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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahrzeugsitzanordnung und ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug, zum Beispiel einen Pkw oder dergleichen.
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Bei Personenkraftwagen oder anderen Fahrzeugen, Verkehrsmitteln oder allgemein Arbeitsvorrichtungen, bei welchen im Betrieb eine Person auf einem Sitz, zum Beispiel einem Fahrzeugsitz sitzt, werden als Rückhaltesysteme Sicherheitsgurte eingesetzt, durch welche Insassen bei Unfallsituationen trotz der auftretenden Verzögerungskräfte von stabilen, mit einer Karosserie verbundenen Gurten gehalten werden.
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Bei bekannten Sicherheitsgurtsystemen ist es im Zusammenhang mit einem verwendeten Beckengurt aufwändig, bei einem Unfall ein Durchrutschen unter dem Gurt, d.h. ein „Submarining“, zu vermeiden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Fahrzeugsitzanordnung und ein Fahrzeug anzugeben, bei welchen ein Durchrutschen oder Submarining einer mit einem Beckengurt auf einem Fahrzeugsitz der Fahrzeugsitzanordnung gesicherten Person unter dem Beckengurt in einfacher Weise verhindert wird.
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Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird bei einer Fahrzeugsitzanordnung erfindungsgemäß mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 und bei einem Fahrzeug erfindungsgemäß mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweiligen abhängigen Ansprüche.
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Gemäß einem ersten Aspekt schafft die vorliegende Erfindung eine Fahrzeugsitzanordnung mit einem Sitzelement, bei welcher (i) das Sitzelement einen Unterbau und auf dem Unterbau ein elastisches Sitzpolster mit einer Sitzfläche aufweist und (ii) im Inneren des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters eingebettet und von der Sitzfläche und von einer Hinterkante des Sitzpolsters und/oder des Unterbaus beabstandet mindestens ein im Vergleich zur Elastizität des Sitzpolsters starres Abstützelement ausgebildet ist.
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Durch diese Maßnahmen wird erfindungsgemäß erreicht, dass ein Submarining dadurch verhindert wird, dass sich in einer Unfallsituation die oberen Bereiche der Oberschenkel, der jeweilige Oberschenkelkopf und/oder das Gesäß mittelbar über das Sitzpolster und/oder einem Bereich des Unterbaus letztlich am Abstützelement abstützen.
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Zur Gewährleistung eines besonders hohen Maßes an Stabilität der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltungsform das mindestens eine Abstützelement direkt oder mittelbar über ein Verbindungselement im oder am Unterbau angebracht. Die Stabilität ergibt sich dabei auch aus dem Umstand, dass der Unterbau selbst am Chassis des Fahrzeugs angebracht ist.
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Grundsätzlich kann das erfindungsgemäß vorgesehene Abstützelement unterschiedliche Bauformen aufweisen.
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Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist aus Gründen der Stabilität bei gleichzeitiger Gewichtseinsparung das Abstützelement als ein oder mit einem Rohr, als ein oder mit einem Träger und/oder als eine oder mit einer Hohlform ausgebildet.
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Zusätzlich oder alternativ können in vorteilhafter Weise, wiederum hinsichtlich der Anforderungen an Stabilität und/oder Gewichtseinsparung, unterschiedliche Materialien eingesetzt werden, zum Beispiel metallische Materialien, Metalle, Kunststoffe und/oder Faserverbundwerkstoffe. Derartige Materialien können einzeln oder in beliebiger Kombination miteinander für den Aufbau eines erfindungsgemäß ausgebildeten Abstützelements verwendet sein oder werden, gegebenenfalls auch in Kombination mit weiteren Materialien.
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Ein häufig anzutreffendes Szenario ist der Aufprall des zu Grunde liegenden Fahrzeugs von vorn, zum Beispiel bei einem Auffahrunfall, bei welchem die Verzögerungskräfte in der Längserstreckungsrichtung des Fahrzeugs in Richtung auf die Fahrzeugfront wirken.
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Um dieses häufig anzutreffende Szenario in geeigneter Weise durch die Erfindung abzudecken ist es von besonderem Vorteil, wenn gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung das Abstützelement mit einer Erstreckung in einer Querstreckungsrichtung Y des Sitzelements, des Sitzpolsters und/oder letztlich des zu Grunde liegenden Fahrzeugs ausgebildet ist, wobei diese Querstreckungsrichtung Y insbesondere senkrecht zu einer Längserstreckungsrichtung X und/oder zu einer Höhenerstreckungsrichtung Z des Sitzelements, des Sitzpolsters und/oder des zu Grunde liegenden Fahrzeugs ausgerichtet sind.
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Gemäß einer Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung kann das Abstützelement abschnittsweise oder punktuell in die Querstreckung des Sitzelements eingearbeitet sein.
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Jedoch ist es von besonderem Vorteil, wenn das Abstützelement in einer die Querstreckung des Sitzelements und/oder des Sitzpolsters vollständig oder im Wesentlichen vollständig umfassenden Weise ausgebildet ist und praktisch den Fahrzeugsitz in der Querstreckungsrichtung komplett durchmisst.
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Besondere Vorteile ergeben sich bei der erfindungsgemäß ausgestalteten Fahrzeugsitzanordnung dann, wenn - insbesondere unter Berücksichtigung der strukturellen und/oder elastischen Eigenschaften des Sitzpolsters und des Unterbaus, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Belastung durch die Person (Anatomie und Gewicht) - die Konfiguration, die geometrische Anordnung und/oder die räumliche Orientierung des Abstützelements in Relation zum Sitzelement mit Sitzpolster und Unterbau ausgebildet werden.
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So ist es von besonderem Vorteil, wenn gemäß einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung in einer Höhenerstreckungsrichtung Z des Sitzelements, des Unterbaus, des Sitzpolsters und/oder des zu Grunde liegenden Fahrzeugs ein Abstand des Abstützelements von der Sitzfläche im Verhältnis zur Stärke des Sitzpolsters und/oder des Unterbaus im Bereich von etwa 50 % bis etwa 70 % und vorzugsweise bei etwa 60 % liegt.
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Alternativ oder zusätzlich kann es von Vorteil sein, wenn gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung in einer Längserstreckungsrichtung X des Sitzelements, des Unterbaus, des Sitzpolsters und/oder des zu Grunde liegenden Fahrzeugs ein Abstand des Abstützelements von der Hinterkante des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters in Längserstreckungsrichtung X des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters im Verhältnis zur Längserstreckung des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters im Bereich von etwa 40 % bis etwa 60 % und vorzugsweise bei etwa 50 % liegt.
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Bei einer anderen zusätzlichen oder alternativen Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung ist in einer Längserstreckungsrichtung X des Sitzelements, des Unterbaus, des Sitzpolsters und/oder des zu Grunde liegenden Fahrzeugs ein Abstand des Abstützelements von einer - der Hinterkante des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters in Längserstreckungsrichtung des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters gegenüberliegenden - Vorderkante des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters im Verhältnis zur Längserstreckung des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters im Bereich von etwa 35 % bis etwa 55 % und vorzugsweise bei etwa 45 % ausgebildet.
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Besondere Vorteile ergeben sich, wenn bei der geometrischen Ausgestaltung und/oder Orientierung der Anordnung des Abstützelements im Inneren des Sitzpolsters und/oder des Unterbaus des Fahrzeugsitzes der Fahrzeugsitzanordnung geometrische Aspekte des Aufbaus und der Konfiguration eines zu Grunde liegenden Sicherheitsgurtsystems berücksichtigt werden.
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Entsprechend ist bei einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung ein Sicherheitsgurtsystem mit einem Sicherheitsgurt und einer Gurthalterung - zum Beispiel mit Gurtfixierung, Gurtumlenkung und/oder mit Gurtschloss - im Bereich des Sitzelements ausgebildet, zum Beispiel an den seitlichen Bereichen des Unterbaus, des Sitzpolsters und/oder einer Rückenlehne.
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Dabei kann es von besonderem Vorteil sein, wenn in einer Längserstreckungsrichtung X des Sitzelements, des Unterbaus, des Sitzpolsters und/oder des zu Grunde liegenden Fahrzeugs ein Abstand des Abstützelements von einer Hinterkante des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters im Verhältnis zum Abstand der Gurthalterung von der Hinterkante des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters in der Längserstreckung des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters im Bereich des etwa Vierfachen bis etwa dem Siebenfachen und vorzugsweise bei etwa dem Fünfeinhalbfachen liegt.
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Auch die Materialwahl, die Dimensionierung und/oder geometrische Ausgestaltung des Abstützelements oder einer Mehrzahl von Abstützelementen kann in vorteilhafter Weise variiert und den jeweiligen Gegebenheiten im Hinblick auf das Sitzelement und/oder die zu berücksichtigende Person angepasst werden.
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So ist gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung in einer Höhenerstreckungsrichtung Z des Sitzelements, des Unterbaus, des Sitzpolsters und/oder des zu Grunde liegenden Fahrzeugs eine Höhenerstreckung des Abstützelements im Verhältnis zur Stärke des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters im Bereich von etwa 20 % bis etwa 40 % und vorzugsweise bei etwa 30 % ausgebildet.
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Alternativ oder zusätzlich kann in einer Längserstreckungsrichtung X des Sitzelements, des Unterbaus, des Sitzpolsters und/oder des zu Grunde liegenden Fahrzeugs eine Längserstreckung des Abstützelements im Verhältnis zur Längserstreckung des Sitzelements, des Unterbaus und/oder des Sitzpolsters im Bereich von etwa 5 % bis etwa 10 % und vorzugsweise bei etwa 7 % liegen.
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Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird auch ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug, Pkw oder dergleichen geschaffen, welches mit einem Chassis und einer erfindungsgemäß ausgestalteten Fahrzeugsitzanordnung ausgebildet ist und bei welchem die Fahrzeugsitzanordnung am Chassis angebracht ist
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Figurenliste
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren.
- 1 zeigt nach Art einer seitlichen Querschnittsansicht eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung.
- 2 zeigt die Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung aus 1 in geschnittener Draufsicht.
- 3 zeigt in seitlicher und teilweise geschnittener Ansicht eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung in einem Fahrzeug.
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Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die 1 bis 3 Ausführungsbeispiele und der technische Hintergrund der Erfindung im Detail beschrieben. Gleiche und äquivalente sowie gleich oder äquivalent wirkende Elemente und Komponenten werden mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. Nicht in jedem Fall ihres Auftretens wird die Detailbeschreibung der bezeichneten Elemente und Komponenten wiedergegeben.
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Die dargestellten Merkmale und weiteren Eigenschaften können in beliebiger Form voneinander isoliert und beliebig miteinander kombiniert werden, ohne den Kern der Erfindung zu verlassen.
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Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Fahrzeugsitzanordnung 100' - also eine Anordnung für einen Fahrzeugsitz 100 - mit einem Sitzelement 10, bei welcher (i) das Sitzelement 10 einen Unterbau 11 und auf dem Unterbau 11 ein elastisches Sitzpolster 12 mit Sitzfläche 12a aufweist und (ii) im Inneren 11i, 12i des Unterbaus 10 und/oder des Sitzpolsters 12 eingebettet und von der Sitzfläche 12a und von einer Hinterkante 12h des Sitzpolsters 12 beabstandet mindestens ein im Vergleich zur Elastizität des Sitzpolsters 12 starres Abstützelement 40 ausgebildet ist.
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Wie in den 1 bis 3 insgesamt im Detail dargestellt ist, betrifft die vorliegende Erfindung insbesondere eine Fahrzeugsitzanordnung 100' mit einem Fahrzeugsitz 100 in einem Fahrzeug 1 und ist zum Beispiel mit einem Sitzelement 10 und mit einem Rückenlehnenelement 20 ausgebildet, welches im Bereich einer Hinterkante 12h des Sitzelements 10 entspringt oder dort angebracht ist.
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Das Sitzelement 10 weist ein - eine Sitzfläche 12a definierendes - elastisches Sitzpolster 12 zur Aufnahme einer Person P in sitzender Haltung auf.
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Im Inneren 11i, 12i eines Unterbaus 11, an oder auf welchem das Sitzpolster 12 montiert ist, und/oder im Inneren 12i des Sitzpolsters 12 isteingebettet und von der Sitzfläche 12a und von der Hinterkante 12h und/oder von der Vorderkante 12v beabstandet - mindestens ein im Vergleich zur Elastizität des Sitzpolsters 12 starres Abstützelement 40 ausgebildet.
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Das Sitzelement 10 weist im Wesentlichen unterhalb des Sitzpolsters 12 einen Unterbau 11 auf, der auch als Basis oder Sitzbasis bezeichnet werden kann und an dessen Oberseite das Sitzpolster 12 angebracht ist.
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Der Unterbau 11 ist insbesondere dazu eingerichtet, im Inneren eines zu Grunde liegenden Fahrzeugs 1 an einem Chassis 2 oder dergleichen angebracht zu werden.
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Das mindestens eine Abstützelement 40 ist dabei direkt oder mittelbar über ein Verbindungselement 41 am oder im Unterbau 11 angebracht.
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1 zeigt nach Art einer seitlichen Querschnittsansicht eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung 100' mit einem Fahrzeugsitz 100. Die Zeichenebene ist eine xz-Ebene, wobei die Längserstreckungsrichtung X des Sitzelements 10, des Unterbaus 11, des Sitzpolsters 12 und des übergeordneten Fahrzeugs 1 insgesamt parallel zur x-Richtung, die jeweilige Querstreckungsrichtung Y parallel zur y-Richtung sowie die jeweilige Höhenerstreckungsrichtung Z parallel zur z-Richtung ausgerichtet sind.
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2 zeigt die Ausgestaltungsform dieser Fahrzeugsitzanordnung 100', die Zeichenebene ist eine xy-Ebene.
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Die Ansicht der 2 entsteht somit auf der Grundlage der Schnittebene II-II aus 1, wogegen die Ansicht der 1 auf der Grundlage der Schnittebene I-I aus 2 entsteht.
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Bei der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzes 100 gemäß den 1 und 2 ist ein einzelnes Abstützelement 40 im Inneren 12i des Sitzpolsters 12 ausgebildet. Das Abstützelement 40 ist mittels einer Verbindung 41 am Unterbau 11 angebracht. Gegenüber der Sitzfläche 12a des Sitzpolsters 12 besitzt das Abstützelement 40 einen Abstand 40z in der Höhenerstreckungsrichtung Z sowie einen Abstand 40x von der Hinterkante 12h in der Längserstreckungsrichtung X und darüber hinaus ein Abstand 40x' von der Vorderkante 12v.
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Bei der Ausführungsform gemäß den 1 und 2 weist das Sitzelement 10 eine Rückenlehne 20 auf, die auch als Rückenlehnenelement aufgefasst werden kann und eine Basis oder einen Rahmen 21 und ein Lehnenpolster 22 mit einer Lehnenfläche 22a umfassen kann.
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3 zeigt in seitlicher und teilweise geschnittener Ansicht eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzanordnung 100' mit einem Fahrzeugsitz 100 in einem Fahrzeug 1.
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Bei dieser Ausführungsform ist zusätzlich ein Sicherheitsgurtsystem 50 mit einer Gurthalterung 51 - sei dies eine reine Gurtfixierung oder eine Gurtfixierung über ein Gurtschloss - und mit einem Sicherheitsgurt 52, durch welches eine auf der Sitzfläche 12a des Polsters 12 auf dem Unterbau 11 des Sitzelements 10 in Sitzhaltung gelagerte Person P in Bezug auf das Sitzelement 10 und die Rückenlehne 20 mit Grundkörper oder Basis 21 und Polster 22 bei Verzögerungskräften zurückgehalten wird.
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Im Inneren 11 i, 12 i des Polsters 12 und/oder des Unterbaus 11 des Sitzelements 10 ist wiederum ein Abstützelement 40 zur Verhinderung des Durchrutschens der Person P unter dem Sicherheitsgurt 52 beim Auftreten von Verzögerungskräften, zum Beispiel bei einem Aufprall, ausgebildet.
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Um Submarining effektiv zu verhindern wird erfindungsgemäß somit insgesamt vorgeschlagen, in einem vorderen Bereich der Sitzfläche 12a - oder allgemein des Sitzpolsters 12 und/oder des Unterbaus 11 des Sitzelements 10 - ein Versteifungsrohr als Abstützelement 40, zum Beispiel in und/oder unter der Polsterung auszubilden. Das Rohr hat als Abstützelement 40 genug Abstand zu einem unteren Bereich des Sitzpolsters 12, insbesondere jedoch von der Sitzfläche 12a, so dass während der unfallfreien Fahrt der Komfort des Insassen P nicht beeinträchtigt wird.
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Bei starker Verzögerung, zum Beispiel bei einem Aufprall, wird der Insasse P in den Sitz 10 gedrückt und droht nach vorn zu rutschen.
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Das Rohr verhindert als Abstützelement 40 diese Bewegung nach vorne in die x-Richtung, indem es eine starke Bewegung entgegen der z-Richtung in die Sitzfläche 12a und/oder eine zu starke Deformation des Sitzelements 10 - also des Unterbaus 11 und/oder des Sitzpolsters 12 - verhindert, so dass der Insasse P vor Submarining geschützt werden kann.
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Verglichen mit einem herkömmlichen Vorgehen, bei welchem zusätzliche Gurte oder dergleichen verwendet werden, ist dies eine kostengünstige Maßnahme mit geringem Fertigungsaufwand.
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Es stellen sich insbesondere folgende Vorteile ein:
- - Ein Durchrutschen oder Submarining kann durch das Vorsehen eines Abstützelements 40 und insbesondere durch ein Querrohr im vorderen Bereich des Sitzpolsters 12, des Unterbaus 11 und/oder der Sitzfläche 12a verhindert werden.
- - Dieses Vorgehen stellt eine kostengünstige Maßnahme mit geringem Material- und/oder Fertigungsaufwand dar.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Arbeitsvorrichtung, Fahrzeug
- 2
- Chassis
- 10
- Sitzelement, Sitzbereich
- 11
- Unterbau, Basis, Sitzbasis, Rahmen des Sitzelements
- 12
- Sitzpolster, Auflage, Polster
- 12a
- Sitzfläche, Oberfläche des Polsters 12
- 12v
- Vorderkante
- 12h
- Hinterkante
- 12i
- Inneres des Polsters 12
- 20
- Rückenlehnenelement, Rückenlehne
- 21
- Basis, Rahmen des Rückenlehnenelements
- 22
- Lehnenpolster, Rückenlehnenpolster Auflage, Polster
- 22a
- Lehnenfläche, Oberfläche des Polsters 22
- 30
- Kopfstützenelement, Kopfstütze
- 31
- Basis, Kern des Kopfstützenelements
- 32
- Kopfstützenpolster, Polster
- 40
- Abstützelement
- 40x
- Abstand in x-Richtung von der Hinterkante 12h des Sitzpolsters 12
- 40x'
- Abstand in x-Richtung von der Vorderkante 12v des Sitzpolsters 12
- 40z
- Abstand in z-Richtung von der Oberfläche 12a des Sitzpolsters 12
- 41
- Verbindung, Anbindung des Abstützelements 40 an die Sitzbasis 11
- 50
- Sicherheitsgurtsystem
- 51
- Gurthalterung, Gurtfixierung, Gurtschloss
- 52
- Gurt
- 100
- Sitz, Fahrzeugsitz
- 100'
- Fahrzeugsitzanordnung
- P
- Person
- x
- Raumrichtung
- X
- Längserstreckungsrichtung des zu Grunde liegenden Fahrzeugs 1/des Sitzelements 10
- y
- Raumrichtung
- Y
- Querstreckungsrichtung des zu Grunde liegenden Fahrzeugs 1/des Sitzelements 10
- z
- Raumrichtung
- Z
- Hocherstreckungsrichtung des zu Grunde liegenden Fahrzeugs 1/des Sitzelements 10