[go: up one dir, main page]

DE102019218000A1 - Sicherheitsvorrichtung und Verfahren zum Schützen von Fahrzeuginsassen bei einem Seitenaufprall - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung und Verfahren zum Schützen von Fahrzeuginsassen bei einem Seitenaufprall Download PDF

Info

Publication number
DE102019218000A1
DE102019218000A1 DE102019218000.0A DE102019218000A DE102019218000A1 DE 102019218000 A1 DE102019218000 A1 DE 102019218000A1 DE 102019218000 A DE102019218000 A DE 102019218000A DE 102019218000 A1 DE102019218000 A1 DE 102019218000A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vehicle
safety device
pillar
cladding part
drive unit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE102019218000.0A
Other languages
English (en)
Inventor
Thilo Bitter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Volkswagen AG
Original Assignee
Volkswagen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Volkswagen AG filed Critical Volkswagen AG
Priority to DE102019218000.0A priority Critical patent/DE102019218000A1/de
Publication of DE102019218000A1 publication Critical patent/DE102019218000A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Images

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/02Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/02Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
    • B60R2021/0273Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads automatically movable to an operative position, e.g. in case of collision or impending collision

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Interior And Exterior Ornaments, Soundproofing, And Insulation (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug (2) zum Schützen eines Fahrzeuginsassen (10), insbesondere bei einem Seitenaufprall. Die Sicherheitsvorrichtung (1) weist hierzu Sensoren und eine Auswerteeinheit sowie eine Antriebseinheit (5) und ein Verkleidungsteil (3) auf. Die Antriebseinheit (5) ist an der Fahrzeugsäule (4) angebracht und zu dem Verkleidungsteil (3) ausgerichtet. Nach dem Aktivieren der Antriebseinheit (5) durch die Auswerteeinheit verfährt sie das Verkleidungsteil (3) zum Fahrzeuginsassen (10) und dämpft anschließend dessen Bewegung zur Fahrzeugsäule (4).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug zum Schützen eines Fahrzeuginsassen aufweisend ein Verkleidungsteil sowie Sensoren und eine Auswerteeinheit als auch eine von der Auswerteeinheit angesteuerte, an der Fahrzeugsäule angebrachte und zu dem Verkleidungsteil ausgerichtete Antriebseinheit.
  • Weiterhin betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug mit einer derartigen Sicherheitsvorrichtung sowie ein Verfahren zum Betreiben der Sicherheitsvorrichtung.
  • Eine Vorrichtung der genannten Art ist aus der DE 197 54 825 C2 bekannt, die eine Säulenverkleidung für Fahrzeugsäulen offenbart, die einen Befestigungsbereich und einen Öffnungsbereich aufweist, wobei ein integrierter Seitenairbag an der Karosserie des Fahrzeugs befestigt ist und beim Auslösen aus dem Öffnungsbereich expandiert, der hierzu zum Befestigungsbereich der Säulenverkleidung verschwenkt.
  • Es ist weiterhin durch die DE 197 00 584 B4 eine Säulenverkleidung für Fahrzeugsäulen bekannt, die ein integriertes Seitenaufprall-System aufweist, bestehend aus einer Dekorschicht und einem darauf angebrachten Kunststoffformteil, wobei entlang einer Linie die Wandstärke des Kunststoffformteils auf der Rückseite verringert ist, sodass beim Auslösen des Airbags die Säulenverkleidung bereichsweise verschwenkt wird um den Airbag expandieren zu lassen, ohne dass es zu einem Zersplittern der Säulenverkleidung kommt.
  • Die DE 100 29 812 A1 offenbart eine Auslösevorrichtung für eine Fahrzeuginsassen-Rückhalteeinrichtung, die bei einer mechanischen Verformung eines Karosserieabschnitts mittels eines Aufschlagmittels einen Kontakt erzeugt, der zur Aktivierung der Rückhalteeinrichtung führt. Die Auslösevorrichtung kann somit ohne die Verwendung eines Sensors und einer Auswerteeinheit einen Airbag aktivieren.
  • Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitsvorrichtung der eingangs genannten Art derart auszuführen, dass die Schutzwirkung bekannter Sicherheitsvorrichtungen im Bereich von Fahrzeugsäulen verbessert wird, ohne den Fahrgastraum unnötig zu verkleinern.
  • Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Sicherheitsvorrichtung gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie einem Kraftfahrzeug gemäß den Merkmalen eines nebengeordneten Anspruchs. Die Unteransprüche betreffen besonders zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.
  • Erfindungsgemäß ist also eine Sicherheitsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug zum Schützen eines Fahrzeuginsassen beim Auftreffen gegen ein Verkleidungsteil einer Fahrzeugsäule vorgesehen. Die Sicherheitsvorrichtung weist hierzu Sensoren, wie beispielweise Beschleunigungssensoren oder Fahrzeugneigungssensoren, auf und eine Auswerteeinheit, die die Sensordaten der Sensoren empfängt, auswertet und mit Schwellwerten vergleicht sowie beim Vorliegen von Sensordaten, die einen Schwellwert überschreiten, ein Ausgangssignal ausgibt.
  • Des Weiteren weist die Sicherheitsvorrichtung eine Antriebseinheit auf, die die von der Auswerteeinheit ausgegebenen Ausgangssignale empfängt und in Folge des Empfangs der Ausgangssignale ein Verkleidungsteil von einer Ruheposition in eine Schutzposition verfährt, indem sie eine Kraft auf die Rückseite des Verkleidungsteils ausübt. Die Antriebseinheit verfährt somit das Verkleidungsteil, das in Bewegungsrichtung vor der Antriebseinheit angeordnet ist, zu dem Fahrzeuginsassen hin, also auf den Fahrzeuginsassen zu. Hierzu ist die Antriebseinheit unmittelbar oder mittels eines Adapters an der Fahrzeugsäule zwischen der Fahrzeugsäule und dem Verkleidungsteil angebracht.
  • Aufgrund der beim Überschreiten der Schwellwerte vorliegenden Kraftfahrzeugbeschleunigung bewegt sich der Fahrzeuginsasse auf das die Kontaktfläche aufweisende Verkleidungsteil zu, tritt in Kontakt mit der an der Vorderseite angeordneten Kontaktfläche des Verkleidungsteils und verlagert dieses gegen einen Widerstand, der mittelbar oder unmittelbar durch die Antriebseinheit bewirkt oder bestimmt wird, zurück in Richtung der Fahrzeugsäule. Die Relativbewegung des Fahrzeuginsassen zum Kraftfahrzeug wird dadurch gedämpft bzw. verzögert und die kinetische Energie des Fahrzeuginsassen wird über eine längere Strecke verringert, sodass die auf den Schulterbereich wirkenden Maximalkräfte verringert werden und der Fahrzeuginsassenschutz erhöht wird.
  • Hierbei ist ein Verkleidungsteil ein Teil, das einen Bereich des Fahrzeuginnenraums auskleidet, insbesondere Verkleidungsteile, die Fahrzeugsäulen verkleiden.
  • Eine Antriebseinheit ist jede Einheit, die die erfindungsgemäße Relativbewegung zwischen der Fahrzeugsäule und dem Verkleidungsteil erzeugen kann sowie ein gedämpftes Zurückverlagern des Verkleidungsteils zur Fahrzeugsäule ermöglicht, also beispielsweise ein Elektromotor, der mit einer Mechanik verbunden ist, ein elektromechanischer Antrieb, ein hydraulischer oder pneumatischer Zylinder oder aber auch ein sich durch Gasdruck ausdehnender und/oder ausbreitender Behälter oder Sack, wie zum Beispiel ein Prallsack.
  • Eine besonders praxisgerechte Ausführungsform weist eine Antriebseinheit auf, die elektrisch, also beispielweise mittels eines Elektromotors und einer geeigneten Mechanik oder aber mittels Elektromagnetismus, das Verkleidungsteil verfährt. Alternativ oder aber auch ergänzend kann das Verkleidungsteil auch hydraulisch verfahren werden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Verkleidungsteil ergänzend oder aber alternativ pneumatisch angetrieben, beispielweise mittels eines Gasgenerators, dessen Gasstrom in einen Prallsack geleitet wird, sodass der Prallsack das Verkleidungsteil verfährt. Ein besonders zuverlässiges und schnelles Verfahren des Verkleidungsteils, sowie ein gedämpftes Zurückverlagern zur Fahrzeugsäule wird somit erreicht, wobei ein gedämpftes Zurückverlagern eine sich gegen die Zurückverlagerungsbewegung stellende Kraft ist, die kinetische Energie aufnimmt.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform steht der Gasgenerator mit einem Kopfairbag, also mit einem Prallsack eines Kopfairbags, und dem Prallsack, der sich an der Fahrzeugsäule befindet, in strömungstechnischer Verbindung. Hiermit wird eine besonders leichte, wenig aufwendige und kostengünstige Ausführungsform erreicht, indem mehrere Prallsäcke durch einen gemeinsamen Gasgenerator mit der erforderlichen Gasmenge versorgt werden können.
  • Alternativ steht der Gasgenerator ausschließlich mit dem Prallsack, der sich an der Fahrzeugsäule befindet, in Verbindung, wodurch ein unabhängiges Auslösen der genannten Prallsäcke und das Befüllen mit voneinander unabhängigen Gasdrücken ermöglicht wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verkleidungsteil bis zu einem Endanschlag verfahrbar, wobei der Endanschlag beispielweise durch ein Fangband beziehungsweise einen Fanghaken und/oder einen zweistufigen Clip beziehungsweise einen Rasthaken, realisiert wird. Hierbei realisieren das Fangband, der Fanghaken und der Rasthaken lediglich den Endanschlag, sodass die Befestigung des Verkleidungsteils vor dem Verfahren mittels einer weiteren Komponente befestigt wird. Bei der Verwendung eines zweistufigen Clips wird das Verkleidungsteil vor dem Verfahren mittels einer ersten Stufe des Clips befestigt und nach dem Verfahren mittels einer zweiten Stufe des Clips. Hierdurch wird vorteilhafterweise erreicht, dass das Verkleidungsteil eine besonders genau vorhersagbare und kontrollierte Bewegung ausführt und nicht unvorteilhaft weit in den Fahrgastraum eindringt sowie beim Rückverlagern zwischen dem Fahrzeuginsassen und der Fahrzeugsäule verbleibt.
  • Eine besonders praxisgerechte Ausführungsform erzeugt eine translatorische Bewegung des Verkleidungsteils auf den Fahrzeuginsassen zu. Translatorisch ist hierbei im technischen Sinne zu verstehen, als eine Bewegung, die zum überwiegenden Teil translatorisch ist; geringfügige Dreh- oder Kippbewegungen sollen diesem nicht entgegenstehen. Vorteilhafterweise wird somit erreicht, dass unabhängig vom zurückgelegten Weg des Verkleidungsteils, eine ebene oder flächige Kontaktfläche zwischen dem Fahrzeuginsassen und dem Verkleidungsteil entsteht und eine möglichst große Kraftübertragungsfläche entsteht.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Verkleidungsteil in seiner Gesamtheit verfahren, es wird also das ganze Verkleidungsteil in einem Stück verfahren, sodass kein Aufbrechen mit möglicher Splitterbildung oder Erzeugung von scharfkantigen Bereichen möglich ist, wie es beim Verfahren eines Verkleidungsteilbereichs möglich ist. Des Weiteren wird auch hierdurch eine möglichst große Kraftübertragungsfläche erreicht.
  • Bevorzugt wird die Sicherheitsvorrichtung an Fahrzeugsäulen vorgesehen, die B-Säulen oder C-Säulen oder D-Säulen eines Kraftfahrzeugs sind, da insbesondere im Bereich von B-Säulen und C-Säulen und D-Säulen eines Kraftfahrzeugs Fahrzeuginsassen sitzen und Fahrzeuginsassen hierdurch besonders effektiv geschützt werden.
  • Eine besonders praxisgerechte Ausführungsform weist ein Verkleidungsteil auf, das mittels einer Klemmvorrichtung oder einer Rastvorrichtung derartig an der Fahrzeugsäule festgeklemmt und/oder eingerastet ist, dass es durch die Kraft der Antriebseinheit von der Fahrzeugsäule gelöst wird. Durch ein passives Lösen des Verkleidungsteils von der Fahrzeugsäule wird eine besonders sichere sowie kompakte Art der Befestigung erreicht, die hierbei eine besonders geringe Ausfallrate aufweist.
  • Das erfindungsmäßige Kraftfahrzeug weist die erfindungsmäßige Sicherheitsvorrichtung auf.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann mit der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung ausgeführt werden. Entsprechend ist die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung zum Durchführen des Verfahrens geeignet.
  • Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in
    • 1 einen Längsschnitt eines Fahrzeugteilbereichs mit einer Sicherheitsvorrichtung;
    • 2 einen Querschnitt einer Fahrzeugsäule mit Sicherheitsvorrichtung in Ruheposition;
    • 3 einen Querschnitt einer Fahrzeugsäule mit Sicherheitsvorrichtung in Schutzposition.
  • 1 zeigt in dem Längsschnitt eines Fahrzeugteilbereichs eine Sicherheitsvorrichtung 1 für ein Kraftfahrzeug 2, wobei in dieser Darstellung lediglich ein Verkleidungsteil 3 der Sicherheitsvorrichtung 1 sichtbar ist. Das Verkleidungsteil 3 verkleidet eine Fahrzeugsäule 4, die vorliegend eine B-Säule ist. In Fahrzeuglängsrichtung neben der B-Säule befindet sich der Fahrzeuginsasse 10, der beim Kollidieren mit einem seitlich neben dem Fahrzeug befindlichen Hindernis, das schematisch im Hintergrund dargestellt ist, in Richtung des Verkleidungsteils 3 beschleunigt wird.
  • 2 zeigt einen Querschnitt einer Fahrzeugsäule 4 sowie die die Fahrzeugsäule 4 umgebenden Fahrzeugbleche und das Verkleidungsteil 3, das an der Fahrzeugsäule 4 befestigt ist, sowie eine Sicherheitsvorrichtung 1, die zwischen der Fahrzeugsäule 4 und der Rückseite 3a des Verkleidungsteils 3 angeordnet ist. Hierbei ist die Rückseite 3a des Verkleidungsteils 3 dem Fahrzeuginnenraum abgewandt und eine Vorderseite 3b des Verkleidungsteils 3 dem Fahrzeuginnenraum zugewandt.
  • Die Sicherheitsvorrichtung 1 weist weiterhin einen Gasgenerator 7 auf, der mittels einer pneumatischen Leitung 6 mit einem Prallsack 5a in Verbindung steht. Des Weiteren weist die Sicherheitsvorrichtung 1 einen Endanschlag 9 auf, der durch Fangbänder 9a realisiert ist, die das Verkleidungsteil 3 nach dem Aktivieren der Sicherheitsvorrichtung führen und den Verfahrweg des Verkleidungsteils 3 begrenzen.
  • Weiterhin ist ein Schulterbereich des Fahrzeuginsassen 10 dargestellt, wobei die Schulter einen Abstand A zur Außenseite 3b des Verkleidungsteils 3 aufweist. Der Abstand A entspricht hierbei dem möglichen Verzögerungsweg, über den der Fahrzeuginsasse 10 relativ zur Fahrzeugsäule 4 verzögert werden kann, und des Weiteren der Strecke, die das Verkleidungsteil 3 von einer Ruheposition R, wie in 2 dargestellt, zu einer Schutzposition S, wie in 3 dargestellt, verfahren werden kann.
  • 3 zeigt den gleichen Querschnitt der Fahrzeugsäule 4 des Kraftfahrzeugs 2 sowie die Sicherheitsvorrichtung 1, die sich hier jedoch in der Schutzposition S befindet. Die Sicherheitsvorrichtung 1 weist das Verkleidungsteil 3 und die Antriebseinheit 5 auf, die in diesem Ausführungsbeispiel als Prallsack 5a ausgeführt ist, der an der Fahrzeugsäule 4 befestigt ist und mittels der pneumatischen Leitung 6 mit dem Gasgenerator 7 verbunden ist. Der Gasgenerator 7 wurde von der Auswerteeinheit angesteuert und hat bereits gezündet und mittels der pneumatischen Leitung 6 den Prallsack 5a gefüllt. Der Prallsack 5a hat beim sich Ausbreiten eine Kraft auf die Rückseite 3a des Verkleidungsteils 3 aufgebracht und diese von der Fahrzeugsäule 4, also aus der Ruheposition R, sowie aus einer Klemmvorrichtung 8 gelöst und translatorisch um den Abstand A zum Fahrzeuginsassen 10 zu einem Anschlag eines Endanschlags 9, also in die Schutzposition S, verfahren, wobei der Endanschlag 9 durch Fangbänder 9a realisiert ist, die einerseits mit der Fahrzeugsäule 4 und andererseits mit dem Verkleidungsteil 3 verbunden sind. Der Fahrzeuginsasse 10 bewegt sich folgend weiterhin auf die Fahrzeugsäule 4 zu, übt hierbei eine Kraft auf die Vorderseite 3b des Verkleidungsteils 3 aus und verlagert das Verkleidungsteil 3 zurück Richtung Fahrzeugsäule 4, wobei der Gasdruck im Prallsack 5a dieser Bewegung entgegenwirkt und diese dämpft. Die Sicherheitsvorrichtung 1 verzögert die Bewegung des Fahrzeuginsassen 10 so lange, bis sich der Fahrzeuginsasse 10 nicht mehr relativ zur Fahrzeugsäule 4 bewegt oder aber der Verzögerungsweg, also der Abstand A, zurückgelegt wurde und das Verkleidungsteil 3 in Kontakt mit der Fahrzeugsäule 4 tritt.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Sicherheitsvorrichtung
    2
    Kraftfahrzeug
    3
    Verkleidungsteil
    3a
    Rückseite des Verkleidungsteils 3
    3b
    Vorderseite des Verkleidungsteils 3
    4
    Fahrzeugsäule
    5
    Antriebseinheit
    5a
    Prallsack
    6
    Pneumatische Leitung
    7
    Gasgenerator
    8
    Klemmvorrichtung
    9
    Endanschlag
    9a
    Fangband
    10
    Fahrzeuginsasse
    A
    Abstand
    R
    Ruheposition
    S
    Schutzposition
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 19754825 C2 [0003]
    • DE 19700584 B4 [0004]
    • DE 10029812 A1 [0005]

Claims (10)

  1. Sicherheitsvorrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug (2) zum Schützen eines Fahrzeuginsassen (10) aufweisend ein Verkleidungsteil (3), Sensoren und eine Auswerteeinheit sowie eine von der Auswerteeinheit angesteuerte, an einer Fahrzeugsäule (4) angebrachte und zu dem Verkleidungsteil (3) ausgerichtete Antriebseinheit (5), dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleidungsteil (3) durch eine mittels der Antriebseinheit (5) erzeugte Kraft an einer Rückseite (3a) des Verkleidungsteils (3) von einer Ruheposition (R) in eine Schutzposition (S) verfahrbar ist, wobei eine Vorderseite (3b) des Verkleidungsteils (3) eine Kontaktfläche für den Fahrzeuginsassen (10) bildet und die Antriebseinheit (5) beim Zurückverlagern des Verkleidungsteils (3) zu der Fahrzeugsäule (4) eine die Bewegung dämpfende, insbesondere verzögernde, Eigenschaft aufweist.
  2. Sicherheitsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) elektrisch und/oder hydraulisch und/oder pneumatisch und/oder mittels eines Gasgenerators (7), der in Verbindung mit einem Prallsack (5a) steht, angetrieben wird.
  3. Sicherheitsvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasgenerator (7) mit dem Prallsack (5a) und zumindest einem weiteren Prallsack, insbesondere mit dem Prallsack eines Kopfairbags, in Verbindung steht.
  4. Sicherheitsvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleidungsteil (3) bis zu einem Endanschlag (9) verfahren wird oder verfahrbar ist, wobei der Endanschlag (9) beispielsweise durch ein Fangband (9a) beziehungsweise einen Fanghaken und/oder einen zweistufigen Clip beziehungsweise einen Rasthaken realisiert wird.
  5. Sicherheitsvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleidungsteil (3) translatorisch in Richtung des Fahrzeuginsassen (10) verfahren wird oder verfahrbar ist.
  6. Sicherheitsvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleidungsteil (3) in seiner Gesamtheit verfahren wird oder verfahrbar ist.
  7. Sicherheitsvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugsäule (4) eine A-Säule und/oder eine B-Säule und/oder eine C-Säule und/oder eine D-Säule ist.
  8. Sicherheitsvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleidungsteil (3) mit einer Klemmvorrichtung (8) und/oder einer Rastvorrichtung derartig an der Fahrzeugsäule (4) festgeklemmt beziehungsweise eingerastet ist, dass es durch die Kraft der Antriebseinheit (5) von der Fahrzeugsäule (4) gelöst wird.
  9. Kraftfahrzeug (2) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Sicherheitsvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche aufweist.
  10. Verfahren zum Betreiben einer Sicherheitsvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sensordaten von einem Sensor an eine Auswerteeinheit übertragen werden, wobei die Auswerteeinheit die Sensordaten mit einem Schwellwert vergleicht und beim Überschreiten des Schwellwerts eine Antriebseinheit (5) ansteuert, die ein Verkleidungsteil (3) von einer Ruheposition (R) an einer Fahrzeugsäule (4) in eine Schutzposition (S) zu dem Fahrzeuginsassen (10) hin verfährt, wobei das Verkleidungsteil (3) beim Zurückverlagern in Richtung der Fahrzeugsäule (4) der Bewegung des Fahrzeuginsassen (10) entgegenwirkt.
DE102019218000.0A 2019-11-21 2019-11-21 Sicherheitsvorrichtung und Verfahren zum Schützen von Fahrzeuginsassen bei einem Seitenaufprall Pending DE102019218000A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102019218000.0A DE102019218000A1 (de) 2019-11-21 2019-11-21 Sicherheitsvorrichtung und Verfahren zum Schützen von Fahrzeuginsassen bei einem Seitenaufprall

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102019218000.0A DE102019218000A1 (de) 2019-11-21 2019-11-21 Sicherheitsvorrichtung und Verfahren zum Schützen von Fahrzeuginsassen bei einem Seitenaufprall

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102019218000A1 true DE102019218000A1 (de) 2021-05-27

Family

ID=75784302

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102019218000.0A Pending DE102019218000A1 (de) 2019-11-21 2019-11-21 Sicherheitsvorrichtung und Verfahren zum Schützen von Fahrzeuginsassen bei einem Seitenaufprall

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102019218000A1 (de)

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19754825C2 (de) * 1997-12-10 2001-09-20 Brocke Kg I B S Säulenverkleidung für Säulen von Kraftfahrzeugen
DE10029812A1 (de) * 2000-06-16 2002-01-03 Daimler Chrysler Ag Auslösevorrichtung für eine Fahrzeuginsassen-Rückhalteeinrichtung
DE10257306A1 (de) * 2002-12-07 2004-07-08 Ibs Brocke Gmbh & Co. Kg Innenraumverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge mit energieabsorbierender Funktion
DE19700584B4 (de) * 1997-01-10 2005-12-08 Ibs Brocke Gmbh & Co. Kg Säulenverkleidung für Säulen von Kraftfahrzeugen
DE102016101860A1 (de) * 2015-02-10 2016-08-11 GM Global Technology Operations LLC (n. d. Ges. d. Staates Delaware) Doppelter vorderer Mittelairbag

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19700584B4 (de) * 1997-01-10 2005-12-08 Ibs Brocke Gmbh & Co. Kg Säulenverkleidung für Säulen von Kraftfahrzeugen
DE19754825C2 (de) * 1997-12-10 2001-09-20 Brocke Kg I B S Säulenverkleidung für Säulen von Kraftfahrzeugen
DE10029812A1 (de) * 2000-06-16 2002-01-03 Daimler Chrysler Ag Auslösevorrichtung für eine Fahrzeuginsassen-Rückhalteeinrichtung
DE10257306A1 (de) * 2002-12-07 2004-07-08 Ibs Brocke Gmbh & Co. Kg Innenraumverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge mit energieabsorbierender Funktion
DE102016101860A1 (de) * 2015-02-10 2016-08-11 GM Global Technology Operations LLC (n. d. Ges. d. Staates Delaware) Doppelter vorderer Mittelairbag

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4304919B4 (de) Airbag-Vorrichtung im Bereich eines Dachrahmens eines Fahrzeugs
DE10113720B4 (de) Kollisions-Sensor für Kraftfahrzeuge und Verwendung desselben zur Erfassung der auf ein Bauteil eines Kraftfahrzeuges im Crashfall einwirkenden Kräfte
DE102012022392A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einermit einem Sicherheitsgurt verbundenen Sicherheitsgurt-Vorrichtung eines Fahrzeugs mit einer vorausschauenden Kollisionserkennungseinheit
DE102010033123A1 (de) Anordnung einer Energiespeichereinrichtung an einem Rohbau eines Kraftwagens, sowie Verfahren zum Schützen einer solchen Energiespeichereinrichtung
DE102009005043A1 (de) Insassenrückhalteeinrichtung
DE102014217868A1 (de) Integrierter Beifahrer-Airbag
EP1298011A2 (de) Verfahren zur Notbetätigung bewegbarer Flächen an Fahrzeugen
DE4209604A1 (de) Behaelterdeckel in einem fahrzeugraum, insbesondere handschuhfachdeckel
DE102010003315A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schützen und Halten eines Insassen sowie eine Auswerte- und Steuereinheit für eine Schutz- und Haltevorrichtung
DE102010011302A1 (de) Stoßschutzvorrichtung für ein Fahrzeug
DE102008015294A1 (de) Kraftfahrzeug und Verfahren zum Freigeben von Eindrückraum in einem Fahrzeug
EP2708422A1 (de) Kraftfahrzeug mit einer Insassenschutzeinrichtung
WO2015062685A1 (de) Verfahren zur ansteuerung zumindest eines in einem fahrzeugsitz angeordneten schutzelementes
DE19904100A1 (de) Airbaganordnung in einem Kraftfahrzeug
EP1745991B1 (de) Fahrzeuginsassen-Rückhaltesysteme mit einem Gassack
DE10224831B4 (de) Kraftfahrzeug und Verfahren zur Reduzierung der Belastung von Insassen eines Kraftfahrzeugs bei einem Zusammenstoss mit einem Hindernis
DE102019218000A1 (de) Sicherheitsvorrichtung und Verfahren zum Schützen von Fahrzeuginsassen bei einem Seitenaufprall
DE102014004184A1 (de) Insassenschutzvorrichtung für ein Fahrzeug und Fahrzeug
DE102012001586A1 (de) Insassenschutzvorrichtung für ein Fahrzeug
DE102006057989A1 (de) Vorrichtung zum Führen des Entfaltens eines Curtain-Airbags für ein Fahrzeug
DE10057941A1 (de) Energieabsorbierende Fronthaube an einem Fahrzeug
DE102011122416A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Insassenschutz in einem Fahrzeug
DE102012104215A1 (de) Karosserie-airbag für kraftfahrzeuge
DE102005016329B4 (de) Kraftfahrzeug
DE102017007380B4 (de) Instrumententafel für ein Fahrzeug mit einem Beifahrerairbag sowie Verfahren zum Auslösen des Beifahrerairbags

Legal Events

Date Code Title Description
R163 Identified publications notified