-
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung mittels einer Magnetresonanzvorrichtung. Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Magnetresonanzvorrichtung, die zu einem Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzuntersuchung ausgelegt ist. Des Weiteren geht die Erfindung aus von einem Computerprogrammprodukt und einem computerlesbaren Datenträger, die zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzuntersuchung ausgelegt sind.
-
Für eine Magnetresonanzuntersuchung an einem Patienten ist es für ein die Magnetresonanzuntersuchung betreuendes Bedienpersonal erforderlich, vor Beginn der Magnetresonanzuntersuchung Einstellungen von Messparametern für eine Magnetresonanzmessung der Magnetresonanzuntersuchung vorzunehmen. Um bei der Bilderfassung Systemgrenzen und/oder Systemlimits, insbesondere Grenzen und/oder Limits von Hardware-Komponenten der Magnetresonanzvorrichtung, auszunutzen, sind bei den Einstellungen der Messparameter genaue Kenntnisse des Systems, insbesondere der Magnetresonanzvorrichtung, durch das medizinische Bedienpersonal erforderlich. Derartige Kenntnisse weist jedoch üblicherweise nur ein erfahrenes und/oder geübtes medizinisches Bedienpersonal auf. Für ein ungeübtes und/oder ein unerfahrenes Bedienpersonal ist es oft schwierig, derartige Einstellungen von Messparametern korrekt vorzunehmen.
-
Der vorliegenden Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, eine einfache Einstellung von Messparametern einer Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung für ein medizinisches Bedienpersonal zur Verfügung zu stellen. Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
-
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung mittels einer Magnetresonanzvorrichtung, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- - Bereitstellen von Übersichtsbilddaten des Patienten,
- - Auswählen eines Auswahlbereichs in den Übersichtsbilddaten,
- - Einstellen eines Werts des zumindest einen Messparameters der Magnetresonanzmessung anhand des ausgewählten Auswahlbereichs und
- - Durchführen der Magnetresonanzmessung mit dem eingestellten zumindest einen Messparameter.
-
Für eine Bilddatenerfassung umfasst die Magnetresonanzvorrichtung typischerweise eine Scannereinheit mit einem Grundmagneten. Der Grundmagnet ist zu einem Erzeugen eines starken, homogenen und konstanten Grundmagnetfelds ausgelegt, wobei der Grundmagnet derart ausgebildet ist, dass das starke, homogene und konstante Grundmagnetfeld in einem Patientenaufnahmebereich, insbesondere in einem Field of View (FOV), der Magnetresonanzvorrichtung angelegt ist. Des Weiteren umfasst die Scannereinheit bevorzugt eine Gradientenspuleneinheit. Die Gradientenspuleneinheit ist zu einer Erzeugung von Magnetfeldgradienten für eine Ortskodierung innerhalb des Patientenaufnahmebereichs, insbesondere innerhalb des FOVs, während einer Magnetresonanzbildgebung ausgelegt und/oder ausgebildet. Die Scannereinheit umfasst bevorzugt weiterhin eine Hochfrequenzantenneneinheit, wobei die Hochfrequenzeinheit fest innerhalb der Scannereinheit integriert ist. Mittels der Hochfrequenzantenneneinheit können während einer Magnetresonanzuntersuchung vorteilhaft hochfrequente Magnetresonanzsequenzen generiert und in den Patientenaufnahmebereich, insbesondere in das FOV, zur Anregung ausgesendet und/oder ausgestrahlt werden.
-
Die Magnetresonanzvorrichtung umfasst weiterhin den Patientenaufnahmebereich, der zumindest teilweise von der Scannereinheit umgeben ist. Beispielsweise kann der Patientenaufnahmebereich zylinderförmig von der Scannereinheit umgeben sein. Der Patientenaufnahmebereich ist zur Aufnahme des Patienten und/oder eines zu untersuchenden Bereichs des Patienten während einer Magnetresonanzuntersuchung ausgelegt und/oder ausgebildet. Innerhalb des Patientenaufnahmebereichs ist für gewöhnlich eine Patientenlagerungsvorrichtung bewegbar angeordnet. Insbesondere ist hierbei ein Patiententisch der Patientenlagerungsvorrichtung in eine z-Richtung der Scannereinheit und/oder in Richtung einer Längserstreckung des Patientenaufnahmebereichs bewegbar angeordnet. Mittels der Patientenlagerungsvorrichtung, insbesondere des bewegbaren Patiententischs, kann ein Patient, insbesondere ein zu untersuchender Bereich des Patienten, in den Patientenaufnahmebereich für eine Magnetresonanzuntersuchung eingebracht und/oder eingefahren werden und/oder für eine Magnetresonanzuntersuchung innerhalb des Patientenaufnahmebereichs positioniert werden.
-
Das Bereitstellen von Übersichtsbilddaten des Patienten kann dabei ein Abrufen von in einer Datenbank und/oder einer Speichereinheit gespeicherten und/oder hinterlegten Übersichtsbilddaten und/oder eines in einer Datenbank und/oder einer Speichereinheit gespeicherten und/oder hinterlegten Übersichtsbilds des Patienten umfassen. Zudem kann das Bereitstellen der Übersichtsbilddaten auch ein Erfassen von Übersichtsbilddaten mittels einer Übersichtsmessung an dem Patienten umfassen. Die Übersichtsmessung umfasst bevorzugt eine zur Magnetresonanzuntersuchung separate Messung, bei der Übersichtsbilddaten des Patienten, insbesondere Übersichtsbilddaten eines zu untersuchenden Bereichs des Patienten, erfasst werden. Insbesondere wird die Übersichtsmessung in zeitlicher Hinsicht vor der Magnetresonanzuntersuchung, insbesondere einer medizinischen und/oder einer diagnostischen Magnetresonanzuntersuchung, durchgeführt. Mittels der Übersichtsbilddaten erfolgt eine Planung der anstehenden Magnetresonanzuntersuchung, wobei für die Planung auch einzelne Messparameter eingestellt und/oder festgelegt werden können. Vorzugsweise umfassen die Übersichtsbilddaten eine geringere Auflösung als die anschließend erfassten Magnetresonanzbilddaten der anstehenden Magnetresonanzuntersuchung. Das Bereitstellen von Übersichtsbilddaten kann zudem auch ein generieren eine Übersichtsbilds anhand von Übersichtsbilddaten umfassen. Das Bereitstellen der Übersichtsbilddaten umfasst dabei auch ein Darstellen und/oder Anzeigen der Übersichtsbilddaten des Patienten für einen Benutzer, insbesondere ein medizinisches Bedienpersonal. Vorzugsweise erfolgt das Bereitstellen der Übersichtsbilddaten automatisch und/oder selbsttätig mittels einer Recheneinheit und/oder einer Einstelleinheit.
-
Das Auswählen des Auswahlbereichs erfolgt bevorzugt manuell durch einen Benutzer, insbesondere durch das medizinische Bedienpersonal. Hierzu weist die Magnetresonanzvorrichtung bevorzugt eine Benutzerschnittstelle mit einer Eingabeeinheit und einer Ausgabeeinheit auf, mittels der das medizinische Bedienpersonal die Auswahl tätigen kann. Beispielsweise wird ein Übersichtsbild des zu untersuchenden Bereichs des Patienten an das medizinische Bedienpersonal mittels eines Monitors und/oder eines Displays ausgegeben und/oder für das medizinische Bedienpersonal angezeigt. Beispielhaft kann derart von einem medizinisches Bedienpersonal mittels eines Mauszeigers einer Computermaus den Auswahlbereich in einem Übersichtsbild auswählen und/oder markieren.
-
Der Auswahlbereich umfasst bevorzugt einen Bereich und/oder einen Ausschnitt eines Übersichtsbild, wobei der Bereich und/oder der Ausschnitt bevorzugt den zu untersuchenden Bereich des Patienten und/oder den für eine Diagnose interessanten Bereich des Patienten umfasst. Mit der Auswahl des Auswahlbereichs teilt ein Benutzer, insbesondere das medizinische Bedienpersonal, dem System mit, für welchen Bereich Bilddaten, insbesondere medizinische und/oder diagnostische Bilddaten, mittels der anstehenden Magnetresonanzmessung erfasst werden sollen.
-
Das Einstellen eines Werts des zumindest einen Messparameters erfolgt bevorzugt automatisch mittels einer Einstelleinheit der Magnetresonanzvorrichtung. Die Einstelleinheit kann dabei innerhalb einer Steuerungseinheit der Magnetresonanzvorrichtung integriert sein oder auch eine zur Steuerungseinheit separate Einheit der Magnetresonanzvorrichtung umfassen. Beispielsweise kann anhand einer Größe und/oder einer Ausdehnung des Auswahlbereichs der zumindest eine Messparameter, insbesondere ein Wert des zumindest einen Messparameters, eingestellt und/oder festgelegt werden.
-
Ein Wert des zumindest einen Messparameters kann neben dem Auswahlbereich auch zumindest teilweise von der Magnetresonanzvorrichtung und/oder von einer klinischen Fragestellung abhängen. Der zumindest eine Messparameter kann einen Parameter zur Einstellung und/oder Anpassung und/oder Steuerung von zumindest einer System-Komponente umfassen. Insbesondere kann ein Messparameter eine physikalische Größe, wie beispielsweise eine Leistung eines von einer Gradientenspuleneinheit angelegter Gradientenpulses, umfassen. Des Weiteren kann ein Messparameter auch eine Dauer zwischen zwei auszuspielenden Hochfrequenzpulsen und/oder Gradientenpulsen sein. Zudem können Messparameter die aufzunehmenden Magnetresonanzbilddaten charakterisieren, indem sie beispielsweise eine Auflösung vorgeben.
-
Die Magnetresonanzuntersuchung umfasst zumindest eine Magnetresonanzmessung an dem Patienten. Für gewöhnlich umfasst eine Magnetresonanzuntersuchung an einem Patienten mehrere Magnetresonanzmessungen. Die einzelnen Magnetresonanzmessungen können sich bevorzugt hinsichtlich einer Einstellung von einzelnen Messparameter, wie beispielsweise hinsichtlich eines dargestellten Kontrasts in den dargestellten Bilddaten und/oder einer Richtung und/oder Dauer und/oder einer Stärke eines Hochfrequenzpulses usw. unterscheiden.
-
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann vorteilhaft eine einfache Einstellung eines Werts von zumindest einem Messparameter einer Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung für ein medizinisches Bedienpersonal erreicht werden. Insbesondere kann hierbei auch für ein ungeübtes und/oder unerfahrenes medizinisches Bedienpersonal eine einfache Einstellung eines Werts von zumindest einem Messparameter einer Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung bereitgestellt werden. Zudem kann derart auch eine Einstellung eines Werts des zumindest einen Messparameters zur optimalen Auslastung von einzelnen System-Komponenten, wie beispielweise einer Gradientenspuleneinheit, zur Erreichung einer hohen Bildqualität in den erfassten Bilddaten vorteilhaft erreicht werden.
-
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass das Auswählen des Auswahlbereichs mittels eines graphischen Auswahlelements erfolgt. Vorzugsweise erfolgt das Auswählen des Auswahlbereichs in einem Übersichtsbild, das für den Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal, mittels einer Ausgabeeinheit, wie insbesondere einem Monitor und/oder einem Display, dargestellt wird. Besonders vorteilhaft wird das dabei das graphische Auswahlelement zur Auswahl des Auswahlbereichs ebenfalls sichtbar angezeigt und/oder dargestellt. Eine Bedienung und/oder Nutzung des graphischen Auswahlelements erfolgt bevorzugt mittels einer Eingabeeinheit, wie beispielweise eine Computermaus. Beispielweise kann das graphische Auswahlelement als aktivierbares Auswahlelement dargestellt sein, das insbesondere durch Anklicken aktiviert werden kann und dann für die Auswahl des Auswahlbereichs zur Verfügung steht. Das graphische Auswahlelement kann dabei eine Umrandung umfassen, die von einem Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal, um den Auswahlbereich gelegt und/oder gezogen werden kann. Die Umrandung kann dabei einen Kreis und/oder eine Ellipse und/oder ein Rechteck und/oder ein Quadrat und/oder weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Umrandungen aufweisen. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht eine besonders einfache Auswahl des Auswahlbereichs für ein medizinisches Bedienpersonal bei der Einstellung eines Werts von zumindest einem Messparameter einer Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung an einem Patienten.
-
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass das Einstellen eines Werts des zumindest einen Messparameters automatisch und/oder selbsttätig mittels einer Einstelleinheit erfolgt. Die Einstelleinheit umfasst vorteilhafterweise zumindest ein Rechenmodul und/oder einen Prozessor, wobei die Einstelleinheit zum Ausführen eines Verfahrens zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung ausgebildet ist. So ist insbesondere die Einstelleinheit dazu ausgebildet, computerlesbare Instruktionen auszuführen, um das erfindungsgemäße Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung auszuführen. Insbesondere umfasst die Einstelleinheit eine Speichereinheit und/oder hat Zugriff auf eine Speichereinheit, wobei auf der Speichereinheit computerlesbare Informationen gespeichert sind, wobei die Einstelleinheit dazu ausgebildet ist, die computerlesbaren Informationen von der Speichereinheit zu laden und die computerlesbaren Informationen auszuführen, um ein erfindungsgemäßes Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung auszuführen. Derart ist die erfindungsgemäße Einstelleinheit dazu ausgebildet, ein Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung automatisch und/oder selbststätig auszuführen.
-
Die Komponenten der Einstelleinheit können dabei zum überwiegenden Teil in Form von Softwarekomponenten ausgebildet sein. Grundsätzlich können diese Komponenten aber auch zum Teil, insbesondere wenn es um besonders schnelle Berechnungen geht, in Form von softwareunterstützten Hardwarekomponenten, beispielsweise FPGAs oder dergleichen, realisiert sein. Ebenso können die benötigten Schnittstellen, beispielsweise wenn es nur um eine Übernahme von Daten aus anderen Softwarekomponenten geht, als Softwareschnittstellen ausgebildet sein. Sie können aber auch als hardwaremäßig aufgebaute Schnittstellen ausgebildet sein, die durch geeignete Software angesteuert werden. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass mehrere der genannten Komponenten in Form einer einzelnen Softwarekomponente bzw. softwareunterstützter Hardwarekomponente zusammengefasst realisiert sind.
-
Zudem kann die Einstellung des zumindest einen Messparameters insbesondere auf einem maschinellen Lernverfahren, auch Deep-Learning Verfahren genannt, basieren, welches auf einem künstlichen neuronalen Netz basiert. Ein künstliches neuronales Netz (KNN, englisch artificial neural network - ANN) ist insbesondere ein in einem Rechenprogramm nachgebildetes Netz aus künstlichen Neuronen. Das künstliche neuronale Netz basiert dabei typischerweise auf einer Vernetzung von mehreren künstlichen Neuronen. Die künstlichen Neuronen sind dabei typischerweise auf verschiedenen Schichten (layers) angeordnet. Üblicherweise umfasst das künstliche neuronale Netz eine Eingangsschicht und eine Ausgabeschicht (output layer), deren Neuronenausgabe als einzige des künstlichen neuronalen Netzes sichtbar wird. Zwischen der Eingangsschicht und der Ausgabeschicht liegende Schichten werden typischerweise als verdeckte Schichten (hidden layer) bezeichnet. Typischerweise wird zunächst eine Architektur und/oder Topologie eines künstlichen neuronalen Netzes initiiert und dann in einer Trainingsphase für eine spezielle Aufgabe oder für mehrere Aufgaben in einer Trainingsphase trainiert. Das Training des künstlichen neuronalen Netzes umfasst dabei typischerweise eine Veränderung einer Gewichtung einer Verbindung zwischen zwei künstlichen Neuronen des künstlichen neuronalen Netzes. Das Training des künstlichen neuronalen Netzes kann auch eine Entwicklung von neuen Verbindungen zwischen künstlichen Neuronen, ein Löschen von bestehenden Verbindungen zwischen künstlichen Neuronen, ein Anpassen von Schwellwerten der künstlichen Neuronen und/oder ein Hinzufügen oder ein Löschen von künstlichen Neuronen umfassen. Das künstliche neuronale Netz wurde insbesondere im Vorfeld bereits geeignet für die Einstellung des zumindest einen Messparameters der Magnetresonanzmessung in Abhängigkeit von dem ausgewählten Auswahlbereich trainiert.
-
Durch diese Ausgestaltung kann vorteilhaft eine besonders einfache und schnelle Einstellung eines Werts des zumindest einen Messparameters für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung an einem Patienten erfolgen. Zudem können derart auch manuelle Fehler bei der Einstellung eines Werts des zumindest einen Messparameters verhindert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass mittels einer minimalen Vorgabe, insbesondere des Auswahlbereichs, der Einstelleinheit sämtliche Freiheitsgrade und/oder Auswahlmöglichkeiten zur Einstellung eines Werts des zumindest einen Messparameters überlassen werden können.
-
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass von der Einstelleinheit ein Wert des zumindest eine Messparameters derart eingestellt wird, dass bei einem anschließenden Durchführen einer Magnetresonanzmessung zumindest der Auswahlbereich in den mittels der Magnetresonanzmessung erfassten Bilddaten erfasst wird. Derart kann mit einer minimalen Vorgabe, insbesondere des Auswahlbereichs, der Einstelleinheit sämtliche Freiheitsgrade und/oder Auswahlmöglichkeiten zur Einstellung eines Werts des zumindest einen Messparameters überlassen werden. Bevorzugt umfassen die mittels der Magnetresonanzmessung erfassten Bilddaten den Auswahlbereich komplett und/oder vollständig. Zudem können die mittels der Magnetresonanzmessung erfassten Bilddaten auch noch weitere Bereiche des Patienten darstellen.
-
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass die Einstelleinheit die Einstellung eines Werts des zumindest einen Messparameters in Abhängigkeit von einer optimalen Auslastung zumindest einer Komponente einer Magnetresonanzvorrichtung durchführt. Die zumindest eine Komponente der Magnetresonanzvorrichtung kann eine Hardware-Komponente der Magnetresonanzvorrichtung umfassen, wie beispielsweise eine Gradientenspuleneinheit der Magnetresonanzvorrichtung. Die optimale Auslastung der zumindest einen Komponente der Magnetresonanzvorrichtung kann beispielsweise durch eine Lage und/oder eine Drehung einzelner Schichten, insbesondere Bilderfassungsschichten, die bei der Magnetresonanzuntersuchung erfasst werden, eingestellt werden. Beispielsweise kann durch Drehung einer aufzunehmenden Schicht einer Magnetresonanzmessung eine Gradientenleistung maximiert werden. Durch die Drehung der Schicht kann eine maximale Erstreckung in x-Richtung und/oder in y-Richtung und/oder in z-Richtung maximiert werden und damit auch eine höhere Gradientenleistung eingespeist werden. Zudem können hierbei vorteilhaft Grenzwerte der zumindest einen Komponente, insbesondere Hardware-Komponente, eingehalten werden und damit eine Überschreitung von Sicherheitswerte von einzelnen Komponenten bei der automatischen Einstellung von Werten der Messparameter verhindert werden.
-
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass der zumindest eine Messparameter einen Gradientenparameter umfasst. Beispielsweise kann der Gradientenparameter eine Richtung eines Gradientenpulses und/oder eine Stärke eines Gradientenpulses und/oder eine Gradientenleistung usw. umfassen.
-
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass ein Darstellungsbereich zur Darstellung von mittels der Magnetresonanzmessung erfassten Bilddaten auswählbar ist. Vorzugsweise gibt derart der Darstellungsbereich ein Format und/oder einen Bereich und/oder einen Bildausschnitt vor für die Darstellung der erfassten Bilddaten. Der Darstellungsbereich umfasst zumindest den Auswahlbereich, insbesondere umfasst der Darstellungsbereich den Auswahlbereich komplett und/oder vollständig. Zudem kann der Darstellungsbereich auch größer als der Auswahlbereich sein und weitere Bereiche, die bevorzugt an den Auswahlbereich angrenzen, umfassen. Der Darstellungsbereich ist bevorzugt manuell von dem Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal, auswählbar. Die Auswahl des Darstellungsbereichs kann beispielsweise mittels eines graphischen Auswahlelements erfolgen. Vorzugsweise erfolgt das Auswählen des Darstellungsbereichs in einem Übersichtsbild, das für den Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal, mittels einer Ausgabeeinheit, wie insbesondere einem Monitor und/oder einem Display, dargestellt wird. Das Übersichtsbild zur Auswahl des Darstellungsbereich kann dabei vorteilhafterweise dasselbe Übersichtsbild sein, in dem auch der Auswahlbereich von dem Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal ausgewählt wird. Das graphische Auswahlelement kann dabei eine Umrandung umfassen, die von einem Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal, um den Auswahlbereich gelegt und/oder gezogen werden kann. Die Umrandung kann dabei einen Kreis und/oder eine Ellipse und/oder ein Rechteck und/oder ein Quadrat und/oder weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Umrandungen aufweisen. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht eine besonders einfache Auswahl des Darstellungsbereichs für einen Benutzer, insbesondere einem medizinischen Bedienpersonal.
-
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass die erfassten Bilddaten in dem ausgewählten Darstellungsbereich dargestellt werden. Die erfassten und dargestellten Bilddaten umfassen bevorzugt zumindest den vom Benutzer ausgewählten Auswahlbereich vollständig und/oder komplett. Zudem kann es sein, dass für einzelne Teilbereiche des Darstellungsbereichs, die außerhalb des Auswahlbereichs liegen und/oder angeordnet sind, keine erfassten Bilddaten vorliegen, wenn die Messparametereinstellung zur Erfassung des Auswahlbereichs eine Erfassung von Bilddaten in diesem Bereich ausschließen.
-
Des Weiteren geht die Erfindung aus von einer Magnetresonanzvorrichtung mit einer Einstelleinheit, die zu einem Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzuntersuchung ausgelegt ist.
-
Mittels einer derartig ausgebildeten Magnetresonanzvorrichtung kann vorteilhaft eine einfache Einstellung eines Werts von zumindest einem Messparameter einer Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung für ein medizinisches Bedienpersonal erreicht werden. Insbesondere kann hierbei auch für ein ungeübtes und/oder unerfahrenes medizinisches Bedienpersonal eine einfache Einstellung eines Werts von zumindest einem Messparameter einer Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung bereitgestellt werden. Zudem kann derart auch eine Einstellung eines Werts von zumindest einem Messparameter zur optimalen Auslastung von einzelnen System-Komponenten, wie beispielweise einer Gradientenspuleneinheit, vorteilhaft erreicht werden.
-
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Magnetresonanzvorrichtung entsprechen im Wesentlichen den Vorteilen dem erfindungsgemäßen Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzuntersuchung, welche vorab im Detail ausgeführt sind. Hierbei erwähnte Merkmale, Vorteile oder alternative Ausführungsformen können ebenso auch auf die anderen beanspruchten Gegenstände übertragen werden und umgekehrt.
-
Des Weiteren geht die Erfindung aus von einem Computerprogrammprodukt, welches ein Programm umfasst und direkt in einem Speicher einer programmierbaren Steuerungseinheit ladbar ist, mit Programmmitteln, um ein Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzuntersuchung auszuführen, wenn das Programm in der Steuerungseinheit ausgeführt wird. Dabei benötigt das Computerprogramm eventuell Programmmittel, z.B. Bibliotheken und Hilfsfunktionen, um die entsprechenden Ausführungsformen des Verfahrens zu realisieren. Das Computerprogramm kann dabei eine Software mit einen Quellcode, der noch kompiliert und gebunden oder der nur interpretiert werden muss, oder einen ausführbaren Softwarecode umfassen, der zur Ausführung nur noch in eine entsprechende Recheneinheit und/oder Steuerungseinheit zu laden ist.
-
Das erfindungsgemäße Computerprogrammprodukt ist direkt in einen Speicher einer programmierbaren Recheneinheit und/oder der Steuerungseinheit ladbar und weist Programmcode-Mittel auf, um ein erfindungsgemäßes Verfahren auszuführen, wenn das Computerprogrammprodukt in der Recheneinheit und/oder Steuerungseinheit ausgeführt wird. Das Computerprogrammprodukt kann ein Computerprogramm sein oder ein Computerprogramm umfassen. Dadurch kann das erfindungsgemäße Verfahren schnell, identisch wiederholbar und robust ausgeführt werden. Das Computerprogrammprodukt ist derart konfiguriert, dass es mittels der Recheneinheit die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte ausführen kann. Die Recheneinheit und/oder Steuerungseinheit muss dabei jeweils die Voraussetzungen wie beispielsweise einen entsprechenden Arbeitsspeicher, eine entsprechende Grafikkarte oder eine entsprechende Logikeinheit aufweisen, so dass die jeweiligen Verfahrensschritte effizient ausgeführt werden können. Das Computerprogrammprodukt ist beispielsweise auf einem computerlesbaren Medium gespeichert oder auf einem Netzwerk oder Server hinterlegt, von wo es in den Prozessor einer lokalen Recheneinheit und/oder Steuerungseinheit geladen werden kann, der mit der Magnetresonanzvorrichtung direkt verbunden oder als Teil ausgebildet sein kann.
-
Weiterhin können Steuerinformationen des Computerprogrammprodukts auf einem elektronisch lesbaren Datenträger gespeichert sein. Die Steuerinformationen des elektronisch lesbaren Datenträgers können derart ausgestaltet sein, dass sie bei Verwendung des Datenträgers in einer Recheneinheit und/oder Steuerungseinheit ein erfindungsgemäßes Verfahren ausführen. So kann das Computerprogrammprodukt auch den elektronisch lesbaren Datenträger darstellen. Beispiele für elektronisch lesbare Datenträger sind eine DVD, ein Magnetband, eine Festplatte oder ein USB-Stick, auf welchem elektronisch lesbare Steuerinformationen, insbesondere Software (vgl. oben), gespeichert ist. Wenn diese Steuerinformationen (Software) von dem Datenträger gelesen und in eine und/oder Steuerungseinheit und/oder Recheneinheit gespeichert werden, können alle erfindungsgemäßen Ausführungsformen der vorab beschriebenen Verfahren durchgeführt werden. So kann die Erfindung auch von dem besagten computerlesbaren Medium und/oder dem besagten elektronisch lesbaren Datenträger ausgehen.
-
Des Weiteren geht die Erfindung aus von einem computerlesbaren Datenträger, welcher ein Programm umfasst, das zu einer Ausführung eines Verfahrens zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzuntersuchung vorgesehen ist.
-
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnungen.
-
Es zeigen:
- 1 eine erfindungsgemäße Magnetresonanzvorrichtung in einer schematischen Darstellung,
- 2 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung,
- 3 eine Ansicht eines Übersichtsbilds mit ausgewähltem Auswahlbereich und
- 4 eine Darstellung von erfassten Bilddaten in einem ausgewählten Darstellungsbereich.
-
In 1 ist eine erfindungsgemäße Magnetresonanzvorrichtung 10 schematisch dargestellt. Die Magnetresonanzvorrichtung 10 umfasst eine von einer Magneteinheit gebildete Scannereinheit 11. Die Scannereinheit 11 ist innerhalb eines Untersuchungsraums angeordnet. Zudem weist die Magnetresonanzvorrichtung 10 einen Patientenaufnahmebereich 12 auf zu einer Aufnahme eines Patienten 13. Der Patientenaufnahmebereich 12 im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist zylinderförmig ausgebildet und in einer Umfangsrichtung von der Scannereinheit 11, insbesondere der Magneteinheit, zylinderförmig umgeben. Grundsätzlich ist jedoch eine davon abweichende Ausbildung des Patientenaufnahmebereichs 12 jederzeit denkbar. Der Patient 13 kann mittels einer Patientenlagerungsvorrichtung 14 der Magnetresonanzvorrichtung 10 in den Patientenaufnahmebereich 12 geschoben und/oder gefahren werden. Die Patientenlagerungsvorrichtung 14 weist hierzu einen innerhalb des Patientenaufnahmebereichs 12 bewegbar ausgestalteten Patiententisch 15 auf.
-
Die Scannereinheit 11, insbesondere die Magneteinheit, umfasst einen supraleitenden Grundmagneten 16 zu einem Erzeugen eines starken und insbesondere konstanten Grundmagnetfelds 17 umfasst. Des Weiteren umfasst die Scannereinheit 11, insbesondere die Magneteinheit, weiterhin eine Gradientenspuleneinheit 18 zu einer Erzeugung von Magnetfeldgradienten, die für eine Ortskodierung während einer Bildgebung verwendet werden. Die Gradientenspuleneinheit 18 wird mittels einer Gradientensteuereinheit 19 der Magnetresonanzvorrichtung 10 gesteuert. Die Scannereinheit 11, insbesondere die Magneteinheit, umfasst weiterhin eine Hochfrequenzantenneneinheit 20 zu einer Anregung einer Polarisation, die sich in dem von dem Grundmagnet 16 erzeugten Grundmagnetfeld 17 einstellt. Die Hochfrequenzantenneneinheit 20 wird von einer Hochfrequenzantennensteuereinheit 21 der Magnetresonanzvorrichtung 10 gesteuert und strahlt hochfrequente Magnetresonanzsequenzen in den Patientenaufnahmebereich 12 der Magnetresonanzvorrichtung 10 ein.
-
Zu einer Steuerung des Grundmagneten 16, der Gradientensteuereinheit 19 und zur Steuerung der Hochfrequenzantennensteuereinheit 21 weist die Magnetresonanzvorrichtung 10 eine Steuerungseinheit 22 auf. Die Steuerungseinheit 22 steuert zentral die Magnetresonanzvorrichtung 10, wie beispielsweise das Durchführen einer vorbestimmten bildgebenden Gradientenechosequenz. Zudem umfasst die Steuerungseinheit 22 eine nicht näher dargestellte Auswerteeinheit zu einer Auswertung von medizinischen Bilddaten, die während der Magnetresonanzuntersuchung erfasst werden.
-
Des Weiteren umfasst die Magnetresonanzvorrichtung 10 eine erste Benutzerschnittstelle 23, die mit der Steuerungseinheit 22 verbunden ist. Steuerinformationen wie beispielsweise Bildgebungsparameter, sowie rekonstruierte Magnetresonanzbilder können auf einer Anzeigeeinheit 24, beispielsweise auf zumindest einem Monitor, der ersten Benutzerschnittstelle 23 für ein medizinisches Bedienpersonal angezeigt werden. Weiterhin weist die erste Benutzerschnittstelle 23 eine Eingabeeinheit 25 auf, mittels der Informationen und/oder Parameter während eines Messvorgangs von dem medizinischen Bedienpersonal eingegeben werden können.
-
Die dargestellte Magnetresonanzvorrichtung 10 kann selbstverständlich weitere Komponenten umfassen, die Magnetresonanzvorrichtungen 10 gewöhnlich aufweisen. Eine allgemeine Funktionsweise einer Magnetresonanzvorrichtung 10 ist zudem dem Fachmann bekannt, so dass auf eine detaillierte Beschreibung der weiteren Komponenten verzichtet wird.
-
In 2 ist ein erfindungsgemäßes Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung mittels der Magnetresonanzvorrichtung 10 dargestellt. Hierzu weist die Magnetresonanzvorrichtung 10 eine Einstelleinheit 26 auf. Die Einstelleinheit 26 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel innerhalb der Steuerungseinheit 22 integriert und/oder angeordnet. Grundsätzlich kann die Einstelleinheit 26 auch eine getrennt zur Steuerungseinheit 22 ausgebildete Einheit umfassen. Die Einstelleinheit 26 ist zu einer Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter einer Magnetresonanzmessung ausgebildet. Hierzu weist die Einstelleinheit 26 eine erforderliche Einstellsoftware und/oder erforderliche Einstellprogramme auf, die in einem Speicher der Einstelleinheit 26 gespeichert sind. Die Einstellprogramme und/oder die Einstellsoftware sind dazu ausgebildet und/oder ausgelegt, bei einem Ausführen der Einstellprogramme und/oder der Einstellsoftware durch einen Prozessor der Einstelleinheit 26 das erfindungsgemäße Verfahren zu einem Einstellen eines Werts von zumindest einem Messparameter für eine Magnetresonanzmessung einer Magnetresonanzuntersuchung auszuführen.
-
Der Speicher kann dabei von der Einstelleinheit 26 umfasst sein. Zudem kann der Speicher separat zu der Einstelleinheit 26 ausgebildet sein, jedoch von der Steuerungseinheit 22 und/oder der Magnetresonanzvorrichtung 10 umfasst sein. Zudem kann der Speicher auch einen zur Magnetresonanzvorrichtung 10 separater Speicher umfassen, wie beispielsweise einen elektronisch lesbaren Datenträger, auf dem die entsprechende Einstellsoftware und/oder die entsprechenden Einstellprogramme gespeichert sind.
-
In einem ersten Verfahrensschritt 100 des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Übersichtsbilddaten des Patienten 13 bereitgestellt. In diesem ersten Verfahrensschritt 100 kann das Bereitstellen der Übersichtsbilddaten des Patienten 13 an Abrufen von in einer Speichereinheit und/oder einer Datenbank gespeicherten Übersichtsbilddaten des Patienten 13 umfassen. Zudem kann in diesem ersten Verfahrensschritt 100 das Bereitstellen der Übersichtsbilddaten des Patienten 13 auch ein Erfassen von Übersichtsbilddaten des Patienten 13 mittels einer Übersichtsmessung an dem Patienten 13 umfassen. Die Übersichtsmessung ist eine zur Magnetresonanzuntersuchung, insbesondere einer medizinischen und/oder diagnostischen Magnetresonanzuntersuchung, separate Messung, wobei die Übersichtsmessung vor der Magnetresonanzuntersuchung, insbesondere in zeitlicher Hinsicht vor der medizinischen und/oder diagnostischen Magnetresonanzuntersuchung, mittels der Magnetresonanzvorrichtung 10 durchgeführt wird. Die mittels der Übersichtsmessung erfassten Übersichtsbilddaten weisen bevorzugt eine geringere Auflösung auf als Bilddaten der nachfolgend ausgeführten Magenresonanzuntersuchung.
-
Der erste Verfahrensschritt 100 des Bereitstellens der Übersichtsbilddaten des Patienten 13 umfasst zudem ein Darstellen und/oder Anzeigen der Übersichtsbilddaten des Patienten 13, insbesondere eines Übersichtsbilds des Patienten 13, mittels der Anzeigeeinheit 24 der Benutzerschnittstelle 23. Das Anzeigen und/oder Darstellen der Übersichtsbilddaten des Patienten 13 erfolgt bevorzugt automatisch und/oder selbststätig, wobei das Anzeigen und/oder Darstellen der Übersichtsbilddaten des Patienten 13 automatisch und/oder selbststätig mittels der Einstelleinheit 26 gesteuert wird. In 3 ist ein Übersichtsbild 200 dargestellt.
-
In einem an den ersten Verfahrensschritt 100 anschließenden zweiten Verfahrensschritt 101 erfolgt ein Auswählen eines Auswahlbereichs 201 in den Übersichtsbilddaten, insbesondere dem Übersichtsbild 200 (3). Das Auswählen des Auswahlbereichs erfolgt manuell durch ein medizinisches Bedienpersonal. Zudem erfolgt das Auswählen des Auswahlbereichs mittels eines graphischen Auswahlelements. Das Bereitstellen des graphischen Auswahlelements erfolgt bevorzugt automatisch und/oder selbststätig mittels der Einstelleinheit 26. Das graphische Auswahlelement kann dabei eine Umrandung umfassen, die von einem Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal, um den Auswahlbereich, insbesondere mittels einer Computermaus, gelegt und/oder gezogen werden kann. Die Umrandung kann dabei einen Kreis und/oder eine Ellipse und/oder ein Rechteck und/oder ein Quadrat und/oder weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Umrandungen aufweisen. Vorzugsweise wird die Auswahl des Auswahlbereichs 201 in dem Übersichtsbild 200 farbig dargestellt, um eine einfache visuelle Erfassung für das medizinische Bedienpersonal zu erreichen (3).
-
Zudem kann in diesem zweiten Verfahrensschritt 101 auch ein Darstellungsbereich 202 von dem medizinischen Bedienpersonal ausgewählt werden. Der Darstellungsbereich 202 gibt dabei einen Bereich an, in dem die später erfassten Bilddaten dargestellt werden. Vorzugsweise wird mittels des Darstellungsbereichs 202 ein Format und/oder einen Bereich und/oder ein Bildausschnitt vor für die Darstellung der erfassten Bilddaten vorgegeben. Der Darstellungsbereich 202 umfasst zumindest den Auswahlbereich 201 komplett und/oder vollständig. Zudem kann der Darstellungsbereich 202 auch größer als der Auswahlbereich 201 sein und weitere Bereiche, die an den Auswahlbereich 201 angrenzen, umfassen. Vorzugsweise wird die Auswahl des Darstellungsbereichs 202 in dem Übersichtsbild 200 farbig dargestellt (3).
-
Die Auswahl des Darstellungsbereichs 202 kann beispielsweise mittels eines graphischen Auswahlelements erfolgen, wobei das Bereitstellen des graphischen Auswahlelements bevorzugt automatisch und/oder selbststätig mittels der Einstelleinheit 26 erfolgt. Vorzugsweise erfolgt das Auswählen des Darstellungsbereichs 202 in einem Übersichtsbild 200, das für den Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal, mittels der Anzeigeeinheit 24 der Benutzerschnittstelle 23 dargestellt wird. Das Übersichtsbild 200 zur Auswahl des Darstellungsbereich 202 kann dabei vorteilhafterweise dasselbe Übersichtsbild 200 sein, in dem auch der Auswahlbereich 201 von dem Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal ausgewählt wird (3). Das graphische Auswahlelement kann dabei eine Umrandung umfassen, die von einem Benutzer, insbesondere dem medizinischen Bedienpersonal, um den Auswahlbereich 201 gelegt und/oder gezogen werden kann. Die Umrandung kann dabei einen Kreis und/oder eine Ellipse und/oder ein Rechteck und/oder ein Quadrat und/oder weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Umrandungen aufweisen.
-
In einem anschließenden dritten Verfahrensschritt 102 des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt ein Einstellen eines Werts des zumindest einen Messparameters der Magnetresonanzmessung anhand des ausgewählten Auswahlbereichs 201. Das Einstellen eines Werts des zumindest einen Messparameter erfolgt hierbei automatisch und/oder selbsttätig mittels der Einstelleinheit 26. Das Einstellen umfasst dabei bevorzugt ein Einstellen von Werten aller einstellbaren Messparameter für die anstehenden Magnetresonanzmessungen der Magnetresonanzuntersuchung. Die Werte der einzelnen Messparameter werden dabei derart von der Einstelleinheit 26 eingestellt, dass bei einem anschließenden und/oder späteren Durchführen der Magnetresonanzmessung zumindest der Auswahlbereich 201 in den mittels der Magnetresonanzmessung erfassten Bilddaten erfasst und/oder dargestellt, insbesondere komplett und/oder vollständig erfasst und/oder dargestellt, wird.
-
Insbesondere wird die Einstellung von Werten der Messparameter von der Einstelleinheit 26 in Abhängigkeit von einer optimalen Auslastung einzelner Komponenten der Magnetresonanzvorrichtung 10 durchgeführt. Die Komponenten der Magnetresonanzvorrichtung 10 umfassen dabei bevorzugt Hardware-Komponenten der Magnetresonanzvorrichtung 10, wie beispielsweise die Gradientenspuleneinheit 18 der Magnetresonanzvorrichtung 10. Die optimale Auslastung dieser einzelnen Komponenten der Magnetresonanzvorrichtung 10 kann beispielsweise durch eine Lage und/oder eine Drehung einzelner Schichten, die bei der Magnetresonanzuntersuchung erfasst werden, beeinflusst und/oder eingestellt werden. Beispielsweise kann durch Drehung des Darstellungsbereichs eine aufzunehmende Schicht 203 einer Magnetresonanzmessung eine Gradientenleistung maximiert werden. Durch die Drehung der Schicht kann eine maximale Erstreckung in x-Richtung und/oder in y-Richtung und/oder in z-Richtung maximiert werden und damit auch eine höhere Gradientenleistung eingespeist werden. Dies ist in 3 angedeutet, die eine automatische Schichtauswahl für die Magnetresonanzmessung darstellt, um eine optimale Auslastung der Gradientenspuleneinheit 18 zur Erreichung einer optimalen Bildqualität in den erfassten Bilddaten zu erreichen. Beispielsweise kann der zumindest eine Messparameter auch einen Gradientenparameter, wie insbesondere eine einstellbare Gradientenleistung, umfassen.
-
In einem anschließenden vierten Verfahrensschritt 103 erfolgt ein Durchführen der Magnetresonanzmessung mit den von der Einstelleinheit 26 eingestellten Werten der Messparameter. Das Durchführen der Magnetresonanzmessung mit den von der Einstelleinheit eingestellten Werten der Messparameter erfolgt bevorzugt automatisch und/oder selbsttätig mittels der Einstelleinheit 26.
-
In einem weiteren, insbesondere optionalen, fünften Verfahrensschritt 104 werden die erfassten Bilddaten bereitgestellt. Die Bereitstellung in dem fünften Verfahrensschritt 104 der erfassten Bilddaten kann dabei eine Darstellung der erfassten Bilddaten, insbesondere zumindest eines Magnetresonanzbildes 204, umfassen. Insbesondere werden hierbei die erfassten Bilddaten in dem vorher von dem medizinischen Bedienpersonal festgelegten Darstellungsbereich 202 dargestellt. Die erfassten und dargestellten Bilddaten, insbesondere zumindest eines Magnetresonanzbildes 204, umfassen stets den Auswahlbereich 201.
-
Sofern der vom medizinischen Bedienpersonal eingestellte und/oder ausgewählte Darstellungsbereich 202 größer ist als der Auswahlbereich 201, können auch weitere Bereiche, die an den Auswahlbereich 201 angrenzen, in dem Darstellungsbereich 202 dargestellt werden. Bilddaten, insbesondere zumindest eines Magnetresonanzbildes 204, der weiteren, an den Auswahlbereich 201 angrenzenden Bereiche werden jedoch bei der Bereitstellung der Bilddaten dargestellt, wenn die Einstellung von Werten der Messparameter auch eine Erfassung dieser Daten zulässt. Ist dagegen die Einstellung der Werte der Messparameter derart, dass für die angrenzenden Bereich keine Daten erfasst werden, um eine optimale Auslastung einzelner Komponenten, insbesondere der Gradientespuleneinheit 18, und/oder eine optimale Bildqualität des Auswahlbereichs 201 zu erhalten, werden in diesen Bereichen keine Bilddaten in dem Magnetresonanzbild 204 angezeigt, wie dies in 4 dargestellt ist.
-
Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.