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Die Erfindung betrifft eine Zusammenfassung von Schaltschrankschlüsseln, wobei einzelne Schlüssel sich in einer selben Ebene aber sich in einem festen Winkel zueinander erstreckend angeordnet und über ein gemeinsames Mittelteil verbunden sind, wobei weiter eine erste und eine zweite Einheit von verbundenen Schlüsseln vorgesehen sind, die jeweils ein eigenes Mittelteil aufweisen und an ihren Mittelteilen lösbar verbunden sind.
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Derartige Zusammenfassungen von Schaltschrankschlüsseln sind bereits in vielfältiger Hinsicht bekannt geworden. Es wird beispielsweise auf die
DE 296 17 973 U1 verwiesen. Die Zusammenfassungen werden insbesondere zur Betätigung von Schlössern an Schaltschränken benutzt, aber auch an Absperrsystemen von Gas-, Wasser- und Elektrizitätsversorgungseinrichtungen. Üblicherweise weisen die Schlüssel einer Zusammenfassung insbesondere einen Vierkant 6 mm und/ oder einen Vierkant 8 mm und/oder einen Vierkant 10 mm und/ oder einen Dreikant 6 mm und/ oder einen Dreikant 8 mm und/ oder einen Dreikant 10 mm und/ oder einen Seckskant und/ oder einen Halbmond und/oder einen Doppelbart und/oder einen stufenartigen Außenvierkant, beispielsweise im Abmesserbereich 6 bis 9 mm und/ oder einen Doppelbit-Einsatz auf. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist bevorzugt, dass eine oder mehrere der genannten Schlüssel, insbesondere auch alle der genannten Schlüssel kombiniert an der Zusammenfassung vorgesehen sind.
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Aus der
US 2006/0236821 A1 ist es bekannt, zwei Schaltschrankschlüssel gegenüberliegend, zueinander fluchtend, mit einem Mittelteil als Einheit verbunden vorzusehen. Die zwei Einheiten sind miteinander rastverbindbar. Weiter ist es aus der
US 6 564 678 B1 bekannt, eine Kombination von Werkzeugschlüsseln vorzusehen, die aus zwei Einheiten besteht und bei denen an jeder Einheit eine Vielzahl von einzelnen Schlüsseln im Wesentlichen parallel nebeneinander angeordnet und verschwenkbar angebracht sind. Die Einheiten sind unter sich durch Magnetkraft lösbar verbunden. Eine vergleichbare Ausgestaltung ist auch aus der
US 8 387 492 B2 bekannt. Auch bei dieser bekannten Ausgestaltung sind zwei Einheiten vorgesehen, an denen jeweils verschwenkbar Schlüssel angebracht sind. Bei diesen bekannten Einheiten ist die Aufbringung eines Momentes auf einen Schlüssel nicht ohne Weiteres möglich. Einerseits muss eine Verkantung eines Schlüssels relativ zu einer die Schlüssel zur Verschwenkung endseitig durchsetzenden Achse erreicht werden, andererseits muss ein Schlüssel durch eine Öffnung der anderen Einheit hindurch geführt und hierdurch eine Halterung erreicht werden.
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Ausgehend von dem dargelegten Stand der Technik beschäftigt sich die Erfindung mit der Aufgabenstellung, eine vorteilhafte Zusammenfassung von Schaltschrankschlüsseln anzugeben.
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Diese Aufgabe ist zunächst beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass die erste Einheit und die zweite Einheit mit in einem festen Winkel zueinander sich erstreckenden Schlüsseln derart vorgesehen sind, dass bei einer Handhabung einer Einheit ein Moment auf einen benutzten Schlüssel aufbringbar ist, dass die Einheiten mittels Magnetkraft miteinander verbunden sind und dass ein Fußbereich eines Schlüssels im verbundenen Zustand der Einheiten sich in Erstreckungsrichtung des Schlüssels in Überdeckung zu zwei Mittelteilen erstreckt.
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Diese Aufgabe ist weiter beim Gegenstand des Anspruches 2 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass eine erste Einheit und eine zweite Einheit von in einem festem Winkel zueinander sich erstreckenden Schlüsseln vorgesehen sind, dass die erste und die zweite Einheit jeweils ein eigenes Mittelteil aufweisen, dass die Einheiten an ihren Mittelteilen lösbar verbunden sind und dass die Schlüssel sich ausgehend von einem gleichen Höhenband bezüglich ihrer den Mittelteilen zugeordneten Fußbereiche erstrecken..
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So kann in einer Zusammenfassung eine Vielzahl von Schlüsseln transportiert werden, die oftmals schon so zusammengefasst einzeln nutzbar sind, die jedoch für eine spezielle oder auch bessere Nutzung auch durch Trennung der Einheiten in eine insoweit jeweils übliche Einheit, mit beispielsweise vier sternförmig zueinander angeordneten Schlüsseln, nutzbar sind. Ein Schlüssel einer solchen separierten Einheit kann in einfacher Weise wie üblich gehandhabt werden. Im Hinblick auf die separierbaren Einheiten kann auch bevorzugt vorgesehen sein, dass diese Einheiten zwar voneinander separierbar aber nicht vollständig trennbar sind. Sie können beispielsweise mittels einer Verbindungskette zusammengehalten sein, so dass auch bei Handhabung eines Schlüssels in einer separierten Einheit die andere Einheit nicht verloren gehen kann.
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Bevorzugt ist vorgesehen, dass im verbundenen Zustand die Schlüssel einer ersten Einheit sich zumindest in der Projektion senkrecht zu einer Ebene in der sich die Schlüssel einer ersten Einheit erstrecken zwischen zwei Schlüsseln einer zweiten Einheit erstrecken. Die Schlüssel können also etagenartig übereinander aber in der Projektion versetzt zueinander, insbesondere sternförmig verlaufend, angeordnet sein. Die Übersichtlichkeit hinsichtlich der insgesamt zur Verfügung stehenden Schlüssel ist damit günstig erreicht. Zudem kann hierdurch auch eine insgesamt kompakte Raumform der Zusammenfassung erreicht sein.
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Weiter ist bevorzugt, dass die Einheiten unverlierbar verbunden sind. Anstatt der genannten Kettenverbindung kann auch beispielsweise eine Gelenkverbindung vorgesehen sein.
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In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Schlüssel sich ausgehend von einem gleichen Höhenband bezüglich ihrer dem oder den Mittelteilen zugeordneten Fußabschnitte erstrecken. Die Arbeitsköpfe der Schlüssel sind, wie auch bei den vorbekannten Zusammenfassungen, jeweils nach außen weisend, speziell nach radial außen weisend, angeordnet. Entsprechend sind die entgegengesetzten Bereiche der Schlüssel als Fußabschnitte bezeichnet. Die Anordnung der Fußabschnitte der sich weiter bevorzugt insgesamt linear erstreckenden Schlüssel in einem gleichen Höhenband erbringt eine gleichsam scheibenartige Konfiguration der Zusammenfassung in einer Seitenansicht. Die Fußbereiche, insbesondere die geometrischen Achsen der einzelnen Schlüssel müssen hierfür nicht exakt in einer selben Ebene angeordnet sein. Ein solches Höhenband kann hinsichtlich der geometrischen Achsen sich beispielsweise, senkrecht zu der genannten Scheibenausrichtung, über einige Millimeter, beispielsweise im Bereich von 1 bis 10 mm, erstrecken. Im Hinblick auf die Ausführungsform mit mehreren Einheiten bezieht sich diese Charakterisierung auf den zusammengesetzten Zustand der Einheiten.
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Bei einer Zusammensetzung der Zusammenfassung aus mehreren Einheiten sind wie angegeben auch mehrere Mittelteile für jede der voneinander separierbaren Einheiten gegeben. Hierbei ist nach einer Ausführungsform gegeben, dass ein Fußabschnitt eines Schlüssels im verbundenen Zustand der Einheiten sich in Erstreckungsrichtung des Schlüssels, also in einer Projektion auf den Mittelbereich in Längsrichtung des Schlüssels, in Überdeckung zu zwei Mittelteilen erstreckt. Dies kann etwa dadurch erreicht sein, dass der Schlüssel in dem einen Mittelteil wurzelt, das andere aber aufgrund seiner Schaftdicke beispielsweise frei übergreift. So kann ungeachtet einer möglichen relativ dünnen Ausbildung eines Mittelteils eine zur Handhabung gewünschte übliche Schaftdicke beibehalten sein. Zudem wirken die Einheiten in ihrer zusammengefassten Form auch organischer.
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Bevorzugt kann auch vorgesehen sein, dass, gesehen von einer geometrischen Mittelachse des Mittelteils ausgehend, die entsprechend senkrecht zu einer geometrischen Längsachse eines Schlüssels verläuft, der Abstand bis zu der gewünschten üblichen Schaftdicke oder des Übergangs in die gewünschte übliche Schaftdicke unterschiedlich ist. Dies kann weiter dazu genutzt sein, dass an dem gegenüberliegenden Mittelteil im radial äußeren Bereich eine entsprechende Abflachung vorgesehen ist, so dass sich durch Eingreifen des Schlüssels mit dem kürzeren - verdünnten - Schaftbereich, wobei der Bereich mit üblicher Schaftdicke und der Übergang hierzu dann tatsächlich eingreift, eine vorgegebene Lageausrichtung der Mittelteile zueinander und/oder eine, gegebenenfalls auch zusätzliche, Drehblockierung erreichen lässt.
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Die mehreren voneinander separierbaren Einheiten sind lösbar verbunden und nach einer Ausführungsform mittels Magnetkraft miteinander verbunden. Die lösbare Verbindung kann auch durch eine Verrastung, etwa durch einen auf besonderen Druck hin zurückziehbaren Rastvorsprung oder dgl. gegeben sein.
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Die Schaltschrankschlüssel können bevorzugt unterschiedliche Längen aufweisen. Dies bezeichnet die Abmessung entlang ihrer geometrischen Mittelachse, gemessen vom Mittelpunkt des Mittelteils aus oder gemessen von einem entsprechenden geometrischen Mittelpunkt der Zusammenfassung aus. Im Hinblick auf solche unterschiedlichen Längen ist bevorzugt, wobei dies grundsätzlich für alle hier beschriebenen Ausführungsformen zutreffen kann, dass die Länge eines Schaltschrankschlüssels größerer Länge die Länge eines Schaltschrankschlüssels kleinerer Länge, insbesondere die Länge eines benachbarten Schaltschrankschlüssels kleinerer Länge, um 10% oder mehr übertrifft. Dies ist insbesondere auch von Bedeutung bezüglich der Ausführungsform, bei welcher die Schaltschrankschlüssel mit vorgegebenen Winkeln undrehbar relativ zueinander vorliegen. Die Maßnahme, die Schaltschrankschlüssel in dieser Hinsicht in ihrer Länge deutlich unterschiedlich auszuführen, kann zu dem Vorteil führen, dass ohne Auflösung eines Verbundes von mehreren Einheiten die Nutzung eines längeren Schlüssels gleichwohl ermöglicht ist. Diese unterschiedliche Länge kann sich beispielsweise bis hin zu 400%, dass also der Schaltschrankschlüssel größerer Länge die vierfache Länge aufweist als der Schaltschrankschlüssel kleinerer Länge, erstrecken.
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Eine solche Gestaltung ist insbesondere hinsichtlich eines Schaltschrankschlüssels bevorzugt, der einen Schlüsselbart aufweist. Eine Unterkante des Schlüsselbartes, also die Kante des Schlüsselbartes, die dem Mittelpunkt der Zusammenfassung am nächsten ist, ist dann bevorzugt derart vorgesehen, dass eine gedachte Verlängerung dieser Randkante quer zu der geometrischen Längsachse dieses Schaltschrankschlüssels nicht mit einem, bevorzugt auch nicht mit den zwei - einer auf jeder Seite in Umfangsrichtung - benachbarten Schaltschrankschlüsseln (kleinerer Länge) kollidiert. Dieser Schaltschrankschlüssel kann also in ein entsprechendes Schlüsselloch eingesteckt werden, ohne dass die Schlüssel kleinerer Länge dies schon hindern. Weiter bevorzugt ist zwischen dieser gedachten Verlängerung, in Längsrichtung der geometrischen Achsen der Schaltschrankschlüssel kleinerer Länge, und dem Beginn eines Schaltschrankschlüssels kleinerer Länge noch ein gewisser Abstand (zusätzlich) gegeben.
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Eine weitere Lehre der Erfindung, die auch für derartige Schlüssel als solche Bedeutung hat, betrifft die Ausbildung eines Werkzeugschlüssels, hier insbesondere eines Schaltschrankschlüssels, mit einem Innenmehrkant. Hierzu ist bevorzugt vorgesehen, dass über die Tiefe des Innenmehrkants mehrere Schlüsselweiten ausgebildet sind. Der Innenmehrkant verjüngt sich also in Tiefenrichtung, bevorzugt ist diese Verjüngung stufenartig. Der Übergang braucht hierbei nicht rechtwinkelig entsprechend einer Stufenfläche gegeben zu sein, sondern kann auch einen Konus mit einem beispielsweise relativ kleinen Konuswinkel sein. An die Verjüngung schließt sich in Tiefenrichtung der Bereich geringerer Schlüsselweite an, der über ein entsprechendes Tiefenmaß, wie auch der vorangehende Bereich größerer Schlüsselweite, eine praktisch konstante Öffnungsweite aufweist.
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Eine weitere bevorzugte Gestaltung der hier beschriebenen Schaltschrankschlüssel ist auch dadurch gegeben, dass die Außenform eines Schlüssels der Innenform entspricht. Wenn ein Schlüssel also beipielsweise einen Innendreikant aufweist, ist auch der Kopf des Schlüssels, in dem der Innendreikant ausgebildet ist, entsprechend als Dreikant ausgebildet. Gleiches betrifft sonstige Mehrkantausbildungen. Da derartige Schaltschrankschlüssel mitunter in räumlichen Verhältnissen zu benutzen sind, in denen die Beleuchtung nicht günstig ist, kann so allein schon durch Tasten der zutreffende Schlüssel einfach herausgefunden werden.
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Weiter ist bevorzugt, dass Schlüssel unterschiedlicher Länge ausgebildet sind. Insbesondere dass die Arbeitsbereiche der Schlüssel auf unterschiedlichen Radien sich befinden. Weiter insbesondere, dass ein Schlüssel mit einer größeren Länge, also der Erstreckung in Richtung seiner Längsachse, zu zwei weiteren Schlüsseln geringerer Länge benachbart ist. Hierdurch kann erreicht werden, dass der Schlüssel größerer Länge, dessen Arbeitsbereich entsprechend weiter vorsteht, auch benutzt werden kann, ohne dass die benachbarten Schlüssel weggedreht werden müssen oder dass im Falle von zwei Einzelteilen diese zunächst voneinander gesondert werden müssen.
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Die vor- und nachstehend angegebenen Bereiche bzw. Wertebereiche schließen hinsichtlich der Offenbarung auch sämtliche Zwischenwerte ein, insbesondere in
der jeweiligen Dimension, ggf. auch dimensionslos, so bspw.
etc., einerseits zur Eingrenzung der genannten Bereichsgrenzen von unten und/ oder oben, alternativ oder ergänzend aber auch im Hinblick auf die Offenbarung eines oder mehrerer singulärer Werte aus einem jeweiligen Bereich.
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Nachstehend ist die Erfindung weiter anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, die aber lediglich Ausführungsbeispiele darstellt. Hierbei zeigt:
- 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform;
- 2 die Ausführungsform gemäß 1 in der Draufsicht;
- 3 die Ausführungsform gemäß 1 in der Unteransicht;
- 4 die Ausführungsform der 1 in separierter Stellung einer ersten und zweiten Einheit;
- 5 einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß 1, geschnitten entlang der Linie V-V in 2;
- 6 eine Darstellung gemäß 5, jedoch bei einer abgeänderten Ausführung im Bereich der Mittelteile;
- 7 eine weitere Darstellung gemäß 5 bzw. 6 bei nochmals geänderter Ausbildung im Bereich der Mittelteile;
- 8 eine Darstellung gemäß 4, jedoch bei einer anderen Art der Verbindung der separierten Mittelteile untereinander;
- 9a bis Stirnansichten möglicher Schlüsselformen; 9f
- 10a bis weitere Stirnansichten möglicher Schlüsselformen; 10e
- 11 eine Zusammenfassung weiterer Ausführungsformen in der Draufsicht;
- 12 die Ausführungsform gemäß 11 in einer Explosionsdarstellung; und
- 13 einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß 12, geschnitten entlang der Linie XIII-XIII.
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Die Ausführungsform der 1 bis 8 betrifft eine Zusammenfassung 1 von Schaltschrankschlüsseln 2, beim Ausführungsbeispiel, wie auch bevorzugt vorgesehen, auch mit einem Doppelbiteinsatz 3. Die einzelnen Schlüssel 2 sind jeweils, siehe insbesondere 4, mit einem ersten Mittelteil 4 oder einem zweiten gemeinsamen Mittelteil 5 verbunden. Es können grundsätzlich auch noch weitere derartige Mittelteile mit damit verbundenen Schaltschrankschlüsseln 2 vorgesehen sein. Die Schaltschrankschlüssel 2 sind mit dem Mittelteil 4 bzw. 5 jeweils in einem festen Winkel α zueinander erstreckend verbunden. Bevorzugt sind sie auch einteilig hiermit ausgebildet. Der Winkel α, abgetragen zwischen den geometrischen Längsachsen der bzw. zweier benachbarter Schaltschrankschlüssel beträgt beim Ausführungsbeispiel 45°. Er kann aber auch beispielsweise 20, 30, 40° oder beliebige Zwischenwerte einnehmen. Zufolge der festen Verbindung untereinander und/ oder eine jedenfalls bezogen auf eine Drehung um eine Längsachse eines Schlüssels verdrehfeste Anordnung eines Schlüssels an dem (jeweiligen) Mittelteil ist bei Benutzung eines Schlüssels in üblicher Weise ein Moment aufbringbar.
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Die Mittelteile 4, 5 sind lösbar miteinander verbunden, was nachstehend noch weiter im Zusammenhang mit den 5 bis 7 erläutert ist. Die jeweils mit einem Mittelteil 4 bzw. 5 verbundenen Schlüssel 2 bilden eine Einheit E1 bzw. E2.
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Weiter sind die Einheiten E1, E2, bzw. die Mittelteile 4, 5, beispielsweise durch eine Kette 6, miteinander fangverbunden. Auch im separierten Zustand, etwa gemäß 4, ist ausgeschlossen, dass man eines der Mittelteile etwa verliert.
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In der verbundenen Stellung der Zusammenfassung, wie dies aus 1 aber auch insbesondere den 2 und 3 hervorgeht, befindet sich ein Schlüssel 2 der beim Ausführungsbeispiel etwa mit dem Mittelteil 4 verbunden ist, zwischen zwei Schlüsseln 2' und 2'', die mit dem Mittelteil 5 verbunden sind. Die Schlüssel 2, 2' und 2'' erstrecken sich insgesamt sternförmig zueinander und zwar bevorzugt, wie aus den 2 und 3 etwa auch ersichtlich, mit einem in der Projektion gleichen Winkel bezüglich ihrer geometrischen Mittelachsen a von beim Ausführungsbeispiel 45°.
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Jeder Schlüssel 2 weist einen nach radial außen freistehenden Schlüsselkopf 7 auf und einen demgegenüber sich zur Mitte erstreckenden Schlüsselschaft 8. Die Schlüsselschäfte 8 sind bei den Ausführungsbeispielen jeweils zylinderförmig gebildet. Sie können auch beispielsweise einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweisen. In dem zusammengefassten Zustand gemäß etwa 1 erstrecken sich alle Schlüssel 2, 2', 2" in einem gleichen Höhenband b, siehe etwa 5, wobei beim Ausführungsbeispiel die geometrischen Mittelachsen a sogar in praktisch derselben Ebene vorgesehen sind. Bevorzugt sind auch jeweils zwei gegenüberliegende Schlüssel 2 mit zusammenfallenden Mittelachsen a vorgesehen.
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Ein Fußabschnitt 9 eines Schlüssels 2, siehe etwa 5, erstreckt sich im verbundenen Zustand der Einheiten in Erstreckungsrichtung des Schlüssels 2 in Überdeckung zu den beiden Mittelteilen 4, 5. Der Schlüssel 2 des Ausführungsbeispieles gemäß 5 wurzelt zwar nur in dem Mittelteil 5. Aufgrund der Vergrößerung seiner Schaftdicke, ausgehend von einem Fußbereich 10 im unmittelbaren Anschluss an das Mittelteil 5 bis zu einem Querschnitt 11 vergrößert er sich jedoch bevorzugt um das Dickenmaß des zweiten Mittelteils 4. Er vergrößert sich etwa auf eine zweifache Dicke (bezogen auf die beispielsweise in 5 sichtbare Abmessung quer zur Erstreckung der geometrischen Längsachse) der Dicke im Fußbereich.
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Die Verbindung der beiden Mittelteile 4, 5 und der damit jeweils verbundenen Schlüssel 2 kann einerseits durch einfache Steckverbindung, wie in 5 dargestellt, erreicht sein. Dies indem eine gewisse Klemmwirkung beispielsweise erzeugt ist.
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Um diese Klemmwirkung gezielt zu verstärken, kann auch eine Kunststoffeinlage 25 wie bei der Ausführungsform der 6 dargestellt, im Zusammenwirkungsbereich der Mittelteile vorgesehen sein. Die Kunststoffeinlage 25 ergibt eine nachgiebige Halterung, so dass die Steckzusammenführung und Verbindung im zusammengesteckten Zustand damit günstig herbeiführbar ist. Die Klemmwirkung und/ oder Kunststoffeinlage kann auch bei weiteren Ausführungsformen, auch wenn dies nachstehend nicht nochmals gesondert beschrieben ist, vorgesehen sein.
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Bei der Ausführungsform der 7 ist eine Magnetverbindung, beim Ausführungsbeispiel mit zwei einzelnen Magnetteilen bzw. magnetisierbaren Teilen 12, 13 vorgesehen. Es kann auch ein Magnetteil 12 bzw. 13 ausreichen, wenn das andere Mittelteil insgesamt magnetisierbar ausgebildet ist.
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Bei der Ausführungsform der 8 ist die Zusammenhaltungskette 6 in beiden Mittelteilen 4, 5 jeweils durch zwei Öffnungen 14, 15 geführt. Dies erleichtert es insbesondere, wenn man nur die Kette hält, dass die beiden Teile, beispielsweise wenn ein Magnetverschluss vorgesehen ist, sich selbsttätig finden und gegeneinander verriegeln. Dies kann auch bei weiteren Ausführungsformen jeweils vorgesehen sein.
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Von Bedeutung ist auch, dass jedenfalls bei der Ausführungsform der 1 bis 8, was aber auch bei den weiteren Ausführungsformen jeweils vorgesehen sein kann, das Mittelteil 4 bzw. 5 selbst eine Schlüsselausformung 26 aufweist hier in Form eines Dreiecks mit abgeschnittenen Spitzen. Diese Schlüsselausformung öffnet ersichtlich senkrecht zu den Schlüsselköpfen der Schlüssel 2.
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Insbesondere ist auch bei den Ausführungsformen der 1 bis 8 bevorzugt, weiterhin aber auch bei den weiter nachstehend beschriebenen Ausführungsformen möglich, dass Schlüssel unterschiedlicher Länge vorgesehen sind. Insbesondere, bezogen auf die Ausführungsformen der 1 bis 8, dass alle zu einer Einheit E1 oder E2 gehörigen Schlüssel jeweils länger bzw. jeweils kürzer ausgebildet sind. So können an einer Einheit E1, die nur die längeren Schlüssel aufweist, diejenigen Schlüssel ausgebildet sein, die am häufigsten verwendet werden, während die bei der Einheit E2 ausgebildeten kürzeren Schlüssel erfahrungsgemäß weniger häufig verwendet werden. Ein kürzerer Schlüssel ist kürzer als der Schlüssel kleinster Länge der längeren Schlüssel. So ist es in der größten Zahl der Anwendungen nicht erforderlich, die Einheiten E1, E2 voneinander zu trennen, da die kürzeren Schlüssel, die auf der Winkelhalbierenden zwischen den längeren Schlüsseln bevorzugt sich erstrecken, aufgrund der unterschiedlichen Längenausbildung nicht stören. Grundsätzlich ist solches beispielsweise in 2 hinsichtlich des Doppelbiteinsatzes 3 gegeben, der hier zu der Einheit E2 gehört, siehe etwa 4, während die benachbarten Schlüssel, die zu E1 gehören, demgegenüber eine deutlich geringere Länge aufweisen, so dass der Arbeitsbereich des Doppelbiteinsatzes in der dargestellten Arbeitsstellung so weit hervorragt, dass ohne Auseinandernehmen der Teile E1, E2 eine Benutzung ermöglicht ist.
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Die 9a bis 9e zeigen typische Schlüsselköpfe. Hierbei zeigt 9a einen Vierkant, 9b einen Doppelbart, 9c einen stufigen Außenvierkant, 9d einen Halbmondschlüssel, 9e einen, vergleichsweise großen, Schraubendreherkopf und 9f einen Mehrkantschraubdreherkopf.
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Die 10a bis 10e zeigen vergleichbare Gestaltungen, wobei 10a und 10b und 10e Dreikantvarianten und 10c und 10d Vierkantvarianten zeigen.
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Mit Bezug zu den 11 bis 13 ist eine Weiterbildung der Ausführungsform der 1 bis 8 dargestellt.
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Prinzipiell treffen auch alle Ausführungen bezüglich der insbesondere oben genannten Ausführungsform, bezüglich der Schlüssel als solcher und sonstiger nicht geänderter Abschnitte auch die sonstigen Ausführungen der Figurenbeschreibung, auf diese Ausführungsform zu. Lediglich die nachstehend noch hervorgehobenen Besonderheiten sind abweichend. Sie können aber auch bei der genannten Ausführungsform der 5 bis 8 verwirklicht sein.
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An einem der Mittelteile, hier dem Mittelteil 4, siehe auch 12, sind nur Schaltschrankschlüssel größerer Länge L ausgebildet, während an dem anderen Mittelteil nur Schaltschrankschlüssel kleinerer Länge l ausgebildet sind.
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Eine größere Länge L ist insbesondere 10% oder mehr größer als eine kleinere Länge l. Dies kann bspw. bis hin zur vierfachen Länge reichen.
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Von Bedeutung ist insbesondere auch, siehe insbesondere
11, dass ein Außenbartschlüssel 7, siehe auch
9b, eine solche Länge L aufweist, was eine gedachte Verlängerung V der Unterkante 28 eines Bartes, quer, d.h. im rechten Winkel zu einer geometrischen Längsachse a dieses Schlüssels, sich oberhalb eines benachbarten Schaltschrankschlüssels 7, nämlich hier eines Schaltschrankschlüssels kleinerer Länge l, erstreckt. Und zwar mit einem in der Darstellung gemäß
23, also in der Draufsicht, gegebenen Abstand x, der bevorzugt einem Zehntel oder mehr der Schaftdicke 11 im zylindrischen Bereich des Schaltschrankschlüssels 7 mit Schlüsselbart entspricht. Weiter bevorzugt entspricht der Abstand
darüber hinaus bevorzugt ca.
der genannten Dicke 11.
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Weiterhin ist auch bevorzugt, dass ein Innenmehrkant 29 sich aus zwei oder mehr Innenmehrkanten 30, 31 zusammensetzt, die verschiedene Schlüsselweiten aufweisen. Hierbei ist der Innenmehrkant 31 mit geringerer Schlüsselweite in größerer Tiefe des Schlüsselkopfes ausgebildet, als der Innenmehrkant 30 größerer Schlüsselweite. Der Übergang ist bevorzugt über eine Stufe 33 gegeben.
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Weiterhin ist auch bevorzugt, dass entsprechend auch der Darstellung in 7 in beiden Mittelteile 4, 5 je ein Halterungsmagnet 12, 13 angeordnet ist. Er kann dort bspw. verklebt sein.
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Umgebend zu einem Halterungsmagneten 12 oder 13 ist in dem jeweiligen Mittelteil 4 bzw. 5 eine nutartige Vertiefung 34 bevorzugt ausgebildet. Diese nutartige Vertiefung kann umlaufend vorgesehen sein, ist weiter bevorzugt kreisabschnittsförmig gebildet, aber darüber hinaus bevorzugt nicht ineinander übergehend.
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Diese nutartige Vertiefung 34 hat bspw. den Vorteil, dass hier Dämpfungsmaterial aufgenommen sein kann, das ein Zusammenfügen der Teile des Schaltschrankschlüssels geräuschmäßig bspw. dämpfen kann. Es kann sich etwa um Schaumstoff handeln. Weiter ergänzend oder alternativ kann diese Vertiefung 34 auch als Aufnahmeraum für Kleinteile, wie etwa kleine Schrauben oder dergleichen, genutzt sein, die dann geeigneterweise bei entsprechender Wirkung des Magneten, auch sogleich mit Hilfe der Magneten dort gehaltert sein können. Bestimmte Zusatzteile, die in diesem Zusammenhang genutzt sein können, können auch einfach bspw. durch Einklemmen oder auch nur ledigliches Einlegen, wobei beim Öffnen entsprechend achtsam vorzugehen ist, dort aufgenommen sein. Sie können auch in einem Halterungsmaterial, wie bspw. Schaumstoff, aufgenommen sein.
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Bevorzugt ist auch mit Bezug zu der Darstellung gemäß 13, dass ein radialer Abstand Y, dessen von einer Mittelachse M der Zusammenfassung oder eines spezifischen Teils der Zusammenfassung bis zu einem Übergang U in die grö-ßere Dicke 11 eines Schaltschrankschlüssels bezüglich unterschiedlicher Schaltschrankschlüssel eines selben Teils der Zusammenfassung unterschiedlich ist, dass also ein Abstand Y1 bspw. kleiner ist als der Abstand Y. Bei der Darstellung der 25, was auch einer bevorzugten Gestaltung entspricht, sind beide Abstände gleich lang ausgebildet.
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Insbesondere ist aber auch bevorzugt, dass zwar bei gegenüberliegenden Schlüsseln gemäß der Darstellung der 13 die Abstände Y, Y1 gleich sind, bei den weiteren Schlüsseln desselben Teils der Zusammenfassung aber die Abstände Y, Y1 zwar auch gleich sind, jedoch kleiner als die Abstände der Schlüssel, die in 13 dargestellt sind.
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Bezüglich der kleineren Abstände ist dann weiter bevorzugt an einem Mittelteil, hier dem Mittelteil 5, siehe 12, eine Abflachung 35 ausgebildet, die eine lageneindeutige Zuordnung der Teile der Zusammenfassung erbringt und zudem noch eine Verdrehung der Teile der Zusammenfassung zueinander - ggf. zusätzlich - hindert.
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Bevorzugt sind zwei derartige Abflachungen 35 spiegelbildlich bezüglich der Mittelachse M gegenüberliegend an dem selben Mittelteil 5 ausgebildet. Bei nur einer Abflachung kann auch erreicht sein, dass eine eindeutige Zuordnung der Mittelteile, und damit der Schlüssel zueinander, wodurch die jeweilige Nachbarschaft festgelegt ist, gegeben ist.
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Wie weiter zu erkennen ist, weisen die Schlüssel mit einem Innenkant auch eine äußere Form auf, die diesem Innenkant entspricht, also etwa einem dreiflächigen Innenkant oder einem fünfflächigen Innenkant etc.