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Die Erfindung betrifft eine Werkzeugträgeranordnung an einem Magnetzylinder einer Rotationsstanzeinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung einen Werkzeugträger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
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In Verbindung mit Rotationsstanzeinrichtungen bzw. Rotationsstanzmaschinen ist es allgemein bekannt, auf den dortigen Magnetzylindern „magnetische” Stanzbleche zu verwenden, die aus einem ferromagnetischen Material hergestellt sind, so dass diese Magnet-Stanzbleche auf dem Magnetzylinder durch die vom Magnetzylinder ausgehende Magnetkraft gehalten werden. Bei diesen Magnet-Stanzblechen ist das Trägermaterial einstückig und materialeinheitlich mit dem Werkzeug verbunden. Einzelne Werkzeuge können daher nach Herstellung des Magnet-Stanzbleches nicht mehr hinzugefügt werden. Derartige Magnet-Stanzbleche verfügen an einer in Zylinderumfangsrichtung gesehenen Randkante über Lochaussparungen, mittels denen die Magnet-Stanzbleche in entsprechend zugeordnete Positionier- bzw. Passstifte des Magnetzylinders eingehängt werden. Dadurch wird eine positionsgenaue Ausrichtung der Magnet-Stanzbleche am Magnetzylinder erzielt. Die in Zylinderumfangsrichtung gegenüberliegende Randkante des Magnet-Stanzbleches liegt dagegen ohne eine derartige Positionierstift- bzw. Passstiftanordnung auf dem Magnetzylinder auf.
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Ein Beispiel für eine derartige Werkzeugträgeranordnung ist aus der
DE 298 05 004 U1 bekannt, bei der der Magnetzylinder zudem eine Mehrzahl von Nuten aufweist, in die Magnete eingesetzt bzw. eingeklebt werden und zwar dergestalt, dass sie mit der Zylindermantelfläche bündig abschließen.
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Eine derartige Werkzeugträgeranordnung bzw. ein derartiges System ist in Verbindung mit den vorgefertigten Magnet-Stanzblechen relativ unflexibel und teuer, da für jeden Einsatzfall stets ein separates Magnet-Stanzblech gefertigt werden muss, was ersichtlich teuer und aufwändig ist.
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Darüber hinaus ist aus der
WO 99/51440 A1 eine Vorrichtung zum Perforieren, Rillen oder Stanzen für Mehrfarben-Bogenrotationsdruckmaschinen bekannt, bei der eine rechteckige Basisplatte aus einem flexiblem Material anstelle eines Gummituchs auf einen Gummituchzylinder der Bogenrotationsdruckmaschine mittels der dortigen Tuchhalteeinrichtung eingespannt wird. An dieser Basisplatte sind zwei in Umfangsrichtung des Gummituchzylinders beabstandet angebrachte Befestigungsleisten angeordnet, mittels denen eine rechteckige Standfolie aus einem dünnen Kunststoffmaterial mit gegenüberliegenden Randbereichen lösbar befestigt werden kann. Diese Befestigungsleisten sind gegenüber der Basisplatte innerhalb von Einstellbereichen in Umgangsrichtung des zugeordneten Gummituchzylinders verschiebbar und fixierbar befestigt, wobei die Standfolie lösbar und ortsfest mit der Befestigungsleiste verbunden ist. Für eine weitere Einstellbarkeit ist weiter vorgesehen, an den Randbereichen der Standfolie Halteleisten anzubringen, mit denen die Standfolie mit den zugordneten Befestigungsleisten innerhalb von Einstellbereichen verschiebbar und fixierbar befestigt ist. Mit einer derartig lösbar auf einer Basisplatte befestigten Standfolie sollen insbesondere Lagekorrekturen zwischen der Basisplatte und der Standfolie und damit auch Lagekorrekturen gegenüber einem in der Druckmaschine zu bearbeitenden Bogen einfach und schnell durchgeführt werden können, ohne dass die auf die Standfolie aufgebrachten Werkzeuge verändert bzw. umgesetzt werden müssen. Durch die lösbare Befestigung der Standfolie besteht ferner die Möglichkeit, die aufgebrachten Werkzeugformen für spätere Druckaufträge zu archivieren.
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Ersichtlich ist ein derartiges Standfoliensystem für Rotationsdruckmaschinen jedoch nicht für den Einsatz in Rotationsstanzeinrichtungen bzw. Rotationsstanzmaschinen mit einem Magnetzylinder geeignet, da dieses dort nicht mittels der vom Magnetzylinder ausgehenden Magnetkraft funktionssicher und zuverlässig auf dem Magnetzylinder gehalten und angeordnet werden kann.
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Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Werkzeugträgeranordnung an einem Magnetzylinder einer Rotationsstanzeinrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels der eine Vielzahl von unterschiedlichen Arbeitsaufträgen auf einfache, preiswerte und funktionssichere Weise mit kurzen Rüstzeiten durchgeführt werden kann. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird im Bereitstellen eines geeigneten Werkzeugträgers gesehen.
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Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Gemäß Anspruch 1 ist eine Werkzeugträgeranordnung an einem Magnetzylinder einer Rotationsstanzeinrichtung vorgesehen, die einen Werkzeugträger aufweist, auf dem wenigstens ein Werkzeug mit einem vorgegebenen Muster angeordnet ist, wobei der Werkzeugträger mittels einer vom Magnetzylinder ausgehenden Magnetkraft in einer Anlageverbindung auf dem Magnetzylinder gehalten ist. Erfindungsgemäß ist der Werkzeugträger durch eine Standfolie aus einem Kunststoffmaterial gebildet, die im auf dem Magnetzylinder aufgespannten Zustand auf ihrer Sichtseite ein definiertes Positioniermuster für Werkzeuge, insbesondere eine Gitterlinienstruktur, aufweist, anhand dem das wenigstens eine Werkzeug positionsgenau auf der Standfolie anordenbar und dort vorzugsweise lösbar befestigbar ist. Weiter ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Standfolie in wenigstens einem definierten Standfolienbereich mit einem vom Magnetzylinder magnetisch anziehbaren Material, insbesondere mit einem ferromagnetischen Material, versehen ist, das die Standfolie in einer Anlageverbindung am Magnetzylinder hält.
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Mit einer derartigen erfindungsgemäßen Standfolie aus einem Kunststoffmaterial, die mittels Magnetkraft funktionssicher und zuverlässig auf einem Magnetzylinder gehalten werden kann, ergibt sich eine Reihe von Vorteilen: So können auf einer derartigen Standfolie neben Stanzprofilen bzw. Stanzwerkzeugen alternativ oder zusätzlich auch Anstanz-, Perforier- und/oder Rillwerkzeuge oder dergleichen Linien lage- und positionsgenau aufgebracht werden. Im Unterschied zu den herkömmlichen Magnet-Stanzblechen können hier somit wahl- bzw. wechselweise Perforations-, Schneid- und Rillwerkzeuge bzw. -linien eingesetzt werden, was einen flexibleren Einsatz des Systems ermöglicht. Die für den jeweiligen Anwendungsfall erforderlichen Werkzeugformen bzw. Werkzeugmuster zum Perforieren, Stanzen, Anstanzen und/oder Rillen können somit vom Anwender selbst schnell und kostengünstig auf der Standfolie aufgebaut werden. Lange Lieferzeiten für Magnet-Stanzbleche können daher entfallen, ebenso wie die Erstellung einer für die Herstellung des Magnet-Stanzbleches benötigten Vorlagendatei entfällt. Dadurch können die Produktionskosten enorm reduziert werden. Des Weiteren kann die Standfolie aus einem Kunststoffmaterial einfach und preiswert hergestellt werden, so dass sich gegenüber den herkömmlichen Magnet-Stanzblechen aus einem Blechvollmaterial erhebliche Kostenvorteile ergeben. Ein weiterer wesentlicher Vorteil, ist der, dass sich die Standfolien einfach mittels einer sogenannten Hängeregistratur archivieren lassen.
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Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Standfolie mit wenigstens einem Bereich zu versehen, der mit einem magnetisch anziehbaren Material, insbesondere mit einem ferromagnetischen Material versehen ist. Beispielsweise wäre es grundsätzlich möglich, die Standfolie außenumfangsseitig, wenigstens in Teilbereichen mit einem entsprechenden magnetisch anziehbaren Material, insbesondere mit einem ferromagnetischen Material zu versehen. Besonders bevorzugt ist jedoch eine Ausgestaltung, bei der die Standfolie wenigstens an ihren in Zylinderumfangsrichtung gegenüberliegenden Randkantenbereichen jeweils mit wenigstens einem Band aus einem magnetisch anziehbaren, insbesondere ferromagnetischem Material versehen ist. Bevorzugt handelt es sich bei dem Band um ein streifenartiges Stahlband, das auf einfache Weise mit der Standfolie verbunden werden kann, zum Beispiel durch eine Klebeverbindung stoffschlüssig verbunden werden kann. Die Klebeverbindung kann dabei zum Beispiel durch eine Klebefolie, ein Klebeband und/oder einen Flüssigkleber hergestellt werden. Als Material für ein derartiges Stahlband eignet sich insbesondere Federstahl, der im Vergleich zu vielen anderen Stählen eine höhere Festigkeit besitzt. Zudem besitzt ein derartiger Federstahl eine erhöhte Elastizität, was insbesondere in Verbindung mit dem Aufspannen der Standfolie auf den zylindrischen Außenumfang des Magnetzylinders von Vorteil ist, da hierdurch auf einfache Weise eine funktionssichere und zuverlässige Anlageverbindung am Mantel des Magnetzylinders möglich ist.
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An dieser Stelle sei ausdrücklich erwähnt, dass die Begrifflichkeit „Band” hier ausdrücklich in einem weiten Sinne zu verstehen ist und jedwede zur Festlegung der Standfolie am Magnetzylinder geeignete flächige Ausformung bzw. Ausgestaltung umfassen soll.
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Der Begriff „Folie” ist ebenfalls in einem umfassenderen Sinne zu verstehen und soll ausdrücklich jedwede zur Aufspannung auf einem Magnetzylinder geeignete Standfolienausgestaltung umfassen, also ausdrücklich auch mehr plattenartige Standfolienausgestaltungen mit größerer Wandstärke, sofern diese ausreichend flexibel sind, um auf einem Magnetzylinder in einer Anlageverbindung aufgespannt zu werden. Dies hängt wesentlich von dem Außendurchmesser der Magnetzylinder ab.
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Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten konkreten Ausgestaltung ist erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die an in Zylinderumfangsrichtung gegenüberliegenden Randkantenbereichen angeordneten Bänder, insbesondere Stahlbänder jeweils wenigstens eine lochartige Ausnehmung aufweisen, mittels denen die Standfolie an zylinderseitigen Positionier- und/oder Passstiften jeweils positions- bzw. lagegenau eingehängt werden kann. Mit einer derartigen bevorzugten erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird somit auf einfache Weise sichergestellt, dass die erfindungsgemäße Standfolie an den beiden in Zylinderumfangsrichtung gegenüberliegenden Randkanten (Vorder- und Hinterkante) am Zylinder eingehängt werden kann, wodurch eine besonders vorteilhafte registergenaue Montage der Standfolie auf dem Magnetzylinder ermöglicht wird. Zudem ist dadurch sichergestellt, dass die Standfolie in ausreichender Weise funktionssicher in einer Anlageverbindung auf dem Magnetzylinder gehalten wird.
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Besonders bevorzugt ist in diesem Zusammenhang eine Ausgestaltung, bei der die Positionier- und/oder Passstifte bezogen auf die Zylinderumfangsrichtung in etwa auf gleicher Höhe am Magnetzylinder angeordnet und dort in Zylinderachsrichtung voneinander beabstandet sind, so dass die an den in Zylinderumfangsrichtung gegenüberliegenden Randkantenbereichen angeordneten und sich dort jeweils lediglich über einen Teilbereich der Standfolie erstreckenden Bänder bzw. Stahlbänder an unterschiedlichen Positionier- und/oder Passstiften eingehängt sind und zur Ausbildung eines in Zylinderachsrichtung im Wesentlichen durchgehenden streifenartigen Bandbereiches formschlüssig ineinandergreifen. Mit einer derartigen, in Zylinderachsrichtung gesehen im Wesentlichen durchgehenden Magnetbandausbildung bzw. Magnetbandausgestaltung wird sichergestellt, dass die Standfolie über den gesamten Zylinderumfangsbereich straff und in einer gewünschten Anlageverbindung am Magnetzylinder gehalten wird.
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Gemäß einer konkreten Ausgestaltung hierzu wird vorgeschlagen, an einer ersten Randkante der Standfolie zwei in Zylinderachsrichtung voneinander beabstandete Bänder anzuordnen, insbesondere an den in Zylinderachsrichtung gegenüberliegenden Randkantenendbereichen anzuordnen, während an einer der ersten Randkante der Standfolienzylinderumfangsrichtung gegenüberliegenden zweiten Randkante der Standfolie (dort in einem mittleren Bereich) ein Band angeordnet ist, das im auf dem Magnetzylinder aufgespannten Zustand formschlüssig zwischen den beiden an der ersten Randkante der Standfolie angeordneten Bändern eingreift und dort angeordnet ist. Ein derartiger Aufbau ist auf einfache und preiswerte Weise herstellbar und erfüllt die zuvor beschriebenen Anforderungen an die lage- und positionsgenaue Anordnung der Standfolie auf dem Magnetzylinder.
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Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung ist die Standfolie selbst durch eine wenigstens in Zylinderumfangsrichtung flexible Kunststofffolie gebildet, die zum Beispiel eine Materialstärke zwischen 0,1 bis 2,0 mm aufweist. Eine derartige Standfolie ist einfach und preiswert in der Herstellung.
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Die Gitterlinienstruktur selbst ist bevorzugt durch eine rechtwinklige Gitterlinienanordnung gebildet, und zwar insbesondere durch eine rechtwinklige Gitterlinienanordnung in Millimetereinteilung, die eine besonders positions- und lagegenau Anordnung und Ausrichtung der jeweiligen Werkzeuge erlaubt. Die rechtwinklige Gitterlinienanordnung weist bevorzugt in Zylinderumfangsrichtung gesehen eine reduzierte Einteilung auf, bei der die in Zylinderumfangsrichtung beabstandeten Gitterlinien jeweils einen gleichen Abstand voneinander aufweisen, welcher Abstand aber geringer ist als der stets gleiche Abstand der in Zylinderachsrichtung nebeneinanderliegenden Gitterlinien, um den größeren Außendurchmesser der erhabenen Werkzeuge gegenüber dem kleineren Außendurchmesser der zylindrisch aufgespannten Standfolienoberfläche bei einer Anbringung der Werkzeuge bei planliegender Standfolie zu berücksichtigen.
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Grundsätzlich kann die Gitterlinienstruktur auf eine durch eine Kunststofffolie gebildete Standfolie auf einfache Weise aufgebracht werden, zum Beispiel aufgedruckt werden.
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Wie bereits zuvor ausführlich erläutert, kann das Werkzeug ein Stanz- und/oder Anstanz- und/oder ein Perforier- und/oder ein Rillwerkzeug sein, das lösbar auf der Standfolie befestigt, zum Beispiel aufgeklebt, ist.
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Des Weiteren kann dem Magnetzylinder gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Rotationsstanzeinrichtung ein Gegendruckzylinder zugeordnet sein, auf dem ein Gegendruckschutzblech angeordnet ist.
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Die Erfindung wird bezüglich des Werkzeugträgers gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Gemäß Anspruch 10 wird eine Standfolie als Werkzeugträger aus einem Kunststoffmaterial mit einem definierten Positioniermuster für Werkzeuge, insbesondere eine Gitterlinienstruktur, vorgeschlagen, die in wenigstens einem definierten Standfolienbereich mit einem magnetisch anziehbaren Material, insbesondere einem ferromagnetischem Material, versehen ist. Die sich mit einer derartigen Standfolie als Werkzeugträger ergebenden Vorteile wurden bereits zuvor in Verbindung mit der Werkzeugträgeranordnung ausführlich erläutert. Insofern wird auf die zuvor gemachten Ausführungen verwiesen.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert.
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Es zeigen:
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1 schematisch eine Abwicklung einer erfindungsgemäßen Standfolie mit an den in Zylinderumfangsrichtung gegenüberliegenden Randkanten angeordneten Federstahlbändern zur Befestigung der Standfolie auf einen mit Magneten ausgestatteten Magnetzylinder einer Rotationsstanzeinrichtung,
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2 schematisch ein Magnetzylinder einer Rotationsstanzeinrichtung mit aufgespannter Standfolie und zugeordnetem Gegendruckzylinder, und
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3 schematisch ein vergrößerter Detailschnitt entlang der Linie A-A der 2.
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In der 1 ist schematisch und beispielhaft eine erfindungsgemäße Standfolie 1 aus einem Kunststoffmaterial (zum Beispiel 0,2 mm stark) gezeigt, die auf ihrer in der Bildebene der 1 gezeigten Sichtseite eine rechtwinklige Gitterlinienstruktur 2, bevorzugt eine Millimetereinteilung zeigt. In Verbindung mit der hier gezeigten rechtwinkligen Gitterlinienanordnung in Millimetereinteilung sind die in Zylinderumfangsrichtung y beabstandeten Gitterlinien so angeordnet, dass diese jeweils einen gleichen Abstand voneinander aufweisen, wobei dieser Abstand aber geringer ist als der stets gleiche 1-mm-Abstand der in Zylinderachsrichtung x liegenden Gitterlinien.
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Die Standfolie ist in der 1 in ihrem abgewickelten Zustand gezeigt, bei der an in Zylinderumfangsrichtung y gegenüberliegenden Randkanten 3, 4 Federstahlbänder 5, 6 und 7 aus einem ferromagnetischen Federstahlmaterial angeordnet sind.
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Auf einer derartigen Standfolie 1, insbesondere auf der Gitterlinienstruktur 2 der Standfolie 1 können lage- und positionsgenau Stanz- und/oder Anstanz- und/oder Perforier- und/oder Rillwerkzeuge oder dergleichen Linien 8 entsprechend einem vorgegebenen Werkzeugmuster angeordnet werden. Hierzu werden die Stanz- und/oder Anstanz- und/oder Perforier- und/oder Rillwerkzeuge entsprechend dem vorgegebenen Werkzeugmuster auf die Standfolie 1 aufgeklebt, was beispielhaft in Verbindung mit der 2 gezeigt ist, bei der ein Werkzeug 8 lediglich äußerst schematisch und beispielhaft auf der Standfolie 1 positioniert ist.
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Die 2 zeigt äußerst schematisch und beispielhaft einen mit Magneten 15 versehenen Magnetzylinder 9 als Formzylinder, auf dem die in der 1 in der Abwicklung gezeigte Standfolie 1 aufgespannt und in nachfolgend noch näher beschriebener Weise mittels Magnetkraft gehalten ist.
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Zur positions- und lagegenauen Fixierung und Ausrichtung der Standfolie 1 auf dem Magnetzylinder 9 weist der Magnetzylinder 9, wie dies insbesondere auch aus der 3 ersichtlich ist, die eine vergrößerte Detaildarstellung des Schnitts entlang der Linie A-A zeigt, hier beispielhaft vier in Zylinderachsrichtung x voneinander beabstandete Positionier- bzw. Passstifte 10 auf, die bezogen auf die Zylinderumfangsrichtung y in etwa auf gleicher Höhe am Magnetzylinder 9 angeordnet sind.
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An diesen Positionier- bzw. Passstiften sind die zuvor in Verbindung mit der 1 beschriebenen Federstahlbänder 5, 6 und 7 mit ihren in den Federstahlbändern 5, 6 und 7 ausgebildeten lochartigen Ausnehmungen einhängbar, zum Beispiel im Wesentlichen bzw. wenigstens teilweise formschlüssig einhängbar.
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Konkret sind hier an der ersten Randkante 3 die beiden Federstahlbänder 5, 6 angeordnet, die in Zylinderachsrichtung x gesehen voneinander so beabstandet sind, dass diese an den in Zylinderachsrichtung x gegenüberliegenden Randkanteneck- bzw. -endbereichen angeordnet sind. Wie dies aus der 1 ersichtlich ist, sind die beiden Federstahlbänder 5, 6 im Wesentlichen gleich ausgebildet und definieren zwischen sich einen Freiraum 12.
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Auf der in Zylinderumfangsrichtung y gegenüberliegenden zweiten Randkante 4 ist im Bereich des Freiraums 12 der ersten Randkante 3 und somit in einem mittleren Bereich der zweiten Randkante 4 das Federstahlband 7 angeordnet, das, wie dies insbesondere aus der 2 ersichtlich ist, im auf den Magnetzylinder 9 aufgespannten Zustand im Wesentlichen formschlüssig zwischen die beiden an der ersten Randkante 3 der Standfolie 1 angeordneten Federstahlbändern 5, 6 eingreift und im montierten Zustand dort angeordnet ist.
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Dadurch wird, wie dies insbesondere aus der 2 ersichtlich ist, auf Höhe der Positionier- bzw. Passstifte 10 ein im Wesentlichen in Zylinderachsrichtung durchgehendes, streifenartiges Federstahlband aus den Federstahlbändern 5, 6 und 7 ausgebildet, das eine funktionssichere und stabile Aufspannung der Standfolie 1 in einer gewünschten Anlageverbindung der Standfolie 1 am Magnetzylinder 9 sicherstellt.
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Es versteht sich, dass anstelle der hier lediglich beispielhaft vier Positionier- bzw. Passstifte 10 auch eine andere Anzahl von Positionier- bzw. Passstiften 10 vorgesehen sein kann, an denen die Federstahlbänder 5, 6 und 7 mit ihren lochartigen Ausnehmungen 11 eingehängt sein können.
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Die 3 zeigt schematisch und beispielhaft eine vergrößerte Detailansicht eines Querschnitts entlang der Linie A-A der 2, aus welcher Schnittdarstellung ersichtlich ist, dass die Standfolie 1 mittels einer hier aus Übersichtlichkeitsgründen übertrieben dargestellten Kleberschicht 13 und somit mittels einer Kleberverbindung mit dem Federstahlband 5 verbunden ist. Die gleiche Klebeverbindung kann in Verbindung mit den Federstahlbändern 6 und 7 vorgesehen sein.
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Aus der 3 ist ferner lediglich beispielhaft und schematisch die lösbare Festlegung des Werkzeugs 8 auf der Standfolie 1 mittels einer Klebeverbindung gezeigt, beispielsweise mittels eines doppelseitigen Klebebandes 14 als Kleberschicht.
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Ferner ist in der 3 lediglich äußerst schematisch und beispielhaft die Anordnung eines Magneten 15 im Bereich der Mantelfläche 16 des Magnetzylinders 9 gezeigt, mittels dem die Magnetkraft auf die Federstahlbänder 5, 6 bzw. 7 aufgebracht werden kann. Dieser Magnet 15 ist beispielsweise oberflächenbündig in der Mantelfläche 16 des Magnetzylinders 9 eingesetzt und erstreckt sich bevorzugt über die gesamte Länge des Magnetzylinders 9 in Zylinderachsrichtung x gesehen. Alternativ zum Einsetzen eines Magnets 15 kann selbstverständlich auch vorgesehen sein, das Magnetfeld hier auf andere Art und Weise zu erzeugen.
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Wie dies weiter insbesondere der 2 entnommen werden kann, schließen sich in Zylinderachsrichtung x gesehen zu beiden Seiten des Magnetzylinders 9 Lauf- bzw. Schmitzringe 17 an, die mit entsprechend stirnseitig angeordneten Lauf- bzw. Schmitzringen 18 eines Gegendruckzylinders 19 einer Rotationsstanze 20 zusammenwirken, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass auf den Gegendruckzylinder 19 ein Gegendruckschutzblech 21 aufgespannt ist.
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Sobald die Standfolie 1 außerhalb der Rotationsstanze 20 mit einem vorgegebenen Werkzeugmuster mit vorgegebenen Werkzeugen versehen worden ist, kann diese Standfolie in der zuvor beschriebenen Art und Weise am Magnetzylinder 9 aufgespannt werden und dann das hier nicht dargestellte, zum Beispiel zu stanzende bzw. zu rillende bzw. zu perforierende Stanzgut zwischen Magnetzylinder 9 und Gegendruckzylinder 19 in an sich bekannter Weise hindurchbewegt werden, wobei das Werkzeug 8 dieses Gut dann entsprechend stanzt bzw. rillt bzw. perforiert. Soll nach einem derartigen Arbeitsvorgang ein anderer Arbeitsvorgang mit anderem Werkzeugmuster und/oder mit anderen Werkzeugen durchgeführt werden, kann die Standfolie 1 auf einfache Weise vom Magnetzylinder 9 abgenommen werden. Anschließend werden dann beispielsweise die hier durch das Werkzeug 8 symbolisierten Werkzeuge von der Standfolie 1 abgenommen und ein neues Werkzeugmuster auf die Standfolie 1 aufgebracht. Alternativ dazu kann die Standfolie 1 zum Beispiel auch in einer Hängeregistratur abgelegt werden und der neuerliche Bearbeitungsauftrag mit einer gegebenenfalls vorhandenen mit Werkzeugen vorbestückten Standfolie aus dem Archiv der Hängeregistratur durchgeführt werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 29805004 U1 [0003]
- WO 99/51440 A1 [0005]