[go: up one dir, main page]

DE102019009043B3 - Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds mit einer kaminartigen Ablufteinrichtung - Google Patents

Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds mit einer kaminartigen Ablufteinrichtung Download PDF

Info

Publication number
DE102019009043B3
DE102019009043B3 DE102019009043.8A DE102019009043A DE102019009043B3 DE 102019009043 B3 DE102019009043 B3 DE 102019009043B3 DE 102019009043 A DE102019009043 A DE 102019009043A DE 102019009043 B3 DE102019009043 B3 DE 102019009043B3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
airflow
wind
motor vehicle
generating
head wind
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DE102019009043.8A
Other languages
English (en)
Inventor
Rolf Becker
Jörg Danisch
Reiner Doula
Manfred Fischer
Philip Graf
Erich Jehle-Graf
Udo Kirchner
Martin Konermann
Roland Luetze
Timo Mendel
Gerald Oehrlich
Maximilian Schenk
Kurt Schlichter
Karin Schuessler
Klaus Seifried
Dietmar Sprenger
Markus Wiech
Frank Dietrich Lothar Zimmermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
Daimler AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Daimler AG filed Critical Daimler AG
Priority to DE102019009043.8A priority Critical patent/DE102019009043B3/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102019009043B3 publication Critical patent/DE102019009043B3/de
Active legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Images

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M17/00Testing of vehicles
    • G01M17/007Wheeled or endless-tracked vehicles
    • G01M17/0072Wheeled or endless-tracked vehicles the wheels of the vehicle co-operating with rotatable rolls
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M9/00Aerodynamic testing; Arrangements in or on wind tunnels
    • G01M9/02Wind tunnels
    • G01M9/04Details

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Aerodynamic Tests, Hydrodynamic Tests, Wind Tunnels, And Water Tanks (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Fahrtwindanlage (10) zur Erzeugung eines künstlichen Fahrtwinds (12) zum Prüfen einer Temperaturkonditionierung für zumindest ein Kraftfahrzeugbauteil, mit einer Fahrtwinderzeugungseinrichtung (16) zum Erzeugen des künstlichen Fahrtwinds (12), und mit einer Ablufteinrichtung (18) zum Abführen des erzeugten Fahrtwinds (12) hinter dem Kraftfahrzeugbauteil, wobei die Ablufteinrichtung (18) kaminartig ausgebildet ist und der abgeführte Fahrtwind (12) als Abluft zum Erzeugen des Fahrtwinds (12) der Fahrtwinderzeugungseinrichtung (16) zurückgeführt ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds zur Kühlluftanströmung der Kühlermaske, der Reifen und des Antriebsstrangs im Unterbodenbereich um die Temperaturkonditionierung des Kraftfahrzeugs weitgehend ähnlich einer Straßenfahrt zu realisieren, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
  • Aus dem Stand der Technik sind Fahrtwindanlagen bekannt, mittels welchen die Temperaturkonditionierung eines Kraftfahrzeugbauteils beziehungsweise eines gesamten Kraftfahrzeugs gemessen werden kann. Diese Fahrtwindanlagen sind auch als Windkanäle bekannt. Diese Windkanäle sind oftmals sehr groß ausgestaltet und nur eingeschränkt flexibel bezüglich der Anordnung von unterschiedlichen Kraftfahrzeugbauteilen innerhalb des Windkanals.
  • Ferner offenbart die JP 5844310 B2 einen offenen Windkanal mit kreisförmigem Strom, mit dem eine ausreichende Windkanalleistung sichergestellt werden kann.
  • Des Weiteren offenbart die DE 10 2011 054 434 A1 eine Anordnung für einen Windkanal mit einer Windkanaldüse, welche einen Einlassquerschnitt und einen sich von dem Einlassquerschnitt unterscheidenden Auslassquerschnitt aufweist, wobei sich der Einlassquerschnitt mittels eines Übergangsabschnitts bis auf den Auslassquerschnitt verjüngt, und ein Düsenlaufband, welches zumindest abschnittsweise in der Windkanaldüse angeordnet ist, wobei das Düsenlaufband zumindest abschnittsweise den Übergangsabschnitt der Windkanaldüse ausbildet.
  • Aus der DE 10 2009 020 601 A1 ist ein Freistrahl-Rollenprüfstand für ein Kraftfahrzeug mit einem das Fahrzeug frontseitig einer simulierten Fahrgeschwindigkeit entsprechend mit einem Freiluftstrahl beaufschlagenden Fahrtwindgebläse und mit einem im Heckbereich des Fahrzeugs angeordneten Absauggebläse bekannt. Der frontseitige Strömungsschirm ist hierbei auswechselbar am Fahrtwindgebläse angeordnet, um so den Rollenprüfstand problemlos auf je nach Fahrzeugkontur unterschiedlich geformte Strömungsschirme umrüsten zu können. Ferner kann der Strömungsschirm zur feinfühligen Steuerung des Luftstroms mit zumindest einer verstellbaren Leitschaufel versehen sein.
  • Die DE 10 2016 225 277 A1 zeigt einen Windkanal mit einer im Bereich einer Fahrzeugfront angeordneten Luftaustrittsdüse und einem im Bereich des Fahrzeughecks angeordneten Strömungskollektors, wobei zwischen dem Fahrzeugheck und dem Strömungskollektor ein variierbares Luftlenkmittel angeordnet ist. Das Luftlenkmittel dient zum Einstellen beziehungsweise Verändern der Luftströmung an der Fahrzeugfront, einem Unterboden und/oder am Fahrzeugheck.
  • Aus der DE 299 03 255 U1 ist schließlich ein Windkanal, insbesondere für Schienenfahrzeuge bekannt, bei dem die Luft zwangsweise im Kreislauf geführt ist. Durch bewegliche Eckumlenkelemente und bewegliche Trennwände kann ein Umbau, insbesondere einer Unterteilung des Windkanals in Teilstrecken besonders rasch und effizient erfolgen. Derartige Eckumlenkelemente dienen dazu, um eine gerade Einfahrt des Schienenfahrzeugs in den Windkanal zu ermöglichen, wobei hierzu die Eckumlenkelemente aus und in dem Bereich über den Schienen bewegt werden müssen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Fahrtwindanlage sowie ein Verfahren zu schaffen, mittels welchen vereinfacht eine straßenähnliche Kraftfahrzeugströmung zur Kraftfahrzeugkühlung/-temperierung realisiert werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Fahrtwindanlage gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Fahrtwindanlage zur Erzeugung eines künstlichen Fahrtwinds zur Kühlluftanströmung der kühlungsrelevanten Kraftfahrzeugkomponenten, mit einer Fahrtwinderzeugungseinrichtung zum Erzeugen des künstlichen Fahrtwinds, und mit einer Ablufteinrichtung zum Abführen des erzeugten Fahrtwinds hinter dem Kraftfahrzeugbauteil.
  • Es ist vorgesehen, dass die Ablufteinrichtung kaminartig ausgebildet ist und der abgeführte Fahrtwind als Abluft zum Erzeugen des Fahrtwinds der Fahrtwinderzeugungseinrichtung zurückgeführt ist.
  • Dadurch ist es ermöglicht, dass vereinfacht insbesondere durch den Kamineffekt, das Kraftfahrzeugbauteil bezüglich der Kühlluftanforderung umströmt werden kann. Insbesondere können dadurch komplizierte Ablufteinrichtungen entfallen. Des Weiteren ist es dadurch ermöglicht, dass die abgeführte Abluft wiederum als Grundlage zur Erzeugung des Fahrtwinds genutzt werden kann. Somit entsteht ein Kreislauf während der Erzeugung des Fahrtwinds. Dies ist energiesparend und hoch flexibel einsetzbar.
  • Insbesondere kann im nachfolgenden Ausführungsbeispiel das Kraftfahrzeugbauteil auch ein Kraftfahrzeug sein. Mit anderen Worten kann ein Kraftfahrzeug innerhalb der Fahrtwindanlage angeordnet werden, und eine Luftströmung des Kraftfahrzeugs kann realisiert werden.
  • Die kaminartige Ablufteinrichtung ist durch ein geschlossenes erstes Tor, welches zusätzlich die Fahrtwindanlage räumlich von einer Umgebung trennt, und einem halbgeschlossenen zweiten Tor, welches räumlich vor dem ersten Tor angeordnet ist, gebildet.
  • Weiterhin wird der erzeugte Fahrtwind mit der kaminartigen Ablufteinrichtung über eine Decke der Fahrtwindanlage abgeführt und der Fahrtwinderzeugungseinrichtung zurückgeführt.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform ist die Fahrtwinderzeugungseinrichtung als adaptive Fahrtwinderzeugungseinrichtung ausgebildet.
  • Weiterhin vorteilhaft ist, wenn die Fahrtwindanströmungseinrichtung als schwenkbare Fahrtwinderzeugungseinrichtung ausgebildet ist.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungsformen der Fahrtwindanlage sind als vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Verfahrens anzusehen. Die Fahrtwindanlage weist dazu gegenständliche Merkmale auf, welche eine Durchführung des Verfahrens oder einer vorteilhaften Ausgestaltungsform davon ermöglichen.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in der einzigen Figur alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
  • Dabei zeigt die einzige Figur eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer Fahrtwindanlage.
  • In der Figur sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Die Figur zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine Ausführungsform einer Fahrtwindanlage 10. Die Fahrtwindanlage 10 ist zur Erzeugung eines künstlichen Fahrtwinds 12 ausgebildet, welcher im vorliegenden Ausführungsbeispiel insbesondere durch die Pfeile dargestellt ist. Mittels des Fahrtwinds 12 kann insbesondere eine Temperaturkonditionierung für zumindest ein Kraftfahrzeugbauteil, welches im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Kraftfahrzeug 14 ausgebildet ist, geprüft werden. Mit anderen Worten handelt es sich bei der Fahrtwindanlage 10 im vorliegenden Ausführungsbeispiel um eine Fahrtwindanlage 10 zum Prüfen der Temperaturkonditionierung des Kraftfahrzeugs 14. Die Fahrtwindanlage 10 weist eine Fahrtwinderzeugungseinrichtung 16 auf, welche zum Erzeugen des künstlichen Fahrtwinds 12 ausgebildet ist. Ferner weist die Fahrtwindanlage 10 eine Ablageeinrichtung 34 auf, welche im vorliegenden Ausführungsbeispiel insbesondere als Prüfstand ausgebildet ist. Auf der Ablageeinrichtung 34 kann das Kraftfahrzeugbauteil abgelegt werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Kraftfahrzeug 14 somit auf dem Prüfstand angeordnet. Ferner weist die Fahrtwindanlage 10 eine Ablufteinrichtung 18 zum Abführen des erzeugten Fahrtwinds 12 hinter dem Kraftfahrzeugbauteil auf.
  • Es ist vorgesehen, dass die Ablufteinrichtung 18 kaminartig ausgebildet ist und der abgeführte Fahrtwind 12 als Abluft zum Erzeugen des Fahrtwinds 12 der Fahrtwinderzeugungseinrichtung 16 zurückgeführt ist.
  • Insbesondere zeigt die Figur, dass die kaminartige Ablufteinrichtung 18 durch ein geschlossenes erstes Tor 20, welches zusätzlich die Fahrtwindanlage 10 räumlich von einer Umgebung 22 trennt, und einem halbgeschlossenen zweiten Tor 24, welches räumlich vor dem ersten Tor 20 angeordnet ist, gebildet ist. Insbesondere ist durch diese Ausgestaltungsform des geschlossenen ersten Tors 20 und des halbgeschlossenen zweiten Tors 24 ein Kamineffekt erzeugt.
  • Ferner zeigt die Figur, dass der erzeugte Fahrtwind 12 mittels der kaminartigen Ablufteinrichtung 18 über eine Decke 26 der Fahrtwindanlage 10 abgeführt ist und der Fahrtwinderzeugungseinrichtung 16 zurückgeführt ist. Insbesondere zeigt die Figur somit, dass sich das Kraftfahrzeug 14 in einem Prüfraum 28 befindet, in welchen der Fahrtwind 12 eingeblasen wird und der Fahrtwind 12 mittels der kaminartigen Ablufteinrichtung 18 abgeführt wird. Der Prüfraum 28 ist wiederum durch das Deckenelement also der Decke 26 räumlich getrennt zur Fahrtwinderzeugungseinrichtung 16, welche sich insbesondere über der Decke 26 im folgenden Ausführungsbeispiel befindet.
  • Insbesondere ist somit unter folgendem Ausführungsbeispiel zu verstehen, dass bei der Fahrtwindanlage 10 die zugeführte Luft, respektive der Fahrtwind 12, neben dem Abgas von einer entsprechenden Verbrennungskraftmaschine des Kraftfahrzeugs 14 auch wieder abgeführt werden muss. Durch die vorgeschlagene Fahrtwindanlage 10 kann eine ovale Fahrtwindführung realisiert werden, ohne Umlenkungen. Hierzu werden bereits vorhandene Elemente, insbesondere das erste Tor 20, und seitliche Führungen dazu genutzt, um die ovale Umlenkung durchzuführen. Hierzu wird zusätzlich das halbhohe zweite Tor 24 eingeführt, so dass ein Kamineffekt erzeugt wird, der den Fahrtwind 12 in genau diesem Oval hoch effizient führt und hierbei mit geringem Mitteleinsatz umgesetzt werden kann. Dies dafür erforderliche halbhohe zweite Tor 24 wird automatisiert durch die Prüfstandbedienung geschlossen und geöffnet. Im Ruhezustand ist damit das zweite Tor 24 im Luftkanal eingerollt, und das zweite Tor 24 ist durchfahrbar für Kraftfahrzeuge, insbesondere dem Kraftfahrzeug 14. Mit Beginn der Messung schließt sich das zweite Tor 24, der Kamin entsteht, und an der Stelle, an dem das zweite Tor 24 eingerollt war, ist nun ein offener Kanal, da die Torelemente nun die Kaminvorderseite bilden. Der erforderliche Bauraum für das zweite Tor 24 und der Abluftkanal sind damit doppelt nutzbar. Dadurch entfällt, im Gegensatz zum Stand der Technik, der komplette Aufwand von Bodenklappen, deren Steuerungen und Sicherheitsvorrichtungen sowie deren erforderlicher Bauraum im Prüfstandskeller ausgebildet sein können. Weiterhin ist die Überfahrbarkeit durch einen gewöhnlichen Boden einfach realisiert, da keine Abluftklappen im Boden vorhanden sind. Das Rolltor selbst, insbesondere das erste Tor 20 und das zweite Tor 24, kann beispielsweise aus einem Standardbaukasten kostengünstig beschafft werden, so dass seitliche Führungen in den Stahlbau ohne großen Mehraufwand integrierbar sind. Entsprechende Sicherheitsvorgaben, beispielsweise einer Werksfeuerwehr, können ebenfalls sehr einfach durchgeführt werden, da die Tore 20, 22 mechanisch einen Standard darstellen.
  • Ferner ist insbesondere vorgesehen, dass die Fahrtwinderzeugungseinrichtung 16 als adaptive Fahrtwinderzeugungseinrichtung ausgebildet ist. Insbesondere kann hierzu die Fahrtwinderzeugungseinrichtung 16 als schwenkbare Fahrtwinderzeugungseinrichtung ausgebildet sein. Insbesondere zeigt hier die Figur, dass die Fahrtwinderzeugungseinrichtung 16 beispielsweise einen schwenkbaren Arm 30 aufweisen kann. Der Schwenkarm 30 wiederum ist mit einer Fahrtwinddüse 32 ausgebildet, welche insbesondere vor dem Kraftfahrzeug 14 angeordnet werden kann und somit einen Auslass für den erzeugten Fahrtwind 12 bildet.
  • Dadurch ist es ermöglicht, dass während der Prüfung beziehungsweise Messung der Fahrtwind 12 in einer Art Kreislauf zirkuliert. Abgeführt wird ein konstantes Abgasvolumen. Dieses Volumen wird sensorgesteuert als Frischluft wieder aus einem Obergeschoss vorkonditioniert zurückgeführt, so dass die Solltemperatur für den Fahrtwind 12 nach Durchmischung und Druckaufbereitung mittels dreier Motoren und einer anschließenden Beruhigungskammer korrekt temperiert über einen gesteuerten Klappenmechanismus an der Fahrtwinddüse 32 und/oder an seitlichen Lufttürmen eingesteuert werden kann.
  • Neben der bereits erwähnten Sensorik wird für spezielle Prüfabläufe zum Gegenwirken der Luftträgheit in der Zufuhr ein Vorsteuerwert im Prüfstand ermittelt und an die Fahrtwindsteuerung übergeben. Über diese Schnittstelle wird auch die Geschwindigkeitsvorgabe an die Fahrtwindsteuerung übermittelt. Die Steuerungselektronik der Fahrtwindanlage 10 steuert die Drehzahl der Motoren sowie die Verteilung der aufbereiteten Fahrtwindluft über die Klappen nach dem Mischkasten. Über seitliche Lufttürme wird ein permanenter Luftstrom in den Prüfraum 28 gepresst, so dass keine erwärmte Luft zum Beispiel an der Decke 26 zurückfließen und die Temperatur verfälschen kann. Die Lufttürme dienen bei niedrigen Geschwindigkeiten auch als zusätzlicher Abnehmer der Umluft, damit die Luftgeschwindigkeit am Düsenmund der vorgegebenen Geschwindigkeit entspricht.
  • Nach den Klappen wird die temperierte Fahrtwindluft nach einem 90°-Richtungswechsel in das angeflanschte Schwenkelement, vorliegend dem Schwenkarm 30, eingeführt. Durch den Schwenkmechanismus kann eine Durchfahrt aus dem Prüfstand hergestellt werden. Die Ausführung der Lamellen im Schwenkstück wurde durch Simulation ermittelt und verbessert. Das Schwenkstück ist über eine variable Kette gesichert an einer überfahrbaren und demontierbaren Bodenöse. Der Schwenkvorgang erfolgt über ein aus dem Theatergrößenbau entlehntes Hebezeug. An dem Schwenkarm 30 wird über einen Hebelmechanismus ein fahrbares Eckstück angeflanscht. Der Hebelmechanismus ist durchgehend derselbe über alle folgenden Elemente hinweg. Die Fahrbarkeit des Eckstücks sowie der nachfolgenden Elemente stellt die Durchfahrbarkeit des Prüfstands sicher. Ebenso wird die Möglichkeit geschaffen, ein mobiles Fahrtwindgebläse anstelle der nachfolgenden Elemente zu nutzen. Die an das Eckstück anschließenden Zwischenelemente ohne Innenlamellen unterschiedlicher Länge können einzeln oder in Kombination den Abstand zwischen der Fahrtwinddüse 32 und die fahrzeugseitig spezifischen sogenannten Überhänge beziehungsweise Vorbauten, beispielsweise Fahrzeugkanten, auf einen mittleren konstanten Abstand ausgleichen. Nach diesen Zwischenelementen folgt ein baugleiches, jedoch längenfixes Beruhigungselement ohne Innenlamellen, das die Homogenität des Luftstroms sicherstellt. Abschließend folgt die Fahrtwinddüse 32 mit über Lamellen gesteuerter Fahrtwindaufteilung und ermittelter Messtechnik und einem abschließenden Gitter. Alle Ausführungen sind Simulationsergebnisse. Das Fahrtwinddüsenendstück ist so ausgeformt, dass der Unterboden des Kraftfahrzeugs 14 realitätsnah umströmt über die gesamte Fahrzeugbreite und die Kühlermaske realitätsnah angeströmt werden können. Zusätzlich ist die Kubatur der Fahrtwinddüse 32 so ausgelegt, dass das Kraftfahrzeug 14 auf dem Prüfstand fesselbar ist. Die Messtechnik des Düsenendstücks, insbesondere der Fahrtwinddüse 32, wird über Kabelstränge mit demontierbaren Kupplungsstecker-Verbindungen mit der Fahrtwindsteuerung verbunden.
  • Insgesamt zeigt die Erfindung die Fahrtwindanlage 10 zur gezielten Umströmung von dem Kraftfahrzeug 14 mit optimierter Luftführung und beweglicher Zu- und Abluftanlage.

Claims (3)

  1. Fahrtwindanlage (10) zur Erzeugung eines künstlichen Fahrtwinds (12) zum Prüfen einer Temperaturkonditionierung für zumindest ein Kraftfahrzeugbauteil, mit einer Fahrtwinderzeugungseinrichtung (16) zum Erzeugen und Einblasen des künstlichen Fahrtwinds (12) in einen Prüfraum (28), und mit einer Ablufteinrichtung (18) zum Abführen des erzeugten Fahrtwinds (12) hinter dem Kraftfahrzeugbauteil, wobei der abgeführte Fahrtwind (12) als Abluft zum Erzeugen des Fahrtwinds (12) über eine Decke (26) der Fahrtwindanlage (10) abgeführt und der Fahrtwinderzeugungseinrichtung (16) zurückgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablufteinrichtung (18) kaminartig ausgebildet und durch ein geschlossenes erstes Tor (20), welches zusätzlich die Fahrtwindanlage (10) räumlich von einer Umgebung (22) trennt, und einem halb geschlossenen zweiten Tor (24), welches räumlich zwischen dem Kraftfahrzeugbauteil und dem ersten Tor (20) angeordnet ist, gebildet ist.
  2. Fahrtwindanlage (10) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrtwinderzeugungseinrichtung (16) als adaptive Fahrtwinderzeugungseinrichtung (16) ausgebildet ist.
  3. Fahrtwindanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrtwinderzeugungseinrichtung (16) als schwenkbare Fahrtwinderzeugungseinrichtung (16) ausgebildet ist.
DE102019009043.8A 2019-12-23 2019-12-23 Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds mit einer kaminartigen Ablufteinrichtung Active DE102019009043B3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102019009043.8A DE102019009043B3 (de) 2019-12-23 2019-12-23 Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds mit einer kaminartigen Ablufteinrichtung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102019009043.8A DE102019009043B3 (de) 2019-12-23 2019-12-23 Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds mit einer kaminartigen Ablufteinrichtung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102019009043B3 true DE102019009043B3 (de) 2021-03-04

Family

ID=74564728

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102019009043.8A Active DE102019009043B3 (de) 2019-12-23 2019-12-23 Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds mit einer kaminartigen Ablufteinrichtung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102019009043B3 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202024000257U1 (de) 2024-02-09 2024-03-07 Stefan Gender Konditioniervorrichtung zum lokalen Abführen von Wärme in einem Prüfstand und entsprechender Prüfstand

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29903255U1 (de) * 1999-02-23 1999-05-12 Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal Ges. m.b.H., Wien Windkanal
DE102009020601A1 (de) * 2009-05-09 2010-11-11 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Freistrahl-Rollenprüfstand

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29903255U1 (de) * 1999-02-23 1999-05-12 Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal Ges. m.b.H., Wien Windkanal
DE102009020601A1 (de) * 2009-05-09 2010-11-11 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Freistrahl-Rollenprüfstand

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202024000257U1 (de) 2024-02-09 2024-03-07 Stefan Gender Konditioniervorrichtung zum lokalen Abführen von Wärme in einem Prüfstand und entsprechender Prüfstand

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3133382B1 (de) Klimafahrzeug mit windkanal und verfahren zum dynamischen testen von fahrzeugkomponenten
DE102014117537B4 (de) Vorrichtung zum Steuern eines Luftstroms zu einem Motorraum eines Fahrzeugs und Luftstromsteuersystem, das die Vorrichtung aufweist
WO1993011417A1 (de) Windkanal mit freistrahlmessstrecke zur simulation von windrichtungsschwankungen
DE102009002184B4 (de) Aufbau einer Triebwerk-Simulationseinrichtung und Verfahren zur Simulation
DE102019009043B3 (de) Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds mit einer kaminartigen Ablufteinrichtung
DE102019201155A1 (de) Anordnung und Verfahren zur Kühlung einer Batterie sowie Kraftfahrzeug
DE102017107050A1 (de) Portabler aeroakustischer Windkanal und Verfahren zur Prüfung eines Fahrzeugs auf Windgeräusche
DE29903255U1 (de) Windkanal
DE60204993T2 (de) Frischlufteinlassvorrichtung eines Luftfahrzeuges
DE102022001762A1 (de) Kraftfahrzeug mit einem Kühlkreislauf und Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs
DE102019009044B3 (de) Fahrtwindanlage zum Erzeugen eines künstlichen Fahrtwinds mit einer kaminartigen Ablufteinrichtung
DE102021107012A1 (de) Luftausströmer für ein Kraftfahrzeug sowie hiermit ausgestattetes Kraftfahrzeug
DE102011117004A1 (de) Anlage zur Simulation feuchtigkeitsbedingter Folgeerscheinungen an einem Prüfkörper
DE102016225277A1 (de) Windkanal sowie Verfahren zum Einstellen einer Luftströmung in einem Windkanal
EP2333324A2 (de) Windkraftanlage zur Erzeugung von elektrischer Energie in einem Kraftfahrzeug
DE102015219157A1 (de) Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugs und Fahrzeug
EP4392755B1 (de) Verfahren und testanordnung zum testen eines klimageräts
DE202024000257U1 (de) Konditioniervorrichtung zum lokalen Abführen von Wärme in einem Prüfstand und entsprechender Prüfstand
WO2016041549A1 (de) Vorrichtung für eine kombinierte druckschutz- und luftmengenregelung im innenraum von hochgeschwindigkeits-schienenfahrzeugen
DE102015102848A1 (de) Prüfstand für eine elektrische Maschine eines Kraftfahrzeugs
DE3605603C2 (de)
DE102014116504A1 (de) Vorrichtung zur Generierung klimatischer Eingangsbedingungen für Klimatisierungsvorrichtungen
AT528206B1 (de) Vorrichtung zur Messung eines Luftmassenstroms auf einem Prüfstand
DE102015108509A1 (de) Luftführung im Bereich einer Abgasanlage im Heckbereich eines Kraftfahrzeugs
WO2022073053A1 (de) Höhensimulationsvorrichtung für mensch und/oder tier

Legal Events

Date Code Title Description
R012 Request for examination validly filed
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: MERCEDES-BENZ GROUP AG, DE

Free format text: FORMER OWNER: DAIMLER AG, 70372 STUTTGART, DE

R016 Response to examination communication
R018 Grant decision by examination section/examining division
R020 Patent grant now final
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: MERCEDES-BENZ GROUP AG, DE

Free format text: FORMER OWNER: DAIMLER AG, STUTTGART, DE