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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine numerische Steuereinheit und im Besonderen auf eine numerische Steuereinheit, die dazu ausgebildet ist, auf einfache Weise einen benutzerdefinierten Bildschirm zu erstellen, auf dem benötigte Informationen zusammengefasst werden.
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Beschreibung der verwandten Technik
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Eine herkömmliche numerische Steuereinheit weist einen Bildschirm auf, in dem Anzeigeinhalte und deren Anordnung für jeden Einsatzzweck definiert und festgelegt werden. Der Anzeigeinhalt und die Anordnung des Bildschirms können während der Anzeige nicht dynamisch geändert werden. Beispiele für einen solchen Bildschirm sind ein Zustandsüberwachungsbildschirm während des Betriebs, ein Programmbearbeitungsbildschirm, ein Zustandseinstellungsbildschirm und eine Alarmbildschirmanzeige.
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Wenn ein Benutzer einen benutzerspezifischen Bildschirm hinzufügen möchte, so wird der Bildschirm jedes Mal erstellt, indem Allzweck-Grafiken (Linien, Bögen, Rechtecke, Zeichen etc.) oder Bildschirmkomponenten (Beschriftungen, Schaltflächen, Listen, Diagramme etc.) auf dem Bildschirm angeordnet werden und ein Vorgang programmiert wird. Diese Aufgabe erfordert in der Regel einen hohen Aufwand an Zeit und Mühe.
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In der Zwischenzeit wurden die in der
JP 6257849 B2 und
JP 2002-278666 A dargestellten Schemata als programmloses Verfahren zur Anpassung des Bildschirms vorgeschlagen.
JP 6257849 B2 offenbart eine Funktion zum Hinzufügen oder Löschen eines vorgegebenen Anzeigeelements auf einem vorhandenen Bildschirm.
JP 2002 -
278666 A offenbart eine Funktion zum Anordnen von aus einem vorhandenen Bildschirm ausgewählten Anzeigekomponenten (Schaltflächen, Listen, Diagramme etc.) auf einem benutzerdefinierten Bildschirm.
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Bei einer herkömmlichen numerischen Steuereinheit ist ein Bildschirm in der Regel so konfiguriert, dass er dem Zweck jedes Vorgangs genügt. Aus diesem Grund können Informationen, die von einem Bediener bestätigt werden sollen, in vielen Fällen nicht auf einem Bildschirm zusammengefasst werden. In diesem Fall muss der Bediener auf eine Mehrzahl von Bildschirmen umschalten, um die Informationen zu bestätigen. Es kann beispielsweise sein, dass in einer numerischen Steuereinheit, die eine Mehrzahl von Systemen aufweist, nur sich auf das System 1 beziehende Informationen bestätigt werden sollen. In diesem Fall musste der Bediener in der Vergangenheit die sich auf das System 1 beziehenden Informationen, die auf eine Mehrzahl von Bildschirmen verteilt waren, lateral bestätigen. Eine Funktion zur einfachen Erstellung eines Bildschirms, in dem die sich auf das System 1 beziehenden Informationen zusammengefasst werden, wurde nicht bereitgestellt.
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Außerdem wurden bei einer herkömmlichen Bildschirmanzeige, die für den Empfang einer Benutzerbedienung ausgebildet war, häufig andere Informationen als die von dem Bediener zu bestätigenden Informationen angezeigt, mit anderen Worten wurden häufig unnötige Informationen angezeigt. Aus diesem Grund ist es für den Bediener schwierig, die Zielinformationen zu bestätigen. Mit anderen Worten, es erfordert Zeit und Mühe, um die Informationen einzugrenzen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass der Bediener die Zielinformationen fälschlicherweise als andere Informationen erkennt. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass fälschlicherweise auf Daten eines anderen Systems als eines zu bestätigenden Systems hingewiesen wird. Darüber hinaus werden Ressourcen wie eine CPU (Central Processing Unit, Zentraleinheit), ein Bus, eine externe Kommunikation etc. unnötig belastet, um überflüssige Informationen zu erlangen.
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Außerdem bearbeitet das in
JP 6257849 B2 beschriebene Schema lediglich einen vorhandenen Bildschirm und ist der Notwendigkeit, erforderliche Informationen von einem beliebigen Bildschirm zu erfassen, um einen neuen Bildschirm zu erstellen, nicht gewachsen. Das in
JP 2002-278666 A beschriebene Schema kann einen neuen Bildschirm mit Komponenten erstellen, die von einer Mehrzahl von Bildschirmen erfasst wurden. Es ist jedoch notwendig, einen Bildschirm manuell zu erstellen und Bildschirmkomponenten zu erfassen, und ein hoher Aufwand an Zeit und Mühe ist immer noch erforderlich.
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ÜBERSICHT ÜBER DIE ERFINDUNG
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Die vorliegende Anmeldung soll ein solches Problem lösen, und ein Ziel der Anmeldung ist es, eine numerische Steuereinheit bereitzustellen, die dazu ausgebildet ist, auf einfache Weise einen benutzerdefinierten Bildschirm zu erstellen, auf dem notwendige Informationen zusammengefasst werden.
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Eine numerische Steuereinheit gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst: eine Attributzuordnungseinheit zum Zuordnen eines Attributs zu einer oder mehreren Bildschirmkomponenten, die in einem oder mehreren vorhandenen Bildschirmen enthalten sind, eine benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit zum Festlegen des auf einem benutzerdefinierten Bildschirm anzuzeigenden Attributs, und eine benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit zum Anzeigen des benutzerdefinierten Bildschirms, auf dem die aufgrund des Attributs ausgewählten Bildschirmkomponenten ausschließlich zusammenfasst werden.
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Eine numerische Steuereinheit nach einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung ist dadurch gekennzeichnet, dass die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit eine Mehrzahl von Attributen, die auf dem benutzerdefinierten Bildschirm anzuzeigen sind, und eine logische Beziehung zwischen der Mehrzahl von Attributen festlegt.
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Eine numerische Steuereinheit nach einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung ist dadurch gekennzeichnet, dass das für einen Benutzer spezifische Attribut neu registriert werden kann.
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Die vorliegende Anmeldung ermöglicht es, eine numerische Steuereinheit bereitzustellen, die dazu ausgebildet ist, auf einfache Weise einen benutzerdefinierten Bildschirm zu erstellen, auf dem notwendige Informationen zusammengefasst werden.
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Figurenliste
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Das oben beschriebene Ziel und Merkmal des vorliegenden Anmeldung und andere Ziele und Merkmale werden aus der folgenden Beschreibung der Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen deutlich, in denen die Figuren darstellen:
- 1 eine graphische Darstellung, die ein Beispiel für eine Hardware Konfiguration einer numerischen Steuereinheit zeigt;
- 2 eine graphische Darstellung, die ein funktionales Ausführungsbeispiel der numerischen Steuereinheit zeigt;
- 3 eine graphische Darstellung, die einen Betrieb einer Attributzuordnungseinheit zeigt;
- 4 eine graphische Darstellung, die einen Betrieb einer benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit zeigt;
- 5 eine graphische Darstellung, die einen Betrieb der benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit und der benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit zeigt;
- 6 ein Ablaufdiagramm, das einen Betrieb der numerischen Steuereinheit zeigt;
- 7 ein Ablaufdiagramm, das einen Betrieb der numerischen Steuereinheit zeigt;
- 8 ein Ablaufdiagramm, das einen Betrieb der numerischen Steuereinheit zeigt;
- 9 eine graphische Darstellung, die einen Betrieb der benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit zeigt;
- 10 eine graphische Darstellung, die ein Beispiel eines Speicherbereichs zur Aufnahme von Attributinformationen zeigt;
- 11 eine graphische Darstellung, die einen Betrieb einer benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit nach der Ausführungsform 2 zeigt;
- 12 eine graphische Darstellung, die einen Betrieb einer Attributzuordnungseinheit nach der Ausführungsform 2 zeigt; und
- 13 eine graphische Darstellung, die einen Betrieb der benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit und einer benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit nach der Ausführungsform 2 zeigt.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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< Ausführungsform 1>
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1 ist eine graphische Darstellung einer Hardware-Konfiguration, die einen Hauptteil einer numerischen Steuereinheit 1 gemäß Ausführungsform 1 schematisch darstellt. Die numerische Steuereinheit 1 ist eine Vorrichtung, die eine Industriemaschine einschließlich einer Werkzeugmaschine steuert. Die numerische Steuereinheit 1 weist eine CPU (Central Processing Unit, Zentraleinheit) 11, einen ROM (Read Only Memory, Festwertspeicher) 12, einen RAM (Random Access Memory, Direktzugriffsspeicher) 13, einen nichtflüchtigen Speicher 14, einen Bus 10, eine Achsensteuerschaltung 16, einen Servoverstärker 17 und eine Schnittstelle 18 auf. Die numerische Steuereinheit 1 ist mit einem Servomotor 50 und einer Eingabe-/Ausgabe Vorrichtung 60 verbunden.
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Die CPU 11 ist ein Prozessor, der die gesamte numerischen Steuereinheit 1 steuert. Die CPU 11 liest ein in dem ROM 12 gespeichertes Systemprogramm über den Bus 10 aus und steuert die gesamte numerische Steuereinheit 1 gemäß dem Systemprogramm.
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Der ROM 12 speichert zuvor ein Systemprogramm zum Ausführen verschiedener Steuerungen der Industriemaschine.
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Der RAM 13 speichert vorübergehend temporäre Berechnungs- oder Anzeigedaten, durch den Bediener über die Eingabe-/Ausgabevorrichtung 60 eingegebene Daten oder ein Programm und dergleichen.
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Der nichtflüchtige Speicher 14 wird zum Beispiel durch eine (nicht dargestellte) Batterie gesichert und wird in einem Speicherzustand gehalten, selbst wenn die Stromzufuhr zur numerischen Steuereinheit 1 abgeschaltet wird. Der nichtflüchtige Speicher 14 speichert Daten, Programme und dergleichen, die durch die Eingabe-/Ausgabevorrichtung 60 eingegeben werden. Das Programm oder die Daten, die in dem nichtflüchtigen Speicher 14 gespeichert sind, können während einer Ausführung oder Verwendung in den RAM 13 geladen werden.
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Die Achsensteuerschaltung 16 steuert eine Bewegungsachse der Industriemaschine. Die Achsensteuerschaltung 16 empfängt einen von der CPU 11 ausgegebenen Achsenbewegungsbefehlsbetrag und gibt einen Achsenbewegungsbefehl an den Servoverstärker 17 aus.
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Der Servoverstärker 17 empfängt den durch die Achsensteuerschaltung 16 ausgegebenen Achsenbewegungsbefehl und treibt den Servomotor 50 an.
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Der Servomotor 50 wird durch den Servoverstärker 17 angetrieben, um die Bewegungsachse der Industriemaschine zu bewegen. In den Servomotor 50 ist üblicherweise ein Positions-/Drehzahldetektor eingebaut. Der Positions-/Drehzahldetektor gibt ein Positions-/Drehzahl-Rückkopplungssignal aus, das an die Achsensteuerschaltung 16 zurückgemeldet wird, um eine Positions-/Drehzahlrückkopplungsregelung durchzuführen.
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Übrigens werden in 1 nur eine Achsensteuerschaltung 16, ein Servoverstärker 17 und ein Servomotor 50 dargestellt. In der Praxis ist es jedoch so, dass jede der bereitzustellenden Anzahl von Achsensteuerschaltungen 16, der Anzahl von Servoverstärkern 17 und der Anzahl von Servomotoren 50 der Anzahl der von der Industriemaschine umfassten, zu steuernden Achsen entspricht.
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The Eingabe-/Ausgabevorrichtung 60 ist eine Dateneingabe-/Ausgabevorrichtung, die eine Anzeige, Hardware-Tasten etc. umfasst und üblicherweise einer MDI (Manual Data Input, manuellen Dateneingabe) oder einer Bedientafel entspricht. Die Eingabe-/Ausgabevorrichtung 60 zeigt von der CPU 11 über die Schnittstelle 18 empfangene Informationen auf der Anzeige an. Die Eingabe-/Ausgabevorrichtung 60 liefert einen Befehl, Daten etc., die von den Hardware-Tasten etc. über die Schnittstelle 18 in die CPU 11 eingegeben werden.
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2 ist eine graphische Blockdarstellung, die eine schematische funktionale Ausführung der numerischen Steuereinheit 1 darstellt. Zusätzlich zu verschiedenen Funktionen einer herkömmlichen numerischen Steuereinheit, umfasst die typische numerische Steuereinheit 1 eine Attributzuordnungseinheit 101, eine benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 und eine benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit 103 zur Durchführung der Merkmalsverarbeitung der numerischen Steuereinheit 1. Es wird ein Betriebsbeispiel jeder Verarbeitungseinheit unter Verwendung von Bildschirmbildern der 3 bis 5 und Ablaufdiagrammen der 6 bis 8 beschrieben.
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Die Attributzuordnungseinheit 101 ordnet Attributinformationen einer Bildschirmkomponente zu, die in einem vorhandenen Bildschirm enthalten ist (ein Bildschirm, der von einer Standardfunktion der numerischen Steuereinheit 1 angezeigt wird).
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Die Bildschirmkomponente ist eine Komponente, die in einem vorhandenen Bildschirm enthalten ist und die z.B. einen Anzeigebereich zum Anzeigen jeder einzelnen Information, wie z.B. eines Verarbeitungsprogramms, eines Verarbeitungsstatus (ein verwendetes Werkzeug, ein Koordinatenwert etc.), verschiedener Meldungen (Fehlermeldungen, Vorgangshistorie etc.) etc., in jedem System umfasst.
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Die Attributinformation ist ein beliebiges Label, das jeder Bildschirmkomponente zugeordnet werden kann und beispielsweise einer Informationskategorie (Koordinaten, einem Programm, einem Werkzeug, einer Einstellung, einem Signal, einer Meldung etc.), einer Systemnummer, einer Achsennummer, einer Form der Bildschirmkomponente (einem Label, einer Zahlenwertanzeige, einer Schaltfläche, einer Liste, einem Zähler, einer Tasteneingabe etc.), anderen Schlüsselwörtern etc. entsprechen kann. Die Attributzuordnungseinheit 101 kann der Bildschirmkomponente beliebige Attributinformationen zuordnen. Zu beachten ist, dass vorgegebene Attributinformationen der Bildschirmkomponente vorab zugeordnet werden können. Es wird davon ausgegangen, dass die Attributzuordnungseinheit 101 der Bildschirmkomponente eine Mehrzahl von einzelnen Attributinformationen zuordnen kann.
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10 ist eine graphische Darstellung, die ein Beispiel für den Speicherbereich zur Aufnahme der Attributinformationen zeigt. Der Speicherbereich, auf den die Attributzuordnungseinheit, die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit und die benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit zugreifen können, umfasst eine Attributliste und eine Attributliste für jede Bildschirmkomponente. Die Attributliste ist eine Liste von Attributen, die der jeweiligen Bildschirmkomponente zugeordnet werden können. Die Attributliste für jede Bildschirmkomponente ist eine Liste von Attributen, die der jeweiligen Bildschirmkomponente zugeordnet sind und weist beispielsweise eine Datenstruktur auf, bei der ein oder mehrere Attribute mit einer Kennung verknüpft sind, die die Bildschirmkomponente eindeutig repräsentiert.
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Ein Beispiel eines Vorgangs, bei dem die Attributzuordnungseinheit 101 Attributinformationen der Bildschirmkomponente zuordnet, wird mit Bezug auf 3 beschrieben. Wenn ein vorbestimmter Vorgang (z.B. ein Rechtsklickvorgang, ein Tipp-Vorgang etc.), der an einer Bildschirmkomponente (einem Verarbeitungsprogramm-Anzeigebereich des „Systems 1“ in 3) eines vorhandenen Bildschirms (einer „Verarbeitungsstatus-Bildschirmanzeige“ in 3) durchgeführt wird, erkannt wird, so zeigt die Attributzuordnungseinheit 101 eine Attributliste (ein Popup-Menü mit dem Namen „Auswahl des Attributs“ in 3) zur Auswahl eines zugeordneten Attributs an. Die Attributliste zeigt eine Liste der Attribute, die der Bildschirmkomponente zugeordnet werden können. Wenn ein Benutzer ein gewünschtes Attribut aus der Attributliste auswählt, so ordnet die Attributzuordnungseinheit 101 das ausgewählte Attribut der Bildschirmkomponente zu. Für das der Bildschirmkomponente zugeordnete Attribut sollte vorzugsweise ein Feedback gegeben werden, um den Benutzer darüber zu informieren, welches Attribut ausgewählt wurde. In 3 werden ein oder mehrere Attribute, die der Bildschirmkomponente aktuell zugeordnet sind, aufgelistet und in einem Popup-Fenster angezeigt („zugeordnetes Attribut“).
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Ein Beispiel eines Vorgangs, bei dem die Attributzuordnungseinheit 101 ein Attribut einer Bildschirmkomponente zuordnet, die in einem vorhandenen Bildschirm enthalten ist, wird mit Bezug auf ein Ablaufdiagramm nach 6 beschrieben. Bei diesem Beispiel wird einer Bildschirmkomponente, die Informationen über das System 1 anzeigt, ein Attribut „System 1“ zugeordnet.
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S101: Der vorhandene Bildschirm wird durch eine Standardfunktion der numerischen Steuereinheit 1 angezeigt.
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S102: Die Attributzuordnungseinheit 101 erkennt einen Auswahlvorgang (typischerweise einen Rechtsklickvorgang etc.), der auf der Bildschirmkomponente des vorhandenen Bildschirms durchgeführt wird.
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S103: Die Attributzuordnungseinheit 101 zeigt eine Attributliste (ein Popup-Menü, das zuordenbare Attribute auflistet) zur Auswahl eines zugeordneten Attributs an.
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S104: Wenn ein Vorgang zum Auswählen eines Attributs aus der Attributliste erkannt wird, so ordnet die Attributzuordnungseinheit 101 das ausgewählte Attribut der Bildschirmkomponente zu.
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Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 fasst Bildschirmkomponenten, denen Attributinformationen zugeordnet sind, zusammen, um einen neuen Bildschirm, d.h. einen benutzerdefinierten Bildschirm, zu erstellen.
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Ein Beispiel eines Vorgangs, bei dem die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 den benutzerdefinierten Bildschirm erstellt, wird mit Bezug auf die 4 und 5 beschrieben. Wenn ein Befehl zur benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellung ausgeführt wird, so zeigt die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 einen leeren benutzerdefinierten Bildschirm und eine Mehrzahl von leeren Softkeys auf dem Bildschirm an. Wenn ein vorbestimmter Vorgang (z.B. ein Rechtsklickvorgang, ein Tipp-Vorgang etc.), der auf dem leeren Softkey ausgeführt wird (der ausgewählte Softkey wird in 4 durch eine Schraffur angezeigt), erkannt wird, so zeigt die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 eine Attributliste (ein Popup-Menü, in 4 benannt „Auswahl des Attributs“) zum Zuordnen eines Attributs an. Diese Attributliste enthält ein oder mehrere Attribute, die der Bildschirmkomponente zugeordnet sind. Wenn der Benutzer ein gewünschtes Attribut aus der Attributliste auswählt, so erfasst die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 Bildschirmkomponenten, denen das ausgewählte Attribut zugeordnet ist, und zeigt die erfassten Bildschirmkomponenten auf dem leeren benutzerdefinierten Bildschirm an. Das heißt, Bildschirmkomponenten mit dem gleichen Attribut, die ursprünglich in verschiedenen vorhandenen Bildschirmen verstreut vorhanden waren, werden von der benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 lateral erfasst und auf einem benutzerdefinierten Bildschirm angezeigt (5). Zusätzlich wird eine Name des zugeordneten Attributs auf dem Softkey angezeigt. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, Informationen, die sich ausschließlich auf ein bestimmtes Attribut beziehen, wie z.B. eine bestimmte Systemnummer, eine bestimmte Achsennummer, ein bestimmtes Programm, eine bestimmte Werkzeugnummer und ein bestimmtes Signal, über eine Mehrzahl von vorhandenen Bildschirmen hin lateral zu erfassen, die für den Empfang einer Benutzerbedienung ausgebildet sind, und die erfassten Informationen in zusammengefasster Form anzuzeigen.
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Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 erstellt auch einen benutzerdefinierten Bildschirm, indem sie Bildschirmkomponenten gemäß Bedingungen erfasst, die die Kombination von Attributen definieren. Wenn ein vorbestimmter Vorgang (z.B. ein Rechtsklickvorgang, ein Tipp-Vorgang etc.), der auf einem Softkey ausgeführt wird, dem zuvor ein Attribut zugeordnet wurde (der Name des Attributs wird angezeigt), erkannt wird, so zeigt die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 eine Attributliste zum Zuordnen eines hinzuzufügenden Attributs und eine Schnittstelle zum Auswählen eines Schemas zum Kombinieren des hinzuzufügenden Attributs und des zuvor dem Softkey zugeordneten Attributs an. Beispiele für das Attributkombinationsschema beinhalten AND (logisches Produkt), OR (logische Summe) und NOT (nicht). Wenn auf diese Weise eine Mehrzahl von Attributen zugeordnet wird, wird auf dem Softkey ein logischer Ausdruck angezeigt, der eine Kombination von Attributen darstellt, z.B. eine Kombination aus einer Mehrzahl von ausgewählten Attributnamen. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, ein logisches Produkt (AND) aus einer Mehrzahl von Attributen, wie z.B. einer Systemnummer und einer Achsennummer, zu erhalten und Informationen, die ausschließlich ein bestimmtes System und eine bestimmte Achse betreffen, zu extrahieren und anzuzeigen.
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Ein Beispiel für einen Vorgang, bei dem die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 eine Bildschirmkomponente auf einem leeren benutzerdefinierten Bildschirm anordnet, wird mit Bezug auf 9 beschrieben. Der benutzerdefinierte Bildschirm weist eine Bereichskarte auf, in der ein Anzeigebereich in kleine Matrixbereiche unterteilt ist. Eine Breite und eine Höhe der einzelnen kleinen Bereiche werden im Voraus festgelegt. Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 wählt aus der Bereichskarte eine Kombination von freien (ungenutzten) kleinen Bereichen (helle kleine Bereiche in 9) aus, die einen größeren Bereich als eine neu anzuordnende Bildschirmkomponente gewährleisten, und ordnet die Bildschirmkomponente an. Die kleinen Bereiche, in denen die Bildschirmkomponente bereits angeordnet ist, sind als genutzte Bereiche markiert (dunkle kleine Bereiche in 9). Auf diese Weise werden Bildschirmkomponenten auf dem benutzerdefinierten Bildschirm ohne Überlappung angeordnet.
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Ein Beispiel für einen Vorgang, bei dem die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 einen benutzerdefinierten Bildschirm erstellt, indem sie Bildschirmkomponenten zusammenfasst, denen Attributinformationen zugeordnet sind, wird in Bezug auf Ablaufdiagramme der 6 bis 8 beschrieben. In diesem Beispiel werden Bildschirmkomponenten, denen das Attribut „System 1“ zugeordnet ist, zusammengefasst und ein benutzerdefinierter Bildschirm, der die zusammengefassten Bildschirmkomponenten anzeigt, wird erstellt.
- S106: Wenn festgestellt wird, dass eine vorgegebene Taste (in diesem Beispiel eine benutzerdefinierte Taste) gedrückt wurde, startet die benutzerdefinierter- Bildschirm-Erstellungseinheit 102 einen benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungsmodus und zeigt einen leeren benutzerdefinierten Bildschirm und einen leeren Softkey auf dem Bildschirm an.
- S107: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 erkennt einen vorgegebenen Vorgang (in diesem Beispiel einen Rechtsklickvorgang), der auf dem leeren Softkey ausgeführt wird.
- S108: Das Popup-Fenster der benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 zeigt die Attributliste an.
- S109: Wenn festgestellt wird, dass das Attribut „System 1“ aus der Attributliste ausgewählt wird, so legt die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 den ausgewählten Attributnamen „System 1“ als Namen des Softkeys fest, auf dem der Rechtsklickvorgang ausgeführt wurde. Auf diese Weise wird auf dem Softkey eine Zeichenkette „System 1“ angezeigt.
- S110: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 erkennt, dass der Softkey „System 1“ gedrückt wird. Übrigens kann dieser Schritt nach dem Ausführen des Schritts S109 übersprungen werden, um den Schritt S111 sofort auszuführen.
- S111: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 erstellt intern eine Bereichskarte, die durch Unterteilung eines Anzeigebereichs (ein Bereich zum Anzeigen von Bildschirmkomponenten, mit Ausnahme eines den Softkey betreffenden Bereichs aus dem gesamten benutzerdefinierten Bildschirm) in eine Matrixform (im vorliegenden Beispiel 8 × 8) erhalten wird.
- S112: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 führt wiederholt die Verarbeitung der Schritte S113 bis S121 für jeden vorhandenen Bildschirm aus.
- S113: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 wählt einen unbearbeiteten vorhandenen Bildschirm aus.
- S114: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 führt wiederholt die Verarbeitung der Schritte S115 bis S119 für jede Bildschirmkomponente aus, die in dem in Schritt S113 ausgewählten vorhandenen Bildschirm enthalten ist.
- S115: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 wählt eine unverarbeitete Bildschirmkomponente aus.
- S116: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 sucht unter dem einen oder den mehreren Attributen, die der in Schritt S115 ausgewählten Bildschirmkomponente zugeordnet sind, nach dem in Schritt S109 ausgewählten Attribut „System 1“.
- S117: Wenn das Attribut „System 1“ gefunden wird, so führt die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 einen nachfolgend beschriebenen Vorgang zur Anordnung der Bildschirmkomponente (Schritt S122 und nachfolgende Schritte) aus.
- S118 bis S119: Wenn das Attribut „System 1“ nicht gefunden wird, bestimmt die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102, ob eine andere unverarbeitete Komponente verbleibt. Wenn eine andere unverarbeitete Komponente vorhanden ist, fährt der Prozess mit Schritt S115 fort. Wenn keine andere unverarbeitete Komponente gefunden wird, fährt der Prozess mit Schritt S120 fort.
- S120 bis S121: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 bestimmt, ob ein anderer unbearbeiteter vorhandener Bildschirm verbleibt. Wenn ein anderer unbearbeiteter vorhandener Bildschirm verbleibt, fährt der Prozess mit Schritt S113 fort. Wenn kein anderer unbearbeiteter vorhandener Bildschirm verbleibt, wird der Prozess beendet.
- S122 und die nachfolgenden Schritte entsprechen einem Ablaufdiagramm, das sich auf den Vorgang der Anordnung der Bildschirmkomponente bezieht.
- S122: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 erfasst eine Breite W und eine Höhe H der in S117 gefundenen Bildschirmkomponente, der das Attribut „System 1“ zugeordnet ist.
- S123: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 initialisiert jeweils eine Leerbereich-Zeilennummer L und eine Leerbereich-Spaltennummer C, die Variablen für die Suche nach, einem freien kleinen Bereich sind.
- S124: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 sucht nach einem freien kleinen Bereich unter Verwendung eines Schemas, um die in der Matrix der Bereichskarte enthaltenen kleinen Bereiche von einem Ende aus nacheinander zu überprüfen. So kann beispielsweise eine umfassende Überprüfung der kleinen Bereiche durchgeführt werden, indem L in aufsteigender Reihenfolge von 1 bis 8 geändert wird und sukzessive C in aufsteigender Reihenfolge von 1 bis 8 geändert wird.
- S125: Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 berechnet einen minimal erforderlichen freien kleinen Bereich für die Darstellung der Bildschirmkomponente mit der Breite W und der Höhe H. So kann beispielsweise der erforderliche rechteckige Bereich aus kleinen Bereichen (horizontale Anzahl NL = W/w, vertikale Anzahl NC = H/h) (alle auf den Dezimalpunkt aufgerundet) durch Berechnung erhalten werden, basierend auf der Breite w und Höhe h des kleinen freien Bereichs.
- S126: Wenn in Schritt S124 ein freier kleiner Bereich gefunden wird, so überprüft die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 alle kleinen Bereiche, die den rechteckigen Bereich umfassen, vom freien kleinen Bereich bis zur horizontalen Anzahl von NL und der vertikalen Anzahl von NC in einer positiven Richtung, um zu bestimmen, ob alle die kleinen Bereiche im rechteckigen Bereich freie kleine Bereiche sind.
- S127 bis S129: Wenn alle kleinen Bereiche, die horizontale Anzahl von NL und die vertikale Anzahl von NC, die im rechteckigen Bereich enthalten sind, im Schritt S126 als freier kleiner Bereich bestimmt werden, so ändert die benutzerdefinierter- Bildschirm-Erstellungseinheit 102 alle die kleinen Bereiche des rechteckigen Bereichs in genutzte Bereiche und ordnet die Bildschirmkomponente im rechteckigen Bereich an.
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Übrigens, wenn keine ausreichende Anzahl von freien kleinen Bereichen zum Anzeigen der Bildschirmkomponente gefunden werden kann, so fügt die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 dem benutzerdefinierten Bildschirm eine neue leere Seite hinzu und führt die Verarbeitung gemäß S124 auf der leeren Seite aus, wodurch die Bildschirmkomponenten zur leeren Seite hinzugefügt werden. In diesem Fall kann die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 eine Schnittstelle (normalerweise die Tasten „vorherige Seite“ und „nächste Seite“, Scrollen etc.) bereitstellen, die den Übergang zwischen den Seiten zu jeder Seite des benutzerdefinierten Bildschirms ermöglicht.
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Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit 103 stellt eine Funktion zur einfachen Anzeige des erstellten benutzerdefinierten Bildschirms bereit. Wenn der Softkey, dem das Attribut zuvor zugeordnet wurde, gedrückt wird, so erfasst die benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit 103 Bildschirmkomponenten, denen das ausgewählte Attribut zugeordnet ist, und zeigt die erfassten Bildschirmkomponenten auf dem leeren benutzerdefinierten Bildschirm an. Das heißt, Bildschirmkomponenten mit dem gleichen Attribut, die ursprünglich in verschiedenen vorhandenen Bildschirmen verstreut vorhanden sind, werden lateral erfasst und auf einem benutzerdefinierten Bildschirm zusammengefasst dargestellt. 5 stellt ein Beispiel dar, bei dem, wenn der schraffierte Softkey „System 1“ gedrückt wird, Bildschirmkomponenten, denen das Attribut „System 1“ zugeordnet ist, lateral erfasst und auf einem benutzerdefinierten Bildschirm zusammengefasst dargestellt werden. Die Details der Verarbeitung sind die gleichen wie die bei der benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102, die vom Schritt S110 von 6 ab bis 9 dargestellt sind, und daher entfällt eine Beschreibung derselben.
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Gemäß der vorliegenden Ausführungsform, erfasst die numerische Steuereinheit 1 sofort Informationen, denen das vom Benutzer ausgewählte Attribut zugeordnet ist, ohne dass ein komplizierter Vorgang zur vorherigen Erstellung des benutzerdefinierten Bildschirms erforderlich ist, und kann den benutzerdefinierten Bildschirm einfach und sofort erstellen.
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Gemäß der vorliegenden Ausführungsform wird außerdem eine vom Benutzer zu bestätigende Gruppe von Information, die quer über herkömmliche bestehende Bildschirme vorhanden war, die so ausgebildet sind, dass sie den Zweck jeder Operation erfüllen, von der numerischen Steuereinheit 1 auf einem Bildschirm zusammengefasst und darauf angezeigt. Der Zeit- und Arbeitsaufwand für den Bildschirmwechsel kann auf diese Weise reduziert und der Bedienkomfort verbessert werden. Durch das ausschließliche Zusammenfassen von Informationen, die sich auf ein bestimmtes System beziehen, wird es beispielsweise einfach, einen Verarbeitungsstatus des jeweiligen Systems zu bestätigen. Darüber hinaus wird durch die Anzeige eines Programms unter Verwendung eines Werkzeugs, eines Werkzeugkorrekturwerts, von Werkzeugverwaltungsdaten etc. als zugehörige Informationen eines bestimmten Werkzeugs auf einem Bildschirm eine Überprüfungsaufgabe vor der Verarbeitung erleichtert, wie z.B. die Überprüfung, ob das Werkzeug für die Verarbeitung optimal ist oder ob der Korrekturwert geeignet ist.
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Gemäß der vorliegenden Ausführungsform kann die numerischen Steuereinheit 1 außerdem leicht einen benutzerdefinierten Bildschirm erstellen, auf dem ausschließlich vom Benutzer ausgewählte Informationen gesammelt werden. So wird ein vom Benutzer zu bestätigendes Ziel auf ausschließlich einem Bildschirm zusammengefasst und die Erkennbarkeit wird verbessert. Darüber hinaus sinkt durch die Verringerung der Datenmenge, die die numerischen Steuereinheit 1 zusammenfasst, die Belastung und Nutzung von Ressourcen wie CPU, Bus und Kommunikation.
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<Ausführungsform 2>
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Eine numerische Steuerung 1 wird als Ausführungsform 2 beschrieben, bei der der Benutzer neue Attribute erstellen kann. Eine Hardwarekonfiguration (1) und eine funktionale Konfiguration (2) der numerischen Steuereinheit 1 nach Ausführungsform 2 sind im Wesentlichen die gleichen wie die in Ausführungsform 1 dargestellten. Im Folgenden wird auf die Beschreibung der gleichen Konfiguration und des gleichen Betriebs wie diejenigen bei der Ausführungsform 1 verzichtet und ein für die Ausführungsform 2 spezifischer Betrieb wird vor allem beschrieben.
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Es wird ein Beispiel für einen Betrieb der numerischen Steuereinheit 1 nach Ausführungsform 2 mit Bezug auf 11 bis 13 beschrieben. Wenn ein Befehl zum Erstellen eines benutzerdefinierten Bildschirms ausgeführt wird, so zeigt eine benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 einen leeren benutzerdefinierten Bildschirm und eine Mehrzahl von leeren Softkeys auf einem Bildschirm an. Wenn ein vorbestimmter Vorgang (z.B. ein Rechtsklickvorgang, ein Tipp-Vorgang etc.), der auf dem leeren Softkey ausgeführt wird (der ausgewählte Softkey wird in 11 durch eine Schraffur angezeigt), erkannt wird, so zeigt die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 eine Attributliste (ein Popup-Menü mit dem Namen „Auswahl des Attributs“ in 11) zum Zuordnen eines Attributs an. Diese Attributliste enthält ein oder mehrere Attribute, die einer Bildschirmkomponente zugeordnet sind.
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Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 nach Ausführungsform 2 zeigt einen Eingabebereich in dieser Attributliste an (oben in der Attributliste in 11 dargestellt). Wenn der Benutzer einen Namen eines neuen Attributs in den Eingabebereich eingibt (ein „Benutzername“ wird in 11 eingegeben), wird der Attributliste ein neues Attribut hinzugefügt (10). Das neue Attribut ist normalerweise ein Attribut, das auf einer pro-Benutzer Basis wirksam ist, kann aber in jedem Umfang, wie z.B. für eine Gruppe oder für alle Benutzer, wirksam sein.
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Anschließend kann eine Attributzuordnungseinheit 101 jedem Element eines vorhandenen Bildschirms ein neues Attribut zuordnen. Wenn ein vorbestimmter Vorgang (z.B. ein Rechtsklickvorgang, ein Tipp-Vorgang etc.), der an einer Bildschirmkomponente (einem Verarbeitungsprogramm-Anzeigebereich von „System 1“ in 12) des vorhandenen Bildschirms (eine „Programm-Bildschirmanzeige“ in 12) durchgeführt wird, erkannt wird, so zeigt die Attributzuordnungseinheit 101 eine Attributliste (ein Popup-Menü mit dem Namen „Auswahl des Attributs“ in 12) zur Auswahl eines zugeordneten Attributs an. Eine Liste der Attribute, die der Bildschirmkomponente zugeordnet werden können, wird in der Attributliste angezeigt, die ein neues Attribut „Benutzername“ enthält. Wenn der Benutzer ein gewünschtes Attribut aus der Attributliste auswählt, so ordnet die Attributzuordnungseinheit 101 das ausgewählte Attribut der Bildschirmkomponente zu. Für das der Bildschirmkomponente zugeordnete Attribut sollte vorzugsweise ein Feedback gegeben werden, um den Benutzer darüber zu informieren, welches Attribut ausgewählt wurde. In 12 werden ein oder mehrere Attribute, die der Bildschirmkomponente aktuell zugeordnet sind, aufgelistet und in einem Popup-Fenster angezeigt („zugeordnetes Attribut“). Durch einen ähnlichen Vorgang kann die Attributzuordnungseinheit 101 verschiedenen Komponenten verschiedener vorhandener Bildschirme ein neues Attribut „Benutzername“ zuordnen.
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Die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 und die benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit 103 stellen eine Funktion zum Zusammenstellen und Anzeigen von Bildschirmkomponenten zur Verfügung, denen ein neues Attribut zugeordnet ist. Das Beispiel in 13 stellt einen Zustand dar, in dem einem der Softkeys das neue Attribut „Benutzername“ zugeordnet ist. Wenn der Softkey „Benutzername“ gedrückt wird, so erfasst die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 oder die benutzerdefinierter-Bildschirm-Anzeigeeinheit 103 Bildschirmkomponenten, denen das Attribut „Benutzername“ zugeordnet ist, und zeigt die erfassten Bildschirmkomponenten auf einem leeren benutzerdefinierten Bildschirm an. Das heißt, Bildschirmkomponenten mit dem Attribut „Benutzername“, die ursprünglich in verschiedenen vorhandenen Bildschirmen verstreut vorhanden sind, werden lateral erfasst und auf einem benutzerdefinierten Bildschirm zusammengefasst dargestellt.
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Gemäß der vorliegenden Ausführungsform kann die numerischen Steuereinheit 1 auf einfache Weise ein neues Attribut erstellen und das erstellte Attribut der Bildschirmkomponente zuordnen. Auf diese Weise kann der Benutzer ein beliebiges Attribut auf der Bildschirmkomponente anlegen. Somit kann beispielsweise ein für jeden Benutzer spezifischer benutzerdefinierter Bildschirm auf einfache Weise erstellt werden.
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Die oben beschriebenen Ausführungsformen können in geeigneter Weise geändert werden, solange der Anmeldungsgegenstand nicht beeinträchtigt wird. So ist, zum Beispiel, obwohl die Ausführungsform 2 ein Beispiel zeigt, bei dem die benutzerdefinierter-Bildschirm-Erstellungseinheit 102 zusätzlich ein neues Attribut registriert, die vorliegende Anmeldung nicht darauf beschränkt. Das neue Attribut kann mit einem anderen beliebigen Verfahren registriert werden. So kann beispielsweise die Attributzuordnungseinheit 101 einen Eingabebereich in einer Attributliste (ein Popup-Menü mit dem Namen „Auswahl des Attributs“ in 12) bereitstellen, so dass ein neuer Attributname eingegeben werden kann.
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Darüber hinaus, obwohl die oben beschriebenen Ausführungsformen ein Schema des Zuordnens von logischen Verknüpfungsergebnissen einer Mehrzahl von Attributen zu einem Softkey offenbaren, ist die vorliegende Anmeldung darauf nicht beschränkt, und die logischen Verknüpfungsergebnisse der Mehrzahl von Attributen können unter Verwendung eines anderen beliebigen Verfahrens angezeigt werden. Beispielsweise kann die numerische Steuereinheit 1 eine gleichzeitige Auswahl von Softkeys, denen zuvor Attribute zugeordnet wurden, ermöglichen und logische Verknüpfungsergebnisse (AND, OR, NOT etc.) der den ausgewählten Softkeys zugeordneten Attribute auf einem benutzerdefinierten Bildschirm anzeigen.
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Auch wenn die Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung vorstehend beschrieben wurden, ist die Anmeldung nicht auf Beispiele der Ausführungsformen beschränkt und kann durch entsprechende Änderungen in einem anderen Aspekt implementiert werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- JP 6257849 B2 [0004, 0007]
- JP 2002278666 A [0004, 0007]
- JP 2002 [0004]
- JP 278666 A [0004]