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Die vorliegende Erfindung richtet sich generell auf eine Befestigungsbaugruppe für ein vorderes Fahrradschutzblech und genauer auf eine Befestigungsbaugruppe, die geeignet ist, ein vorderes Fahrradschutzblech einfach und schnell an den Gabelschaft eines Fahrrads zu koppeln.
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Aus der
DE 10 2008 028 972 A1 ist eine Befestigungsbaugruppe für ein vorderes Fahrradschutzblech bekannt, umfassend: eine Haltevorrichtung, die ein dem Gabelschaft zugewandtes, angeordnetes Ende in einem Hohlraum eines Fahrradgabelschafts und ein vom Gabelschaft abgewandtes Ende umfasst; ein Anschlussbauteil, das an das dem Gabelschaft zugewandten Ende der Haltevorrichtung anstößt; und ein Verbindungsteil an einem an das dem Gabelschaft zugewandten Ende der Haltevorrichtung angrenzenden Ende und ein Führungsteil aufweist; eine Befestigungsvorrichtung, welche lösbar an das Führungsteil des Anschlussbauteils gekoppelt ist und zwei gegenüberliegende Enden, die ein erstes Ende und ein zweites Ende umfassen, aufweist, wobei das erste Ende und das zweite Ende mit einem vorderen Fahrradschutzblech verbunden ist, wobei die Befestigungsvorrichtung eine Oberseite, die sich von dem ersten Ende zu dem zweiten Ende erstreckt und zwei Längsseiten, die sich von der Oberseite parallel zu und beabstandet voneinander erstrecken, aufweist, wobei die Oberseite der Befestigungsvorrichtung eine sich durch diese erstreckende Öffnung aufweist; und ein Spannverschlusselement, welches mit der Befestigungsvorrichtung verbunden ist, und ein an das erste Ende der Befestigungsvorrichtung angrenzendes erstes Ende und ein an das zweite Ende der Befestigungsvorrichtung angrenzendes zweites Ende aufweist.
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Eine Befestigungsgruppe für ein vorderes Fahrradschutzblech mit einer Haltevorrichtung, einem Anschlussbauteil, einem Verbindungsteil, einer Befestigungsvorrichtung und einem Spannverschlusselement ist ferner aus der
DE 20 2005 019 541 U1 bekannt.
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Das
US Patent-Nr. 5 904 361 zeigt ein abnehmbares Schutzblechsystem für ein Fahrrad, welches ein Schutzblech für das Vorderrad und ein Schutzblech für das Hinterrad umfasst. Das Schutzblech für das Vorderrad ist im Wesentlichen eine flache Platte mit zwei biegsamen Bügeln, die auf eine Seite der Platte montiert sind, wobei das zweite Schutzblech auf das schräge vorwärts gerichtete Rahmenprofil eingeschnappt ist, wie dies
1 zeigt. Gleichwohl ist die Platte zu weit von dem Vorderreifen entfernt, so dass das Schutzblech des Vorderrades den Fahrer kaum vor von der Straße aufgeworfenem Wasser und Schmutz schützen kann.
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Das
US Patent-Nr. 6 634 664 zeigt ein Mehrzweckmontagebauteil für eine Fahrradgabel. Das Mehrzweckmontagebauteil besitzt einen starren vorderen Stützabschnitt, einen hinteren Stützabschnitt und einen Aussparungen aufweisenden Abschnitt, der den vorderen und hinteren Abschnitt miteinander verbindet. Der Aussparungen aufweisende Abschnitt bildet einen Einbauraum aus, der dimensioniert ist, um die inneren Seitenflächen der Gabel und die Gabelbrücke aufzunehmen. Der vordere Abschnitt und der hintere Abschnitt sind nicht mit Schmutzfängern versehen. Selbstverständlich kann ein Schmutzfänger mit spezifischen Dimensionen nicht bei allen Arten von Fahrrädern verwendet werden. Zusätzlich ist der vordere/hintere Stützabschnitt mit dem ausgesparten Abschnitt mittels einer Vielzahl von Schrauben verbunden, weswegen eine Anbringung der vorderen/hinteren Stützabschnitte beschwerlich ist. Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die die beim Stand der Technik anzutreffenden Probleme vermeidet oder zumindest verringert.
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Die Aufgabe wird gelöst durch eine Befestigungsbaugruppe gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Entsprechend der vorliegenden Erfindung besteht der Hauptzweck in der Bereitstellung einer Befestigungsbaugruppe, welche eine Haltevorrichtung, ein Anschlussbauteil, eine Befestigungsvorrichtung und ein Spannverschlusselement umfasst. Die Haltevorrichtung und das Anschlussbauteil sind in einem Hohlraum eines Fahrradgabelschafts angeordnet. Die Befestigungsvorrichtung ist lösbar an das Anschlussbauteil gekoppelt. Das Spannverschlusselement ist schwenkbar mit der Befestigungsvorrichtung verbunden und kann zwischen einer Verriegelungsposition zur Vermeidung des Loslösens der Befestigungsvorrichtung von dem Anschlussbauteil und einer für das Entfernen der Befestigungsvorrichtung geeigneten Freigabeposition verschwenkt werden.
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Ein Vorteil der Befestigungsbaugruppe gemäß der vorliegenden Erfindung ist, dass die Befestigungsvorrichtung verschiebbar auf dem Führungsabschnitt des Anschlussbauteils angeordnet ist, weshalb die Befestigungsvorrichtung folglich leicht an das Anschlussbauteil ankoppelbar bzw. von diesem loslösbar ist.
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1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Befestigungsbaugruppe gemäß der vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung der Befestigungsbaugruppe aus 1.
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3 zeigt eine Querschnittsansicht der Befestigungsbaugruppe und eine an ein Anschlussbauteil gekoppelte Befestigungsvorrichtung.
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4 zeigt eine Querschnittsansicht entlang der Linie 4-4 von 1.
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5 zeigt die an einer Fahrradgabel installierte Befestigungsbaugruppe.
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6 zeigt ein Spannverschlusselement in einer Verriegelungsposition.
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7 zeigt eine Querschnittsansicht analog 3 mit der Befestigungsvorrichtung in einer ersten Position.
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8 zeigt eine Querschnittsansicht analog 3 mit der Befestigungsvorrichtung in einer zweiten Position.
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9 zeigt die von dem Anschlussbauteil losgelöste Befestigungsvorrichtung.
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10 zeigt eine zur 5 ähnliche Ansicht, die die Abnahme der Befestigungsvorrichtung illustriert.
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Bezugnehmend auf die 1 bis 10 wird dort eine Befestigungsbaugruppe 1 oder ein Befestigungssystem für ein vorderes Fahrradschutzblech gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die Befestigungsbaugruppe 1 oder das Befestigungssystem umfasst ein Anschlussbauteil 10, eine Befestigungsvorrichtung 20, die lösbar an das Anschlussbauteil 10 gekoppelt ist, ein schwenkbar an die Befestigungsvorrichtung 20 gekoppeltes Spannverschlusselement 30 und eine Haltevorrichtung 40. Die Haltevorrichtung 40 umfasst ein dem Gabelschaft zugewandtes Ende, das in einen Hohlraum 81 eines Fahrradgabelschafts 80 installiert ist, und ein vom Gabelschaft abgewandtes Ende, an das das Anschlussbauteil 10 anstößt. Die Haltevorrichtung 40 weist an dem vom Gabelschaft abgewandten Ende des Weiteren ein Gewindeloch 41 und eine Schraube 43 auf, welche einen Kopfabschnitt aufweist, der mit dem Anschlussbauteil 10 ineinander greift und einen Gewindebereich aufweist, der in das Gewindeloch geschraubt ist, so dass das Anschlussbauteil 10 zuverlässig an der Haltevorrichtung 40 installiert ist.
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Das Anschlussbauteil 10 umfasst angrenzend an das dem Gabelschaft abgewandten Ende der Haltevorrichtung 40 ein Verbindungsteil 12 und auf dessen anderen Seite, gegenüber dem Verbindungsteil 12, ein Führungsteil 13. Das Verbindungsteil 12 weist eine Oberkante 121 auf, die mit der Unterkante 42 der Haltevorrichtung 40 korrespondiert und an dieser anstößt. Das Führungsteil 13 weist eine Nut 131 und einen Vorsprung 132 auf, die an einer äußeren Peripherie des Führungsteils 13 ausgeformt sind, wobei die Nut 131 zwischen dem Führungsteil 12 und dem Vorsprung 132 angeordnet ist. Das Anschlussbauteil 10 umfasst des Weiteren eine durchgehende Bohrung 11, welche sich von dem Verbindungsteil 12 bis zu dem Führungsteil 13 erstreckt und mit dem Gewindeloch 41 korrespondiert, und einen von der äußeren Peripherie des Verbindungsteils 12 und zwischen dem Verbindungsteil 12 und dem Führungsteil 13 hervorstehenden Bund 14. Vorzugsweise ist der Bund 14 angrenzend an den Vorsprung 131 des Führungsteils 13 angeordnet. Der Vorsprung 132 und der Bund 13 weisen zwischen sich einen Abstand D auf.
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Die Befestigungsvorrichtung 20 besitzt zwei gegenüberliegende Enden, umfassend ein erstes Ende 21 und ein zweites Ende 22, wobei das erste Ende 21 und das zweite Ende 22 auf der dem Gabelschaft zugewandten Seite jeweils einen Kopplungsabschnitt 23 aufweist und mit dem vorderen Fahrradschutzblech 50 verbunden ist. Die Befestigungsvorrichtung 20 besitzt eine Oberseite, die sich von dem ersten Ende 21 bis zu dem zweiten Ende 23 erstreckt, und zwei Längsseiten, die sich von der Oberseite parallel zu und beabstandet voneinander erstrecken. Die Oberseite der Befestigungsvorrichtung 20 ist geeignet, gegen den Bund 14 des Anschlussbauteils 10 anzustoßen und besitzt eine sich durch diese erstreckende Öffnung 26, die mit dem Führungsteil 13 des Anschlussbauteils 10 korrespondiert. Die Öffnung 26 ist im Wesentlichen schlüsselförmig und umfasst einen an das zweite Ende 22 der Befestigungsvorrichtung 20 angrenzenden ersten Abschnitt 261 und einen an das erste Ende 21 der Befestigungsvorrichtung 20 angrenzenden zweiten Abschnitt 262. Der erste Abschnitt 261 besitzt zwei parallel zueinander angeordnete innere Seiten 2611 mit einer zwischen den inneren Seiten 2611 definierten ersten Breite W1, und der zweite Abschnitt 262 besitzt zwei innere Seiten 2621 mit einer zweiten zwischen den inneren Seiten 2621 definierten Breite W2. Vorzugsweise ist die erste Breite W1 geringer als die zweite Breite W2. Die Oberseite der Befestigungsvorrichtung 20 besitzt des Weiteren einen an den ersten Abschnitt 261 der Öffnung 26 angrenzenden befestigten Abschnitt 263 und ist an dem Anschlussbauteil 10 installierbar. Vorzugsweise besitzt der befestigte Abschnitt 263 eine Dicke T, die größer als der Abstand D zwischen dem Vorsprung 132 und dem Bund 14 ist, so dass der befestigte Abschnitt 263 fest zwischen dem Vorsprung 132 und dem Bund 14 fixiert ist.
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Die Befestigungsvorrichtung 20 ist verschiebbar auf dem Führungsteil 13 des Anschlussbauteils 10 montiert und ist zwischen einer ersten Position, in welcher die Nut 131 in dem ersten Abschnitt 261 aufgenommen ist und der befestigte Abschnitt 263 zwischen dem Bund 14 und dem Vorsprung 132 eingerückt ist, so dass die Befestigungsvorrichtung 20 an das Anschlussbauteil 10 gekoppelt ist, und einer zweiten Position, in welcher der befestigte Abschnitt 263 aus dem Bereich zwischen dem Bund 14 und dem Vorsprung 132 ausgerückt ist und der Vorsprung 131 in dem zweiten Abschnitt 262 aufgenommen ist, so dass die Befestigungsvorrichtung 20 von dem Anschlussbauteil 10 losgelöst ist, bewegbar. Jede Längsseite besitzt einen an das Ende 21 der Befestigungsvorrichtung 20 angrenzende Bohrung 24 und eine an das zweite Ende 22 der Befestigungsvorrichtung 20 angrenzende Einbuchtung 25. Vorzugsweise ist jede Bohrung 24 unter dem befestigten Abschnitt 263 angeordnet.
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Das Spannverschlusselement 30 besitzt zwei gegenüberliegende Enden, die ein an das erste Ende 21 der Befestigungsvorrichtung 20 angrenzendes erstes Ende und ein an das zweite Ende 22 der Befestigungsvorrichtung 20 angrenzendes zweites Ende umfassen. Das Spannverschlusselement 30 umfasst an dessen erstem Ende ein Stiftloch 31, einen Betätigungsabschnitt 33 an dessen zweitem Ende und zwei jeweils mit den Einbuchtungen 25 der Befestigungsvorrichtung 20 korrespondierende Ausbuchtungen 34 zwischen dem Stiftloch 31 und dem Betätigungsabschnitt 33. Das Stiftloch 31 ist mittels eines Stiftes 35 drehbar mit der Bohrung 24 verbunden, so dass das Spannverschlusselement 30 zwischen einer Verriegelungsposition, in welcher die Ausbuchtungen 34 des Spannverschlusselementes 30 in die Einbuchtungen 25 der Befestigungsvorrichtung 20 eingerückt sind, und einer Freigabeposition, in welcher die Ausbuchtungen 34 des Spannverschlusselementes 30 aus den Einbuchtungen 25 der Befestigungsvorrichtung 20 ausgerückt sind, schwenkbar ist.
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Der Vorsprung 132 besitzt eine auf der dem Bund 14 zugewandten Seite ausgebildete Aussparung 133 und einen anstoßenden Abschnitt 134 auf der der Aussparung 133 gegenüberliegenden anderen Seite. Der befestigte Abschnitt 263 besitzt eine mit der Aussparung 133 des Vorsprungs 132 korrespondierende Erhöhung 27. Zusätzlich ist die Erhöhung 27 in die Aussparung 133 eingerückt, während sich die Befestigungsvorrichtung 20 in der ersten Position befindet. Vorzugsweise umfasst das Spannverschlusselement 30 des Weiteren auf dem ersten Ende einen Nocken 32. Während die Befestigungsvorrichtung 20 in der ersten Position und das Spannverschlusselement 30 in der Verriegelungsposition ist, stößt der Nocken 32 gegen den anstoßenden Abschnitt 134 des Vorsprungs, so dass ein Loslösen des befestigten Abschnitts 263 von dem Vorsprung 132 verhindert wird.
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Beim Montieren sind die Haltevorrichtung 40 und das Verbindungsteil 12 des Anschlussbauteils 10 an dem Hohlraum 81 des Gabelsystems angeordnet und die Schraube 43 ist in die durchgehende Bohrung 11 und das Gewindeloch 41 eingeführt. Speziell befindet sich das Anschlussbauteil 10 unter der Haltevorrichtung 40 und die Oberkante 121 stößt an die Unterkante 42 an. Vorzugsweise sind die Oberkante 121 und die Unterkante 42 bezüglich einer Längsrichtung der Haltevorrichtung 40 abgeschrägt, daher sind die Haltevorrichtung 40 und das Verbindungsteil 12 zuverlässig an den Hohlraum 81 des Gabelsystems installierbar. Anschließend wird der zweite Abschnitt 262 der Öffnung 26 an das Führungsteil 13 montiert, zum Beispiel die zweite Position der Befestigungsvorrichtung 20. Vorzugsweise stößt der Bund 14 an die Oberseite der Befestigungsvorrichtung 20 an und erleichtert eine Bewegung der Befestigungsvorrichtung 20. Während die Befestigungsvorrichtung 20 bezüglich des Anschlussbauteils 10 in Richtung des zweiten Endes 22 bewegt wird, wird der erste Abschnitt 261 der Öffnung 26 an das Führungsteil 13 montiert, zum Beispiel die erste Position der Befestigungsvorrichtung 20, in der die Befestigungsvorrichtung 20 an das Anschlussbauteil 10 gekoppelt ist. Die Nut 131 wird von den inneren Seiten 2611 des ersten Abschnitts 261 zurückgehalten, um eine Bewegung der Befestigungsvorrichtung 20 zu verhindern. Zusätzlich, während der Anwender den Betätigungsbereich 33 der Verriegelung 30 drückt, um die Verriegelung 30 von der Freigabeposition in die Verriegelungsposition zu schwenken, stößt der Nocken 32 gegen den anstoßenden Abschnitt 134 des Führungsteils 13 an und die Aussparung 133 und die Erhöhung 27 rücken fest miteinander ein. Des Weiteren ist jede Ausbuchtung 34 in die zugehörige Einbuchtung 25 eingerückt, so dass eine unerwartete Schwenkung des Spannverschlusselementes verhindert wird.
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Zum Demontieren der Befestigungsvorrichtung 20 von dem Fahrrad wird das Spannverschlusselement 30 in die Freigabeposition geschwenkt, in welcher der Nocken 32 von dem anstoßenden Abschnitt 134 des Führungsteils 13 losgelöst ist, und die Befestigungsvorrichtung 20 wird in die zweite Position bewegt. Sodann ist der befestigte Abschnitt 263 losgelöst von dem anstoßenden Abschnitt 134, so dass die Befestigungsvorrichtung 20 einfach von dem Anschlussbauteil 10 lösbar ist.