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Die Erfindung betrifft einen Wellschlauch gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1.
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Stand der Technik
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Die Druckschrift
DE 102 41 504 offenbart einen Wellschlauch bestehend aus Metall, der in Inneren einen Stützschlauch aufweist. Diese Ausführungsform weist den Nachteil auf, dass der Innenraum schlecht zu reinigen ist, dass der Stützschlauch beim Reinigen verletzt werden könnte, und dass der Stützschlauch bei höherer mechanischer Belastung reissen könnte.
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Darstellung der Erfindung
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Aufgabe der Erfindung ist es einen vorteilhafteren Wellschlauch zu bilden, der insbesondere gut gereinigt werden kann. Der erfindungsgemässe Wellschlauch sollte insbesondere für aseptische oder sterile Anwendungen geeignet sein.
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Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Wellschlauch aufweisend die Merkmale von Anspruch 1. Die Unteransprüche 2 bis 9 beziehen sich auf weitere, vorteilhaft ausgestaltete Ausführungsformen.
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Die Aufgabe wird insbesondere gelöst mit einem Wellschlauch umfassend einen Innenraum der von einer Aussenhülle begrenzt ist, wobei die Aussenhülle eine Mehrzahl von in Verlaufsrichtung des Wellschlauchs nacheinander folgend angeordneten Wellungen umfasst, welche einen flexiblen Abschnitt ausbilden, wobei jede Wellung eine Vertiefung aufweist, wobei die Vertiefungen der Wellungen derart mit einem elastischen Füllmittel gefüllt sind, dass das elastische Füllmittel bezüglich dem Innenraum eine durchgehende Innenwandung ausbildet, vorzugsweise eine durchgehend flache Innenwandung.
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Der erfindungsgemässe Wellschlauch weist den Vorteil auf, dass dieser flexibel ausgestaltet ist und zumindest in Längsrichtung dehnbar und komprimierbar ist, wobei dieser insbesondere derart ausgestaltet ist, das dieser für aseptische oder sterile Anwendungen geeignet ist. Der erfindungsgemässe Wellschlauch weist in einer neutralen Anordnung, das heisst wenn dieser weder gedehnt noch komprimiert ist, entlang des flexiblen Abschnittes eine Innenfläche beziehungsweise eine Innenwandung auf, die in einer bevorzugten Ausgestaltung eine glatte, flächige oder beinahe glatte Oberfläche aufweist, sodass diese Oberfläche besonders gut zu reinigen ist, da die gesamte Oberfläche leicht zugänglich ist. Bevorzugt besteht die Innenwandung des flexiblen Abschnittes aus einem Elastomer, der vorzugsweise einen geringen Mittenrauhwert Ra aufweist, sodass diese wenige Poren oder Vertiefungen aufweist, sodass diese einfach zu reinigen ist. Der erfindungsgemässe Wellschlauch weist den weiteren Vorteil auf, dass dessen Innenwandung mechanisch hoch beanspruchbar ist, und somit auch einem grossen Innendruck standhalten kann, und dass die Innenwandung auch während dem Reinigen falls erforderlich mechanisch beansprucht werden kann, ohne dass die Gefahr einer Beschädigung oder Zerstörung der Innenwandung besteht. Die Innenwandung kann insbesondere auch steril oder aseptisch gereinigt werden, zum Beispiel mit heissem Wasserdampf.
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Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen im Detail beschrieben.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:
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1 einen Längsschnitt eines Ausführungsbeispiels eines Wellschlauchs;
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2 eine Detailansicht von zwei Wellungen des Wellschlauchs gemäss 1;
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3 eine Detailansicht eines weiteres Ausführungsbeispieles von zwei Wellungen;
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4 eine Detailansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles von zwei Wellungen.
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Grundsätzlich sind in den Zeichnungen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Wege zur Ausführung der Erfindung
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1 zeigt einen Längsschnitt eines Ausführungsbeispiels eines sich in einer Längsrichtung L erstreckenden Wellschlauches 1. Die Aussenhülle 1a des Wellschlauchs 1 ist vorzugsweise aus Metall, insbesondere Edelstahl gefertigt und umfasst beiseitig einen hohlzylinderförmigen Abschnitt 1k mit Innenwandung 11, der einerseits in einen Anschlussstutzen 1c mündet, und der andererseits zu einer Wellung 1b mündet. Der Wellschlauch 1 umfasst eine Mehrzahl von in Längsrichtung L nacheinander folgenden Wellungen 1b. Jede Wellung 1b umfasst im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei senkrecht zur Längsrichtung L verlaufende Seitenabschnitte 1f, wobei jede Wellung 1b einen Innenraum 1g ausbildet, und wobei jeder Innenraum 1g derart mit einem elastischen Füllmittel 2 gefüllt ist, dass sich in Längsrichtung L entlang der Wellungen 1b im Innenraum eine Querschnittfläche mit vorzugsweise konstantem oder im Wesentlichen konstanten Innenquerschnitt D1 ausbildet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der entlang den Wellungen 1b verlaufende Innenquerschnitt D1 derselbe wie der Innenquerschnitt D2 des hohlzylinderförmigen Abschnittes 1k, sodass der Wellschlauch 1 zumindest entlang der Wellungen 1b und der Abschnitte 1k einen konstanten oder im Wesentlichen konstanten Innenquerschnitt D1, D2 aufweist. Die Aussenhülle 1a des Wellschlauchs 1 ist vorzugsweise aus Edelstahl gefertigt, könnte jedoch auch aus einem anderen Metall wie Aluminium, oder auch aus einem Kunststoff gefertigt sein. Die Wellungen 1b sind derart ausgestaltet, dass diese zumindest eine Dehnung oder Kompression des Wellschlauches 1 in Bewegungsrichtung A erlauben, sodass die beiden gegenüber liegenden Anschlussstutzen 1c relativ zueinander in Bewegungsrichtung A verschiebbar sind. Vorzugsweise sind die Wellungen 1b auch derart ausgestaltet, dass der Wellschlauch 1 flexibel verbiegbar ist und insbesondere einen gekrümmten Verlauf einnehmen kann. Dabei ist das in den Wellungen 1b eingebrachte elastische Füllmittel 2 derart elastisch ausgestaltet ist, dass der Wellschlauch 1 mit elastischem Füllmittel 2 insbesondere in Längsrichtung L in Bewegungsrichtung A dehnbar beziehungsweise komprimierbar ist. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist jede Wellung 1b in Längsrichtung L um bis zu 1 mm komprimierbar oder dehnbar, und in einer bevorzugten Ausgestaltung um etwa 0,2 mm komprimierbar oder dehnbar.
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Der gesamte Wellschlauch 1 ist somit entsprechend der gesamten Anzahl Wellungen 1b um das entsprechende Vielfache jeder einzelnen Wellung 1b komprimierbar oder dehnbar. Das Ausführungsbeispiel weist 10 Wellungen 1b auf, sodass, falls jede Wellung 1b um 0,2 mm komprimierbar oder dehnbar ist, der gesamte Wellschlauch 1 um ± 2 mm komprimierbar oder dehnbar ist. Der Wellschlauch 1 dient vorzugsweise dazu zwei beabstandet angeordnete Leitungsendstücke Fluid leitend miteinander zu verbinden. Da die Leitungsendstücke nicht immer genau gleich beabstandet beziehungsweise nicht immer genau gleich gegenseitig angeordnet sind, können diese mit Hilfe des flexiblen, das heisst dehnbaren, komprimierbaren oder biegbaren Wellschlauch 1 gegenseitig verbunden werden.
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1 zeigt den Wellschlauch 1 in einer neutralen Anordnung, das heisst der Wellschlauch 1 ist weder gedehnt noch komprimiert. In der neutralen Anordnung weist die Innenfläche 1d beziehungsweise die Innenwandung 1d des flexiblen Abschnittes 1h in einer bevorzugten Ausgestaltung eine glatte oder beinahe glatte Oberfläche auf, sodass diese Oberfläche besonders gut zu reinigen ist, da die gesamte Oberfläche leicht zugänglich ist, und daher insbesondere auch mechanisch einfach gereinigt werden kann. Zudem weist die glatte Innenwandung 1d den Vorteil auf, dass sich keine oder kaum Verschmutzungen im flexiblen Abschnitt 1h anlagern können. In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die vom elastischen Füllmittel 2 ausgebildete Innenwandung 1d einen Mittenrauhwert Ra von weniger als 0,4 auf. Beim Komprimieren oder Dehnen des Wellschlauchs 1 in Richtung A werden die Wellungen 1b elastisch verformt, was zur Folge hat, dass die dem Innenraum 1i zugewandte Oberfläche des elastischen Füllmittels 2 bei einer Komprimierung eine leichte Ausstülpung und bei einer Dehnung eine leichte Vertiefung ausbilden, sodass die Innenwandung 1d in Längsrichtung L eine leicht wellige Oberflächenstruktur aufweist. Auch die derart leicht wellig verlaufende Innenwandung 1d weist vorzugsweise die Eigenschaft auf, sodass sich kaum oder kein Schmutz anlagert und der Strömungswiderstand gering bleibt. Zum Reinigen der Innenwandung 1d des Wellschlauchs 1 wird dieser vorzugsweise in die neutrale Anordnung gebracht, sodass die Innenwandung 1d während dem Reinigen eine glatte Oberfläche aufweist.
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2 zeigt eine Detailansicht von zwei Wellungen 1b des Wellschlauchs 1 gemäss 1. Die beiden Seitenabschnitte 1f der Wellungen 1b sind parallel verlaufend ausgestaltet. Die beiden Seitenabschnitte 1f könnten jedoch auch zur Längsachse L hin sich gegenseitig erweiternd oder sich gegenseitig verjüngend verlaufen. In 2 ist die Innenwandung 1d derart ausgestaltet, dass diese tangential zum unteren Bogen 1m der Aussenhülle 1a verläuft und so in der neutralen Anordnung eine durchgehende, flache Innenwandung 1d ausbildet. 3 zeigt eine Detailansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles von zwei Wellungen 1b. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Wellung 1b nicht vollständig mit elastischem Füllmittel 2 ausgefüllt, sodass die Innenwandung 1d, wie in 3 dargestellt, in Längsrichtung L abwechslungsweise durch das elastische Füllmittel 2 und den unteren Bogen 1m der Aussenhülle 1a ausgebildet wird, und so eine durchgehende Innenwandung 1d ausbildet. 4 zeigt eine Detailansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles von zwei Wellungen 1b. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Wellung 1b vollständig mit elastischem Füllmittel 2 bedeckt, sodass die Innenwandung 1d, wie in 4 dargestellt, in der neutralen Anordnung in Längsrichtung L durchgehend flach ist und aus elastischem Füllmittel 2 ausgebildet wird.
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Als elastisches Füllmittel 2 ist insbesondere eines der folgenden Elastomere geeignet: Naturkautschuk (Handelsnamen: SMR, Latex, smoked sheets, Para), Styrol-Butadien-Kautschuk (Handelsnamen: BUNA-S®, KER®, EUROPRENE®), Butylkautschuk (Handelsnamen: BUTYL, BUCAR®,), Ethylen-Propylen-Kautschuk (Handelsnamen: NORDEL®, KELTAN®, VISTALON®, DUTRAL®, BUNA EP®,), Nitrilkautschuk (Handelsnamen: PERBUNAN®, BUNA-N, HYCAR®, EUROPRENE N®, NIPOL®), hydrierter Nitrilkautschuk (Handelsnamen: THERBAN®, ZETPOL®), Chloroprenekautschuk (Handelsnamen: NEOPRENE®, BAYPRENE®, DENKA CHLOROPRENE®), chlorsulfoniertes Polyethylen (Handelsnamen: HYPALON®), Acrylatkautschuk (Handelsnamen: HYCAR®, VAMAC®, CYANACRYL®), Polyurethankautschuk (Handelsnamen: VULKOLLAN®, UREPAN®, ADIPRENE®, VIBRATHANE®), Silikonkautschuk (Handelsnamen: SILOPREN®, SILASTIC®,), Fluorsilikonkautschuk (SILOPREN®), Fluorkautschuk (Handelsnamen: VITON®, FLUOREL®, TECNOFLON®, DAI-EL®).
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Zur Herstellung des erfindungsgemässen Wellschlauchs 1 ist insbesondere Fluorkautschuk, beispielsweise der unter dem Handelsnamen VITON® erhältliche Fluorkautschuk, geeignet. In einer vorteilhaften Verfahren wird der erfindungsgemässe Wellschlauch 1 derart hergestellt, dass in einem ersten Verfahrensschritt die metallische Aussenhülle 1a geformt wird, und dass in einem zweiten Verfahrensschritt die Vertiefungen 1g mit dem elastischen Füllmittel 2 wie dem genannten Fluorkautschuk aufvulkanisiert und/oder aufgeschäumt werden. Vorteilhafterweise wird der Fluorkautschuk in die Vertiefungen 1g eingespritzt oder aufvulkanisiert, bis die Vertiefungen 1g wie in den 2 bis 4 dargestellt mit dem elastischen Füllmittel 2 gefüllt sind.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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