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Die Erfindung betrifft eine Anbaueinheit zur Belüftung eines Lichtschachts und eine Anordnung mit einer Anbaueinheit und einem Lichtschacht.
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Um Kellerräume bzw. Souterrainräume von Gebäuden mit natürlichem Licht sowie Frischluft zu versorgen, sind herkömmlicherweise Lichtschächte im Erdreich vor den Kellerfenstern der Gebäude vorgesehen. Die Lichtschächte reichen dabei bis an die Erdoberfläche und sind mit einem Gitterrost, einer Glasabdeckung oder einer anderen lichtdurchlässigen Abdeckung abgedeckt.
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Die Abdeckung der Lichtschächte mittels Gitterrost hat den Nachteil, dass Wasser, Verschmutzungen sowie Insekten in den Lichtschacht ungehindert eindringen können. Ferner wird durch den Gitterrost und die damit verbundene Schattenbildung eine Lichtintensität zur natürlichen Beleuchtung der Keller- bzw. Souterrainräume reduziert. Um dies zu vermeiden, werden Lichtschächte oftmals mit dichten Glasabdeckungen versehen. Zur Belüftung des Lichtschachts weisen derartige Abdeckungen häufig separate Belüftungsbereiche auf.
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Eine Lichtschachtabdeckung mit einer Glasplatte und einem separaten Belüftungsbereich ist bspw. aus der
DE 20 2010 016 163 U1 bekannt. Die Lichtschachtabdeckung weist einen Stahlrahmen auf, in dem die Glasplatte und der Belüftungsbereich angeordnet sind. Der Rahmen überragt dabei den Lichtschacht auf der hausabgewandten Seite, sodass sich der Belüftungsbereich außerhalb bzw. vor dem Lichtschacht befindet. Der Belüftungsbereich ist an der Oberseite mit einem Gitterrost und zur Unterseite bzw. zum Erdreich hin mit einem wasserdurchlässigen Insektenschutzgitter abgedeckt. Der Belüftungsbereich ist mit dem Lichtschacht zur Belüftung seitlich verbunden.
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Hierbei ist nachteilig, dass der Belüftungsbereich und die Glasplatte gemeinsam eine Einheit bilden. Der Belüftungsbereich ist durch den umlaufenden Stahlrahmen in die Abdeckung fest integriert. Ein modularer Aufbau des Belüftungsbereichs mit dem Lichtschacht wird somit nicht ermöglicht. Ferner weist die Lichtschachtabdeckung gemäß
DE 20 2010 016 163 U1 einen erhöhten Aufwand bei der Montage an einen Lichtschacht auf.
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Aus der
DE 10 2004 053 360 A1 ist eine weitere Abdeckvorrichtung zur regendichten Abdeckung eines Lichtschachtes bekannt. Die Vorrichtung weist einen Lüftungskasten und einen Rahmen auf, dessen Rahmenprofilschenkel ein Kastenprofilteil des Lüftungskastens bildet. Der Lüftungskasten umfasst zwei Öffnungen zur Belüftung des Lichtschachtes. An der ersten Öffnung ist ein Profilwinkel für das Abführen von Regenwasser bei Windeinfluss angebracht. Die zweite Öffnung ist im Bereich des Rahmens angeordnet und verbindet den Lüftungskasten mit dem Innenraum des Lichtschachtes. Der Rahmenprofilschenkel des Lüftungskastens bildet eine Aufnahme für eine Abdeckplatte des Lichtschachtes. Der Lüftungskasten ist daher ein fester Teil des Lichtschachtes.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Anbaueinheit zur Belüftung eines Lichtschachtes anzugeben, die eine erhöhte Modularität aufweist und mit geringem Aufwand an einem Lichtschacht montierbar ist. Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde eine Anordnung mit einer Anbaueinheit und einem Lichtschacht anzugeben.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe im Hinblick auf die Anbaueinheit durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Hinsichtlich der Anordnung wird die vorstehend genannte Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 8 gelöst.
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Konkret wird die Aufgabe durch eine Anbaueinheit zur Belüftung eines Lichtschachts, insbesondere eines luft- und/oder wasserdicht abgedeckten Lichtschachts gelöst. Die Anbaueinheit weist ein Gehäuse mit wenigstens einer Entwässerungseinrichtung und wenigstens zwei Öffnungen auf, durch die das Gehäuse zum Belüften nach außen offen ausgebildet ist. Eine erste Öffnung nimmt wenigstens ein fluiddurchlässiges Abdeckelement auf und eine zweite Öffnung ist wenigstens in einem Montagebereich ausgebildet, durch den die Anbaueinheit an einem Lichtschacht montierbar und mit einem Innenraum des Lichtschachts zum Belüften fluidverbindbar ist. Erfindungsgemäß weist das Gehäuse einen Boden und die zweite Öffnung eine Unterkante auf, die vom Boden beabstandet ist, sodass ein Wasserrückhaltebereich gebildet ist. Mit anderen Worten weist die Unterkante der zweiten Öffnung einen Abstand zum Boden des Gehäuses auf. Die Unterkante entspricht jener Kante der zweiten Öffnung, die im montierten Zustand der Anbaueinheit den geringsten Abstand zum Boden des Gehäuses aufweist. Durch den Wasserrückhaltebereich wird vorteilhaft eindringendes Wasser gesammelt, sodass im montierten Zustand ein Eindringen des Wassers in den Lichtschacht verhindert wird.
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Die Erfindung hat verschiedene Vorteile. Durch die Anbaueinheit erfolgt im montierten Zustand vorteilhaft die Belüftung eines Lichtschachtes derart, dass das Eindringen von Wasser, insbesondere Regenwasser, sowie von Verschmutzungen in den Lichtschacht verhindert wird. Ferner ermöglicht die Anbaueinheit vorteilhaft den Einsatz von Lichtschächten mit lichtdurchlässigen Abdeckungen, insbesondere Glasabdeckungen, die die Lichtschächte zur Erdoberfläche hin luft- und/oder wasserdicht abdecken, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer natürlichen Belüftung des Lichtschachtes. Im montierten Zustand strömt Frischluft von der Erdoberfläche durch das fluiddurchlässige Abdeckelement in das Gehäuse der Anbaueinheit und anschließend durch die zweite Öffnung in den Innenraum des Lichtschachtes ein. In das Gehäuse einfließendes Wasser ist dabei durch die Entwässerungseinrichtung bspw. in das Erdreich oder in ein Leitungssystem abführbar.
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Die Anbaueinheit ist vorteilhaft als separate Einheit ausgebildet. Mit anderen Worten ist die Anbaueinheit unabhängig von einer Abdeckung, insbesondere einer Lichtschachtabdeckung, ausgebildet. Durch die Ausbildung der Anbaueinheit zur Belüftung von Lichtschächten als separate Einheit wird vorteilhaft ein modularer Aufbau der Anbaueinheit mit verschiedenen Lichtschächten unabhängig von der Abdeckung des Lichtschachtes ermöglicht. Die Anbaueinheit ist daher vielseitig einsetzbar.
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Durch die Entwässerungseinrichtung ist vorteilhaft durch das fluiddurchlässige Abdeckelement eindringendes Wasser, insbesondere Regenwasser, aus dem Gehäuse abführbar. Dadurch wird im montierten Zustand das Eindringen von Wasser in den Lichtschacht verhindert. Das fluiddurchlässige Abdeckelement kann durch wenigstens einen Gitterrost gebildet sein.
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Die Erfindung hat den weiteren Vorteil, dass durch die Ausbildung der zweiten Öffnung im Montagebereich die Anbaueinheit durch die Montage am Lichtschacht mit dem Innenraum des Lichtschachtes fluidverbunden wird. Der Montagebereich weist dabei die zweite Öffnung zumindest teilweise auf. Dadurch wird vorteilhaft die Anzahl von Montageschritten reduziert und somit die Montage an einen Lichtschacht vereinfacht.
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Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Öffnung durch einen Schlitz gebildet, der sich in Längsrichtung des Gehäuses erstreckt. Im montierten Zustand ist das Gehäuse durch den Schlitz mit dem Innenraum des Lichtschachtes fluidverbunden. In Einbaulauge bzw. im montierten Zustand verläuft die Längsrichtung des Gehäuses im Wesentlichen horizontal. Die Ausbildung der zweiten Öffnung als Schlitz hat den Vorteil, dass eine geringe Bauhöhe der Anbaueinheit und somit eine kompakte Bauweise der Anbaueinheit ermöglicht wird.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Öffnung in einer Seitenwand des Gehäuses ausgebildet, wobei die Seitenwand wenigstens eine außen angeordnete Anlagefläche für einen Lichtschacht aufweist. Mit anderen Worten ist der Montagebereich durch die Seitenwand, die zweite Öffnung und die außen angeordnete Anlagefläche der Seitenwand gebildet. Die zweite Öffnung bildet einen Durchgang in einen Gehäuseinnenraum. Im montierten Zustand liegt die Anbaueinheit mit der außen angeordneten Anlagefläche der Seitenwand am Lichtschacht, insbesondere einem Aufstockelement, an, sodass die Anbaueinheit mit dem Innenraum des Lichtschachtes fluidverbunden ist. Hierbei ist vorteilhaft, dass die Anlagefläche bei der Montage als Anschlag dienen kann und daher die Montage vereinfacht ist.
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Vorzugsweise weist der Montagebereich wenigstens einen Kragen auf, der die zweite Öffnung zumindest in Längsrichtung des Gehäuses begrenzt, wobei der Kragen im montierten Zustand in eine Belüftungsöffnung des Lichtschachtes eingreift. Der Kragen bildet vorteilhaft eine Montagehilfe, da dieser bei der Montage in die Belüftungsöffnung eingeführt werden kann, sodass die Anbaueinheit ihre Endmontageposition einnimmt. Der Kragen ermöglicht somit vorteilhaft eine einfache und schnelle Montage der Anbaueinheit an einen Lichtschacht bzw. ein Aufstockelement. Ferner kann der Kragen wenigstens einen Abdichtungsbereich aufweisen, durch den die Anbaueinheit mit dem Lichtschacht bzw. Aufstockelement fluiddicht verbindbar ist.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform bildet der Kragen einen Rahmen, durch den die Anbaueinheit mit dem Lichtschacht formschlüssig verbindbar ist. Mit anderen Worten kann der Kragen die zweite Öffnung umlaufend begrenzen. Im montierten Zustand kann der Kragen in die Belüftungsöffnung des Lichtschachtes derart eingreifen, dass die Anbaueinheit am Lichtschacht positionsfest gehalten wird. Konkret kann die Anbaueinheit durch den Kragen quer zur Anlagefläche am Lichtschacht positionsfest gehalten werden. Durch den Rahmen wird vorteilhaft die Montage erleichtert. Ferner kann der Rahmen vorteilhaft als Schutz, insbesondere vor Verschmutzung und/oder Feuchtigkeit, für das Lichtschachtmaterial im Bereich der Belüftungsöffnung dienen.
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Vorzugsweise ist die Entwässerungseinrichtung zur Entwässerung im Boden des Gehäuses angeordnet. Die Entwässerungseinrichtung ist im Wasserrückhaltebereich angeordnet. Der Boden bildet in Einbaulage einen Tiefpunkt, sodass das gesammelte Wasser durch die Entwässerungseinrichtung im Wesentlichen vollständig aus dem Gehäuse abführbar ist.
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Weiter vorzugsweise weist die Entwässerungseinrichtung wenigstens ein Sieb und/oder wenigstens ein Rückschlagventil auf. Das Sieb hat den Vorteil, dass keine Verschmutzungen in die Entwässerungseinrichtung eindringen. Das Rückschlagventil kann einen Rückstauverschluss bilden, durch den vorteilhaft das Eindringen von rückstauendem Abwasser bspw. aus einem Leitungssystem verhindert wird. Ferner kann die Entwässerungseinrichtung einen Geruchsverschluss bilden, der unangenehmen Geruch aus einem Leitungssystem abhält.
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Ein nebengeordneter Aspekt der Erfindung betrifft eine Anordnung mit wenigstens einer erfindungsgemäßen Anbaueinheit zur Belüftung und einem Lichtschacht mit einer Abdeckung, die den Lichtschacht zur Erdoberfläche hin luft- und/oder wasserdicht abdichtet. Die Anbaueinheit ist mit dem Montagebereich am Lichtschacht montiert, sodass die zweite Öffnung der Anbaueinheit einen Durchgang in eine Belüftungsöffnung des Lichtschachts bildet, um den Lichtschacht zu belüften. Hierbei wird auf die im Zusammenhang mit der Anbaueinheit erläuterten Vorteile verwiesen. Darüber hinaus kann die Anordnung alternativ oder zusätzlich einzelne oder eine Kombination mehrerer zuvor in Bezug auf die Anbaueinheit genannter Merkmale aufweisen.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung greift die Anbaueinheit mit dem Kragen in die Belüftungsöffnung des Lichtschachtes ein, sodass die Anbaueinheit und der Lichtschacht zur Belüftung miteinander fluidverbunden sind.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung ist die Belüftungsöffnung in einem Aufstockelement des Lichtschachtes ausgebildet. Das Aufstockelement kann an wenigstens einer Umfangsseite offen ausgebildet sein. Alternativ kann das Aufstockelement umlaufend vollständig geschlossen sein.
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Die Erfindung wird nachstehend mit weiteren Einzelheiten unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Die dargestellten Ausführungsformen stellen Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße Anbaueinheit sowie die erfindungsgemäße Anordnung ausgestaltet sein können.
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In diesen zeigen
- 1 einen Querschnitt durch eine Anordnung mit einer Anbaueinheit und einem Lichtschacht nach einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel; und
- 2 eine perspektivische Ansicht des Querschnitts durch die Anordnung gemäß 1.
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1 und 2 zeigen eine Anordnung 28 mit einer Anbaueinheit 10 und einem Lichtschacht 11, wobei die Anbaueinheit 10 zur Belüftung des Lichtschachts 11 dient. Der Lichtschacht 11 weist eine Abdeckung 29 auf, die den Lichtschacht 11 nach außen, insbesondere zur Erdoberfläche hin, luftdicht und/oder wasserdicht abdeckt.
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Die Abdeckung 29 umfasst einen Rahmen 32 und wenigstens ein lichtdurchlässiges, insbesondere transparentes, Deckelelement 33, das in den Rahmen 32 eingesetzt ist. Der Rahmen 32 umschließt dabei das Deckelelement 33. Das Deckelelement 33 kann durch wenigstens eine Hartglasplatte und/oder wenigstens eine Kunststoffglasplatte gebildet sein. Das Deckelelement 33 kann zur dichten Verbindung mit dem Rahmen 32 verklebt sein. Alternativ kann zwischen dem Deckelelement 33 und dem Rahmen wenigstens ein Dichtelement vorgesehen sein, um den Lichtschacht 11 nach außen hin abzudichten.
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Der Rahmen 32 und der Lichtschacht 11 weisen im Wesentlichen eine rechteckige Kontur auf. Der Rahmen 32 und der Lichtschacht 11 schließen im Wesentlichen mit deren Außenkonturen bündig ab. Mit anderen Worten überragt der Rahmen 32 den Lichtschacht 11 nicht, sodass die Abdeckung 29 lediglich den Lichtschacht 11 abdeckt. Der Rahmen 32 der Abdeckung 29 ist mit dem Lichtschacht 11 fest verbunden. Es ist denkbar, dass der Rahmen 32 auf den Lichtschacht 11 aufgelegt und/oder aufgesteckt ist. Die Abdeckung 29 ist begehbar ausgebildet. Das Deckelelement 33 schließt mit dem Rahmen 32 zur Erdoberfläche hin bündig ab. Dadurch werden vorteilhaft unnötige Störkanten vermieden und somit eine Stolpergefahr beim Begehen der Abdeckung 29 reduziert.
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Gemäß den 1 und 2 ist lediglich der in Einbaulage oben angeordnete Bereich des Lichtschachts 11 gezeigt, der durch die Abdeckung 29 luftdicht und/oder wasserdicht abgedeckt ist. Der oben angeordnete Bereich ist durch ein Aufstockelement 31 gebildet. Das Aufstockelement 31 dient zur Aufstockung eines Grundkörpers des Lichtschachts 11, um den Lichtschacht 11 bei Bedarf bis zur Erdoberfläche zu verlängern. Es ist auch denkbar, dass der Lichtschacht 11 im Fall einer geringen, erforderlichen Schachttiefe kein Aufstockelement 31 aufweist.
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Der Lichtschacht 11 weist eine Belüftungsöffnung 23 auf, die in einer Seitenwand 34 des Lichtschachts 11 ausgebildet ist. Die Belüftungsöffnung 23 dient zur Belüftung eines Innenraums 17 des Lichtschachts 11, auf die später näher eingegangen wird.
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Um den luftdicht und/oder wasserdicht abgedeckten Lichtschacht 11 mit Frischluft zu versorgen bzw. zu belüften, ist der Lichtschacht 11 mit einer Anbaueinheit 10, wie eingangs genannt, fluidverbunden. Die Anbaueinheit 10 weist eine Gehäuse 12 mit einer Entwässerungseinrichtung 13 und zwei Öffnungen 14', 14" auf. Das Gehäuse 12 weist einen Gehäuseinnenraum 35 auf, der durch die zwei Öffnungen 14', 14" zum Belüften nach außen offen ausgebildet. Eine erste Öffnung 14' nimmt dabei ein fluiddurchlässiges Abdeckelement 15 auf. Mit anderen Worten ist das Abdeckelement 15 in der ersten Öffnung 14' eingesetzt, insbesondere vertieft, angeordnet. Wie in den 1 und 2 gut erkennbar, ist das Abdeckelement 15 durch einen Gitterrost gebildet. Das Abdeckelement 15 schließt mit dem Gehäuse 12 zur Erdoberfläche hin im Wesentlichen bündig ab.
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Die Anbaueinheit 10 weist einen Montagebereich 16 auf, in dem eine zweite Öffnung 14" ausgebildet ist. Durch den Montagebereich 16 ist die Anbaueinheit 10 an der Seitenwand 34 des Lichtschachts 11 montiert und mit dem Innenraum 17 des Lichtschachts 11 zum Belüften fluidverbunden. Die zweite Öffnung 14" ist durch einen Schlitz 18 gebildet, der sich in Längsrichtung des Gehäuses 12 erstreckt. In Einbaulauge verläuft die Längsrichtung des Gehäuses 12 im Wesentlichen horizontal. Der Montagebereich 16 weist somit die zweite Öffnung 14", insbesondere den Schlitz 18 auf. Die zweite Öffnung 14" kann auch kreisförmig ausgebildet sein. Die zweite Öffnung 14" ist nicht auf die vorstehend genannten Formen eingeschränkt. Es ist denkbar, dass der Montagebereich 16 mehrere, insbesondere mehr als eine, zweite Öffnungen 14" aufweist.
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Das Gehäuse 12 ist quaderförmig ausgebildet. Das Gehäuse 12 kann auch eine andere, nicht genannte Form aufweisen. Das Gehäuse 12 weist eine Seitenwand 19 auf, in der die zweite Öffnung 14" bzw. der Schlitz 18 ausgebildet ist. Die Seitenwand 19 weist eine außenangeordnete Anlagefläche 21 auf, an dem der Lichtschacht 11 mit der Seitenwand 34 und der Rahmen 32 der Abdeckung 29 flächig anliegen.
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Gemäß 1 und 2 weist der Montagebereich 16 einen Kragen 22 auf, der die zweite Öffnung 14" zumindest in Längsrichtung des Gehäuses 12 begrenzt. Der Kragen 22 bildet dabei einen Rahmen 24 durch den die Anbaueinheit 10 mit dem Lichtschacht 11 zur Belüftung formschlüssig verbunden ist. Mit anderen Worten begrenzt der Kragen 22 die zweite Öffnung 14" umlaufend. Der Kragen 22 erstreckt sich ausgehend von der außen angeordneten Auflagefläche 21 durch die Belüftungsöffnung 23 in den Innenraum 17 des Lichtschachts 11 hinein. Zusammenfassend ist der Montagebereich 16 durch die Seitenwand 19, die außen angeordnete Anlagefläche 21, den Schlitz 18 und den Kragen 22 gebildet.
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Wie in 1 und 2 gezeigt ist, greift der Kragen 22 in die Belüftungsöffnung 23 des Lichtschachts 11 ein, sodass das Gehäuse 12 der Anbaueinheit 10 und der Innenraum 17 des Lichtschachts 11 zur Belüftung miteinander fluidverbunden sind. Die zweite Öffnung 14" bildet mit dem Kragen 22 einen Durchgang durch die Belüftungsöffnung 23 in den Innenraum 17 des Lichtschachts 11. Wie in 1 und 2 ersichtlich, liegt der Kragen 22 im montierten Zustand mit einer Außenseite 36 an einer die Belüftungsöffnung 23 begrenzenden Innenfläche des Lichtschachts 11 an. Durch den Kragen 22 und die Anlagefläche 21 ist die Anbaueinheit 10 am Lichtschacht 11 in ihrer Position ausgerichtet.
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Die zweite Öffnung 14" weist eine Unterkante 26 auf, die von einem Boden 25 des Gehäuses 12 beabstandet ist. Mit anderen Worten ist die zweite Öffnung 14" in Einbaulage vom Boden 25 erhöht ausgebildet. Die Unterkante 26 entspricht jener Kante der zweiten Öffnung 14", die in Einbaulage bzw. im montierten Zustand der Anbaueinheit 10 den geringsten Abstand zum Boden 25 des Gehäuses 12 aufweist. Durch den Abstand zwischen der Unterkante 26 und dem Boden 25 ist ein Wasserrückhaltebereich 27 gebildet, in dem durch das Abdeckelement 15 eindringendes Wasser gesammelt wird. Der Abstand zwischen der Unterkante 26 und dem Boden 25 definiert dabei das Rückhaltevolumen des Wasserrückhaltebereichs 27.
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Zur Entwässerung ist im Boden 25 die Entwässerungseinrichtung 13 angeordnet. Durch die Entwässerungseinrichtung 13 wird das durch das Abdeckelement 15 eindringende Wasser aus dem Gehäuse 12 bzw. dem Wasserrückhaltebereich 27 abgeführt. Die Entwässerungseinrichtung 13 kann ein Sieb und/oder ein Rückschlagventil aufweisen.
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Gemäß den 1 und 2 ist die Anbaueinheit 10 von der Abdeckung 29 getrennt, d.h. als separate Einheit ausgebildet. Die Anbaueinheit 10 wird dabei unabhängig von der Abdeckung 29 am Lichtschacht 11 montiert bzw. zur Belüftung mit diesem fluidverbunden. Zur Befestigung und/oder Abdichtung der Anbaueinheit 10 kann diese zusätzlich, insbesondere nach der Montage an den Lichtschacht 11, mit der Abdeckung 29 bzw. dem Rahmen 32 der Abdeckung 29 verbunden werden.
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Zur Belüftung des Lichtschachts 11 strömt bei der Anordnung 28 gemäß 1 und 2 Frischluft von der Erdoberfläche durch das fluiddurchlässige Abdeckelement 15 in das Gehäuse 12 bzw. den Gehäuseinnenraum 35 der Anbaueinheit 10 und anschließend durch die zweite Öffnung 14", insbesondere den Schlitz 18, in den Innenraum 17 des Lichtschachtes 11 ein. In das Gehäuse 12 einfließendes Wasser wird dabei durch die Entwässerungseinrichtung 13 bspw. in das Erdreich oder in ein Leitungssystem abgeführt bzw. abgeleitet. Dadurch wird vorteilhaft eine Belüftung des Lichtschachts 11 erreicht und eine Eindringen von Wasser in den Lichtschacht 11 verhindert.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Anbaueinheit
- 11
- Lichtschacht
- 12
- Gehäuse
- 13
- Entwässerungseinrichtung
- 14'
- erste Öffnung
- 14''
- zweite Öffnung
- 15
- fluiddurchlässiges Abdeckelement
- 16
- Montagebereich
- 17
- Innenraum des Lichtschachts
- 18
- Schlitz
- 19
- Seitenwand
- 21
- Anlagefläche
- 22
- Kragen
- 23
- Belüftungsöffnung
- 24
- Rahmen
- 25
- Boden
- 26
- Unterkante
- 27
- Wasserrückhaltebereich
- 28
- Anordnung
- 29
- Abdeckung
- 31
- Aufstockelement
- 32
- Rahmen der Abdeckung
- 33
- lichtdurchlässiges Deckelelement
- 34
- Seitenwand des Lichtschachts
- 35
- Gehäuseinnenraum
- 36
- Außenseite des Kragens