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Die Erfindung betrifft einen Behälter für Flüssigkeiten, insbesondere eine Getränkedose, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Es sind Behälter, zum Beispiel Getränkedosen, bekannt, die nur mit einer einzigen Flüssigkeit, also beispielsweise einem fertigen Mixgetränk, gefüllt sind. Es kann erforderlich sein, ein Mixgetränk, zum Beispiel einen Cocktail, aus zwei Komponenten, zum Beispiel einer alkoholischen Komponente und einer nicht-alkoholischen Komponente, frisch zuzubereiten, ohne dass dafür zusätzliche Gefäße benötigt werden.
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Die
DE 201 07 738 U1 , die
AT 30 226 E und die
DE 297 04 521 U1 zeigen jeweils einen Behälter für Flüssigkeiten. Alle diese Behälter besitzen einen im Wesentlichen zylindrischen Korpus, der einen ersten Aufnahmeraum für eine Flüssigkeit umschließt, welcher in Fluidverbindung bringbar ist mit einem zweiten Aufnahmeraum für eine weitere Flüssigkeit. Wird bei diesen bekannten Behältern die Fluidverbindung zwischen den beiden Aufnahmeräumen hergestellt, so tritt zwar die Flüssigkeit aus dem zweiten Aufnahmeraum in den ersten Aufnahmeraum ein und vermischt sich dort zunächst im mittleren Kernbereich des ersten Aufnahmeraums mit der dort enthaltenen ersten Flüssigkeit. Um ein Gemisch der beiden Flüssigkeiten erzeugen zu können, ist es erforderlich, den Behälter für längere Zeit in alle Richtungen zu schütteln, wobei insbesondere bei Flüssigkeiten unterschiedlicher spezifischer Dichte eine gleichmäßige Vermischung nicht immer gewährleistet ist.
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Die
US 2009/0311389 A1 offenbart Behälterpaarungen aus jeweils einem Behälter für Cerealien und einem Behälter für Milch, wobei die beiden Behälter einer jeden Behälterpaarung zusammenschraubbar sind. Im Bereich der Schraubverbindung weist die Behälterpaarung einen geringeren Durchmesser auf, als im oberen und unteren Bereich der Behälterpaarung. Der untere Behälter ist jeweils zur Aufnahme der Milch vorgesehen und der obere Behälter nimmt die Cerealien auf. Im Bereich der Behälterverbindung weist der untere Behälter eine entfernbare Membran auf, damit nach Entfernen der Membran und dem Zusammenschrauben der beiden Behälter einer jeden Behälterpaarung eine Fluidverbindung zwischen den beiden Behältern hergestellt wird.
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Die
DE 297 12 783 U1 offenbart eine Getränkedose mit einer ziehharmonikaartig gefalteten Umfangswandung. Zweck dieser Ausgestaltung ist der, dass die Getränkedose nach dem Entleeren durch Stauchen der ziehharmonikaartigen Umfangswandung auf ein Minimum zusammengepresst werden kann.
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Die
DE 690 24 971 T2 offenbart einen Behälter für kohlensäurehaltige Getränke, wobei der Behälter in allen dort gezeigten Ausführungsformen zylindrisch ausgebildet ist. In einer dort gezeigten Ausführungsform ist ein doppelkonusförmiger Einsatz für den Behälter vorgesehen, der in das Innere des zylindrischen Behälters eingeführt wird. Dieser Einsatz ist mit einem Gas unter einem vorgegebenen Druck gefüllt und dient dazu, in einem ersten Zustand des in den Behälter eingefüllten Fluids ein erstes Volumen im Behälterinneren einzunehmen. Dehnt sich das im Behälter vorhandene Fluid aus und erzeugt dadurch einen Behälterinnendruck, der größer ist als der Druck des Gases in dem doppelkonusförmige Einsatz, so wird der doppelkonusförmige Einsatz – wie eine Ziehharmonika – zusammengefaltet und nimmt dadurch nur ein geringeres Teilvolumen im Behälterinnenraum ein. Der Behälter selbst behält hierbei jedoch seine ursprüngliche zylindrische Form.
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Die
DE 196 41 732 A1 offenbart einen im Wesentlichen zylindrischen Behälter, der etwas unterhalb seiner Mitte mit einem ähnlich einem Faltenbalg gestalteten eingeschnürten Abschnitt versehen ist. Dieser Abschnitt ist dafür vorgesehen, bei einem Anstieg der Druckdifferenz zwischen dem Behälterinnendruck und dem ihn umgebenden Druck durch radiale Verformung ein größeres Volumen für den Behälterinnenraum zur Verfügung zu stellen.
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Aus der
DE 34 24 936 A1 ist ein Behälter zum Mischen von Flüssigkeiten bekannt, dessen einziger Aufnahmeraum zwei als Wirbelvorsprünge bezeichnete in Vertikalrichtung versetzte und einander gegenüber liegende lokale Eindellungen aufweist, durch die eine gute und schnelle Vermischung erreicht werden soll.
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen gattungsgemäßen Behälter für Flüssigkeiten anzugeben, der es ermöglicht, eine aus zwei Flüssigkeitskomponenten bestehende Flüssigkeitsmischung bei Bedarf vorportioniert auf einfache und schnelle Weise herstellen und gebrauchsfertig machen zu können.
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Diese Aufgabe wird durch das im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebene Merkmal gelöst.
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Die Erfindung betrifft folglich einen Behälter für Flüssigkeiten, insbesondere eine Getränkedose, mit einem Korpus, der einen von einer ersten Wandung umschlossenen ersten Aufnahmeraum für eine Flüssigkeit aufweist, wobei die erste Wandung eine von einer Verschlusseinrichtung verschlossene Auslassöffnung für die Flüssigkeit aufweist, wobei der erste Aufnahmeraum mit einem von einer zweiten Wandung umschlossenen zweiten Aufnahmeraum für eine weitere Flüssigkeit in Fluidverbindung bringbar ist, um die beiden Flüssigkeiten miteinander zu vermischen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Korpus in Form eines im Bereich der Mitte nach Art eines Doppelkonus eingeschnürten Rotationskörpers ausgebildet ist, wodurch der erste Aufnahmeraum eingeschnürt ist.
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Dieser Behälter besitzt den Vorteil, dass er zwei in einem vorgegebenen Verhältnis vorportionierte Flüssigkeiten getrennt voneinander aufnehmen kann. Nach Herstellung der Fluidverbindung können diese dann unmittelbar im Behälter schnell und wirksam gemischt werden und das Flüssigkeitsgemisch kann durch die Auslassöffnung ausgegeben werden.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Vorteilhafterweise ist der von der zweiten Wandung umschlossene zweite Aufnahmeraum integral im Behälter ausgebildet.
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In einer alternativen Ausführungsform ist der von der zweiten Wandung umschlossene zweite Aufnahmeraum in einem vom Behälter separat ausgebildeten Hilfsbehälter vorgesehen, der mit dem Behälter mechanisch verbindbar ist. Dadurch ist es möglich, durch einfaches Kombinieren bereits vorbefüllter Behälter und Hilfsbehälter unterschiedliche Flüssigkeitskombinationen zusammenzustellen, die dann bei Bedarf miteinander vermischt werden können.
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Vorzugsweise ist die Fluidverbindung zwischen dem ersten Aufnahmeraum und dem zweiten Aufnahmeraum durch Verdrehung eines Betätigungselements, das am Behälter oder am Hilfsbehälter vorgesehen ist, herstellbar. Diese Ausgestaltungsform ermöglicht ein schnelles öffnen der Fluidverbindung.
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Vorteilhaft ist es, wenn das Betätigungselement auf einen Ventilmechanismus einwirkt, der im geöffneten Ventilzustand die beiden Aufnahmeräume miteinander verbindet.
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Der Ventilmechanismus weist dabei bevorzugt zumindest zwei mit jeweils zumindest einer Öffnung versehene, die beiden Aufnahmeräume voneinander trennende Zwischenwandelemente auf, die abdichtend aneinander anliegen, die aber derart relativ zueinander bewegbar, insbesondere verdrehbar oder verschiebbar, sind, dass die Öffnungen in eine einander zumindest teilweise überlappende Position bringbar sind, um gemeinsam zumindest eine Durchtrittsöffnung zur Schaffung der Fluidverbindung zwischen den beiden Aufnahmeräumen zu bilden.
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In einer alternativen erfindungsgemäßen Ausführungsform wirkt das Betätigungselement auf einen Penetrationsmechanismus ein, der im betätigten Zustand zumindest eine die beiden Aufnahmeräume voneinander trennende Membranwand durchdringt. Diese Variante besitzt den Vorteil eines einfachen und kostengünstigen Aufbaus.
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Bevorzugt weist der Penetrationsmechanismus zumindest einen Fluidverbindungskanal auf, der im betätigten Zustand des Penetrationsmechanismus' mit seinem ersten Ende in den ersten Aufnahmeraum mündet und mit seinem zweiten Ende in den zweiten Aufnahmeraum mündet. Auf diese Weise kann nach der Penetration der Membranwand zuverlässig ein Fluidaustausch zwischen den beiden Aufnahmeräumen erfolgen, um die Flüssigkeiten schnell und wirkungsvoll zu mischen, insbesondere dann, wenn mehr als ein Fluidverbindungskanal vorgesehen ist. Dazu kann der Penetrationsmechanismus beispielsweise mehrere Penetratoren mit jeweils einem derartigen Fluidverbindungskanal aufweisen.
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Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das Betätigungselement derart ausgebildet, dass es auf einen Aktionsmechanismus einwirkt, der eine die beiden Aufnahmeräume voneinander trennende Membranwand mit einer Kraft, wie beispielsweise einer Zugkraft, einer Druckkraft, einer Scherkraft und/oder einem Moment, beaufschlagt und dadurch die Membran zerstört oder ihre Position so verändert, dass ihre die beiden Aufnahmeräume voneinander trennende Wirkung aufgehoben ist. Mittels des Aktionsmechanismus' wird beispielsweise die Membran aufgerissen, um die Fluidverbindung herzustellen. Die Membranwand kann dazu nur in einem Bereich, zum Beispiel im Zentrum, mit der Membran versehen sein oder die Membranwand kann vollständig von der Membran gebildet sein.
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Bevorzugt ist das Betätigungselement von einem am Behälter vorgesehenen, vorzugsweise an dem von der Verschlusseinrichtung abgewandten Ende des Behälters angeordneten, ersten Drehkranz gebildet. So kann die Fluidverbindung ohne zusätzliches Werkzeug, nämlich nur durch einfaches Verdrehen des Drehkranzes, hergestellt werden.
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Vorteilhaft ist es auch, wenn die Verschlusseinrichtung von einem zum Öffnen und Schließen der Auslassöffnung des ersten Aufnahmeraums verdrehbaren Deckel gebildet ist, der vorzugsweise einen zweiten Drehkranz aufweist. Der Deckel kann dazu beispielsweise als Schraubdeckel ausgestaltet oder mit einem Bajonettverschluss versehen sein. Der Behälter kann dadurch nach nur teilweiser Entnahme der Flüssigkeit wieder dicht verschlossen werden.
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Ist der verdrehbare Deckel derart am Behälter angebracht oder anbringbar, dass er zum Verschließen der Auslassöffnung in eine Richtung drehbar ist, die jener Drehrichtung entgegengesetzt ist, in die der erste Drehkranz zum Herstellen der Fluidverbindung zwischen den beiden Aufnahmeräumen zu drehen ist, so wird sicher verhindert, dass beim Herstellen der Fluidverbindung unbeabsichtigt auch der Deckel über der Auslassöffnung geöffnet wird. So kann beim Herstellen der Fluidverbindung keine Flüssigkeit versehentlich aus dem Behälter austreten.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigt
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1 eine teilweise geschnittene Darstellung einer ersten Ausführungsform eines von einer Getränkedose gebildeten Behälters für Flüssigkeiten;
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2 eine vertikal geschnittene Darstellung einer zweiten Ausführungsform;
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3 eine um 90° um die Längsachse X gedrehte teilweise geschnittene Darstellung der zweiten Ausführungsform;
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4 eine teilweise geschnittene Darstellung einer dritten Ausführungsform und
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5 eine Querschnittsdarstellung in Richtung der Pfeile V-V in 4.
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Der in 1 dargestellte Behälter besteht aus einem im Wesentlichen rotationssymmetrischen Korpus 10 sowie einem oberen Schraubdeckel 14 als Verschlußeinrichtung für einen im Korpus 10 gebildeten ersten Aufnahmeraum 12 für eine erste Flüssigkeit. Der erste Aufnahmeraum 12 wird von einer ersten Wandung 11 umschlossen. Der erste Aufnahmeraum 12 ist an seinem oberen Ende mit einer Auslassöffnung 13 versehen, die vom Schraubdeckel 14 abdichtend verschließbar ist.
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Im unteren Teil des Korpus' 10 ist eine zur ersten Wandung 11 gehörende Bodenwand 11' vorgesehen, in der zumindest ein mit einem zentralen Fluidverbindungskanal 30 versehener Penetrationsmechanismus 3 vorgesehen ist, dessen Funktion nachstehend noch beschrieben wird.
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Im unteren Teil des Korpus' 10 ist unterhalb der Bodenwand 11' ein Hilfsbehälter 2 vorgesehen, der in einem Schraubdeckel 20 ausgebildet ist. Der Schraubdeckel 20 ist abdichtend auf den unteren Endabschnitt 10' des Korpus' 10 aufgeschraubt.
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Der Hilfsbehälter 2 ist im unteren Schraubdeckel 20 vorgesehen und bildet einen von einer zweiten Wandung 21 umschlossenen zweiten Aufnahmeraum 22 für eine weitere Flüssigkeit. Der zum Penetrationsmechanismus 3 weisende Abschnitt der zweiten Wandung 21 bildet eine Membranwand 26 aus, die vom Penetrationsmechanismus 3 durchstoßbar ist.
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Im nicht-aktivierten Lagerzustand des Behälters 1, also wenn die beiden Aufnahmeräume 12, 22 noch voneinander separiert sind, ist der untere Schraubdeckel 20 mit dem Hilfsbehälter 2 soweit auf den Korpus 10 aufgeschraubt, dass die Membranwand 26 mit einem Dichtungsabschnitt 28 abdichtend gegen den Penetrationsmechanismus 3 anliegt, sodass ein Austreten der im ersten Aufnahmeraum 12 enthaltenen Flüssigkeit durch den Fluidverbindungskanal 30 verhindert ist.
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Erst durch weitergehendes Aufschrauben des unteren Schraubdeckels 20 auf den Korpus 10 wird der Hilfsbehälter 2 in Axialrichtung des Behälters 1 auf den Penetrationsmechanismus 3 zu bewegt, sodass dieser die Membranwand 26 durchdringt und der Fluidverbindungskanal 30 im Inneren des Penetrationsmechanismus' 3 eine Fluidverbindung zwischen dem ersten Aufnahmeraum 12 und dem zweiten Aufnahmeraum 22 herstellt, wobei das erste Ende 30' des Penetrationsmechanismus' 3 in den ersten Aufnahmeraum 12 mündet und das zweite Ende 30'' des Penetrationsmechanismus' 3 in den zweiten Aufnahmeraum 22 mündet. Der Fluidverbindungskanal 30 kann auch mit einem (nicht dargestellten) Rückschlagventil ausgestattet sein, das ein Austreten von Flüssigkeit aus dem ersten Aufnahmeraum 12 verhindert und nur das Eintreten von Flüssigkeit aus dem zweiten Aufnahmeraum 22 in den ersten Aufnahmeraum 12 gestattet.
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Die äußere Kontur des Korpus' 10 ist in Form eines etwa in der Mitte eingeschnürten Rotationskörpers gebildet und ähnelt einem Doppelkonus. Diese Ausgestaltung des Korpus' 10 erleichtert das Vermischen der beiden in den Aufnahmeräumen 12, 22 enthaltenen Flüssigkeiten nach dem Herstellen der Verbindung zwischen den beiden Aufnahmeräumen, 12, 22 wenn der Behälter 1 geschüttelt wird.
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Die Benutzung des erfindungsgemäßen Behälters als Getränkedose zum Herstellen von Cocktails erfolgt wie folgt:
In einem ersten Schritt wird der untere Schraubdeckel 20, dessen äußerer Umfang ein Betätigungselement 24 bildet, über ein Krafthindernis hinweg auf den Korpus 10 weiter aufgeschraubt, sodass der Penetrationsmechanismus 3 die Membranwand 26 durchstößt und die Fluidverbindung zwischen den beiden Aufnahmeräumen 12 und 22 hergestellt ist. Dann wird durch Schütteln des Behälters 1 der beispielsweise alkoholhaltige Flüssigkeitsinhalt des zweiten, unteren Aufnahmeraums 22 mit dem beispielsweise alkoholfreien Flüssigkeitsinhalt des ersten, oberen Aufnahmeraums 12 vermischt. Die auf diese Weise hergestellte Mischung, die beispielsweise ein Getränkecocktail ist, kann dann nach Abschrauben der oberen Verschlusseinrichtung 14, also des oberen Schraubdeckels, entnommen werden. Da die Auslassöffnung 13 des ersten Aufnahmeraums 12 durch im Wesentlichen den gesamten Innendurchmesser des Korpus' 10 an seinem oberen Ende 10'' gebildet ist, ist der in der Figur gezeigte Behälter auch unmittelbar als Trinkgefäß geeignet.
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2 zeigt eine alternative Variante des in 1 gezeigten Behälters, wobei die in 1 verwendeten Bezugszeichen einzelner Bauteile und Komponenten für dieselben oder ähnlichen Bauteile beziehungsweise Komponenten um den Wert 100 erhöht sind.
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Der in 2 und 3 gezeigte Behälter 101 entspricht in seiner äußeren Gestaltung und in seinem Aufbau im Wesentlichen dem Behälter 1 aus 1, wobei jedoch der zweite Aufnahmeraum 122 im unteren Teil des Korpus' 110 ausgebildet ist, der einen Teil der Wandung 121 des zweiten Aufnahmeraums 122 bildet. Der untere Deckel 120 ist abdichtend auf den unteren Endabschnitt 110' des Korpus' 110 derart aufgesetzt, dass der untere Deckel 120 gegenüber dem Korpus 110 verdrehbar ist.
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Die die beiden Aufnahmeräume 112, 122 voneinander trennende Bodenwand 111', die Bestandteil der Wandung 111 des ersten Aufnahmeraums 112 ist, wird von einer dünnen Membran gebildet und ist so als Membranwand 126 ausgestaltet, die mit ihrem Umfang am Innenumfang des Korpus' 110 angebracht ist. An der zum zweiten Aufnahmeraum 122 weisenden Seite der Membranwand 126 ist eine Stirnplatte 140 eines Aktionsmechanismus' 104 fest mit der Membranwand 126 verbunden. An der Stirnplatte 140 ist eine zentrale, mit der Achse X des als Rotationskörper ausgebildeten Behälters 101 koaxiale Hülse 142 vorgesehen, die sich in den zweiten Aufnahmeraum 122 hineinerstreckt. Die Hülse 142 besitzt eine zentrale Axialbohrung 143 und ist in ihrer Wandung mit zwei um 180° zueinander versetzt angeordneten und helixartig um die Achse X verlaufenden Kulissennuten 141, 141' versehen.
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Ein zentraler zylindrischer Axialstift 144, der an der Innenseite des unteren Deckels 120 angebracht ist, dringt in die zentrale Axialbohrung 143 der Hülse 142 ein und ist darin drehbar und axial verschiebbar geführt. An seinem Außenumfang ist der Axialstift 144 mit zwei um 180° zueinander versetzt angeordneten, radial hervorstehenden Nasen 145, 145' versehen, die jeweils in eine der Kulissennuten 141, 141' eingreifen.
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Exzentrisch im zweiten Aufnahmeraum 122 vorgesehen ist eine sich im Wesentlichen achsparallel erstreckende Führungsstange 146 vorgesehen, die im Bereich des zweiten Endes 110' des Korpus 110 mit einem mit dem Korpus 110 fest verbundenen inneren Deckeleinsatz 123 fest verbunden ist und die an ihrem anderen Ende mit der Stirnplatte 140 gekoppelt ist, um diese gegen Verdrehung zu sichern.
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Eine Verdrehung des unteren Deckels 120, wozu der äußere Umfang des Deckels 120 als Betätigungselement 124 ausgebildet ist, und mit ihm des Axialstifts 144 führt dazu, dass sich die Nasen 145, 145' entlang der jeweiligen Kulissennut 141, 141' bewegen, wobei die Stirnplatte 140 mit der Hülse 142 durch die Führungsstange 146 verdrehgesichert ist.
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Bei dieser Relativbewegung zwischen den Nasen 145, 145' und den Kulissennuten 141, 141' wird auf die Hülse 142 und damit auf die Stirnplatte 140 eine Axialbewegung entlang der X-Achse ausgeübt, die je nach Drehrichtung des Deckels 120 die Hülse 142 mit der Stirnplatte 140 in 2 nach oben oder nach unten axial verfährt. Bei dieser Axialbewegung der Stirnplatte 140 werden auf die Membranwand 126 radiale Zugkräfte ausgeübt, die dazu führen, dass die Membranwand an ihrem Außenumfang vom Innenumfang des Korpus' 110 abreißt oder zumindest dort einreißt und so eine Fluidverbindung zwischen dem ersten Aufnahmeraum 112 und dem zweiten Aufnahmeraum 122 herstellt.
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Die Vermischung der beiden in den Aufnahmeräumen 112, 122 enthaltenen Flüssigkeiten erfolgt wie im Beispiel der 1 durch Schütteln des Behälters 101 und die Entnahme des Flüssigkeitsgemisches erfolgt nach dem Aufschrauben des oberen Deckels 114 durch die Auslassöffnung 113.
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In 4 und 5 ist eine weitere alternative Ausführungsform dargestellt, bei welcher die in 1 verwendeten Bezugszeichen einzelner Bauteile und Komponenten für dieselben oder ähnliche Bauteile beziehungsweise Komponenten um den Wert 200 erhöht sind.
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Der in 4 gezeigte Behälter 201 weist ähnlich wie beim Ausführungsbeispiel der 2 einen oberen Aufnahmeraum 212 mit einer ersten Wandung 211 und einen integral mit dem Behälter ausgebildeten zweiten Aufnahmeraum 222 im unteren Teil des Korpus' 210 auf. Der zweite Aufnahmeraum 222 ist in einem dessen Wandung bildenden becherartigen Einsatzteil 221 vorgesehen, das am unteren Endabschnitt 210' des Korpus' 210 in den Korpus 210 eingesetzt und an seinem Außenumfang abdichtend mit dem Innenumfang des Korpus' 210 verbunden ist. Das becherartige Einsatzteil 221 bildet mit seinem Becherboden 221' die den zweiten Aufnahmeraum 222 vom ersten Aufnahmeraum 212 abschottende Bodenwand 211'. Diese Bodenwand 211' ist mit einer Mehrzahl von kreissegmentartigen Öffnungen 250 eines Ventilmechanismus' 205 versehen, wie in der Schnittdarstellung gemäß 5 zu erkennen ist.
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Auf der zum zweiten Aufnahmeraum 222 weisenden Innenseite des becherartigen Einsatzteils 221 ist eine drehbare Ventilscheibe 252 vorgesehen, die in der Bodenwand 211' um die Achse X des Behälters 201 drehbar gelagert ist. Ein zentraler zylindrischer Achsstummel 254 erstreckt sich von der drehbaren Ventilscheibe 252 in den Aufnahmeraum 222 und ist dort mit einem zentralen Mitnehmerabschnitt 255 eines abdichtend auf den unteren Teil des Korpus' 210 aufgesetzten drehbaren Deckels 220 drehfest gekoppelt.
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Die drehbare Ventilscheibe 252 ist ebenfalls mit vorzugsweise derselben Anzahl von kreissegmentartigen Öffnungen 253 versehen, wie in 5 gezeigt ist. Im geschlossenen Zustand des Ventilmechanismus' 205 sind die Öffnungen 250 der unteren Bodenwand 211' und die Öffnungen 253 der abdichtend an der unteren Bodenwand 211' anliegenden drehbaren Ventilscheibe 252 in Umfangsrichtung zueinander versetzt (5), so dass keine Fluidverbindung zwischen dem ersten Aufnahmeraum 212 und dem zweiten Aufnahmeraum 222 besteht. Erst durch Verdrehen des unteren Deckels 220, wozu der äußere Umfang des Deckels 220 als Betätigungselement 224 ausgebildet ist, wird die drehbare Ventilscheibe 252 gegenüber der unteren Bodenwand 211' verdreht und die Öffnungen 253 der drehbaren Ventilscheibe 252 geraten in Überdeckung mit den Öffnungen 250 in der unteren Bodenwand 211', wodurch eine Fluidverbindung zwischen den beiden Aufnahmeräumen 212 und 222 geschaffen ist.
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Die Vermischung der Flüssigkeiten aus dem Behälter 1 erfolgt wie vorstehend in Verbindung mit dem Ausführungsbeispiel der 2 beschrieben worden ist und die Entnahme des Flüssigkeitsgemisches erfolgt ebenfalls nach Öffnen des oberen Deckels 214 durch die Auslassöffnung 213.
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Die Erfindung ist nicht auf das obige Ausführungsbeispiel beschränkt, das lediglich der allgemeinen Erläuterung des Kerngedankens der Erfindung dient. Im Rahmen des Schutzumfangs kann die erfindungsgemäße Vorrichtung vielmehr auch andere als die oben beschriebenen Ausgestaltungsformen annehmen. Die Vorrichtung kann hierbei insbesondere Merkmale aufweisen, die eine Kombination aus den jeweiligen Einzelmerkmalen der Ansprüche darstellen.
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Bezugszeichen in den Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen dienen lediglich dem besseren Verständnis der Erfindung und sollen den Schutzumfang nicht einschränken.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Behälter
- 2
- Hilfsbehäler
- 3
- Penetrationsmechanismus
- 10
- Korpus
- 10'
- unterer Endabschnitt des Korpus 10
- 10''
- oberes Endes des Korpus 10
- 11
- erste Wandung
- 11'
- Bodenwand
- 12
- erster Aufnahmeraum
- 13
- Auslassöffnung
- 14
- oberer Deckel
- 20
- unterer Deckel
- 21
- zweite Wandung
- 22
- zweiter Aufnahmeraum
- 24
- Betätigungselement
- 26
- Membranwand
- 30
- Fluidverbindungskanal
- 30'
- erstes Ende des Penetrationsmechanismus 3
- 30''
- zweites Ende des Penetrationsmechanismus 3
- 50
- kreissegmentartige Öffnung
- 101
- Behälter
- 104
- Aktionsmechanismus
- 110
- Korpus
- 110'
- unterer Endabschnitt des Korpus 110
- 111'
- Bodenwand
- 112
- erster Aufnahmeraum
- 113
- Auslassöffnung
- 114
- oberer Deckel
- 120
- unterer Deckel
- 122
- zweiter Aufnahmeraum
- 123
- Deckeleinsatz
- 124
- Betätigungselement
- 126
- Membranwand
- 140
- Stirnplatte
- 141
- helixartige Kulissennut
- 142
- koaxiale Hülse
- 143
- zentrale Axialbohrung
- 144
- zylindrischer Axialstift
- 145
- radial hervorstehende Nase
- 146
- Führungsstange
- 201
- Behälter
- 205
- Ventilmechanismus
- 210
- Korpus
- 210'
- unterer Endabschnitt
- 211'
- Bodenwand
- 212
- erster Aufnahmeraum
- 213
- Auslassöffnung
- 214
- oberer Deckel
- 220
- drehbarer Deckel
- 221
- becherartiges Einsatzteil
- 221'
- Becherboden
- 222
- zweiter Aufnahmeraum
- 224
- Betätigungselement
- 250
- Öffnung
- 252
- drehbare Ventilscheibe
- 253
- kreissegmentartige Öffnung
- 254
- zentraler zylinderischer Achsstummel
- 255
- zentraler Mitnehmerabschnitt
- X
- Achse