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Technisches Gebiet
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Treiber für ein Beleuchtungsmodul sowie ein den Treiber umfassendes Beleuchtungsmodul.
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Technischer Hintergrund
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Seit Jahren sind Fluoreszenzlampen allgemein bekannte und verbreitete Beleuchtungsvorrichtungen als effiziente Alternativen zu Glühbirnen. Jedoch sind mit dem Aufkommen von LED-Lampen sogar noch effizientere und langlebigere Beleuchtungsmittel verfügbar. Weiter sind im Vergleich zu Fluoreszenzlampen Materialien von LED-Lampen sicherer, da beispielsweise kein Quecksilber erforderlich ist. Daher besteht ein Bedarf, bestehende Fluoreszenzlampen durch LED-Lampen zu ersetzen, vorzugsweise ohne die gesamte Leuchte austauschen zu müssen.
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Aktuell verfügbare Fluoreszenzleuchten umfassen oft ein elektronisches Vorschaltgerät (auch electronic control gear, ECG genannt) zum Regulieren und Begrenzen des Stroms, der für die Fluoreszenzlampe vorgesehen ist. Somit müssen LED-Lampen (LED-Retrofit-Lampen), die benutzt werden, um Fluoreszenzlampen oder Halogenlampen zu ersetzen, mit dem elektronischen Vorschaltgerät kompatibel sein.
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Einfach den Ausgang eines elektronischen Vorschaltgeräts an ein Licht emittierendes Element anzuschließen, wie etwa eine LED, kann die LED beschädigen oder zerstören. Anders als Fluoreszenzlampen erfordern LED-Röhren keine hohe Startspannung; tatsächlich kann das Aussetzen der LED der durch das elektronische Vorschaltgerät erzeugten hohen Startspannung die LED beschädigen oder zerstören. Weiter können durch verschiedene Hersteller erzeugte elektronische Vorschaltgeräte verschiedene Ströme abgeben, was berücksichtigt werden sollte, weil LEDs am besten innerhalb eines begrenzten Strombereichs arbeiten, der für die LED produktspezifisch ist. Aus den Druckschriften
CN 102 006 703 A ,
CN 201 336 746 Y und
WO 2011 / 045 097 A1 sind elektrische Treiber zum Antreiben einer LED-Lichtquelle bekannt, wobei der elektrische Treibe Treibereingänge, Treiberausgänge sowie einen selbstschwingenden Sperrwandler-Steuerkreis mit einem Leistungsschalttransistor und mit einem Transformator zum Zuführen von Leistung zu den Treiberausgängen umfasst.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Angesichts der obigen Nachteile aktuell erhältlicher Beleuchtungsmodule ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Treiber für eine LED-Lampe zum Umrüsten eines bestehenden Beleuchtungsmoduls zu schaffen, wie etwa einer aktuell erhältlichen Fluoreszenzlampenfassung, die ein elektronisches Vorschaltgerät umfasst, damit sie mit einer LED-Lampe kompatibel gemacht wird. Der Treiber ist ausgelegt, die Stabilität des Stroms zu verbessern, der von dem Treiber zu der LED-Lampe geliefert wird.
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Diese Aufgabe ist gelöst durch einen Treiber für ein Beleuchtungsmodul nach dem unabhängigen Anspruch. Bevorzugte Ausführungsformen sind durch die abhängigen Ansprüche, die Beschreibung und die Zeichnung angegeben.
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Demgemäß wird ein Treiber für ein Beleuchtungsmodul bereitgestellt, umfassend Treibereingänge zum Empfangen einer Versorgungsspannung aus einem elektronischen Vorschaltgerät sowie Treiberausgänge zum Zuführen von Leistung zu einem Licht emittierenden Element. Der Treiber umfasst weiter einen selbstschwingenden Sperrwandler-Steuerkreis (ringing choke converter, RCC), der wiederum einen Leistungsschalttransistor und einen Transformator zum Zuführen von Leistung zu den Treiberausgängen umfasst. Der Leistungsschalttransistor ist ausgelegt, die dem Transformator zugeführte Leistung zu steuern. Schließlich umfasst der Treiber auch einen mit dem Sperrwandler-Steuerkreis gekoppelten Rückkopplungskreis. Der Rückkopplungskreis ist ausgelegt, die für das Licht emittierende Element vorgesehene Leistung zu stabilisieren.
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Die Verwendung des Rückkopplungskreises ermöglicht den Einbau des Treibers in ein Beleuchtungsmodul mit einem herkömmlichen elektronischen Vorschaltgerät dadurch, dass der Rückkopplungskreis dazu beitragen kann, die durch den Treiber für das Licht emittierende Element vorgesehene Leistung zu stabilisieren. Genauer reagiert der Rückkopplungskreis, wenn im Rückkopplungskreis eine Erhöhung des durch das Licht emittierende Element fließenden Stroms erfasst wird, mit einer Erhöhung der Durchlasszeit des Leistungsschalttransistors und verringert somit die zum Licht emittierenden Element gelieferte Leistung. Ohne das Vorsehen eines Rückkopplungskreises könnte eine unvorhergesehene Erhöhung der für das Licht emittierende Element vorgesehenen Leistung unkorrigiert bleiben und schließlich das Licht emittierende Element beschädigen oder sogar zerstören.
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Der Sperrwandler-Steuerkreis umfasst weiter einen mit dem Leistungsschalttransistor gekoppelten Durchlassbegrenzungstransistor, wobei der Rückkopplungskreis weiter einen mit einer Basis des Durchlassbegrenzungstransistors gekoppelten Rückkopplungstransistor umfasst; dadurch gekennzeichnet, dass ein Strom durch das Licht emittierende Element, der einen Schwellwert übersteigt, bewirkt, dass der Rückkopplungstransistor eine an der Basis der Durchlassbegrenzungstransistors anliegende Impedanz verringert, was wiederum die Durchlasszeit des Leistungsschalttransistors erhöht.
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In einem ersten Aspekt ist ein Treiber vorgeschlagen, wobei der Rückkopplungskreis weiter ausgelegt ist, eine Erhöhung der durch den Leistungsschalttransistor dem Transformator zugeführten Leistung zu begrenzen oder ihr entgegenzuwirken, wenn der Treiber bei einer erhöhten Betriebstemperatur betrieben wird. Im Allgemeinen bedeutet eine Erhöhung der Betriebstemperatur des Treibers, dass sich bestimmte Transistoren im Treiber einschalten können, wenn eine niedrigere Spannung an der Basis des Transistors anliegt. Mit anderen Worten, eine Erhöhung der Treibertemperatur kann zu einer Verringerung der Schwellenspannung (alternativ als Schaltspannung VBE-ON bezeichnet) bestimmter Transistoren in dem Treiber führen.
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Daher ist der Treiber gemäß dem ersten Aspekt ausgelegt, dazu beizutragen, eine Instabilität (wie etwa eine große Erhöhung) der durch den Treiber dem Licht emittierenden Element, wie etwa einer LED, im Falle einer Änderung der Betriebstemperatur zugeführten Leistung zu verhindern. Ohne das Vorsehen des Rückkopplungskreises würde eine Temperaturerhöhung zu einer Verringerung der Durchlasszeit des Leistungsschalttransistors und einer entsprechenden Erhöhung der dem Transformator zugeführten Leistung führen. Weil der Rückkopplungskreis in dem Treiber vorgesehen ist, wird diesen Effekten entgegengewirkt.
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Dieser Rückkopplungsmechanismus weist auch den Vorteil auf, Verschiebungen der Betriebstemperatur des Treibers entgegenzuwirken. Falls der Treiber bei einer erhöhten Temperatur arbeitet, ist eine Schwellenspannung des Durchlassbegrenzungstransistors verringert. Dies führt direkt zu einer Verringerung der Durchlasszeit des Leistungsschalttransistors und einer entsprechenden Erhöhung der dem Transformator zugeführten Leistung. Jedoch reagiert auch die Schwellenspannung des Rückkopplungstransistors auf die erhöhte Betriebstemperatur und wird dadurch verringert. Dies verursacht eine Erhöhung der Durchlasszeit des Leistungsschalttransistors und eine entsprechende Verringerung der dem Transformator zugeführten Leistung. Der Rückkopplungstransistor wirkt daher dem Durchlassbegrenzungstransistor entgegen, wenn beide Transistoren einer Änderung der Betriebstemperatur unterliegen. In der Summe verringert die Anordnung des Durchlassbegrenzungstransistors und des Rückkopplungstransistors den Einfluss der Temperatur auf den Betrieb des Treibers.
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Gemäß diesem Aspekt des Treibers kann der zum Licht emittierenden Element gelieferte Strom als eine Spannung über einem Rückkopplungssteuerwiderstand gemessen werden. Diese Spannung liegt an einer Basis des Rückkopplungstransistors an. Dies schafft eine einfache und wirksame Weise, einen Betrag des zum Licht emittierenden Element gelieferten Stroms zu erfassen. Gemäß diesem Aspekt kann der Rückkopplungssteuerwiderstand im Rückkopplungskreis vorgesehen sein.
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Gemäß einem weiteren Aspekt des Treibers können der Durchlassbegrenzungstransistor und/oder der Rückkopplungstransistor als ein Bipolartransistor ausgeführt sein. In einem vorzuziehenden Aspekt sind die Transistoren, die verwendet sind, um den Durchlassbegrenzungstransistor und den Rückkopplungstransistor auszuführen, so gewählt, dass sie dieselbe Polarität aufweisen. Dies stellt sicher, dass für beide Transistoren alle Verschiebungen der Schwellenspannung aufgrund der Temperatur in derselben Richtung geschehen, was ermöglicht, dass den Auswirkungen der Betriebstemperatur des Treibers entgegengewirkt wird und sie dadurch begrenzt werden.
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Gemäß einem weiteren Aspekt des Treibers kann der Leistungsschalttransistor als ein MOSFET ausgeführt sein.
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Gemäß einem weiteren Aspekt des Treibers kann der Treiber weiter eine Brücke zum Empfangen der Versorgungsspannung von den Treibereingängen und zum Zuführen von Leistung zu dem Sperrwandler-Steuerkreis umfassen. Dies kann dazu beitragen, bei der Zündung durch das elektronische Vorschaltgerät vorgesehene Hochspannung zu unterdrücken und die durch das elektronische Vorschaltgerät vorgesehene Versorgungsspannung in eine stabilere Spannung umzuwandeln, die wiederum mit den Eingangsanforderungen der LED besser kompatibel ist.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Beleuchtungsmodul zu schaffen, umfassend einen Treiber und ein Licht emittierendes Element, wobei das Licht emittierende Element mit den Treiberausgängen des Treibers gekoppelt ist. Der Treiber ist der Treiber, wie er oben beschrieben ist. Das heißt, alle Merkmale, die in Verbindung mit dem Treiber offenbart sind, sind auch in Verbindung mit dem Beleuchtungsmodul offenbart, und umgekehrt.
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Das Licht emittierende Element umfasst vorzugsweise eine Leuchtdiode (LED) oder ist eine Leuchtdiode. Das Beleuchtungsmodul kann ausgelegt sein, in eine LED-Lampe gesetzt zu werden.
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Figurenliste
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Die vorliegende Offenbarung ist besser zu verstehen durch Bezugnahme auf die folgende genaue Beschreibung, betrachtet in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen, in denen:
- 1 eine schematische Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines elektronischen Treibers für ein Beleuchtungsmodul ist und
- 2 eine genauer gezeigte schematische Ansicht der beispielhaften Ausführungsform des elektronischen Treibers von 1 ist.
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Genaue Beschreibung der Erfindung
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Im Folgenden ist die beispielhafte Ausführungsform des Treibers und des Beleuchtungsmoduls mit Bezugnahme auf die begleitenden Figuren genauer erläutert. Dieselben oder ähnliche Elemente oder Elemente mit derselben Wirkung sind mit denselben Bezugsnummern bezeichnet, und eine wiederholte Beschreibung davon kann weggelassen sein, um Redundanzen zu vermeiden. Die Figuren und die Größenverhältnisse der in den Figuren dargestellten Elemente untereinander sollten nicht als maßstabsgetreu angesehen werden. Vielmehr können einzelne Elemente mit einer übertriebenen Größe dargestellt sein, um eine bessere Darstellung und/oder ein besseres Verständnis zu ermöglichen.
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In 1 ist eine beispielhafte Ausführungsform eines Treibers 100 für ein Beleuchtungsmodul 15 gezeigt. Der Treiber 100 umfasst die Spannungseingänge 101, 102 zum Empfangen einer Versorgungsspannung von einem elektronischen Vorschaltgerät 200.
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Das elektronische Vorschaltgerät 200 wird durch eine Stromversorgung betrieben, wie etwa eine bei 230 V arbeitende Standard-Wechselspannungsversorgung. Jedoch ist auch in Betracht gezogen, dass das elektronische Vorschaltgerät für eine Gleichstromversorgung oder eine bei einer anderen Spannung arbeitende Wechselspannungsversorgung ausgelegt sein könnte. Das elektronische Vorschaltgerät stellt Ausgangspaare 201, 202 bereit. Jedes Ausgangspaar ist an einen jeweiligen Heizfaden 220A, 220B angeschlossen. Der Heizfaden 220A stellt einen ersten Treibereingang 101 bereit. Der Heizfaden 220B ist über ein Relais 230 mit einem zweiten Treibereingang 102 verbunden. Das Relais 230 ist als eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen und wird durch einen getrennten Relaisschaltkreis (nicht gezeigt) gesteuert. Der Relaisschaltkreis erkennt, wenn das elektronische Vorschaltgerät eine Ausgangsspannung erzeugt, und veranlasst als Reaktion das Relais, in einen geschlossenen oder leitfähigen Zustand zu schalten.
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Die Treibereingänge 101, 102 des Treibers 100 einer Brücke 110 bereitgestellt, die alternativ als Aufwärtswandler bezeichnet ist. Die Brücke 110 wird verwendet, um eine Kompatibilität zum elektronischen Vorschaltgerät zu erreichen. Die durch die Brücke 110 ausgegebene gleichgerichtete Spannung wird an einen Eingangsfilterkondensator 120 angelegt, der parallel zu einer Sperrwandlersteuerung 130 vorgesehen ist.
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Der Treiber 100 umfasst auch einen Rückkopplungskreis 150, der mit der Sperrwandlersteuerung 130 gekoppelt ist. Der Rückkopplungskreis 150 trägt dazu dabei sicherzustellen, dass ein durch den Treiber 100 für das Licht emittierende Element 300 vorgesehener Strom relativ konstant und steuerbar ist.
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Die Sperrwandlersteuerung 130 stellt einen ersten Treiberausgang 301 bereit, der das Licht emittierende Element 300 versorgt. Ein zweiter Treiberausgang 302 verbindet das Licht emittierende Element 300 zurück zum Rückkopplungskreis 150 des Treibers 100.
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In 2 ist eine schematische Ansicht des in 1 gezeigten Treibers 100 genauer dargestellt.
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Wie in 2 gezeigt, umfasst die Brücke 110 vier Dioden 112, 114, 116 und 118 zum Umwandeln oder Gleichrichten der vom elektronischen Vorschaltgerät 200 an den Treibereingängen 101, 102 bereitgestellten Spannung. Genauer ist der erste Treibereingang 101 zwischen den Dioden 118 und 114 verbunden, während der zweite Treibereingang zwischen den Dioden 112 und 116 verbunden ist. Die durch die Dioden 112, 114 ausgegebene gleichgerichtete Spannung wird parallel sowohl zum Eingangsfilterkondensator 120 als auch zur Sperrwandlersteuerung 130 angelegt.
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Die Sperrwandlersteuerung 130 umfasst einen in Reihe mit einem Grundstrombegrenzungswiderstand 133 und einem Frequenzeinstellkondensator 136 verbundenen Startwiderstand 131. Diese Bauteile sind zwischen den Wicklungen des Transformators 132 verbunden, der eine Primärwicklung 132A und eine Hilfswicklung 132B umfasst.
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Die Sperrwandlersteuerung 130 umfasst auch einen Leistungsschalttransistor 135, der in dieser Ausführungsform als ein MOSFET vorgesehen ist, insbesondere ein n-Kanal-MOSFET. Jedoch können alternative Ausführungsformen andere Transistortypen verwenden, um den Leistungsschalttransistor 135 auszuführen. In jedem Fall ist ein Gate des Leistungsschalttransistors 135 zwischen dem Startwiderstand 131 und dem Grundstrombegrenzungswiderstand 133 verbunden.
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Wenn eine gleichgerichtete Spannung von der Brücke 110 an die Sperrwandlersteuerung 130 angelegt wird, bewirkt die gleichgerichtete Spannung, dass sich der Frequenzeinstellkondensator 136 über den Startwiderstand 131 und den Grundstrombegrenzungswiderstand 133 lädt. Wenn der Frequenzeinstellkondensator 136 ausreichend geladen ist, beginnt der Leistungsschalttransistor 135 zu leiten. Gleichzeitig wird ein sich in der Primärwicklung 132A aufbauender Strom zu Strom in der Hilfswicklung 132B transformiert. Eine resultierende Spannung an der Hilfswicklung 132B fließt durch den Frequenzeinstellkondensator 136 und den Widerstand 133 und bewirkt, dass die Spannung am Gate des Leistungsschalttransistors 135 hoch bleibt. Mit anderen Worten, diese Bauteile der Sperrwandlersteuerung 130 arbeiten zusammen, um eine positive Rückkopplung vorzusehen, wenn der Leistungsschalttransistor 135 einzuschalten beginnt, sodass der Leistungsschalttransistor 135 schnell in einen voll leitenden Zustand versetzt wird.
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Wenn der Leistungsschalttransistor 135 eingeschaltet ist (d.h. in einem Durchlasszustand), fließt Strom über die Primärwicklung 132A des Transformators zu einem primären Durchlassbegrenzungswiderstand 142. Der primäre Durchlassbegrenzungswiderstand 142 ist zwischen einer Basis eines Durchlassbegrenzungstransistors 145 und Masse verbunden. In dieser Ausführungsform ist der Durchlassbegrenzungstransistor 145 als ein Bipolartransistor ausgeführt, wie etwa ein NPN-Transistor. Jedoch können alternative Ausführungsformen andere Transistortypen verwenden, um den Durchlassbegrenzungstransistor 145 auszuführen.
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Der Durchlassbegrenzungstransistor 145 weist einen Kollektor, der an das Gate des Leistungsschalttransistors 135 angeschlossen ist, und einen Emitter auf, der über einen Widerstand 144 mit Masse verbunden ist. Wenn daher die Spannung über dem primären Durchlassbegrenzungswiderstand 142 eine Schwellenspannung des Durchlassbegrenzungstransistors 145 überschreitet, beginnt der Durchlassbegrenzungstransistor zu leiten. Dies bewirkt, dass die Spannung am Gate des Leistungsschalttransistors 135 über den Widerstand 144 nach Masse abfließt, mit dem Ergebnis, dass der Leistungsschalttransistor 135 ausgeschaltet wird.
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Wenn der Leistungsschalttransistor 135 ausgeschaltet wird, entlädt die Primärwicklung 132A des Transformators ihre gespeicherte Energie. Dies erzeugt einen Strom im ersten Treiberausgang 301, der das Licht emittierende Element 300 versorgt. Nachdem sich die Primärwicklung 132A des Transformators vollständig entladen hat, schaltet sich der Leistungsschalttransistor 135 wieder ein, und der Zyklus wiederholt sich.
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Der Treiber 100 enthält auch einen Rückkopplungskreis 150, der einen Rückkopplungssteuerwiderstand 152 umfasst, verbunden mit dem Licht emittierenden Element 300 über den zweiten Treiberausgang 302. Der Rückkopplungssteuerwiderstand 152 ist zwischen einer Basis eines Rückkopplungstransistors 155 und Masse verbunden. In dieser Ausführungsform ist der Rückkopplungstransistor 155 als ein Bipolartransistor ausgeführt, wie etwa ein NPN-Transistor. Jedoch können alternative Ausführungsformen andere Transistortypen verwenden, um den Rückkopplungstransistor 145 auszuführen.
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Wenn durch das Licht emittierende Element 300 fließender Strom einen vorgegebenen Betrag überschreitet, übersteigt die resultierende Spannung über dem Rückkopplungssteuerwiderstand 152 eine Schwellenspannung der Basis des Rückkopplungstransistors 155. Dies bewirkt, dass der Rückkopplungstransistor 155 in einen leitenden Zustand schaltet. Als Ergebnis wird ein im Rückkopplungskreis 150 vorgesehener sekundärer Durchlassbegrenzungswiderstand 154 parallel zu dem in der Sperrwandlersteuerung 130 vorgesehenen primären Durchlassbegrenzungswiderstand 142 verbunden. Die kombinierte Impedanz der Durchlassbegrenzungswiderstände 142, 154 ist daher reduziert, vergleichen mit der Situation, in der nur der primäre Durchlassbegrenzungswiderstand 142 an der Source des Leistungsschalttransistors 135 anliegt. Dies wiederum bewirkt, dass sich die Durchlasszeit des Leistungsschalttransistors 135 erhöht. Die erhöhte Durchlasszeit ergibt eine reduzierte Systemimpedanz und eine Verringerung der für das Licht emittierende Element 300 vorgesehenen Leistung. Daher weist der Rückkopplungskreis 150 den Effekt des Stabilisierens des für das Licht emittierende Element 300 vorgesehenen Stroms auf.
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Die Schwellenspannung oder Schaltspannung von Bipolartransistoren wird von der Betriebstemperatur beeinflusst: Je höher die Betriebstemperatur, desto niedriger ist die Schaltspannung. Der Treiber ist ausgelegt, in einem Bereich von Umgebungen zu arbeiten, wo die Umgebungstemperatur zwischen -20 °C und 50 °C liegt. Eine Betriebstemperatur des Treibers kann durch die Umgebungstemperatur beeinflusst sein. Weiter könnte eine erhöhte Betriebstemperatur des Treibers 100 die Schaltspannung des Durchlassbegrenzungstransistors 145 verringern. Dies würde zu einer Verringerung der Durchlasszeit des Leistungsschalttransistors 135 führen. Und die verringerte Durchlasszeit würde bewirken, dass sich die dem Licht emittierenden Element 300 zugeführte Leistung erhöht.
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Jedoch ist der Rückkopplungstransistor 155 ebenfalls ein Bipolartransistor, und daher wird seine Schaltspannung auf ähnliche Weise durch Temperatur beeinflusst wie beim Durchlassbegrenzungstransistor 145. Ein Reduzieren der Schaltspannung des Rückkopplungstransistors 155 führt zu einer Erhöhung der Durchlasszeit des Leistungsschalttransistors 135. Dies begrenzt die Wirkungen der durch die Temperatur verschobenen Schaltspannung des Durchlassbegrenzungstransistors 145 oder wirkt ihnen entgegen.
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Die obige Beschreibung richtet sich auf eine erhöhte Betriebstemperatur bezüglich einer Bezugstemperatur. Jedoch gelten dieselben Überlegungen für den Fall, dass die Betriebstemperatur des Treibers 100 bezüglich seiner normalen Betriebstemperatur verringert wird. Mit anderen Worten, bei jeder Temperaturänderung (positiv oder negativ) wirken die verschobenen Schwellenspannungen für den Durchlassbegrenzungstransistor 145 und den Rückkopplungstransistor 155 den gegenseitigen Effekten entgegen. Das Ergebnis ist ein Treiber 100, der in der Lage ist, dem Licht emittierenden Element 300 einen stabileren Strom über einen breiteren Bereich von Betriebstemperaturen zu liefern.
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Der Treiber 100 umfasst weiter einen zwischen einer Freilaufdiode 185 und Masse verbundenen Filterkondensator 180. Der Filterkondensator 180 und die Freilaufdiode 185 tragen dazu bei, die für das Licht emittierende Element vorgesehene Spannung zu stabilisieren. Wenn sich der Transformator 132 entlädt, fließt Strom durch die Freilaufdiode 185 zum Filterkondensator 180 und zum Licht emittierenden Element 300. Wenn der Transformator aufhört, sich zu entladen, versorgt der Filterkondensator 180 das Licht emittierende Element 300, während die Freilaufdiode 185 verhindert, dass Ladung aus dem Filterkondensator 180 zurück zum Leistungsschalttransistor 135 fließt. Auf diese Weise bewirkt der Filterkondensator 180 in Verbindung mit dem Transformator 132 und dem Licht emittierenden Element 300, dass durch das elektronische Vorschaltgerät 200 erzeugte hohe Spannungen unterdrückt werden.
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Für einen Fachmann ist es offensichtlich, dass die dargestellte Ausführungsform nur ein Beispiel einer Vielzahl von Möglichkeiten darstellt. Daher sollten die hier beschriebenen Ausführungsformen nicht so verstanden werden, dass sie eine Einschränkung dieser Merkmale und Gestaltungen bilden. Jede mögliche Kombination und Gestaltung der beschriebenen Merkmale kann gemäß dem Geltungsbereich der Erfindung gewählt werden.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Treiber für ein Beleuchtungsmodul
- 101, 102
- Erster und zweiter Treibereingang
- 110
- Brücke
- 112, 114, 116, 118
- Dioden
- 120
- Eingangsfilterkondensator
- 130
- Sperrwandlersteuerung
- 131
- Startwiderstand
- 132A
- Transformatorprimärwicklung
- 132B
- Transformatorhilfswicklung
- 133
- Grundstrombegrenzungswiderstand
- 135
- Leistungsschalttransistor
- 136
- Frequenzeinstellkondensator
- 137
- Diode
- 142
- Primärer Durchlassbegrenzungswiderstand
- 144
- Widerstand
- 145
- Durchlassbegrenzungstransistor
- 150
- Rückkopplungskreis
- 152
- Rückkopplungssteuerwiderstand
- 154
- Sekundärer Durchlassbegrenzungswiderstand
- 155
- Rückkopplungstransistor
- 180
- Filterkondensator
- 185
- Freilaufdiode
- 200
- elektronisches Vorschaltgerät
- 201,202
- Ausgangspaare des elektronischen Vorschaltgeräts
- 220A, 220B
- Heizfäden
- 230
- Relais
- 300
- Licht emittierendes Element
- 301, 302
- Erster und zweiter Treiberausgang