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Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft eine Leuchtvorrichtung, insbesondere eine Signalleuchte, für Kraftfahrzeuge.
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Stand der Technik
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Bekannte Leuchten, insbesondere für Kraftfahrzeuge, umfassen mehrere Beleuchtungseinheiten, wobei jede dieser Beleuchtungseinheiten eine unterschiedliche Leuchtfunktion erfüllt oder dazu beiträgt, die erforderliche Emissionseigenschaft der Lichtspur bereitzustellen. Einzelne Leuchtmittel werden im Allgemeinen in einem geformten Trägergehäuse montiert, wobei jede Beleuchtungseinheit mindestens eine Lichtquelle und andere optische Elemente umfasst. Die Lichtquelle emittiert Lichtstrahlen und die optischen Elemente stellen ein System von Licht brechenden und reflektierenden Bereichen und Schnittstellen optischer Umgebungen bereit, die die Richtung von Lichtstrahlen bei der Erstellung der Ausgangslichtspur beeinflussen.
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Aus den Patentschriften
CZ305740B6 ,
WO2014199108A1 ,
KR2010055984A sind Vorrichtungen für Kraftfahrzeuge bekannt, die aktiv Lichtmuster mit einem räumlichen Lichteffekt im eingeschalteten Zustand produzieren. Die aus der Patentschrift
CZ305740B6 bekannte Signalleuchte umfasst mindestens eine Lichtquelle, die an dem Eingang eines räumlich geformten planaren Lichtleiters angeordnet ist, der mit einem volumendiffundierenden Material und Ausgangsbereichen ausgestattet ist, während im ausgeschalteten Zustand ein räumlicher Eindruck erhalten bleibt. Wenn ein planarer Lichtleiter verwendet wird, der aus einem volumendiffundierenden Material hergestellt ist, muss Licht mittels eines Eingangsbereichs oder einer Kante gebündelt werden. Um die Designanforderungen zu erfüllen, muss dieser Eingangsbereich versteckt sein, wenn man auf den Innenraum der Leuchtvorrichtung blickt. Zu diesem Zweck ist eine Abdeckblende zu verwenden, die einige Teile der Leuchtvorrichtung in der Vorderansicht abdeckt. Ein Nachteil dieser Vorrichtung ist die Tatsache, dass die Abdeckblende ein zusätzliches Teil darstellt, was zu höheren Installationsanforderungen führt. Ebenso können die Vorteile des zweistufigen Kunststoff-Spritzgussverfahrens, das es ermöglicht, durchsichtige transparente Teile und abdeckende lichtundurchlässige Teile in einem einheitlichen Spritzguss zu kombinieren, nicht verwendet werden.
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Die Patentschrift
CZ305927 offenbart eine Leuchtvorrichtung, umfassend einen Lichtleiter, unter Verwendung einer Anordnung von LEDs als Lichtquelle, die sich auf Platinen befinden. Der geformte Lichtleiter besteht aus einer flachen Basisplatte mit einem geformten Umriss, deren innere Vorderseite einen bündelnden Bereich zum Eingang von Lichtstrahl von den LEDs aufweist, die gegen diese innere Vorderseite gerichtet sind, und entlang der Kante der äußeren Vorderseite ist eine Reihe von prismatischen streuenden Elementen bereitgestellt, die eine variable räumliche Ausrichtung aufweisen und zu der Basisplatte gerichtet sind. Der Lichtleiter schließt ferner mit einer streuenden Kante zur Ausgabe der Lichtstrahlen ab. Ein Nachteil dieses Designs ist die Tatsache, dass ein räumlicher Lichteffekt nur durch die streuenden Kanten erreicht werden kann, die sich an dem äußeren Ende des Lichtleiters befinden, was zu eingeschränkten Designoptionen hinsichtlich der Form des Lichtleiters führt.
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Die Patentschrift
CZ20160741 offenbart eine Leuchtvorrichtung, die ein Trägergehäuse umfasst, das durch eine lichtdurchlässige Abdeckung abgedeckt ist, die eine Innenkammer abgrenzt, worin ein planarer Lichtleiter montiert ist, um Lichtstrahlen zu leiten, die durch das Leuchtmittel generiert werden. Das Leuchtmittel umfasst mindestens eine Lichtquelle, um Lichtstrahlen von mindestens einem Teil der vorderen Oberfläche des Lichtleiters zu emittieren, wobei der Lichtleiter mindestens einen reflektierenden Bereich umfasst, um Lichtstrahlen zu reflektieren, die durch den Lichtleiter geleitet werden, auf eine Weise, so dass mindestens ein Teil der Lichtstrahlen weiter zu der vorderen Oberfläche fallen kann. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der planare Lichtleiter Diffusionspartikel zum Diffundieren von Lichtstrahlen in seiner inneren Struktur. Variable Leuchtintensitäten, die aus unterschiedlichen Teilen der vorderen Oberfläche stammen, werden verwendet, um einen Lichteffekt zu erreichen, z. B. den Leuchtkristalleffekt. Ein Nachteil dieses Designs ist die Tatsache, dass keine Erhebungen und/oder Vertiefungen in der vorderen Oberfläche gebildet sind, die Oberflächen von makroskopischen Kristallen im inaktiven Zustand bilden würden.
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Das Ziel der Erfindung ist es, eine Leuchtvorrichtung bereitzustellen, insbesondere eine Signalleuchte für Kraftfahrzeuge, die Lichtmuster mit einem räumlichen Effekt aktiv im eingeschalteten Zustand als auch im inaktiven Zustand produziert, wobei das optische System der Leuchtvorrichtung geringe Installationsanforderungen aufweist, die Ausgangslichtfunktionen homogen sind und die Leuchtvorrichtung bei geringen Kosten leicht herzustellen ist.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Das Ziel der Erfindung wird durch eine Leuchtvorrichtung, insbesondere eine Signalleuchte, für Kraftfahrzeuge nach der Erfindung erreicht, die ein Trägergehäuse und eine lichtdurchlässige Abdeckung des Trägergehäuses umfasst, die eine Innenkammer abgrenzt, worin ein planarer Lichtleiter montiert ist, um Lichtstrahlen zu leiten, die durch das Leuchtmittel generiert werden, das mindestens eine Lichtquelle umfasst, und um sie von mindestens einem Teil der vorderen Oberfläche des Lichtleiters zu emittieren. In dem Bereich der vorderen Oberfläche sind Erhebungen und/oder Vertiefungen gebildet, die aus Oberflächen von Teilen makroskopischer Kristalle gebildet sind.
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In einer von bevorzugten Ausführungsformen werden mindestens einige der Erhebungen oder Vertiefungen durch Formbiegen des flachen Lichtleiterkörpers hergestellt.
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In einer von bevorzugten Ausführungsformen umfasst die vordere Oberfläche einen Basisbereich, aus dem sich die Teile makroskopischer Kristalle erheben und/oder durch die Vertiefungen gebildet sind.
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In einer weiteren von bevorzugten Ausführungsformen überlappen sich mindestens einige der Teile der makroskopischen Kristalle in einer Schnittansicht in der Längsrichtung.
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In einer weiteren von bevorzugten Ausführungsformen sind mindestens einige Kanten und/oder Ecken der makroskopischen Kristalle abgerundet.
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In einer von bevorzugten Ausführungsformen ist der Lichtleiter für den Ausgang von Lichtstrahlen von den Oberflächen oder ihren Teilen konfiguriert.
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In einer weiteren von bevorzugten Ausführungsformen ist der Lichtleiter für den Ausgang von Lichtstrahlen von mindestens einem Teil des Basisbereichs konfiguriert.
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Der Lichtleiter umfasst vorteilhafterweise mindestens einen reflektierenden Bereich, um Lichtstrahlen zu reflektieren, die durch den Lichtleiter geleitet werden, auf eine Weise, so dass sie weiter zu der vordere Oberfläche fallen können.
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Der reflektierende Bereich ist vorteilhafterweise konfiguriert, um Lichtstrahlen, die durch den Lichtleiter geleitet werden, direkt zu der vorderen Oberfläche und von der vorderen Oberfläche aus dem Lichtleiter hinaus zu reflektieren, um die Ausgangslichtregionen auf der vorderen Oberfläche mit einer unterschiedlichen Leuchtintensität zu produzieren, als es durch angrenzende Stellen dieser Region auf der vorderen Oberfläche gezeigt wird.
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In einer weiteren von bevorzugten Ausführungsformen umfasst der Lichtleiter einen planaren bündelnden Teil, um Lichtstrahlen zu bündeln, die aus dem Leuchtmittel ausgetreten sind, und einen angrenzenden planaren streuenden Teil, der die vordere Oberfläche umfasst, wobei der reflektierende Bereich ein Teil des bündelnden und/oder streuenden Teils ist und konfiguriert ist, um Strahlen auf eine Weise zu reflektieren, dass veranlasst wird, dass sie weiter durch den streuenden Teil fallen.
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Der bündelnde Teil ist vorteilhafterweise aus Polycarbonat (PC) oder Polymethylmethacrylat (PMMA) hergestellt.
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Der streuende Teil umfasst vorteilhafterweise streuende Elemente auf seinem äußeren Gehäuse und/oder der inneren Struktur, um Lichtstrahlen zu leiten und/oder zu diffundieren.
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Zumindest ein Teil der Oberfläche des bündelnden Teils ist vorteilhafterweise mit einer reflektierenden Schicht ausgestattet.
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In einer von bevorzugten Ausführungsformen umfasst das Leuchtmittel einen beleuchtenden linearen Lichtleiter, der mit einem Eingangsbereich und einem Ausgangsbereich ausgestattet ist, wobei sich mindestens eine Lichtquelle an dem Eingangsbereich des beleuchtenden linearen Lichtleiter befindet und der Ausgangsbereich des linearen Lichtleiters sich gegenüber dem Eingangsbereich des Lichtleiters befindet.
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In einer weiteren von bevorzugten Ausführungsformen umfasst das Leuchtmittel einen beleuchtenden planaren Lichtleiter, der mit einem Eingangsbereich und einem Ausgangsbereich ausgestattet ist, wobei sich mindestens eine Lichtquelle an dem Eingangsbereich des beleuchtenden planaren Lichtleiters befindet, und wobei sich der Ausgangsbereich des beleuchtenden planaren Lichtleiters gegenüber dem Eingangsbereich des Lichtleiters befindet.
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In einer von bevorzugten Ausführungsformen ist in einer Ansicht der Innenkammer, hinter dem Lichtleiter, ein aktives optisches Element angeordnet, das einen Bereich umfasst, der zu dem hinteren Bereich des Lichtleiters zeigt, mit streuenden und/oder reflektierenden Eigenschaften, um Strahlen, die aus dem Lichtleiter auf anderen Wegen als durch die vordere Oberfläche ausgetreten sind, zurück in den Körper des Lichtleiters zu werfen.
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In einer weiteren von bevorzugten Ausführungsformen ist in einer Ansicht der Innenkammer hinter dem Lichtleiter mindestens ein Reflektor angeordnet, um Lichtstrahlen zu reflektieren, die durch ein sekundäres Leuchtmittel produziert werden.
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Mindestens eine der äußeren Kanten des Lichtleiters ist bevorzugt durch eine Abdeckblende in einer Ansicht der Innenkammer des Lichtleiters von der Seite der lichtdurchlässigen Abdeckung abgedeckt.
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Das Leuchtmittel umfasst vorteilhafterweise mehrere Lichtquellen, die auf einer gemeinsamen Platine montiert sind.
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Die Lichtquellen sind bevorzugt LED-Quellen.
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Figurenliste
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Die Erfindung wird detaillierter unter Verwendung ihrer Ausführungsbeispiele in Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert, wobei:
- - 1 eine Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels einer Leuchtvorrichtung nach der Erfindung und ihrer Teile in einem demontierten Zustand zeigt,
- - 2 eine Vorderansicht der Leuchtvorrichtung aus 1 mit der entfernten lichtdurchlässigen Abdeckung zeigt,
- - 3 eine Vorderansicht der Leuchtvorrichtung mit der montierten lichtdurchlässigen Abdeckung und den angegebenen Querschnitten A-A und B-B zeigt,
- - 4 eine Ansicht der Leuchtvorrichtung aus 1 in dem Querschnitt A-A' zeigt, der in 3 angegeben ist,
- - 5 eine Ansicht der Leuchtvorrichtung aus 1 in dem Querschnitt B-B' zeigt, der in Fig. angegeben ist,
- - 6 eine Vorderansicht des Lichtleiters und seiner vorderen Oberfläche nach dem zweiten Ausführungsbeispiel zeigt,
- - 7 eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung zeigt, die den Lichtleiter mit der Abdeckblende nach dem dritten Ausführungsbeispiel umfasst,
- - 8 eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung zeigt, die den Lichtleiter mit der Abdeckblende nach dem vierten Ausführungsbeispiel umfasst,
- - 9 eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung zeigt, die den Lichtleiter mit der Abdeckblende nach dem fünften Ausführungsbeispiel umfasst,
- - 10 eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung zeigt, die den Lichtleiter mit der Abdeckblende nach dem sechsten Ausführungsbeispiel umfasst,worin Lichtstrahlen zu dem planaren Lichtleiter von einer Seite durch einen linearen Lichtleiter gebündelt werden,
- - 11 eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung zeigt, die den Lichtleiter mit der Abdeckblende nach dem siebten Ausführungsbeispiel umfasst, worin Lichtstrahlen zu dem planaren Lichtleiter von einer Seite direkt von den Lichtquellen gebündelt werden,
- - 12 eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung zeigt, die den Lichtleiter mit der Abdeckblende nach dem achten Ausführungsbeispiel umfasst, worin Lichtstrahlen zu dem planaren Lichtleiter durch eine Anordnung optischer Teile gebündelt werden, und
- - 13 eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung zeigt, die den Lichtleiter mit der Abdeckblende nach dem neunten Ausführungsbeispiel umfasst, worin Teile von makroskopischen Kristallen einander in der Vorderansicht überlappen.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung
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Vor der Beschreibung einzelner besonderer Ausführungsformen, werden einige Aspekte, die die Erfindung im Allgemeinen betreffen, genannt.
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Der Lichtleiter 3 dieser Erfindung ist im Allgemeinen planar, d. h., er hat die Form einer dünnen Platte, die auf unterschiedliche Weise räumlich geformt sein kann. Die „vordere Oberfläche“ 9 des Lichtleiters 3 bezeichnet die Fläche des Lichtleiters oder seines Teils, die Lichtstrahlen 10 aus der Leuchtvorrichtung heraus emittieren soll. Der Bereich der vorderen Oberfläche 9 umfasst Erhebungen und/oder Vertiefungen, während im Allgemeinen mindestens einige dieser Erhebungen/Vertiefungen durch Oberflächen 6 der Teile 8 makroskopischer Kristalle gebildet werden. Die Tatsache, dass die Erhebungen/Vertiefungen sich in dem „Bereich“ der vorderen Oberfläche 9 befinden, ist so zu verstehen, dass die Erhebungen/Vertiefungen nicht nur z. B. entlang einer Kante der vorderen Oberfläche 9 vorhanden sind.
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In einer bevorzugten Ausführungsform werden mindestens einige der Erhebungen oder Vertiefungen durch Formbiegen des flachen Körpers des Lichtleiters 3 hergestellt (zu verstehen als Biegen über die gesamte Dicke des Körpers des Lichtleiters 3) - siehe z. B. 1 bis 8, während in anderen Ausführungsformen (siehe z. B. 9) sich die Form von Erhebungen oder Vertiefungen nicht aus einem solchen Biegen des Körpers des planaren Lichtleiters 3 ergibt.
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Des Weiteren umfasst in einigen bevorzugten Ausführungsformen die vordere Oberfläche 9 des Lichtleiters 3 einen Basisbereich 17, von dem die Teile 8 makroskopischer Kristalle sich erheben und/oder in dem sie durch Vertiefungen gebildet sind - dies ist typischerweise bei der Ausführungsform in 6 der Fall.
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Des Weiteren können in einigen Ausführungsformen mindestens einige der Teile 8 einander in einer Schnittansicht in der Längsrichtung überlappen - dies ist der Fall bei der Ausführungsform aus 13.
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Die Erfindung umfasst im Allgemeinen ebenso eine Ausführungsform (nicht in den Zeichnungen gezeigt), bei der einige Kanten und/oder Ecken der Teile 8 makroskopischer Kristalle abgerundet sind.
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Hinsichtlich der Ausgabe von Lichtstrahlen 10 aus dem vorderen Bereich 9 des Lichtleiters 3 umfasst die Erfindung Ausführungsformen, worin der Lichtleiter 3 zur Ausgabe von Strahlen 10 aus der gesamten Region aller Oberflächen 6 konfiguriert ist, aber ebenso Ausführungsformen, in denen Strahlen nur von einigen der Oberflächen 6 oder sogar nur Teilen davon ausgegeben werden.
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Wenn eine Ausführungsform der Erfindung den Basisbereich 17 umfasst, können Lichtstrahlen 10 aus dem gesamten Basisbereich 17 oder nur von einem Teil davon austreten, oder in einigen Ausführungsformen treten sie überhaupt nicht aus dem Basisbereich 17 aus.
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Die Lichtquellen 13 nach der Erfindung sind bevorzugt LED-Quellen.
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In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Lichtleiter nach der Erfindung mindestens einen reflektierenden Bereich 7, um Lichtstrahlen 10 zu reflektieren, die durch den Lichtleiter 3 geleitet werden, auf eine solche Weise, so dass veranlasst wird, dass sie durch den Lichtleiter 3 zu der vorderen Oberfläche 9 fallen. Dies umfasst eine Ausführungsform, die nach der Erfindung vorgesehen wird (siehe Anspruch 9), worin der reflektierende Bereich 7 konfiguriert ist, um Lichtstrahlen 10 zu reflektieren, die durch den Lichtleiter 3 direkt zu der vorderen Oberfläche 9 und von der vorderen Oberfläche 9 aus dem Lichtleiter geleitet werden, um Ausgangs-Lichtregionen 33 (siehe 10) auf der vorderen Oberfläche mit einer unterschiedlichen Leuchtintensität zu produzieren, als es durch angrenzende Stellen dieser Region auf der vorderen Oberfläche 9 aufgezeigt wird. Die Erfindung umfasst ebenso eine alternative Konfiguration des reflektierenden Bereichs 7, wobei der reflektierende Bereich 7 konfiguriert ist, um Strahlen 10 zu einem anderen Teil des Lichtleiters 3 zu reflektieren, der in eine unterschiedliche Richtung ausgerichtet ist (siehe die Ausführungsform aus 7).
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Hinsichtlich des Effekts, der unter Verwendung der Lösung der Erfindung erreicht wird, ist zu erwähnen, dass im ausgeschalteten Zustand die angrenzenden Oberflächen 6 der Teile 8 von makroskopischen Kristallen einen Kristalleffekt durch die Reflexion von Tageslicht (Sonnenstrahlung) durch eine unterschiedliche Neigung der Oberflächen 6 verursachen. Das Ergebnis ist ein unterschiedliches Aussehen (Helligkeit und Reflexionen) angrenzender Oberflächen 6. Im eingeschalteten Zustand wird ein analoger Effekt durch das Leiten von Licht von der/den Lichtquelle/n 13 und der Streuung unter Verwendung der Oberflächen 6 erreicht, oder möglicherweise in Ausführungsformen, in denen reflektierende Bereiche 7 vorhanden sind, durch eine Kombination aus Oberflächen 6 und der Neigung des reflektierenden Bereichs 7.
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Nun zu einzelnen besonderen Ausführungsformen.
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1 bis 5 zeigen das erste Ausführungsbeispiel der Leuchtvorrichtung nach der Erfindung in unterschiedlichen Ansichten.
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1 zeigt die Leuchtvorrichtung im demontierten Zustand. Die Leuchtvorrichtung umfasst ein Trägergehäuse 5, das entworfen wurde, um einen planaren Lichtleiter 3 zu halten, mit dem eine Platte 4, die nicht gezeigte Lichtquellen 13 trägt die ein Teil des Leuchtmittels 18 sind, um den Lichtleiter zu versorgen, assoziiert ist.
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2 zeigt den Lichtleiter 3 mit einer Abdeckblende 2, die in dem Trägergehäuse 5 montiert ist. Sie zeigt weiterhin die Oberflächen 6 eines Teils 8 eines Kristalls. Lichtstrahlen 10 treten aus den Oberflächen 6 oder zumindest aus Teilen davon aus dem Lichtleiter 3 aus.
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3 ist eine Vorderansicht der Leuchtvorrichtung mit installierter lichtdurchlässiger Abdeckung 1, wobei die Querschnitte und entsprechenden Ansichten A-A und B-B angegeben werden, die dann in den nächsten 4 und 5 gezeigt werden.
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In dem montierten Zustand der Leuchtvorrichtung ist das Trägergehäuse 5 durch eine lichtdurchlässige Abdeckung 1 abgedeckt, und es hält einen planaren Lichtleiter 3, um Lichtstrahlen 10 zu leiten, die durch das Leuchtmittel 18 generiert werden, das mindestens eine Lichtquelle 3 umfasst, und um die aus mindestens einem Teil der vorderen Oberfläche 9 des Lichtleiters 3 zu emittieren. Der Lichtleiter 3 umfasst mindestens einen reflektierenden Bereich 7. In dieser Ausführungsform ist der reflektierende Bereich 7 Teil der Fläche des bündelnden Teils 11 und ist so entworfen, dass er Lichtstrahlen 10 reflektiert, die durch den bündelnden Teil 11 des Lichtleiters 3 geleitet werden, auf eine Weise, so dass sie zu dem streuenden Teil 12 geleitet werden, und um zu veranlassen, dass sie zu der vorderen Oberfläche 9 fallen. Die Abdeckblende 2 ist auf eine Weise konfiguriert, dass die äußeren Kanten 16 des streuenden Teils 12 des Lichtleiters 3 in einer Ansicht durch die lichtdurchlässige Abdeckung 1 des Inneren der Leuchtvorrichtung abgedeckt sind. Der streuende Teil 12 ist plastisch (d. h. dreidimensional - räumlich) auf eine Weise gebogen, dass die vordere Oberfläche 9 zumindest teilweise aus den Oberflächen 6 der Teile 8 von makroskopischen Kristallen besteht. Im Allgemeinen bildet jedes der Teile 8 eine Vertiefung oder eine Erhöhung auf der vorderen Oberfläche 9 in der Vorderansicht.
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6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des Lichtleiters 3 nach der Erfindung. In diesem Beispiel umfasst die vordere Oberfläche 9 des Lichtleiters 3 einen Basisbereich 17, während der Teil des Lichtleiters, der die vordere Oberfläche 9 trägt, auf eine Weise gebogen ist, dass Teile 8 von Kristallen sich aus dem Basisbereich 17 erheben und Erhebungen auf der vorderen Oberfläche bilden, während andere Teile 8 Vertiefungen in Bezug auf den Basisbereich 17 bilden können. So wird in diesem Ausführungsbeispiel die vordere Oberfläche 9 des Lichtleiters 3 teilweise durch den Basisbereich 17 gebildet und teilweise durch die Oberflächen 6 gebildet.
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7 zeigt eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils des Lichtleiters 3 mit der Abdeckblende 2 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Der Lichtleiter 3 umfasst einen planaren bündelnden Teil 11, um Lichtstrahlen 10 zu bündeln, die durch mindestens eine Lichtquelle 3 produziert werden, und einen gebogenen planaren streuenden Teil 12. Die Quellen 3 befinden sich bevorzugt auf einer gemeinsamen Platine 4. Die Quellen 3 sind Teil des Leuchtmittels 18. Der planare streuende Teil 12 trägt die vordere Oberfläche 9, die verwendet wird, um Lichtstrahlen 10 aus dem Lichtleiter 3 zu emittieren. Die äußeren Kanten 16 des Lichtleiters 3 werden durch die Abdeckblende 2 in einer Ansicht der vorderen Oberfläche 9 von der Außenseite der Leuchtvorrichtung abgedeckt. In dieser Ausführungsform umfasst der streuende Teil 12 streuende Elemente 14 in seiner inneren Struktur, um Lichtstrahlen 10 zu leiten und/oder zu streuen. Der bündelnde Teil 11 umfasst einen reflektierenden Bereich 7, der Lichtstrahlen 10 reflektiert, die durch den bündelnden Teil 11 fallen, zu dem streuenden Teil 12.
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8 zeigt eine Schnittansicht in der Längsrichtung eines Teils des Lichtleiters 3 mit Abdeckblende 2 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Ähnlich wie bei der vorigen Ausführungsform umfasst der Lichtleiter 3 einen planaren bündelnden Teil 11, um Lichtstrahlen 10 zu bündeln, die durch mindestens eine Quelle 3 generiert werden, und einen gebogenen planaren streuenden Teil 12. Die Quellen 3 befinden sich bevorzugt auf einer gemeinsamen Platine 4. Die Quellen 3 sind ein Teil des Leuchtmittels 18. Der planare streuende Teil 12 trägt die vordere Oberfläche 9, die verwendet wird, um Lichtstrahlen 10 aus dem Lichtleiter 3 zu emittieren. Die äußeren Kanten 16 des Lichtleiters 3 sind durch die Abdeckblende 2 in einer Ansicht der vorderen Oberfläche 9 von dem Äußeren der Leuchtvorrichtung abgedeckt. Der bündelnde Teil 11 umfasst einen reflektierenden Bereich 7, der Lichtstrahlen 10, die durch den bündelnden Teil 11 fallen, zu dem streuenden Teil 12 reflektiert. In dieser Ausführungsform, ist zumindest ein Teil der Fläche des bündelnden Teils 11 mit einer reflektierenden Schicht 15 ausgestattet, die die Reflexion von Lichtstrahlen 10, die durch den bündelnden Teil 11, von einer Fläche des bündelnden Teils 11 unterstützt. Der reflektierende Bereich 7 ist ebenso bevorzugt mit einer reflektierenden Schicht 15 ausgestattet. Ähnlich wie bei der vorigen Ausführungsform ist der streuende Teil 12 mit einem streuenden Element 14 ausgestattet, das dieses Mal die Form einer Schicht hat, die von der Innenseite an der Oberfläche des streuenden Teils 12 gegenüber der vorderen Oberfläche 9 angebracht ist und konfiguriert ist, um Lichtstrahlen 10 zu der vorderen Oberfläche 9 zu reflektieren, durch die die Lichtstrahlen 10 aus dem Lichtleiter 3 austreten. Der bündelnde Teil 11 ist vorteilhafterweise aus Polycarbonat (PC) oder Polymethylmethacrylat (PMMA) hergestellt. Hinsichtlich des Materials des streuenden Teils 12 basiert dieses bevorzugt auf einem Material, das Streuungspartikel in seiner inneren Struktur umfasst, um Lichtstrahlen zu streuen.
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9 zeigt eine Schnittansicht in einer Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Das Leuchtmittel 18 umfasst einen beleuchtenden linearen Lichtleiter 19, der mit einem Eingangsbereich 20 und einem Ausgangsbereich 21 ausgestattet ist, während an dem Eingangsbereich 20 des beleuchtenden linearen Lichtleiters 19 sich mindestens eine Lichtquelle 13 befindet, und der Ausgangsbereich 21 des linearen Lichtleiters 19 befindet sich gegen den Eingangsbereich 22 des Lichtleiters 3. In einer Ansicht der Innenkammer ist mindestens ein Reflektor 30 hinter dem Lichtleiter 3 angeordnet, um Lichtstrahlen zu reflektieren, die durch das sekundäre Leuchtmittel 31 reflektiert werden. Der Lichtleiter umfasst einen reflektierenden Bereich 7. In einer Ansicht der Innenkammer des Lichtleiters 3 von der Seite der lichtdurchlässigen Abdeckung 1 sind die äußeren Kanten 16 des Lichtleiters 3 durch eine Abdeckblende 2 abgedeckt.
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10 zeigt eine Schnittansicht in einer Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Das Leuchtmittel 18 umfasst einen beleuchtenden linearen Lichtleiter 19, der mit einem Eingangsbereich 20 und einem Ausgangsbereich 21 ausgestattet ist, während sich am Eingangsbereich 20 des beleuchtenden linearen Lichtleiters 19 mindestens eine Lichtquelle 13 befindet, und der Ausgangsbereich 21 des linearen Lichtleiters 19 befindet sich gegen den Eingangsbereich 22 des Lichtleiters 3. In einer Ansicht der Innenkammer befindet sich hinter dem Lichtleiter 3 ein aktives optisches Element 26, das einen Bereich 27 umfasst, der zu dem hinteren Bereich 28 des Lichtleiters 3 zeigt, mit streuenden und/oder reflektierenden Eigenschaften, um Strahlen 10, sie aus dem Lichtleiter 3 auf anderen Wegen als der vorderen Oberfläche 9 ausgetreten sind, zurück zu dem Körper des Lichtleiters 3 zu werfen. Der Lichtleiter umfasst mehrere streuende reflektierende Bereiche 7. Mindestens eine der äußeren Kanten 16 des Lichtleiters 3 ist durch eine Abdeckblende 2 in der Ansicht der Innenkammer des Lichtleiter 3 von der Seite der lichtdurchlässigen Abdeckung 1 abgedeckt.
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11 zeigt eine Schnittansicht in einer Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Das Leuchtmittel 18 umfasst eine Anordnung aus Lichtquellen 13, die auf einem Träger der Platine 4 positioniert sind. Die Anordnung aus Lichtquellen 13 ist angepasst, um Lichtstrahlen 10 zu dem Eingangsbereich 22 des Lichtleiters 5 zu emittieren. Mindestens eine der äußeren Kanten 16 des Lichtleiters 3 ist durch eine Abdeckblende 2 in der Ansicht auf eine Innenkammer des Lichtleiter 3 von der Seite der lichtdurchlässigen Abdeckung 1 abgedeckt. In einer Ansicht der Innenkammer befindet sich hinter dem Lichtleiter 3 ein aktives optisches Element 26, das einen Bereich 27 umfasst, der zu dem hinteren Bereich 28 des Lichtleiters 3 zeigt, mit streuenden und/oder reflektierenden Eigenschaften, um Strahlen 10, die aus dem Lichtleiter 3 auf anderen Wegen als durch die vordere Oberfläche 9 ausgetreten sind, zurück zu dem Körper des Lichtleiters 3 zu werfen. Der Lichtleiter umfasst mehrere streuende reflektierende Bereiche 7.
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12 zeigt eine Schnittansicht in einer Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Das Leuchtmittel 18 umfasst einen beleuchtenden planaren Lichtleiter 23, der mit einem Eingangsbereich 24 und einem Ausgangsbereich 25 ausgestattet ist, während an dem Eingangsbereich 24 des beleuchtenden planaren Lichtleiters 23 sich mindestens eine Lichtquelle 13 befindet, und der Ausgangsbereich 25 des planaren Lichtleiters 23 befindet sich gegen den Eingangsbereich 22 des Lichtleiters 3. Mindestens eine der äußeren Kanten 16 des Lichtleiters 3 ist durch eine Abdeckblende 2 in einer Ansicht der Innenkammer des Lichtleiters 3 von der Seite der lichtdurchlässigen Abdeckung 1 abgedeckt. In einer Ansicht der Innenkammer befindet sich hinter dem Lichtleiter 3 ein aktives optisches Element 26, das einen Bereich 27 umfasst, der zu dem hinteren Bereich 28 des Lichtleiters 3 zeigt, mit streuenden und/oder reflektierenden Eigenschaften, um Strahlen 10, die aus dem Lichtleiter 3 auf anderen Wegen als durch die vordere Oberfläche 9 ausgetreten sind, zurück zu dem Körper des Lichtleiters 3 zu werfen. Der Lichtleiter umfasst mehrere streuende reflektierende Bereich 7.
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13 zeigt eine Schnittansicht in einer Längsrichtung eines Teils der Leuchtvorrichtung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Die oben aufgeführte Beschreibung der Ausführungsform in 11 gilt ebenso für diese Ausführungsform, außer dass die Teile 8 der makroskopischen Kristalle Erhebungen auf der vorderen Oberfläche 9 bilden, die einander in der Schnittansicht in der Längsrichtung in 13 überlappen. Zusätzlich umfasst der Lichtleiter 3 streuende Elemente 14 in seiner inneren Struktur, um Lichtstrahlen 10 zu leiten und/oder zu streuen.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele mit Verweis auf die jeweiligen beigefügten Zeichnungen beschränkt und umfasst alle Anpassungen und Modifikationen, die in den Umfang der nachfolgenden Patentansprüche fallen.
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Bezugszeichenliste
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- 1 -
- lichtdurchlässige Abdeckung
- 2 -
- Abdeckblende
- 3 -
- Lichtleiter
- 4 -
- Platine
- 5 -
- Trägergehäuse
- 6 -
- Oberfläche
- 7 -
- reflektierender Bereich
- 8 -
- Teil (eines makroskopischen Kristalls)
- 9 -
- vordere Oberfläche (des Lichtleiters)
- 10 -
- Lichtstrahl
- 11 -
- bündelnder Teil (des Lichtleiters)
- 12 -
- streuender Teil (des Lichtleiters)
- 13 -
- Lichtquelle
- 14 -
- streuende Elemente
- 15 -
- reflektierende Schicht
- 16 -
- äußere Kante
- 17 -
- Basisbereich
- 18 -
- Leuchtmittel
- 19 -
- beleuchtender linearer Lichtleiter
- 20 -
- Eingangsbereich (des beleuchtenden linearen Lichtleiters)
- 21 -
- Ausgangsbereich (des beleuchtenden linearen Lichtleiters)
- 22 -
- Eingangsbereich (des Lichtleiters)
- 23 -
- beleuchtender planarer Lichtleiter
- 24 -
- Eingangsbereich (des beleuchtender planaren Lichtleiters)
- 25 -
- Ausgangsbereich (des beleuchtender planaren Lichtleiters)
- 26 -
- aktives optisches Element
- 27 -
- Bereich
- 28 -
- hinterer Bereich
- 29 -
- aktives optisches Element
- 30 -
- Reflektor
- 31 -
- sekundäres Leuchtmittel
- 32 -
- innere Struktur
- 33 -
- Region
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- CZ 305740 B6 [0003]
- WO 2014199108 A1 [0003]
- KR 2010055984 A [0003]
- CZ 305927 [0004]
- CZ 20160741 [0005]