-
Die Erfindung betrifft ein Eingabesystem zur Steuerung eines elektromedizinischen Geräts und ein Verfahren zur Steuerung eines elektromedizinischen Geräts. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Programm mit einem Programmcode zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
-
Grundsätzlich sind Eingabesysteme im klinischen Umfeld bekannt, die mit einem elektromedizinischen Gerät verbunden sind und Steuersignale an das elektromedizinische Gerät ausgeben können. Dabei ist ebenfalls bekannt, dass das Eingabesystem durch ein Touchdisplay gebildet wird, das ein Steuermenü anzeigt, sodass durch eine Berührung des Touchdisplays durch einen Nutzer ein Steuerbefehl für das elektromedizinische Gerät ausgewählt wird.
-
US 2009/0326389 A1 beschreibt ein System, in dem ein Beatmungsgerät und eine Benutzerschnittstelle über ein Kommunikationsnetzwerk verbunden sind, wobei die Benutzerschnittstelle eine grafische Benutzeroberfläche aufweist, die mit einem aktuellen Betriebsmodus des Beatmungsgeräts synchronisiert ist.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Eingabesystem für ein elektromedizinisches Gerät, insbesondere ein besonders sicheres Eingabesystem mit einem verbesserten, automatisierten Erkennen von Falscheingaben, bereitzustellen.
-
Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieser Aufgabe ein Eingabesystem zur Steuerung eines elektromedizinischen Geräts vorgeschlagen.
-
Das Eingabesystem umfasst dabei ein Kommunikationsnetzwerk, eine Eingabeeinheit und eine Steuereinheit.
-
Die Eingabeeinheit weist ein berührungsempfindliches Touchdisplay auf und ist ausgebildet, bei Vorliegen einer Nutzereingabe einen Eingabebereich der Nutzereingabe zu detektieren, wobei der Eingabebereich denjenigen Bereich auf dem Touchdisplay umfasst, mit dem während der Nutzereingabe ein Kontakt zwischen Touchdisplay und Nutzer stattgefunden hat.
-
Die Eingabeeinheit ist weiterhin ausgebildet, ein entsprechendes Eingabesignal über eine Eingabeschnittstelle der Eingabeeinheit an das Kommunikationsnetzwerk auszugeben, falls ein Vergleich zwischen dem Eingabebereich und einem während der Nutzereingabe auf dem Touchdisplay dargestellten Steuermenü eine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl ermöglicht, wobei das Steuermenü mindestens einen Steuerbefehl umfasst. Das Eingabesignal ist dabei ausgebildet, den zugeordneten Steuerbefehl zu indizieren.
-
Dabei ist eine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl nur möglich falls der Eingabebereich vollständig innerhalb eines dem Steuerbefehl auf dem Touchdisplay zugeordneten vorbestimmten Befehlsbereichs liegt, und falls der zuzuordnende Steuerbefehl während der Nutzereingabe in einer Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen enthalten war, wobei die Eingabeeinheit dazu ausgebildet ist, die Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen abhängig von einem aktuellen Betriebsmodus des mit dem Kommunikationsnetzwerk verbundenen elektromedizinischen Gerätes zu empfangen. Die Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen kann beispielsweise von einem mit dem Kommunikationsnetzwerk verbundenen Speichergerät empfangen werden, oder auch direkt von dem verbundenen elektromedizinischen Gerät.
-
Die mindestens eine Steuereinheit ist dem elektromedizinischen Gerät zugeordnet und ausgebildet, das Eingabesignal zu empfangen und abhängig vom Eingabesignal ein Steuersignal an das elektromedizinische Gerät zum Ansteuern der entsprechenden Anwendung auszugeben. Das Steuersignal ist dabei vorzugsweise abhängig von dem durch das Eingabesignal indizierten Steuerbefehl. Weiterhin ist die Steuereinheit ausgebildet, nach erfolgter Ausgabe des Steuersignals ein Bestätigungssignal über das Kommunikationsnetzwerk an die Eingabeeinheit zu senden. Dabei ist die Eingabeeinheit weiterhin ausgebildet, über das Touchdisplay den Empfang eines Bestätigungssignals anzuzeigen und bei nicht erfolgtem Empfang eines Bestätigungssignals nach einer vorbestimmten Wartedauer, die mit dem Ausgeben des Eingabesignals beginnt, eine Fehlerausgabe über das Touchdisplay anzuzeigen.
-
Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass bei der Bedienung von elektromedizinischen Geräten eine Fehleingabe nachteilige Konsequenzen für die Patientengesundheit haben kann, sodass eine Bedienung durch zufälliges Berühren eines Touchdisplays vermieden oder zumindest erschwert werden sollte. Weiterhin wurde erkannt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fehleingabe reduziert wird, wenn zur Eingabe eines bestimmten Steuerbefehls auch nur ein vorbestimmter Eingabebereich des Touchdisplays während der Nutzereingabe berührt werden darf.
-
Vorteilhaft ermöglicht das erfindungsgemäße Eingabesystem das Vermeiden von Fehleingaben bei der Steuerung des elektromedizinischen Geräts. Hierbei wird insbesondere das bei Touchdisplays besonders hohe Risiko einer Fehlbedienung durch versehentliches Berühren reduziert.
-
Weiterhin erkennt das System vorteilhaft, welche Steuerbefehle während eines aktuell vorliegenden Betriebsmodus des elektromedizinischen Gerätes überhaupt anwendbar sind. Hierdurch wird eine Fehlbedienung, beispielsweise durch eine vorliegende Fehlinformation des Nutzers bezüglich des aktuellen Betriebsmodus vermieden.
-
Das erfindungsgemäße Eingabesystem erlaubt weiterhin, dadurch dass es kein integraler Bestandteil des elektromedizinischen Gerätes ist, sondern lediglich über ein Kommunikationsnetzwerk und eine entsprechende Steuereinheit mit diesem verbunden ist, die Steuerung mehrerer elektromedizinischer Geräte über das gleiche erfindungsgemäße Eingabesystem. Hierfür ist das Eingabesignal vorzugsweise dazu ausgebildet, das über das Eingabesignal zu steuernde elektromedizinische Gerät oder die entsprechende mit dem elektromedizinischen Gerät verbundene Steuereinheit zu indizieren.
-
Weiterhin wird durch das erfindungsgemäße Eingabesystem besonders sicher festgestellt, dass die Eingabe durch den Nutzer tatsächlich zu einem entsprechenden Steuersignal an das elektromedizinische Gerät geführt hat, da der Nutzer hierüber durch das Bestätigungssignal oder die entsprechende Fehlerausgabe explizit über das Ergebnis der Eingabe informiert wird. Das Anzeigen des Bestätigungssignals oder der Fehlerausgabe erfolgt vorzugsweise durch ein grafisches Element auf dem dargestellten Steuermenü.
-
Die mindestens eine Steuereinheit kann einen Teil des elektromedizinischen Geräts oder auch ein eigenes Gerät sein. Insbesondere kann das durch die Steuereinheit ausgegebene Steuersignal vorzugsweise direkt eine entsprechende Komponente des elektromedizinischen Gerätes ansteuern. Hierdurch informiert das Bestätigungssignal besonders vorteilhaft direkt über eine erfolgte und nicht nur beabsichtigte Einstellung des elektromedizinischen Gerätes.
-
Die Eingabeeinheit ist erfindungsgemäß ein separates Gerät, das zur Steuerung verschiedener elektromedizinischer Geräte über das Kommunikationsnetzwerk genutzt werden kann. Das elektromedizinische Gerät ist dabei typischerweise durch eine integrierte Steuereinheit mit der Eingabeeinheit verbindbar. Alternativ oder ergänzend kann die Steuereinheit ein dem elektromedizinischen Gerät vorgeschaltetes Gerät sein, das separat von dem elektromedizinischen Gerät genutzt werden kann.
-
Die Eingabeeinheit umfasst typischerweise ein Prozessormodul, das dazu ausgebildet ist, den Eingabebereich zu detektieren, die Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl zu überprüfen und ein entsprechendes Eingabesignal auszugeben.
-
Die Aufzählung von Bedingungen zum Ermöglichen einer Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl gemäß Anspruch 1 ist nicht abschließend zu verstehen. Auch weitere Bedingungen sind in weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsformen notwendig, damit eine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl möglich ist.
-
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Eingabesystems beschrieben.
-
Die vorbestimmte Wartedauer bis eine Anzeige der Fehlerausgabe über das Touchdisplay ausgelöst wird, beträgt in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform weniger als 20 Sekunden, vorzugsweise weniger als 15 Sekunden, besonders bevorzugt weniger als 5 Sekunden.
-
In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform ist die Steuereinheit ausgebildet, die vorbestimmte Wartedauer bis eine Anzeige der Fehlerausgabe über das Touchdisplay ausgelöst wird an die Eingabeeinheit über das Kommunikationsnetzwerk zu übermitteln. Hierdurch kann eine für das konkrete Eingabesignal und/oder für das konkrete elektromedizinische Gerät vorbestimmte Wartedauer von der Eingabeeinheit verwendet werden.
-
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Eingabeeinheit ausgebildet, das Eingabesignal nur auszugeben, falls die Nutzereingabe innerhalb eines vorbestimmten Eingabezeitraums vor der auszuführenden Ausgabe des Eingabesignals stattgefunden hat. Hierdurch wird vorteilhaft sichergestellt, dass das Eingabesignal zeitnah zu der Nutzereingabe ausgegeben wird. Insbesondere kann sichergestellt werden, dass nicht verschiedene Nutzereingaben zeitgleich verarbeitet werden, sodass eine falsche Zuordnung zwischen der beabsichtigten Nutzereingabe und dem Steuerbefehl erfolgt. Weiterhin kann für den Fall, dass für die Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl eine zeitliche Abfolge von Nutzereingaben erforderlich ist, sichergestellt werden, dass diese zeitliche Abfolge innerhalb eines engen Zeitintervalls erfolgen muss. Hierdurch kann eine Fehlbedienung des entsprechend angesteuerten elektromedizinischen Gerätes vermieden werden. Der vorbestimmte Eingabezeitraum beträgt vorzugsweise weniger als 20 Sekunden, besonders bevorzugt weniger als 5 Sekunden, insbesondere weniger als 1 Sekunde.
-
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der dem Steuerbefehl auf dem Touchdisplay zugeordnete vorbestimmte Befehlsbereich für Steuerbefehle einer ersten Gruppe von Steuerbefehlen derart ausgebildet, dass er eine größere Fläche aufweist als ein auf dem Touchdisplay dargestelltes entsprechendes Steuersymbol. Hierdurch wird sichergestellt, dass auch das Berühren einer Randregion des vorbestimmten Befehlsbereichs auf dem Touchdisplay zu einer zuordnenbaren und damit erfolgreichen Nutzereingabe führt. Dies kann insbesondere bei einer schnell ausgeführten Nutzereingabe, wie sie in der Hektik des Klinikalltags notwendig sein kann, vorteilhaft sein. In einer bevorzugten Variante dieser Ausführungsform wird die erste Gruppe von Steuerbefehlen gebildet durch Befehle, die keinen oder nahezu keinen Einfluss auf die Gesundheit eines mit dem elektromedizinischen Gerät verbundenen Patienten haben. Ein vom Steuersymbol abweichender, größerer vorbestimmter Befehlsbereich kann auch vorteilhaft sein, weil die Form des Steuersymbols ein exaktes Berühren dieses Symbols auf dem Touchdisplay schwierig macht. So ist beispielsweise ein Dreieck-förmiges Steuersymbol schwieriger genau mit dem Finger zu berühren als ein Rechteck-förmiges Steuersymbol.
-
In einer weiteren Ausführungsform ist der dem Steuerbefehl auf dem Touchdisplay zugeordnete vorbestimmte Befehlsbereich für Steuerbefehle einer zweiten Gruppe von Steuerbefehlen derart ausgebildet, dass er eine kleinere Fläche aufweist als ein auf dem Touchdisplay dargestelltes entsprechendes Steuersymbol. Im Gegensatz zu der vorherigen Ausführungsform wird für die Steuerbefehle der zweiten Gruppe von Steuerbefehlen sichergestellt, dass das auf dem Touchdisplay dargestellte Steuersymbol besonders zentral berührt wird, sodass eine Fehlbedienung durch eine versehentliche Berührung besonders unwahrscheinlich ist. Dies ist insbesondere relevant für Steuerbefehle, die im Falle einer Fehlbedienung einen zu erwartenden Einfluss auf die Patientengesundheit eines mit dem elektromedizinischen Gerät verbundenen Patienten haben.
-
Vorzugsweise sieht die Eingabeeinheit für Steuerbefehle vorbestimmte Befehlsbereiche vor, die entsprechend ihrer Relevanz für die Patientengesundheit dimensioniert sind. Insbesondere sind dafür Befehlsbereiche entsprechend der beiden letztgenannten Ausführungsformen für Steuerbefehle einer ersten und einer zweiten Gruppe von Steuerbefehlen vorteilhaft. Die Eingabe der Relevanz für die Patientengesundheit kann vorteilhaft durch die Steuereinheit erfolgen, die dadurch eine geeignete Wahl der vorbestimmten Befehlsbereiche sicherstellt.
-
Vorzugsweise ist eine Mehrzahl von untereinander räumlich getrennten vorbestimmten Befehlsbereichen entsprechend einer Mehrzahl aktuell ausführbarer Steuerbefehle auf dem Touchdisplay angeordnet. Hierdurch kann für jeden Steuerbefehl eine sichere Steuerung durch die erfindungsgemäße Zuordnung von Eingabebereich und Steuerbefehl ermöglicht werden. Eine Dimensionierung des Befehlsbereichs relativ zum auf dem Touchdisplay dargestellten Steuersymbol kann hierbei für jeden der räumlich getrennten vorbestimmten Befehlsbereiche unterschiedlich ausgebildet sein, beispielsweise entsprechend einer Relevanz des entsprechenden Steuerbefehls für die Patientengesundheit.
-
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Eingabeeinheit weiterhin ausgebildet, eine zeitliche Abfolge von Kontaktpunkten des Kontakts zwischen Touchdisplay und Nutzer zu detektieren und der entsprechenden Nutzereingabe zuzuordnen, wobei eine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl weiterhin nur möglich ist, falls ein Vergleich zwischen der detektierten zeitlichen Abfolge und einem vorbestimmten auszuführenden Bewegungsmuster ergibt, dass die detektierte zeitliche Abfolge dem auszuführenden Bewegungsmuster entspricht. Hierdurch wird eine besonders sichere Bedienung gewährleistet, da eine Fehlbedienung durch versehentliches Berühren nahezu ausgeschlossen ist. Typischerweise ist die zusätzliche Bedingung für eine erfolgreiche Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl entsprechend dieser Ausführungsform nur notwendig für eine Nutzereingabe mit einer besonders hohen Relevanz für die Patientengesundheit eines mit dem elektromedizinischen Gerät verbundenen Patienten. Das Bewegungsmuster kann beispielsweise eine Veränderung des Kontaktpunktes von rechts nach links oder von links nach rechts innerhalb des vorbestimmten Befehlsbereichs sein. Das auszuführende Bewegungsmuster kann jedoch auch eine mehrfache Änderung der Kontaktpunkte innerhalb des entsprechenden Befehlsbereichs aufweisen. Weiterhin kann das auszuführende Bewegungsmuster einen über eine bestimmte Kontaktdauer anhaltenden Kontakt zwischen Touchdisplay und Nutzer aufweisen. In diesem Fall würde die Abfolge von Kontaktpunkten jeweils den gleichen Punkt auf dem Touchdisplay betreffen. In einer weiteren Variante dieser Ausführungsform dürfen die Kontaktpunkte nur einen vorbestimmten geometrischen Abstand von einem Schwerpunkt der Kontaktpunkte entfernt sein damit eine Zuordnung erfolgt.
-
In einer weiteren besonders bevorzugten und vorteilhaften Ausführungsform ist die Eingabeeinheit weiterhin ausgebildet, nach einer vorbestimmten Anzahl von Nutzereingaben, die keine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl ermöglicht haben, eine Sperrung des Touchdisplays auszulösen. In dieser Ausführungsform wird besonders vorteilhaft eine Fehlbedienung durch versehentliches Berühren des Touchdisplays vermieden. Insbesondere wird vermieden, dass durch einen andauernden versehentlichen Kontakt, beispielsweise durch ein Anlehnen einer Person oder durch ein Ablegen eines Gegenstandes auf das Touchdisplay eine Fehlbedienung erfolgt, da in diesem Fall das Touchdisplay gesperrt wird. Weiterhin ist die Eingabeeinheit in einer Variante dieser Ausführungsform dazu ausgebildet, nach erfolgter Sperrung erst wieder eine Nutzereingabe zu detektieren, wenn ein vorbestimmter manueller Entsperrungsprozess an der Eingabeeinheit stattgefunden hat. Besonders vorteilhaft an dieser Variante ist der notwendige manuelle Entsperrungsprozess, da hierdurch sichergestellt wird, dass kein versehentliches Entsperren eines gesperrten Touchdisplays erfolgt. Der Entsperrungsprozess kann durch das Detektieren einer vorbestimmten zeitlichen Abfolge von Kontaktpunkten auf dem Touchdisplay realisiert sein. Alternativ oder ergänzend kann der Entsperrungsprozess durch die Eingabe eines Zahlencodes realisiert sein. Alternativ oder ergänzend kann der Entsperrungsprozess durch einen manuellen Neustart der Eingabeeinheit realisiert sein.
-
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die mindestens eine Steuereinheit weiterhin ausgebildet, ein Fehlersignal über das Kommunikationsnetzwerk an die Eingabeeinheit zu senden, falls das Steuersignal nicht an das elektromedizinische Gerät ausgegeben wurde und/oder falls das Steuersignal nicht von dem elektromedizinischen Gerät umgesetzt wurde und/oder falls das Steuersignal nicht von dem elektromedizinischen Gerät umgesetzt werden kann. In dieser Ausführungsform kann vorteilhaft die Wartedauer bis zum Feststellen einer nicht erfolgten Steuerung des elektromedizinischen Gerätes reduziert werden, da nach dem Empfang des Fehlersignals direkt eine Fehlerausgabe über das Touchdisplay realisiert werden kann.
-
In einer weiteren Ausführungsform ist die Eingabeeinheit weiterhin ausgebildet, nach einer initialen Aktivierung der Eingabeeinheit einen Kalibrierungsprozess des Touchdisplays auszuführen, und wobei die Eingabeeinheit weiterhin ausgebildet ist, die Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl basierend auf einem Ergebnis des Kalibrierungsprozesses auszuführen. Durch die Kalibrierung des Touchdisplays kann sichergestellt werden, dass die Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl so erfolgt, wie ein Nutzer der Eingabeeinheit dies erwartet. Insbesondere bei mehreren Eingabebereichen, die dicht beieinanderliegen, kann eine nicht erfolgte Kalibrierung zu einer Fehlbedienung des Eingabesystems führen, die durch den Nutzer schwer zu korrigieren und möglicherweise schwer zu erkennen ist.
-
In einer weiteren Ausführungsform des Eingabesystems, ist dieses weiterhin ausgebildet, bei nicht erfolgtem Empfang eines Bestätigungssignals ein Überprüfungssignal auszugeben. Das Überprüfungssignal kann an ein externes Gerät ausgegeben werden, um eine manuelle Überprüfung des medizinischen Gerätes anzuregen. In einer anderen oder ergänzenden Variante wird das Überprüfungssignal von der Eingabeeinheit an die Steuereinheit ausgegeben, um an dem elektromedizinischen Gerät ein entsprechendes Signal zum Anregen einer Überprüfung auszugeben. Vorzugsweise erfordert das Ausgeben des Überprüfungssignals ein anschließendes manuelles Eingeben einer entsprechenden Prüfinformation, um eine weitere Steuerung dieses elektromedizinischen Gerätes durch das Eingabesystem zu ermöglichen.
-
Hierdurch wird sichergestellt, dass nur ein manuell überprüftes Gerät nach dem Ausgeben eines Überprüfungssignals wieder angesteuert werden kann. In einer weiteren alternativen oder ergänzenden Variante dieser Ausführungsform ist das Ausgeben des Überprüfungssignals abhängig von einer vorbestimmten Risikoklasse des anzusteuernden elektromedizinischen Gerätes. Hierdurch wird sichergestellt, dass eine manuelle Überprüfung dieses Gerätes nur bei Geräten mit einem großen Einfluss auf die Patientengesundheit stattfinden muss, wodurch Arbeitszeit von Klinikpersonal eingespart werden kann.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die oben genannte Aufgabe durch ein Verfahren zur Steuerung eines elektromedizinischen Geräts gelöst.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren weist dabei die folgenden Schritte auf:
- - Anzeigen eines Steuermenüs, umfassend mindestens einen Steuerbefehl, auf einem Touchdisplay;
- - Detektieren eines Eingabebereichs einer Nutzereingabe auf dem Touchdisplay, wobei der Eingabebereich denjenigen Bereich auf dem Touchdisplay umfasst, mit dem während der Nutzereingabe ein Kontakt zwischen Touchdisplay und Nutzer stattgefunden hat;
- - Prüfen, durch ein Vergleichen des Eingabebereichs mit dem während der Nutzereingabe auf dem Touchdisplay dargestellten Steuermenü, ob eine Zuordnung zwischen dem Eingabebereich und einem Steuerbefehl möglich ist, wobei eine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl nur möglich ist,
- - falls der Eingabebereich vollständig innerhalb eines dem Steuerbefehl auf dem Touchdisplay zugeordneten vorbestimmten Befehlsbereichs liegt, und
- - falls der zuzuordnende Steuerbefehl während der Nutzereingabe in einer Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen enthalten war, wobei die Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen abhängig von einem aktuellen Betriebsmodus des verbundenen elektromedizinischen Gerätes empfangen wird,
- - Ausgeben eines entsprechenden Eingabesignals, falls die Zuordnung zwischen dem Eingabebereich und einem Steuerbefehl möglich ist;
- - Empfangen des Eingabesignals und Ausgeben eines entsprechenden Steuersignals an das elektromedizinische Gerät zum Ansteuern der entsprechenden Anwendung;
- - Senden eines Bestätigungssignals, falls das Ausgeben des Steuersignals erfolgt ist;
- - Anzeigen eines Empfangs des Bestätigungssignals, falls das Bestätigungssignal empfangen wurde, und Anzeigen einer Fehlerausgabe, falls nach einer vorbestimmten Wartedauer, die mit dem Ausgeben des Eingabesignals beginnt, kein Bestätigungssignal empfangen wurde.
-
Das Verfahren gemäß dem weiteren Aspekt der Erfindung wird von dem erfindungsgemäßen Eingabesystem ausgeführt. Daher umfasst dieses Verfahren sämtliche bereits für das Eingabesystem geschilderte Vorteile.
-
Insbesondere ist an dem Verfahren vorteilhaft, dass eine versehentliche Ansteuerung des elektromedizinischen Gerätes durch ein versehentliches Berühren des Touchdisplays vermieden wird.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren kann durch eine einzige mit dem elektromedizinischen Gerät verbundene Eingabeeinheit ausgeführt werden, die das entsprechende Touchdisplay als Benutzerschnittstelle aufweist. Dabei erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft die Ansteuerung einer Mehrzahl von elektromedizinischen Geräten durch eine einzige Eingabeeinheit.
-
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben.
-
In einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiterhin die Schritte
- - Sperren des Touchdisplays, falls eine vorbestimmte Anzahl an Nutzereingaben keine Zuordnung zischen Eingabebereich und Steuerbefehl ermöglicht hat,
- - Detektieren einer Nutzereingabe nach einem erfolgten Sperren, falls ein vorbestimmter manueller Entsperrprozess stattgefunden hat.
-
In dieser Ausführungsform kann vorteilhaft eine Fehlbedienung des Touchdisplays durch andauernden versehentlichen Druck vermieden werden.
-
Eine derartige Fehlbedienung ist möglich, falls das Touchdisplay sich in einer Tasche befindet, oder sich jemand an dieses Display angelehnt hat, oder jemand einen Gegenstand auf dieses Display gelegt hat.
-
In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verfahren weiterhin den Schritt eines Detektierens einer zeitlichen Abfolge von Kontaktpunkten des Kontakts zwischen Touchdisplay und Nutzer und Zuordnen zu der entsprechenden Nutzereingabe, wobei eine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl weiterhin nur möglich ist, falls ein Vergleich zwischen der detektierten zeitlichen Abfolge und einem vorbestimmten auszuführenden Bewegungsmuster ergibt, dass die detektierte zeitliche Abfolge dem vom Nutzer auszuführenden Bewegungsmuster entspricht.
In dieser Ausführungsform ist eine Fehlbedienung durch ein versehentliches berühren des Touchdisplays besonders unwahrscheinlich, da durch ein versehentliches Berühren wahrscheinlich nicht das vorbestimmte auszuführende Bewegungsmuster erhalten wird.
-
In einer weiteren Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Verfahren den Schritt eines Sendens eines Fehlersignals, falls das Steuersignal nicht von dem elektromedizinischen Gerät umgesetzt wurde. Hierdurch wird in dem Fall, dass erkannt wird, dass das Steuersignal nicht an das elektromedizinische Gerät ausgegeben werden kann, besonders schnell eine Fehlerausgabe an einen Anwender des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgegeben werden.
-
Weiterhin wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst durch ein Programm mit einem Programmcode zur Durchführung des Verfahrens gemäß mindestens einer Ausführungsform des Verfahrens entsprechend dem weiteren Aspekt der Erfindung, wenn der Programmcode auf einem Computer, einem Prozessor oder einer programmierbaren Hardwarekomponente ausgeführt wird.
-
Das Programm kann aus einer Kombination aus auf unterschiedlichen Geräten ausgeführten Programmen gebildet sein. weiterhin kann das Programm auch nur zur Ausführung derjenigen Schritte ausgebildet sein, die auf einem bestimmten Gerät innerhalb des erfindungsgemäßen Eingabesystems ausgeführt werden.
-
Die Erfindung soll nun anhand von in den Figuren schematisch dargestellten, vorteilhaften Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Von diesen zeigen im Einzelnen:
- 1 eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Eingabesystems;
- 2 eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Eingabesystems;
- 3 eine schematische Darstellung eines Steuermenüs des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Eingabesystems;
- 4, 5, 6 drei verschiedene Nutzereingaben für einen vorbestimmten Befehlsbereich der erfindungsgemäßen Eingabeeinheit, wobei der Eingabebereich nicht vollständig in dem vorbestimmten Befehlsbereich liegt (4), und eine zeitliche Abfolge von Kontaktpunkten detektiert wird für eine links-rechts-Berührungsabfolge (5) und links-rechts-links-Berührungsabfolge (6) als vorbestimmtes auszuführendes Bewegungsmuster;
- 7 ein Flussdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels eines Verfahrens gemäß dem weiteren Aspekt der Erfindung.
-
1 zeigt eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Eingabesystems 100.
-
Das Eingabesystem 100 zur Steuerung einer Anwendung eines elektromedizinischen Geräts 105 umfasst ein Kommunikationsnetzwerk 110, eine Eingabeeinheit 120 und eine Steuereinheit 140.
-
Die Eingabeeinheit 120 weist ein berührungsempfindliches Touchdisplay 122, einen Prozessor (nicht dargestellt) und ein Gehäuse 124 auf. Dabei ist die Eingabeeinheit 120 ausgebildet, bei Vorliegen einer Nutzereingabe einen Eingabebereich 125 der Nutzereingabe zu detektieren, wobei der Eingabebereich 125 denjenigen Bereich auf dem Touchdisplay 122 umfasst, mit dem während der Nutzereingabe ein Kontakt zwischen Touchdisplay 122 und Nutzer stattgefunden hat. Diese Nutzereingabe kann ein entsprechendes Eingabesignal 126 auslösen, das über eine Eingabeschnittstelle 128 der Eingabeeinheit an das Kommunikationsnetzwerk 110 ausgeben wird. Hierfür muss ein Vergleich zwischen dem Eingabebereich 125 und einem während der Nutzereingabe auf dem Touchdisplay 122 dargestellten Steuermenü 130 eine Zuordnung zwischen Eingabebereich 125 und Steuerbefehl ermöglichen, wobei das Steuermenü 130 mindestens einen Steuerbefehl umfasst. Das Steuermenü 130 umfasst in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nur einen Teil der Oberfläche des Touchdisplays 122, da in ein ausgesparten Bereich 131 eine nicht zum Steuermenü 130 gehörige Ausgabe (nicht dargestellt) erfolgt. Diese Ausgabe kann beispielsweise eine Eingabemaske, eine Uhrzeit, eine Typenbezeichnung und/oder eine Nutzerbezeichnung aufweisen.
-
Eine Zuordnung zwischen Eingabebereich 125 und Steuerbefehl ist erfindungsgemäß nur möglich, falls der Eingabebereich 125 vollständig innerhalb eines dem Steuerbefehl auf dem Touchdisplay 122 zugeordneten vorbestimmten Befehlsbereichs 132 liegt. Der vorbestimmte Befehlsbereich 132 entspricht dabei typischerweise in etwa einem entsprechenden Steuersymbol 134 innerhalb des Steuermenüs 130. Die beiden schematisch dargestellten Steuersymbole 134 können verschieden ausgestaltet sein. Dadurch kann ein Nutzer des Eingabesystems 100 optisch feststellen, in welchem Bereich des Steuermenüs 130 der gewünschte Steuerbefehl durch eine entsprechende Eingabe ausgelöst werden kann. Weiterhin ist die Zuordnung zwischen Eingabebereich 125 und Steuerbefehl erfindungsgemäß nur möglich, falls der zuzuordnende Steuerbefehl während der Nutzereingabe in einer Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen enthalten war, wobei die Eingabeeinheit dazu ausgebildet ist, die Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen abhängig von einem aktuellen Betriebsmodus des mit dem Kommunikationsnetzwerk 110 verbundenen elektromedizinischen Gerätes 105 zu empfangen. Vorliegend empfängt die Eingabeeinheit 120 in regelmäßigen zeitlichen Abständen ein entsprechendes Gruppensignal 136 über das Kommunikationsnetzwerk 110, das die Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen indiziert. Das Gruppensignal kann beispielsweise ein Multicast-Signal, ein Unicast-Signal, ein Broadcast-Signal oder ein durch eine Abfrage ausgelöstes Response-Signal sein. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein solches Gruppensignal direkt von dem zu steuernden elektromedizinischen Gerät ausgegeben. Das Gruppensignal 136 indiziert vorliegend weiterhin die Darstellung des Steuermenüs 130. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel indiziert ein separates Darstellungssignal die Darstellung des Steuermenüs.
-
Die beiden im vorhergehenden Absatz genannten Bedingungen müssen mindestens erfüllt sein, damit eine Zuordnung zwischen Eingabebereich 125 und Steuerbefehl möglich ist und als Ergebnis das Eingabesignal 126 von der Eingabeeinheit 120 ausgegeben wird.
-
Die mindestens eine Steuereinheit 140 ist dem elektromedizinischen Gerät 105 zugeordnet und ausgebildet, das Eingabesignal 126 zu empfangen und abhängig vom Eingabesignal 126 ein Steuersignal 142 an das elektromedizinische Gerät 105 zum Ansteuern der entsprechenden Anwendung auszugeben. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Steuereinheit 140 ein separates Gerät, das mit dem elektromedizinischen Gerät 105 kabelbasiert verbunden ist. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel liegt eine kabellose Verbindung vor. In einem im Rahmen von 2 dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Steuereinheit erfindungsgemäß auch ein integraler Bestandteil des elektromedizinischen Gerätes sein.
-
Weiterhin ist die Steuereinheit 140 ausgebildet, nach erfolgter Ausgabe des Steuersignals 142 ein Bestätigungssignal 144 über das Kommunikationsnetzwerk 110 an die Eingabeeinheit 120 zu senden. Falls das Steuersignal 142 nicht an das elektromedizinische Gerät 105 ausgegeben wurde oder nicht ausgegeben werden kann, ist die Steuereinheit 140 weiterhin ausgebildet ein Fehlersignal (nicht dargestellt) über das Kommunikationsnetzwerk 110 an die Eingabeeinheit 120 zu senden. Ein Grund für das Nicht-Ausgeben des Steuersignals 142 kann in einer kurzfristigen Änderung des aktuellen Betriebsmodus des elektromedizinischen Gerätes 105 liegen, beispielsweise in der Aktivierung eines Alarmmodus, oder in einem Defekt des elektromedizinischen Gerätes. Weiterhin kann erfindungsgemäß über das Kommunikationsnetzwerk 110 ein weiteres Steuersignal von einem externen Gerät zu der Steuereinheit 140 zum Ansteuern des elektromedizinischen Gerätes 105 gelangt sein, wodurch möglicherweise ebenfalls eine Ausgabe des Steuersignals 142 verhindert wurde.
-
Die Eingabeeinheit 120 ist weiterhin ausgebildet, über das Touchdisplay 122 den Empfang eines Bestätigungssignals 144 anzuzeigen und bei nicht erfolgtem Empfang eines Bestätigungssignals 144 nach einer vorbestimmten Wartedauer, die mit dem Ausgeben des Eingabesignals 126 beginnt, eine Fehlerausgabe über das Touchdisplay 122 anzuzeigen. Diese vorbestimmte Wartedauer beträgt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel weniger als 20 Sekunden, vorzugsweise weniger als 15 Sekunden, besonders bevorzugt weniger als 10 Sekunden. Die vorbestimmte Wartedauer wird in einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel von der Steuereinheit an die Eingabeeinheit übermittelt und wurde vorzugsweise abhängig von dem angesteuerten elektromedizinischen Gerät vorbestimmt. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgte die Fehlerausgabe durch ein optisch erkennbares Symbol innerhalb des Steuermenüs 130, insbesondere durch eine rote Hinterlegung und/oder Umrandung des dem Steuerbefehl entsprechenden Symbols 134, und/oder durch die Anzeige eines separaten Symbols auf dem Touchdisplay 122. Falls die Eingabeeinheit 120 von der Steuereinheit 140 das Fehlersignal empfängt, erfolgt eine weitere Fehlerausgabe über das Touchdisplay 122. Vorliegend kann der Nutzer dadurch erkennen, dass der angezeigte Fehler nicht aufgrund einer Zeitüberschreitung, sondern durch das Empfangen des Fehlersignals erzeugt wurde. Eine derartige Differenzierung kann abhängig von dem zu steuernden elektromedizinischen Gerät zu einem schnelleren Auffinden des vorliegenden Fehlers beitragen.
-
Zusätzlich zu den beiden oben genannten Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit eine Zuordnung zwischen Eingabebereich 125 und Steuerbefehl möglich ist, ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Eingabeeinheit 120 dazu ausgebildet, das Eingabesignal 126 nur auszugeben, falls die Nutzereingabe innerhalb eines vorbestimmten Eingabezeitraums vor der auszuführenden Ausgabe des Eingabesignals 126 stattgefunden hat. Dieser vorbestimmte Eingabezeitraum trägt vorliegend vorzugsweise weniger als 20 Sekunden, besonders bevorzugt weniger als 5 Sekunden, insbesondere weniger als 1 Sekunde.
-
Grundsätzlich kann das Kommunikationsnetzwerk 110 mit einer Mehrzahl von Eingabeeinheiten und auch mit einer davon unabhängigen Mehrzahl an Steuereinheiten verbunden sein. Insbesondere kann durch die Verbindung der Eingabeeinheit 120 mit dem Kommunikationsnetzwerk 110 die Steuerung von mehreren elektromedizinischen Geräten ermöglicht werden, wie dies im Rahmen von 2 beschrieben ist.
-
Wie in 1 dargestellt, werden in dem Steuermenü 130 Steuersymbole 134 angezeigt, von denen zwei diesen Steuersymbolen 134 entsprechende Steuerbefehle aktuell ausführbar sind. Dies ist in 1 durch die beiden entsprechend zugeordneten vorbestimmten Befehlsbereiche 132 gekennzeichnet, wobei die Befehlsbereiche typischerweise nicht für einen Nutzer sichtbar sind. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel werden jedoch auch die aktuell vorliegenden vorbestimmten Befehlsbereiche optisch für einen Nutzer erkennbar ausgegeben. Typischerweise kann ein Nutzer der Eingabeeinheit 120 ebenfalls an der Darstellung des Steuermenüs 130 auf dem Touchdisplay 122, beispielsweise durch die für die Steuersymbole 134 verwendeten Farben, erkennen, welche entsprechenden Steuerbefehle aktuell ausführbar sind. Die Befehlsbereiche 132 entsprechen dabei im Wesentlichen dem jeweiligen Steuersymbol 134, wobei sie eine etwas größere Fläche aufweisen als das auf dem Touchdisplay 122 dargestellte entsprechende Steuersymbol 134. Der Eingabebereich 125 besteht in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem einzigen durch ein X dargestellten Kontaktpunkt 127. Folglich wurde durch den Nutzer eine Eingabe getätigt, der ein Steuerbefehl zugeordnet werden kann, da der Eingabebereich 125 innerhalb des entsprechenden Befehlsbereichs 132 liegt. Entsprechend dieses Steuerbefehls wurde mithin das Eingabesignal 126 ausgelöst und von der Steuereinheit 140 empfangen.
-
2 zeigt eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Eingabesystems 200.
-
Das Eingabesystem 200 unterscheidet sich von dem in 1 dargestellten Eingabesystem 100 dadurch, dass die Steuereinheit 240, 240', 240" ein integraler Bestandteil eines jeweils ansteuerbaren elektromedizinischen Gerätes 205, 205', 205" ist. Weiterhin umfasst das Eingabesystem 200 drei Steuereinheiten 240, 240', 240", die über das Kommunikationsnetzwerk 110 mit der Eingabeeinheit 220 verbunden sind.
-
Das Touchdisplay 122 der Eingabeeinheit 220 zeigt ein Steuermenü 230 an, das sowohl von dem aktuell anzusteuernden elektromedizinischen Gerät 205 als auch von dem aktuellen Betriebsmodus dieses elektromedizinischen Gerätes 205 abhängig ist. Vorliegend werden drei Steuersymbole 134 angezeigt, wobei nur einem dieser Steuersymbol 134 ein aktuell ausführbarer Steuerbefehl zugeordnet ist und mithin nur diesem einen Steuersymbol 134 ein vorbestimmter Befehlsbereich 132 zugeordnet ist, der für eine entsprechende Steuerung berührt werden müsste.
-
In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Kommunikationsnetzwerk sowohl mit Steuereinheiten verbunden, die integraler Bestandteil eines entsprechend zugeordneten elektromedizinischen Gerätes sind, als auch mit einer Anzahl von Steuereinheiten verbunden, die ein separates Gerät darstellen, welches einem entsprechenden elektromedizinischen Gerät zugeordnet ist, wie in 1 dargestellt.
-
Das dargestellte Ausführungsbeispiel veranschaulicht den Vorteil des erfindungsgemäßen Eingabesystems, dass die Eingabeeinheit 220 für unterschiedliche elektromedizinische Geräte verwendet werden kann und dies auch parallel für eine einzige Eingabeeinheit möglich ist. Vorzugsweise zeigt das Touchdisplay 122 neben dem dargestellten Steuermenü 230 in einem entsprechenden Bereich des Touchdisplays 122 auch Messwerte des elektromedizinischen Gerätes an, wie beispielsweise Vitalparameter, um eine Entscheidungsgrundlage für die auszuführende Steuerung für einen Nutzer des Eingabesystems 200 bereitzustellen. In das Steuermenü 230 kann ein solcher Bereich für Messwerte integriert vorliegen oder als separater Bereich vorgesehen sein.
-
Weiterhin ist die Eingabeeinheit 220 dazu ausgebildet, nach einer vorbestimmten Anzahl von Nutzereingaben, die nicht zu einem Eingabesignal geführt haben, da keine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl möglich war, das Touchdisplay 122 für weitere Eingaben eines Nutzers zu sperren. Nach einer solchen Sperrung ist das Detektieren einer Nutzereingabe erst wieder möglich, wenn ein vorbestimmter manueller Entsperrungsprozess an der Eingabeeinheit 220 stattgefunden hat. Vorliegend erfolgt eine Entsperrung durch die Eingabe einer vorbestimmten Zahlenkombination. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt eine Entsperrung durch die Eingabe eines Entsperrungsmusters. In einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgte die Entsperrung durch einen manuellen Neustart der Eingabeeinheit.
-
Zusätzlich ist die Eingabeeinheit 220 dazu ausgebildet, nach einer initialen Aktivierung einen Kalibrierungsprozess des Touchdisplays 122 auszuführen. Die im laufenden Betrieb erforderliche Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl wird daraufhin auf einem Ergebnis dieses Kalibrierungsprozesses basieren. Hierdurch wird eine besonders fehlerfreie Bedienung des Touchdisplays 122 durch den Nutzer ermöglicht.
-
3 zeigt eine schematische Darstellung des Steuermenüs 230 des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Eingabesystems 200.
-
Das Steuermenü 230 umfasst für den dargestellten Betriebsmodus, der sich von dem in 2 dargestellten Betriebsmodus unterscheidet, acht Steuersymbole 134, 134', 134", die auf einer Bedienoberfläche des Touchdisplays 122 angeordnet sind. Von diesen acht Steuersymbolen 134, 134', 134" sind aber nur den drei links angeordneten Steuersymbolen 134, 134', 134" aktuell ausführbare Steuerbefehle zugeordnet, sodass nur diese Steuersymbole 134, 134', 134" einen zugeordneten vorbestimmten Befehlsbereich 132, 132', 132" aufweisen, über den durch einen Kontakt im Rahmen einer Nutzereingabe ein Steuerbefehl eingegeben werden kann. Sollte ein anderer Bereich des Touchdisplays 122 außerhalb der vorbestimmten Befehlsbereiche 132, 132', 132" durch den Nutzer berührt werden, würde dies nicht zu einer Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl führen und bei wiederholter Falscheingabe zu einer Sperrung des Touchdisplays 122 führen. Hierbei wird eine wiederholte Falscheingabe mit anschließender Sperrung nach drei Nutzereingaben ohne erfolgte Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl vorliegen. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine Sperrung nach fünf Nutzereingaben ohne eine solche Zuordnung und in einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel bereits nach einer Eingabe ohne erfolgte Zuordnung erfolgen.
-
Der oberste vorbestimmte Befehlsbereich 132 entspricht in seiner Fläche in etwa dem korrespondierenden auf dem Touchdisplay dargestellten Steuersymbol 234.
-
Der mittlere vorbestimmte Befehlsbereich 132' ist derart ausgebildet, dass er eine kleinere Fläche aufweist als das entsprechende auf dem Touchdisplay 122 dargestellte Steuersymbol 134'. Hierdurch wird sichergestellt dass ein entsprechender Steuerbefehl nur ausgelöst wird, falls der Nutzer tatsächlich das entsprechende Steuersymbol 134' berühren wollte, und nicht nur zufällig, beispielsweise beim Berühren einer anderen Taste, einen Kontakt mit einem Randbereich dieses Steuersymbol 134' verursacht hat. Ein derart kleiner vorbestimmter Befehlsbereich 132' ist insbesondere vorteilhaft, falls der korrespondierende Steuerbefehl einen großen Einfluss auf den Gesundheitszustand des mit dem entsprechend angesteuerten elektromedizinischen Gerät verbundenen Patienten haben kann.
-
Der untere vorbestimmte Befehlsbereich 132" ist derart ausgebildet, dass er eine größere Fläche aufweist als das auf dem Touchdisplay 122 dargestellte entsprechende Steuersymbol 134". Vorliegend ist ein derart großer Befehlsbereich 132" vorteilhaft, da das Steuersymbol 134" die Form eines Dreiecks aufweist, und mithin bei der Nutzereingabe schwerer in seiner Innenfläche zu berühren ist als beispielsweise eine Rechteck-Form. Weiterhin ist ein derart großer Befehlsbereich 132" vorteilhaft für Eingaben, die häufig und/oder wiederholt ausgeführt werden müssen, sodass der Nutzer möglicherweise durch eine Unachtsamkeit einem Randbereich des Steuersymbols 134" berührt. Vorzugsweise liegt ein derart großer vorbestimmter Befehlsbereich dann vor, wenn der dazu korrespondierende Steuerbefehl keinen unmittelbaren Einfluss auf den Gesundheitszustand des mit dem entsprechend angesteuerten elektromedizinischen Gerät verbundenen Patienten haben kann.
-
Vorzugsweise kann der jeweilige Befehlsbereich für einen Steuerbefehl durch einen Nutzer des Eingabesystems voreingestellt, angepasst und/oder verändert werden.
-
Die 4, 5 und 6 zeigen drei verschiedene Nutzereingaben für einen vorbestimmten Befehlsbereich der in 2 dargestellten erfindungsgemäßen Eingabeeinheit 220.
-
4 zeigt eine Nutzereingabe, bei der der Eingabebereich 125 nicht vollständig in dem vorbestimmten Befehlsbereich 132 liegt. Wie es bei der Eingabe durch eine Berührung des Touchdisplays mit einem Finger üblich ist, ist eine Vielzahl von Kontaktpunkten 127 detektiert worden, die den entsprechenden Eingabebereich 125 bilden. Da ein einzelner Kontaktpunkt außerhalb des vorbestimmten Befehlsbereichs 132 liegt, und diese Kontaktpunkt innerhalb eines vorbestimmten Eingabezeitraums vor der auszuführenden Ausgabe des Eingabesignals berührt wurde, ist die erfolgte Eingabe in Form des Eingabebereichs 125 nicht vollständig innerhalb des dem Steuerbefehl auf dem Touchdisplay zugeordneten vorbestimmten Befehlsbereichs 132. Daher ist in dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel einer Eingabe eines Nutzers keine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl möglich und ein entsprechendes Eingabesignal zum Ansteuern eines elektromedizinischen Gerätes wird nicht ausgegeben.
-
Nach einer solchen nicht erfolgtem Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl muss typischerweise eine Wartedauer, insbesondere eine Wartedauer von mindestens einer halben Sekunde, abgewartet werden, ehe erneut eine Nutzereingabe durch die Eingabeeinheit detektiert werden kann.
-
5 zeigt eine zeitliche Abfolge von Kontaktpunkten 127, wobei erst die Kontaktpunkte in der linken Hälfte des vorbestimmten Befehlsbereichs 132 berührt wurden und daraufhin die Kontaktpunkte in der rechten Hälfte des vorbestimmten Befehlsbereichs 132. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen der linken und rechten Hälfte des vorbestimmten Befehlsbereichs ein Zwischenbereich ausgebildet, in dem für eine erfolgreiche Zuordnung kein Kontaktpunkt liegen darf. In diesem dargestellten Ausführungsbeispiel ist als zusätzliche Bedingung für die Zuordnung zwischen Eingabebereich 125 und Steuerbefehl ein Vergleich zwischen der detektierten zeitlichen Abfolge und einem vorbestimmten auszuführenden Bewegungsmuster notwendig. Nur wenn die detektierte zeitliche Abfolge dem auszuführenden Bewegungsmuster entspricht, kann eine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl erfolgen und ein entsprechendes Eingabesignal ausgegeben werden. Vorliegend handelt es sich bei dem vorbestimmten auszuführenden Bewegungsmuster um eine links-rechts-Berührungsabfolge 550. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird dieses Bewegungsmuster durch ein mehrfaches, nämlich zweimaliges, Berühren des vorbestimmten Befehlsbereichs 132 realisiert. Alternativ oder ergänzend kann dieses Bewegungsmuster durch ein Schieben des Fingers von links nach rechts ohne ein Absetzen von dem Touchdisplay realisiert werden.
-
6 zeigt eine weitere zeitliche Abfolge von Kontaktpunkten 127, wobei erst ein Kontaktpunkt in der linken Hälfte des vorbestimmten Befehlsbereichs 132 berührt wurde und daraufhin ein Kontaktpunkt in der rechten Hälfte des vorbestimmten Befehlsbereichs 132 und schließlich ein Kontaktpunkt in der linken Hälfte des vorbestimmten Befehlsbereichs 132. Vorliegend handelt es sich bei dem vorbestimmten auszuführenden Bewegungsmuster daher um eine links-rechts-links-Berührungsabfolge 650. In nicht dargestellten Ausführungsbeispielen sind andere auszuführende Bewegungsmuster vorbestimmt, wie beispielsweise ein Ausführen einer Kreis-Bewegung, ein Ausführen einer Zick-Zack-Bewegung, ein Wischen von oben nach unten, oder von unten nach oben, oder von links nach rechts, oder von rechts nach links, oder jede andere Bewegung die schnell ausgeführt werden kann.
-
7 zeigt ein Flussdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 700 gemäß dem weiteren Aspekt der Erfindung.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren 700 zur Steuerung einer Anwendung eines elektromedizinischen Geräts weist die im Folgenden dargestellten Schritte auf.
-
Ein erster Schritt 710 umfasst ein Anzeigen eines Steuermenüs, aufweisend mindestens einen Steuerbefehl, auf einem Touchdisplay.
-
Ein weiterer Schritt 720 umfasst ein Detektieren eines Eingabebereichs einer Nutzereingabe auf dem Touchdisplay, wobei der Eingabebereich denjenigen Bereich auf dem Touchdisplay umfasst, mit dem während der Nutzereingabe ein Kontakt zwischen Touchdisplay und Nutzer stattgefunden hat.
-
Ein nächster Schritt 730 umfasst ein Prüfen, durch ein Vergleichen des Eingabebereichs mit dem während der Nutzereingabe auf dem Touchdisplay dargestellten Steuermenü, ob eine Zuordnung zwischen dem Eingabebereich und einem Steuerbefehl möglich ist. Eine solche Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl ist jedoch nur dann möglich, wenn zumindest die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind.
-
Gemäß einer ersten Bedingung 734 muss der Eingabebereich vollständig innerhalb eines dem Steuerbefehl auf dem Touchdisplay zugeordneten vorbestimmten Befehlsbereichs liegen.
-
Gemäß einer zweiten Bedingung 738 muss der zuzuordnende Steuerbefehl während der Nutzereingabe in einer Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen enthalten sein, wobei die Gruppe von aktuell ausführbaren Steuerbefehlen abhängig von einem aktuellen Betriebsmodus des verbundenen elektromedizinischen Gerätes empfangen wird.
-
Ein darauffolgender Schritt 740 des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst ein Ausgeben eines entsprechenden Eingabesignals, falls die Zuordnung zwischen dem Eingabebereich und einem Steuerbefehl möglich ist.
-
Ein weiterer Schritt 750 umfasst ein Empfangen des Eingabesignals und ein Ausgeben eines entsprechenden Steuersignals an das elektromedizinische Gerät zum Ansteuern der entsprechenden Anwendung.
-
Ein nächster Schritt 760 umfasst ein Senden eines Bestätigungssignals, falls das Ausgeben des Steuersignals erfolgt ist.
-
Ein abschließender Schritt 770 umfasst ein Anzeigen eines Empfangs des Bestätigungssignals, falls das Bestätigungssignal empfangen wurde, und ein Anzeigen einer Fehlerausgabe, falls nach einer vorbestimmten Wartedauer, die mit dem Ausgeben des Eingabesignals beginnt, kein Bestätigungssignal empfangen wurde.
-
Die Verfahrensschritte 720 bis 770 werden für jede Nutzereingabe erneut durchgeführt, wobei die Verfahrensschritte 740 bis 770 nur dann erfolgen, wenn eine Zuordnung zwischen Eingabebereich und Steuerbefehl möglich war. Hierfür können erfindungsgemäß neben den Bedingungen 734 und 738 noch weitere Bedingungen vorgesehen sein. Entsprechende Ausführungsbeispiele für weitere Bedingungen wurden bereits oben beschrieben.
-
Der Schritt 710 wird typischerweise in regelmäßigen zeitlichen Abständen ausgeführt. Hierdurch kann das Steuermenü an aktuelle Änderungen des Betriebsmodus des aktuell anzusteuernden elektromedizinischen Gerätes angepasst werden. Eine Veränderung eines solchen Betriebsmodus führt typischerweise zu einer Veränderung des Steuermenüs. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens, wird in einem ersten Schritt ein Ansteuern des elektromedizinischen Gerätes ausgewählt. Abhängig von dieser Auswahl des elektromedizinischen Gerätes wird daraufhin das Steuermenü auf dem Touchdisplay dargestellt. Hierdurch erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren das Steuern von verschiedenen elektromedizinischen Geräten über ein einziges Touchdisplay.
-
Bezugszeichenliste
-
- 100, 200
- Eingabesystem
- 105, 205, 205', 205"
- elektromedizinisches Gerät
- 110
- Kommunikationsnetzwerk
- 120, 220
- Eingabeeinheit
- 122
- Touchdisplay
- 124
- Gehäuse
- 125
- Eingabebereich
- 126
- Eingabesignal
- 127
- Kontaktpunkt
- 128
- Eingabeschnittstelle
- 130,230
- Steuermenü
- 131
- ausgesparter Bereich
- 132, 132', 132"
- vorbestimmter Befehlsbereich
- 134, 134', 134"
- Steuersymbol
- 136
- Gruppensignal
- 140, 240, 240', 240"
- Steuereinheit
- 142
- Steuersignal
- 144
- Bestätigungssignal
- 550
- links-rechts-Berührungsabfolge
- 650
- links-rechts-links-Berührungsabfolge
- 700
- Verfahren
- 710, 720, 730, 740
- Verfahrensschritte
- 750, 760, 770
-
- 734, 738
- Bedingung
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- US 2009/0326389 A1 [0003]