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Die Erfindung betrifft einen Möbelsockel als Unterbau für Schränke, Kastenmöbel, Regale und dergleichen, mit einem Sockelrahmen, der aus Profilleisten gebildet wird, die im oberen und unteren Längskantenbereich nach innen gerichtete Abkantungen aufweisen und mit innerhalb des Rahmens angeordneten Stützelementen, die in den Ecken des Rahmens sowie bei Bedarf an weiteren, dazwischenliegenden Abstützpunkten am Rahmen bzw. am Unterboden eines Möbelteils befestigt werden können.
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Derartige Möbelsockel sind bekannt, um z. B. bei Büro-, Labormöbel und dergleichen als Unterbau zu dienen. Der Möbelsockel wird dabei meistens durch Profilleisten aus Metall zu einem Rahmen zusammengesetzt, in dessen Eckpunkten Stützelemente – auch Eckverbinder genannt – befestigt werden. In den Stützelementen sind in der Regel höhenjustierbare Stützfüße angeordnet, mittels derer die Standfestigkeit bzw. ein eventuell notwendiger Höhenausgleich für das Möbelteil eingestellt werden kann.
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Aus der
DE 90 16 571 U1 ist ein derartiger Möbelsockel bekannt, bei dem die Rahmenprofile einen U-förmigen Querschnitt mit auf der Rückseite nach Innen gerichtete Abkantungen aufweisen und die Eckverbinder mit Aufnahmeschlitzen versehen sind, in welche die Rahmenprofile mit ihren Abkantungen einschiebbar sind. Die Rahmenprofile und Eckverbinder sind weiterhin mit korrespondierenden Rastmitteln und Anschlagmitteln ausgebildet, um die Endposition dieser miteinander in Eingriff stehenden Teile fixieren zu können.
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Weiterhin ist aus
DE 20 2004 012 049 U1 ein ähnlicher Aufbau bekannt, bei dem der Sockelrahmen ebenfalls aus U-förmigen Profilleisten besteht. Bei dieser Variante sind aufwendig geformte Eckverbinder vorgesehen, die auch auf die Profilleisten aufgeschoben werden können und die mit speziell geformten Ansätzen in korrespondierende Ausnehmungen an den Abkantungen der Profilleisten in Eingriff gebracht werden müssen.
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Die vorbekannten Lösungen besitzen im Wesentlichen den Nachteil, dass für die Befestigung der Stützelemente bzw. Eckverbinder an den Profilleisten des Sockelrahmens bislang immer aufwändige Konstruktionen erdacht wurden. Weiterhin sind die dabei beteiligten Bauteile aufwendig in ihrer Herstellung und nicht für alle praxisrelevanten Einbausituationen geeignet, so dass ihrem Einsatz gewisse Grenzen gesetzt sind.
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Der Erfindung stellt sich somit das Problem einen Möbelsockel der eingangs genannten Art zu schaffen, der einen einfachen Aufbau aufweist, preiswert in der Herstellung ist und eine einfach montierbare Befestigung der Stützelemente an den Profilleisten des Sockelrahmens erlaubt.
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Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Möbelsockel mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung.
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Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch die spezielle Ausgestaltung der Stützelemente und des Profils der Rahmenbauteile ein einfach handhabbares Baukastensystem geschaffen werden kann, welches flexibel für die unterschiedlichen Einbausituationen verwendbar ist.
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Weiterhin zeichnet sich der Gegenstand der Erfindung dadurch aus, dass die beteiligten Bauteile einfach und preiswert herstellbar sind. Für die Stützelemente ist nur ein einziger Formkörper notwendig, der für alle Einbausituationen sowohl in den Ecken als auch in mittleren Abschnitten der vorderen und hinteren Längsstreben des Sockelrahmens verwendbar ist.
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Die Stützelemente sind dabei als Formkörper aus Kunststoff im Spritzgussverfahren herstellbar. Für alle Einsatzvarianten ist nur ein einziges, erfindungsgemäß ausgebildetes Formenprofil notwendig. Die gewählte Struktur der Profilleisten gestattet ebenfalls eine einfache Herstellung der Profilleisten in vorteilhafter Weise aus Metall unter Anwendung üblicher Abkant- und Biegevorgänge.
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Das Stützelement umfasst sowohl die verrastbaren Verbindungselemente zum Rahmenprofil als auch die Fixierelemente zum Fixieren der Stützelemente in den Endpositionen am Unterboden der Schränke. Außerdem ist der höhenverstellbare Stützfuß in diesem Stützelement in einfacher Weise integrierbar. Auch für die abschließende Befestigung über entsprechende Schraubverbindungen sind in den Stützelementen Aufnahmevorrichtungen eingeformt.
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Der zu verwendende Sockelrahmen kann aus einzelnen Profilleisten in bekannter Weise zusammen gesetzt werden. Er kann aber auch bereits als vorgefertigter, geschlossener Rahmen eingesetzt werden. Zudem sind auch Variationen möglich, bei denen die Stützelemente bereits am Bodenteil des Möbels vormontiert sind. Der Sockel einer Baugruppe aus nebeneinanderstehenden Möbelteilen kann dann später am Aufstellungsort mit den Rahmenteilen verblendet werden.
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Mit diesem neuartigen System wird somit ein äußerst flexibler, einfach montierbarer und mit wenigen Bauteilen realisierbarer Möbelsockel geschaffen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
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1 In perspektivischer Ansicht und ausschnittsweise einen auf den Kopf gestellten Möbelkorpus mit einem daran befestigten Sockelrahmen sowie innerhalb des Sockelrahmens angeordneter Stützelemente,
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2 u. 3 in perspektivischer Ansicht ein erfindungsgemäßes Stützelement aus zwei verschiedenen Blickwinkel,
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4 bis 6 in einer Schnittdarstellung das mit dem Sockelrahmen verbundene Stützelement in drei verschiedenen Einbausituationen,
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7 u. 8 in perspektivischer Ansicht und ausschnittsweise die Montageschritte zur Befestigung eines Stützelementes in der Funktion als Eckverbinder,
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9 u. 10 in perspektivischer Ansicht und ausschnittsweise die Montageschritte zur Befestigung eines Stützelementes in der Funktion als zusätzliches Abstützelement an einer Längsstrebe des Sockelrahmens,
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11 u. 12 in perspektivischer Ansicht eine Einbauvariante für die Sockelbildung von vorgefertigten und nebeneinander aufzustellenden Möbelteilen.
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13 u. 14 in einer Schnittdarstellung die mit Stützelement frontseitig und längsseitig verbundenen Sockelleisten,
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14 in perspektivischer Ansicht als Einzeldarstellung ein Stützelement mit der einschiebbaren Sockelleiste,
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15 in perspektivischer Ansicht die Situation beim Anbringen der seitlichen Sockelverblendung.
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In der 1 ist ein auf dem Kopf stehender Möbelkorpus 1 gezeigt, an dessen Bodenteil 2 ein aus Profilleisten 4 gebildeter Sockelrahmen 3 mit den daran befestigten Stützelementen 5 dargestellt. Bei einer derartigen Einbausituation können die Stützelemente 5 sowohl in den Eckpunkten als sogenannte Eckverbinder als auch im mittleren Bereich als sogenannte Mittelstützen angeordnet werden.
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In den 2 u. 3 ist das Stützelement 5 jeweils als Einzelteil aus zwei unterschiedlichen Blickrichtungen gezeigt, um die konkrete Ausgestaltung dieses in etwa viereckigen bzw. quaderförmig ausgebildeten Formkörpers erkennen zu können.
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In der gezeigten Ausführungsform besitzt das Stützelement 5 in seinem oberen Bereich an drei seiner Seiten angeformte Rastelemente 6. An der vierten Seite des Stützelementes 5 fehlt das Rastelement.
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Die Rastelemente 6 sind vorzugsweise in einer am Stützelement 5 gebildeten Ausbuchtung 14, an nach innen versetzt angeordnete Wandteile angeformt und als federnde Laschen mit nach unten abstehenden Rastnasen 61 ausgebildet.
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An zwei gegenüberliegenden Seiten des Stützelementes 5 sind in seinem unteren Bereich leistenförmige Ansätze 7 angeformt, wodurch nach oben offenen Führungs- bzw. Aufnahmeschlitze 71 gebildet werden.
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Wie aus der 2 ersichtlich, sind an der Seite des Formkörpers, an dem das mittlere Rastelement 6 angeordnet ist, zwei seitlich angeordnete, leistenförmige Ansätze 72 mit den nach oben offenen Führungs- bzw. Aufnahmeschlitzen 71 angeformt, während auf der entgegengesetzten Seite – an der im oberen Bereich des Stützelementes 5 das Rastelement fehlt – ein durchgehender Ansatz 73 die Führungs- bzw. Aufnahmeschlitze 71 bildet. An dieser Seite ist ebenfalls keine Ausbuchtung im Formkörper vorgesehen, da hier möglichst die volle Anlagefläche im Kontakt mit der Profilleiste in vorteilhafter Weise genutzt werden soll. Die Bedeutung der vorbeschriebenen Ausgestaltung wird bei den nachfolgend beschriebenen Montagevorgängen deutlich.
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In den 2 u. 3 sind noch als zusätzliche Funktionselemente die Aufnahmehülsen 8 für Befestigungsschrauben sowie ein aus der Oberfläche herausragendes Fixierelement 9 dargestellt, welches bei der Montage in eine Bohrung des Möbelbodens eingreift und damit die Befestigungsposition des Stützelementes festlegt. Am oberen Ende ist das Fixierelement 9 mit einer Anfasung versehen, wodurch das Einklinken in die Positionierungsbohrung am Möbelboden erleichtert wird.
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Außerdem ist in dem Stützelement 5 – wie an sich bekannt – eine Mittelhülse 10 zur Aufnahme eines höhenverstellbaren Stützfußes 11 integriert.
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Die 4 bis 6 zeigen das Stützelement 5 jeweils in unterschiedlichen Einbaupositionen und verdeutlichen anschaulich die spezielle Ausgestaltung des Sockelrahmenprofils.
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Die Profilleiste 4 ist dabei an den oberen und unteren Seitenkanten mit einer schräg nach innen gerichteten Abkantung 41 sowie an ihrem Ende mit einer entgegengesetzt nach oben gebogenen Endkante 42 ausgebildet. Insgesamt kann das erfindungsgemäße Abkantungsprofil als eine aus dem Blendenkörper heraustretende, S-förmige Abkantung umschrieben werden. Durch diese Gestaltung bilden sich an den Enden rinnenförmige, nach außen offene Rastaufnahmen 43, die für das Zusammenwirken mit den an den Stützelementen 5 angeordneten Rastelementen 6 sowie ebenfalls mit den Führungs- bzw. Aufnahmeschlitzen 71 geeignet sind.
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Die 4 bis 6 verdeutlichen auch in anschaulicher Weise das Zusammenspiel der am Stützkörper gebildeten Rastelemente 6 sowie der Führungs- bzw. Aufnahmeschlitze 71 in Verbindung mit den Profilabkantungen der Profilleisten 4.
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Ferner sind aus den 4 bis 6 die Ausgestaltungen für die Fixierung und Befestigung der Stützelemente am Unterboden eines Möbelteils zu erkennen. Die nach oben aus der Ebene des Stützelementes herausragenden Fixierelemente 9 dienen dazu, um mit einer korrespondierenden Öffnung im Unterboden des Schrankes die exakte Endstellung des Stützelementes zu fixieren. Die Aufnahmehülsen 8 sind für die finale Schraubbefestigung vorgesehen. Die Schrauben werden von unten durch diese Hülsen eingeführt und mit dem Korpus des Schrankes verschraubt.
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Die gleichzeitig als Fixierelement 9 dienende Mittelhülse 10 ist für die Aufnahme des höhenjustierbaren Stützfußes 11 vorgesehen. Wie an sich bekannt ist der Stützfuß 11 in der Mittelhülse in einem entsprechenden Gewinde gelagert, so dass durch entsprechende Verdrehung eine höhenjustierbare Einstellung des Stützelementes ermöglicht wird.
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Die 7 bis 10 zeigen die Montagevorgänge zum Befestigen der Stützelemente 5 in verschiedenen Positionen. In der 7 u. 8 ist die Montage eines Eckverbinders dargestellt. Das Stützelement 5 wird hier zunächst mit der Seite, an der sich das mittlere Rastelement 6 befindet, mit der vorderen Längsstrebe des Rahmens verbunden. Die Stützelemente 5 werden dabei zunächst an der unteren Abkantung der Profilleiste eingehakt und mit dem oberen Rastelement 6 des Stützelementes 5 auf die obere Abkantung der Profilleiste geklipst und somit mit dieser verrastet. Anschließend kann das Stützelement 5 in die Ecke des Rahmens geschoben werden, wobei das seitliche Rastelement 6 an der oberen Endkante der Seitenstrebe des Rahmens einrastet. Die genaue Endposition wird dabei noch durch das Eingreifen des Fixierelementes 9 in eine Positionierungsbohrung des Möbelbodens festgelegt. Abschließend kann dann das Stützelement 5 noch über in den Hülsen geführte Schrauben am Möbelboden befestigt werden. Es ist ersichtlich, dass das Stützelement 5 somit als sogenannter Eckverbinder in gleicher Weise in allen Ecken des Rahmens befestigt werden kann.
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In der 9 und 10 ist die Montage eines zusätzlichen Stützelementes – als sogenannte Mittelstütze – an den Längsstreben des Sockelrahmens im vorderen oder hinteren Bereich dargestellt.
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Hierzu wird lediglich die Seite des Stützelementes, an der das obere Rastelement 6 fehlt, mit den im unteren Bereich angeordneten Führungs- bzw. Aufnahmeschlitzen 71 auf die abstehende Endkante des Sockelleistenprofils eingehängt und in die entsprechende Endposition geschoben. Die Endposition wird dabei ebenfalls durch den Eingriff des Fixierelementes 9 in eine Bohrung am Schrankkorpus festgelegt und das Stützelement kann dann wie bereits beschrieben durch Verschraubung am Unterboden befestigt werden. Durch die derart getroffene Ausgestaltung des Stützelementes 5 ist es möglich, zusätzliche Stützelemente auch noch bei Erforderlichkeit nachträglich in einem geschlossenen Sockelrahmen oder an einer zusätzlichen Stützposition zu montieren.
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Wenn es als notwendig erachtet wird und die Unterbausituation des Sockelrahmens den notwendigen Freiraum bietet, kann das Stützelement 5 natürlich auch an seiner vierten Seite mit einem Rastelement 6 ausgestattet sein.
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Dadurch, dass die Rastelemente 6 sowie die Führungs- bzw. Aufnahmeschlitze 71 im montierten Zustand die Endkanten 42 der Profilleisten jeweils von außen krallenartig umgreifen, wird insgesamt eine einfach handhabbare und stabile Befestigungssituation geschaffen.
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Die Schnittdarstellungen in den 4 bis 6 zeigen die unterschiedlichen, zuvor beschriebenen Befestigungspositionen der Stützelemente 5. In der 4 ist die Befestigung des Stützelementes 5 mit einer Längsstrebe des Sockelrahmens, in der 5 ist die Befestigung an einer Querstrebe dargestellt. Die 6 zeigt die zuvor anhand der 9 u. 10 beschriebene Befestigung im mittleren Bereich an einer Längsstrebe des Sockelrahmens. Hier ist das Stützelement 5 nur in der unteren Endkante der Profilleiste eingehängt und wird dann beim Einklinken des Fixierelementes 9 in die Positionsbohrung am Unterboden in einer stabilen Endlage arretiert wird. Dabei wird die glatt ausgebildete Seite des Stützelementes vollflächig von hinten mit der Profilleiste in einen stabilisierenden Kontakt gebracht.
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In den 11 bis 16 ist eine weitere Einbausituation gezeigt, bei der mehrere Schrankelemente nebeneinander gestellt mit einem Sockelrahmen verblendet werden können. Hier sind die Stützelemente 5 bereits mit dem Unterboden der jeweiligen Schrankelemente verbunden. Wie mit der in der 12 gezeichneten Säge verdeutlicht wird, können die vorderen und hinteren Rahmenblenden längenmäßig auf das notwendige Maß angepasst und auf die vorderen Stützelemente aufgeschoben (15) oder auch aufgeklipst werden. Die seitlichen Blendleisten können ebenfalls mit den von der Seite zugänglichen Stützelementen 5 verrastet werden.
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Durch zusätzliche Eckverbinder 13 kann zwischen der frontseitigen und der seitlichen Sockelleiste eine stabile Befestigung im Eckbereich des Sockelrahmens hergestellt werden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Möbelkorpus
- 2
- Bodenteil
- 3
- Sockelrahmen
- 4
- Profilleisten
- 41
- Abkantung
- 42
- Endkante am Abkantungsprofil
- 43
- Aufnahmerinne
- 5
- Stützelemente
- 6
- Rastelemente
- 6.1
- Rastnasen
- 7
- leistenförmige Ansätze
- 71
- Führungsschlitze
- 8
- Aufnahmehülsen für Befestigungsschrauben
- 9
- Fixierelemente
- 10
- Mittelhülse, für den höhenverstellbaren Stützfuss
- 11
- Stützfuss
- 12
- Säge
- 13
- Eckverbinder
- 14
- Ausbuchtung am Stützelement
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 9016571 U1 [0003]
- DE 202004012049 U1 [0004]