekor kann auf dem Betätigungsabschnitt auch eine Funktionsbeschichtung vorgesehen sein, welche beispielsweise die Griffigkeit erhöht. Entsprechende Beschichtungen sind im Bodenbereich von Stahl-Email-Wannen optional vorgesehen, um die Rutschgefahr zu verringern. Eine solche Beschichtung, die in der Praxis als Anti-Slip-Beschichtung bezeichnet wird, kann auch an dem Betätigungsabschnitt von Vorteil sein. Der Betätigungsabschnitt kann des Weiteren auch eine Oberflächenstrukturierung, beispielsweise eine Prägung oder dergleichen aufweisen.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen:
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1 eine Sanitärwanne mit einem Ablauf in einem Boden des Wannenkörpers und einer in eine Seitenwand des Wannenkörpers integrierten Bedieneinrichtung,
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2a eine Detailansicht der in 1 angedeuteten Bedieneinrichtung in einer Schnittdarstellung,
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2b eine alternative Ausgestaltung der Bedieneinrichtung gemäß der 2a,
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3a und 3b Bedieneinrichtung gemäß der 2a und 2b mit einer zusätzlichen Einlauffunktion,
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4a und 4b alternative Anordnungen einer Bedieneinrichtung.
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Die 1 zeigt eine Sanitärwanne mit einem Wannenkörper 1 und mit einer an einer Fläche des Wannenkörpers 1 angeordneten, durch eine Drehung zu betätigende Bedieneinrichtung 2, die einen um eine Drehachse D drehbaren Betätigungsabschnitt 3 aufweist. In der 1 befindet sich der Betätigungsabschnitt 3 in einer ersten Position, in der dieser innerhalb einer Vertiefung 4 einer Seitenwand des Wannenkörpers 1 versenkt angeordnet ist.
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Der Detailansicht der 2 ist zu entnehmen, dass der Betätigungsabschnitt 3 in der ersten Position, welcher eine Ruheposition darstellt, flächenbündig mit dem an die Vertiefung 4 angrenzenden Bereich des Wannenkörpers 1 ist. Im Bereich der Vertiefung 4 bildet sich dabei um den äußeren Umfang des Betätigungsabschnittes 3 ein umlaufender Spalt 5. Erfindungsgemäß weist die Bedieneinrichtung 2 einen Hubmechanismus 6 auf, der eine aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellte Druckfeder umfasst. Mit dem Hubmechanismus kann der Betätigungsabschnitt 3 zwischen der ersten Position und einer zweiten Position bewegt werden, wobei der Betätigungsabschnitt 3 in der zweiten Position im Vergleich zu der ersten Position weiter von der zugeordneten Fläche des Wannenkörpers 1 abgehoben ist. Die zweite, für eine Bedienung vorgesehene Position ist in der 2a durch eine strichpunktierte Linie angedeutet.
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Der Hubmechanismus 6 ist derart ausgeführt, dass dieser durch ein Drücken auf den Betätigungsabschnitt 3 ausgelöst wird, wobei wechselweise ein Einrasten in der ersten Position und der zweiten Position erfolgt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Betätigungsabschnitt 3 als dünne Scheibe ausgeführt, die in Bezug auf die Drehachse D mittig angeordnet ist.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel sind sowohl der Wannenkörper 1 als auch der von außen sichtbare Betätigungsabschnitt 3 aus einem emaillierten Stahlblech gebildet. Während für den Wannenkörper 1 ein vergleichsweise dickes Blech von typischerweise 3,5 mm verwendet wird, ist der Betätigungsabschnitt von einem dünneren, leichter umzuformenden Blech gebildet, wobei unterhalb des Betätigungsabschnittes ein im Wesentlichen pilzförmiger Träger 7 angeordnet ist. Der vordere, im Wesentlichen ebene Abschnitt 7a des Trägers 7 nimmt den Betätigungsabschnitt 3 auf, wobei der äußere Rand des aus Stahl-Email gebildeten Betätigungsabschnittes 3 nach innen umgebogen und so gegen Beschädigungen geschützt ist. Der hintere Abschnitt 7b des Trägers 7 bildet einerseits eine um die Drehachse D drehbare Welle und ist andererseits Teil des Hubmechanismuses 6. Der Träger 7 kann als ein zusammenhängendes, einstückiges Teil gefertigt sein oder aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein, wobei dann auch eine lösbare Verbindung vom vorderen Abschnitt 7c und hinteren Abschnitt 7b möglich ist.
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Während der Betätigungsabschnitt 3 in der ersten Position flächenbündig in die Seitenwand des Wannenkörpers 1 integriert ist, kann der Betätigungsabschnitt 3 in der zweiten Position leicht an seinem Rand gegriffen werden, wodurch der Betätigungsabschnitt gedreht werden kann.
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Durch die Bedieneinrichtung 2 können im Rahmen der Erfindung grundsätzlich verschiedene Einstell- und Regelfunktionen betätigt werden. So kann die Bedieneinrichtung 2 beispielsweise an einem Verschluss des in der 1 angedeuteten Ablaufes angeschlossen sein. Ähnlich wie bei einer herkömmlichen Abdeckrosette weist die Bedieneinrichtung 2 gemäß der 2a auch einen Überlauf auf, wozu in einem Gehäuse 8 der Bedieneinrichtung 2 eine Durchtrittsöffnung vorgesehen ist, durch die Wasser einströmen und zu einem Ablaufstutzen 9 gelangen kann.
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Um bei einer Ausgestaltung gemäß der 2a die Vertiefung 4 leicht durch einen Tiefziehprozess zu erzeugen zu können, ist es zweckmäßig die Vertiefung 4 in einem gewissen Abstand zu einem oberen Wannenrand 10 anzuordnen. Um dennoch eine übliche Füllhöhe zu erreichen, ist der Ablaufstutzen 9 an einem oberen Abschnitt des Gehäuses 8 angeschlossen, wobei in der 2a auch die maximale Füllhöhe h angedeutet ist.
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Die 2b zeigt eine alternative Ausgestaltung der Sanitärwanne, bei der die Bedieneinrichtung 2 nicht in eine Vertiefung 4 sondern auf eine ebene Fläche des Wannenkörpers 1 aufgesetzt ist. Der Betätigungsabschnitt 3 steht zwar dann in den Innenraum des Wannenkörpers 1 vor, jedoch ist der Betätigungsabschnitt 3 so flach ausgeführt, dass dieser im Vergleich zu einer herkömmlichen Abdeckrosette das optische Erscheinungsbild deutlich weniger beeinträchtigt, wobei durch die flache Ausgestaltung ein Benutzer auch weniger stark, behindert wird. Wie zuvor beschrieben, kann der Betätigungsabschnitt 3 von der dargestellten ersten Position in eine zweite, von dem Wannenkörper 1 abgehobene Position bewegt werden, wobei der Betätigungsabschnitt 3 dann in dieser zweiten Position trotz seiner geringen Dicke leicht gehandhabt werden kann. Da gemäß der 2b keine Vertiefung 4 vorgesehen ist, kann die Bedieneinrichtung 2 auch weiter in Richtung des oberen Wannenrandes 10 angeordnet werden, weshalb entsprechend auch der Ablaufstutzen 9 tiefer an dem Gehäuse 8 angeschlossen ist. Die weitere Ausgestaltung der Bedieneinrichtung entspricht der Ausführung gemäß der 2a.
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Die 3a und 3b betreffen eine alternative Ausgestaltung, bei der zusätzlich eine Zulauföffnung 11 für Frischwasser angedeutet ist. Bei ansonsten gleicher Ausgestaltung wird damit eine Bedieneinrichtung 2 angegeben, die zusätzlich zu der Betätigung durch ein Drehen als Ein- und Überlaufgarnitur dient.
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Die 4a und 4b zeigen schließlich, dass die Bedieneinrichtung auch im Bereich des oberen Wannenrandes 10 angeordnet werden kann. Gemäß der 4b ist ein kanalförmiger Einzug 12 vorgesehen, wobei dann die Bedieneinrichtung wie zuvor beschrieben auch als Wassereinlauf genutzt werden kann. Je nach Tiefe des Einzuges 12 ist grundsätzlich auch eine Überlauffunktion denkbar.
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Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Sanitärwanne kann auf besonders vorteilhafte Weise auch mit einem Ablauf in dem Wannenboden kombiniert werden, der einen flächenbündig eingesetzten Deckel 13 aufweist. Trotz der beschriebenen Funktionalität der Bedieneinrichtung 2 ergibt sich dann eine besonders hochwertige, einheitlich gestaltete Sanitärwanne ohne vorstehende Elemente.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 202005004103 U1 [0002, 0002, 0011, 0018]
- DE 102007010637 A1 [0003, 0004]
- EP 1870527 A1 [0005]