DE102011004077A1 - Wellgetriebe mit optimiertem Abstand zwischen den Rädern - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Wellgetriebe gemäß dem Oberbegriff des beigefügten Anspruchs 1.
- Wellgetriebe sind aus dem Stand der Technik bekannt, hierzu sei beispielsweise auf die
DE 102 22 695 A1 verwiesen. Wellengetriebe beinhalten normalerweise einen zylindrischen starren Ring mit einer Innenverzahnung bzw. alternativ auch zwei zylindrische starre Ringe mit einer Innenverzahnung, ein flexibles außen verzahntes Zahnrad, das im Inneren des starren Hohlrads angeordnet ist, sowie einen Wellgenerator, der in das Innere des flexiblen Zahnrads eingepasst ist. Der Wellgenerator ist gebildet aus einem starren Wellgetriebeeinsatz mit elliptischem Umriss sowie einem Wellgetriebelager, dass auf eine Außenumfangsfläche des Wellgetriebeeinsatzes gepasst ist, so dass das flexible Zahnrad in eine elliptische Form gebogen wird und die Außenverzahnung desselben, die an beiden Enden der Hauptachse der Ellipsenform angeordnet ist, mit der Innenverzahnung des starren Zahnrads kämmt. Wenn der Wellgenerator durch einen Motor oder dergleichen rotiert wird, bewegen sich die miteinander in Eingriff stehenden Teile der beiden Zahnräder in Umfangsrichtung. Da eine Differenz in der Anzahl von Zähnen zwischen dem Außenzahnrad und dem Innenzahnrad vorhanden ist, entsteht eine relative Rotation zwischen den Zahnrädern gemäß der Differenz in der Anzahl von Zähnen. Typischerweise beträgt die Differenz in der Anzahl von Zähnen zwei. - Wellgetriebe werden nach ihrer Bauweise in Topfgetriebe und Hülsengetriebe bzw. Flachgetriebe unterteilt. Beim Topfgetriebe ist das flexible Zahnrad in Topfform ausgeführt, dessen Boden an die Abtriebswelle angeflanscht ist. Das Übersetzungshohlrad wird als Flansch zur Anbindung an die Peripherie genutzt. Beim Hülsengetriebe ist das flexible Zahnrad in Ringform ausgeführt. Es kommen zwei Hohlräder zum Einsatz, ein Übersetzungs- und ein Kupplungszahnrad, wobei das Kupplungszahnrad die identische Zähnezahl des flexiblen Zahnrads besitzt und das Übersetzungszahnrad mehr Zähne als das flexible Zahnrad aufweist. Bei schneller Drehung des Wellgenerators mit geringem Drehmoment entsteht eine Relativdrehung der beiden Hohlräder. Zwischen den Hohlrädern können die untersetzte Drehzahl und das hohe Drehmoment abgegriffen werden. Das Flachgetriebe wird häufig bei Nockenwellenantrieben eingesetzt.
- Wellgetriebe können als elektromechanische Phasenversteller bzw. Nockenwellenversteller bei 3-Wellensystemen eingesetzt werden. Dem Wellensystem wird über die Antriebswelle, z. B. Nockenwellen-Kettenrad, die Antriebsleistung zugeführt, welche über die Abtriebswelle, z. B. Nockenwelle, wieder abgegeben wird. Der als Stellglied dienende Phasensteller ist dabei als Bindeglied zwischen der Antriebswelle und der zu treibenden Welle im Leistungsfluss angeordnet. Dies erlaubt über eine dritte Welle, die Verstellwelle, überlagert zur Antriebsleistung zusätzlich mechanische Leistung in das Wellensystem einzukoppeln oder aus diesem abzuführen. Dadurch kann die von der Antriebswelle vorgegebene Bewegungsfunktion zur Abtriebswelle verändert werden, z. B. kann ein Phasenversatz realisiert werden. Als Aktuatoren in solchen Dreiwellensystemen kommen häufig Elektromotoren zur Verstellung der Verstellwelle zum Einsatz. Es ist aber ebenso möglich, elektrische, mechanische oder hydraulische Bremsen, rotatorisch oder linear wirkende Elektromagnete, Magnetventile oder Linearmotoren bzw. -aktuatoren zu verwenden, um die Phasenverstellung zu ermöglichen.
- Um die Peripherie bei Steuerungsfehlern der Aktuatorik vor unerwünschten Kollisionen von Bauteilen zu schützen, wird der Verstellbereich bzw. Antriebsbereich in der Regel durch die Begrenzung des Drehwinkels einer der drei Wellen relativ zu einer zweiten Welle bzw. relativ zum Gehäuse eingeschränkt. Dazu wird ein mechanischer Anschlag als integraler Bestandteil der Vorrichtung verwendet. Der Anschlag kann zwischen Antriebs- und Abtriebswelle, zwischen Antriebs- und Verstellwelle oder zwischen Abtriebs- und Verstellwelle angeordnet sein. Der Anschlag ist im bekannten Stand der Technik in der Regel zwischen Abtriebswelle und Antriebseinheit realisiert. Die Begrenzung des Abtriebswinkels erfolgt im Stand der Technik immer nur einfach zwischen zwei Getriebewellen, nie zweifach, also zwischen Abtrieb und Antrieb sowie zwischen Verstellwelle und Antrieb bzw. zwischen Verstellwelle und Abtrieb.
- Des Weiteren können Wellgetriebe auch in 2-Wellen-Anordnungen eines 3-Wellengetriebes in Verstellantrieben eingesetzt werden. Hier werden sie vorrangig als Untersetzungsvorrichtungen für Stellantriebe im Automotivebereich sowie in Industrieanwendungen verwendet. Untersetzungsvorrichtungen dienen dazu, eine mit hoher Geschwindigkeit und niedriger Last eingespeiste Antriebsleistung eines Stellers in eine Abtriebsleistung mit geringer Geschwindigkeit und hoher Last zu wandeln. Es wird nur Leistung zwischen Verstellwelle und Abtriebswelle übertragen. Die dritte Welle des Getriebes ist gehäusefest. Der Winkel der Abtriebswelle kann dabei mehr als 360° betragen.
- Um bei Steuerungsfehlern der Aktuatorik die Peripherie vor Kollisionen von Bauteilen zu schützen, kann wiederum der Abtriebsdrehwinkel durch eine mechanische Begrenzung eingeschränkt werden. Der Anschlag kann hierbei zwischen Verstell- und Abtriebswelle, zwischen Abtriebswelle und Gehäuse oder zwischen Verstell- bzw. Antriebswelle und Gehäuse ausgebildet sein. Der Anschlag ist üblicherweise zwischen Abtriebswelle und Gehäuse realisiert. Es können auch ausschließlich oder zusätzlich steuerungsseitige Begrenzungen des Verstellweges vorgenommen werden. Hierbei wird der Weg der Abtriebswelle primär durch den von der Steuerung definierten Stellweg der Antriebs- bzw. Verstellwelle vorgegeben. Der Anschlag dient dann lediglich zur Absicherung von Fail-Safe-Zuständen.
- Wie eben beschrieben, erfolgt die Verstellbereichsbegrenzung meist zwischen An- und Abtriebswelle bzw. zwischen Abtriebswelle und dem Gehäuse der Vorrichtung. Die nicht unmittelbar im Verstellwinkel bzw. Antriebswinkel begrenzte Verstellwelle wird über die Getriebekinematik und die Steifigkeit der Getriebeglieder abgebremst, sobald die Abtriebsseite die Grenze des Drehwinkels erreicht. Im Stand der Technik sind keine Maßnahmen definiert, die beim Erreichen des Anschlages im Stellglied auftretende Impulslasten in der Wirkung dämpfen. In Folge hoher Lasten können sich Getriebeglieder so stark verformen, dass sie untereinander kollidieren und das Stellglied zum Verklemmen bringen. Ferner können Getriebeteile frühzeitig ermüden bzw. müssen für den Normalbetrieb überdimensioniert werden um auch die hohen Lasten im ungebremsten Anschlag zu ertragen. Dieser Zustand kann auch auftreten, wenn außerhalb eines evtl. vorhandenen Anschlages der Steller abrupt durch die Steuerung oder aufgrund einer Kollision (Anschlag außerhalb des Systems) abgebremst wird.
- Wie bereits beschrieben, kommen beim Wellgetriebe in Hülsenbauform zwei Hohlräder zum Einsatz, wobei bei den 3-Wellen-Anordnungen ein erstes Hohlrad mit einer Antriebseinheit verbunden ist und ein zweites Hohlrad mit der Abtriebseinheit verbunden ist. Bei den 2-Wellen-Anordnungen ist das erste Hohlrad gehäusefest angeordnet und das zweite Hohlrad wiederum mit der Abtriebseinheit verbunden. Die beiden Holräder sind voneinander beabstandet angeordnet. Der axiale Abstand zwischen den Hohlrädern sollte möglichst klein sein. Bei einem zu großen Abstand zwischen den Hohlrädern kommt es zu einer höheren tangentialen Biegung und Verdrillung im flexiblen Stirnrad. Die Zahnkontakte Stirnrad – erstes Hohlrad und Stirnrad – zweites Hohlrad entfernen sich in diesem Fall von Innen nach Außen gehend zunehmend relativ zueinander. Dadurch kann es in den seitlichen Randbereichen zu Eingriffsstörungen kommen. Um diese negativen Auswirkungen zu verhindern, sollte demnach möglichst ein minimaler Abstand zwischen den Hohlrädern realisiert werden. Bei einem zu kleinen Abstand kann es jedoch zu Problemen bei der Schmierölversorgung des Wellgetriebes kommen, da unter Umständen keine ausreichenden Sammelräume für das Schmieröl vorhanden sind.
- Zur Thematik der Schmierölversorgung von Verstellgetrieben wird beispielhaft auf die
DE 10 2005 059 841 A1 verwiesen. Die Schmierölversorgung von Verstellgetrieben kann unter anderem durch Zutropfung, Spritzdüsen, Ölnebel oder über eine zentrale Bohrung erfolgen. Unabhängig von der Art der Zuführung verteilt sich das 01 im Inneren des Verstellgetriebes durch die Fliehkraft bzw. durch die Schwerkraft. - Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein verbessertes Wellgetriebe zur Verfügung zu stellen, mit welchem eine ausreichend steife Abstützung der Verzahnungen sichergestellt werden kann, um unter Last auftretende Verdrillungen des flexiblen Stirnrades zu verhindern bzw. zu minimieren, wodurch Abweichungen im Zahnkontakt verhindert bzw. minimiert werden, wodurch die Getriebeteile vor Überlasten besser geschützt werden und ein Klemmen bzw. eine Beschädigung der Getriebeteile weitestgehend verhindert werden. Weiterhin sollen beim verbesserten Wellgetriebe ausreichende Sammelräume für die Bereitstellung der zum Schmieren des Wellgetriebes erforderlichen Schmiermittelmenge zur Verfügung stehen.
- Zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe dient ein Wellgetriebe gemäß dem beigefügten Anspruch 1.
- Das erfindungsgemäße Wellgetriebe zeichnet sich dadurch aus, dass der axiale Abstand zwischen erstem und zweitem Hohlrad 0,2 mm bis 4 mm beträgt. Durch einen derart gewählten Abstand zwischen den Hohlrädern ist ein ausreichend großer Schmierspalt vorhanden, um eine optimale Versorgung der Verzahnung des Wellgetriebes mit Schmiermittel sicherzustellen. Gleichzeitig kann eine optimale radiale und tangentiale Abstützung der Verzahnung sichergestellt werden. Auf diese Weise können die bei zu großem Abstand der Hohlräder ggf. auftretenden Eingriffstörungen wirksam vermieden werden. Durch die sichergestellte steife Abstützung der Verzahnungen können Verdrillungen des flexiblen Stirnrads, welche zum Ausweichen korrespondierender Zähne und damit zum Klemmen von Getriebeteilen und zum Überschnappen führen können, verhindert werden.
- Nach einer vorteilhaften Ausführungsform beträgt der axiale Abstand zwischen erstem und zweitem Hohlrad 1 mm bis 4 mm. Noch günstiger hat sich ein axialer Abstand zwischen erstem und zweitem Hohlrad von 0,5 mm bis 2 mm erwiesen. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird ein axialer Abstand zwischen erstem und zweitem Hohlrad von 0,2 mm bis 1 mm gewählt. Mit diesem zuletzt genannten Abstandsbereich kann der Kompromiss zwischen ausreichend steifer Abstützung der Verzahnung und der zur Verfügungstellung ausreichend großer Sammelräume für die Bereitstellung der zur Schmierung erforderlichen Schmiermittelmenge besonders gut gelöst werden.
- Bei einer vorteilhaften Ausführungsform weisen die axialen Anlaufflächen von erstem und zweitem Hohlrad Ausnehmungen auf. Durch diese Ausnehmungen wird ein Schmiermitteldurchtritt zum Wellgeneratorlager erleichtert. Alternativ können bei anderen Ausführungsformen die axialen Anlaufflächen von erstem und/oder zweitem Hohlrad eine axiale Welligkeit aufweisen. Durch die Welligkeit der Anlaufflächen kann ebenfalls der Schmiermitteldurchtritt zum Wellgeneratorlager erleichtert werden. Durch das Vorhandensein der Ausnehmungen bzw. der wellig gestalteten Anlaufflächen ist ein guter Schmiermitteldurchtritt sichergestellt, auch wenn bedingt durch Axialkräfte zwischen beiden Hohlrädern im Wesentlichen kein axialer Abstand mehr zwischen den Hohlrädern besteht.
- Um aber auch ohne die Ausnehmungen bzw. die Welligkeit einen ausreichend großen Schmiermitteldurchtritt zu gewährleisten, soll das Funktionsspiel der in einer bevorzugten Ausführung verwendeten Gleitlagerung zwischen erstem und zweitem Hohlrad in bestimmten Grenzen ausgelegt sein. Die untere Grenze gewährleistet dabei den ausreichenden Schmiermitteldurchtritt. Die obere Grenze der Funktionsspiele stellt sicher, dass die Position der beiden Hohlräder zueinander bzw. zum flexiblen Stirnrad nicht zu stark abweicht. Eine zu große Abweichung kann zu den oben genannten Eingriffsstörungen und Verformungen des flexiblen Stirnrades führen. Als günstig hat sich ein Axiallagerspiel sLa und ein Radiallagerspiel sLr von mindestens 0,1 mm und maximal 0,2 mm erwiesen. Im Zusammenhang mit den Funktionsspielen wird auf die
4 und die zugehörige Beschreibung verwiesen. - Bei alternativen Ausführungen kann für die Lagerung zwischen erstem und zweitem Hohlrad auch ein Wälzlager zum Einsatz kommen. Der Schmiermitteldurchtritt wird dabei durch die Lücken zwischen den Wälzkörpern gewährleistet.
- Um zu verhindern, dass der axiale Schmierspalt infolge einer axial wirkenden Kraft aus der Kette (Zugmittel) oder der Nockenwelle heraus gezogen wird, soll in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform eine minimale Verkippung durch ein entsprechend positioniertes Antriebsrad bezogen auf die Mittelebene des Gleitlagers generiert werden. Für das Antriebsrad hat sich in diesem Zusammenhang ein Versatz pk zwischen BL·0,1 und BL·1 als günstig erwiesen (siehe
6 ). Die Begrenzung des maximalen Versatzes nach oben soll sicherstellen, dass die Positions- und Winkelabweichungen der beiden Hohlräder zueinander bzw. zum flexiblen Stirnrad nicht zu stark abweichen. - Die Begrenzung der Verkippung wird bestimmt durch die Auslegung. Die Auslegung ist so zu wählen, dass der Kippwinkel zwischen An- und Abtriebseinheit durch alleinigen Kontakt im Radiallager und/oder durch kombinierten Kontakt/Abstützung im Radiallager und Axiallager begrenzt wird.
- Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
-
1 : eine vereinfachte Schnittdarstellung eines ersten und zweiten Hohlrads eines Wellgetriebes nach dem Stand der Technik; -
2 : eine vereinfachte Schnittdarstellung eines ersten und zweiten Hohlrads eines erfindungsgemäßen Wellgetriebes; -
3 : ein Hohlrad mit Ausnehmungen in den axialen Anlaufflächen in perspektivischer Darstellung; -
4 : ein erfindungsgemäßes Wellgetriebe mit Gleitlagerung zwischen erstem und zweitem Hohlrad in einer ersten Ausführung; -
5 : das Wellgetriebe gemäß4 mit verkippter Antriebseinheit; -
6 : das erfindungsgemäße Wellgetriebe mit Gleitlagerung zwischen erstem und zweitem Hohlrad in einer zweiten Ausführung; -
7 : das erfindungsgemäße Wellgetriebe gemäß6 mit verkippter Antriebseinheit. -
1 zeigt eine vereinfachte Darstellung eines ersten und zweiten Hohlrads eines Wellgetriebes nach dem Stand der Technik. Das Wellgetriebe umfasst ein erstes Hohlrad01 mit einer Innenverzahnung02 und ein koaxial zum ersten Hohlrad angeordnetes zweites Hohlrad03 mit einer Innenverzahnung04 . Zwischen erstem und zweitem Hohlrad01 ,03 ist ein axialer Abstand05 vorhanden. Bei der in1 enthaltenen, vorbekannten Anordnung ist dieser Abstand05 relativ groß gewählt, üblicherweise größer als 4 mm. Der Abstand05 wird bei den bekannten Lösungen so groß gewählt, um einen großen Sammelraum für die Bereitstellung der erforderlichen Schmiermittelmenge zur Verfügung zu stellen. Ein wesentlicher Nachteil dieses großen Abstandes ist, dass die Zähne zwischen den beiden Hohlrädern01 ,03 hierdurch tangential nicht eingespannt sind. Das Wellgetriebe ist dadurch zu nachgiebig, wodurch es zu unerwünschten Verdrillungen beim flexiblen Stirnrad des Wellgetriebes kommen kann. -
2 zeigt eine vereinfachte Darstellung eines ersten und zweiten Hohlrads eines erfindungsgemäßen Wellgetriebes. Beim erfindungsgemäßen Wellgetriebe ist der axiale Abstand05 zwischen erstem und zweitem Hohlrad01 ,03 wesentlich geringer als bei den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen (siehe1 ). Der axiale Abstand05 zwischen erstem und zweiten Hohlrad01 ,03 beträgt 0,2 mm bis 4 mm. Als vorteilhaft hat sich ein axialer Abstand05 zwischen 1 mm und 4 mm erwiesen. Noch vorteilhafter ist ein axialer Abstand05 zwischen 0,5 mm und 2 mm. Am vorteilhaftesten hat sich ein axialer Abstand05 von 0,2 mm bis 1 mm erwiesen. Durch die Wahl eines axialen Abstandes05 in den vorgenannten Grenzen wird die Verzahnung ausreichend steif abgestützt, wodurch unter anderem auch unerwünschte Verdrillungen des flexiblen Stirnrads des Wellgetriebes wirksam vermieden werden. Gleichzeitig ist der axiale Abstand05 jedoch groß genug, um ausreichende Sammelräume für die Bereitstellung der erforderlichen Schmiermittelmenge zur Verfügung zu stellen. -
3 zeigt das Hohlrad01 ,03 mit Ausnehmungen in den axialen Anlaufflächen. Die axialen Anlaufflächen von erstem und zweitem Hohlrad01 ,03 können nach einer bevorzugten Ausführungsform Ausnehmungen06 aufweisen. Durch diese Ausnehmungen06 wird der Schmiermitteldurchtritt zum Wellgeneratorlager erleichtert. Bei anderen Ausführungsformen kann anstelle der Ausnehmungen06 eine wellige Gestaltung der axialen Anlaufflächen vorgenommen werden. Die wellige Gestaltung erfüllt den gleichen Zweck wie die Ausnehmungen06 und erleichtert ebenso den Schmiermitteldurchtritt zum Wellgeneratorlager. -
4 zeigt ein erfindungsgemäßes Wellgetriebe mit einer Gleitlagerung zwischen erstem und zweitem Hohlrad in einer ersten Ausführung. Bei dieser Ausführung wird das Funktionsspiel der Gleitlagerung in bestimmten Grenzen ausgelegt, um zum einen die Schmiermittelzuführung sicherzustellen und zum anderen eine zu starke Abweichung der Position der beiden Hohlräder01 ,03 zueinander bzw. zum flexiblen Stirnrad zu vermeiden. Die Funktionsspiele sind hierbei folgendermaßen definiert:Axialspiel: sLa = BL – bl 0,0005·DL ≤ sLa ≤ 0,004·DL wobei sLa mindestens 0,01 mm und maximal 0,2 mm Radialspiel: sLr = DL –dl 0,0005·DL ≤ sLr ≤ 0,002·DL wobei sLr mindestens 0,01 mm und maximal 0,2 mm -
5 zeigt das Wellgetriebe gemäß4 mit verlagerter Antriebseinheit. Bei der hier gezeigten Ausführung ist die mit dem erstem Hohlrad01 in Verbindung stehende Antriebseinheit08 beispielsweise durch Wirkung einer von einem Antriebsrad09 ausgeübten Kraft F verlagert. Hierdurch verschließt sich der axiale Schmierspalt, wodurch Probleme bei der Schmiermittelversorgung resultieren könnten. - Um Abhilfe zu schaffen, wird bei der in
6 gezeigten Ausführungsform, eine minimale Verkippung der Antriebseinheit08 durch ein entsprechend positioniertes Antriebsrad09 realisiert. Für das Antriebsrad08 hat sich ein Versatz pk zwischen BL·0,1 und BL·1 bezogen auf die Symmetrielage SL des zwischen erstem und zweitem Hohlrad01 ,03 angeordneten Gleitlagers als günstig erwiesen. -
7 zeigt das Wellgetriebe gemäß6 mit verkippter Antriebseinheit. Die Verkippung der Antriebseinheit08 wird durch die Stützpunkte A, B begrenzt. Der Darstellung kann entnommen werden, dass nach wie vor ein axialer Schmierspalt zur Verfügung steht. - Bezugszeichenliste
-
- 01
- erstes Hohlrad
- 02
- Innenverzahnung des ersten Hohlrads
- 03
- zweites Hohlrad
- 04
- Innenverzahnung des zweiten Hohlrads
- 05
- axialer Abstand zwischen den Hohlrädern
- 06
- Ausnehmungen in der Anlauffläche
- 07
- 08
- Antriebseinheit
- 09
- Antriebsrad
- A,
- B Stützpunkte
- SL
- Symmetrielinie Gleitlager
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 10222695 A1 [0002]
- DE 102005059841 A1 [0010]
Claims (10)
- Wellgetriebe mit einem ersten Hohlrad (
01 ) mit einer Innenverzahnung (02 ), einem koaxial zum ersten Hohlrad (01 ) angeordneten zweiten Hohlrad (03 ) mit einer Innenverzahnung (04 ), wobei zwischen erstem und zweitem Hohlrad (01 ,03 ) ein axialer Abstand (05 ) vorhanden ist, einem zumindest teilweise innerhalb des ersten Hohlrads (01 ) angeordneten, flexiblen Stirnrad mit einer Außenverzahnung und einem innerhalb des Stirnrads angeordneten Wellgenerator zum Biegen des Stirnrads in Radialrichtung, wobei zwischen erstem Hohlrad (01 ), zweitem Holrad (03 ) und Stirnrad an zwei gegenüberliegenden Stellen des Stirnrads eine drehmomentübertragende Verbindung hergestellt ist, wobei der Wellgenerator einen Ring mit elliptischem Außenumfang und ein auf dem Außenumfang angebrachtes elliptisch verformtes Lager umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der axiale Abstand (05 ) zwischen erstem und zweitem Hohlrad (01 ,03 ) 0,2 mm bis 4 mm beträgt. - Wellgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der axiale Abstand (
05 ) zwischen erstem und zweitem Hohlrad (01 ,03 ) 1 mm bis 4 mm beträgt. - Wellgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der axiale Abstand (
05 ) zwischen erstem und zweitem Hohlrad (01 ,03 ) 0,5 mm bis 2 mm beträgt. - Wellgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der axiale Abstand (
05 ) zwischen erstem und zweitem Hohlrad (01 ,03 ) 0,2 mm bis 1 mm beträgt. - Wellgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die axialen Anlaufflächen von erstem und/oder zweitem Hohlrad (
01 ,03 ) Ausnehmungen (06 ) aufweisen. - Wellgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die axialen Anlaufflächen von erstem und/oder zweitem Hohlrad (
01 ,03 ) eine axiale Welligkeit aufweisen. - Wellgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hohlrad (
01 ) über ein Gleitlager auf dem zweiten Hohlrad (03 ) gelagert ist. - Wellgetriebe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Axiallagerspiel des Gleitlagers 0,0005·DL ≤ sLa ≤ 0,004·DL beträgt und/oder dass das Radiallagerspiel 0,0005·DL ≤ sLr ≤ 0,002·DL beträgt.
- Wellgetriebe nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem ersten Hohlrad (
01 ) ein Antriebsrad (09 ) verbunden ist, und dass ein Versatz zwischen der Mittelebene des Antriebsrades (09 ) und der Mittelebene des Gleitlagers besteht. - Wellgetriebe nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlager mindestens eine kapillare Verbindung für die Schmiermittelzuführung zwischen den axialen Stirnflächen und den radialen Mantelflächen der korrespondierenden Flächen von erstem und zweitem Hohlrad (
01 ,03 ) aufweist.
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