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Die Erfindung betrifft ein Luftleitelement, vorzugsweise einen Dachspoiler, für ein Kraftfahrzeug.
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Fahrerhäuser von Lastkraftwagen können mit Luftleitelementen, z. B. Dachspoilern, zur Reduzierung des cw-Wertes ausgestattet sein, die die direkt angestrahlte Fläche des Ladeaufbaus oder des Aufliegers reduzieren sollen. Bei wechselnden Ladeaufbauten (Containern, Wechselpritsche, etc.) oder bei wechselnden Sattelaufliegern kann die Höhe des Ladeaufbaus bzw. des Sattelaufliegers variieren. Um hier wiederum die bestmögliche Abdeckung durch den Dachspoiler gewährleisten zu können, kann der Dachspoiler in der Höhe einstellbar sein. Dies kann manuell oder auch automatisch erfolgen. In beiden Fällen ist eine Prüfung notwendig, ob der Dachspoiler richtig eingestellt ist. Dies kann bspw. optisch durch den Fahrer erfolgen, der aus größerer Distanz die Einstellung auf Richtigkeit abschätzt.
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Die
DE 10 2012 023 577 A1 offenbart ein Nutzfahrzeug mit einem Dachspoiler auf einem Fahrerhaus. Ein Anstellwinkel des Dachspoilers ist gegenüber dem Dach zur Abschirmung einer das Fahrerhaus in der Höhe überragenden Aufbaus oder Aufliegers unter Verwendung wenigstens eines Sensors und wenigstens einer Stelleinrichtung einstellbar. Der Sensor ist im Dachspoilerbereich so angebracht, dass dieser bei einer mittels der Stelleinrichtung vorgebbaren Änderung des Anstellwinkels zur Ermittlung eines optimalen Anstellwinkels des Dachspoilers ein Sensorsignal abgibt.
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Die
EP 2 792 579 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Einstellen der Ausrichtung eines aerodynamischen Anbaus einer Kabine eines Zugfahrzeugs in Abhängigkeit von einem Unterschied der aerodynamischen Größe zwischen der Kabine und einem mit der jeweiligen Kabine verbundenen Anhänger.
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Die
US 2008/0197985 A1 offenbart eine Vorrichtung mit einem Sensor, der auf einem Luftleitblech auf dem Dach der Fahrerkabine gelagert ist. Der Sensor ist so angeordnet, dass er während der vertikalen Bewegung des hinteren Endes des Luftleitblechs die maximale Höhe der Ladung hinter der Kabine erfasst und Signale, die die maximale Höhe angeben, an eine Anzeige in der Kabine sendet.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine alternatives und/oder verbessertes Luftleitelement zu schaffen.
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Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.
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Gemäß einem Aspekt ist ein Luftleitelement, vorzugsweise ein Dachspoiler, für ein Kraftfahrzeug (z. B. Nutzfahrzeug, vorzugsweise Lastkraftwagen) offenbart. Das Luftleitelement weist einen Luftleitkörper auf, der einen zur Innenseite des Luftleitkörpers hin angewinkelten Hinterkantenabschnitt aufweist. Das Luftleitelement weist einen Sensor auf, der an der Innenseite des Luftleitkörpers getragen und bezüglich des angewinkelten Hinterkantenabschnitts zurückversetzt angeordnet ist.
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Die Ausbildung des angewinkelten Hinterkantenabschnitts und die zurückversetzte Anordnung des Sensors bezüglich dieses angewinkelten Hinterkantenabschnitts können eine gut zugängliche und gleichzeitig geschützte Anordnung des Sensors an der Innenseite des Luftleitelements ermöglichen. Nach den aus dem Stand der Technik bekannten Anordnungen des Sensors am Dachspoiler kann dieser nämlich Witterungseinflüssen ausgesetzt sein und aufgrund von Sonnenblendungen in dessen Funktionsweise beeinträchtigt sein.
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Vorzugsweise kann sich das hierin verwendete „Hinter-“ in „Hinterkantenabschnitt“ auf eine gewünschte Anbringungsausrichtung des Luftleitelements beziehen bzw. auf eine Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftfahrzeugs.
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Bevorzugt kann der Sensor in einem hinteren Abschnitt des Luftleitelements angeordnet sein.
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In einem Ausführungsbeispiel ist der Sensor so bezüglich des angewinkelten Hinterkantenabschnitts zurückversetzt, dass der angewinkelte Hinterkantenabschnitt den Sensor abschattet und/oder den Sensor vor Witterungseinflüssen schützt. Die Abschattung des Sensors kann eine Erfassungsqualität des Sensors verbessern. Der Schutz vor Witterungseinflüssen kann eine Lebensdauer des Sensors verlängern und eine Erfassungsqualität des Sensors verbessern.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel erstreckt der angewinkelte Hinterkantenabschnitt sich entlang eines gesamten hinteren Endes des Luftleitkörpers. Der Hinterkantenabschnitt kann das Luftleitelement beispielsweise auch versteifen.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der angewinkelte Hinterkantenabschnitt in einem Winkelbereich zwischen 20° und 135°, vorzugsweise zwischen 30° und 100°, angewinkelt.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der angewinkelte Hinterkantenabschnitt bezüglich eines angrenzenden Hauptkörperabschnitts des Luftleitkörpers angewinkelt.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist der angewinkelte Hinterkantenabschnitt eine Breite in einem Bereich zwischen 1800 mm und 2600 mm und/oder eine Länge in einem Bereich zwischen 5 mm und 100 mm auf.
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Zweckmäßig kann der Sensor unterhalb des Hauptkörperabschnitts angeordnet sein, malvorzugsweise in einem Bereich nahe des Hinterkantenabschnitts.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Innenseite des Luftleitkörpers entlang einer Längserstreckung und/oder einer Quererstreckung des Luftleitkörpers gebogen. Die Innenseite kann eine planare Befestigungsfläche aufweisen, an der der Sensor befestigt ist (z. B. mittelbar oder unmittelbar). Dies kann eine einfache Befestigung und Ausrichtung des Sensors ermöglichen.
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In einer Weiterbildung ist die planare Befestigungsfläche in die Innenseite, vorzugsweise eine Innenschale des Luftleitkörpers, eingeprägt. Alternativ kann die planare Befestigungsfläche bspw. direkt beim Formen des Luftleitkörpers, vorzugsweise einer Innenschale des Luftleitkörpers, eingeformt werden.
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In einer Ausführungsform ist der Sensor mittels einer Halterung, vorzugsweise einem Haltewinkel oder einer Halteplatte, an der planaren Befestigungsfläche befestigt.
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In einer weiteren Ausführungsform ist die planare Befestigungsfläche quaderförmig, vorzugsweise mit einer Größe von mindestens 30 mm (Länge) x mindestens 30 mm (Breite), besonders bevorzugt von mindestens 50 mm x mindestens 50 mm (z. B. 50 mm x 100 mm).
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In einer weiteren Ausführungsform weist der Luftleitkörper eine Außenschale und eine daran angebrachte Innenschale auf. Die Außenschale kann den angewinkelten Hinterkantenabschnitt aufweisen. Der Sensor kann an der Innenschale getragen sein.
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In einer weiteren Ausführungsform ist der Sensor zumindest teilweise in einem (z. B. von der Außenschale und dem Hinterkantenabschnitt geschützten) Freiraum zwischen der Innenschale und dem angewinkelten Hinterkantenabschnitt angeordnet. Es ist möglich, dass die Innenschale bezüglich des angewinkelten Hinterkantenabschnitts zurückversetzt angeordnet ist.
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In einer Ausführungsvariante ist die Außenschale als eine SMC-Komponente (Sheet-Molding-Compound-Komponente) ausgeführt, und/oder die Innenschale ist als eine SMC-Komponente ausgeführt.
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Es ist möglich, dass die Außenschale und die Innenschale miteinander verklebt sind, und/oder die Innenschale Versteifungsstrukturen zum Versteifen des Luftleitelements aufweist.
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In einer weiteren Ausführungsvariante ist der Sensor dazu ausgebildet, eine Umgebung des Luftleitkörpers zu erfassen. Alternativ oder zusätzlich ist der Sensor so ausgerichtet, dass er einen über den Hinterkantenabschnitt hinausgehenden Bereich erfasst.
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In einer weiteren Ausführungsvariante ist der Sensor als eine Kameravorrichtung oder ein Abstandssensor ausgeführt.
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Gemäß einem weiteren Aspekt ist ein Kraftfahrzeug, vorzugsweise ein Nutzfahrzeug (z. B. ein Lastkraftwagen, vorzugsweise mit Ladeaufbau oder Sattelauflieger), offenbart. Das Kraftfahrzeug weist ein Luftleitelement wie hierin offenbart auf.
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In einer Weiterbildung ist das Luftleitelement als ein, vorzugsweise verstellbarer, Dachspoiler ausgeführt und/oder auf einem Dach des Kraftfahrzeugs angeordnet.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist das Kraftfahrzeug ferner eine Verstelleinrichtung auf, die das Luftleitelement (z. B. manuell, pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch) verstellbar, vorzugsweise schwenkbar und/oder höhenverstellbar, mit dem Kraftfahrzeug verbindet.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Verstelleinrichtung dazu ausgebildet, das Luftleitelement automatisch basierend auf einer Ausgabe des Sensors zu verstellen (z. B. unter Verwendung einer Steuereinheit mit Mikroprozessor und Speicher). Alternativ oder zusätzlich kann das Kraftfahrzeug ferner eine Benutzerschnittstelle aufweisen, über die eine Ausgabe des Sensors ausgebbar (z. B. anzeigbar) und eine Benutzereingabe zum Betätigen der Verstelleinrichtung eingebbar ist.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Sensor zum Erfassen (z. B. einer Maximalhöhe) einer vorderen Oberkante eines Ladeaufbaus des Kraftfahrzeugs oder einer vorderen Oberkante eines Sattelaufliegers des Kraftfahrzeugs ausgerichtet. Damit kann ermöglicht werden, dass die Verstellung des Luftleitelements an die vordere Oberkante des Ladeaufbaus oder die vordere Oberkante des Sattelaufliegers anpassbar ist.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann der Sensor zum Erfassen einer, vorzugsweise höhenverstellbaren, Sattelplatte des Kraftfahrzeugs ausgerichtet sein. Damit kann ermöglicht werden, dass die Ankupplung und/oder Abkupplung eines Sattelaufliegers mittels des Sensors überwacht werden kann.
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Es versteht sich, dass die hierin offenbarten Techniken zum Anordnen des Sensors auch für andere Sensoren an Luftleitelementen verwendet werden können.
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Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- 1 ein Dach eines Lastkraftwagens mit einem Dachspoiler;
- 2 einen hinteren Ausschnitt einer Schnittansicht entlang einer Linie A-A in 1;
- 3 ein Dach eines weiteren Lastkraftwagens mit einem Dachspoiler;
- 4 einen hinteren Ausschnitt einer Schnittansicht entlang einer Linie B-B in 3;
- 5 eine schematische Seitenansicht eines Sattelzugs; und
- 6 eine schematische Seitenansicht eines Lastkraftwagens mit Ladeaufbau.
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Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest teilweise überein, so dass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen bzw. Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
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Die 1 und 2 sowie die 3 und 4 zeigen zwei Beispiele für ein Dach 10 eines Kraftfahrzeugs. Das Kraftfahrzeug ist bevorzugt als ein Lastkraftwagen ausgeführt. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf beide Beispiele.
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Das Kraftfahrzeug weist ein Luftleitelement 12 auf. Das Luftleitelement 12 ist bevorzugt als ein Dachspoiler ausgeführt, der auf dem Dach 10 angeordnet ist. Das Luftleitelement 12 kann verstellbar mit dem Dach 10 verbunden sein, insbesondere höhenverstellbar und/oder schwenkbar, um vorzugsweise an unterschiedliche hohe Sattelauflieger oder Ladeaufbauten des Lastkraftwagens angepasst zu werden. Es ist auch möglich, dass das Luftleitelement 12 eine Öffnung für eine Dachluke des Kraftfahrzeugs aufweist, siehe z. B. 1 und 2.
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Das Luftleitelement 12 weist einen Luftleitkörper 14 und einen Sensor 16 auf. Der Sensor 16 ist an einer Innenseite des Luftleitkörpers 14 getragen.
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Der Luftleitkörper 14 kann vorzugsweise eine Außenschale 14A und eine Innenschale 14B aufweisen. Die Außenschale 14A kann zu einer Umgebung des Kraftfahrzeugs gerichtet sein, insbesondere nach oben. Die Innenschale 14B kann zum Dach 10 gerichtet sein, insbesondere nach unten. Die Außenschale 14A und die Innenschale 14B können als SMC-Komponenten (Sheet-Molding-Compound-Komponenten) ausgeführt sein, also vorzugsweise aus einem verpressten Faser-Kunststoff-Verbund mit Reaktionsharzen. Die Außenschale 14A und die Innenschale 14B sind bspw. miteinander verklebt. Der doppelschalige Aufbau des Luftleitkörpers 14 kann aus Festigkeits- und Steifigkeitsgründen vorteilhaft sein. Die Innenschale 14B kann Versteifungsstrukturen aufweisen, z. B. Rippen und/oder Sicken, mit denen die Außenschale 14A und somit der Luftleitkörper 14 versteift werden kann. Somit kann auch ein geringeres Gewicht erzielt werden als bei einem vergleichbar steifen einschaligen Aufbau. Es ist allerdings auch möglich, dass der Luftleitkörper 14 bspw. einschalig aufgebaut ist.
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Der Luftleitkörper 14, vorzugsweise die Außenschale 14A, weist einen Hauptkörperabschnitt 18 und einen Hinterkantenabschnitt 20 auf. Der Hauptkörperabschnitt 18 kann im Wesentlichen flächig und gebogen sein. Der Hinterkantenabschnitt 20 grenzt an den Hauptkörperabschnitt 18 an. Der Hinterkantenabschnitt 20 bildet ein hinteres Ende des Luftleitkörpers 14.
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Der Hinterkantenabschnitt 20 ist angewinkelt zum Hauptkörperabschnitt 18 ausgerichtet. Der Hinterkantenabschnitt 20 ist zur Innenseite des Luftleitkörpers 14 hin bzw. nach innen angewinkelt. Ein Innenwinkel, der zwischen dem Hauptkörperabschnitt 18 und dem Hinterkantenabschnitt 20 eingeschlossen ist, kann beispielsweise zwischen 70° und 150° betragen. Im Ausführungsbeispiel der 1 und 2 beträgt der Innenwinkel zwischen dem Hauptkörperabschnitt 18 und dem Hinterkantenabschnitt 20 beispielsweise rund 90°. Im Ausführungsbeispiel der 3 und 4 beträgt der Innenwinkel zwischen dem Hauptkörperabschnitt 18 und dem Hinterkantenabschnitt 20 beispielsweise rund 135°. Exakt miteinander ausgerichtet, d.h. nicht angewinkelt zueinander, wäre ein Innenwinkel=Außenwinkel zwischen dem Hinterkantenabschnitt und der Hauptkörperabschnitt genau 180°.
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Der Hinterkantenabschnitt 20 kann sich entlang einer gesamten Hinterkante des Luftleitkörpers 14 erstrecken oder nur abschnittsweise entlang einer Hinterkante des Luftleitkörpers 14 erstrecken. Der Hinterkantenabschnitt 20 kann zweckmäßig eine Breite zwischen 1800 mm und 2600 mm aufweisen. Der Hinterkantenabschnitt 20 kann vorzugsweise eine Länge in einem Bereich zwischen 5 mm und 100 mm, vorzugsweise bis 70 mm, aufweisen.
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Die Innenschale 14B ist bezüglich des angewinkelten Hinterkantenabschnitts 20 zurückversetzt angeordnet, d.h. bezüglich einer Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftfahrzeugs nach vorne versetzt.
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Der Sensor 16 ist bezüglich des Hinterkantenabschnitts 20 zurückversetzt angeordnet, d.h. bezüglich einer Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftfahrzeugs nach vorne versetzt. In anderen Worten, der Sensor 16 ist weder bündig mit dem Hinterkantenabschnitt 20 ausgerichtet noch erstreckt er sich über den Hinterkantenabschnitt 20 hinaus. Diese zurückversetzte Anordnung kann den Vorteil bieten, dass der Hinterkantenabschnitt 20 den Sensor 16 abschattet und so für gleichmäßige Lichtverhältnisse am Sensor 16 sorgt. Der Hinterkantenabschnitt 20 kann den Sensor 16 so auch von Witterungseinflüssen schützen. Der Hinterkantenabschnitt 20 kann den Sensor 16 schützend abdecken.
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Vorzugsweise ist der Sensor 16 zumindest teilweise in einem Freiraum zwischen dem Hinterkantenabschnitt 20 und einem hinteren Ende der Innenschale 14A angeordnet. Der Freiraum bietet Bauraum zur Anordnung des Sensors 16. Der Freiraum bietet auch eine geschützte Aufnahme für den Sensor 16 durch den Hinterkantenabschnitt 20.
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Der Luftleitkörper 14 und somit die Außenschale 14A und die Innenschale 14B kann aerodynamisch gebogen sein, z. B. in einer Querrichtung des Kraftfahrzeugs / entlang einer Längserstreckung des Luftleitkörpers 14. Auf der Innenseite des Luftleitkörpers 14 kann eine planare (ebene) Befestigungsfläche 22 für den Sensor 16 angeordnet sein. Zweckmäßig weist die Innenschale 14B die planare Befestigungsfläche 22 für den Sensor 16 auf.
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Die planare Befestigungsfläche 22 ist in einem gebogenen Abschnitt der Innenschale 14B angeordnet, z. B. mittig bzgl. einer Längserstreckung des Luftleitkörpers 14. Die planare Befestigungsfläche 22 ermöglicht eine einfache und flächige Befestigung des Sensors 16 und eine einfache Ausrichtung des Sensors 16. Die planare Befestigungsfläche 22 kann beispielsweise in die Innenschale 14B eingeprägt sein oder beim Formen der Innenschale 14B direkt eingeformt werden. Die Befestigungsfläche ist vorzugsweise quaderförmig, z. B. mit einer Größe von mindestens 30 mm x mindestens 30 mm, vorzugsweise von mindestens 50 mm x mindestens 50 mm, besonders bevorzugt 50 mm x 100 mm.
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Der Sensor 16 kann beispielsweise direkt an der Befestigungsfläche 22 befestigt sein. Es ist allerdings auch möglich, dass eine Halterung 24 den Sensor 16 an der Befestigungsfläche 22 befestigt. Die Halterung 24 kann beispielsweise in Form eines Haltewinkels oder einer Halteplatte ausgeführt sein.
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Der Sensor 16 ist vorzugsweise so ausgebildet und ausgerichtet, dass eine Ausgabe des Sensors 16 zur Einstellung des Luftleitkörpers 14 verwendbar ist. Bevorzugt ist der Sensor 16 zur Erfassung eines Umgebungsbereichs über den Hinterkantenabschnitt 20 hinaus ausgebildet, wie beispielhaft anhand der nachfolgenden Anwendungen erläutert ist.
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Die 5 und 6 zeigen unterschiedliche Anwendungen für das mit dem Sensor 16 ausgestattete Luftleitelement 12. Das Luftleitelement 12 ist jeweils als ein verstellbarer Dachspoiler ausgeführt. Das Luftleitelement 12 ist auf einem Dach eines Fahrerhauses eines Kraftfahrzeugs 26 angeordnet. Das Kraftfahrzeug 26 ist jeweils als ein Lastkraftwagen ausgeführt.
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Das Kraftfahrzeug 26 weist eine Verstelleinrichtung 28 auf. Mittels der Verstelleinrichtung 28 kann das Luftleitelement 12 automatisch verstellt werden, z. B. elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch. Insbesondere kann mittels der Verstelleinrichtung 28 eine Höhe des Luftleitelements 12 verstellt werden. Das Luftleitelement 12 kann hierfür schwenkbar mit dem Dach des Kraftfahrzeugs 26 verbunden sein.
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Das Kraftfahrzeug 26 kann eine Benutzerschnittstelle 30 zum Ausgeben von Informationen an einen Fahrer des Kraftfahrzeugs 26 und/oder zum manuellen Eingeben von Befehlen aufweisen. Die Benutzerschnittstelle 30 kann Informationen bspw. visuell, akustisch und/oder haptisch ausgeben. Zweckmäßig weist die Benutzerschnittstelle 30 zumindest eine Anzeigeeinheit und eine Bedieneinheit auf, die beispielsweise auch integriert miteinander als ein berührungsempfindlicher Bildschirm ausgeführt sein können. Es ist möglich, dass sich die Verstelleinrichtung 28 mittels der Benutzerschnittstelle 30 betätigen lässt.
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5 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Kraftfahrzeug 26 als eine Sattelzugmaschine ausgeführt ist. Das Kraftfahrzeug 26 weist eine Sattelplatte 32 auf. An die Sattelplatte 32 kann ein Führungszapfen („king pin“) 34 eines Sattelaufliegers 36 angekuppelt werden. Es ist möglich, dass die Sattelplatte 32 höhenverstellbar ist, wie mit dem gestrichelten Umriss 32' angedeutet ist, um Sattelauflieger 36 mit unterschiedlichen Abstellhöhen (z. B. 1000 mm bei Volumenaufliegern und 1200 mm bei Standardaufliegern) ankuppeln zu können. Die Verstellung kann beispielsweise manuell, pneumatisch, elektrisch oder hydraulisch erfolgen, z. B. mittels der Benutzerschnittstelle 30. Eine Höhenverstellung der Sattelplatte 32 kann ebenfalls mittels einer luftgefederten Hinterachse möglich sein.
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In der Ausführungsform von 5 ist der Sensor 16 als eine Kameravorrichtung ausgeführt. Die vom Sensor 16 erfasste Umgebung, die über den Hinterkantenabschnitt 20 (siehe 1 bis 4) hinausgeht, kann mittels der Benutzerschnittstelle 30 angezeigt werden. Der Sensor 26 kann so ausgerichtet sein, dass eine vordere Oberkante des Sattelaufliegers 36 und die Sattelplatte 32 erfasst wird.
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Der Fahrer des Kraftfahrzeugs 26 kann das angezeigte Kamerabild doppelt verwenden. Einerseits kann ihn das Kamerabild bei Ankoppelvorgang unterstützen. Der Fahrer kann die Ausrichtung des Sattelaufliegers 36 beim Ankuppeln beobachten. Zusätzlich kann er vor dem Ankuppeln auf einfache Weise prüfen, ob die Sattelplatte 32 in der richtigen Höhenposition für den Sattelauflieger 36 eingestellt ist. Andererseits kann der Fahrer nach dem Ankuppeln des Sattelaufliegers 36 die Verstelleinrichtung 28 mittels der Benutzerschnittstelle 30 betätigen, um eine Anpassung der Höheneinstellung des Luftleitelements 12 bezüglich einer Höhenposition der vorderen Oberkante des Sattelaufliegers vorzunehmen.
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Es ist möglich, dass der Sensor 16 nur zum Erfassen der vorderen Oberkante des Sattelaufliegers 36 oder nur zum Erfassen der Sattelplatte 32 ausgerichtet ist. Es ist auch möglich, dass der Sensor 16 nicht als Kameravorrichtung ausgeführt ist, sondern z. B. als ein Abstandssensor. Es ist ferner möglich, dass die Verstelleinrichtung 28 automatisch basierend auf einer Ausgabe des Sensors 16 betätigt wird, um eine automatisch Anpassung der Verstellung des Luftleitelements 12 vorzunehmen.
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6 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Kraftfahrzeug 26 als ein Lastkraftwagen mit einem wechselbaren Ladeaufbau 38 ausgeführt ist. Der Sensor 16 ist auf eine vordere Oberkante des Ladeaufbaus 38 ausgerichtet. Hier kann der Sensor 16 bspw. als ein Abstandssensor z. B. auf Ultraschall- oder Laserbasis ausgeführt sein, der eine automatische Einstellung der Verstelleinrichtung 28 auf Basis einer Erfassung einer vorderen Oberkante des Ladeaufbaus 38 ermöglicht. Es ist auch möglich, dass der Sensor 16 bspw. als eine Kameravorrichtung ausgeführt ist, dessen Kamerabild mittels der Benutzerschnittstelle 30 anzeigbar ist. Die Verstelleinrichtung 28 kann dann bspw. mittels Benutzereingabe in die Benutzerschnittstelle betätigt werden.
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Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen. Insbesondere sind die einzelnen Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 jeweils unabhängig voneinander offenbart. Zusätzlich sind auch die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von sämtlichen Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und beispielsweise unabhängig von den Merkmalen bezüglich des Luftleitkörpers und/oder des Sensors des unabhängigen Anspruchs 1 offenbart. Alle Bereichsangaben hierin sind derart offenbart zu verstehen, dass gleichsam alle in den jeweiligen Bereich fallenden Werte einzeln offenbart sind, z. B. auch als jeweils bevorzugte engere Außengrenzen des jeweiligen Bereichs.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Dach
- 12
- Luftleitelement
- 14
- Luftleitkörper
- 14A
- Außenschale
- 14B
- Innenschale
- 16
- Sensor
- 18
- Hauptkörperabschnitt
- 20
- Hinterkantenabschnitt
- 22
- Planare Befestigungsfläche
- 24
- Halterung
- 26
- Kraftfahrzeug
- 28
- Verstelleinrichtung
- 30
- Benutzerschnittstelle
- 32
- Sattelplatte
- 34
- Führungszapfen
- 36
- Sattelauflieger
- 38
- Ladeaufbau
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102012023577 A1 [0003]
- EP 2792579 A1 [0004]
- US 2008/0197985 A1 [0005]