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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufhängen einer Gardine, eines Vorhanges oder dergleichen an einer zwei Tragschultern aufweisenden Gardinenschiene mit zwei an der Gardinenschiene befestigbaren Gleitern, die zur ein Verschieben der Gleiter in Gardinenschienenerstreckungsrichtung ermöglichenden Fesselung an der Gardinenschiene Tragelemente und zur Befestigung mit einem Verbindungssteg ein Kopplungselement aufweisen, wobei dem Verbindungssteg an seinen beiden Stegenden jeweils Kopplungshaken angeformt sind, die jeweils lösbar mit dem Kopplungselement eines der beiden Gleiter verbunden sind.
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Die
DE 201 22 140 U1 beschreibt eine derartige Vorrichtung. Die beiden, an der Gardinenschiene befestigbaren Gleiter werden von Gleitsteinen ausgebildet, die zwei Hälften aufweisen, wobei jede Hälfte des Gleitsteines auf einer Tragschulter des Führungskanals der Gardinenschiene aufliegt. Die beiden Gleitsteinhälften sind mit einem Zapfen miteinander verbunden. Es ist ein Verbindungssteg vorgesehen, der der Lagerung von Schlaufenbändern einer Schlaufengardine dient An jedem Ende des Verbindungssteges, über dessen Rücken die Schlaufengardine legbar ist, befindet sich ein Kopplungshaken, der über den quer zur Gardinenschienenerstreckungsrichtung verlaufenden Zapfen hakbar ist.
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Die
EP 1 166 693 beschreibt einen U-förmigen Träger zur Lagerung der Schlaufen einer Schlaufengardine. An den beiden Enden des Trägers befinden sich mehrere Öffnungen, in die ein Haken einhängbar ist, der an einem in einer Gardinenschienenführung einhängbaren Gleiter verbindbar ist.
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Die
DE 20 2005 004 503 U1 beschreibt eine Aufhängevorrichtung zum Aufhängen der Schlaufenbänder einer Schlaufengardine in Form eines Verbindungssteges, der ein U-förmiges Profil aufweist. Von den beiden Enden des Verbindungssteges ragen Kopplungshaken ab, die eine Hakenöffnung aufweisen, die aufeinanderzugerichtet sind. Die Hakenöffnungen weisen dort in Gardinenschienenerstreckungsrichtung bzw. in Erstreckungsrichtung des Verbindungssteges.
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Aus dem Stand der Technik sind ferner in den Führungskanal einer Gardinen schiene einhängbare Gleiter bekannt, die an jeder Stelle in den Führungskanal der Gardinenschiene einsteckbar sind. Hierzu wird der Kopf des Gleiters zunächst in eine Montagedrehstellung gebracht, in der die vom Kopf des Gleiters abragenden Tragvorsprünge in Gardinenschienenerstreckungsrichtung weisen Nach dem Einstecken des Kopfes des Gleiters durch die Nut des Führungskanals hindurch wird der Kopf um 90° in eine Gleitdrehstellung gedreht, in der die Tragvorsprünge auf den Tragschultern des Führungskanals aufliegen. Die
DE 93 01 040 sieht hierzu einen gespaltenen Kopf des Gleiters vor, wobei sich die beiden Kopfhälften beim Drehen des Gleiters einander annähern können. Die
EP 0 722 686 A1 beschreibt einen Gleiter mit einem massiven Kopf, der einen Hals aufweist, der sich beim Drehen im Führungsschlitz verformen kann. Die
DE 10 2009 025 771 A1 beschreibt einen Gleiter mit zweigeteiltem Kopf, wobei die beiden Kopfteile mit einem Steg miteinander verbunden sind. Die
DE 20 2011 000 065 beschreibt einen Gleiter mit einem knebelartig ausgebildeten Kopf, der ebenfalls in einer Montagedrehstellung durch die Führungsnut der Gardinenschiene in den Führungskanal einsteckbar ist und der anschließend durch eine 90°-Drehung in eine Gleitdrehstellung bringbar ist, in der die vom Kopf des Gleiters abragenden Führungsflanken auf den Tragschultern des Führungskanals aufliegen, so dass der Gleiter in einer ein Verschieben des Gleiters in Gardinenschienenerstreckungsrichtung ermöglichenden Stellung an der Gardinenschiene gefesselt ist. Durch Drehen des Gleiters kann er wieder aus dem Führungskanal herausgenommen werden.
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Ausgehend von dem eingangs genannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden.
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Zunächst und im Wesentlichen ist vorgesehen, dass die Kopplungselemente mit in einer Richtung quer zur Gardinenschienenerstreckungsrichtung offene Einhaköffnungen sind, in die die quer zur Gardinenschienenerstreckungsrichtung ausgerichteten Kopplungshaken eingehängt sind. In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Verbindungssteg ein geradlinig und parallel zur Gardinenschienenerstreckungsrichtung verlaufenden Rücken aufweist, über den ein Schlaufenband einer Schlaufengardine hängbar ist. Bevorzugt betrifft die Erfindung eine Gardine, die mit einer derartigen Aufhängevorrichtung an einer Gardinenschiene dekoriert ist, wobei eine Vielzahl von Schlaufenbändern, die am oberen Rand der Gardine befestigt sind und nach oben abragen, jeweils über den Rücken eines Verbindungssteges gelegt sind. Die Dekoration einer derartigen Gardine erfolgt bspw. dadurch, dass zunächst die Gleiter in einen Führungsschlitz der Gardinenschiene eingesetzt werden. Die Einhaköffnungen besitzen Gleiter, die sich quer zur Erstreckungsrichtung der Gardinenschiene, also zur Bewegungsrichtung der Gleiter erstrecken. Zwei derartige Gleiter werden mit einem Verbindungssteg miteinander verbunden. Der Verbindungssteg bildet einen Tragsteg aus, über den die Schlaufe der Schlaufengardine gelegt ist. Da sich die beiden Kopplungshaken parallel zueinander erstrecken und die Hakenöffnung quer zur Erstreckungsrichtung des Verbindungssteges ausgerichtet ist, kann der Verbindungssteg gleichzeitig in beide Einhaköffnungen eingehakt werden. Dies erfolgt durch eine geringfügige Verdrehung des Verbindungssteges um seine Erstreckungsachse. Dabei kann eine Rast zu überwinden sein, wenn die Materialstärke eines die Einhaköffnung bildenden Rings oder Bogens größer ist als die Hakenöffnung. Die Erstreckungsachse des Verbindungsstegs verläuft parallel zur Gardinenschienenerstreckungsrichtung, also parallel zur Verlagerungsrichtung der Gleiter. Die Tragelemente können von Gleitschultern ausgebildet sein, die mit geringer Reibung auf den Tragschultern entlang gleiten. Die Tragelemente können aber auch von Rollen oder von Gleitscheiben ausgebildet sein. Die Einhaköffnung, die sich außerhalb des Führungskanals der Gardinenschiene befindet und die unterhalb eines Abstandssteges angeordnet sein kann, kann von einer Öse oder von einem Hakenelement ausgebildet sein. Die Tragelemente sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie in einer Montagedrehstellung des vom Verbindungssteg gelösten Gleiters durch den Führungsschlitz des Führungskanals der Gardinenschiene steckbar sind und durch eine Drehung des Gleiters in eine Gleitdrehstellung in Auflage auf den Führungsschlitz flankierende Tragschultern des Führungskanals bringbar sind, wobei der die Gleiter miteinander verbindende Verbindungssteg beide Gleiter in der Gleitdrehstellung drehsichert. Diese Ausgestaltung ist insbesondere für diejenigen Gleiter von Bedeutung, die durch eine 90°-Drehung an jeder x-beliebigen Stelle in den Führungskanal der Gardinenschiene einsteckbar und dort verriegelbar sind. Werden zwei benachbarte Gleiter derart verbunden, können sie erst nach Entfernen des Verbindungssteges wieder aus dem Führungskanal der Gardinenschiene entfernt werden. Bei dieser Verwendung des Verbindungssteges braucht er nicht mit einer Schlaufengardine dekoriert zu werden. Er wirkt dann lediglich als Drehsicherungselement.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
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1 in perspektivischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem der Verbindungssteg einen Tragsteg für die Schlaufe einer Schlaufengardine ausbildet,
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2 eine Frontansicht auf das in 1 dargestellte Ausführungsbeispiel,
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3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in 2,
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4 eine Explosionsdarstellung der einzelnen Elemente der Aufhängevorrichtung,
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5 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Tragvorsprünge von Rollen ausgebildet sind,
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6 ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Tragvorsprünge von Gleitscheiben ausgebildet sind,
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7 den Gleiter des ersten Ausführungsbeispiels in einer perspektivischen Darstellung,
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8 den in 7 dargestellten Gleiter in einer Ansicht,
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9 den in 7 dargestellten Gleiter in einer 90°-gewendeten Ansicht,
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10 den in 7 dargestellten Gleiter in einer Draufsicht,
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11 einen Schnitt der Linie XI-XI in 8,
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12 einen Schnitt der Linie XII-XII in 8,
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13 den in 7 dargestellten Gleiter in einer Gleitdrehstellung,
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14 den Schnitt gemäß der Linie XIV-XIV in 13 und
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15 eine Darstellung gemäß 13, wobei der Gleiter jedoch angehoben ist, um ihn in eine Montagedrehstellung zu drehen.
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Das in den 1 bis 4 dargestellte erste Ausführungsbeispiel, das in der 5 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel und das in der 6 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel betrifft eine Aufhängevorrichtung für die aus einem Gewebeband gefertigten Schlaufen 14 einer Schlaufengardine 13. Ein textiles Band 14 ist sich nach oben als Schlaufe erstreckend an den oberen Saum der Gardine 13, bei der es sich auch um einen Vorhang oder dergleichen handeln kann, angenäht. Die Vorrichtung besitzt einen Verbindungssteg 15, der an seinen beiden voneinander entfernten Stegenden 15' Haken 16 aufweist. Zwischen den Verbindungsstegen 15 liegt die Schlaufe auf einem Rücken 17 des Verbindungssteges 15 auf. Die Schlaufe erstreckt sich somit zwischen den beiden über den Rücken 17 ragenden Kopplungshaken 16. Die Verbindungsstege 15 können verschiedene Längen aufweisen, um so mit verschieden breiten Schaufen 14 verwendet werden zu können.
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Im Querschnitt besitzt der Verbindungssteg 15 eine U-Form. Er besteht aus zwei, parallel zueinander in Verbindungsstegerstreckungsrichtung verlaufenden Schenkeln 18, 19, die über den nach außen gerundeten Rücken 17 miteinander verbunden sind. Von einem Steg 18 ragt am Ende 15' des Verbindungssteges 15 jeweils ein zu einem Haken 16 gebogener Materialabschnitt ab. Die Krümmung des Hakens 16 folgt im Wesentlichen dem Krümmungsverlauf des U-Profils, so dass das freie Ende des Hakenschenkels oberhalb des anderen Profilschenkels 19 liegt. Im Querschnitt verbleibt zwischen Profilschenkel 19 und Ende des Hakenschenkels 16 eine Hakenöffnung 16'. Die gedachte Ebene, in der die Krümmung des Hakenschenkels verläuft, wird von der Erstreckungsrichtung des Verbindungssteges 15 im Wesentlichen senkrecht gekreuzt. Insofern liegen die gedachten Ebenen, in denen sich jeweils die Krümmung der Haken 16 erstreckt, parallel zueinander. Die Hakenöffnungen 16' weisen deshalb in eine Richtung, die quer zur Erstreckungsrichtung des Verbindungssteges 15 verläuft.
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Die zugehörigen Gleiter 4 besitzen Tragvorsprünge 8, die von einem Kopf 7 des Gleiters abragen. Die Tragvorsprünge können verschiedene Gestalt aufweisen. Bei dem in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind sie bspw. von Rollen ausgebildet. Bei dem in 6 dargestellten Ausführungsbeispiel werden sie von einem Abschnitt einer im Wesentlichen kreisförmigen oder aber auch elliptischen Gleitscheibe gebildet. Bei dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind es Materialvorsprünge, die von einem Kopf 7 abragen. Der Kopf entspringt dort einem Abstandssteg 6, der auf seiner vom Kopf 7 weg weisenden Seite eine Öse 5 trägt. Die Öse bildet eine Einhaköffnung 5 aus, in die der Haken 16 eingehängt werden kann. Bei dem in der 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ebenfalls eine Einhaköffnung 5 vorgesehen, die hier von einem öffenbaren und wieder verschließbaren Haken ausgebildet ist. Bei dem in der 6 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Einhaköffnung 5 ebenfalls von einer geschlossenen Öse ausgebildet.
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Die Ösen bzw. Einhaköffnungen 5 sind derart ausgebildet, dass sie sich in der montierten Stellung des Gleiters 4 quer zur Erstreckungsrichtung der Gardinenschiene 1 öffnen. Eine gedachte, die Öffnungsfläche der Einhaköffnung 5 senkrecht schneidende Gerade verläuft demzufolge quer zur Verlagerungsrichtung des Gleiters 4 im Führungskanal der Gardinenschiene 1, wobei der Führungskanal einen Führungsschlitz 2 ausbildet, durch den ein Hals des Gleiters 4 hindurchragt, und Tragschultern 3, die den Führungsschlitz 2 flankieren und auf denen die Tragvorsprünge 8 aufliegen. Werden die Tragvorsprünge von Gleitflanken ausgebildet, so gleiten sie auf den Tragschultern 3. Werden die Tragvorsprünge 8 von Rollen ausgebildet, so können die Rollen auf den Tragschultern 3 abrollen.
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Die Hakenöffnung 16', also der lichte Abstand zwischen dem Ende des Hakenschenkels 16 und dem Rücken 17 bzw. dem Steg 19 ist etwas geringer als die Materialstärke der Wandung der Öse 5 bzw. der Materialstärke des Hakenelementes gemäß 5, so dass sich der Haken 17 beim Einhaken in die Öse 5 bzw. beim Aushaken etwas verformen muss. Hierdurch ist beim Einhaken bzw. Aushaken des Kopplungshakens 16 in die Einhaköffnung 5 eine Rast zu überwinden.
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Zur Dekoration einer Schlaufengardine werden zunächst eine Mehrzahl von Gleitern 4 in die Gardinenschiene 1 eingehängt. Dies kann von der Stirnseite her erfolgen. Es ist aber auch möglich, die in den 7 bis 15 noch zu beschreibenden Gleiter zu verwenden, die an jeder x-beliebigen Stelle in den Führungskanal der Gardinenschiene 1 eingesetzt werden können.
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Die Gleiter 4 haben im im Führungskanal eingesteckten Zustand quer zur Gardinenschienenerstreckungsrichtung ausgerichtete Einhaköffnungen 5. Der in die Schlaufe 14 eingesetzte Verbindungssteg 15 besitzt Haken 16 mit Hakenöffnungen 16', die gleichzeitig durch eine Relativdrehung des Verbindungssteges 15 um seine Erstreckungsachse in die Einhaköffnungen 5 eingehakt werden können, wobei dies mit über dem Rücken 17 gelegter Schlaufe 14 erfolgt.
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Die so dekorierte Schlaufengardine kann in einfacher Weise von der Gardinen schiene 1 entnommen werden. Die Gleiter 4 können im Führungskanal der Gardinenschiene 1 verbleiben. Es werden lediglich die Verbindungsstege 15 ausgehängt. Dabei reicht es sogar aus, wenn nur einer der beiden Haken 16 aus der ihm zugeordneten Einhangöffnung 5 ausgehakt wird.
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Der in den
7 bis
15 dargestellte Gleiter entspricht demjenigen in der
DE 20 2011 000 065 beschriebenen Gleiter. Der Gleiter
4 besteht aus Kunststoff und ist materialeinheitlich als Spritzgussteil gefertigt. Der Gleiter
4 besitzt einen Befestigungsabschnitt, der in den Ausführungsbeispielen als Öse
5 ausgebildet ist. An die Öse
5 schließt sich ein Abstandssteg
6 an, der eine zu einem Kopf
7 hin gewölbte Abstandsfläche ausbildet, die einen Grundriss aufweist, der so gestaltet ist, dass der Abstandssteg
6 nicht durch den Führungsschlitz
2 der Gardinenschiene
1 hindurchgesteckt werden kann.
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Dem mittleren Abschnitt des Abstandssteges 6 entspringt ein etwa quaderförmiger Sockel, der zunächst einen aus zwei Abschnitten 11, 12 bestehenden Hals ausbildet, an dem sich ein Kopf 7 anschließt, der zwei voneinander weg weisende Tragvorsprünge 8 ausbildet. Wie der 13 zu entnehmen ist, liegen Tragflanken 8', die vom Tragvorsprung 8 ausgebildet sind, in der Betriebsstellung auf Tragschultern 3 auf, die von Rippen der Gardinenschiene 1 ausgebildet sind. Die beiden parallel zueinander verlaufenden Tragschultern 3 werden von den Endabschnitten jeweils einer Rippe ausgebildet und definieren zwischen sich den Führungsschlitz 2, durch den der Hals 11, 12 des Gleiters 4 hindurch ragt. Die Schlitzwände 2' des Führungsschlitzes 2 verlaufen dabei parallel zu Führungsflanken 9, die von einem Mehrkantabschnitt 11 des Halses ausgebildet werden. Die Führungsflanken 9 verlaufen parallel zueinander und besitzen einen Abstand b, der geringer ist als die Schlitzweite f des Führungsschlitzes 2. Senkrecht zu den Führungsflanken 9 verlaufen Seitenflanken 10, die ein Abstandsmaß a besitzen, welches ebenfalls kleiner ist als die Schlitzweite f.
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Das Diagonalmaß d des Mehrkantabschnittes 11 ist aber größer als die Schlitzweite f, so dass der Gleiter der in 13 dargestellten Betriebsstellung innerhalb des Führungsschlitzes 2 nicht gedreht werden kann.
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An den im Ausführungsbeispiel als Vierkantabschnitt ausgebildeten Mehrkantabschnitt 11, der einen Führungsabschnitt ausbildet, schließt sich in Richtung auf den Abstandssteg 6 ein zweiter Abschnitt 12 an, der im Ausführungsbeispiel als Rundabschnitt ausgebildet ist. Der Rundabschnitt besitzt einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt mit einem Durchmesser e, der geringer ist als die Schlitzweite f. Der Rundabschnitt 12 wird von insgesamt vier Radialeinschnitten ausgebildet, die unmittelbar oberhalb des Abstandssteges 6 in die Eckbereiche des Halses eingebracht sind.
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Die Radialeinschnitte besitzen zwei aufeinander zuweisende Einschnittwände, wobei der Abstand der beiden Einschnittwände im Bereich der Ecken des Vierkantsockels geringer ist als die Materialstärke des Steges. Hierdurch bilden sich Rastwülste aus. Die axiale Höhe des Mehrkantabschnittes 11 ist hingegen größer als die Materialstärke der Rippe.
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Da der Abstand c der beiden Stirnflächen der Tragvorsprünge 8 größer ist als die Schlitzweite f, können die Tragflanken 8' auf den Tragschultern 3 aufliegen. Da der Abstand a der Längsseiten der beiden Tragvorsprünge 8 geringer ist als die Schlitzweite f, kann ein um 90° in eine Entnahmestellung gedrehter Gleiter 4 aus dem Führungsschlitz 2 entnommen werden.
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Die Funktionsweise des Gleiters ist die folgende:
Die 13 zeigt den Gleiter 4 in der Betriebsstellung, in der die Tragvorsprünge 8 auf den Tragschultern 3 des Führungsschlitzes 2 aufliegen. Die beiden Führungsflanken 9 liegen auf Höhe der Schlitzwände 2', so dass der Gleiter 4 in Erstreckungsrichtung des Führungsschlitzes 2 verschoben aber nicht innerhalb des Führungsschlitzes 2 gedreht werden kann. In der Öse 5 können Haken eingehängt sein, an denen eine Gardine, ein Vorhang oder dergleichen befestigt ist. Die Schiene 1 besitzt ein Hohlprofil.
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Um den Gleiter 4 aus der Gardinenschiene 1 zu entnehmen, muss er in Richtung des Pfeiles A in der 13 angehoben werden, so dass die in 15 dargestellte Stellung erreicht ist. In dieser Stellung liegt der Abstandssteg 6 an der Unterseite der Gardinenschiene 1 an. Der Rundabschnitt 12 liegt auf Höhe der Rippen 13. In dieser Stellung kann der Gleiter 4 um die Achse A in eine in 8 dargestellte Entnahmestellung gedreht werden Dabei laufen die von einer Wandung des Radialeinschnitts ausgebildeten Rastwülste 14 auf den gerundeten Kanten der Tragschultern 3 auf. Es muss also eine Rastkraft überwunden werden, um den Gleiter von der Betriebsstellung in die Entnahmestellung zu verdrehen. Dies erfolgt durch eine 90°-Drehung.
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Die Bestückung einer Gardinenschiene 1 mit Gleitern 4 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Der Gleiter 4 wird zunächst in einer Montagedrehstellung, in der die Tragvorsprünge 8 in Gardinenschienenerstreckungsrichtung weisen, in den Führungsschlitz 2 eingesteckt. Die Verbindungslinie der beiden Tragvorsprünge 8 liegt somit in Erstreckungsrichtung des Führungsschlitzes 2. Der Gleiter 4 wird so weit mit seinem Kopf 7 in die Gardinenschiene eingeschoben, bis der Abstandssteg 6 an der Unterseite der Gardinenschiene 1 anschlägt. Dann wird einhergehend mit einer Überwindung einer Rast der Gleiter 4 um 90° um die Achse A gedreht, wobei die Rastwülste 14 die Tragschultern 3 überlaufen und die Tragschultern 3 in die Einschnitte des Rundabschnittes 12 eintreten, bis die in 15 dargestellte Stellung erreicht ist. Wird jetzt der Gleiter 4 losgelassen, so wird er durch die Schwerkraft in die in 13 dargestellte Betriebsstellung abgesenkt, in der die Tragvorsprünge 8 auf der Tragschulter 3 aufliegen.
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Mit dem Verbindungssteg können zwei derartig in einem Führungskanal einer Gardinenschiene 1 eingehängte Gleiter 4 drehgesichert werden. In den bspw. in den 1 bis 3 dargestellten Stellungen wird die Öse 5 nämlich vom Kopplungshaken 16 gekreuzt. Da der Kopplungshaken 16 materialeinheitlich mit dem Verbindungssteg 15 verbunden ist, sich also nicht drehen kann, kann sich der Gleiter 4 nicht gegenüber dem Verbindungssteg 15 verdrehen. Der andere Haken 16, der ebenfalls materialeinheitlich und undrehbar dem Verbindungssteg 15 angeformt ist, durchgreift die Öse 5 eines anderen Gleiters 4, so dass sich zwei über einen Verbindungssteg 15 aneinandergekoppelte Gleiter 4 gegenseitig drehsichern.
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Aus den 1, 2 und 4 ist ersichtlich, dass die Randkante 17' des Rückens 17 und die sich daran anschließende Randkante 19' des Schenkels 19 in Erstreckungsrichtung des Verbindungssteges 15 von den Kopplungshaken 16 etwas beabstandet sind. Dieser Abstand vermindert die Bauhöhe, da die Wandung der Öse 5 in diesen Abstandsspalt eintauchen kann.
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Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige erfinderische Weiterbildung des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Gardinenschiene
- 2
- Führungsschlitz
- 3
- Tragschulter
- 4
- Gleiter
- 5
- Öse, Kopplungselement
- 6
- Abstandssteg
- 7
- Kopf
- 8
- Tragvorsprung, Tragelement
- 9
- Führungsflanke
- 10
- Seitenflanke
- 11
- Vierkantabschnitt, Führungsabschnitt
- 12
- Rundabschnitt
- 13
- Gardine
- 14
- Schlaufe
- 15
- Verbindungssteg
- 15'
- Stegende
- 16
- Kopplungshaken
- 17
- Rücken
- 17'
- Randkante
- 18
- Schenkel
- 19
- Schenkel
- 19'
- Randkante
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 20122140 U1 [0002]
- EP 1166693 [0003]
- DE 202005004503 U1 [0004]
- DE 9301040 [0005]
- EP 0722686 A1 [0005]
- DE 102009025771 A1 [0005]
- DE 202011000065 [0005, 0032]