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Die Erfindung betrifft eine Zudecke, insbesondere für Betten und Liegen Bei Betten ist der Liegekomfort ein entscheidendes Kriterium Das Komfortgefühl unterliegt dem Zeitwandel.
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Früher wurde zumindest teilweise auf eine harte Auflage bzw. auf eine entsprechend harte Federung Wert gelegt. Dann wurde auf eine größere Nachgiebigkeit gewünscht. Das hat die Matratzen in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt.
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Die gebräuchlichen Matratzen waren dann Federkernmatratzen. Die Federkerne in solchen Matratzen sind Drahtfedern, die in unterschiedlichen Ausführungen verfügbar sind. Die Federkerne lassen sich mit unterschiedlichen Mittel in der jeweils vorgesehenen Position halten.
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In neuerer Zeit sind die Federkernmatratzen zumindest weitgehend durch Matratzen aus Kunststoffschaum abgelöst worden. Dabei ist vorzugsweise Polyurethan als Kunststoffschaum zur Anwendung gekommen.
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Im Bereich des Kunststoffschaumes beinhaltet der viskoelastische Polyurethanschaum eine wesentliche Weiterentwicklung. Dieser Schaum besitzt einen Glaspunkt, der im Bereich der Raumtemperatur liegt, vorzugsweise geringfügig unterhalb der Raumtemperatur. Die Folge ist ein verändertes Nachgiebigkeitsverhalten bei einer geringfügigen Erwärmung durch den liegenden Menschen. Diese Erwärmung bewirkt ein weiteres Einsinken des liegenden Menschen. Dem Konzept liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die größte Erwärmung dort stattfindet, wo der Körper die größte Masse hat. Das ist im Bereich der Hüften und der Schultern der Fall. Dort sinkt der Körper stärker ein, als ohne größere, wärmebedingte Nachgiebigkeit. Durch dieses besondere Einsinken liegt der Mensch gerader als auf herkömmlichen Matratzen.
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Der Vorteil des größeren Einsinkens ist aber verbunden mit einer größerflächigen Berührung der Menschen mit dem Kunststoffschaum. Bereits gesunde Menschen beklagen, dass sie durch tieferes Einsinken stärker schwitzen. Kranke Menschen liegen sich dadurch schneller wund.
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Es ist deshalb üblich geworden, die Matratzen mit einem drainierenden Überzug zu versehen. In neuerer Zeit ist vorgeschlagen worden, die Drainschichten durch ein Abstandstextilien zu bilden. Solche Abstandstextilien besitzen zwei im Abstand angeordnete Schichten aus Filamenten, Fäden und Faserern, die durch weitere Filamente bzw. Fäden oder Fasern auf Abstand gehalten werden. Dabei können die Abstandstextilien sowohl mehrteilig zusammengesetzt sein als auch einteilig ausgebildet sein. Bei mehrteiliger Ausbildung werden die die Deckschichten bildenden separaten Textilien durch ein weiteres Textil miteinander verbunden. Bei einteiliger Ausbildung wird das Textil so gestaltet, dass sie die beschriebenen Deckschichten und die Verbindung bilden. Einteilige Ausführungen können im Wege des Wirkens oder Strickens entstehen. Die Abstandsgewirke bestehen aus Kunststoff, insbesondere aus Polyester oder Polyamid oder Polypropylen oder Elasthan oder Polyethylen, oder aus einem organischen Material, insbesondere aus Cellulose, oder aus einem anorganischen Material, insbesondere aus Glasfasern.
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An Kraftfahrzeugen haben sich solche Abstandsgewirke bereits durchgesetzt. Beispielhaft wird auf die
US-PS 6629724 verwiesen. Die Abstandsgewirke sollen die Sitzfläche hinterlüften, so dass durch Schwitzen anfallende Feuchtigkeit verdampfen und der Dampf abgezogen werden kann. Die Abstände können dabei bis 15 mm betragen. Auch sonstige Textilien können ein ausreichendes Volumen für eine Abstandsfunktion aufweisen. Bekannt ist es, auf dem Wege wasserdichte Schichten zu hinterlüften. Beispielhaft wird auf die
US-PS 6716778 verwiesen.
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Dabei bilden die Abstandsgetextilien zum Teil Kanäle, durch die der Wasserdampf abgezogen werden, der durch Schwitzen des liegenden Menschen entsteht. Zum Teil sind Abstandstextilien als durchgehende Schichten vorgesehen.
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Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Beschichtung von Kunststoffschaum mit einem Abstandsgewebe zwar eine Belüftung bewirkt. Aber die positive Wirkung der Viskoelastizität geht verloren, weil mit dem zwischenliegenden Abstandstextil eine Isolierung entsteht. Die Körperwärme kann nicht mehr in wesentlichem Umfang auf den Schaum einwirken.
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Vor dem Hintergrund wurde eine Matratze geschaffen, welche die Vorteile des Abstandstextils nutzt und im übrigen eine vergleichbare Qualität wie viskoelastischer Schaum besitzt. Das wird unter Verwendung einer Matratzenschicht aus Abstandsgewirke erreicht
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Das erfindungsgemäße Abstandsgewirke kann ganz oder teilweise die Matratze bilden.
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Bei einer vollständig aus Abstandsgewirke bestehenden Matratze kommt zu der extremen Belüftung noch eine extrem gute Waschbarkeit und Trockenbarkeit hinzu.
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Bei einer Kombination des erfindungsgemäßen Abstandsgewirke mit anderen Materialschichten zu einer Matratze können beliebige andere Materialschichten vorkommen. Das schließt gleiche oder andere Abstandstextilien ein. Die verschiedenen Materialschichten können durch Schweißen oder Kleben oder mechanisch miteinander verbunden werden. Eine günstige Verbindung entsteht mit einer Klettverbindung. Dabei kann das erfindungsgemäße Abstandsgewebe einen Teil der Klettverbindung bilden.
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Die Abstandsgewirke haben bisher ein unansehnliches Äußeres. Deshalb ist üblicherweise ein Bezug für die Matratzen vorgesehen. Darüber hinaus werden die Matratzen in der Regel durch ein Bettlaken vor Verschmutzung bei der Benutzung geschützt.
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Die Zudecken für Betten besitzen klassisch eine Federfüllung. Berühmt sind Daunenfüllungen. In neuzeitlichen Zudecken werden die Daunen durch Weichschaumpartikel aus Kunststoff ersetzt. Alle Zudecken haben die Aufgabe, den Benutzer bei kühleren Temperaturen der Umgebungsluft zu wärmen. Das geschieht durch die Isolierungswirkung der Zudecke. Im Sommer wird die Zudecke zumeist gegen eine dünnere Zudecke ausgewechselt.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, mit einer einzigen Zudecke sowohl niedrigeren Umgebungstemperaturen als auch höheren Umgebungstemperaturen gerecht zu werden. Bei den Zudecken kommen Abstandstextilien bisher nicht vor. Die Erfindung führt das darauf zurück, daß die bisher gebräuchlichen Abstandsgewirke zu sperrig und zu schwer sind, um die notwendige Anmutung für die Verwendung als Zudecke zu liefern
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Anwendung der Abstandsgewirke und vergleichbarer Abstandstextilien auf Zudecken zu ermöglichen. Nach der Erfindung wird das mit den Merkmalen des geltenden Hauptanspruches erreicht. Die Abstandsgewirke und vergleichbaren Abstandstextilien werden im folgenden als 3D-Kern bezeichnet. Dabei kann der 3D-Kern nicht nur durch ein Gewirke, sondern auch durch ein Gestricke oder ein Gewebe oder durch ein Gelege gebildet werden.
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Überraschenderweise zeigt sich, daß mit einem Bezug bzw. mit einer außen liegenden Beschichtung für den 3D-Kern, der mit unterschiedlich isolierenden Seiten versehen ist, sowohl der Vorteil einer weniger warmen Zudecke für den Sommer als auch der Vorteil einer stärker isolierenden Zudecke für den Winter gewahrt werden. Die geringere Isolierung wird vom Benutzer im Sommer als kühlend, im Winter als wärmend empfunden. Vorzugsweise wird die unterschiedliche Isolierung durch unterschiedliche Luftdurchlässigkeit der Schichten erreicht. Die größere Luftdurchlässigkeit ist gleichbedeutend mit einer geringeren Isolierung und die geringere Luftdurchlässigkeit gleichbedeutend mit einer höheren Isolierung. Dabei kommt es darauf an, mit welcher Seite die Zudecke auf dem Benutzer aufliegt. Liegt die Seite mit größerer Luftdurchlässigkeit oben, so kann die erwärmte Luft aus dem Inneren der Zudecke aufsteigen und durch die Oberseite entweichen. Es strömt kältere Luft nach, welche sich aufgrund der Körperwärme des Benutzers in der Zudecke erwärmt und gleichfalls nach oben entweicht. Die unten liegende Schicht hat zwar eine geringere Luftdurchlässigkeit als die oben liegende Schicht. Aufgrund des dort herrschenden höheren Temperaturgefälles und der Wärmeleitung aufgrund der Materialberührung mit dem Benutzer kommt es gleichwohl zu einem sehr viel größeren Wärmetranspart als bei umgekehrt (Schicht mit größerer Luftdurchlässigkeit unten und geringerer Luftdurchlässigkeit oben) liegender Zudecke. In der Lage entfaltet die erfindungsgemäße Zudecke besonders im Sommer Vorteile. Im Winter wird die Zudecke mit umgekehrter Lage benutzt. Dann hindert die geringere Luftdurchlässigkeit der oben liegenden Schicht die in der Zudecke eingeschlossene Luft viel stärker am Aufsteigen und Entweichen als die andere Schicht mit höherer Luftdurchlässigkeit.
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Die Beschichtung für den 3D-Kern kann als Bezug lose und auswechselbar auf dem 3D-Kern aufliegen. Die Beschichtung kann aber auch an dem 3D-Kern befestigt sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Befestigung der Beschichtung. Eine mögliche Befestigung ist das Steppen. Das Steppen ist eine Art Nähen. Dabei durchdringt die Nähnadel die Zudecke und wird ein oder mehrere Fäden mitgeführt, so daß die Beschichtung an der Durchdringungsstelle gegen den 3D-Kern gespannt wird. Die Spannung führt an der betreffenden Stelle zu einer Einschnürung/Einwärtswölbung in der Zudecke. Vorzugsweise werden dabei eine Vielzahl von Befestigungspunkten gesetzt, so daß sich an den Oberfläche der Zudecke Steppnähte zeigen. Die Steppnähte haben können zugleich die Flexibilität der Zudecke verbessern. Das Verbesserungsmaß hängt von der Form und dem Verlauf der Steppnähte und von dem Maß der von den Steppnähten verursachten Einschnürung ab.
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Vorzugsweise erfährt die Zudecke durch die Steppnähte eine Einschnürung von mindestens 5% je Naht, bezogen auf die maximale Dicke des 3D-Kerns. Noch weiter bevorzugt ist das Maß der Einschnürung höchstens bis 30%, höchst bevorzugt bis 50% bezogen auf die Dicke des 3D-Kerns.
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Der Verlauf der Steppnähte kann gerade und/oder rund verlaufen. Dabei können die Steppnähte sowohl längs und/oder quer verlaufende und/oder schräg verlaufende gerade und/oder gebogene und/oder gewellte verlaufende Linien bilden. Dabei können die Linien sich schneiden oder vor einander Enden. Das führt unter anderem zu Karo-Formen, Rautenformen, Quadratformen, Rechteckformen, Kreisformen, Schlingenformen, Mondformen und anderen Formen.
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Es kann auch ein bleibend an dem 3D-Kern angebrachter Bezug mit einem losen Bezug kombiniert werden.
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Der lose Bezug kann auch an der einen Seite aus einem anderen Stoff als an der anderen Seite bestehen.
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Es kann auch – beschränkt auf eine Seite – ein auswechselbarer oder ein fest/bleibend angebrachter Bezug vorgesehen sein. Bei einseitigem bleibend vorgesehenem Bezug ist dieser Bezug vorzugsweise unmittelbar an dem 3D-Kern vorgesehen. Bei einseitigem, lösbarem Bezug kann dieser Bezug unmitelbar an dem 3D-Kern befestigt sein, aber auch an dem lösbaren Bezug befestigt sein. Mit dem einseitigen Bezug kann die erfindungsgemäße Wirkung verstärkt werden. Das heißt, die geringere Luftdurchlässigkeit der einen Seite des 3D-Kernes kann mit dem zusätzlichen, einseitigen Bezug noch weiter verringert werden, Die lösbare Befestigung des einseitig vorgesehenen Bezuges ist vorzugsweise mittels Druckknöpfen oder mit Klettverbindungen vorgesehen. Die Druckknöpfe sind immer paarweise vorgesehen. Sie bestehen vorzugsweise aus Metall. Einem an dem 3D-Kern vorgesehenen Knopf ist immer ein Knopf an dem einseitigen Bezug zugeordnet. Von jedem Paar der Knöpfe kann der eine Knopf in oder auf den zugehörigen anderen Knopf gedrückt werden. Danach umschließt der eine Knopf den anderen mit einer gewissen Spannung. Diese Spannung kennzeichnet die Verbindungskraft. Die Druckknöpfe sind handelsübliche Produkte aus der Bekleidungsindustrie. Je häufiger die Druckknöpfe eingesetzt werden und umso größer die Druckknöpfe sind, desto größer ist bei handelsüblichen Druckknöpfen die Festigkeit der Verbindung.
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Vorzugsweise sind die erfindungsgemäß vorgesehenen Druckknöpfe bei gesteppten Zudecken mit sich kreuzenden Steppnähten an den Kreuzungsstellen vorgesehen, so daß die Druckknöpfe in Falten/Vertiefungen der Zudecke sitzen und bei der Benutzung der Zudecke nicht stören.
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Wahlweise können die Druckknöpfe zugleich als Polsterknöpfe ausgebildet. Polsterknöpfe sind Knöpfe, mit denen eine Vertiefung in Polster gezogen werden. Zumeist besitzen die Polsterknöpfe einen geschlossen Knopf, zumeist mit dem gleichen Material bezogen wie das Polster. Unten ist an dem Knopf eine Öse vorgesehen. Durch die Öse wird ein Faden gezogen und der Knopf mit dem Faden in das Polster gezogen. Polsterknöpfe finden vorzugsweise bei klassischen englischen Lederpolstern Anwendung.
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Bei der erfindungsgemäßen Zudecke können annähbare Druckknöpfe benutzt werden, um mit Ihnen Falten/Vertiefungen in dem 3D-Kern zu erzeugen. In den Falten/Vertiefungen können die Drucknöpfe nicht stören. Günstig ist, wenn die Druckknöpfe dabei in einem Raster verteilt werden, dessen Punkte entweder auf vorhandenen, oben beschriebenen Steppnähten liegen oder aber auf Linien liegen, welche den oben geschriebenen Steppnähten entsprechen.
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Anstelle oder zusätzlich zu den Druckknöpfen können auch die genannten Klettverbindungen Anwendung finden. Klettverbindungen sind textile Verbindungen. In seiner typischen Form gehören zu einer Klettverbindung Nylonstreifen, wovon ein Streifen Widerhäkchen und der andere Streifen Schlaufen aufweist. Durch Zusammenpressen der Textilstreifen greifen die Häkchen in die Schlaufen. Das bewirkt eine vorbestimmte Festigkeit handelsüblicher Klettverbindungen. Unter Anwendung einer gleichfalls vorbestimmten Lösekraft verformen sich die Häkchen so weit, daß sie wieder aus den Schlaufen gleiten. Die Streifen werden angeklebt oder angenäht oder in anderer Weise am Untergrund befestigt. In der erfindungsgemäßen Anwendung werden Kleber gewählt, welche durch übliche Reinigung der Zudecke ihre Funktion nicht verlieren. Ein geeigneter Kleber kann zum Beispiel ein Heißkleber sein.
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Die erfindungsgemäße Anwendung der Klettverschlüsse können die Streifen in einer Länge vorkommen, mit der sich die Streifen über die gesamte Breite oder Länge der Zudecke erstreckt. Es können aber Stücke von solchen Streifen Anwendung finden, die im Raster auf dem 3D-Kern oder einem Bezug angeordnet werden.
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Von dem Klettverschluß besitzen die Streifen mit den Schlaufen eine flauschige Anmutung, während die Streifen mit den Häkchen sich auf der Haut unangenehm anfüllen. Nach der Erfindung werden von der Klettverbindung die Teile mit den Schlaufen an dem 3D-Kern bzw. an dem sonst den 3D-Kern einhüllenden Bezug angebracht. Dadurch können die erfindungsgemäßen Zudecken auch ohne den einseitigen zusätzlichen Bezug Anwendung finden, ohne daß die Klettverbindungsteile stören, mit denen der Bezug für eine wahlweise Anbringung des zusätzlichen, einseitigen Bezuges ausgerüstet sind.
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Als Beschichtungsmaterial für den 3D-Kern kann ein Stoff aus Baumwolle, Satin, Polyester, Leinen oder ein anderer üblicher Stoff aus Kunststoff und/oder organischem Material gewählt werden. Die erfindungsgemäße unterschiedliche Luftdurchlässigkeit kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden, zum Beispiel durch Wahl unterschiedlicher Stoffe, z. B. für die eine Seite Wolle und für die andere Seite Satin. Handelsüblich kommen Stoffe mit unterschiedlichen Geweben vor. Gewebe entstehen in der Regel unter Bildung von Maschen. Bei unterschiedlichen Maschengrößen ergeben sich zwangsweise auch unterschiedliche Luftdurchlässigkeiten. Die Anzahl der handelsüblich verfügbaren Stoffe ist so groß, daß eine Maßkonfektion der Stoffe zur Auslegung auf bestimmte Luftdurchlässigkeit zumeist entbehrlich ist. Die geeigneten Stoffe können auch der Vielzahl der handelsüblichen Stoffe ausgewählt werden. Die Auswahl erfolgt dann unter Messung der Luftdurchlässigkeit. Sinnvoll ist die Verwendung gleicher Messgeräte und die Einhaltung gleicher sonstiger Meßbedingungen/Prüfbedingungen. Bei unterschiedlichen Prüfbedingungen können die Prüfergebnisse nur miteinander verglichen werden, wenn der Einfluß der Abweichungen in den Prüfbedingungen geklärt ist. Im einfachsten Fall erfolgt die Klärung mittels Referenzstoffen, deren Eigenschaften bekannt sind. Wahlweise erfolgt die Messung unter Verwendung von Druckluft mit zum Beispiel 1 Bar Überdruck gegenüber dem Umgebungsdruck. Mit der Druckluft wird dann eine bestimmte Stoff-Fläche von zum Beispiel 10 Quadratzentimeter aus einer Entfernung von zum Beispiel 1 cm für eine Dauer von 5 sec beaufschlagt. Zweckmäßig erfolgt die Messung bei einer Umgebungstemperatur von zum Beispiel 20 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von zum Beispiel 805. Der Stoff wird dazu in einen Rahmen eingespannt, der mit einer Druckmeßvorrichtung versehen ist. Bei der Beaufschlagung mit Luft wird die Druckmessvorrichtung unterschiedliche Drücke an dem Rahmen bei der Beaufschlagung von unterschiedlichen Stoffen messen. Vorzugsweise soll bei der vorstehend beschriebenen Messung mindestens ein Unterschied von 20%, noch weiter bevorzugt von mindestens 30% und höchst bevorzugt von mindestens 40% zwischen den am Rahmen gemessenen. Druckkräften bestehen.
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Die erfindungsgemäße Beschichtung kann an den Seiten jeder Zudecke herumgeführt und dort eine Kante bilden. Die Schichten können zur Kantenbildung umgeschlagen werden. Ferner kann die Kante mit einem Band eingefasst werden. Die Kante kann vernäht oder verklebt oder verschweißt oder in sonstiger Weise fixiert/gesichert werden.
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Je nach Bedarf werden erfindungsgemäße Zudecken mit einer Dicke von 5 bis 50 mm hergestellt.
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In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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1 zeigt eine erfindungsgemäße. Zudecke 1 für ein Bett, die aber auch für andere Zwecke geeignet ist. Die Zudecke 1 besteht aus einem 3D-Kern 2, der oben und unten mit Stoffen 3 und 4 beschichtet ist. Die Stoffe 3 und 4 besitzen eine unterschiedliche Luftdurchlässigkeit. Die Stoffe 3 und 4 sind durch Steppnähte 6 und 7 mit dem 3D-Kern verbunden. Die Steppnähte 3 und 4 verlaufen im Ausführungsbeispiel entweder genau in Längsrichtung oder quer zur Längsrichtung der Zudecke 1. In anderen Ausführungsbeispielen ist ein anderer Verlauf vorgesehen.
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2 zeigt Steppnähte 10, die in Schlangenlinien parallel zueinander verlaufen.
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3 zeigt Steppnähte 11, die in der Form von Karos verlaufen und gleichmäßig an der Oberfläche der Zudecke verteilt sind.
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4 zeigt Steppnähte 13, die wie Treppenstufen verlaufen.
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Am Rand 5 der Zudecke 1 stehen die Stoffe 3 und 4 über bzw. vor. Darüber hinaus ist das überstehende Ende des Stoffes 3 über das vorstehende Ende des Stoffes 4 umgeschlagen und mit dem vorstehenden Ende des Stoffes 4 vernäht worden, so daß eine saubere Kante entsteht. In anderen Ausführungsbeispielen werden die vorstehenden Enden der Stoffe 3 und 4 mit einem Band abgedeckt und/oder verklebt oder verschweißt. Der Stoff 3 besitzt eine sehr viel höhere Luftdurchlässigkeit als der Stoff 4. Die erfindungsgemäße Zudecke besitzt außergewöhnliche Eigenschaften. Im Winter wärmt die Zudecke 1 sehr viel mehr, wenn die Schicht 3 mit der höheren Luftdurchlässigkeit unten liegt, d. h. an dem Körper des Benutzers anliegt, als wenn der Stoff 4 unten und an dem Körper des Benutzers anliegt. Dann wirkt die Zudecke mit der weitgehend eingeschlossenen Luftschicht in starkem Maße wärmeisolierend.
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Dagegen empfinden die Benutzer die Zudecke im Sommer als kühlend, wenn die Zudecke 1 mit dem Stoff 4, der die geringe Luftdurchlässigkeit aufweist, an dem Benutzer anliegt.
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Dann wird die vom Benutzer frei gesetzte Körperwärme in erheblichem Umfang durch den Luftaustausch in der Zudecke abgeführt.
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Die 5 und 6r zeigen weitere Steppnähte. Dabei verlaufen die Steppnähte 26 nach 6 zueinander parallel und in Längsrichtung der Zudecke 25.
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Die 5 zeigt rechteckförmig verlaufende Steppnähte 21 und 22, die konzentrisch auf der Zudecke 20 angeordnet sind.
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Die 7 und 8 zeigen die Funktion der erfindungsgemäßen Zudecke bei kaltem Wetter. Dabei tritt die Körperwärme 33 durch die Unterseite 30 der Zudecke. Das führt zu einer Erwärmung der eingeschlossenen Luft 34. Die eingeschlossene Luft wird am Ausstritt durch die Oberseite 31 weitgehend gehindert. Das geschieht durch andere Beschaffenheit bzw. entsprechend gering Luftdurchlässigkeit der Oberseite 31. Dabei wird die Wärme verhältnismäßig lange in der Zudecke gehalten. Die Zudecke hat eine starke Isolierungswirkung.
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Die Oberseite 31 und die Unterseite 30 besitzen eine unterschiedliche Luftdurchlässigkeit. Beide Seiten sind gewirkt. Dabei hat die Seite 30 eine deutlich größere Maschenweite als die Seite 31. Die größeren Maschen sind durch größere/kreisformige Öffnungen/Maschenweite im Gewirke dargestellt; die kleineren Maschen sind durch kleinere, punktförmige Öffnungen/Maschenweite dargestellt.
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Im Ausführungsbeispiel sind die Wirk(Textil)schicht 30 wie auch die Wirk(Textil)schicht und die beide Schichten verbindenden Fäden 32 aus einem einzigen Faden gewirkt.
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7 zeigt den Gebrauch der erfindungsgemäßen Zudecke bei kaltem Wetter. Mit 33 ist dabei die in die Zudecke eindringende Körperwärme bezeichnet. Diese Wärme führt zu einer Erwärmung der in der Zudecke eingeschlossenen Luft. Aufgrund der engmaschigen Seite 31 wird der eingeschlossenen Luft in der Darstellung ein Austritt aus verwehrt. In der Wirklichkeit wird der Luftaustritt nur behindert.
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8 zeigt den Gebrauch der erfindungsgemäßen Zudecke bei warmer Wetter.
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Dabei ist die Zudecke umgedreht. Die Seite 31 bildet die Unterseite, die bisherige Seite 30 die Oberseite. Die in die Zudecke eindringende Wärme 33 führt wieder zur Erwärmung der eingeschlossenen Luft. Die Luft 35 tritt durch die Oberseite aus. Im Vergleich zum Luftaustritt durch die Seite 30 ist der Luftaustritt durch die Seite 31 wesentlich größer. Das ist durch die größeren Öffnungen/Maschenweite begründet.
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Mit dem Luftaustritt wird Wärme aus der Zudecke ausgetragen. Bei geringem Luftdurchtritt empfindet der Benutzer die Zudecke als wärmend. Bei großem Luftaustritt empfindet der Benutzer die Zudecke als kühlend.
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Im Ausführungsbeispiel ist die Maschenweite der Seite 31 so eng gewählt, daß bei einer außen an der Zudecke liegenden Temperatur von 15 Grad Celsius und einer Körperwärme des Benutzers von 37 Grad Celsius innenseitig an der Zudecke eine Temperatur anliegt, die mindestens 20 Grad Celsius beträgt. In anderen Ausführungsbeispielen ist die innenseitig an der Zudecke anliegende Temperatur vorzugsweise mindestens 23 Grad Celsius, in weiteren Ausführungsbeispielen noch weiter bevorzugt mindestens 26 Grad Celsius und in noch anderen Ausführungsbeispielen höchst bevorzugt mindestens 29 Grad Celsius. In den angegebenen Temperaturbereichen ist die wärmende Anmutung gewährleistet.
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Die richtige. Maschenweite für die wärmend wirkende Seite der Zudecke läßt sich mit Textilien unterschiedlicher Maschenweite leicht austesten. Die verschiedenen Textilien werden dabei in gleichen Abstand zu Durchschnittsbenutzer gebracht. Männlicher Durchschnittsbenutzer ist im Ausführungsbeispiel ein Mann mit einer Größe von 180 cm und einem Gewicht von 80 kg. Es vereinfacht die Tests, wenn eine technische Wärmequelle, zum Beispiel eine elektrische betriebene Heizfläche mit stufenloser Einstellung, als Referenz-Wärmequelle für die Tests verwendet wird. Die dazu notwendige Heizstellung der Wärmequelle wird durch Vergleich mit der Wärmeabgabe eines männlichen Durchschnittsbenutzers festgelegt. Danach kann der Test unter gleichbleibenden Bedingungen beliebig oft wiederholt werden. Im Ausführungsbeispiel wird entsprechend der Dicke der Zudecke von 20 mm ein Abstand des Textils von 20 mm von der Wärmequelle gewahrt. In anderen Ausführungsbeispielen wird entsprechend den bevorzugten Dicken der Zudecke ein Abstand von 5 bis 50 mm, noch weiter bevorzugt ein Abstand von 15 bis 40 mm, höchst bevorzugt ein Abstand von 20 bis 30 mm eingestellt.
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Im Ausführungsbeispiel wird die Maschenweite der Seite 30 an der Zudecke so weit gewählt, daß bei einer außen an der Zudecke liegenden Temperatur von 30 Grad Celsius und einer Körperwärme des Benutzers von 37 Grad Celsius innenseitig an der Zudecke eine Temperatur anliegt, die höchstens 27 Grad Celsius beträgt. In anderen Ausführungsbeispielen ist die innenseitig an der Zudecke anliegende Temperatur vorzugsweise höchstens 24 Grad Celsius, in weiteren Ausführungsbeispielen noch weiter bevorzugt höchstens 22 Grad Celsius. Die Benutzer empfinden dies als kühlend. In den angegebenen Temperaturbereichen ist die kühlende Anmutung gewährleistet.
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Die richtige Maschenweite für die kühlend wirkende Seite der Zudecke läßt sich mit Textilien unterschiedlicher, größerer Öffnungen/Maschenweite leicht austesten. Dies geschieht entsprechend der Festlegung der Maschenweite für die Seite 31, nur mit anderen Rahmenbedingungen. Allerdings sind die gewählten Abstände der Textilien von der Wärmetestfläche vorzugsweise die gleichen wie bei der Festlegung der Maschenweite für die Seite 31.
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Das Gewicht der erfindungsgemäßen Zudecke wird wie das Gewicht von Textilien als Flächengewicht (Gramm pro Quadratmeter) angegeben. Dabei ist im Ausführungsbeispiel ein Flächengewicht von 500 Gramm pro Quadratmetern vorgesehen, in anderen Ausführungsbeispielen 200 bis 1500 Gramm pro Quadratmetern, vorzugsweise 300 bis 1000 Gramm pro Quadratmetern und weiter bevorzugt 400 bis 700 Gramm pro Quadratmetern. Im Vergleich zu den bekannten Matratzen ist das Flächengewicht der erfindungsgemäßen Zudecken gering. Das wird dadurch erreicht, daß im Vergleich zu den für Matratzen verwendeten Fäden dünnere Fäden verwendet werden und/oder als Verbindung zwischen den beabstandeten Schichten weniger Fäden verwendet werden.
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9 zeigt eine erfindungsgemäße Zudecke nach 1, welche einseitig mit einem zusätzlichen Bezug versehen ist. Von dem Bezug ist die Oberkante 40 an den Falten von Steppnähten 7 gestrichelt dargestellt. An den Kreuzungsstellen 41 der Steppnähte sind Druckknöpfe in den Falten/Vertiefungen angebracht. Die Druckknöpfe finden paarweise Anwendung. Von jedem Paar ist ein Teil an der Zudecke angenäht. Der andere Teil ist an dem zusätzlichen Bezug angenäht. Durch Zusammendrücken eines Druckknopfpaares wird deine Knopf auf oder in den anderen Knopf gedrückt. Dabei umspannt der eine Knopf den anderen elastisch.
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In anderen Ausführungsbeispielen sind anstelle der Druckknöpfe Stücke von Klettverbindungsstreifen vorgesehen. Die Klettverbindungsstreifen-Stücke lassen sich leicht zusammenführen. Sie erfordern keine genaue Überdeckung.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- US 6629724 [0008]
- US 6716778 [0008]
- US 6687937 [0009]
- US 6687935 [0009]
- US 6668408 [0009]
- US 6499157 [0009]
- US 6460209 [0009]
- US 6447874 [0009]
- US 6115861 [0009]