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DE102018127011A1 - Fahrzeugstrukturbauteil, Baukastensystem und Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugstrukturbauteilen - Google Patents

Fahrzeugstrukturbauteil, Baukastensystem und Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugstrukturbauteilen Download PDF

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DE102018127011A1
DE102018127011A1 DE102018127011.9A DE102018127011A DE102018127011A1 DE 102018127011 A1 DE102018127011 A1 DE 102018127011A1 DE 102018127011 A DE102018127011 A DE 102018127011A DE 102018127011 A1 DE102018127011 A1 DE 102018127011A1
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Germany
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insert
vehicle structural
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structural component
base body
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DE102018127011.9A
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English (en)
Inventor
Thomas Hogger
Sebastian Krull
Bernhard Staudt
Matthias Nagel
Octavian Knoll
Christoph Jagoda
Oleg Konrad
Tobias Wehrkamp-Richter
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Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
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Publication date
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Abstract

Es wird ein Fahrzeugstrukturbauteil (14) angegeben, umfassend einen Grundkörper (16) mit einer Aufnahme (18) und einem ersten Einleger (20) zur Versteifung des Fahrzeugstrukturbauteils (14), der in der Aufnahme (18) untergebracht ist und diese nur teilweise ausfüllt, und mindestens einen weiteren Einleger (24), der in der Aufnahme (18) sitzt. Zudem wird ein Baukastensystem (26) zum Herstellen von Fahrzeugstrukturbauteilen (14) und ein Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugstrukturbauteilen (14) angegeben.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugstrukturbauteil, ein Baukastensystem zum Herstellen von Fahrzeugstrukturbauteilen und ein Verfahren zur Herstellung von F ahrzeugstrukturbauteilen.
  • Fahrzeugstrukturbauteile dienen zur Versteifung der Fahrzeugstruktur und sind beispielsweise Vertikalsäulen oder Teile der Fahrzeugdachstruktur. Des Weiteren können sie zur Anbindung von Klappen und deren Funktionselementen, wie FederDämpfer-Elementen dienen.
  • Je nach Modell und Ausstattung eines Fahrzeugs liegen häufig unter¬schiedliche Anforderungen an die verwendeten Fahrzeugstrukturbauteile vor. Um eine hohe Variantenvielfalt, die auch einen hohen Aufwand bei der Steuerung der Fertigungsprozesse nach sich ziehen würde, zu vermeiden, werden Fahrzeugstrukturbauteile häufig auf eine Maximalanforderung ausgelegt. Das bedeutet jedoch, dass das Gewicht und die Herstellkosten des Fahrzeugstrukturbauteils in allen Fahrzeugvarianten einem Maximalwert entsprechen, auch wenn in einigen Fahrzeugvarianten geringere Anforderungen vorliegen. Dadurch werden unnötig Ressourcen verbraucht und das Fahrzeuggewicht zumindest einiger Fahrzeugmodelle unnötig erhöht.
  • Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein hinsichtlich der vorliegenden Anforderungen optimiertes Fahrzeugstrukturbauteil sowie ein Baukastensystem und ein Verfahren zur effizienten und kostensparenden Herstellung von Fahrzeugstrukturbauteilen anzugeben.
  • Diese Aufgabe wird zum einen erfindungsgemäß gelöst durch ein Fahrzeugstrukturbauteil, umfassend einen Grundkörper mit einer Aufnahme und einem ersten Einleger zur Versteifung des Fahrzeugstrukturbauteils, der in der Aufnahme untergebracht ist und diese nur teilweise ausfüllt, und mindestens einen weiteren Einleger, der in der Aufnahme sitzt.
  • Durch den zusätzlich zum ersten Einleger in der Aufnahme angeordneten weiteren Einleger wird eine höhere Steifigkeit des Fahrzeugstrukturbauteils erreicht als mit nur einem Einleger. Ein Fahrzeugstrukturbauteil mit einem ersten Einleger, der die Aufnahme nur teilweise ausfüllt, stellt sozusagen eine Basisvariante des Fahrzeugstrukturbauteils dar. Durch den weiteren Einleger, der zusätzlich zu dem ersten Einleger in der Aufnahme angeordnet ist, ist das Fahrzeugstrukturbauteil für Fahrzeugmodelle mit höheren Anforderungen geeignet, welche über die Anforderungen in der Basisvariante hinausgehen. Durch die Verwendung von zwei Einlegern kann im Fertigungsverfahren flexibel auf die jeweiligen Anforderungen reagiert werden.
  • Der Grundkörper ist vorzugsweise ein Kunststoffbauteil, insbesondere ein faserverstärktes Kunststoffbauteil. Dadurch lässt sich der Grundkörper einfach und kostengünstig herstellen. Beispielsweise ist der Grundkörper ein kurzfaserverstärkter Thermoplast. Kurzfaserverstärkte Thermoplasten lassen sich einfach spritzgießen, sodass der Grundkörper durch die Verwendung eines derartigen Kunststoffs einfach herstellbar ist.
  • Der mindestens eine erste Einleger und/oder der mindestens eine weitere Einleger kann aus einem faserverstärkten Kunststoff bestehen. Für die Einleger eignet sich die Verwendung eines Endlosfasermaterials. Die Endlosfasern der Einleger können mit einem Harz getränkt sein. Vorzugsweise verlaufen die Endlosfasern in den Einlegern unidirektional, sodass diese ein anisotropes Materialverhalten zeigen. Dadurch weist das Fahrzeugstrukturbauteil vor allem in Längsrichtung eine hohe Steifigkeit auf.
  • Gemäß einer Ausführungsform sind die beiden Einleger entlang einer Längsseite miteinander in Kontakt. Dadurch kann das Fahrzeugstrukturbauteil besonders kompakt ausgebildet sein.
  • Die Aufnahme ist vorzugsweise durch eine längliche Rille gebildet und der erste Einleger und der mindestens eine weitere Einleger sind vorzugsweise stabförmig, wobei das Profil der Einleger entsprechend dem Profil der länglichen Rille ausgebildet ist. Das heißt, dass die Einleger zusammen, insbesondere wenn die Einleger entlang einer Längsseite miteinander in Kontakt sind, ein Profil bilden, das dem Profil der Aufnahme entspricht. Auf diese Weise lassen sich die Einleger besonders einfach und passgenau in der Aufnahme anordnen. Wenn die Einleger in der Aufnahme angeordnet sind, liegen sie mit mindestens zwei gegenüberliegenden Längsseiten vollflächig an einer Innenwand der Aufnahme an.
  • Die in der Aufnahme eingesetzten Einleger können die Aufnahme ausfüllen, insbesondere vollständig ausfüllen. Dabei kann der weitere Einleger bündig mit einer Außenseite des Fahrzeugstrukturbauteils abschließen. Somit ergibt sich zumindest im Bereich der Einleger ein möglichst stufenloses Erscheinungsbild des F ahrzeugstrukturbautei ls.
  • Um den ersten Einleger ausreichend fest an dem Grundkörper zu befestigen, ist der erste Einleger beispielsweise mittels Umspritzens oder mittels Kunststoffschweißens mit dem Grundkörper verbunden.
  • Der mindestens eine weitere Einleger ist vorzugsweise ebenfalls mittels Kunststoffschweißens mit dem Grundkörper verbunden. Dadurch kann der weitere Einleger auch zu einem späteren Zeitpunkt als der erste Einleger mit dem Grundkörper verbunden werden, insbesondere nach Abschluss eines Spritzgussprozesses.
  • Gemäß einer Ausführungsform hat der mindestens eine erste Einleger und/oder der mindestens eine weitere Einleger ein rechteckiges Profil. Die Einleger können dadurch einfach herstellbar sein. Beispielsweise lassen sich die Einleger als lange Profile herstellen, die dann je nach Bedarf zugeschnitten werden können.
  • Vorzugsweise sind der mindestens eine erste Einleger und der mindestens eine weitere Einleger identische Bauteile, d.h. Bauteile gleicher Geometrie und gleichen Materials. Somit wird eine Anzahl unterschiedlicher Komponenten gering gehalten, was sich vorteilhaft auf die Gesamtkosten des Fahrzeugstrukturbauteils auswirken kann.
  • Das Fahrzeugstrukturbauteil ist beispielsweise ein Windlauf, also eine Verstrebung, insbesondere ein Dachquerstrukturbauteil, die in Fahrzeugquerrichtung einen linken Dachrahmen und einen rechten Dachrahmen miteinander verbindet. Somit trägt das Fahrzeugstrukturbauteil zu einer Gesamtsteifigkeit eines Fahrzeugs bei. Das Fahrzeugstrukturbauteil kann jedoch auch in anderen Bereichen des Fahrzeugs eingesetzt sein, zum Beispiel kann das Fahrzeugstrukturbauteil eine Vertikalsäule bilden.
  • Die Aufgabe wird des Weiteren erfindungsgemäß gelöst durch ein Baukastensystem zum Herstellen von Fahrzeugstrukturbauteilen, mit identisch ausgeführten Grundkörpern, die mindestens eine Aufnahme aufweisen, und mehreren Einlegern, wobei die Aufnahme und die Einleger in ihrer Geometrie so aufeinander abgestimmt sind, dass wahlweise ein oder mehrere Einleger in dieselbe Aufnahme eingesetzt werden können. Somit kann mittels des Baukastensystems das Fahrzeugstrukturbauteil je nach Fahrzeugmodell entsprechend den jeweiligen Anforderungen ausgelegt werden.
  • Dabei können die mehreren Einleger die Aufnahme vollständig ausfüllen ohne aus dieser herauszuragen. Beispielsweise können zwei oder mehr Einleger zusammen die Aufnahme vollständig ausfüllen. Somit schließt der zuletzt eingelegte Einleger bündig mit der Außenfläche des Grundkörpers ab.
  • Die Grundkörper und die Einleger sind vorzugsweise Kunststoffbauteile, welche miteinander verschweißbar sind. Dadurch lassen sich die einzelnen Bauteile auch nach einem Spritzgussprozess zuverlässig miteinander verbinden.
  • Des Weiteren wird die Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugstrukturbauteilen unter Verwendung des vorhergehend beschriebenen Baukastensystems, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
    • a) Bereitstellen eines Grundkörpers mit mindestens einer Aufnahme für einen Einleger, sowie eines in der Aufnahme sitzenden, ersten Einlegers, und
    • b) Einsetzen mindestens eines weiteren Einlegers in die Aufnahme, wenn das Fahrzeugstrukturbauteil eine höhere Festigkeit aufweisen soll als das im Schritt a) hergestellte Bauteil.
  • Ein solches Verfahren bietet den Vorteil, dass ein Fahrzeugstrukturbauteil optimal auf die jeweiligen Anforderungen ausgelegt werden kann, abhängig davon, in welchem Fahrzeugmodell das Fahrzeugstrukturbauteil verwendet wird.
  • Nach dem Einsetzen des mindestens einen weiteren Einlegers kann die Aufnahme mittels einer Außenhaut, die die Aufnahme überdeckt, geschlossen werden. Alternativ kann die Aufnahme mit einem Verkleidungsbauteil geschlossen werden. Durch das Überdecken der Aufnahme ist die Auslegung des Fahrzeugstrukturbauteils abgeschlossen.
  • Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens kann der mindestens eine weitere Einleger nach dem Verbinden des ersten Einlegers mit dem Grundkörper ebenfalls mit dem Grundkörper verbunden werden. Die Verbindung des weiteren Einlegers mit dem Grundkörper erfolgt vorzugsweise mittels Kunststoffschweißens.
  • Die Entscheidung, für welche Anforderungen das Fahrzeugstrukturbauteil ausgelegt werden soll, kann dadurch relativ spät im Herstellungsprozess erfolgen, zum Beispiel nach einer Montage beziehungsweise Fertigstellung einer Karosseriestruktur, insbesondere nach einem Lackiervorgang. Es müssen also bis zum Einsetzen des Einlegers keine zusätzlichen Varianten bedingt durch die Auslegung des Fahrzeugstrukturbauteils gesteuert werden. Auf diese Weise können die Produktionszeiten besonders kurz sein und der Produktionsspeicher kann aufgrund der reduzieren Variantensteuerung kleiner gehalten werden.
  • Der mindestens eine weitere Einleger wird insbesondere nach dem Schließen der Aufnahme und/oder nach dem Lackieren des Fahrzeugstrukturbauteils mit dem Grundkörper verschweißt. Alternativ ist es denkbar, dass der weitere Einleger mit dem Grundkörper durch Kleben, Nieten oder Formschluss verbunden wird. Durch die genannten Möglichkeiten kann der Einleger dauerhaft mit dem Grundkörper verbunden werden.
  • Der mindestens eine erste Einleger wird beispielsweise mit dem Grundkörper verbunden, indem er bei der Herstellung des Grundkörpers in ein entsprechendes Werkzeug eingelegt und umspritzt wird. Dies hat den Vorteil, dass der Einleger auf besondere einfache und effiziente Weise bereits bei der Herstellung des Grundkörpers mit diesem verbunden wird und kein weiterer Montageschritt zur Verbindung des Einlegers mit dem Grundkörper notwendig ist.
  • In einer alternativen Ausführungsform des Verfahrens wird der Grundkörper mittels eines additiven Herstellungsverfahrens, beispielsweise mittels 3D-Drucks, hergestellt und der mindestens eine erste Einleger wird nach der Herstellung des Grundkörpers in die Aufnahme eingesetzt und mit dem Grundkörper verbunden, beispielsweise mittels Kunststoffschweißens. Bei dieser Variante wird zur Herstellung des Verbunds aus Grundkörper und erstem Einleger keine Werkzeugform benötigt.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen:
    • - 1 einen Teil eines Zwischenerzeugnisses bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen Fahrzeugstrukturbauteils in einer Ansicht von oben,
    • - 2 einen Teil des Zwischenerzeugnisses aus 1 in einer Ansicht von unten,
    • - 3 einen Querschnitt durch das Zwischenerzeugnis aus 1,
    • - 4 einen Teil eines erfindungsgemäßen Fahrzeugstrukturbauteils in einer Ansicht von oben,
    • - 5 einen Teil des erfindungsgemäßen Fahrzeugstrukturbauteils in einer Ansicht von oben und
    • - 6 einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Fahrzeugstrukturbauteil.
  • Die 1 bis 3 zeigen jeweils ein Fahrzeugstrukturbauteil 10, das ein Zwischenerzeugnis 12 bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen Fahrzeugstrukturbauteils 14 (siehe 4) darstellt. Die 1 und 2 zeigen einen Teil des länglichen Fahrzeugstrukturbauteils 10 jeweils in einer Ansicht von oben und von unten. 3 zeigt einen Querschnitt durch das Fahrzeugstrukturbauteil 10.
  • Das Zwischenerzeugnis 12 selbst ist bereits ein funktionsfähiges Fahrzeugstrukturbauteil 10, und zwar ein Windlauf für ein Kraftfahrzeug.
  • Wie insbesondere in 3 besonders gut zu erkennen ist, umfasst das Fahrzeugstrukturbauteil 10 einen Grundkörper 16, in dem mehrere Aufnahmen 18 vorhanden sind. Die Aufnahmen 18 sind jeweils durch eine längliche Rille gebildet, die ein rechteckiges Profil hat und sich nahezu vollständig oder vollständig über die gesamte Länge des Fahrzeugstrukturbauteils 10 erstreckt.
  • Der Grundkörper 16 ist ein Kunststoffbauteil, insbesondere aus einem kurzfaserverstärkten Thermoplasten.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier Aufnahmen 18 vorgesehen, von denen zwei Aufnahmen 18 an einer Oberseite und zwei Aufnahmen 18 an einer Unterseite des Fahrzeugstrukturbauteils 10 angeordnet sind. Die Begriffe „Oberseite“ und „Unterseite“ beziehen sich dabei auf einen montierten Zustand des Fahrzeugstrukturbauteils 10 in einem Kraftfahrzeug. Die Anzahl der Aufnahmen 18 kann jedoch variieren, je nach Art des Fahrzeugstrukturbauteils 10.
  • In jeder der Aufnahmen 18 ist jeweils ein erster Einleger 20 angeordnet. Beispielsweise können die ersten Einleger 20 mittels Umspritzens oder Kunststoffschweißens mit dem Grundkörper 16 zuverlässig verbunden sein.
  • Die Einleger 20 sind vorzugsweise faserverstärkt und enthalten Endlosfasern. Die Einleger 20 dienen der Versteifung des Fahrzeugstrukturbauteils 10 und erstrecken sich ebenso wie die Aufnahmen 18 nahezu vollständig oder vollständig über die gesamte Länge des Fahrzeugstrukturbauteils 10.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die ersten Einleger 20 stabförmig und haben ein rechteckiges Profil. Es sind jedoch auch andere Profilformen der Einleger 20 denkbar, wobei die Profile der Einleger 20 und der Aufnahmen 18 derart aufeinander abgestimmt sind, dass sich keine Leerräume im Fahrzeugstrukturbauteil 10 ergeben. Das heißt, die Einleger 20 sind an das Profil der Aufnahmen 18 angepasst.
  • Wenn ein erster Einleger 20 in einer Aufnahme 18 angeordnet ist, füllt er diese nicht vollständig aus, sodass eine Aufnahme für einen weiteren Einleger 24 verbleibt.
  • Das in den 4 bis 6 dargestellte Fahrzeugstrukturbauteil 14 unterscheidet sich von dem in den 1 bis 3 dargestellten Zwischenerzeugnis 12 dadurch, dass in jeder Aufnahme 18 zusätzlich ein weiterer Einleger 24 sitzt. Durch den weiteren Einleger 24 ist eine Festigkeit des Fahrzeugstrukturbauteils 14, insbesondere eine Steifigkeit in Fahrzeugquerrichtung, bezogen auf einen montierten Zustand des Fahrzeugstrukturbauteils 14, im Vergleich zu dem vorhergehend beschriebenen Fahrzeugstrukturbauteil 10 erhöht.
  • Somit kann das Fahrzeugstrukturbauteil 14 durch den weiteren Einleger 24 an die jeweils herrschenden Anforderungen angepasst sein und kann höhere Belastungen aufnehmen als ein Fahrzeugstrukturbauteil 10, bei dem jeweils nur ein erster Einleger 20 in den Aufnahmen 18 angeordnet ist.
  • Der zusätzliche Einleger 24 ist vorzugsweise mit dem Grundkörper 16 verschweißt, insbesondere mittels Kunststoffschweißens.
  • Durch die Einleger 20, 24 zusammen ist die Aufnahme 18 vollständig ausgefüllt, ohne dass die Einleger 24 aus der Aufnahme herausragen. Dadurch erstrecken sich die Einleger 24 entlang einer Oberseite beziehungsweise einer Unterseite des Fahrzeugstrukturbauteils 14, also entlang einer Außenfläche des Fahrzeugstrukturbauteils 10. Insbesondere ist ein Teil der Außenfläche des Fahrzeugstrukturbauteils 14 durch eine Fläche eines Einlegers 24 gebildet.
  • Die ersten Einleger 20 und die weiteren Einleger 24 sind vorzugsweise identische Bauteile mit einem identischen Querschnitt, wie in 6 dargestellt. Auf diese Weise können die Einleger gleichermaßen als erste Einleger 20 oder als weiter Einleger 24 verwendet werden.
  • In einem montierten Zustand, wie in den 4 bis 6 gezeigt, sind die Einleger 20, 24 entlang einer Längsseite miteinander in Kontakt.
  • Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Fahrzeugstrukturbauteils 14 wird ein erfindungsgemäßes Baukastensystem 26 bereitgestellt, das identisch ausgeführten Grundkörper 16 und mehrere Einleger 20, 24 aufweist. Die Grundkörper 16 und die Einleger 20, 24 des Baukastensystems 26 entsprechen den in den Figuren gezeigten Bauteilen. Somit kann bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Fahrzeugstrukturbauteils 14 die erforderliche Anzahl an Einlegern 20, 24 in den Grundkörper 16 eingesetzt werden.
  • Um ein erfindungsgemäßes Fahrzeugstrukturbauteil 14 unter Verwendung des Baukastensystems 26 herzustellen, werden folgende Schritte durchgeführt:
    • Zunächst wird ein Grundkörper 16 mit mindestens einer Aufnahme 18 für einen Einleger 20, 24 sowie ein in der Aufnahme 18 sitzender, erster Einleger 20 bereitgestellt.
  • Der erste Einleger 20 wurde entweder beim Spritzgussprozess zum Herstellen des Grundkörpers 16 mit diesem verbunden, indem der Einleger 20 in eine Werkzeugform eingelegt und mit Kunststoff umspritzt wurde. Alternativ kann der erste Einleger 20 mittels Kunststoffschweißens mit dem Grundkörper 16 verbunden werden. Der Grundkörper 16 kann in diesem Fall entweder mittels Spritzgießens oder mittels eines additiven Fertigungsverfahrens, beispielsweise mittels 3D-Drucks, hergestellt worden sein.
  • Dieses Zwischenerzeugnis 12, das den Grundkörper 16 jeweils einen ersten Einleger 20 je Aufnahme 18, aber keinen weiteren Einleger 24, umfasst, entspricht dem in den 1 bis 3 dargestellten Fahrzeugstrukturbauteil 10, welches bereits den Anforderungen einiger Fahrzeugmodelle genügt. Insbesondere zeichnet sich das Zwischenerzeugnis 12 dadurch aus, dass die Aufnahmen 18 nicht vollständig ausgefüllt sind, das heißt, dass noch Platz für mindestens einen weiteren Einleger 24 in der Aufnahme ist.
  • Wenn das Fahrzeugstrukturbauteil 14 allerdings eine höhere Festigkeit aufweisen soll als das im vorhergehenden Schritt hergestellte Fahrzeugstrukturbauteil 10, wird ein weiterer Einleger 24 in die Aufnahme 18 eingesetzt.
  • Das Einsetzen des mindestens einen weiteren Einlegers 24 in die Aufnahme 18 erfolgt dabei zu einem späteren Zeitpunkt im Fertigungsprozess als das Einsetzen des ersten Einlegers 20, zum Beispiel nach einem Lackiervorgang.
  • Nach dem Einsetzen des weiteren Einlegers 24 kann die Aufnahme 18 mittels einer nicht dargestellten Außenhaut, die die Aufnahme 18 überdeckt, oder mittels eines nicht dargestellten Verkleidungsbauteils, geschlossen werden.
  • Das Verschweißen des mindestens einen weiteren Einlegers 24 mit dem Grundkörper 16 kann vor oder nach dem Schließen der Aufnahme 18 des Fahrzeugstrukturbauteils 14 erfolgen.

Claims (20)

  1. Fahrzeugstrukturbauteil (14), umfassend einen Grundkörper (16) mit einer Aufnahme (18) und einem ersten Einleger (20) zur Versteifung des Fahrzeugstrukturbauteils (14), der in der Aufnahme (18) untergebracht ist und diese nur teilweise ausfüllt, und mindestens einen weiteren Einleger (24), der in der Aufnahme (18) sitzt.
  2. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (16) ein Kunststoffbauteil, insbesondere ein faserverstärktes Kunststoffbauteil, ist.
  3. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Einleger (20) und/oder der mindestens eine weitere Einleger (24) aus einem faserverstärkten Kunststoff besteht.
  4. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Einleger (20, 24) entlang einer Längsseite miteinander in Kontakt sind.
  5. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (18) durch eine längliche Rille gebildet ist und der erste Einleger (20) und der mindestens eine weitere Einleger (24) stabförmig sind, wobei das Profil der Einleger (20, 24) entsprechend dem Profil der länglichen Rille ausgebildet ist.
  6. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Aufnahme (18) eingesetzten Einleger (20, 24) die Aufnahme (18) ausfüllen.
  7. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Einleger (20) mittels Umspritzens oder mittels Kunststoffschweißens mit dem Grundkörper (16) verbunden ist.
  8. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine weitere Einleger (20) mittels Kunststoffschweißens mit dem Grundkörper (16) verbunden ist.
  9. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Einleger (20) und/oder der mindestens eine weitere Einleger (24) ein rechteckiges Profil hat.
  10. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Einleger (20) und der mindestens eine weitere Einleger (24) identische Bauteile sind.
  11. Fahrzeugstrukturbauteil (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugstrukturbauteil (14) ein Windlauf ist.
  12. Baukastensystem (26) zum Herstellen von Fahrzeugstrukturbauteilen (14), mit identisch ausgeführten Grundkörpern (16), die mindestens eine Aufnahme (18) aufweisen, und mehreren Einlegern (20, 24), wobei die Aufnahme (18) und die Einleger (20, 24) in ihrer Geometrie so aufeinander abgestimmt sind, dass wahlweise ein oder mehrere Einleger (20, 24) in dieselbe Aufnahme (18) eingesetzt werden können.
  13. Baukastensystem (26) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Einleger (20, 24) die Aufnahme (18) vollständig ausfüllen ohne aus dieser herauszuragen.
  14. Baukastensystem (26) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundkörper (16) und die Einleger (20, 24) Kunststoffbauteile sind, welche miteinander verschweißbar sind.
  15. Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugstrukturbauteilen (14) unter Verwendung des Baukastensystems (26) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: a) Bereitstellen eines Grundkörpers (16) mit mindestens einer Aufnahme (18) für einen Einleger (24), sowie eines in der Aufnahme (18) sitzenden, ersten Einlegers (20), und b) Einsetzen mindestens eines weiteren Einlegers (24) in die Aufnahme (18), wenn das Fahrzeugstrukturbauteil (14) eine höhere Festigkeit aufweisen soll als das im Schritt a) hergestellte Bauteil.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (18) mittels einer Außenhaut, die die Aufnahme (18) überdeckt, geschlossen wird.
  17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine weitere Einleger (24) nach dem Verbinden des ersten Einlegers (20) mit dem Grundkörper (16) ebenfalls mit dem Grundkörper (16) verbunden wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine weitere Einleger (24) nach dem Schließen der Aufnahme (18) und/oder nach dem Lackieren des Fahrzeugstrukturbauteils (14) mit dem Grundkörper (16) verschweißt wird.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Einleger (20) mit dem Grundkörper (16) verbunden wird, indem er bei der Herstellung des Grundkörpers (16) in ein entsprechendes Werkzeug eingelegt und umspritzt wird.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (16) mittels eines additiven Herstellungsverfahrens hergestellt wird und der mindestens eine erste Einleger (20) nach der Herstellung des Grundkörpers (16) in die Aufnahme (18) eingesetzt und mit dem Grundkörper (16) verbunden wird.
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